6. Januar 2010

Der VfB im Juli 2009

Juli

1.7.2009

Ein Quintett kehrte zurück

Das Hallo war groß, als die Nationalspieler des VfB am heutigen Mittwochmorgen den Trainingsbetrieb wieder aufnahmen und zu ihren Teamkameraden stießen, die bereits seit vergangenen Samstag im Trainingseinsatz sind. Doch das Wiedersehen währte nicht sonderlich lange. Denn während für die Spieler, die gestern Abend beim Freundschaftsspiel in Vaihingen am Ball waren, eine eher lockere Trainingseinheit auf dem Plan stand, musste sich die Rückkehrergruppe zunächst dem obligatorischen Lakattest unterziehen.

Runden drehen und Blutstropfen lassen

Und so drehten Thomas Hitzlsperger, Cacau, Christian Träsch, Khalid Boulahrouz, Ricardo Osorio auf der benachbarten PSV-Sportanlage ihre Runden, um anschließend einige Blutstropfen zu lassen, während alle anderen nach einem Regenerationsprogramm beim Spiel auf vier Tore mächtig viel Spaß hatten. Ebenfalls nicht mitmischen konnten heute Ciprian Marica, der aus privaten Gründen erst am 3. Juli wieder einsteigen wird und Arthur Boka, der weiterhin in der VfB Reha-Welt für sein Comeback schuftet.

5.7.2009

Torreicher Test am Bodensee:

Im Rahmen des Trainingslagers in Donaueschingen stand am Sonntagnachmittag ein Testspiel in Friedrichshafen auf dem Plan. Das Aufeinandertreffen der beiden “Vereine für Bewegungsspiele” wurde deutlich mit 11:2 gewonnen. Torschützen: Elson, Schieber (2), Riedle (2), Lanig (2), Simak (2), Bastürk, Didavi

6.7.2009

Jovanovic-Transfer gescheitert: Demba Ba will Klarheit

Donaueschingen/Hoffenheim – Es war ein vergleichsweise ruhiger Tag in Hoffenheim. Die Mannschaft von 1899 hatte trainingsfrei und trifft sich erst heute wieder zur nächsten Einheit, an der erstmals der neue Innenverteidiger Josip Simunic teilnimmt. Es war auch ein relativ ruhiger Tag in Donaueschingen. Da hat der VfB momentan Quartier bezogen, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison zu legen. Aber die Ruhe war trügerisch – hüben wie drüben. Viele bange Blicke gingen von Hoffenheim und Donaueschingen nach Ludwigshafen. Dort wurde die Verletzung von Demba Ba gestern zum dritten Mal innerhalb einer Woche untersucht – im Beisein der Mannschaftsärzte Raymond Best (VfB) und Pieter Beks (1899). Nach der Visite stand das Ergebnis fest. “Die Ärzte waren zufrieden – und ich bin es auch”, sagt Ba. Das Fazit des Tages ist also positiv, aber eine Entwarnung sieht anders aus.

Diese Nachricht verbreitete sich schnell in Hoffenheim und in Donaueschingen, wo Horst Heldt etwas aufatmete. Denn noch am Donnerstag war der VfB-Manager mit einem bedenklicheren Bericht aus Ludwigshafen konfrontiert worden, wonach der Heilungsverlauf von Ba (24) nicht zu prognostizieren sei. An seinem im Mai operierten Bein hatte sich eine Entzündung gebildet, die verhinderte, dass sich die Wunde schließen konnte. Pikanterweise wurde das Problem allem Anschein nach von den VfB-Ärzten erkannt – bei der medizinischen Eingangsuntersuchung, die Ba nach StZ-Informationen in Stuttgart bereits absolviert hat.

Nach diesem Befund war der Schock bei Heldt groß. So war klar, dass der gestrige Check maßgeblich darüber befinden würde, ob es überhaupt noch eine Chance für den Wechsel des Stürmers aus Hoffenheim nach Stuttgart gibt. Bei einem erneuten negativen Resultat hätte der VfB von der Verpflichtung wohl oder übel Abstand genommen, aber jetzt steht die Tür für Ba zumindest wieder einen Spalt weit offen.

Die Clubs haben sich auf eine Ablöse von knapp 15 Millionen Euro geeinigt. Die Voraussetzung lautet allerdings: der Spieler aus dem Senegal muss richtig fit sein. Noch habe er diese Wunde am Bein, aber er habe keine Schmerzen mehr, so Ba, der deshalb glaubt, vielleicht in zehn Tagen mit dem Lauftraining beginnen zu können. Bis er wieder ganz hergestellt ist und in einer Partie 90 Minuten lang eingesetzt werden kann, werden jedoch noch ein paar weitere Wochen vergehen, so dass Ba den Saisonauftakt Anfang August verpasst. Zudem wäre er sicher auch in den beiden wichtigen Champions-League-Qualifikationsspielen am 18./19. und 25./26. August noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Ist der VfB bereit, diese Kröte zu schlucken und diesen Preis zu zahlen?

Wenn der Transfer des offensiven Mittelfeldspielers Milan Jovanovic von Standard Lüttich perfekt wäre, würde es Heldt vermutlich leichter fallen, mit Ja zu antworten. Denn der Serbe kann auch im Angriff auflaufen. Aber die Sache ist nicht perfekt. Heldt droht jetzt sogar damit, den Kontakt abzubrechen. “Für uns ist das Thema erledigt”, sagt er, weil der Standard-Chef Luciano D’Onofrio auf seiner Ablöseforderung von 8,5 Millionen Euro beharrt – allen gegenteiligen Ankündigungen zum Trotz. Der VfB bietet fünf Millionen. Dann ist Schluss, aber vielleicht will Heldt auf diese Weise ja auch nur ein finales Warnsignal an D’Onofrio schicken, damit endlich Bewegung in den Finanzpoker kommt. Jovanovic hat sich jedenfalls zum VfB bekannt.

Ba auch. Er legt nach. Am Sonntag habe er mit dem Hoffenheimer Assistenztrainer Peter Zeidler telefoniert, sagt er. Der habe erklärt, dass schnell eine Entscheidung her müsse, damit man auf dem Transfermarkt noch reagieren kann – “und ich will auch eine schnelle Entscheidung, weil mich die Situation mental belastet und weil ich wissen muss, wo meine Zukunft liegt”, sagt Ba.

Der VfB braucht auch Planungssicherheit, aber er verspürt keinen Zeitdruck. Vor einer Vertragsunterzeichnung will sich der Club weiter absichern. Nicht dass die Zwangspause von Ba noch länger ausfällt. Dieses Risiko soll ausgeschaltet werden. Deshalb dürfte der Wechsel kaum so zügig über die Bühne gehen wie von Hoffenheim und Ba gewünscht – zumal für Donnerstag schon die nächste Untersuchung in Ludwigshafen anberaumt ist. Ein wirklich ruhiger Tag wird also auch das nicht. (STZ online)

8.7.2009

Abschied vom Öschberghof

Nach einer Woche im Trainingslager am Öschberghof verabschiedeten sich die Spieler, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten und Zeugwarte des VfB vom Personal des Hotels. Wie schon in den vergangenen Jahren fühlten sich alle rundum wohl und gut versorgt. Die Trainingsbedinungen waren sehr gut, das Essen hervorragend und der Service vorbildlich. Die Spieler und Mitarbeiter und Angestellten des VfB sowie die Mitarbeiter des Öschberghofs freuen sich schon wieder auf das nächste Mal, wenn es wieder nach Donaueschingen ins Lauftrainingslager geht.

8.7.2009

20-Millionen-Euro-Transfer: Der VfB plant den Coup mit Huntelaar

Gerhard Poschner kennt sich aus in Madrid. Da hat er bis 2001 für den Vorortclub Rayo Vallecano gespielt. Seitdem hält er den Kontakt. Deshalb wunderte sich der frühere VfB-Profi nicht, als er gestern im Fachblatt “Marca” gelesen hat, dass der holländische Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar vor dem Transfer von Real nach Stuttgart steht. “Das schreiben die Zeitungen hier schon seit Wochen”, sagt Poschner. An den Geschichten ist etwas Wahres dran.

Der VfB plant den größten Coup seiner Geschichte. Wie “Marca” berichtet, wird Huntelaar (25) zwar auch von Manchester United umworben. Aber die Engländer müssten sich beeilen, weil der VfB ein Angebot vorgelegt habe, das man kaum ablehnen könne, heißt es. Dabei beruft sich die Zeitung auf eine Quelle bei Real. Der VfB kommentiert das nicht. Klar ist jedoch erstens, dass bereits Gespräche mit Real und dem Huntelaar-Berater Arnold Oosterver geführt wurden. Und zweitens steht fest, dass der Spieler selbst nicht abgeneigt ist und dass diese Verhandlungen in den vergangenen Tagen noch einmal intensiviert worden sind.

Denn dem VfB sind zuletzt erhebliche Zweifel an der Verpflichtung des ursprünglichen Wunschkandidaten Demba Ba aus Hoffenheim gekommen. Nach wie vor ist ungewiss, wann der unter einer Entzündung unterhalb des Knies leidende Senegalese wieder fit ist – jedoch kaum vor Mitte/Ende August (die StZ berichtete). Dann sind der Saisonauftakt und die beiden Qualifikationsspiele zur Champions League vorbei. Deshalb fragt sich der VfB, ob das Risiko nicht viel zu groß ist: 15 Millionen Euro für einen angeschlagenen Spieler.

Huntelaar würde sogar knapp 20 Millionen kosten, doch das könnte der VfB stemmen. Weil der Transfer von Milan Jovanovic (Lüttich) geplatzt ist, hat der Club fünf Millionen Euro gespart. Zusammen mit den 15 Millionen für Ba wären das die 20 Millionen für Huntelaar. Problematischer ist das Gehalt. Der Torjäger müsste Abstriche machen, nachdem er momentan bei Real rund vier Millionen Euro netto verdient. Außerdem hat der VfB in ManU namhafte Konkurrenz – wobei Huntelaar jedoch schon gesagt hat, dass er zu keinem absoluten Topclub will. Da würde er um einen Stammplatz fürchten und als Folge um seine Teilnahme an der WM 2010.

Diese Signale ermutigen den VfB, der jetzt alle Hebel in Bewegung setzen und an seine finanzielle Schmerzgrenze gehen will. Ob das reicht, liegt dann an Huntelaar. (STZ Online)

8.7.2009

Testspielerfolg gegen Albstadt:

Am Morgen trainierten die VfB-Spieler noch in Donaueschingen im Trainingslager Kurzpassspiel und spielten auf kleinen Feldern fünf gegen fünf. Abends stand dann das Testspiel gegen den FC 07 Albstadt an, das der VfB 5:0 gewann. Torschützen: Hilbert, Bastürk, Gebhart, Elson, Simak

9.7.2009

Absage an Ba – kommt das Ja von Huntelaar?

Die Dame im Büro der Groninger Agentur Soccer Vision ist zwar freundlich, aber auch abweisend bestimmt. Es tue ihr ja leid, “doch ich darf dazu nichts sagen”, wiederholt sie mehrmals. Und auf die Frage, wer etwas sagen darf, antwortet sie: “Mein Chef, aber der ist heute nicht zu sprechen.” Der Chef heißt Arnold Oosterveer – und der entscheidet maßgeblich darüber, ob der holländische Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar (25) von Real Madrid zum VfB wechselt.

Dass Oosterveer nicht zu erreichen war, hatte einen guten Grund. Denn als die Dame am Donnerstagmittag in seiner Firma sagte, dass sie nichts sagen darf, saß ihr Chef gerade mit dem VfB-Sportmanager Jochen Schneider zusammen, um sich über die möglichen Konditionen des Transfers zu unterhalten. Mit Real war zu diesem Zeitpunkt nach StZ-Informationen schon alles klar. Demnach zahlt der VfB eine Ablöse von 18 Millionen Euro. Sollte sich die Mannschaft im nächsten Monat für die Champions League qualifizieren, kommen noch einmal zwei Millionen hinzu. Diese Herkulesaufgabe hat der VfB gemeistert. Wenn in den nächsten Tagen dann auch Huntelaar Ja sagt, ist der größte Transfercoup in der Stuttgarter Vereinsgeschichte perfekt.

Klar ist seit Donnerstagabend, dass der 25-jährige Holländer dem Hoffenheimer Demba Ba den Rang als Wunschkandidat der Stuttgarter endgültig abgelaufen hat. Denn nach der Untersuchung des Senegalesen in Ludwigshafen steht fest, dass der VfB Ba nicht verpflichten wird. Das Problem bei dem Angreifer ist seine Entzündung unterhalb des Knies, die verhindert, dass er bis zum Saisonstart fit wird. Ba hat sich die Komplikationen selbst zuzuschreiben: Denn anstatt sein operiertes Bein wie von den Ärzten angeordnet im Urlaub zu schonen, marschierte er munter durch Las Vegas. Letztlich scheute der VfB, für den in sechs Wochen die wichtigen Qualifikationsspiele zur Champions League anstehen, das Risiko, für einen angeschlagenen Spieler rund 15 Millionen Euro zu bezahlen.

Über Huntelaars Gehalt muss noch verhandelt werden

Bleibt also Huntelaar, in dessen Fall es allerdings noch ein paar Hürden zu überspringen gilt: speziell das Gehalt des Spielers, aber auch Vertragsdetails wie die Laufzeit. Zudem wünscht Huntelaar offenbar eine Ausstiegsklausel, die ihm für eine festgeschriebene Summe die vorzeitige Freigabe für einen Spitzenclub garantiert. Von diesen Punkten, die im Mittelpunkt Verhandlungen zwischen Oosterveer und Schneider standen, hängt alles ab.

Der Spieler kassiert bei Real angeblich mehr als drei Millionen Euro netto – eine Dimension, die ihm der VfB nicht bieten kann. Huntelaar müsste Abstriche machen. Dass er dazu grundsätzlich bereit ist, zeigt die Tatsache, dass am Donnerstag überhaupt ein Treffen stattgefunden hat. Wenn die Vorstellungen zu weit auseinandergegangen wären, hätten sich Oosterveer und Schneider die Mühe sparen können.

Aber der VfB hat signalisiert, dass er an seine Schmerzgrenze vorstoßen will. Dass dadurch Unruhe entstehen und das finanzielle Gefüge der Mannschaft durcheinandergewirbelt werden könnte, befürchtet der Club nicht. Erstens sei klar, dass Huntelaar ein besonderes Kaliber ist, heißt es, und zweitens sei jeder im Kader ein Profi und wisse, dass das Geschäft nun mal so ist. Dass die bereits vor einiger Zeit aufgenommenen Gespräche mit einem Star wie Huntelaar nun ziemlich weit fortgeschritten sind, zeigt, welchen Stellenwert der Stuttgarter Bundesligist inzwischen in Europa besitzt. Immerhin hat Huntelaar einem so erfolgreichen Verein wie Olympique Lyon schon abgesagt. Das bedeutet jedoch nicht, dass der VfB keinen Konkurrenten mehr hätte. Er hat sogar noch mindestens drei: Manchester United, den AC Mailand und Olympique Marseille.

Bei ManU und Milan müsste Huntelaar aber um einen Stammplatz fürchten. Auf der Ersatzbank würden seine Chancen auf die Teilnahme an der WM 2010 sinken. Dieses Turnier ist sein Ziel. Und im Duell mit Marseille fühlt sich der VfB alles andere als chancenlos. Außerdem hat er einen Vorsprung, weil er bereits handelseinig mit Real ist. Gelingt auch mit Huntelaar der Durchbruch, dürfte sogar die Dame von Soccer Vision etwas mitteilsamer werden. (STZ online)

11.7.2009

Torlose Generalprobe

Eigentlich war es als ganz normales Testspiel inmitten der Vorbereitung auf die neue Saison 2009/10 gedacht. Doch nach der Auslosung der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal wurde das Freundschaftsspiel des VfB beim Regional-ligisten SG Sonnenhof Großaspach am heutigen Samstag zur Generalprobe für das Cup-Duell in drei Wochen.

Nullnummer ohne Nationalspieler:Fehlen der VfB-Stars ärgert Fans und Gegner

Sie machen den Reiz aus, ihretwegen strömen die Fans – umso ärgerlicher, wenn die Stars fehlen. Der VfB Stuttgart trat beim faden 0:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ohne seine Nationalspieler an. Die Zuschauer waren enttäuscht, beim Gegner machte das Wort Respektlosigkeit die Runde.

5600 Fans waren aufs Sportgelände Fautenhau nach Großaspach geströmt, in Erwartung großer Namen und großer Taten. Gegangen sind sie mit der bitteren Erkenntnis, dass sie Geld und Zeit besser anderweitig investiert hätten – wenn sie nicht Sympathisanten der munteren Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach waren, die dem B-Team des VfB mit vier Großchancen und einem verschossenen Elfmeter einheizte. Dennoch fehlte auch den Einheimischen etwas – der Hauch der großen weiten Fußballwelt. Stars wie Thomas Hitzlsperger, Cacau, Serdar Tasci, Ludovic Magnin oder Ciprian Marica – und hätten sie nur Autogramme geschrieben. Doch keiner war da.

“Für die Nationalspieler hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung keinen Sinn gemacht. Ich hatte meine frischesten Spieler dabei”, rechtfertigte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Entscheidung, Talenten wie Patrick Funk, Daniel Didavi, und Alessandro Riedle Spielpraxis zu geben. Einige Spieler des Regionalligisten Großaspach werteten dies als “Zeichen mangelnden Respekts”. Sonnenhof-Hotelier Uli Ferber bemerkte spitz: “Hoffenheim war zwei Tage zuvor in Bestbesetzung da.” Mit Topspielern wie Vedad Ibisevic, Carlos Eduardo, Chinedu Obasi und Timo Hildebrand. “Ich will keinen Spieler abwerten, aber wegen der Stars kommen die Zuschauer ja auch”, sagte Ferber. Gerade wegen der Stars. (STN online)

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13.7.2009

Trainingsstart in Leogang

Eine Viertelstunde vor Beginn der ersten Übungseinheit beim Trainingslager in Leogang fuhr der Mannschaftsbus mitsamt den Spielern und Trainern vom Hotel Krallerhof los in Richtung Steinbergstadion. Nach nur fünf Minuten Fahrzeit sahen die Spieler um Kapitän Thomas Hitzlsperger dann ihren Trainingsplatz für die nächsten Tage.

Eine kleine aber feine Tribüne bietet den zahlreichen Fans Platz zum Zuschauen, und die kamen auch gleich voll auf ihre Kosten. Nach ein paar Runden Warmlaufen auf dem sehr gut präparierten Rasen spielten die Akteure sieben gegen drei und die Torhüter trainierten separat mit Ebbo Trautner. Anschließend folgte ein Spielchen auf ein kleines Feld. Die Co-Trainer Rainer Widmayer und Alexander Zorniger ließen dann noch Flanken mit Torabschluss üben, ehe es nach zwei Runden Auslaufen wieder in Richtung Hotel ging. (vfb.de)

Der 13.7.09 war auch der Tag, auf den wir hingearbeitet hatten, begleiteten wir doch den VfB zum ersten Mal ins Trainingslager. Daher waren wir sehr neugierig, was uns erwarten würde. Leogang ist ein kleiner, aber feiner Ort nahe Saalfelden am Steinernen Meer und liegt idyllisch eingebettet in der Bergwelt im Land Salzburg. Wir hatten eine Ferienwohnung übers Internet gebucht. Da ich zeitnah Bilder online stellen wollte, mußte die Wohnung natürlich über einen Internetanschluß verfügen. Durch das Internet hielt ich mich in der Hängepartie bzgl. Neuzugängen immer auf dem neuesten Stand und konnte mich auch sonst über die VfB-Seite informieren, wann Trainings angesetzt waren, oder was sonst anstand, sollte die Kommunikation nicht wie gewünscht funktionieren. Die Wohnung war gemütlich eingerichtet und verfügte über alles, was man zum Leben gebrauchen kann. Mit dem Einchecken erhielten wir die Leogang-Card, die bei zahlreichen Freizeiteinrichtungen in Leogang und Region zum freien oder ermäßigten Eintritt berechtigte. So war täglich eine Berg- und Talfahrt mit der Asitz-Bahn enthalten oder freier Eintritt ins Schwimmbad. Eine feine Sache! Gleich am ersten Tag besuchten wir natürlich das Training. Noch waren nicht sehr viele Fans anwesend, doch das sollte sich schon am nächsten Tag ändern.

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14.7.2009

1,1 Millionen Euro Überschuss:Die Roten schreiben schwarze Zahlen

Zufriedenheit würde die Gemütsverfassung der VfB-Granden nur unzutreffend beschreiben. Präsident Erwin Staudt und sein Finanzchef Ulrich Ruf waren am Dienstagabend mehr als nur zufrieden. Beide präsentierten den Mitgliedern im Carl-Benz-Center voller „Stolz“ den Geschäftsbericht 2008.

„Und jetzt kommt die Nachricht des Abends“, rief Ruf den etwa 1000 anwesenden Mitgliedern zu: „Uns ist es gelungen, im sechsten Jahr in Folge einen Gewinn zu erzielen.“ Unter dem wohlwollenden Nicken der roten Gemeinde ließ sich Ruf dann die Zahl auf der Zunge zergehen: „Wir haben einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,128 Millionen Euro erwirtschaftet.“

Gleichzeitig musste der Finanzdirektor aber einräumen, dass der Fußball-Bundesligist im Jahr 2008 nicht an das Rekordergebnis von 2007 anknüpfen konnte. Der Umsatz sank von 132,3 Millionen auf 98,7 Millionen Euro. Nach den Ursachen mussten die Mitglieder nicht lange fragen: Es fehlen die Einnahmen des Meisterjahres, in dem die Roten auch im Pokalfinale (2,4 Millionen Euro Einnahmen) standen.

Ruf: “Allein 19 Millionen Euro haben wir bei der medialen Verwertung der Champions League eingenommen.” Aber auch in der Liga staffelt sich der Anteil am TV-Geld nach der Platzierung: Der Sechste bekommt 750 000 Euro, Platz drei ist zwei Millionen wert und der Meister kassiert sieben Millionen.

Dennoch steht der VfB insgesamt auf einem tragfähigen Fundament. Präsident Staudt meint sogar: “Wir gehören zu den Topclubs in Deutschland.” Der Verein sei in den Punkten Solidität, Seriosität und Sympathie in der Liga ganz weit vorne.

14.7.2009

Kitzlochklamm und Nachmittagstraining

An unserem 2. Tag besuchten wir zunächst das Kitzlochklamm. Nachmittags ging es dann ins Steinbachstadion zum zweiten Training des Tages. Erstmals dabei war auch Markus Babbel, der direkt von Köln nach Leogang kam. Da in diesen Tagen die Grundlagen für die ganze Saison gelegt werden, war es ihm wichtig, so lang wie möglich dabei sein zu können. Trainiert wurden überwiegend Koordination, Kraft und Kondition und das bei brütender Hitze. Ich ließ mir nach dem Training die Möglichkeit nicht entgehen, mich mit Cacau und Hitz ablichten zu lassen.

Als wir später dann Richtung Abendessen unterwegs waren, joggten die Hoffenheimer an uns vorbei, die ja im selben Ort ihr Domizil hatten. Einige von uns wollten die Ex-Stuttgarter nett begrüßen, denen war es aber eher peinlich. Den Vogel schoß Timo Hildebrand ab, der nur “Demba Ba” murmelte und uns damit wohl ärgern wollte. Dann wollten wir den Hoffenheimern kurz beim Training zuschauen, doch wir wurden ausgesperrt bzw. nicht herein gelassen (durch den Zaun fotografiert, siehe unten). Betont sei an dieser Stelle, dass die “Annäherungsversuche” wirklich nett waren und nicht gepöbelt oder beleidigt wurde. Dass sie durch solche Aktionen einem nicht sympathischer wurden, dürfte aber klar sein…

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15.7.2009

Der dezente Konter von Horst Heldt

Am Morgen danach ist Jens Lehmann nichts mehr anzumerken. Es ist 9.50 Uhr. Der Torwart betritt als letzter Stuttgarter Spieler den Trainingsplatz in Leogang und wärmt sich vor einem Spruchband des VfB-Fanclubs Köngen auf. Business as usual ist angesagt. Knapp zwei Stunden später beendet Lehmann die Einheit. Ehe er in den wartenden Bus steigt, erfüllt er noch ein paar Autogrammwünsche. Dann fährt er mit seinen Kollegen ins Mannschaftshotel, wo Horst Heldt schon auf ihn wartet. Da ist es 12.30 Uhr.

Am Abend zuvor ist Lehmann nach vorne geprescht – per Videoclip bei der Jahreshauptversammlung des Clubs im Carl-Benz-Center. Da kritisierte er die Einkaufspolitik und forderte die Mitglieder auf, den Aufsichtsrat und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen. Nicht nur, dass immer noch kein Nachfolger für Gomez gefunden sei – um in der Champions League bestehen zu können, benötige man noch mindestens eine weitere Verstärkung, sagte Lehmann und setzte Heldt unter Druck.

Wenn dem Manager diese Vorgehensweise missfallen hat, lässt er sich das am Tag danach zumindest nicht anmerken. Es ist 14 Uhr. Lehmann sei eben sehr ehrgeizig, “was das Wichtigste in diesem Geschäft ist”, sagt Heldt, nachdem er zuvor unter vier Augen mit dem früheren Nationaltorwart gesprochen hatte. Dabei dürften die beiden im Kern nicht so weit auseinander sein. Denn auch Heldt weiß, dass erstens Handlungsbedarf besteht und dass die Zeit zweitens allmählich auch ein bisschen knapp wird. Schließlich fängt die neue Saison am 7. August an.

Heldt: “Jens ist nur einer, der offen seine Meinung vertritt”

Darum geht es auch am Nachmittag, als der Manager auf der Terrasse des Teamhotels in Leogang sitzt und sich bemüht, die Offensive von Lehmann zu bewerten. Von wegen der Torhüter setze dem VfB die Pistole auf die Brust. Das sei nicht die Absicht gewesen, sagt Heldt, “Jens ist nur einer, der offen seine Meinung vertritt.” Damit gebe es überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, Lehmann sei ein mündiger Spieler, “wovon wir alle beim VfB profitieren.”

Dennoch wäre es Heldt vermutlich lieber gewesen, der mündige Spieler hätte seine Bedenken intern vorgetragen und nicht halböffentlich auf der Mitgliederversammlung, was ohnehin ein ziemlich ungewöhnlicher Ansatz ist. In diese Richtung zielt dann auch der dezente Konter, den sich Heldt nicht verkneifen kann. Jeder beim VfB habe bestimmte Aufgaben, sagt er, “die Aufgabe unseres Torwarts ist es, möglichst wenig Gegentore zu kassieren – und den Rest erledigen dann wir.”

Ende der Durchsage. Lehmann schweigt am Tag danach ganz. Heldt dürfte ihn darauf hingewiesen haben, dass es nicht die Schuld des VfB ist, dass sich Patrick Helmes einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Die Alternative Demba Ba leidet unter einer Operationswunde am Knie, was eine Verpflichtung riskant gemacht hätte. Ohne diese Komplikationen wäre einer von ihnen schon beim VfB gelandet, und Lehmanns Videobotschaft anders ausgefallen.

Mit dem Brasilianer Vagner Love hat Heldt parallel verhandelt

Andererseits ist es offensichtlich so, dass dem Torhüter das Feilschen um die dritte Kraft Klaas-Jan Huntelaar inzwischen zu lange dauert. Seitdem sich der VfB vor einer Woche mit Real Madrid auf eine Ablöse von 18 Millionen Euro (zuzüglich zwei Millionen bei der Qualifikation für die Champions League) geeinigt und dem Spieler ein mit vier Millionen Euro brutto dotiertes Vertragsangebot vorgelegt hat, herrscht Stillstand. Allerdings habe der Huntelaar-Berater Arnold Oosterver versichert, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung falle, sagt Heldt, “und dieser Berater macht einen seriösen Eindruck”. Der VfB rechnet damit, dass sich Oosterver am Samstag oder Sonntag meldet, weil Huntelaar auch noch von Tottenham Hotspur umworben wird. Die Ausgangslage ist eindeutig: die Engländer bieten mehr Geld – und die Stuttgarter die besseren sportlichen Perspektiven.

Sollte Huntelaar den finanziell gut gepflasterten Weg nach England vorziehen, würde sich der VfB auf Vagner Love konzentrieren. Mit dem Brasilianer von ZSKA Moskau hat Heldt parallel verhandelt und ist nach StZ-Informationen ebenfalls in einem weit fortgeschrittenen Stadium angelangt. Das gilt auch für die Gespräche, die er mit Serdar Tasci führt. Der Verteidiger soll seinen 2010 endenden Vertrag vorzeitig verlängern. Gestern Abend hat sich Heldt noch mit dessen Berater Uli Ferber unterhalten. ,,Wir sollten höllisch aufpassen, dass wir jetzt nicht alles in Schutt und Asche reden. Immerhin sind wir in der letzten Saison Dritter geworden”, sagt Heldt noch. Dann war der Tag danach vorbei.

15.7.2009

Vormittagstraining, Gondelfahrt auf den Asitz und Testspiel gegen Pinzgau

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Nach dem Training fuhren wir mit der Gondel auf den Asitz. Leider war es dort oben sehr bewölkt, so dass die Aussicht nicht die beste war. Die Hütte oben ist aber urgemütlich und es läßt sich gut essen und trinken.

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Hoher Sieg gegen Pinzgau: Nach einem kurzen aber heftigen Gewitter begann das Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Österreich gegen den FC Pinzgau mit fünf Minuten Verspätung im Saalfelder Stadion am heutigen Mittwochabend. VfB-Coach Markus Babbel verzichtete beim 9:0-Sieg neben Torhüter Jens Lehmann auf Stefano Celozzi, Matthieu Delpierre, Alessandro Riedle, Arthur Boka und Daniel Didavi, die individuell trainierten. Torschützen: Tasci (2), Marica (2), Rudy (2), Cacau, Bastürk, Schieber.

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16.7.2009

Vormittagstraining und Fanfest auf der Kralleralm

Nach dem Testspielerfolg und vor dem freien Nachmittag stand der Spaß im Vordergrund. Nach etwas Aufwärmgymnastik gab es Sidestep-Übungen, bei denen Ludovic Magnin wie so oft die Lacher auf seiner Seite hatte. Danach folgte ein Lattenschießen, drei blieben übrig: Stefano Celozzi, Daniel Didavi und Ciprian Marica. Sie hatten die Wahl, ob sie sich auf die Linie stellen und abschießen lassen wollen oder ob sie dem Zeugwart beim Aufräumen helfen. Didavi und Celozzi stellten sich auf die Linie, Marica räumte lieber auf. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die auch auf die Tribüne überschwappte.

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Seit vier Jahren veranstaltet der VfB im Sommer-Trainingslager ein Fanfest zum Dank für die tolle Unterstützung. Am heutigen Donnerstagabend war es wieder soweit. Rund 100 Anhänger kamen auf die Initiative des VfB-Fanbeauftragten Peter Reichert in die Kraller Alm, die nur einen Steinwurf entfernt vom Hotel Krallerhof liegt, wo der VfB seit Montag sein Trainingslager absolviert. Ab 19.00 Uhr gab es Gegrilltes und Getränke für die Fans, und VfB-Betreuer Jochen “Goalie” Rücker brachte sehr zur Freude der Anhänger gleich acht Profis mit in die Wirtschaft. Neben Publikumsliebling Ludovic Magnin kamen Timo Gebhart, Julian Schieber, Stefano Celozzi, Matthias Schwarz, Christian Träsch, Daniel Didavi und Georg Niedermeier.

Wir waren ja das erste Mal dabei und von dem Abend überwältigt. Danke an Peter Reichert für die tolle Organisation, Essen, Trinken und Ambiente hätten kaum besser sein können. An unseren Tisch kam Stefano Celozzi, der weniger über sein Jahr beim KSC, als vielmehr über seine Lehrzeit unter Hermann Gerland plauderte. War sehr interessant sich mit einem Profi auch über alltägliche Dinge unterhalten zu können. Ein Höhepunkt das Abends war, als Georg Niedermeier unseren Uwe interviewte und ihm zu seinem 50. im Namen des VfB gratulierte. Jochen Rücker sammelte seine Jungs dann pünktlich wieder ein, dass sie rechtzeitig in die Federn kamen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Für uns ging die Party noch lange weiter. Über die Anlage dröhnten Gassenhauer wie Ein Stern, der über Stuttgart steht oder VfB ein Leben lang.

Am nächsten Morgen kam uns dann zu Ohren, einige VfB-Fans hätten diese Songs dann auch vor dem Hoffenheimer Hotel aufgedreht und deren Nachtruhe gestört….

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17.7.2009

Letzter Tag vor der Abreise zum T-Home-Cup nach Gelsenkirchen

Auch heute fanden zwei intensive Trainingseinheiten statt, erstmals auf dem Schwimmbadsportplatz, da der VfB und die Hoffenheim die Plätze tauschten. Für uns war es gut so, denn unser Quartier lag hier um die Ecke.

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18.7. 2009

T-Home-Cup auf Schalke:

Der VfB hat das Halbfinale im T-Home Cup gegen den Gastgeber FC Schalke 04 knapp für sich entschieden und steht damit im Endspiel des Mini-Turniers in der Gelsenkirchener Veltins-Arena. Nach zweimal 30 ereignisreichen Minuten war eine Spielszene entscheidend, die im Zusammenspiel mehrerer VfB-Youngster zum goldenen Tor durch Sebastian Rudy führte.

Schon bei der Aufstellung war ersichtlich, dass es VfB-Cheftrainer Markus Babbel in Gelsenkirchen nicht nur um die bloße Spielpraxis ging. Für den ernstzunehmenden Härtetest mitten in der Vorbereitung schickte er seine zu diesem Zeitpunkt effektivsten Spieler in den Ring. Verzichten musste er dabei auf einige leicht angeschlagene Akteure, denen er eine Pause gönnte. Plangemäß stand Jens Lehmann an seiner alten Wirkungsstätte erstmals in der neuen Saison zwischen den Pfosten.

19.7.2009

T-Home-Cup auf Schalke

Zweiter Sieg blieb aus: Der VfB hat den Titelgewinn beim T-Home Cup in Gelsenkirchen verpasst. Bei dem Einladungsturnier inmitten der Saison-Vorbereitung verlor das Babbel-Team das sonntägliche Finalspiel gegen den Hamburger SV mit 0:3. Für das Endspiel beim T-Home Cup setzte Cheftrainer Markus Babbel ausschließlich Spieler ein, die am gestrigen Halbfinaltag beim 1:0-Erfolg gegen den gastgebenden FC Schalke 04 nicht in der ersten Elf waren. Somit bekamen alle fitten Akteure des Lizenzspielerkaders die Chance, sich im Rahmen des hochkarätigen Mini-Tuniers zu präsentieren und zu empfehlen. Sein Gegenüber auf der Trainerbank, Neu-HSV-Coach Bruno Labbadia, tat es Babbel gleich und ersetzte etliche namhafte Spieler, die gestern den Finaleinzug perfekt machten, durch die zweite Garde.

Da der VfB ja abtrünnig war und ich schon immer mal in die Bullen-Arena nach Salzburg wollte, schauten wir uns dort den Kick RB Salzburg-Austria Wien an. Es war immerhin Saisonauftakt, Meister gegen Pokalsieger, und dennoch kamen gerade mal knapp über 13.000 Zuschauer. Das war enttäuschend. Und das Spiel selbst auch absolut unterirdisch vom Niveau her. Zunächst einziger Höhepunkt war, dass eine Reihe vor uns Dragoslav Stepanovic Platz nahm. Ich sprach ihn gleich an, was er hier mache. Er ist jetzt Trainer in Novisad und traf in der Europa League Quali auf Austria Wien. Zum Spiel: Austria Wien ging in Führung und erst als der alte Alexander Zickler von Huub Stevens eingewechselt wurde, kippte das Spiel, Salzburg gewann glücklich 2:1, und werden demnach sicher nicht zu unrecht die Bayern der Alpenrepublik genannt. Ein paar Bilder hier:

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20.7.2009

Erstes Training mit U21-Europameister Sami Khedira

Nach der Rückkehr vom T-Home-Cup auf Schalke war erstmals der U21-Europameister Sami Khedira mit von der Partie. Er wurde natürlich von den anwesenden Fans frenetisch gefeiert. Ebenfalls auf dem Platz stand Horst Heldt. Da er viel telefonierte, hofften wir insgeheim, wir würden den Huntelaar-Deal aus erster Hand erfahren. ;-) Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir waren schon enttäuscht, dass wir im Trainingslager keinen verpflichteten Hochkaräter zu sehen bekamen, andererseits herrschte auch Verständnis für die Vereinsführung, dass sie die Preistreiberei auf dem Markt nicht bedingungslos mitmachte.

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20.7.2009

Schulter ausgekugelt: Boulahrouz fällt vier bis sechs Wochen aus

Rückschlag für den VfB Stuttgart und seinen Innenverteidiger Khalid Boulahrouz. Der Niederländer hat sich beim Turnier in Gelsenkirchen die Schulter ausgekugelt und fällt voraussichtlich sechs Wochen lang aus.

Im Trainingslager in Leogang präsentierte sich Boulahrouz (27) in glänzender Verfassung: schnell, giftig und höchst motiviert für den Kampf um die Stammplätze. Beim T-Home-Cup ereilte den Niederländer der Rückschlag: Im Spiel gegen Schalke kugelte sich Boulahrouz bei einem Zweikampf die Schulter aus.

Der Innenverteidiger fuhr mit Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best nach Stuttgart, wo eine hochauflösende Computertomografie durchgeführt wurde. “Boula” kommt voraussichtlich um eine Operation herum. Die Schulter wird zunächst konservativ behandelt. Dennoch fällt Boulahrouz vier bis sechs Wochen lang aus. (STN online)

Mir persönlich tat der neuerliche Rückschlag von Khalid Boulahrouz sehr weh. Er gefiel mir in den Trainingseinheiten und Testspielen bisher richtig gut und man hatte den Eindruck, er möchte in der Pre-WM-Saison nochmal voll angreifen. Technisch stark ist er ja sowieso, er brachte sich aber auch super in die Gruppe ein. In den Trainingsspielen dirigierte er und wies auch die jungen Spieler wie Celozzi auf Stellungsfehler hin. Wir waren ja auch letztes Jahr schon in St. Pauli dabei, als er sich kurz vor Saisonbeginn verletzte und daher einige Zeit weg vom Fenster war. Und das ist eben leider die Zeit, in der die Karten um die Stammplätze gemischt werden.

21.7.2009

Letztes Training in Leogang

Leider hieß es an diesem Tag fast schon wieder Abschied nehmen. Bevor die Mannschaft am Abend in Zell am See noch auf den englischen Erstligisten Birmingham City traf, stand noch ein intensives Training auf dem Programm. Nach dem Training bestand wie immer die Möglichkeit Fotos mit Spielern zu machen und Autogramme zu holen.

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21.7.2009

Sieg vor Alpenpanorama

Zum Abschluss des Trainingslagers in Leogang siegte der VfB am heutigen Dienstagabend in Zell am See vor 876 Zuschauern im Testspiel über den Premier League-Aufsteiger Birmingham City FC mit 2:0. Um 18.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Oliver Drachter im Alois Latini Stadion die Partie bei sommerlichen Temperaturen an. Torschützen: Elson, Schieber.

Wir machten uns nach dem Training noch kurz frisch und trafen uns schon kurz danach an der Pension der Anderen. Dorthin hatten wir ein Großraumtaxi bestellt, welches uns die etwa 25 Kilometer nach Zell am See bringen sollte. Pro Leogang-Card war eine Taxifahrt über 15km oder zwei Kurzstreckenfahrten enthalten. Da keiner die Zeit über Taxi gefahren ist, legten wir zusammen und konnten die Strecke umsonst mitfahren. Zell am See ist ein idyllisch gelegener Touristenort. Zunächst aßen wir noch etwas und machten uns dann bei hochsommerlichen Temperaturen auf den Fußweg Richtung Stadion am anderen Ende des Sees. Als wir aus Zell am See Zentrum herauskamen, fanden wir leider nirgends eine “Raststätte”, um den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Nach längerer Zeit kam dann ein Cafe, in welches wir auch schnell einkehrten. Danach ging es dann auch schon zum Latini-Stadion, schön direkt am See gelegen. Heiko und Winne sind schon vorgegangen und wurden von den Veranstaltern angesprochen, ein VfB-Fan solle doch unsere Mannschaftsaufstellung präsentieren, die der Engländer würde ein englischer Verein vorlesen. Und, wer wäre da prädestinierter als unsere Geli. Erst zierte sie sich noch, vor der Kulisse, dieses Amt anzunehmen, nach kurzer Zeit fand sie aber selbst Gefallen daran, nachdem wir alle ihr Mut zusprachen. Also bekamen wir schon mal lange vor Anpfiff den Spielberichtsbogen zu Gesicht und schon war es auch so weit. Als sie zu unserer Nummer 11, Thomas Hitzlsperger, kam, ließ sie sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, ihn als ihren persönlichen Lieblingsspieler “My Hammer” anzukündigen. Dieser war danach sichtlich gerührt, schließlich ist Geli sein größter Fan überhaupt. Das Spiel selbst war ein typischer Sommer-Test-Kick mit wenigen hochkarätigen Torchancen und vielen Spielerwechseln in der 2. Halbzeit. Dennoch gewann der VfB am Ende verdient. Vor allem der eingewechselte Elson überzeugte und schoß ein wunderschönes Tor. Jedes Team hatte dann die eigene Methode der Nachbereitung. Beim VfB wurde noch eine kurze Trainingseinheit für die Einwechselspieler angesetzt, die Briten schwitzten im Eisbad aus.

Nach kurzer Verabschiedung und einem Smalltalk mit Peter Reichert, gingen wir zur mit dem Taxifahrer verabredeten Bushaltestelle und warteten. Leider schien uns der Taxifahrer vergessen zu haben. Auf einem Balkon saß ein freundliches Ehepaar holändischer Nationalität. Da wir so durstig aussahen, ließ sich der Herr des Hauses nicht lumpen und versorgte uns mit Bier. Die Damen durften sogar in die Wohnung auf die Toilette. Wirklich nette Leute. Als das Taxi immer noch auf sich warten ließ, wir aber immerhin jemand erreicht hatten, der uns ein Taxi schicken wollte, schauten wir noch ins Alpenhotel rein und tranken dort, zum Unwillen unserer Frauen, noch ein Pils. Dort war Bingo-Abend angesagt und das Durchschnittsalter der Anwesenden um die 65 Jahre. Auch dort wurden wir freundliche aufgenommen, Winne durfte sogar mitspielen. ;-) Leider kam dann das Taxi doch recht bald, hier hätte man es auch noch aushalten können. Zurück in der Pension nahmen wir noch einen Abschiedsumtrunk zu uns, schließlich stand am nächsten Morgen für alle die Rückreise an. Einige machten noch kurz Station in Going, um Armin Veh, Alfons Higl und Christian Gentner “Hallo” zu sagen, wir hängten noch ein paar Tage Urlaub am Attersee an.

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Das Trainingslager nimmt nicht ganz zufällig so einen großen Platz in meinem VfB-Jahresrückblick ein. Für mich persönlich war es auch DER Höhepunkt des Jahres. Wir waren ja Novizen was Trainingslager angeht. Die ersten regelmäßigen Trainingslagerfahrer lernten wir auf Petras und Toms Polterabend wenige Wochen vor der Abfahrt kennen. Auf der einen Seite wuchs natürlich die Vorfreude, auf der anderen waren wir aber auch skeptisch, weil uns gleich vermittelt wurde, dass man quasi alles zusammen machen würde. Das wollten wir mal auf uns zukommen lassen, wir hatten auch zunächst nicht vor, wie es dann aber kam, fast jedes Training “mitzumachen”, sondern wollten auch in der Gegend etwas unternehmen und mal schön ins Freibad gehen. Doch manchmal kommt es eben anders als man denkt. Wir waren fast bei jedem Training dabei und unternahmen sehr viel mit den anderen, die uns super aufgenommen haben. Wir kommen seither regelmäßig zusammen, treffen uns bei allen Heimspielen und unternehmen die eine oder andere Auswärtstour zusammen. Außerdem haben wir mittlerweile unsere Trainingslager-Stammtisch-Fahne. In diesem Kreis fühlen wir uns wirklich sehr wohl und freuen uns schon auf die Touren 2010.

Trotzdem kamen auch unsere Sightseeing-Aktivitäten nicht zu kurz. Im Schwimmbad waren wir zwar nicht, sind aber sonst schon das eine oder andere Mal die Gegend abgefahren und haben was angeschaut. Es wäre schön, wenn der VfB auch im nächsten Jahr wieder nach Leogang kommen würde, wir wären auf jeden Fall wieder mit dabei. So nah und locker erlebt man die Spieler und Trainer sonst nirgends. Und das Fanfest auf der Kralleralm war der Hammer.

Die Trainingseinheiten waren zum großen Teil intensiv, jeder hat mitgezogen und es machte nicht den Eindruck, es wäre ein Stinkstiefel dabei oder jemand würde von den anderen geschnitten werden. Der Kader ist natürlich zu groß, nach meinen Beobachtungen aber ausgeglichen, so dass ich zuversichtlich für die Saison war und dachte, im Grunde könne der Trainer fast jeden bringen. Den Absturz der folgen sollte, konnte man sich beim besten Unwillen nicht vorstellen. Im Gegenteil erhoffte man sich natürlich noch hochkarätige Neuzugänge, die das Gebilde perfektionieren würden. Hinterher kann man sich jetzt, mit den Erfahrungen ein halbes Jahr später, die Frage stellen, ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, die Mannschaft im Großen und Ganzen zu belassen, die in der letzten Rückrund Sensationelles geleistet hat. Schließlich ist ja von den Leistungsträgern “nur” Mario Gomez gegangen. Aber: hinterher ist man immer schlauer. Jedenfalls erweckte das Team in der Vorbereitung den Eindruck eine Einheit zu sein und das war sie hinterher nicht mehr, als neue Großverdiener hinzukamen.

23.7.2009

Verhandlungen mit Huntelaar geplatzt

Der Wechsel von Klaas-Jan Huntelaar zum VfB Stuttgart ist offenbar geplatzt. Der niederländische Nationalstürmer von Real Madrid habe die Verhandlungen mit dem Fußball-Bundesligisten abgebrochen, vermeldet der VfB Stuttgart auf seiner Website. Manager Horst Heldt wird dort zitiert: “Wir wollten Klaas-Jan Huntelaar verpflichten, weil er mit seiner Spielweise sehr gut in unsere Mannschaft gepasst hätte. Aber wir sind nicht bereit, uns hinhalten zu lassen.”

Zwar soll Huntelaar dem VfB eigentlich bereits eine Zusage gegeben haben, nun aber doch lieber in die englische Premier League gehen wollen. Im Gespräch seien der FC Arsenal und auch der FC Chelsea. Mit Real Madrid war sich der VfB bereits über eine Ablöse von zunächst 18 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Torjäger einig geworden, muss sich nun aber wohl anderweitig umsehen.

25.7. 2009

Leistungscheck in Fürth bestanden:

Es darf spekuliert werden, ob es schon seine Stammformation war, die Cheftrainer Markus Babbel im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth aufbot, das der VfB relativ locker 5:0 gewann. Torschützen: Marica, Cacau (2), Lanig, Schieber

26.7.2009

55.000 Fans beim Saison-Opening

Als die VfB-Profis am Sonntag um 10.15 Uhr das Robert-Schlienz-Stadion neben der Mercedes-Benz Arena betraten, schauten sie in 160 lachende Kindergesichter. Denn vor dem offiziellen Beginn des von der Gmünder Ersatzkasse GEK präsentierten VfB Opening 2009 um 11.00 Uhr absolvierten die Spieler um Kapitän Thomas Hitzlsperger eine Trainingseinheit mit den vier bis 16 Jahre alten VfB-Fritzle-Club-Mitgliedern. Neben den vielen kleinen VfB-Fans waren auch schon die meisten der 55.000 Anhänger auf den P9-Parkplatz geströmt, als die bigFM-Moderatorin Susanka Bersin und vfbtv-Frontmann Holger Laser die Megaparty in weiß-rot eröffneten.

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30.7.2009

Hleb kehrt zum VfB zurück

Aliaksandr Hleb wechselt auf Leihbasis mit sofortiger Wirkung vom FC Barcelona zum VfB Stuttgart. Am heutigen Donnerstagmorgen wurden die Verträge mit dem FC Barcelona und Alex Hleb perfekt gemacht.

Bereits von Juli 2000 bis zum Sommer 2005 spielte der weißrussische Nationalspieler im Trikot mit dem roten Brustring und absolvierte für den VfB 137 Bundesliga-Spiele. Der 28-Jährige ist Kapitän der weißrussischen Nationalmannschaft und wurde sechsmal zu Weißrusslands Fußballer des Jahres gewählt. Beim VfB Stuttgart trägt Hleb künftig das Trikot mit der Rückennummer 23.

Horst Heldt, Vorstand Sport: “Mit Aliaksandr Hleb haben wir einen Weltklassespieler verpflichtet, der die Qualität unserer Mannschaft noch weiter erhöht.”

Aliaksandr Hleb: “Ich habe mich für den VfB entschieden, da die Mannschaft über großes Potenzial verfügt und ich davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam viel erreichen können.”

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3. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im Mai 2009

Mai

2.5.2009

Bielefeld – Stuttgart 2:2: VfB lässt zwei Punkte auf der Alm liegen

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat im Kampf um die internationalen Plätze einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei Arminia Bielefeld kam die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus und konnte damit die Siegesserie von fünf Siegen in Folge nicht fortsetzen.

Zwar zogen die Schwaben zumindest vorerst an Hertha BSC Berlin vorbei, doch können die Berliner, die im Spitzenspiel am Sonntag beim Hamburger SV antreten, ihre Position wieder zurückerkämpfen.

Die abstiegsbedrohten Gastgeber verbesserten sich durch das zweite Unentschieden in Folge zwar auf den 15. Tabellenplatz, warten aber weiterhin auf den ersten Heimsieg seit dem 22. November. Die Tore für die Gastgeber in einer abwechslungsreichen Partie erzielten Christopher Katongo (30.) und der nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Vlad Munteanu durch einen Foulelfmeter (68.). Zuvor hatten Matthieu Delpierre (4.) und Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (35.) die Gäste zweimal in Führung gebracht.

Wir waren wir mit unserer Clique vom Bierhexle unterwegs. Deren 9-Sitzer-Busle war aber vermeintlich voll, so dass Anita und ich mit meinem Auto fuhren. An den Raststätten trafen wir uns dann immer wieder. Da ich hinfuhr, konnte ich da allerdings noch nicht mit anst0ßen.

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Schätzungsweise beim zweiten oder dritten Halt kamen wir jedoch darauf, dass das Busle doch nur mit 7 Leuten besetzt war, Ule hatte sich schlichtweg verzählt. :-) . Sonst verlief die Fahrt ohne besondere Vorkommnisse, die Strecke nach Ostwestfalen zieht sich allerdings gewaltig hin.

In Bielefeld gingen wir dann gleich ins Bistro Linie 4, einer Bielefelder Fankneipe, um sich auf das Spiel einzustimmen.

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Danach ging es nach einem kurzen Fußweg ins Stadion. Wir hatten unsere Tickets bei Bielefeld bestellt und saßen daher inmitten lauter Bielefeldern. War aber alles friedlich und ich hatte ein mal mehr eine gute Perspektive zum Fotografieren. Das Spiel begann ja super für uns, denn bereits nach 4 Minuten gingen wir durch Delpierre in Führung. Leider ließ sich der VfB in der Folge etwas den Schneid abkaufen und geriet unter Druck. Nach dem Bielefelder Ausgleich konnte der VfB zwar noch einmal in Führung gehen, mußte sich aber nach einem Elfmeter erstmals seit längerem wieder mit einem Unentschieden begnügen. In diesem Spiel traf Spielkunst auf Abstiegskampf. Der VfB schaffte es nicht, seine Linie beizubehalten und so war der Bielefelder Punktgewinn am Ende verdient. Nachdem wir im Jahr 2009 also bisher nur Siege feierten, als wir auswärts dabei waren, mußten wir erstmals mit einem Punkt zufrieden sein. Nach so vielen positiven Erlebnissen in den letzten Wochen, nahm ich das auch so hin, nach dem Motto “man kann ja nicht jedes Mal gewinnen”. Im Kampf um die Meisterschaft, die ja wieder möglich wurde, war es aber natürlich ein Rückschlag. Nach dem Spiel gingen wir noch für einige Zeit zurück in die Kneipe und fuhren dann schließlich wieder Richtung Heimat zurück. Das nächste Mal sollten wir aber übernachten. Zum einen ist es in der Kneipe ganz nett, zum anderen sind 5 Stunden Rückfahrt nach einem anstrengenden Tag auch kein Pappenstiel.

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5.5. 2009

Beim Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd trat der VfB zu einem Testspiel an, das er 3:1 gewann. Torschützen waren Marica und Nico Klotz bei einem Eigentor der Gastgeber.

6.5.2009

Babbel bis 2011:Der VfB regelt seine Zukunft

Der VfB hat die Weichen gestellt: Der Teamchef Markus Babbel und sein Co-Trainer Rainer Widmayer bleiben bis 2011 und werden künftig von Alexander Zorniger assistiert. Reiner Geyer wird Trainer des Drittligateams, Gerhard Zuber wird Scout.

Es war der Tag der Unterschriften im VfB-Clubhaus an der Mercedesstraße. Dabei finden sich neue und alte Namen unter dem von den Vereinsbossen ausgewählten Personal, mit dem der Meister von 2007 auch künftig sportlich auf Kurs bleiben will.

Die Bundesligamannschaft: Elf Siege, vier Unentschieden und eine Niederlage – so lautet die Bilanz des VfB in der Bundesliga, seitdem Markus Babbel nach der 1:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg am 22. November 2008 die Verantwortung übernommen hat. Nun macht der VfB in der Woche vor dem Wolfsburg-Heimspiel Nägel mit Köpfen. Was schon längst besprochen war, wird damit offiziell vollzogen: Der Teamchef Babbel, der von Juli an in Köln an der deutschen Sporthochschule seine Fußballlehrerlizenz erwerben wird, und sein Co-Trainer Rainer Widmayer haben ihre Verträge jeweils um zwei Jahre bis 2011 verlängert.

“Markus Babbel und Rainer Widmayer haben maßgeblichen Anteil an unserer Entwicklung”, sagt der Teammanager Horst Heldt, der vor allem Babbels Bezüge deutlich anheben musste. Ergänzt wird der Trainerstab des Erstligateams um Alexander Zorniger, der von der nächsten Saison an als zweiter Assistent arbeiten wird. Zorniger trainiert derzeit den Oberligisten Normannia Gmünd. Gemeinsam mit Markus Babbel hat der 41-Jährige den Lehrgang für die Trainer-A-Lizenz absolviert. Aber auch Horst Heldt ist sich sicher, mit Zorniger “einen absoluten Fachmann” gefunden zu haben, “der das bestehende Trainerteam nach unserer Überzeugung optimal ergänzt”.

Die Drittligamannschaft: Nach fünf Jahren als Trainer der zweiten Mannschaft bricht Rainer Adrion zum Saisonende seine Zelte beim VfB ab, um künftig im Dienste des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das U-21-Nationalteam zu coachen. In die großen Fußstapfen des Stuttgarter Trainer-Urgesteins, das Anfang der achtziger Jahre 22 Bundesligaspiele für den VfB bestritt, tritt Reiner Geyer. Der 45-jährige Franke absolvierte 55 Bundesliga- sowie 80 Zweitligaspiele für Nürnberg, Saarbrücken und Schweinfurt.

Derzeit trainiert Geyer die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Mit dem Team liegt der Coach in der Regionalliga Süd aktuell auf dem zehnten Platz. “Bei der Trainersuche haben wir uns die Frage gestellt, bei welchem Verein die Spieler gut ausgebildet werden”, sagt Horst Heldt. Die Wahl fiel dabei auf Reiner Geyer, der in Fürth 16 Spieler an den Profikader übergeben konnte.

Auch in der Region ist Geyer kein Unbekannter, war er doch zu Zweitligazeiten des SSV Reutlingen zunächst Co-Trainer von Armin Veh. Im Dezember 2001 rückte Geyer gar als Chef auf, nachdem Veh in die erste Liga zu Hansa Rostock gewechselt war.

Das Scouting: Mit dem Chefscout Herbert Briem verliert der VfB zum 30. Juni einen weiteren langjährigen Mitarbeiter. Während Briem künftig als Spielerberater tätig sein wird, bleiben Erwin Hadewicz und Christophe Rempp Spielerbeobachter beim VfB. Dritter Scout wird der 33-jährige Sportlehrer Gerhard Zuber, der zuvor beim Österreichischen Fußballverband tätig war. Nun sucht der VfB für seine Scoutingabteilung noch einen vierten Mann, der sich um die Jugend kümmern soll. (STZ online)

9.5.2009

Gomez erzielt schnellstes Saison-Tor: VfB besiegt Tabellenführer

Der überragende Nationalspieler Mario Gomez hat mit seinem ersten Viererpack den Titelträumen des VfL Wolfsburg einen herben Dämpfer versetzt und den VfB Stuttgart wieder zurück ins Titelrennen geschossen. Der 23 Jahre alte Angreifer erzielte beim 4:1 (2:1)-Sieg der Schwaben gegen den Tabellenführer seine Saisontore Nummer 20 bis 23 und brachte den VfB damit bis auf zwei Punkte an Wolfsburg heran. Die Wölfe blieben zwar an der Spitze, müssen aber nun mehr denn je um den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte bangen.

In einem packenden und phasenweise hochklassigen Spitzenspiel zwischen den beiden besten Mannschaften der Bundesliga-Rückrunde brachte Gomez den VfB per Doppelschlag früh in Führung (1. und 20. ). Edin Dzeko verkürzte mit seinem 20. Treffer noch vor der Pause (36.) – doch erneut Gomez machte mit seinem dritten Tor alles klar (63.) und legte in der 77. Minute sogar noch einen drauf. Vor 55.700 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena legte Stuttgart einen Blitzstart hin. Bereits nach 28 Sekunden fand Rechtsverteidiger Christian Träsch mit einer Flanke aus dem Halbfeld Gomez, der völlig unbedrängt einköpfte.

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13.5.2009

Im Titelrennen: 2:1 auf Schalke – der VfB darf weiter träumen

Auch ohne den verletzten Mario Gomez gewinnen die Stuttgarter, die in dieser Saison noch etwas ganz Großes erreichen können. Durch ein 2:1 (1:1) beim FC Schalke hat der VfB Stuttgart seine Chancen auf den Titelgewinn in der Bundesliga gewahrt. Nun steht an den letzten beiden Spieltagen ein Herzschlagfinale bevor.

Daumen rauf. Knapp 65 Minuten sind gespielt, als Khalid Boulahrouz das Zeichen gibt. Damit will der Verteidiger zwar nur seine Kollegen auf einen Eckball des Gegners einstimmen, aber dieses Signal gilt beim VfB jetzt in jeder Beziehung.

Daumen rauf heißt es nach dem 2:1 beim FC Schalke auch in der Tabelle. Alles ist möglich – sogar die Meisterschaft. Das ursprüngliche Ziel Uefa-Pokal ist praktisch erreicht. So lautet das Fazit am Ende einer aufregenden Partie um 21.49 Uhr.

Der Sieg musste her

Als der Stuttgarter Mannschaftsbus drei Stunden zuvor in die Schalker Arena eingebogen war, war den Insassen schon zweierlei klar – zum einen, dass der überragende Torjäger Mario Gomez nicht eingesetzt werden konnte. Er fiel mit einer Adduktorenverletzung aus. Außerdem musste ein Sieg her, um weiter vom Titel oder zumindest von Platz zwei und der direkten Qualifikation für die Champions League träumen zu können. Weil am Dienstag der VfL Wolfsburg, der FC Bayern und Hertha BSC ihre Spiele gewonnen hatten, stand der VfB also unter Druck. Würde er nachlegen können?

“Wir schauen nur auf uns”, sagte Markus Babbel vor dem Anpfiff. Nach dem Abpfiff sagte der Teamchef dasselbe. Er sagte jedoch auch noch mehr. Etwa, “dass dieser Sieg unheimlich wichtig war”. Jetzt könne man befreit aufspielen und habe vieles selbst in der Hand. Und zum Schluss sagte Babbel dann noch: “Schaun mer mal, was am letzten Spieltag noch möglich ist.” Dann muss der VfB beim FC Bayern antreten. Zuvor geht es am Samstag gegen Cottbus. Babbel hatte 90 Minuten hinter sich, in denen der VfB immer wieder bewies, warum er nach Wolfsburg das zweitbeste Team in der Rückrunde stellt – jedoch nur immer mal wieder und nicht konstant. Aber es reichte. Nach dem Amtsantritt von Babbel lautete die Bilanz bis Mittwoch: zwölf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage in Bremen. Nun ist zu der Babbel-Bilanz der 13. Erfolg hinzugekommen – und das ohne Gomez.

Der hatte zuvor nur ein Saisonspiel verpasst – am 6. Dezember, als es für den VfB dennoch zu einem 3:0 in Cottbus reichte. Aber dass die Schalker ein anderes Kaliber sind als Energie, wusste Babbel. Nicht von ungefähr hat der Revierclub in dieser Runde bis jetzt die wenigsten Gegentore aller 18 Bundesligisten kassiert. Vor der Partie waren es 30, das 31. folgte in der 16. Minute.

Alle haben sich dem Teamgeist verschrieben

Nachdem zuvor Kobiaschwili die erste Schalker Möglichkeit vergeben hatte, machte es Cacau im Gegenzug besser. Der Stürmer profitierte von einem Krstajic-Fehler und ließ dem Schalker Keeper Neuer mit einem Schuss aus 20 Metern keine Chance. Cacau jubelte auf dem Platz, und Gomez freute sich auf der Bank so, als hätte er den Treffer erzielt oder zumindest vorbereitet. Diese Szene demonstrierte dann eine große VfB-Stärke im Frühling 2009 – den Teamgeist, dem sich alle verschrieben haben.

Allerdings gab es auch den ein oder anderen Aussetzer im System, beispielsweise als Farfan köpfen durfte, aber das Gehäuse verfehlte (19.). Ansonsten schien der VfB den Gegner jedoch im Griff zu haben. Die Erfolge in den vergangenen Monaten gaben der Mannschaft viel Selbstvertrauen. Womöglich war sich der VfB seiner Sache jedoch zu sicher. Woran es mangelte, war jedenfalls die letzte Konsequenz. Und Gomez war nicht da.

Dennoch begannen die Schalker Fans nach einer halben Stunde zu murren, weil ihre Mannschaft zwar oft im Ballbesitz war, aber wenig gute Aktionen zustande brachte. Im nächsten Moment schlugen die Gefühlsregungen jedoch um – als Rakitic den Ball nach einem Freistoß genauso kunstvoll wie zuvor Cacau ins Netz schlenzte (39.).

Obwohl Cacau vor der Pause noch mal scheiterte (41.), hatte der VfB seinen Schwung etwas verloren. Kuranyi setzte einen Kopfball über das Gehäuse (50). Die Schalker drückten, doch als keiner damit rechnete, schlug die Stunde des bis dahin blassen Ciprian Marica, der Gomez vertrat. Der Rumäne profitierte von einem Patzer von Neuer, der einen Hitzlsperger-Schuss abprallen ließ. Marica war da. Glück hatte der VfB allerdings, dass Kuranyi nach einem Fehler von Lehmann den Pfosten traf (71.). Der Rest war Jubel – und am lautesten jubelte Gomez. (STZ online)

14.5.2009

Kampf um die Meisterschaft:Der VfB wagt sich aus der Deckung

Durch den 2:1-Sieg beim FC Schalke steht der VfB Stuttgart unmittelbar davor, in den Uefa-Pokal einzuziehen. Doch das genügt Jens Lehmann nicht. “Für uns geht die Saison jetzt erst los”, sagt der Torhüter vor dem Heimspiel am Samstag gegen Cottbus.

Nach rechts führt der Weg zum abfahrbereiten Mannschaftsbus. Doch Markus Babbel biegt plötzlich nach links ab. Mit entschlossenem Blick schreitet der VfB-Teamchef im Untergeschoss der Schalker Arena durch eine staunende Menschenmenge immer weiter zu dieser Tür am Ende des Ganges. Erst im letzten Moment bemerkt er seinen Irrtum: Babbel steht vor der Stadionkapelle und hält an. “Solange nur ich so blind bin, geht’s ja”, sagt er, dreht sich um und findet endlich den richtigen Weg. Dabei wäre es kein Fehler gewesen, bei dieser Gelegenheit ein Kerzchen anzuzünden. Als Dank für das, was an diesem Abend passiert ist – und als Zeichen der Hoffnung für das, was jetzt noch kommt.

Glück im Spiel gegen Schalke

Mit einigem Glück hat der VfB am Mittwoch mit 2:1 bei Schalke 04 gewonnen und kann nun, mit noch mehr Glück, diese so wechselhafte Saison zu einem grandiosen Ende bringen. Als Vierter liegen die Stuttgarter in Lauerstellung und können zumindest den FC Bayern, Gegner im letzten Spiel, noch aus eigener Kraft überholen. Und sollten parallel dazu auch der VfL Wolfsburg und Hertha BSC im Saisonfinale Punkte liegen lassen, dann wäre am 23. Mai sogar der ganz große Wurf möglich: die sechste deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.

Wie berauscht feierte der VfB den ersten Sieg auf Schalke seit der Saison 1997/1998. Leidenschaftlich hat das Team gekämpft und mit vereinten Kräften den Ausfall seines besten Spielers kompensiert. Erst in der Abschlussbesprechung hatte Markus Babbel die nichtsahnenden Profis davon in Kenntnis gesetzt, dass Mario Gomez wegen Adduktorenproblemen nicht würde spielen können. “Der Trainer hat es souverän genommen – also kam auch bei uns keine Panik auf”, berichtete hinterher der Außenverteidiger Ludovic Magnin. Ausgerechnet dem Gomez-Ersatz Ciprian Marica gelang dann der entscheidende Treffer zum VfB-Sieg, der den Manager Horst Heldt vor Freude fast platzen ließ. “Die Mannschaft hat den Charaktertest mit Bravour bestanden”, sagt Heldt und kann es ansonsten “nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf jeden einzelnen Spieler bin”.

22 von 24 möglichen Punkten hat der VfB aus den vergangenen acht Spielen geholt und angesichts von sechs Zählern Vorsprung auf Rang sechs den Uefa-Pokal fast schon erreicht. Eher bemüht nehmen sich daher nach dem Schalke-Spiel die Versuche aus, noch Gefahr von hinten zu wittern. Der Kapitän Thomas Hitzlsperger empfiehlt zwar nachdrücklich, “mit einem Auge nach unten zu schauen”, und auch der Manager Horst Heldt weigert sich standhaft, statt des Uefa-Cups andere “idiotische Ziele” auszurufen. Allerdings setzt sich auch zunehmend die Erkenntnis durch, dass es nun um den Einzug in die Champions League geht – oder sogar um den Titel. “Wenn wir beide Spiele gewinnen, werden wir Meister”, sagt Marica. Ganz so offensiv geht Babbel nicht vor – auch er sieht sein Team aber in einer guten Ausgangsposition: “Jetzt können wir befreit aufspielen und wollen mal sehen, was noch möglich ist.”

Lehmann wirkt geradezu euphorisch

Für vorsichtige Prognosen ist Jens Lehmann nicht mehr zu haben. Geradezu euphorisch kommt der VfB-Torhüter aus der Kabine und verkündet: “Für uns geht die Saison jetzt erst los. Bisher war es ein zähes Herantasten – nun können wir noch viel erreichen.” Ungefragt fährt er dann mit seinem Lieblingsthema fort und geht wieder einmal auf die Schiedsrichter los. “Wir wären jetzt schon verdient Meister, wenn die Schiedsrichter uns nicht immer benachteiligen würden.”

Sechs bis sieben Punkte, so hat Lehmann errechnet, seien dem VfB durch falsche Entscheidungen geklaut worden. Konkrete Fehler des jungen Michael Kempter im Schalke-Spiel sind ihm diesmal nicht aufgefallen – seine Botschaft aber ist klar: Im Sinne einer sich ausgleichenden Gerechtigkeit mögen die Unparteiischen im Saisonfinale im Zweifel doch bitte schön für den VfB entscheiden.

Gegen Energie Cottbus wollen sich die Stuttgarter am Samstag allerdings nicht auf die Hilfe des Schiedsrichters verlassen. Mario Gomez soll wieder dabei sein und helfen, die Vorgabe des Trainers umzusetzen: “Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und gewinnen”, sagt Markus Babbel. Und danach wäre endgültig alles möglich – im Endspiel gegen den FC Bayern in der Münchner Arena. (STZ online)

16.5.2009

2:0 gegen Energie Cottbus:VfB sichert sich Europa-Ticket

Der VfB Stuttgart hat sich endgültig für das internationale Geschäft qualifiziert und am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Bayern München ein “Endspiel” um die direkte Qualifikation für die Champions League. Nach einem 2:0 (1:0) gegen Energie Cottbus, das im Abstiegskampf höchstens noch den Relegationsplatz erreichen kann, haben die Schwaben auch noch Chancen auf die deutsche Meisterschaft – der VfB hat sein Schicksal in diesem Fall aber nicht selbst in der Hand.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte, in dem die Gastgeber engagiert, aber auch ein wenig verkrampft und zunehmend fahrig auftraten, traf zunächst Thomas Hitzlsperger in der 19. Minute mit einem als Hereingabe gedachten Freistoß. Aus halbrechter Position flog der Ball an Freund und Feind vorbei und schließlich vom Innenpfosten ins Tor. Im Gegenzug nach einem Lattentreffer für Energie von Jiayi Shao (76.) machte der starke Cacau auf Vorlage von Mario Gomez alles klar (78.).

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16.5. 2009

Jubiläum der Meistermannschaft 1984

Vor dem letzten Saison-Heimspiel am heutigen Samstag gegen Energie Cottbus erlebten die Fans des VfB einen ganz besonderen Moment. Ein Großteil der VfB-Mannschaft, die 1984 Deutscher Meister geworden war, kam auf Einladung des Vereins in die Mercedes-Benz Arena. Vor 25 Jahren sicherte sich der VfB einen Spieltag vor Schluss die Meisterschaft mit einem 2:1-Sieg in Bremen. Dieses Jubiläum galt es zu feiern. Von Torwart Helmut Roleder über die Defensiv-Spieler Karlheinz Förster und Guido Buchwald bis hin zu VfB-Legende Karl Allgöwer waren viele der Einladung gefolgt. Das Team bestand bis auf die beiden Ausländer Asgeir Sigurvinsson und Dan Corneliusson und dem aus dem Ruhrpott stammenden Thomas Kempe ausschließlich aus Baden-Württembergern. VfB-Präsident Erwin Staudt, der die ehemaligen Spieler begrüßte, betonte dabei die Bedeutung des Titelgewinns 1984: “Diese Mannschaft hat mit der Meisterschaft den Grundstein dafür gelegt, dass der VfB heute einen Stern auf dem Trikot tragen darf.” Der Titel war der erste für den Klub seit Beginn der Bundesliga. Einige aus dem Team spielten für die Deutsche Nationalmannschaft, Guido Buchwald und Günther Schäfer feierten genau heute vor 17 Jahren sogar die zweite Meisterschaft in der Bundesliga-Geschichte des VfB. Und Helmut Roleder hat noch immer die meisten Spiele als VfB-Torwart auf dem Buckel.

Ein Film für die Fans im Stadion

Nach einer Ansprache von Präsident Erwin Staudt und einer Geschenkübergabe durch VfB-Vorstand Ulrich Ruf und Präsident Staudt ging es hinein ins Stadion auf die Showbühne direkt vor die VfB-Fans in der Cannstatter Kurve. Spontan stattete sogar VfB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder den Jubilaren einen Besuch ab und wurde mit großer Freude empfangen. Neben Guido Buchwald, Karl Allgöwer und Karlheinz Förster ließen sich Rainer Zietsch, Achim Glückler, Peter Reichert, Andreas Müller, Hermann Ohlicher und Thomas Kempe von den Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena feiern. Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Filmbeitrag über die Deutsche Meisterschaft 1984, der auf der Stadionleinwand vor der Partie gezeigt wurde. In anschließenden Interviews erzählten Förster, Buchwald und Ohlicher über ihre Erinnerungen und Erlebnisse aus der Zeit, als der VfB seinen Meisterstern aufs Trikot bekommen hat. Abschließend hatte Erwin Staudt dann noch einen ganz besonderen Wunsch: “Ich hoffe, dass wir in 25 Jahren alle gemeinsam das 50-Jährige Jubiläum feiern können und lade Euch hiermit dazu schon einmal ganz herzlich ein.” (vfb.de)

18.5.2009

Startschuss für die Fußballarena

Der offizielle Baggerbiss für die Umbauten der Mercedes-Benz Arena ist erfolgt.

20.5.2009

Mercedes-Benz Arena: Der Rasen ist weg.

Wenige Tage nach Ende des Spielbetriebs sind der Rasen und die Laufbahn in der Arena entfernt.

18.5.2009

Vor dem Südgipfel:Die Abteilung Attacke sitzt diesmal in Stuttgart

Anders als in der Vergangenheit ist es vor dem Südgipfel der VfB mit Jens Lehmann, der gegen die Bayern stichelt

Die psychologische Kriegsführung vor dem Spiel des VfB in München hat begonnen. Nachdem Jens Lehmann die Bayern provoziert hatte, reagierte nun der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: “Das ist eine Unsportlichkeit allererster Güte.”

Der Mann vom Radio wollte es ganz genau wissen. Nach den Verdiensten von Markus Babbel an der großen Aufholjagd des VfB erkundigte er sich und fragte Jens Lehmann: “Hat der Teamchef Ihnen vielleicht das Bayern-Gen eingepflanzt?” Der Stuttgarter Torhüter überlegte nur kurz und konterte dann gedankenschnell: “Wenn wir das Bayern-Gen hätten”, sagte Lehmann, “dann wären wir längst deutscher Meister. Denn dann würden uns die Schiedsrichter bevorteilen. So aber werden wir permanent benachteiligt.”

Nach dem 2:1-Sieg am vergangenen Mittwoch auf Schalke war es, als der 39-Jährige die psychologische Kriegsführung vor dem Saisonfinale startete. Über das Spiel wollte er nicht lange reden und ließ sich stattdessen ungefragt und ausgiebig über die Schiedsrichter aus, die dem VfB nach seiner Rechnung “sechs bis sieben Punkte” geklaut hätten. Auch nach dem 2:0 am Samstag gegen Cottbus hielt er sich nicht allzu lange mit den Toren von Thomas Hitzlsperger und Cacau auf, sondern befeuerte seine Kampagne. Wolfsburg, sagte er, habe dieses Jahr von den Schiedsrichtern profitiert, genau wie die Bayern, “die so manche Entscheidung, die gegen uns gepfiffen wird, zu ihren Gunsten ausgelegt bekommen”. Und noch einmal legte er sich fest: “Normalerweise müssten wir schon längst verdient deutscher Meister sein.”

Rummenigge fordert Konsequenzen für Lehmann

Die Realität ist: mit einiger Wahrscheinlichkeit holt am Samstag Wolfsburg den Titel, während sich der VfB und die Bayern im direkten Vergleich in München um den zweiten Platz streiten. Selten war ein Südgipfel derart brisant – trotzdem hielten sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters, anders als früher, mit Sticheleien in Richtung Stuttgart lange zurück. Noch am Samstagabend hatte sich Manager Uli Hoeneß im ZDF-”Sportstudio” sehr zahm gegeben. Am Montag aber folgte sie dann, die Münchner Replik auf Lehmanns Unterstellungen.

Der Clubchef Karl-Heinz Rummenigge höchstpersönlich war es, der den VfB-Torhüter in aller Schärfe zurechtwies. “Jens Lehmann unterstellt den Schiedsrichtern Manipulation und Betrug. Das ist Blödsinn und eine Unsportlichkeit allererster Güte”, sagte Rummenigge und forderte indirekt Konsequenzen: “Ich bin gespannt, wie der DFB darauf reagiert.” Ermittlungen vonseiten des Verbandes werde es zwar nicht geben, sagte Wolfgang Niersbach am Nachmittag – jedoch fand auch der DFB-Generalsekretär Lehmanns Einlassungen “total überflüssig”.

Bayern: Volle Konzentration auf den VfB

Rummenigge wittert hinter der Kritik des Torhüters vor allem eines: “Taktik.” Es sei “völlig klar, dass Jens Stimmung gegen uns machen will”. Damit sei der Stuttgarter bereits erfolgreich gewesen – jedenfalls hatte Rummenigge beim 2:2 am Samstag in Hoffenheim den Eindruck, dass der Schiedsrichter Michael Weiner “einen angespannten Eindruck” gemacht habe. Daher forderte Rummenigge mehr Zurückhaltung – und will dabei in den nächsten Tagen mit gutem Beispiel vorangehen: “Wir werden uns zurückhalten und uns nur auf das wichtige Spiel gegen den VfB konzentrieren.”

Beim VfB jedoch ist man nicht so ganz sicher, ob es nicht doch noch ein paar Provokationen aus München geben wird. So war es zumindest häufig in der Vergangenheit, weshalb der Stuttgarter Manager Horst Heldt nach dem Cottbus-Spiel sagte: “Ich gehe davon aus, dass diese Woche noch etwas kommt. Aber wir sind da völlig entspannt.”

Nur mit der Champions League kann Gomez gehalten werden

Das naheliegendste Thema wäre es, wenn die Bayern nun öffentlichkeitswirksam ihr Interesse an Mario Gomez erneuern und damit Unruhe in Stuttgart schüren würden. Denn die Zukunft des Nationalspielers wird auch vom Ausgang der Partie am Samstag abhängen. Sollte der VfB gewinnen und die Champions League erreichen, dann wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Gomez nach München wechselt, minimal. Der 23-Jährige jedenfalls hat immer erklärt, er gehe nur dann, wenn alles stimmt. Ein Club, dessen Champions-League-Teilnahme nicht gesichert ist, passt kaum in dieses Profil. Das würde zwar auch nicht bedeuten, dass Gomez sicher in Stuttgart bleibt, ein Verkauf des größten Stars zu einem Club ins Ausland aber dürfte dem VfB viel leichter fallen als ein Transfer zu den bei den Fans so verhassten Bayern.

Offen ist vor diesem Hintergrund, wie Mario Gomez am Samstag vom Bayern-Anhang empfangen wird. Sicher dagegen scheint, auf was sich Jens Lehmann in der Münchner Arena wird einstellen müssen. Der Torhüter ahnt bereits, “dass ich dort nicht himmelhochjauchzend begrüßt werde”.

23.5.2009

2:1 gegen Stuttgart:Bayern gewinnt Millionen-Endspiel

Ich versuchte lange Karten für das Saisonfinale zu ergattern, hatte aber leider kein Glück bei der Verlosung. Ebay beobachtete ich auch regelmäßig, es war aber der Wahnsinn, was dort verlangt wurde. So entschlossen wir uns, das Spiel beim Bierhexle mit einigen anderen Daheimgebliebenen anzuschauen. War dann auch nicht so schlimm, schließlich war ich einen Tag vor dem Saisonfinale bei AC/DC auf dem Hockenheimring und hatte somit am Samstag etwas weniger Streß. Am TV sahen wir dann, dass, wie es schien, beim VfB die Luft raus war nach einer tollen Aufholjagd und man zu fast keinem Zeitpunkt die Hoffnung hatte, dass vielleicht noch ein Sieg herausspringen könnte. Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen taten ein übriges. Wolfsburg führt früh, so dass die Meisterschaft schon sehr bald kein Thema mehr war, der KSC schoss überraschend die Hertha ab, so dass keine der beiden Parteien noch auf Platz 4 zurückfallen konnte. Am Ende also Platz 3 und die Champions League Quali. Was für ein toller Abschluss. Ist zwar relativ schiwierig die Konstellation, da die Champions League Millionen noch nicht fest eingeplant werden können. Aber dennoch bietet dieser Abschluss glänzende Perspektiven für die nächste Saison. Wir feierten jedenfalls die Niederlage wie einen Sieg und trauerten der entgangenen Meisterschaft in keinster Weise nach.

Das kleine Fußball-Wunder, auf das ein der FC Bayern München und noch ein bisschen mehr der zuletzt so selbstbewusste VfB Stuttgart gehofft hatten in den vergangenen Tagen, ist dann doch ausgeblieben. Aber das unspektakuläre Verfolgerduell vor 69.000 Zuschauer in der Münchner Arena hatte trotzdem zwei kleine Sieger.

Der entthronte Meister sicherte sich durch den 2:1-Sieg den zweiten Platz und damit die direkte Qualifikation für die Champions League. Die Bundesliga-Saison endete somit halbwegs versöhnlich für die zwischendurch arg gebeutelten Bayern. Die Schwaben bleiben trotz der Niederlage Dritter, weil der eigentlich ungeliebte Rivale aus dem Badischen, der Karlsruher SC, Hertha BSC besiegt hatte. Der VfB hat somit ebenfalls noch eine Chance, im lukrativsten internationalen Vereinswettbewerb zu starten.

Pfiffe für Lehmann

Schon der Beginn war für Stuttgart nicht besonders erfreulich. Bei der Bekanntgabe der VfB-Aufstellung gab es laute Pfiffe, und besonders laute für Jens Lehmann. Nicht ganz unerwartet, immerhin hat sich der frühere Rivale von Oliver Kahn in der Nationalmannschaft noch nie besonderer Beliebtheit erfreut beim Münchner Publikum. Und seine Bemerkungen vor einer Woche, der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg wären von den Schiedsrichtern in dieser Saison bevorzugt worden, steigerte die Antipathie noch ein bisschen. Lehmann erlebte keinen schönen Nachmittag in der Münchner Arena, der Stuttgarter Keeper wurde bei jeder Aktion, bei jedem Ballkontakt nicht nur ausgepfiffen, sondern auch mit unfreundlichen Rufen bedacht.

Die erste Viertelstunde entsprach nicht den hohen Erwartungen. Beide Mannschaften begannen vorsichtig, vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Es war zu spüren, dass viel auf dem Spiel stand. Bald allerdings ging es um eines schon nicht mehr: den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Die frühe Führung der Wolfsburger wurde zwar wie alle anderen Tore aus Niedersachsen nicht auf der Leinwand gemeldet, aber im Stadion sprach es sich herum, dass der Spitzenreiter sich keine Blöße geben wird.

Boulahrouz trifft ins eigene Tor

Nach 16 Minuten tauchten die Bayern zum zweiten Mal gefährlich im Strafraum auf, das erste Mal – zehn Minuten zuvor – hatte Kapitän Mark van Bommel nach einem Körperkontakt mit Lehmann vergeblich auf einen Strafstoß gehofft. Dann griff Franck Ribéry über die linke Seite an, zog ab und der Stuttgarter Verteidiger Khalid Boulahrouz verlängerte den Ball unglücklich ins eigene Netz zur Münchner Führung. In Wolfsburg stand es mittlerweile schon 2:0, und deshalb feierten nur diejenigen überschwänglich, die nicht über die Ergebnisse auf dem Laufenden gehalten wurden. Die Bayern waren ihrem ersten Ziel, der direkten Qualifikation für die Champions League, einen kleinen Schritt näher.

Die Schwaben bemühten sich nun zwar um mehr Schwung, aber das Spiel entwickelte sich auch nach dem ersten Tor nicht zu einem Spitzenduell. Der VfB versuchte es vor allem mit Distanzschüssen, aber da war Hans-Jörg Butt dreimal auf der Hut, er klärte zunächst gegen Christian Träsch, dann parierte er die Schüsse von Thomas Hitzelsperger und Mario Gomez. Kurz vor dem Pausenpfiff schaffte es dann Luca Toni, den Ball über das leere Tor zu schießen. Boulahrouz hatte zuvor über eine Flanke von Sosa geschlagen und den Italiener so überhaupt erst in Schussposition gebracht.

Podolski und Heynckes verabschiedet

Dieses Spiel spiegelte ganz gut die nicht immer sehr glückliche Saison von Toni wider. Dem Torschützenkönig des vergangenen Jahres ist auch an diesem Samstag nicht viel gelungen. Nur Sekunden nach der Großchance am Ende der ersten Halbzeit legte er sich den Ball auf dem Weg zum Tor zu weit vor. In der 80. Minute wurde der Italiener von Jupp Heynckes erlöst. Miroslav Klose kam nach seiner Verletzung zu einem weiteren Kurzeinsatz. Der „Fünf-Spiele“-Trainer war vor dem Anpfiff gemeinsam mit Lukas Podolski, Massimo Oddo und Willy Sagnol verabschiedet worden.

Zu diesem Zeitpunkt waren schon zwei weitere Tore gefallen. Zunächst brachte van Bommel die Bayern 2:0 in Führung (60.), drei Minuten später tanzte Gomez die Münchner Abwehr aus und schaffte den Anschlusstreffer. Da die Berliner mittlerweile aussichtslos im Rückstand lagen, ließen es auch die beiden Mannschaften in München nun etwas lockerer angehen. Die Nervosität, die Verbissenheit der ersten Hälfte war weg, aber es fehlte am Ende einer langen Saison wohl auch die Energie, den Zuschauern noch ein wenig Zauberfußball zu bieten. Zwei Minuten vor dem Ende war dann die Bayern-Karriere von Podolski zu Ende: Die Fans verabschiedeten ihn mit Applaus bei seiner Auswechslung. Es war der letzte Höhepunkt der insgesamt niveauarmen Partie.

Bayern München – VfB Stuttgart 2:1 (1:0)
München: Butt – Lucio, van Buyten, Demichelis, Lahm – van Bommel – Sosa, Ribery – Schweinsteiger (77. Ottl) – Toni (79. Klose), Podolski (88. Borowski)
Stuttgart: Lehmann – Träsch (69. Schieber), Boulahrouz, Niedermeier, Magnin – Hilbert, Khedira, Hitzlsperger (84. Marica), Gebhart (60. Elson) – Cacau, Gomez
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore: 1:0 Boulahrouz (16., Eigentor), 2:0 van Bommel (60.), 2:1 Gomez (63.)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: van Bommel (10) – Hitzlsperger (5/1)

Text: F.A.Z.

26.5.2009

Mario Gomez wird den VfB verlassen

Der Wechsel von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zum Ligakonkurrenten FC Bayern München steht vor dem Abschluss.

VfB-Sportdirektor Horst Heldt: “Wir haben es zweimal geschafft, Mario zu halten. Jetzt hat er sich für einen Wechsel entschieden. Das ist sehr schade. Mario Gomez hat Großartiges für den VfB geleistet und auch in dieser Saison wieder einen maßgeblichen Anteil zum Erfolg der Mannschaft beigetragen.”

Die beiden Vereine müssen die endgültigen Wechselmodalitäten noch klären. “Fakt ist aber”, so Heldt weiter, “wenn der FC Bayern unsere Bedingungen akzeptiert, wird der Transfer in den nächsten Tagen vonstatten gehen.”

Mario Gomez: “Ich hatte eine super Zeit beim VfB und bin sehr dankbar für alles, was ich hier erleben durfte. Diesen Schritt zu gehen, fällt mir nicht leicht. Ich habe diese Entscheidung in Absprache mit dem VfB Stuttgart, gemeinsam mit meiner Familie und meinem Berater getroffen. Ich werde den Kontakt nach Stuttgart nicht abreißen lassen und komme auch immer wieder gerne hierher zurück. Ich verstehe, dass viele VfB-Fans nicht nachvollziehen können, dass ich nun zum FC Bayern wechseln möchte, hoffe aber, dass sie sich genauso gerne wie ich an die überragende Zeit zurückerinnern, die wir gemeinsam hier erleben durften.”

27.5.2009

Mario Gomez wechselt nach München: Die Zeit der Unbeschwertheit ist vorbei

Beim VfB Stuttgart ist Mario Gomez der unumstrittene Star gewesen. Jetzt geht er nach München – und muss beweisen, dass er sich auch auf der ganz großen Fußballbühne durchsetzen kann.

Um kurz vor halb sechs am Dienstagnachmittag steigt Mario Gomez ins Flugzeug, dann ist er erst mal weg. Vermutlich gibt es nicht viele Nationalspieler, die sich am Ende einer langen Saison auf diesen PR-Trip der deutschen Auswahl nach Fernost freuen, mit zwei eher lästigen Freundschaftsspielen gegen China und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ziemlich sicher aber ist Mario Gomez einer davon. Denn als er das Flugzeug wieder verlässt, da befindet er sich in Schanghai. 8889 Kilometer liegen zwischen Stuttgart und Schanghai – genug Distanz also, um nichts von den Erschütterungen mitzubekommen, die er in der Heimat ausgelöst hat.

Fast zeitgleich mit Gomez’ Abflug bestätigen am Dienstag die Presseagenturen mit Eilmeldungen auch offiziell, was seit Tagen kein Geheimnis mehr war: Der Nationalstürmer verlässt den VfB Stuttgart und schließt sich in der neuen Saison dem deutschen Rekordmeister an, dem FC Bayern. Nichts trifft die Anhänger des VfB mehr als der Wechsel eines Stuttgarters nach München. Nach Madrid hätten sie ihn zähneknirschend ziehen lassen, oder auch nach Manchester oder Mailand. Nur eben nicht nach München.

“Vaterlandsverräter” war in den Internetforen denn auch eine der freundlicheren UmschreibungenderFansfürden Torjäger, den sie bis vergangenen Samstag noch verehrt hatten wie einen Halbgott. Ausgerechnet in München verlor der VfB an diesem Tag mit 1:2, Gomez hatte noch einmal ein Tor geschossen. Nun weiß man sicher, dass es sein letztes Tor für den VfB war und auch sein letztes Spiel.

Debüt mit 18 gegen den FC Chelsea

Mario Gomez, 23, wird mit den Schmähungen gerechnet haben. Er weiß, dass der Profifußball keine Dankbarkeit kennt; und er versteht, “dass viele VfB-Fans nicht nachvollziehen können, dass ich nun zum FC Bayern wechseln werde”, wie er in einer Presseerklärung mitteilen lässt. Verdient aber hat er die Schmähungen nicht. Es hat in der jüngeren Vergangenheit des VfB keinen Spieler gegeben, der diesen Verein mehr geprägt und weiter nach vorne gebracht hätte. Und es hat nicht viele gegeben, die sich so sehr mit ihrem Club identifiziert haben wie dieser bodenständige und wohlerzogene Oberschwabe mit den spanischen Wurzeln, der mit 15 Jahren seine Heimatgemeinde Unlingen verließ, um sich in Stuttgart zu einem Berufsfußballer ausbilden zu lassen.

Unter dem Trainer Felix Magath gibt er 2004, als 18-Jähriger, gegen den FC Chelsea in der Champions League sein Debüt in der Profimannschaft. Und unter Armin Veh schießt er 2005, beim 2:1-Sieg gegen Mainz, sein erstes Bundesligator. Er schafft es zum Stammspieler – und entwickelt sich fortan in atemberaubendem Tempo zu einem der großen Stürmerstars in Deutschland. Meister wird er mit dem VfB 2007 und im gleichen Jahr zum Fußballer des Jahres gewählt.

In der jetzt abgelaufenen Saison erzielt er in der Liga 24 Tore und hat, neben dem Teamchef Markus Babbel, den mit Abstand größten Anteil daran, dass der VfB Dritter wird und sich im August für die Champions League qualifizieren kann. In seinen 121Bundesligaeinsätzen für den VfB hat er 63 Tore geschossen, in den 153 Pflichtspielen insgesamt waren es 87 – eine herausragende Quote von mehr als fünfzig Prozent. Man muss nicht die gesamte Stuttgarter Vereinsgeschichte seit dem Jahre 1893 kennen, um mutmaßen zu können, dass Mario Gomez der kompletteste Angreifer war, der jemals das Trikot mit dem roten Brustring getragen hat.

Treueschwüre hat es nie gegeben

Seit mindestens zwei Jahren stand fest, dass Gomez den VfB eines Tages verlassen wird. Sehr offen sind beide Seiten mit dem Thema immer umgegangen. Es gab keine romantischen Treueschwüre des Stürmers und keine illusorischen Unverkäuflichkeitserklärungen des Vereins. Allen war klar, dass der VfB irgendwann zu klein wird für einen Stürmer mit so großen Fähigkeiten. Nie hat der Manager Horst Heldt zu versichern versucht, dass der Angreifer bis zu seinem eigentlichen Vertragsende im Jahr 2012 in Stuttgart bleiben würde. Und nie hat Gomez einen Hehl daraus gemacht, dass sein Karriereplan einen baldigen Wechsel zu einem der europäischen Großclubs vorsieht. Seinen oberschwäbischen Dialekt hat er sich, zum großen Bedauern seiner Mutter, wohl auch deshalb schon vor einigen Jahren abtrainiert.

Nach dem Titelgewinn 2007 war es Gomez, der sich gegen einen Transfer zu Juventus Turin entschied; im vergangenen Jahr war es der VfB, der seinen größten Star trotz der Angebote von Manchester City und dem FC Bayern zum Bleiben überredete. Schon vor zwei Jahren sei er bereit gewesen, sich woanders durchzusetzen, sagte der Stürmer in den vergangenen Monaten. Sehr glaubhaft jedoch versicherte er auch, dass er auf dieses eine Angebot warte, “bei dem alles stimmt”.

Aus München ist es nun gekommen, und Gomez hat zugegriffen. Er ist der teuerste Spieler in der Bundesligageschichte, teurer noch als Franck Ribéry. 25 Millionen Euro haben die Bayern vor zwei Jahren für den Franzosen bezahlt – 35 Millionen Euro bekommt der VfB nun von den Münchnern, die ihren neuen Starstürmer mit geschätzten acht Millionen pro Jahr entlohnen.

Gnadenlose Pfiffe beim Länderspiel

Nicht nur der hohen Ablösesumme wegen hat der VfB Gomez viel zu verdanken. Er war es, der das Stuttgarter Spiel in den vergangenen Jahren auf eine höhere Stufe gehoben hat. Andererseits hat aber auch Gomez seinem Verein einiges zu verdanken. In Stuttgart fand er das Umfeld, sich in Ruhe entwickeln zu können. Und als er schließlich gut genug war, bildete Gomez den unumstrittenen Mittelpunkt einer Mannschaft, die sich vollständig in den Dienst ihres Torjägers stellte. Beim 4:1-Sieg gegen den späteren Meister aus Wolfsburg schoss Gomez neulich alle Stuttgarter Tore und wurde dabei von den Kollegen glänzend bedient. Danach erklärte er: “Ich sage immer: im Leistungssport ist es wichtig, eine homogene Mannschaft zu bilden. Und die haben wir.”

Wie es ist, wenn ein solches Umfeld fehlt, das hat Gomez im Nationalteam schmerzhaft erfahren, wo nicht das ganze Spiel auf ihn zugeschnitten ist und das Publikum keine Fehler verzeiht. Seit März 2008 hat er kein Tor mehr für Deutschland geschossen. Auf haarsträubende Weise versiebte er Chancen bei der Europameisterschaft, vor deren Beginn er als potenzieller Superstar gehandelt wurde. Und gnadenlos pfeifen ihn Ende März die Leute in Leipzig aus, als seine Flaute selbst gegen Liechtenstein nicht enden will. Es sind seine schwersten Stunden als Fußballprofi. Tapfer stellt er sich damals den bohrenden Fragen der Öffentlichkeit – und kann trotzdem nichts daran ändern, dass seine Klasse plötzlich infrage gestellt wird. In Stuttgart, seiner Wohlfühloase, päppelt man ihn wieder auf. Mit den Toren für den VfB kommt das Selbstvertrauen zurück – und das benötigt Gomez künftig besonders dringend.

Beim FC Bayern darf Gomez nicht davon ausgehen, dass die Mitspieler den Ball jedes Mal quer legen, wenn sie allein vor dem Tor stehen. Und er muss damit rechnen, dass die Leute schnell die torlosen Minuten addieren und die Leistung ins Verhältnis zur Ablöse setzen. Zwar deutet alles darauf hin, dass sein immenses Potenzial ausreicht, um auch dort zum gefeierten Torjäger zu werden, den Beweis allerdings, sich auch auf Deutschlands wichtigster Fußballbühne durchsetzen zu können, den muss Mario Gomez erst antreten. Die unbeschwerte Zeit in Stuttgart ist vorbei – in München entscheidet sich nun, ob es eine ganz große Karriere wird. (STZ online)

Unsere Lebensversicherung der letzten Jahre verläßt uns also. Mario Gomez geht! Und das noch ausgerechnet zu den Bayern. Als normaler Fan kann man es sich überhaupt nicht vorstellen, erst das VfB-Wappen küssen und ein paar Tage oder Wochen später das Trikot des Erzfeindes überzustreifen. Wäre Herr Gomez nach Barcelona oder Manchester gegangen, hätte ich ihm viel Glück gewünscht und seinen Weg weiter verfolgt. So aber habe ich fertig mit ihm und würde mich freuen, wenn er an der Konkurrenz dort und der Erwartungshaltung zerbrechen würde. Dieser Transfer zeigt wieder einmal, dass wir es fast nur noch mit Legionären zu tun haben, denen es in ihrer Karriere nur darum geht, so viele Millionen wie möglich zu scheffeln und ihnen die Gefühlswelt der Fans total wurst ist. So ist es nun mal, Spieler kommen und gehen, der Verein bleibt!

29.5.2009

Länderspiele

Deutschland-China 1:1, Cacau debütierte in der DFB-Auswahl:

Mit gleich vier VfB-Spielern machte sich die deutsche Nationalmannschaft auf die Asien-Reise zum Ausklang der Spielzeit 2008/09. Zum Auftakt ging es am heutigen Freitag in Shanghai gegen Gastgeber China. Und mit Thomas Hitzlsperger sowie dem scheidenden Torjäger Mario Gomez standen dann auch die beiden etablierten DFB-Auswahlspieler in der Startformation der Mannschaft von Joachim Löw, während den Neulingen Christian Träsch und Cacau zunächst nur ein Platz auf der Bank blieb. Tor: Podolski, Gomez bis zur 63. Minute, Hitzlsperger 90 Minuten und Cacau ab 63. waren im Einsatz.

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1. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im März 2009

März

1.3.2009

Derbysieg in Karlsruh

Elson mit seinem Premieren-Tor in der Fußball-Bundesliga und Sami Khedira haben den VfB Stuttgart auf Europapokal-Kurs gehalten und den Karlsruher SC in noch größere Abstiegsnot gebracht. Nach dem Treffer des Brasilianers in der 50. Minute stellte Khedira (88.) im brisanten baden-württembergischen Derby den Stuttgarter 2:0 (0:0)-Sieg sicher.

Vor 29.252 Zuschauern im ausverkauften Karlsruher Wildpark-Stadion blieb Markus Babbel am Sonntag auch im achten Bundesliga-Spiel als VfB-Teamchef ungeschlagen. Mit 36 Punkten behielt Stuttgart als Tabellensiebter Tuchfühlung zu den UEFA-Cup-Plätzen, der KSC bleibt mit 17 Zählern auf Rang 17.

Das brisante Duell hatte mit 15 Minuten Verzögerung begonnen, weil mehrere hundert Chaoten vor dem Wildparkstadion dem VFB- Mannschaftsbus die Zufahrt versperrt hatten und von berittenen Polizisten zurückgedrängt werden mussten. Die Randalierer brüllten daraufhin Schmähparolen gegen den VfB und warfen Feuerwerkskörper. Erst auf Umwegen erreichte der Bus einen anderen Stadioneingang. Bei dem badisch-schwäbischen Derby waren insgesamt mehr als 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Wir machten uns relativ früh auf zu dem 17.00 Uhr-Spiel am Sonntag und waren schon gegen 13 Uhr beim Wildpark angekommen. Um den Repressalien zu entkommen, die einen in Baden erwarten, wenn man mit dem Bus oder der Bahn anreist, fuhren wir mit dem Auto und stellten es in der Nähe des Stadions bei einer Sportgaststätte ab, wo wir auch was gegessen haben. Um diese Zeit ging es dort noch, sich unbehelligt in VfB-Outfit zu bewegen, der große Mob war noch nicht da. Wir machten uns dann auch relativ früh auf den Weg zum Stadion, da wir mit strengen Sicherheitskontrollen zu rechnen hatten. Diese Befürchtung erwies sich aber Gott sei Dank als falsch. Der Einlass verlief überraschend schnell. Wir hatten glücklicherweise Haupttribüne Seite Karten beim VfB gekauft, die Kontrollen zum Fanblock müssen ja eine Katastrophe gewesen sein. Nicht nur schleppend langsam, auch Pöbeleien seitens der Ordner gegen VfB-Fans sollen vorgekommen sein. Schon der Transport vom Bahnhof Durlach zum Stadion spottete jeder Beschreibung. Die dort angekommenen Fans wurden einzeln abgefertigt und in die Busse, die nicht ausreichend vorhanden waren, “verteilt”. Jeweils begleitet von Polizisten in voller Kampfmontur. 150 VfB-Fans wurden in Vorbeugehaft genommen. Eine Maßnahme, die in einem Rechtstaat hoffentlich keine Schule macht. So hatte das Derby schon vor dem Spiel für viele einen bitteren Beigeschmack. Da ich ähnliche Erfahrungen in früheren Jahren auch gemacht hatte, reise ich mittlerweile am liebsten individuell an und besorge mir, wenn möglich, Karten in besseren Kategorien. So funktioniert der Einlass ins Stadion oft schnell und problemlos, vor allem, wenn zum Fanblock ein anderer Eingang führt. Klar zahle ich dafür oft sprichwörtlich einen hohen Preis, das ist es mir aber wert.

In Karlsruh war ich erstmals, fast seit ich denken kann, so gut wie in zivil unterwegs. Mein Trikot hatte ich zwar an, jedoch keine Mütze, kein Schal oder sonst etwas. Das Trikot konnte ich nach dem Spiel, als es dann sowieso kühler wurde, unter meiner geschlossenen Lederjacke verstecken und das war auch gut so. Als wir nach dem Feiern der Mannschaft das Stadion verließen, waren vor dem Stadion fast bürgerkriegsähnliche Zustände. Ich hab eigentlich noch nie so ein gewaltbereites Potenzial gesehen, wie dort vor dem Stadion, das waren fast ausschließlich Kxx-Sympathisanten, schätzungsweise dürften es rund 1.000 Idioten gewesen sein. Es waren so gut wie keine VfB-Fans zu sehen. Die Karlsruher, unterstützt wohl noch von Straßburger und Hertha-Hools, schossen Feuerwerkskörper durch die Menge, wollten den VfB-Busparkplatz einkesseln und machten den Eindruck, auf alles losgehen zu wollen, was sich bewegte. Ich denke, dass sie sich Richtung VfB-Block vorkämpfen wollten. Zwischendrin dann immer wieder rennende Polizisten in Turtles-Kampfmontur. Wir bewegten uns, da wir ja als VfB-Fans auf den ersten Blick nicht zu erkennen waren, einigermaßen unbehelligt Meter für Meter Richtung dem Waldweg zum Parkplatz und paßten eben auf, von dem Mob, oder Polizisten, zu Fuß oder beritten, nicht umgerannt zu werden und von keinem Geschoss getroffen zu werden. So endete für uns der Tag glimpflich und auf der Autobahn nach Stuttgart konnten wir uns dann wieder richtig über den Sieg freuen. Spätestens nach diesen Vorkommnissen wünschte ich mir kaum etwas sehnlicher, als dass die absteigen und eine Klasse tiefer wieder zur Besinnung kommen können, was ja dann auch eintraf. :-)

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Haben die noch nicht mitbekommen, dass Veh nicht mehr unser Trainer ist. :-)

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5.3.2009

Stolz bleibt bis 2012

Der VfB Stuttgart und Torhüter Alexander Stolz haben sich auf eine Verlängerung seines bis Saisonende datierten Vertrages verständigt. Der 25-Jährige hat einen bis zum 30. Juni 2012 gültigen Kontrakt unterzeichnet und wird damit auch in Zukunft für den VfB spielen. Stolz kam im Sommer 2005 nach Stuttgart und war in der Spielzeit 2006/07 an den damaligen Regionalligisten TSG Hoffenheim ausgeliehen. Über den VfB II schaffte er hernach den Sprung ins Profiteam, wo er aktuell die Nummer zwei hinter Jens Lehmann ist. In der laufenden Saison kam Alexander Stolz bislang lediglich in den zwei UI-Cup-Spielen gegen Saturn Ramenskoje zum Einsatz.

7.3.2009

Gomez sichert Babbel-Serie

Der VfB Stuttgart hat seine beeindruckende Serie unter Teamchef Markus Babbel in der Fußball-Bundesliga dank Mario Gomez fortgesetzt und kommt den Uefa-Cup-Plätzen immer näher. Die Schwaben besiegten Borussia Dortmund mit 2:1 (1:0) und blieben auch im neunten Spiel unter Babbel unbesiegt. Dagegen war es für die “Remis-Könige” aus Dortmund ein weiterer Rückschlag im Kampf um das internationale Geschäft. Das Team von Trainer Jürgen Klopp wartet in der Rückrunde immer noch auf ein Erfolgserlebnis.

Den sechsten “Dreier” in der Amtszeit von Babbel leitete Elson in der 10. Minute ein. Es war gleichzeitig das 43.000 Tor in der 46-jährigen Bundesliga-Geschichte. In der 52. Minute glich Nelson Valdez für Dortmund aus. Doch einmal mehr war beim VfB auf Gomez Verlass: In der 62. Minute traf der Nationalspieler zum 2:1. Es war bereits der 14. Saisontreffer für den 23-Jährigen, der damit die erst vierte Niederlage der Borussia in dieser Spielzeit besiegelte.

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15.3.2009

VfB verliert 4:0 in Bremen:Babbels Glückssträhne reißt

Ein Diego in Galaform hat die Erfolgsserie von Teamchef Markus Babbel beim VfB Stuttgart beendet. Der alles überragende Brasilianer führte den deutschen Fußball-Vizemeister Werder Bremen zu einem verdienten 4:0 (1:0)-Erfolg über die Schwaben und damit zu seinem ersten Rückrundensieg. Für die Gäste ging eine Serie von neun Begegnungen ohne Niederlage zu Ende. Der VfB liegt nun vier Punkte hinter einen Europapokalplatz zurück.

Vor 39.272 Zuschauern legte der Südamerikaner selbst mit einem sehenswerten Freistoßtor in der 34. Minute den Grundstein zum Dreier für das bislang schlechteste Rückrundenteam. Das 2:0 für die Hanseaten erzielte mit seinem zwölften Saisontreffer der wegen dubioser finanzieller Transaktionen in seiner peruanischen Heimat in die Schlagzeilen geratene Claudio Pizarro in der 53. Minute. Sechs Minuten später verwertete der Markus Rosenberg einen geschickten Pass Diegos zum 3:0, ehe der Schwede in der 74. Minute auch für den Endstand für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf sorgte.

21.3.2009

2:0 gegen Tabellenführer: VfB stoppt Hertha-Siegeszug

Der VfB Stuttgart hat den Siegeszug von Tabellenführer Hertha BSC gestoppt und das Titelrennen in der Fußball-Bundesliga noch spannender gemacht. Nach zuletzt drei Siegen in Serie unterlagen die Berliner am Samstag bei den Schwaben mit 0:2 (0:0). Damit hat das Team von Trainer Lucien Favre nur noch einen Punkt Vorsprung vor den Verfolgern aus München und Wolfsburg.

Zwei schnelle Tore nach der Pause von Cacau (47. Minute) und Sami Khedira (51.) entschieden die Partie vor 50.000 Zuschauern in der Mercedes- Benz Arena. Die Stuttgarter blieben damit auch im siebten Heimspiel hintereinander ungeschlagen und meldeten sich eine Woche nach dem 0:4 in Bremen zurück im Kampf um die Europapokalplätze.

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Gomez wurde geehrt

Herthas Andrey Voronin und Hoffenheims Demba Ba hatten keine Chance. Die Wahl zum Fußballer des Monats Februar 2009 entschied VfB-Angreifer Mario Gomez klar für sich. Denn bei dem vom kicker, der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) und dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) durchgeführten Voting erhielt Mario Gomez 72% aller Stimmen, während für Andrey Voronin nur 20,2% stimmten und Demba Ba gar lediglich 7,8% der Wähler überzeugte. Damit wiederholte Gomez, was ihm schon im März 2008 gelungen war, nämlich Fußballer des Monats zu werden. Die entsprechende Trophäe wurde dem Nationalspieler im Vorfeld des heutigen Bundesligaspiels gegen Spitzenreiter Hertha BSC Berlin von VfB-Legende Hansi Müller und Jens Rechtien aus Renningen, der wie so viele andere für Mario Gomez abstimmte und sich dadurch einen Besuch in der Mercedes-Benz Arena als Hauptpreis sicherte, übergeben.

25.3.2009

Torreiches Stadtderby:

“In memoriam ADM”, unter diesem Motto gedachten die Stuttgarter Kickers heute ihrem langjährigen Ehrenpräsidenten Axel-Dünnwald-Metzler, dessen Todestag sich zum fünften Mal jährt. Der VfB siegte 5:3, Torschützen Cacau, Simak (2), Schieber und Schipplock.

28.3.2009

Länderspiele:

Deutschland-Liechtenstein 4:0:

Im Leipziger Zentralstadion war die deutsche Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel der Gruppe 4 gegen Liechtenstein klarer Favorit. Nach zuvor drei Siegen und einem Remis verteidigte das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit einem 4:0-Sieg gegen den Underdog souverän die Tabellenführung. Mit Serdar Tasci, Thomas Hitzlsperger (bis 78.) und Mario Gomez standen alle drei nominierten VfB-Spieler in der deutschen Startformation. Torschützen: Ballack, Jansen, Schweinsteiger, Podolski.

Moldawien-Schweiz 0:2, Ludovic Magnin war 90 Minuten im Einsatz.

Rumänien-Serbien 2:3 (Marica mit einem Tor)

Holland-Schottland 3:0 (Boulahrouz 90 Minuten auf der Bank)

Mexiko-Costa Rica 2:0, Pardo mit einem Tor und Osorio bis zur 78. Minute waren im Einsatz.

Elfenbeinküste-Malawi 5:0, Boka nur Ersatz.

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31. Dezember 2009

Der VfB Stuttgart im Februar 2009

Februar

2.2.2009

Doppelpass für Cacau

Der 2.2.2009 war für Cacau ein wichtiger Tag. Zum einen arbeitete der VfB-Angreifer, obwohl offiziell trainingsfrei war, seine Rückstände nach auskurierter Nierenkolik auf und zum anderen hatte er um 12.30 Uhr in Waiblingen einen wichtigen Termin. Denn im dortigen Landratsamt wurde Cacau im Rahmen einer festlichen Feier eingebürgert und ist damit nun sowohl brasilianischer als auch deutscher Staatsbürger. Nachdem Cacau den Eid auf das deutsche Grundgesetz geleistet hatte, erhielt er die entsprechende Einbürgerungsurkunde ausgehändigt. Einen deutschen Pass hat er inzwischen beantragt. Cacau lebt seit nunmehr fast zehn Jahren mit seiner Familie in Deutschland, das für ihn zu einer zweiten Heimat wurde.

7.2.2009

Bayer Leverkusen-VfB 2:4 in der Düsseldorfer LTU-Arena

Tore: Gomez (2), Hitzlsperger, Eigentor Sinkiewicz.

Aufgrund des Umbaus ihres Stadions müssen die Leverkusener für die Rückrunde in die Düsseldorfer LTU-Arena umziehen. Im weiteren Verlauf der Rückrunde sollte sich zeigen, dass das Spiel gegen den VfB nicht nur ein Ausrutscher war, erst im allerletzten “Heim-”Spiel schafften sie den ersten Sieg dort.

Für uns war es klasse, in Düsseldorf zu spielen. In der Bayarena waren wir schließlich schon öfter, außerdem war Düsseldorf in früheren Jahren meist ein gutes Pflaster für den VfB. Schon legendär ist der 0:7 Auswärtssieg 1986 mit 5 Klinsmann-Toren hintereinander von der 36. bis zur 78. Minute, bei dem ich auch schon dabei sein durfte. Damals noch im altehrwürdigen Düsseldorfer Rheinstadion. In der LTU-Arena war ich zuvor noch nie. Weiterer Aspekt war natürlich, dass eine Kneipentour in der Düsseldorfer Altstadt immer gut kommt. Als Fan der Toten Hosen war ich früher auch regelmäßig zu Konzerten in deren Heimatstadt, da ein Heimspiel einer Band immer etwas besonderes ist, ähnlich dem der Fanta 4 auf dem Cannstatter Wasen.

So entschlossen wir uns auch zu übernachten und reisten morgens relativ früh mit dem ICE an, um das Hotel beziehen und dann sofort in die Altstadt ziehen zu können. Diese erreichten wir gegen 12 Uhr und telefonierten uns auch sofort mit Freunden zusammen, die schon etwas früher eintrafen, teils ebenfalls per Bahn, teils mit Fanbussen, die zu den Spielen in besonderen Städten auch mal früher ankommen und später abfahren, so dass man auch von der Stadt etwas hat. In der Pinte, in der wir uns trafen, floss dann auch schon das Altbier in Strömen. Ein Meter nach dem anderen wurde bestellt und so machten wir uns relativ knapp Richtung Stadion auf. Da die Straßenbahnen um diese Zeit auch relativ überfüllt sind, hatten wir Mühe, alle zusammen in einem Wagen unterzukommen. Am Stadion angekommen mussten wir dann auch noch fast ums ganze Stadion herumlaufen, um zu unserem Block zu gelangen. Das Spiel war schon angepfiffen, als wir unseren Block erreichten. Die Plätze, die wir hatten, waren eine Frechheit! Ich orderte extra beim VfB, die beste und damit natürlich auch teuerste Kategorie, die als Gästefan möglich war und was bekamen wir? Die untersten Plätze im Block, direkt hinter dicken Gitterstäben. Ich hätte von dort nicht ein vernünftiges Foto machen können. Zum Glück war der Block bei weitem nicht voll, dass wir uns sofort weiter oben hinsaßen. Ähnliche Erfahrungen machte ich auswärts schon öfter. Hier sollte sich der VfB mal dafür einsetzen, dass solche Karten von den Gastgebern wenigstens als sichtbehindert verkauft werden. Ich hatte noch nicht richtig Platz genommen, schon stand es 0:1 durch Gomez. Danach wirkte man den Leverkusenern die Verunsicherung an, der VfB verpasste es aber nachzulegen. So brachte man mit unnötigen Abspielfehlern die Pillendreher zurück ins Spiel, die dann einige kleinere Tormöglichkeiten hatten. Deren Pulver war aber schnell wieder verschossen, der VfB schaukelte das 1:0 dann locker über die Runden bis zum Pausenpfiff. Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Magnin, der das Gomez-Tor vorbereitet hatte, setzte sich erneut am Flügel durch und flankte vors Tor, doch Hilbert verpasste knapp. Kurz darauf kam Vidal gegen Gomez zu spät und sah gelbrot. Den fälligen Freistoß hämmerte Hitzlsperger in die Maschen, über Adlers Hände hinweg. Ein Klassetor, ich fing ein, als der Ball einschlug, ob der Geschwindigkeit des Balles leider etwas verschwommen, aber hoffentlich trotzdem sehenswert. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Leverkusen kam zwar nochmal heran, doch wenig später stellte Gomez mit seinem zweiten Treffer die Weichen endgültig auf Sieg. Danach war nur noch Jubel, Trubel, Heiter- und Glückseligkeit unter den vielen VfB-Fans. Erstes Auswärtsspiel der Rückrunde und gleich ein Sieg. In der Vorrunde waren wir auswärts 4x dabei und kamen nur auf 2 Unentschieden in Mannheim gegen Hoffenheim und in Frankfurt bei 2 Niederlagen in Dortmund und in Berlin. Daher fing das Jahr 2009 natürlich auch für uns vielversprechend an. Nachdem die Mannschaft gebührend verabschiedet wurde, sahen wir zu, dass wir auf dem schnellsten Wege zurück in die Altstadt kamen, um den Sieg zu feiern. Egal wo wir dann hin kamen, es waren überall VfB-Fans da, die aus der Düsseldorfer Altstadt eine schwäbische Partyzone machten. Aus unserer Sicht verlief der Abend friedlich. Wir feierten und tranken mit Fans anderer Vereine, u. a. Gladbachern, einem Schalker und vereinzelt auch Leverkusenern bis weit in die Nacht. In der Zeitung lasen wir dann, dass es wohl noch Trouble von ein paar VfB-Fans mit Düsseldorfern Hools gegeben haben soll, wir haben nichts mitbekommen. Angesichts der mehreren tausend Fans, die an diesem Abend in Düsseldorf unterwegs waren, also eher eine Randnotiz.

Noch in Düsseldorf machten wir uns schon Gedanken, wie und wann wir das nächste Mal her kommen würden. Vielleicht steigt ja die Fortuna mal wieder ins Oberhaus auf, sonst bietet sich ein Aufenthalt ja auch bei sämtlichen Spielen im Westen an!

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11.2.2009

Länderspiele:

Deutschland-Norwegen 0:1 mit Gomez (bis zur 68.), Tasci (ab 46.) und Thomas Hitzlsperger auf der Bank.

Türkei-Elfenbeinküste 1:1 (90 Minuten mit Boka)

Rumänien-Kroatien 1:2 (Torschütze Marica, bis zur 88. Min. im Einsatz)

Schweiz-Bulgarien 1:1, Magnin bis zur 61. Minute im Einsatz.

USA-Mexiko 2:0, Ricardo Osorio war für Mexiko genauso wie Ex-VfB-Spieler Pavel Pardo über die gesamten 90 Minuten gegen die USA im Einsatz.

14.2.2009

3:3 gegen Hannover: VfB lässt sich den Sieg abluchsen

Die Aufholjagd des VfB Stuttgart unter Teamchef Markus Babbel ist ins Stocken geraten. Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Hannover 96 mussten die Schwaben mit einem 3:3 (2:2) zufrieden sein. Selbst eine schnelle 2:0-Führung durch Mario Gomez (7. Minute) und Martin Lanig (22.) reichte den Gästen vor 31.127 Zuschauern nicht zum Sieg. Einen fünfminütigen Blackout kurz vor der Pause nutzte “96″ durch Treffer von Jiri Stajner (43.) und Jacek Krzynowek (45.) zum 2:2-Zwischenstand. In der turbulenten Schlussphase erzielten zunächst Mikael Forssell (85.) und dann Thomas Hitzlsperger (87.) in seinem 100. Bundesliga-Spiel die Tore zum insgesamt verdienten Endstand.

18.2.2009

Zenit St. Petersburg-VfB 2:1 (UEFA-Cup Zwischenrunde)

Der VfB Stuttgart hat trotz einer 1:2-Niederlage bei Titelverteidiger Zenit St. Petersburg die Chance auf den Achtelfinaleinzug gewahrt. Auf schwer bespielbarem Boden und bei tiefwinterlichen Verhältnissen legten die Russen furios los, ehe sich der VfB stabilisierte und das Match ausgeglichen gestaltete. Tymoshchuk brachte Zenit auf die Siegerstraße, ehe die Hausherren auf den dritten Treffer drängten, vor dem Tor jedoch die nötige Präzision vermissen ließen. Gomez glich das frühe Tor der Russen bereits in der 15. Minute aus, danach war der VfB gut im Spiel. Unerklärlich dann, dass in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Ball vertändelt anstatt weggedroschen wurde, was die Russen zum am Ende entscheidenden 2:1 nutzten.

Am ehesten in Erinnerung bleibt von diesem Spiel aber eine “Nebensächlichkeit”. Plötzlich bekam Khalid Boulahrouz kalte Ohren. Wutentbrannt riss der VfB-Torhüter Jens Lehmann dem Innenverteidiger nach 50 Spielminuten das wollene Stirnband vom Haupt, nachdem der Niederländer mit einem verunglückten Kopfball vor dem eigenen Strafraum eine Torchance für St. Petersburg heraufbeschworen hatte. Zwar agierte Boulahrouz danach zwar auch ohne Ohrwärmer nicht ganz fehlerlos – zumindest aber blieb dem VfB nach Lehmanns symbolischem Weckruf ein weiterer Gegentreffer erspart.

21.2.2009 VfB-TSG Hoffenheim 3:3

Trotz einer Drei-Tore-Show von Goalgetter Demba Ba hat Herbstmeister 1899 Hoffenheim zwei wichtige Punkte im Titelrennen der Fußball-Bundesliga verschenkt. Sead Salihovic verschoss beim 3:3 (2:2) des Aufsteigers beim VfB Stuttgart am Samstag in der Nachspielzeit einen Strafstoß und vergab damit den möglichen Sieg.

Der überragende Ba hatte zuvor seine Saisontore neun bis elf (24./45./67. Minute) erzielt. Für die Schwaben trafen vor 54.000 Zuschauern Cacau (26.) und zweimal Mario Gomez (31./63.). Drei Tage nach dem 1:2 im Uefa-Cup bei Zenit St. Petersburg verhinderten vor allem krasse Abwehrfehler der Stuttgarter eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel gegen die Russen am kommenden Donnerstag.

Das Spiel war rassig, die Choreo, die das Commando Cannstatt mal wieder auf die Beine gestellt hat, überwältigend. Über die Anzeigetafeln wurden an die Stationen des Commando Cannstatt und die Aktionen und Choreos der letzten 12 Jahre erinnert. Die Choreo dieses Mal präsentierte ein weiss-rotes Fahnenmeer sowie den roten Brustring. Die hochgehaltenen Transparente während des Spiels zielten darauf ab, dass Hoffenheim ein von Hopp gekaufter Verein ohne Tradition ist. Immer wieder klasse, was die Kurve zu bieten hat.

Der wilde Herr Lehmann… In St. Petersburg hatte Stuttgart-Torwart Jens Lehmann (39) Mitspieler Boulahrouz das Stirnband vom Kopf gerissen. Nun gegen Hoffenheim folgte die Schuhwurf-Attacke.

86. Minute: Hoffenheims Stürmer Salihovic verliert im Zweikampf 20 Meter vor dem Tor seinen rechten Schuh, Lehmann schnappt sich den Schlappen und pfeffert ihn rücklings auf das Tornetz.

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26.2.2009

VfB-Zenit St. Petersburg 1:2

Titelverteidiger Zenit St. Petersburg ist für den VfB Stuttgart eine Nummer zu groß gewesen. Die zu lange ideen- und mutlosen Schwaben schieden durch ein 1:2 (0:1) im Rückspiel gegen die Russen in der Zwischenrunde des Uefa-Pokals aus. Der eingewechselte Neuzugang Timo Gebhart konnte in der 80. Minute mit dem 200. Uefa-Cup-Tor des VfB Igor Semschow Führungstreffer (42.) egalisieren, doch Viktor Faysulin (86.) machte dann für Zenit alles klar. Auch ohne seinen gelbgesperrten Kapitän Anatoli Timoschtschuk bestimmte St. Petersburg am Donnerstagabend vor 34.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena lange Zeit die Partie. Gegen die Russen zeigte die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel gerade in der ersten Halbzeit zu wenig, um Zenit ernsthaft gefährden zu können. Nach dem Rückstand blieb die erhoffte Offensive des VfB zu lange aus. Erst in der Schlussphase bäumte sich der Gastgeber auf.

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30. Dezember 2009

Der VfB Stuttgart im Januar 2009

Januar

4.1.2009

Der Vertrag mit Pavel Pardo wurde aufgelöst.

Aufgrund seiner Verdienste beim VfB, vor allem seiner tollen Saison 2006/2007, legte der Verein Pavel keine Steine in den Weg, um bei “seinem” Verein CF América anzuheuern. Pavel kam auf 71 Bundesligaspiele, in denen er 4 Tore erzielte. Alles Gute Pavel Pardo.

6.1.2009

Manuel Fischer wird zur TUS Koblenz in die 2. Liga verliehen.

8.1.2009

Start des Trainingslagers in Portimão,

mit dabei Neuzugang Timo Gebhart sowie die Youngsters Patrick Funk und Julian Schieber.

10.1.2009

3:2-Sieg im Test gegen Ajax Amsterdam,

Torschützen des VfB waren Lanig, Schieber und Hitzlsperger.

13.1.2009

3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen Rot-Weiß Oberhausen,

Torschützen 2x Bastürk und Gomez

14.1.2009

Arthur Boka verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2012

17.1.2009

Rückkehr des VfB-Trosses aus Portugal

20.1.2009

2:2 im Test gegen den SC Freiburg in der Mercedes-Benz-Arena,

Der VfB sucht noch nach seiner Form für die Rückrunde. Die Schwaben kamen am Dienstagabend in einem Testspiel gegen den Zweitligisten SC Freiburg nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Vor 1200 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena rettete der eingewechselte Brasilianer Elson den Gastgebern mit einem Traumtor in der 83. Minute das Remis. Angreifer Mohamadou Idrissou (37./56. Minute) erzielte beide Treffer für die Breisgauer. Torjäger Mario Gomez (44.) hatte zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. (aus STZ online)
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21.1.2009

Schieber (bis 2011), DiDavi und Träsch (beide bis 2012) verlängern ihre Verträge

27.1.2009

1:5 gegen die Bayern: Der mutlose VfB erlebt ein Debakel

Spielbericht STZ online: Der VfB Stuttgart hat das erste Pflichtspiel im neuen Jahr verloren. Der Fußball-Bundesligist unterlag am Dienstagabend im Achtelfinale des DFB-Pokals dem FC Bayern mit 1:5 (0:3). “Wir waren viel zu ängstlich”, sagt der Teamchef Markus Babbel.

So haben sich weder der Teamchef Markus Babbel noch seine Mannschaft den Einstieg nach der Winterpause vorgestellt. Es sollte ein großer Abend für den VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz-Arena werden. Alles schien bereitet. Das heimische Stadion war mit 55 500 gespannten Zuschauern ausverkauft, die Spieler hatten sich einiges vorgenommen – und dann das. Der VfB ließ sich vom FC Bayern München vorführen, die Fußballer vom Wasen schlichen nach der 1:5-Lektion gegen den Rekordmeister vom Platz.

Zurück blieben mehr Fragen als Antworten. Denn erstmals gab es im sechsten Pflichtspiel unter Babbel eine Niederlage, und es ist schwer abzusehen, wie der Teamchef und die Mannschaft dieses Debakel bis zum Rückrundenstart am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach verarbeiten werden. Vor Selbstvertrauen werden die Stuttgarter jedenfalls nicht mehr strotzen. Dabei schien Babbel der Mannschaft nach der Trennung von Armin Veh den Glauben an die eigene Stärke wieder eingeimpft zu haben. Nun aber griffen die Maßnahmen von Babbel erstmals nicht.

Um die Münchner zu verblüffen, hatte sich der VfB-Teamchef taktisch etwas einfallen lassen. Er stellte im Angriff weder Ciprian Marica noch Julian Schieber neben Mario Gomez, sondern er zauberte Yildiray Bastürk für die Anfangself hervor. Den verletzungsanfälligen Türken hatte niemand mehr so richtig auf der Rechnung gehabt, doch nach einer guten Vorbereitung vertraute Babbel ihm – und der kleine Mittelfeldmann erhielt den Auftrag, den groß gewachsenen Bayern-Innenverteidigern in vorderster Reihe mit Dribblings Probleme zu bereiten. Allerdings kam die Nummer zehn der Stuttgarter in der neue Rolle nicht zurecht.

Die zweite Überraschung für die Bayern dürfte gewesen sein, dass der VfB so ziemlich alles vermissen ließ, was ihn seit dem Amtsantritt von Babbel am 23. November 2008 ausgezeichnet und noch vor wenigen Wochen im Bundesligaduell gegen die Münchner zum 2:2 geführt hatte. Diesmal fehlte es jedoch an Leidenschaft und Aggressivität, dafür leisteten sich die Gastgeber Fehlpässe in Serie. Vor allem Roberto Hilbert brachte kaum einen Ball zum Mitspieler, und nur Thomas Hitzlsperger hielt dagegen.

Das war aber deutlich zu wenig, wie sich schnell zeigte. Nach einem Patzer von Arthur Boka erzielte Bastian Schweinsteiger das 1:0 (14.). Der VfB hatte sich noch nicht von dem Schock erholt, da landete das Spielgerät wieder im Tor. Franck Ribéry schloss einen Angriff erfolgreich ab (16.) – und der Stuttgarter Schlussmann Jens Lehmann tobte, fassungslos über die Lethargie der Mitspieler.

Dann bekam Lehmann die Kugel doch erstmals zu fassen, ausgerechnet nach einem Elfmeter (21.). Ribéry hatte nach einem Handspiel von Boka in arroganter Weise versucht, den Ball lediglich in die Mitte zu lupfen. Der VfB-Keeper durchschaute das Spiel des Franzosen jedoch und fing den Ball locker.

Doch wer gehofft hatte, der VfB würde eine Trotzreaktion zeigen und sich aufbäumen, weil die Bayern versuchten, ihn lächerlich zu machen, sah sich getäuscht. Das Team blieb emotionslos, die zarten Angriffsbemühungen verfingen sich in der Münchner Defensive, und es entwickelte sich eine Partie, wie sie der FC Bayern liebt: Ball und Gegner kontrollieren – und dann zuschlagen. Luca Toni vollendete nach Vorarbeit von Ribéry zum 3:0 (43.).

Nach der Pause brachte Babbel mit Marica einen zweiten gelernten Stürmer – und der Rumäne stand gleich im Mittelpunkt. Wegen Abseits wurde sein Treffer aber nicht anerkannt (47.). Nichts war es also mit mehr Spannung und schon gar nicht mit einer Wende. Nach einem Foul von Lehmann an Zé Roberto verwandelte Schweinsteiger den Strafstoß sicher (54.). Das Debakel war perfekt, doch die Elf des Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann hatte noch nicht genug. Mühelos erzielte Zé Roberto das fünfte Tor (59.).

“Wir waren viel zu ängstlich”, sagte Babbel. Immer wieder hatte er versucht, seine Schützlinge von der Seitenlinie aus anzutreiben, und wie versteinert erlebte er von der Bank aus erstmals die Machtlosigkeit eines Trainers. Was zum einen an der Stärke des Gegners lag, zum anderen aber auch an der Schwäche der eigenen Elf, für die Mario Gomez traf (84.). Die von Personalsorgen geprägte Vorbereitung mag da einen Erklärungsansatz für die unterirdische Leistung bieten, eine Entschuldigung liefert sie jedoch nicht. Die Gründe für das Versagen muss nun Babbel suchen – und das möglichst schnell.

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30.1.2009

Georg Niedermeier wird für 1 1/2 Jahre vom FC Bayern ausgeliehen

31.1.2009

VfB gewinnt 2:0 gegen Bor. M’Gladbach

STZ online: Vier Tage nach der 1:5-Pleite gegen Bayern München hat der VfB Stuttgart einen weiteren Rückschlag mit viel Mühe verhindern können. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel kam zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach trotz einer erneut enttäuschenden Leistung zu einem 2:0 (0:0).
Für die ambitionierten Schwaben war es im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft ein wichtiger Erfolg. Für Gladbach, das in der Winterpause rund fünf Millionen Euro in vier Neuzugänge investiert hatte, war es im Abstiegskampf ein weiterer Rückschlag. Für die fünfte Borussen-Niederlage in Folge sorgten der Rumäne Ciprian Marica (67.) und Nationalspieler Mario Gomez mit seinem achten Saisontor (86.).

41.300 Zuschauer erlebten allerdings eine spielerisch schwache Bundesliga-Partie mit viel Kampf und noch mehr Krampf. Dem VfB war nach der Demontage gegen die Bayern die Verunsicherung deutlich anzumerken. Zwar agierten die Schwaben überlegen, aber oft zu harmlos und statisch, um Gladbach in Verlegenheit zu bringen.

Allerdings trafen die Gastgeber auch auf eine von Trainer Hans Meyer sehr defensiv eingestellte Borussen-Elf, in der Nationalspieler Marko Marin und Oliver Neuville zunächst auf der Bank saßen. Die Gladbacher zogen sich bei Angriffen des VfB weit zurück, Neuzugang Tomas Galasek spielte dabei sogar eine Art Libero hinter der Viererkette. Der neue Borussen-Keeper Logan Bailly musste in der ersten Hälfte deshalb auch nur einmal eingreifen, als er gegen Gomez aus kurzer Distanz parierte (36.).

Dagegen hatte VfB-Torhüter Jens Lehmann, der nach seiner Kritik an Mitspielern und Trainer eine Geldstrafe erhalten hatte, vor der Pause zwei brenzlige Situationen zu überstehen. In der neunten Minute verpasste Rob Friend, die einzige echte Gladbacher Spitze, eine Hereingabe von Karim Matmour nur um Zentimeter. Dann schoss der Kanadier freistehend über das Stuttgarter Gehäuse (29.). Nach dem Wechsel erhöhte der VfB den Druck und hätte mit Hilfe des nicht immer sicher wirkenden Bailly in der 55. Minute fast die Führung erzielt. Den Kopfball von Gomez kratzte Steve Gohouri aber von der Linie. Auf der anderen Seite verfehlte ein Kopfball von Roel Brouwers (60.) nach einer Unsicherheit von Lehmann nur knapp das Ziel, ehe Marica nach einem Stellungsfehler in der Gladbacher Defensive für das erlösende 1:0 sorgte.

Bei Stuttgart konnten Khedira und Gomez noch am ehesten gefallen. Gladbach hatte in Matmour seinen auffälligsten Spieler.

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