31. Juli 2010

Millerntor und Schlagermove

Zwischen Donaueschingen, nach dem müden Kick gegen die Kickers und vor Grenchen stand für uns noch ein verlängertes Wochenende in Hamburg an, auf das wir uns sehr freuten. Entstanden ist dieses Vorhaben, als Ule seiner Alex zum 40er ein Schlagermove-Wochenende in Dortmund schenken wollte. Spontan wie ich manchmal bin, sagte ich, wenn ihr nach Hamburg geht, gehen wir mit. Ich komme zwar musikalisch eher aus der Metaller-Ecke, der Schlagermove wurde mir aber von Hamburger Freunden schon länger wärmstens ans Herz gelegt. Jetzt war also die Gelegenheit, mir dieses Event einmal aus der Nähe anzuschauen.

Als ich dann noch mitbekam, dass just an unserem Anreisetag, dem 16.7.2010, noch der FC St. Pauli ein Testspiel gegen Bayer Leverkusen bestreitet, war ich natürlich Feuer und Flamme. Unseren Bekannten, natürlich St. Pauli Dauerkarteninhaber, teilte ich dann auch gleich mit, dass ich nicht böse wäre, wenn sie ins Stadion gehen wollten und dass wir dann natürlich gerne mit gehen.

Schon seit etlichen Jahren ist für mich der FC St. Pauli der sympathischere Verein in Hamburg. Als Auswärts-Fans sind wir immer gut aufgenommen worden. Wenn man selbst keinen Stunk macht, bekommt man ihn mit den Heimfans dort in der Regel auch nicht. Verstärkt hatte sich die Sympathie in der Zeit rund um unsere UEFA-Cup-Spiele gegen Celtic Glasgow, mit denen der FC St. Pauli eine Fanfreundschaft pflegt. Über die VfB Fan-Community lernten wir das damalige St. Pauli Fanforum “Basis St. Pauli” kennen und traf sich auch das ein oder andere Mal. So fuhren wir zum Benefizspiel der Bayern am Millerntor und bekamen regelmäßig Gegenbesuche, wenn der Wasen anstand.

Vieles hat sich seither verlaufen, mit einigen stehen wir aber bis heute in regem Kontakt und statten uns Besuche und Gegenbesuche ab. Ich finde die Atmosphäre am Millerntor einfach geil und versuche, wenigstens ein Mal pro Saison dort zu sein. So waren wir zuletzt im Februar im Stadion beim Sieg gegen den KSC und so nutzte ich natürlich auch dieses Mal die Gelegenheit, das Spiel gegen Leverkusen und natürlich auch den Umbau des Stadions weiter zu verfolgen. War im Februar die Haupttribüne noch “platt”, ist sie jetzt so gut wie fertig. Wie wir startet auch St. Pauli erst am 2. Spieltag die Heimsaison, um für die Umbaumaßnahmen eine Woche mehr Zeit zu haben. Ich bin mir sicher, das Stadion wird ein richtiges Schmuckkästchen, wenn es fertig ist. Ich muß zugeben, dass ich aber schon auch ein Traditionalist bin. Wie ich bei uns bis heute mit dem Carl-Benz-Center wenig anfangen kann und noch immer der altehrwürdigen Stadiongaststätte hinterher trauerere, so vermisse ich auch, und das als Außenstehender, die alte Gaststätte des FC St. Pauli und fremdele noch ein wenig mit der neuen in die Südtribüne gebauten “Bar”.

So starteten wir also an diesem heißen Freitag unser Unternehmen Hamburg. Wir buchten bei der Bahn einen normalen IC, da dieser preislich erheblich günstiger war, als der ICE, der die Strecke auch nicht schneller bewältigen würde. Wie in etlichen Zügen in diesen Hochsommertagen schwächelte auch in diesem Zug die Klimaanlage, ohne allerdings ganz auszufallen. So war die Fahrt erträglich. Not amused war ich allerdings, dass die Bahn einfach mal den Bistro-Wagen weggelassen hat. Wir nahmen fast kein Vesper und sonstige Wegzehrung mit, weil wir davon ausgingen, bei der Bahn einen Leberkäswecken und ein kühles Franziskaner zu bekommen. Ich wäre aufgrund einer immensen Preisersparnis ohnehin lieber mit dem Auto gefahren – durch solch einen “Service” der Deutschen Bahn werden meine Vorurteile gegen das Bahnfahren natürlich erst recht nicht abgemildert. In Kassel dann wurde uns über die Lautsprecher aufgrund der in einigen Waggons ausgefallenen Klimaanlagen die Möglichkeit eröffnet den ICE auf dem Bahnsteig gegenüber zu nehmen. Für diese Möglichkeit war zunächst ich als einziger offen, sah ich doch die Gelegenheit, doch noch zu einem kühlen Franziskaner zu bekommen. Zunächst wollten alle auf ihren “sicheren” Plätzen sitzen bleiben, wußte man ja nicht, wie voll der andere Zug war. Als der ICE aber uns dann doch noch zu überholen drohte, rannten wir dann doch herüber. Mit einer Verspätung von gut 30 Minuten erreichten wir den Hamburger Hauptbahnhof. Da es mittlerweile schon 17.30 Uhr war und das Spiel um 19 Uhr begann, fuhren wir schnurstracks zum Park & Ride Parkplatz, warfen unser Gepäck ins Auto, und machten uns auf zum Kiez. An der Haltestelle Hagenbecks-Tierpark noch kurz eine “Streifenhörnchen-Dose”, ein Astra-Bier in einer Dose, gestreift wie das letztjährige St. Pauli-Trikot, gepackt und ab in die Straßenbahn.

Jedes Mal, wenn ich die U-Bahnhaltestelle St. Pauli verlasse überkommen mich Glücksgefühle. Ich fühle mich einfach wohl in Hamburg, meiner Lieblingsstadt. Vor allem St. Pauli und die Landungsbrücken haben mir es dort besonders angetan.

Wir gingen dann auch gleich hinein ins Stadion am Millerntor. Hatten wir gegen den KSC noch Sitzplätze in der Nordkurve gehabt, nahmen wir dieses Mal mit unseren Freunden Stehplätze in der Südkurve, um hautnah dabei zu sein. Schön war dann auch, dass wir weitere Bekannte aus früheren Zeiten trafen. Bei St. Pauli spielte erstmals Gerald Asamoah, der Stareinkauf von Schalke, am Millerntor, Leverkusen kam mit Trainer Heynckes, Adler war wieder im Tor, Manuel Friedrich, Patrick Helmes und Sami Hyppiä, aber noch ohne Michael Ballack.

Es entwickelte sich rasch ein flottes Spielchen mit besseren Chancen für St. Pauli. Vor allem Gerald Asamoah zeigte, dass er für die Mannschaft ein riesen Gewinn werden kann und erzielte auch die Führung. Ich muss zugeben, dieser Asamoah war mir weder bei Schalke noch bei der Nationalelf besonders sympathisch, er war für mich eher eine Reizfigur. Das braune Trikot jetzt kleidet ihn aber viel besser als königsblau. Ich kann mir vorstellen, dass er eine gute Verstärkung für St. Pauli werden kann, vor allem mit seiner Erfahrung und seinem Kampfgeist wird er dem ansonsten vielleicht zu grünen Team helfen können. Schade, dass er sich jetzt in der Vorbereitung schwerer verletzt hat und wahrscheinlich den Bundesligaauftakt verpassen wird. Lief St. Pauli zu Beginn noch häufiger in die Abseitsfalle der Leverkusener, war es eben jener Asamoah, der St. Pauli in der 31. Minute verdient in Führung schoss. Diese Führung hatte allerdings nicht sehr lange Bestand, in der 38. Minute traf Helmes zum 1:1, was auch der Pausenstand war.

Anders als sonst, wo ich eigentlich ständig am Fotografieren bin, machte ich bei diesem Spiel vergleichsweise wenig Fotos. Die Bierversorgung war quasi nie unterbrochen, so dass ich oftmals zwei Becher in der Hand und somit keine weitere frei hatte. Außerdem redeten wir natürlich auch viel über alte Zeiten, St. Pauli und den VfB.

Christel und Norbert beim Halbzeitbier

Hoch die Tassen

In der Halbzeit tauschte Holger Stanislawski das gesamte Team aus, was den St. Paulianer Spielfluß unterbrach. In der Folgezeit bestimmte Bayer 04 Leverkusen das Spiel, konnte aber auch kein weiteres Tor mehr erzielen, so dass es beim 1:1 blieb. Auch den Leverkusener, allen voran Trainer Heynckes, merkte man, dass sie Spaß hatten, am Millerntor zu Gast zu sein. Die Bundesliga darf sich freuen, St. Pauli is back. Die Leistung in der 1. Halbzeit gibt Zuversicht, dass St. Pauli in der Liga mithalten kann. Im Tabellenkeller finden sich Mannschaften, die meiner Meinung nach weniger Potential haben, so dass der Klassenerhalt sicher drin sein dürfte. Mich würde es freuen, wenn wir in Zukunft Jahr für Jahr ein Ligaspiel am Millerntor hätten.

Nach dem Schlußpfiff sorgten dann noch die Kids von Timo Schultz für Begeisterung. Als die Mannschaften schon lange das Feld verlassen hatten, wurden diese von einem noch vollen Stadion frenetisch bejubelt, als sie den Ball nach einigem Anlauf im Tor versenkten. Auch das ist St. Pauli, noch Party machen, wenn sie eigentlich schon vorbei ist.

Nach dem Spiel gingen wir dann gleich zur Warmup-Party für den Schlagermove, direkt vor dem Stadion auf dem Heiligengeistfeld. Dort trafen wir auch Ules wieder, die für das Spiel kein Interesse hatten.

Der Samstag begann zunächst einmal mit Kopfschmerzen. Wir hatten wohl das Warsteiner der Warmup-Party nicht vertragen. Nach langer Anlaufzeit und einem gediegenen Frühstück fuhren wir wieder Richtung St. Pauli. Der Schlagermove war schon im Gange, macht aber nichts, da die 44 Trucks zwei Mal auf der Reeperbahn vorbei kommen.

Was dort dann abging übertraf meine kühnsten Erwartungen. Partystimmung und lustige Leute, wohin das Auge reichte. Es war einfach ein perfekter Tag. Nach der großen Hitzewelle war es ein angenehmer Tag. Heiter bis wolkig und etwa 23° mit einem ca. einmütigen Regenschauer. Für eine solche Großveranstaltung mit etwa 400.000 – 500.000 Menschen standen wir relativ unbedrängt, waren nicht im Gedränge und doch mittendrin statt nur dabei. Es waren sowohl ausreichend Getränkestände bzw. mobile Getränkeverkäufer unterwegs, auch für die Verrichtung der Notdurft standen genügend Möglichkeiten zur Verfügung. So war im Grunde alles gegeben und ohne großes Schlangestehen zu erledigen, all das, was mich sonst oft von Großveranstaltungen abschreckt.

Nach den ersten Bieren am Nachmittag und einem leckeren Caipirinha wurde dann auch die Zunge lockerer und man gröhlte bei Evergreens wie Anita, Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben und Polonaise Blankenese lauthals mit. Die tollen Verkleidungen und schön geschmückten Trucks rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Mir ging es wirklich so, dass ich mich nicht satt sehen konnte, was da im Sekundentakt an einem vorbei lief oder fuhr. Für uns stand schon an diesem Tag fest, dass wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. Untenstehend einige der vielen Eindrücke, die wir gewinnen durften.

Nach dem Schlagermove gingen wir noch ins nahegelegene Maredo speisen, da wir bis zu diesem Zeitpunkt überwiegend flüssige Nahrung aufgenommen hatten, und danach noch einmal auf die Schlußparty aufs Heiligengeistfeld. Der Sonntag begann ähnlich wie der Samstag, mit langem Fitwerden, aber ohne Kopfschmerzen. An das Warsteiner hatten wir uns wohl inzwischen gewöhnt. Warsteiner war einer der Sponsoren des Schlagermove, sonst gibt es doch eher Astra auf dem Kiez und manchmal auch ein Franziskaner.

Wir flanierten dann noch ein wenig bei den Landungsbrücken. Saßen in einem Biergarten und beobachteten die Möwen und das Treiben im Hamburger Hafen. Bald darauf hieß es wieder Abschied nehmen, bis zum November, wenn der VfB beim HSV spielt. Die Bahnfahrt verlief ähnlich chaotisch wie die Hinfahrt. Ein Bistrowagen war zwar vorhanden, aber die Kühlung war ausgefallen. So gab es kein kaltes Bier zunächst. Ich ließ mir dann ein paar in einem Eisfach vorkühlen und konnte nach Göttingen dann mein erstes einigermaßen gekühltes Bier trinken. Da verstehe ich die Bahn nicht, erhöhen lieber ständig die Preise, anstatt einfach den Umsatz zu machen, den sie machen könnten.

Wir kamen dann mit 45 Minuten Verspätung in Stuttgart an, statt um 0.44 Uhr erst gegen 1.30 Uhr. Für uns folgte mal wieder ein Ruhetag, um dam Dienstag dann nach Grenchen in die Schweiz aufzubrechen. Ein Bericht davon folgt noch.

Fazit: es war ein ganz tolles Wochenende und ein richtiger Kontrast zu unserem sonstigen Sommerfahrplan, rund um den VfB.

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Wechsel perfekt: Madrid macht Khedira reich

Der Wechsel von Sami Khedira vom VfB Stuttgart zu Real Madrid ist perfekt. Am Freitagvormittag einigten sich die beiden Vereine über die letzten Details – und über die Höhe der Ablösesumme. Die Roten bekommen 14 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler bekommen.

„Einen absoluten Führungsspieler und eine Identifikationsfigur wie Sami Khedira lässt man natürlich nur äußerst ungern ziehen“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic, „aber auf der anderen Seite können wir den Wunsch von Sami nachvollziehen, bei Real an seiner weiteren Karriere zu arbeiten. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung in Madrid.“

Die spanischen Blätter geizen in diesen Tagen indes nicht mit Vorschusslorbeeren für Sami Khedira. „Er ist der Mann, der den Ausfall von Ballack bei der WM vergessen machte … und er ist das Design für die Zuverlässigkeit des traditionellen Deutschen“, schrieb „AS“ zur Begrüßung des Mittelfeldspielers in Madrid.

Khedira gab die Blumen artig zurück. „Real Madrid ist der größte Club der Welt und José Mourinho ist einer der erfolgreichsten Trainer. Ich war schon immer vom Stil Mourinhos und von Real Madrid fasziniert“, sagte Khedira in Madrid, bevor er die sportärztliche Untersuchung über sich ergehen ließ.
Danach war die Unterzeichnung eines Fünf-Jahres-Vertrags angesetzt, die den 23-Jährigen zu einem steinreichen Mann macht: Pro Jahr soll das VfB-Eigengewächs beim spanischen Erstligisten zwischen acht und neun Millionen Euro verdienen. Zudem soll sein Berater Jörg Neubauer ein einmaliges Handgeld in Höhe von knapp vier Millionen Euro ausgehandelt haben.

(STN online)

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30. Juli 2010

Die letzten Tage des Trainingslagers in Donaueschingen

Nach dem Wochenende kehrte wieder ein wenig mehr Ruhe in Donaueschingen ein, da einige Wochenendurlauber wieder den Heimweg angetreten und so mancher nur bis Sonntag gebucht hatte. Wir jedoch blieben bis zum Ende, wie es sich gehört. ;-) Auf die Tage im einzelnen Tage möchte ich gar nicht mehr groß eingehen, da sich im Laufe der Zeit doch einiges an Übungen wiederholt. So habe ich von den letzten drei Tagen noch einige Bilder ausgewählt, die mir gefallen, und die dokumentieren, wie nah man eigentlich dran ist. Am Mittwochmorgen wurde auch noch trainiert, obwohl abends der Test gegen die Stuttgarter Kickers im Gazi-Stadion Degerloch an stand.

Wir waren natürlich immer sehr erfreut, wenn Christian Gross seine Jungs direkt vor unserer Fahne, zu den Übungen bat. Ich habe es bereits mehrfach betont, ohne jetzt der absolute Fachmann zu sein, dass mir die Trainingsarbeit von Gross sehr gut gefällt. Er ist ständig präsent. Wie in den Spielen, wo ihn fast nichts auf der Bank hält, so engagiert präsentiert er sich auch in den Trainingseinheiten. Jede Standardsituation wird so lang wiederholt, bis sich die Spieler an seine Vorgaben gehalten haben. Er gibt vor, wohin der Ball zu kommen hat und wie die Abwehrspieler zu stehen haben. Babbel im letzten Jahr stand meist im Mittelkreis und hat sich das ganze angeschaut, Gross dagegen steht mitten auf dem Platz und spricht auch viel mit den Spielern. Er kommt wirklich hart aber herzlich daher, auch der Spaß kommt in den Einheiten nicht zu kurz. Es wird hart gearbeitet, man hat aber auch das Gefühl, dass die Stimmung untereinander gut ist. Allerdings hatte ich diesen Eindruck auch in Leogang schon…

Stefano Celozzi ist im Vergleich zum Vorjahr in Leogang nicht wieder zu erkennen. War er dort noch der Neue, den es wohl beeindruckt hatte, dass er gleich an einem seiner ersten Tage in Stuttgart aufgrund seiner Karlsruher Vergangenheit angepöbelt wurde, hat er in seinem ersten Jahr beim VfB enorm an Selbstvertrauen getankt. in Leogang beim Fanfest saß er bei uns am Tisch und brachte fast den Mund nicht auf. Das ist jetzt anders geworden. Mittlerweile wirkt er eher wie ein Schnösel, der meint, er wäre es. Diese Einschätzung wird ihm sicher auch nicht gerecht und dürfte eher eine Schutzhaltung sein. Er ist auch ein Gewinner des Trainerwechsels, unter Christian Gross spielte er eigentlich immer, wenn er fit war. Mich hat er auf der Rechtsverteidigerposition noch nicht so überzeugt. Er hat schon einige entscheidende Zweikämpfe in der Defensive verloren und bringt nach vorne zu wenig. Vor allem einen erfolgreichen Flankenlauf würde ich mir mal von ihm wünschen. Er kommt aber selten mal bis zur Grundlinie vor, da er meiner Meinung nach, nicht intelligent genug in die Zweikämpfe geht. Aber, er ist ja noch jung und lernt auch täglich dazu. Hoffentlich wird es noch. Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass mit Ricardo Osorio noch eine Einigung erzielt hätte werden sollen. Dieser hat Celozzi die letzten Spiele der vergangenen Saison gut vertreten und wollte ja eigentlich nicht weg. Auch über Christian Träsch würde ich auf dieser Position nachdenken, auch wenn Sami Khedira uns verlassen sollte. Sollte Gross seine beiden Außenbahnspieler noch bekommen, könnte man die Doppel-Sechs mit Kuzmanovic und Gentner besetzen und Träschi wieder nach rechts hinten beordern. Sonst müsste zwangsläufig ein Hochkaräter auf die Bank, was man eigentlich nicht machen kann, wenn alle fit und in Form sind. Egal, für wen sich aber Gross entscheidet, wie immer wünsche ich mir nur das Beste für den VfB und sollte Celozzi dem gerecht werden und sich noch steigern, werde ich ihn wie jeden anderen auch unterstützen.

Am Dienstag trainierte schließlich erstmals wieder Arthur Boka mit, dessen WM-Urlaub beendet ist. Er hatte natürlich an dem Vorrundenaus mit der Elfenbeinküste zu knabbern, die abermals die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Allerdings hatten sie, wie schon 2006, als sie auf Argentinien, Serbien-Montenegro und Holland trafen, dieses Mal mit Brasilien und Portugal wieder Hämmer in der Gruppe, gegen die sie letztendlich bei der ersten WM auf dem afrikanischem Kontinent den Kürzeren zogen. Zudem bangt Boka um seinen Vater, der während seines Urlaubs schwer erkrankt ist.

Beim VfB kämpft Boka einen Kampf, der schon verloren scheint. Er muss sich auf der Linksverteidiger-Position mit Kristian Molinaro messen. Molinaro war der beste Bundesliga-Abwehrspieler der Rückrunde und ist schlichtweg eine Granate auf dieser Position. Für mich ein Fingerzeig in Bezug auf die Fähigkeiten von Christian Gross, war er doch der erste, der in Gross’ Ära geholt wurde. Boka ist aber auch keiner, den man dauerhaft auf die Bank setzt. Dafür ist er zu teuer. Was aber tun mit ihm? Ich sehe ihn durchaus auch im linken Mittelfeld, er könnte sich durch seine technischen Fähigkeiten auf der linken Seite gut mit Molinaro ergänzen und seine Defensivschwächen kaschieren.

Mit Beginn der Vorbereitung zur neuen Saison wurden vom VfB Daniel Didavi, Patrick Funk und Clemens Walch hochgezogen. Ob sie höheren Ansprüchen genügen, wird sich zeigen müssen. Bislang habe ich da meine Zweifel. Didavi traue ich den Sprung am ehesten zu, allerdings muss er noch körperlich zulegen und an Zweikampfhärte gewinnen. Seine technischen Fähigkeiten sind unbestritten, auch seine Standards kommen oft punktgenau. Er ist aber eher ein Typ Spielmacher, für den in unserem Spiel, siehe auch Elson, kein Platz ist. Für die linke Außenbahn ist er zu langsam. Er wird diese Saison Lehrgeld bezahlen und Edeljoker werden. Vielleicht kommt er das ein oder andere Mal herein und kann dem Spiel Impulse verleihen, wenn mal nach vorne überhaupt nichts geht.

Patrick Funk tat sich im Trainingslager auch als Standardspezialist hervor. Er ist aber ein weiterer Spieler, der um eine Position auf der Doppel-Sechs kämpft, dem Zentrum, das bei uns, auch wenn Sami Khedira uns verlässt, noch immer überfüllt ist.

Clemens Walch schließlich wäre ein Mann für die Außenbahn, wo ja händeringend jemand gesucht wird und die Konkurrenz ebenfalls sehr groß ist. Besonders aufgefallen ist er mir während des Trainingslagers nicht, er wirkte auf mich wie ein Platzhalter für die noch im WM-Urlaub verweilenden Spieler. Er ist mittlerweile 23 Jahre alt und müsste den Durchbruch jetzt schaffen, wenn er seiner Karriere einen Schub versetzen möchte.

Unser Maskottchen Fritzle ließ sich dann auch noch, ebenso wie unser Fanbetreuer Peter Reichert, am Trainingsplatz blicken. An diesem Tag machte sich eine Delegation auf in die Nachsorgeklinik Tannheim, der der VfB bei seinen Aufenthalten im Schwarzwald schon traditionell einen Besuch abstattet. Außer Fritzle und Peter Reichert bestiegen auch Christian Träsch, Marc Ziegler, Sebastian Rudy, Martin Harnik und Timo Gebhart den Kleinbus.

Bei der letzten Trainingseinheit in Donaueschingen am Mittwoch morgen stand noch ein lockeres Training mit Teambildungsübungen auf dem Programm, wo es lustige Figuren zu bestaunen gab. Die Spieler hatten dabei sichtlich Spaß.

Christian Gentner war die letzten Tage leicht angeschlagen und musste individuell trainieren. Er wird beim Testspiel gegen die Kickers ebenso fehlen, wie die erst zur Mannschaft gestoßenen Boka und Kuzmanovic, dem verletzten Delpierre und den WM-Urlaubern. Auch Sven Ulreich wird das Testspiel nicht bestreiten, er wird von Marc Ziegler vertreten.

Zum Abschluss, also vor unserer Rückfahrt nach Stuttgart, ließ ich mich noch mit meinen derzeitigen Lieblingsspielern Moli und Träschi ablichten. Da wir an diesem Mittwoch fast die letzten Mohikaner am Trainingsplatz waren, blieb auch noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit den beiden.

Danach galt es Abschied nehmen von Donaueschingen. Schon abends hatten wir ja den nächsten Termin, Derby gegen die Kickers auf den Golan-Höhen im ungeliebten Degerloch.

Das Trainingslager war wieder sehr schön. Auch wenn mir die Gegebenheiten und auch die Umgebung in Leogang im letzten Jahr besser gefielen. Im nächsten Jahr dürfte wieder eine normale Vorbereitung stattfinden. Hoffentlich erreicht der VfB seine Ziele dann direkt und muss nicht bereits im Juli in die Qualifikation einsteigen. Dann klappt es vielleicht auch wieder mit einem Trainingslager in Österreich. So schön es auch war, richtige Urlaubsstimmung kommt doch nicht auf, wenn man gerade mal 1 1/2 Stunden von zu Hause weg ist.

Für uns stand danach wie gesagt das Derby gegen die Kickers an, darauf folgt ein Ruhetag und am Freitag geht es schon nach Hamburg. Mehr dazu demnächst an gleicher Stelle.

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29. Juli 2010

Das Wochenende in Donaueschingen

Gerade am Wochenende, wo wir einen großen Ansturm an Trainingskiebitzen erwartet hatten, machte sich der VfB zur Enttäuschung vieler sehr rar. Am Samstag unternahm das Team eine Radtour, nachmittags stand die obligatorische sportärztliche Untersuchung auf dem Programm. Es stand also überhaupt kein öffentliches Training auf dem Programm.

Uns kam dies nicht einmal ungelegen, hatten wir doch bereits vor längerer Zeit eine Besichtigung mit anschließendem Essen und Umtrunk bei der Fürstenberg-Brauererei gebucht. Die Führung lohnte sich und anschließend wurde man für die Geduld bei abermals großer Hitze mit einem kühlen Fürstenberg belohnt.

Nach dem Essen und Trinken im Fürstenberg Bräustüble gingen einige ins nahegelegene Freibad, ich entschloss mich, mit Geli und Konrad in ein Cafe zu gehen und einen Skat zu dreschen. Nachdem Konrad uns verlassen musste, um die Heimfahrt mit dem Zug anzutreten, zogen wir weiter Richtung Hirschen, wo sich bald weitere Skatspieler fanden, um die Zeit bis zum Spiel um Platz 3, Deutschland gegen Uruguay, zu überbrücken. Bald war uns klar, dass über einen gepflegten Skat nichts ging, schon gar nicht das Spiel um die Goldene Ananas bei der WM. Zu tief saß noch die Enttäuschung über die Niederlage gegen Spanien. So blieben wir im Biergarten sitzen, waren aber aufgrund der nicht überhörbaren Reaktionen der Fußballgucker stets auf der Höhe des Geschehens. Erst ein aufziehendes Gewitter zwang uns, die Runde zu unterbrechen, und so sahen wir uns noch die 2. Hälfte des Spiels an. Schnell stellten wir fest, dass wir die erste Hälfte eines munteren und daher sehenswerten Spieles verpassten, das dank Sami Khediras Kopfballtor zu einem versöhnlichen Abschluss einer für die deutsche Mannschaft tollen WM führte. Kleinere Tumulte gab es im Hirschen selbst, als sich ein Besucher durch kurz aufkommende Schlachtgesänge unsererseits gestört fühlte. Dafür hatten wir natürlich null Verständnis, ging es doch um das emotionsgeladene Fußballspiel und nicht etwa um Springreiten, das in Donaueschingen Tradition hat.

Auch für Sonntag morgen war keine Trainingseinheit angesetzt, stattdessen wechselten einige Profis das Metier und dienten als Fotomodelle für die neue VfB-Kollektion. Für uns, die die ganze Woche Trainingslager eingeplant hatten, war es weniger schlimm, dass am Wochenende fast überhaupt nichts stattgefunden hat. Für viele aber, die keinen Urlaub hatten und über das Wochenende Eindrücke vom Trainingslager sammeln wollten und die 140 Kilometer von Stuttgart absolvierten, war es natürlich enttäuschend.

Sonntag abend dann schließlich stand wieder eine Einheit auf dem Programm. Mit dabei auch erstmals Kuzmanovic, der seinen Urlaub um eine knappe Woche verkürzte, um mit dem VfB wieder voll angreifen und seinen WM-Frust vergessen zu können. Vorbildliche Berufsauffassung nennt man so etwas. Auch Jochen Schneider, der durch den unrühmlichen Abgang von Horst Heldt wieder mehr in den Fokus gerückt ist, war erstmals auf dem Trainingsplatz zu sehen und stellte sich gleich einmal zu unserer Fahne in Position.

Nach einem kurzen Aufwärmprogramm stand ein Trainingsspielchen auf dem Plan, in dem es durchaus hitzig zur Sache ging.

Ja, wo laufen sie denn???

Bei immer noch großer Hitze hatten wir Zuschauer wie immer jede Menge Spaß. Schließlich musste sich nur die Mannschaft schinden und nicht wir. :-)

Kuzmanoiv trainierte zunächst noch individuell, um seinen Trainingsrückstand schnell aufzuholen.

Nach getaner Arbeit merkte man den Jungs die Strapazen an. Viele stöhnen vom härtesten Trainingslager, das sie je mitgemacht haben. Ich kann es nur mit Leogang vor Jahresfrist vergleichen und stellte auch fest, dass bedeutend mehr Zug drin war, als im letzten Jahr. Hoffentlich zahlt es sich aus und hoffentlich ist die Mannschaft auf den Punkt fit. Es gilt in der kommenden Saison, endlich einmal wieder einen besseren Start hinzulegen, nicht dass wir im November die nächste Trainerdiskussion führen müssen.

Dann erblickten wir schließlich noch Erwin Staudt, der sich den Abstecher ins nahegelegene Donaueschingen auch nicht nehmen ließ. Ihm, und auch Jochen Schneider und dem neuen Sportdirektor Fredi Bobic, wünsche ich, dass die neuen Außenbahnspieler, die sich der Trainer wünscht, bald verpflichtet werden können. Es ist doch jedes Jahr das gleiche: der Trainingsbetrieb läuft bereits auf Hochtouren und wir haben noch immer nicht die komplette Mannschaft beisammen. Gerade in dieser Phase, wenn es darum geht, sich einzuspielen und auch menschlich näher zusammen zu rücken, gerade da wäre es wichtig, die Neuen zu integrieren.

Abends dann stand, wie könnte es anders sein, im Hirschen das WM-Finale mit unserem Khalid Boulahrouz an, das die Spanier verdient, aber erst in der Verlängerung, gewannen und somit erstmals Weltmeister wurden. Ein würdiger Weltmeister, aber, wie weiter unten kommentiert, doch mit recht viel Dusel erst so weit gekommen.

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2:2 im Härtetest gegen die Grasshoppers

Nachmittags trafen wir uns alle am Hotel Hirschen, wo inzwischen der Rest unseres Stammtisches eingetroffen war. Das Hallo war natürlich riesig, lag das letzte Bundesligaspiel doch schon etwa zwei Monate zurück. Da man mit der beim Einchecken erhaltenen Kurkarte kostenlos Bahn fahren kann, entschloss sich die Gruppe, den Weg nach Waldshut-Tiengen mit dem Zug zurück zu legen. Ich war aufgrund der großen Hitze lange am überlegen, ob ich nicht doch lieber aufs klimatisierte Auto zurückgreife. Der Gemeinschaft wegen gaben wir uns dann aber doch einen Ruck und stiegen ins selbe Boot ein. Wir parkten unser Auto direkt am Bahnhof, um abends schneller weg kommen zu können und trafen uns mit den anderen am Bahnhof.

Einen ersten Schreckmoment bereitete uns Anita, die kopfüber die Treppe zur Bahnhofsunterführung hinunter stürzte und den Donaueschinger Boden küsste. Gott sei Dank ging der Sturz glimpflich aus und sie zog sich lediglich eine Knieprellung zu, hatte aber natürlich für den Rest des Tages mit den Schmerzen zu kämpfen.

Auf der Bahnfahrt selbst folge dann die nächste Überraschung: unsere Kurkarte ist nur für die Region Südschwarzwald gültig, wozu zwar Waldshut-Tiengen, nicht aber unser erstes Ziel Singen, wo wir umsteigen mußten, zählt. Daher mußten wir im Zug noch Baden-Württemberg-Tickets lösen. Obwohl wir 16 Leute waren und jedes Ticket für fünf Personen gültig ist, lösten wir nur drei dieser Tickets, in der Hoffnung, dass die Bahnbediensteten nicht bis 16 zählen können, was sich dann auch als richtig erwies.

Schließlich erreichten wir den Bahnhof von Tiengen relativ pünktlich und pilgerten gemütlich ca. einen Kilometer bis zum Stadion oder besser Sportplatz. Carle und Ule unterdessen fuhren weiter bis Waldshut, wo wir in einem Sportgeschäft Karten hinterlegen ließen. Die Reservierung lag zwar dort vor, leider haben sie aber dennoch unsere Karten herausgeben, so dass erstens der Weg dorthin umsonst war und zweitens wir auf einmal ohne Tickets da standen. Den Weg hätten sich die beiden also sparen können. So rief die Dame aus dem Sportgeschäft einen Ordner auf dem Stadiongelände an, der uns die Tickets, natürlich zum günstigeren Vorverkaufspreis, besorgte und am Stadion aushändigte.

Unser erster Weg führte uns nach langer Anreise bei drückend schwüler Hitze in den Biergarten der Stadiongaststätte. Bald darauf trafen hier auch Klenky und unser neuer Fanbetreuer Christian Schmidt ein. In gemütlicher Runde aßen wir dort hervorragend und tranken endlich ein kühles Bier.

Trotz des gemütlichen Beisammenseins und dem immer besser schmeckenden Bier gingen wir pünktlich herrüber zum Stadion, um uns einen guten Platz zu suchen und abzuchecken, wo wir die Fahne positionieren können. 2.300 Zuschauer fanden sich zu dem Kick ein, darunter auch einige hartgesottene Grasshoppers-Fan, die sogar einen “abgesperrten” Fanblock erhielten, durch den wir aber durchspazieren konnten. Darin war sicherlich Potential für Ärger vorhanden, ihresgleichen suchten sie im Stadion am Langenstein aber vergebens.

Für die Schweizer war dieses Spiel schon eine Art Generalprobe für den Saisonauftakt, für den VfB ein Test inmitten eines intensiven Trainingslagers. Beim VfB fehlten noch sämtliche WM-Fahrer sowie der verletzte Kapitän Delpierre und der angeschlagene Christian Träsch. Durch diese Umstände erwarteten wir natürlich kein Feuerwerk vom VfB.

Das Spiel begann recht flott mit Chancen auf beiden Seiten. Sven Ulreich stand öfter im Brennpunkt, als ihm vielleicht lieb war. Er machte seine Sache aber recht gut und vereitelte einige Chancen von auf ihn zustürmenden Grasshoppers.

Auch der VfB hatte die ein oder andere Chance, die beste vergab Martin Harnik nach knapp einer halben Stunde. Besser machte es Pavel Pogrebnjak, der in der 36. Minute nach einer Ecke per Hacke die Führung erzielte. Diese hat bis zur Pause Bestand.

Ein Eklat erfolgte dann in der Halbzeitpause. Durch die große Hitze und dem nicht vorhandenen erfrischenden Wind war der Flüssigkeitsverlust nicht nur bei den Spielern sondern auch bei den anwesenden Schlachtenbummlern groß. Das erfrischende Nass vor Augen erfolgte aber zum Unmut der Anwesenden nicht die unverzügliche Verteilung, stattdessen wurde erst einmal diskutiert. Leute, so können wir nicht arbeiten!

Als die Wechsel von Schwarz und Walch (61.) anstanden und durch die Umstellungen kurzzeitig Unordnung im VfB-Spiel aufkam, drehten die Grasshoppers das Spiel. Das Team vom Ex-Lauterer Sforza ging durch Tore in 60. und 63. Minute plötzlich mit 2:1 in Führung. Danach merkte man dem VfB an, dass er diesen Kick nicht verlieren wollte. Gerade auch Ex-Trainer Gross, auch wenn sein Engagement bei den Grasshoppers schon viele Jahre zurück liegt, wollte sich diese Schmach ersparen. So drückte der VfB trotz der schweren Beine noch einmal aufs Tempo und kam durch Didavi nach 71 Minuten zum verdienten Ausgleich.

Bei uns war die Stimmung wie fast immer sehr gut. Der Biernachschub war inzwischen gut organisiert und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. So viel Flüssigkeit, wie wir an diesem Tag verloren, konnten wir nur schwer wieder aufnehmen, wir taten aber unser bestes.

Am Ende erreichte der VfB einen Achtungserfolg. 2:2 mit den intensiven Trainingseinheiten in den Knochen gegen ein Spitzenteam der Schweizer Liga, deren Start unmittelbar bevor steht. Mir jedenfalls war da nicht zu meckern zumute.

Bereits kurz nach dem Abpfiff begaben wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof, da wir den Zug unter keinen Umständen verpassen durften. Auch auf dem Rückweg hatten wir das Glück, dass die Schaffner sich nicht die Mühe machten, unsere Gruppe abzuzählen. In Singen hatten wir dann noch etwa eine halbe Stunde Aufenthalt. Die Schnaken dort freuten sich schon auf uns, so verstochen wurde ich schon lange nicht mehr. Bis heute sind diese Andenken an meinen Beinen gut sichtbar. Spätestens an dieser Stelle fragte ich mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, mit dem Auto zu fahren…

Den Abend ausklingen ließen wir dann noch im Irish Pub in Donaueschingen, einem der wenigen Lokale, wo wir auch nach 23 Uhr noch zu trinken bekamen.

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