30. Januar 2019

Stuttgart kämpfen, Dietrich raus!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , – Franky @ 13:46

Das neue Jahr beginnt für den VfB wie das alte aufgehört hat – mit zwei Niederlagen. Jene gegen die Münchner Bayern war dabei natürlich eingeplant, ganz im Gegensatz zu der zuhause in der Vorwoche gegen Mainz 05.

Trainer Weinzierl änderte sein Team gleich auf fünf Positionen und trat mutiger auf als zuletzt. Beck ersetzte Castro, Insúa Borna Sosa, Neuzugang Kabak lief anstelle von Timo Baumgartl auf, dazu kamen noch Nicolás González und Donis für Aogo und Mario Gomez. Ob Timo Baumgartl tatsächlich Schwindelgefühle plagten oder er doch wegen der Bonus-Spiel-Aussage zum Zuschauen verdammt wurde, mag ich nicht zu beurteilen. Aufgrund dieser stellte ich letzte Woche bekanntermaßen die Charakterfrage und „riet“ Markus Weinzierl, alle zuhause zu lassen, die sich von vornherein aufzugeben scheinen.

Bemerkenswert war der Startelf-Verzicht von Mario Gomez, der realistisch eingeordnet hatte, dass wir gegen die Bayern eher schnelle Konterspieler statt eines Strafraumstürmers brauchen könnten.

Bemerkenswert in doppelter Hinsicht, denn, wenn man bei seiner Aussage „Deswegen habe ich dem Trainer auch gesagt, er soll die anderen beiden spielen lassen„ zwischen den Zeilen liest, hätte sich Gomez von selbst aufgestellt, wobei wir bei der Grundsatzfrage wären, ob es im Profifußball Stammplatzgarantien gibt und weshalb Christian Gentner nicht auch mal eine derartige Selbstreflektion erfährt.

Die Aufstellung las sich für mich vielversprechender als in den letzten Wochen. Umso ärgerlicher war es daher, dass man bereits nach fünf Minuten den Überblick im eigenen Strafraum verlor und in Rückstand geriet. Bitter, in einem Spiel, von dem man schon nichts anderes als eine hohe Niederlage erwartete, dermaßen früh die Bestätigung dafür zu erhalten. So machte ich gerade einmal in den ersten fünf Minuten ein paar Bilder, ehe uns der Spielstand und die Hoffnung, im Paulaner Fantreff Voll- statt Light-Bier serviert zu bekommen, in die Katakomben trieb und wir den Rest des Spiels auf dem Bildschirm verfolgten.

Eigentlich ist der Fantreff Heim-Fans vorbehalten, da wir neutral gekleidet waren und Emotionen ohnehin kaum mehr vorhanden sind, fielen wir dort nicht einmal auf. Bei bayerischem Schweinebraten mit Kren und Weizenbier aus dem Glas (verflixt, doch Light!) schauten wir dem Treiben zu. Früher wäre dies noch unvorstellbar gewesen, da staute sich Tage vorher der Schaum vor dem Mund und jeder dahergelaufene Lederhosenträger wurde beleidigt. Diese Luft ist raus, emotionslos wie die Darbietungen auf dem grünen Rasen lasse ich dieses ungleiche Duell inzwischen über mich ergehen.

Somit wichen wir der nasskalten Witterung aus und sahen einen VfB, der eine Reaktion zeigte und wider Erwarten (zunächst) nicht einbrach. Im Gegenteil, wegen der Passivität der Münchner Bayern, kam der VfB immer besser ins Spiel und erzielte mit einem Traumtor von Donis den Ausgleich. Eben jener Donis hatte sogar noch die Führung auf dem Fuß, war aber offensichtlich zu überrascht, dass der Ball zu ihm durchkam, so dass er Neuer überhastet anschoss. Daher ging es immerhin mit einem achtbaren Remis in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel änderten sich dann wieder die Kräfteverhältnisse. Die Bayern brachten den Ex-VfBler Serge Gnabry für Martinez und mit Gnabry kam der Angriffsschwung zurück, während der VfB zu passiv aus den Katakomben kam und die Protagonisten den Anschein erweckten, sich auf einer ordentlichen ersten Hälfte ausruhen zu wollen.

Eben jener Gnabry spielte zehn Minuten nach der Pause Gentner an, welcher sehenswert zur Bayern-Führung verwandelte. War vermutlich nicht so gewollt, unser viertes Eigentor in dieser Saison, doch, hätte Weinzierl Gentner auch mal eine Pause verordnet, wäre Gentner nicht im Weg gestanden und das Tor wäre so nicht gefallen. Weshalb Gente, auch wenn er noch so formschwach ist, jedes Mal in der Startformation steht, begreife ich nicht. Ist es die Stammplatzgarantie oder liegt der Grund gar darin, dass Gentner und Weinzierl denselben Berater haben?

Ich hoffe, trotz aktueller Dementis, dass bis zum Ende der Transferperiode der dringend benötigte spielstarke Mittelfeldspieler noch kommt und Weinzierl sich traut, Gentner auch mal draußen zu lassen. Ich kann immer wieder nur betonen, dass ich Gentner als Typen und als Menschen sehr schätze, auf dem Platz aber selten etwas mit ihm anfangen konnte.

Schon 2010, als er aus Wolfsburg zurückkehrte, hatte ich den Wechsel im Blog kritisiert und jetzt, neun Jahre später, reden viele von einer Vereinslegende.

Warum denn überhaupt? Was hat Gentner mit dem VfB erreicht? Meister 2007 als Ergänzungsspieler, dann der Wechsel nach Wolfsburg wegen des Geldes und weil beim VfB kein Platz für ihn war und seit seiner Rückkehr geht es stetig bergab.

Warum dann? Weil er Kapitän ist? Seit er 2013 über Nacht nach Tascis Abgang wie die Jungfrau zum Kinde zur Kapitänsbinde kam, hat der Abwärtstrend an Rasanz zugelegt und hat sich die Verweildauer der Trainer mindestens halbiert.

Warum sonst? Weil er der dienstälteste VfB-Profi ist? Weil er beim Abstieg geblieben ist? Dann bitte möchte ich wissen, ob jemals ein Angebot für ihn vorlag.

Daher ist mir Vereinslegende viel zu hoch gegriffen. Als Vereinslegenden sehe ich Robert Schlienz, Karlheinz Förster, Asgeir Sigurvinsson, Hermann Ohlicher, Karl Allgöwer, Guido Buchwald, Günne Schäfer, das magische Dreieck, Zvonimir Soldo bis hin zu Thomas Hitzlsperger, um nur einige zu nennen, die alle mit dem VfB etwas erreicht haben, nicht aber Spieler, deren größter „Verdienst“ ist, dem Verein über eine lange Zeit erhalten geblieben zu sein.

Dass Gentner den VfB lebt und liebt, steht außer Frage. Auf dem Platz jedoch sollte er Jüngeren und Handlungsschnelleren das Feld überlassen. In München wieder ist er mir mitunter negativ, um es klar zu sagen, feige, aufgefallen. Traut sich nicht oder kann es nicht, Situationen spielerisch aufzulösen und bringt dadurch Mitspieler in die Bredouille, weil er nur froh ist, den Ball schnell wieder los zu sein. So spielt doch kein Leader. Gerade die vielen jungen Spieler im Kader bräuchten Führungsspieler, zu denen sie aufgrund ihrer Leistung aufschauen können und die sich auf dem Platz nicht verstecken, wenn es nicht wie erhofft läuft.

Weshalb ich zu diesem Thema mal wieder deutlich meine Meinung sagen muss, liegt darin begründet, dass Reschke sich offensichtlich ernsthaft damit auseinandersetzt, Gentners (wie auch Becks) Vertrag zu verlängern. Womöglich denkt er sich dabei noch, ALLE lieben Gente und dass er in Zeiten der sportlichen Katastrophe mit Gentes Vertragsverlängerung „das schwierige Umfeld“ besänftigen könnte. Deshalb positioniere ich mich und weiß, dass viele meiner VfB-Freunde ähnlich über diese Personalie denken, und hoffe darauf, dass die aktuelle seine letzte Saison als Kapitän und Stammspieler ist. Gerne sehe ich ihn wieder in der Fanbetreuung oder als Teammanager, als Mensch und Typ ist er mir sympathisch und stets freundlich.

Doch, um zurück zum Spiel zu kommen: González hatte zwar noch den Ausgleich auf dem Fuß, was jedoch auch die einzige VfB-Chance in der zweiten Hälfte darstellte, so dass unterm Strich ein 4:1 für die Bayern steht und man sich einmal mehr vier Gegentore eingefangen hat. Damit stehen bislang sagenhafte 42 Gegentore zu Buche, was einem Wert von 2,21 pro Spiel entspricht. Zum Vergleich, in der letzten Saison kassierte man in 34 Spielen lediglich 36 Gegentore, was den Grundstein zum Klassenerhalt bedeutete.

Kabaks Debüt machte Mut, er ist ein Kämpfer, mit gutem Timing im Zweikampf und einem gutem Auge und klärte mehrere Male in höchster Not. Hoffentlich lässt er sich nicht, wie schon viele vor ihm, auf das Niveau der Anderen herunterziehen und konserviert seine Stärken. Kempf ist zur festen Größe geworden und nicht mehr wegzudenken, so dass es interessant wird, wie die Abwehrreihe denn aussehen wird, wenn Baumgartl und vor allem Pavard wieder einsatzbereit sind. Dann hat Weinzierl die Qual der Wahl und sollte sich auf eine Formation festlegen, damit endlich Automatismen zu erkennen sind und die Abstimmung besser funktioniert. Derzeit hat die Abwehr, in welcher Zusammensetzung auch immer, nur die Bezeichnung „Hühnerhaufen“ verdient.

Ich bin gespannt, was bis zum Deadline-Day noch passiert, ob ein Pavard noch da sein wird, ein Badstuber, und erst recht ein Maffeo. Stand heute, so Reschke, sei es unwahrscheinlich, dass sich noch etwas tut, warten wir es. Beklagte man in der Vorrunde den dünnen Kader, stehen nun drei Zugängen zwei Abgänge gegenüber. Zudem legte man Badstuber und Maffeo nahe, sich einen neuen Verein zu suchen, so dass es, selbst wenn kein Abnehmer für sie gefunden wird, fraglich ist, ob sie in der Rückrunde überhaupt noch einmal für uns auflaufen werden.

Berkay Özcan (wie auch Sarpei) hat uns bereits in Richtung seines alten Trainers Hannes Wolf verlassen. Bei Özcan war offenbar plötzlich Eile geboten, weil er den Angaben zufolge im Sommer für weit weniger Ablöse hätte gehen können, wenn er 500 Minuten Einsatzzeit nicht erreicht. Wer sich solche Klauseln ausdenkt, ist mir schleierhaft. Die genaue Ausformulierung würde mich dabei brennend interessieren, war Özcan doch über weite Phasen der Vorrunde verletzt. Reduziert sich diese Anzahl dann entsprechend? Was, wenn ein Spieler seinen Wechsel erzwingen möchte und sich ständig krank meldet, um unter dieser Marke zu bleiben?

Unabhängig davon, dass Reschke mal wieder gelogen hat, als bei der Vertragsverlängerung verkündet wurde, es existiere keine Ausstiegsklausel, dachte ich, Reschke sei Profi, woran sich beim Aushandeln solcher Klauseln zweifeln lässt.

Dem Spieler Özcan trauere ich hingegen nicht nach. Er ist ein netter Kerl und kam mir in Gesprächen im Trainingslager eher schüchtern und demütig als großkotzig vor. Weshalb ich den Wechsel dennoch nicht nachvollziehen kann, ist, weil Reschke in der Vorrunde noch unser mangelndes Kreativpotential und die fehlende Alternative zum dauerverletzten Daniel Didavi damit begründet hat, der „leider auch verletzte“ Özcan wäre als Didavis Backup vorgesehen gewesen. Jetzt haben wir die Situation, dass der Backup weg, Didavi weiterhin ein höchst unsicherer Kanonist ist und für die Position hinter den Spitzen auch kein neuer Mann geholt wurde. Logisch!

Erster Abgangskandidat ist Pablo Maffeo, bis zur Verpflichtung von Ozan Kabak Rekord-Einkauf des VfB. Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Dietrich diskreditierte den Spieler zuletzt öffentlich auf einer Veranstaltung der Backnanger Kreiszeitung, betitelte ihn als Flop, der „quer im Stall“ stehe.

Es gehört sich für einen VfB-Präsidenten nicht, Personal öffentlich zu kritisieren, mit Nutzvieh zu vergleichen und nicht zuletzt durch derartige Aussagen Kapital der VfB AG zu vernichten. Dietrich träumt zwar davon, jene zehn Millionen Euro, die man in Maffeo investiert hat, zurück zu bekommen, was reichlich unrealistisch sein dürfte, wenn man den Jungen als ungezogenen und faulen Bengel ins Schaufenster stellt.

Dass Reschke zunächst einmal zehn Millionen Euro in den Sand gesetzt hat, sieht Dietrich gelassen, „es gehöre dazu, dass man einen solchen Flop dabei hat“.

Es ist ja auch nicht sein eigenes Geld, sondern das des VfB. Vielleicht sollte man einem Menschen wie Dietrich einmal vor Augen führen, wie viel 10.000.000 Euro für die zahlende Kundschaft sind und dass es sich um Mittel handelt, die dem VfB an anderer Stelle fehlen.

Egal wer die Dreier-, Vierer- oder Fünferkette bildet, die Gegentorflut muss eingedämmt werden, ansonsten dürfte es auch gegen Freiburg und in Düsseldorf schwierig werden, den Befreiungsschlag zu landen. Es offenbarte sich gegen die Bayern erneut, dass wir Probleme bekommen, sobald der Gegner das Tempo anzieht und dies im Kopf erst dann realisieren, wenn es zu spät ist. Auf der Aufstellung bei den Bayern könnte aufgebaut werden, nimmt man die langsamen Beck und Gentner heraus.

Gefährlich an der phasenweise ordentlichen Vorstellung in München ist, dass es wieder von allen Seiten heißt, auf dieser Leistung ließe sich aufbauen und dass das Team viel zu stark sei, um sich nicht aus dem Abstiegs-Schlamassel zu befreien.

Freiburg wird um die Schwächen und das mangelnde Selbstbewusstsein wissen und versuchen, dies gnadenlos auszunutzen. Gegen die einstigen Breisgau-Brasilianer wird es ein völlig anderes Spiel werden, in dem der VfB gefordert sein wird, das Spiel zu machen, was ihm nun mal überhaupt nicht behagt. Dennoch muss ein Sieg her und die Chancen dafür stehen auch nicht schlecht. Zum einen lag uns Freiburg in den letzten Jahren, zum anderen hat auch Freiburg nach dem Rückrundenstart gegen einen Negativtrend anzukämpfen und wird demzufolge nicht mit übergroßem Selbstvertrauen anreisen. Gegen Freiburg und in Düsseldorf stehen extrem wichtige Schlüsselspiele auf dem Programm, stehen wir danach noch immer ohne Rückrundensieg da, muss das Saisonziel wohl auf Platz 16 nach unten korrigiert werden.

Der Sonnenkönig entpuppt sich mit seiner Großmannssucht immer mehr als der Totengräber des VfB und weit und breit scheint keiner gewillt, ihn zu stoppen. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn. Ein Jan Schindelmeiser, der lieber den ersten vor dem zweiten Schritt machen wollte und den Herren dem Vernehmen nach ins Gesicht gesagt hat, dass sie keine Ahnung haben und sich doch besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren sollen, wurde „entsorgt“, nachdem der Moor seine Schuldigkeit getan hatte und weil er zu unbequem war.

Einem Guido Buchwald, der im Aufsichtsrat wohl gegen Windmühlen kämpft und als letzten Ausweg den Gang an die Öffentlichkeit sah, wurde ein Maulkorb verpasst. Dass es nicht die feine englische Art war, Kritik nach außen zu tragen, darüber gibt es keine zwei Meinungen. Wenn aber de facto der Präsident zu mächtig ist und im Aufsichtsrat das letzte Wort hat, wenn die Sponsorenvertreter im Aufsichtsrat, die Dietrich durchdrückten, zu allem Ja und Amen sagen, Hauptsache man schließt keine Sponsorenverträge mit Konkurrenzunternehmen ab, so lang dürften die Mehrheitsverhältnisse geklärt sein.

So sehr der Machtmensch Dietrich allem und jedem misstraut, so sehr lässt er dem einstigen Superhirn der Liga, Michael Reschke, Narrenfreiheit. War ein Schindelmeiser nicht mehr tragbar, weil er mit Leuten, die keinen Fußballsachverstand mitbrachten, potentielle Transfers nicht im Detail durchgesprochen hatte, scheint es Dietrich genehmer zu sein, wenn Reschke in karnevalistischer Manier die Vorzüge von Ü30-Auslaufmodellen anpreist, die ein Vielfaches an Gehältern kosten, wie jene, die Schindelmeiser ausgelobt hatte.

Ob eine Vereinsführung ruhig und ohne Störfeuer von außen arbeiten kann, hängt stark, wenn auch nicht ausschließlich, vom sportlichen Erfolg oder Misserfolg ab. Dass es mit Hannover und Nürnberg tatsächlich zwei Teams gibt, die noch schlechter sind, als der VfB und der VfB daher nicht schon längst abgeschlagen Tabellenletzter ist, hat man also alleine diesem Umstand zu verdanken. Dass der VfB mit Abstand seine schlechteste Saison der Bundesliga-Historie spielt, geht dabei ein wenig unter, was bislang noch Glück für Dietrich & Co. war.

Nachdem Reschkes zweiter Trainerwechsel nun ebenfalls verpufft ist, die Außendarstellung des VfB eine Katastrophe ist, man Spieler öffentlich an den Pranger stellt und über allem die sportliche Talfahrt steht, legen die Proteste gegen Dietrich wieder an Fahrt zu.

Die „Dietrich raus“ Rufe werden lauter, das Problem ist nur, dass es ihn in seiner Loge nicht anficht. Nur wegen unfreundlicher Transparente wird dieser Präsident das Feld nicht räumen, da bräuchte es mehr, bis hin zu handfesten Protesten, ähnlich denen von 2009. Um weiteres Unheil vom VfB abzuwenden, bräuchte es eine starke Opposition mit einem überzeugenden Kandidaten, die zum Ziel hat, diesen Präsidenten zu stürzen, bevor es zu spät ist und der VfB in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Von den hervorragenden Rahmenbedingungen redet ein Dietrich immer nur, entscheidend ist bei einem Fußball-Unternehmen auf dem Platz und daran muss sich Dietrich messen lassen. Angesichts von Investitionen in Höhe von fast 50 Millionen Euro ist der Ertrag desaströs und Dietrich dafür hauptverantwortlich.

Dietrichs Marionette auf dem Sportdirektoren-Posten war zu Gast bei Sky90. Ich befand mich zu der Zeit noch auf der Heimfahrt aus München und kann deshalb nur einordnen, was ich in Ausschnitten mitbekommen habe. Ein Pavard-Verkauf noch in dieser Transferperiode stünde nicht zur Debatte und er stehe „total“ hinter Trainer Weinzierl.

Bei einem Mann, der seine Lügen als Wahrheitsbeugung zu legitimieren versucht, sollten in beiden Fällen die Alarmglocken schrillen, wobei ich Pavards schnellen Abgang sogar noch befürworten würde.
Personelle Alternativen haben wir genügend in der Abwehr, zudem hat auch Pavard eine schwache Vorrunde gespielt. Ihn nehme ich, im Gegensatz zu vielen VfB-Fans die ihm unterstellen schon seit dem Sommer nicht mehr mit vollem Herzen beim VfB zu sein, in Schutz.

Er ist nach wie vor ein sehr junger Spieler, auf den durch den WM-Gewinn so einiges einprasselte. Dann kommt er zurück und jeder, vielleicht sogar er selbst auch, denkt, als Weltmeister müsse er besondere Dinge machen und in eine Führungsrolle schlüpfen. Diesem Anspruch wurde er zu keiner Zeit gerecht und verletzte sich zu allem Überfluss auch noch schwer.

Auch die gespielte Rückendeckung für Markus Weinzierl erscheint nach neun Niederlagen in zwölf Spielen geflunkert, hat sich Reschke doch ähnlich zu Hannes Wolf und Tayfun Korkut geäußert, kurz bevor er ihnen den Arschtritt gab.

Weinzierl mag ich eigentlich als Typen und hoffe, dass er mit dem VfB die Kurve kriegt, schließlich wünsche auch ich mir endlich mal Kontinuität auf dem Trainerposten.

Als sehr daneben empfinde ich allerdings dessen öffentliche Diskreditierung seiner, vornehmlich jungen, Spieler. Grundsätzlich begrüße ich es ja, wenn ein Trainer die Zügel anzieht und disziplinarische Maßnahmen ergreift, wenn der eine oder andere aus der Reihe tanzt und nicht mitzieht. Befasst man sich aber mit seinen früheren Stationen, hat Weinzierl in einigen Fällen nicht durch sonderlich gute Menschenführung geglänzt, so dass sich einige seiner Ex-Spieler bei ihm ungerecht behandelt fühlten, was der erste Schritt wäre, seine Mannschaft zu verlieren, was in unserer derzeitigen Situation fatal wäre.

Wenn ein Maffeo mit großen Hoffnungen zum VfB gekommen ist, sich jedoch hinter einem Andreas Beck anstellen muss, der seinen Zenit längst überschritten hat, kann ich seinen Frust schon ein Stück weit verstehen.

Dass er aber so schnell aufgibt und sich nicht integrationswillig zeigt (glaubt man zumindest der öffentlichen Schelte), zeugt von schlechtem Charakter. Ob man sich gezielt auch nach dem Menschen Maffeo erkundigt hat oder ob man sich das Talent allein schon deshalb angelte, weil der Tipp von Pep Guardiola, zu dem Reschke eine Freundschaft pflegt, kam, wäre interessant zu wissen. Offensichtlich hat man nicht genau genug hingeschaut und vermutlich auch bei der Integration der Jungen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, Fehler gemacht.

Reschke, der seine Kritiker vor nicht allzu langer Zeit als ahnungslose Vollidioten betitelte, appellierte in der Sendung ferner auch an den Zusammenhalt. An Unterstützung der Fanszene mangelt es nach wie vor nicht, rund 7.500 VfBler, die selbst das zu erwartende Debakel von München nicht abschreckte, dort hinzufahren, sprechen Bände.

Dass es in naher Zukunft kein „Zusammen“ zwischen weiten Teilen der Fans und der Vereinsführung geben kann, hat sich Spalter Dietrich durch seine Amtsführung selbst zuzuschreiben. Wer ohne Gegenkandidat und nur wegen der Anwesenheit einiger hundert Jubelperser gerade einmal gut 57% der Stimmen auf sich vereint, großmundig ankündigt, Präsident aller VfBler sein zu wollen, das Amt dann aber autokratisch bekleidet, wie will dieser Mann Vertrauen gewinnen.

Einer, der von den vollmundigen Versprechungen der Ausgliederungspropaganda zu großen Teilen nichts mehr wissen will, der die Gesichter der erfolgreichen Ausgliederungskampagne entsorgt hat, als er sie für seine Zwecke nicht mehr gebraucht hatte und der einem im persönlichen Gespräch ins Gesicht lügt, anstatt einfach mitzuteilen, „dazu möchte ich nichts sagen“, der versprochen hatte, Hannes Wolf niemals zu entlassen, um seine Demontage durch die Schindelmeiser-Entlassung höchstpersönlich zu initiieren, soll man vertrauen? Ich hoffe, die Kurve gibt keine Ruhe, bis Dietrich Geschichte ist.

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22. Januar 2019

Charakter zeigen!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 10:24

Neues Jahr, alte Probleme. Ging ich vor dem Spiel gegen Mainz seit langem mal wieder optimistisch aus dem Haus und ins Stadion, kehrte die Ernüchterung schneller ein, als man überhaupt in der Rückrunde angekommen war.

Die Neuzugänge, die dem VfB-Spiel Wucht verleihen sollten, die Rückkehr der meisten Rekonvaleszenten, sowie die Möglichkeit für Markus Weinzierl, das Team im Trainingslager länger beisammen zu haben, Fitnessdefizite aufzuarbeiten und Automatismen erarbeiten zu können, machte mir Hoffnung, dass wir gegen Mainz erstmals „sein“ Team sehen würden, nachdem er in der Vorrunde die Missstände lediglich verwalten musste und sich die Mannschaft fast von selbst aufstellte. Keine der Niederlagen unter Weinzierl machte ich bislang am Trainer fest, kam er doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und übernahm einen völlig desolaten, kaputt trainierten und verunsicherten Haufen.

Dass die Zügel deutlich angezogen wurden erkannte man an der disziplinarischen Maßnahme, weshalb Donis nicht im Kader des Testspiels gegen Utrecht stand und dass auch Maffeo und Borna Sosa vom Bannstrahl des Trainers getroffen wurde.

Donis fiel wiederholt durch Undiszipliniertheiten auf und muss sich somit an die eigene Nase fassen, wenn er immer wieder außen vor ist. Im Mannschaftssport ist es wichtig, dass man sich an Regeln hält, Punkt! Maffeo wiederum soll im Team völlig isoliert sein, nicht einmal den Kontakt zu den spanischsprachigen Kollegen pflegen, außerdem prangert Weinzierl dessen Leistungsbereitschaft an, so dass sich noch diesen Winter die Wege mit dem bis vor kurzem teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte trennen könnten.

Wäre noch Borna Sosa, der den Vorschusslorbeeren, die ihm vorher eilten noch nicht gerecht wurde und am Samstag gar mit falschem Schuhwerk auflief, was Weinzierl so erzürnte, dass er ihn zur Pause in der Kabine ließ. Schlamperei und Dilettantismus, wohin das Auge reicht!

Dass die Mischung im Kader und das Verhältnis zwischen sehr jung und sehr alt nicht ausgewogen genug war, zumindest bis zur Verpflichtung von Esswein und Zuber, wusste man, nun aber stellt es sich so dar, dass ein Teil des Teams aus hochveranlagten Rotzlöffeln besteht, während der andere Teil aufgrund der derzeitigen Leistungsfähigkeit nicht in die erste Elf gehören würde, dort aber steht, weil er sich in der Gruppe tadellos verhält. In dieser „Mannschaft“ stimmt es vorne und hinten nicht.

Körpersprache und der unbedingte Siegeswillen sind beim Einlaufen schon nicht zu erkennen, die aufgesetzte Island-Kopie vor den Spielen kann sich das Team sparen, wenn es ohnehin schon die Hosen gestrichen voll hat. Die Fans müssen nicht angestachelt werden, Leistung zu bringen, wenn sie irgendwo stimmt, dann da. Entscheidend ist auf dem Platz und dort stellte man nur kurz einen Unterschied zwischen dem Schalke-Spiel und dem propagierten Neubeginn fest.

Nach den übermittelten Bildern aus La Manga und den geschilderten Eindrücken der Journalisten, die vor Ort waren, war die Hoffnung da, in der Rückrunde einen anderen VfB zu erleben. Zumindest über die Außen sollte mehr gehen, Mario Gomez besser in Szene gesetzt werden und nicht zuletzt er selbst hat ja angekündigt, uns zum Klassenerhalt zu schießen. Dass das grundsätzliche Problem, nämlich dass uns ein spielstarker zentraler Mittelfeldspieler fehlt, der das Spiel lesen, schnell machen, beruhigen kann, je nach Situation und vor allem unabhängig vom Spielstand, nicht behoben wurde, könnte uns, sollte Reschke weiterhin keinen Handlungsbedarf sieht, noch teuer zu stehen kommen. Ich bleibe dabei, dass mir spontan kein Team in Europa einfällt, welches einen ähnlich lahmarschigen und uninspirierten Fußball spielt wie der VfB.

Da man einen Christian Gentner jedoch nicht hinterfragt, sich kein Trainer, der mitten in der Saison kommt, getraut, den Kapitän herauszunehmen, im Gegenteil, man wohl ernsthaft über eine Vertragsverlängerung nachdenkt, wird sich beim VfB von der Spielweise her wohl in den nächsten Jahren nicht allzu viel ändern.

Auch wenn sämtliche Statistiken des Spiels für den VfB sprechen, auch wenn der VfB am Ende dem Remis ganz nah war, war der Auftritt über weite Strecken indiskutabel.

Lediglich zu Beginn merkte man, dass Weinzierl den Seinen einen Plan mitgegeben hatte und hatte den Eindruck, jeder wisse, was die Stunde geschlagen hat und was zu tun ist. Kleinigkeiten genügen dann jedoch, das fragile Gebilde zum Einsturz zu bringen.

Nachdem die Mainzer die Anfangsnervosität abgelegt hatten und schnell und zielstrebig begannen nach vorn zu spielen, dauerte es nicht lang, bis man zurücklag und das Unheil seinen Lauf nahm. Deutliche Parallele zur Vorrunde, ein Gegentor genügt, dass Nummer 1 bis 11 auf dem Platz nur noch kopflos herum irrt und jeder nur mit sich selbst beschäftigt ist. Wir haben kein Team, in dem einer für den anderen da ist, sondern elf Einzelspieler, von denen sich zu viele hängen lassen. Das ist Einstellungssache, so dass in erster Linie die Spieler gefragt sind, sich zusammenzuraufen und aus dem Sumpf zu ziehen.

Die Abwehr ein einziger Hühnerhaufen, das Mittelfeld zu statisch und ein Sturm nicht vorhanden. Wie man sich exemplarisch beim zweiten Gegentor trotz numerischer Überzahl von einem (!) Mainzer herspielen ließ, spottete jeder Beschreibung. Ein solches Abwehrverhalten, drei Gegentore selbst gegen die Karnevalisten von Mainz 05, waren einmal mehr nicht bundesligatauglich.

Statt das Kardinalproblem des VfB im Mittelfeld zu beheben, beglückte uns der Perlentaucher letzte Woche mit dem nächsten Rekordeinkauf der Vereinshistorie. Tja, seit der Ausgliederung wird halt geklotzt statt gekleckert und vorzugsweise der zweite vor dem ersten Schritt getan.

Nicht dass ich den Kauf von Ozan Kabak an sich verurteile und den Stab über einen Spieler breche, den ich noch nie habe spielen lassen. Für mich ist aber der Zeitpunkt verkehrt und birgt die große Gefahr, den Jungen jetzt schon zu verheizen.

In Baumgartl, Badstuber, Kempf, Pavard und Aidonis haben wir doch eigentlich genügend Innenverteidiger, als dass auf dieser Position Handlungsbedarf bestünde.

Ob es da nicht vernünftiger gewesen wäre, den Jungen gleich wieder für ein halbes Jahr an Galatasaray zu verleihen, um ihm im Sommer einen von der sportlichen Situation losgelösten Start zu ermöglichen?
Für wen soll er denn spielen? Egal, wen er verdrängt, der Druck, der als Rekordeinkauf auf ihm lastet, wird immens sein. Ob er mit seinen 18 Jahren diesem standhält, erst recht, sollte er einmal spielentscheidend patzen? Wie reagiert dann derjenige, der für ihn weichen musste? Oder möchte man ihn womöglich, wie schon viele vor ihm, wochen- und monatelang behutsam aufbauen, so lang, bis er die Lust verliert und mit dem VfB abschließt, ehe er richtig angekommen ist?

Hier holt man sich für mein Empfinden neues Konfliktpotential ins Haus und macht unter Umständen ein völlig unnötiges Fass auf, gerade so, als ob wir nicht schon genügend Baustellen zu beackern hätten. Wiederum, Michael Reschke ist ja, seit er hier Dienst tut, dafür bekannt, kein Fettnäpfchen auszulassen.

Bei dieser Konstellation hoffe ich inständig, dass bei den Bayern noch vor Ende der Wechselfrist Handlungsbedarf im Defensivbereich aufkommt und Pavard sofort nach München wechselt, während bei Holger Badstuber ein Wechsel (vorerst) vom Tisch sein dürfte.

Nachdem Reschke vorgeprescht war und ihn öffentlich zum Verkauf angeboten hatte, musste er inzwischen zurückrudern, weil Badstuber und sein Berater überhaupt nicht daran denken, den VfB zu verlassen und dabei womöglich auf Geld zu verzichten.

Völlig legitim von Badstuber und eine Ohrfeige für Reschke, der sich durch seinen offenbar mit Niemandem abgestimmten Vorstoß äußerst unprofessionell und vereinsschädigend verhalten hat. Dies deshalb, weil ein solches Vorpreschen meist den Preis empfindlich drückt und man am Ende wohl ein Vertragskonstrukt wie einst bei Ibišević an der Backe haben könnte.

Mir kommt Holger Badstuber sowieso zu schlecht weg beim VfB und wird in meinen Augen auch von vielen Fans zu schlecht behandelt und aufs Übelste beleidigt. Dass er ein guter Spieler ist, ist bekannt, dass die Fehler, die er in den ersten Spielern machte, seines nicht würdig sind, sollte auch bekannt sein. Diese werden ihn am allermeisten ärgern, ihn deshalb aufs Abstellgleis zu stellen, halt ich für ungerecht, hat er doch in der letzten Saison gezeigt, wie wertvoll er für den VfB sein kann. Ich denke, da passt es zwischenmenschlich mit der Clique um Beck, Aogo, Gentner nicht, die lieber ihren Buddy Baumgartl auf dem Platz sehen als Badstuber.

Vielleicht passt es ihnen ja auch nicht, dass Badstuber mit der Wellnessoase auf dem Wasen nichts anfangen kann und hungrig und verbissen genug ist, sich mit Minimalisten-Fußball nicht zufrieden zu geben. Vielleicht ist ihnen sein Ehrgeiz zu groß, weil er nach Niederlagen schon mal ungenießbar werden kann (wie es sich für einen Sportler im Allgemeinen gehört)?! Solche Typen bräuchte es mehr beim VfB, aber, als Traditionsverein pflegt man eben auch nicht so schöne Traditionen, nämlich jene, dass seit Jahren Spieler und Verantwortliche gehen müssen, die ernsthaft vorhaben, den VfB besser zu machen.

Der Sturm indes war gegen Mainz über weite Strecken mal wieder nicht vorhanden. Mario Gomez kann einem schon leidtun. Seines Alters geschuldet erspielt er sich seine Torchancen nicht mehr wie früher selbst, sondern ist auf Flanken angewiesen, auf die man beim VfB lange warten kann. Ihm fehlt nach wie vor ein Partner, wie es Daniel Ginczek in der Rückrunde der vergangenen Saison gewesen ist, ein Bulle, der Räume für ihn schafft. Da Gomez derzeit auch nicht den frischesten Eindruck macht, sollte Weinzierl ihn mal von der Bank bringen und stattdessen González von Beginn an.

Nach seinen Toren gegen Schalke und jetzt gegen Mainz ist womöglich der Knoten bei ihm geplatzt, auch wenn die Kisten nur noch Ergebniskosmetik bedeuteten. Ob Gomez, wie Gentner, eine vermeintliche Stammplatzgarantie hat und dem Trainer die Hände gebunden sind, vermag ich nicht zu beurteilen, den Eindruck bekommen könnte man aber. Unabhängig von González als möglichem Gomez-Ersatz hoffe ich, dass Reschke bis Ende Januar noch einen Stürmer, der sofort weiterhilft, verpflichtet.

Erschreckend war am Samstag erneut, dass es lange kein Aufbäumen gab und nur am Schluss, auch durch die Einwechslung von Donis, plötzlich und aus heiterem Himmel Leben in der Bude war.
Nach den beiden Treffern traf Donis noch den Pfosten und es gab den Videobeweis, wegen eines vermeintlichen Handspiels. Klar, der eine Schiri gibt ihn vielleicht, der andere nicht, ein Grund zu lamentieren ist diese für mich richtige Entscheidung nicht.

Ich bin ohnehin kein Freund der heute praktizierten Handspielregel, wo sich ein Jeder daran ergötzt, wenn einem Spieler der Ball irgendwie, und wenn aus 5m scharf angeschossen, an die Hand springt. Als ich Fußball-Fan wurde gab es beim Handspiel ausschließlich folgende Möglichkeiten: „Angeschossen“, gab keinen Elfer, „absichtliches Handspiel“ und „Hand ging zum Ball“, dann wurde Elfer gepfiffen.

Damals herrschte weitestgehend Klarheit. Damit hätte es man belassen sollen, war die Regel doch zum einen für jeden verständlich, zum anderen auch gerecht. Ich hätte mich nicht wirklich darüber freuen können, hätte der VfB durch eine solch glückliche Fügung den unverdienten Ausgleich geschafft und die Mainzer um den verdienten Lohn gebracht. Nach dem 0:3 war für mich der Käs gegessen.

Da bin ich meinetwegen Oldschool und Gerechtigkeit wäre mir wichtiger gewesen, als ein geschenkter Punktgewinn. A propos Oldschool, VfB, die permanenten Werbemails zur Unzeit könnt Ihr Euch sparen, mich machen sie nur noch aggressiv.

Allgemein gehört die Socialmedia-Abteilung hinterfragt, einen Claim nach dem anderen raushauen und nach einem Grottenkick noch titeln „für Aufholjagd nicht belohnt“ worden zu sein. Die einzigen, die nicht belohnt wurden, sind wir Fans, zumindest jene, die bis zum Schluss bei Eiseskälte ausgeharrt haben. Dafür hätte ich mich gerne mit einem Glühwein To Go belohnen lassen.

Tabellarisch hat sich am Wochenende nicht viel geändert, außer dass es eben „nur“ noch 16 Spiele sind, in denen es den Klassenerhalt klarzumachen gilt. Geht es nach Timo Baumgartl sind es gar nur 15, hat er doch schon im Vorfeld das Bayern-Spiel als Bonus-Spiel bezeichnet.

An Stelle von Markus Weinzierl würde ich im Laufe dieser Woche die Charakterfrage stellen und mir, sofern es so viele werden, die elf Spieler herauspicken, die NICHT nur nach München fahren, um die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten.

Als Sportler sollte man in jeden Wettkampf, in jedes Spiel gehen mit dem Vorhaben sein Bestes zu geben und danach zu schauen, was dabei herauskommt. Mit einer derartigen Mentalität jedoch, sei es Baumgartl in Bezug auf das Bayern-Spiel oder Gentner in der Vorrunde (gegen Mainz muss man nicht gewinnen) ist es nicht verwunderlich, wie der VfB da steht und vor allem, dass, wenn das Erwartete, nämlich ein Gegentor, eintritt, alle Dämme brechen und man sang- und klanglos untergeht und sich kaum einer dagegen stemmt.

Der Wind wird spürbar rauer auf dem Cannstatter Wasen. Das „schwierige Umfeld“ brodelt, wird ungeduldig und fragt sich, ob das der Erfolg sein soll, den Dietrich und seine Schergen so großmäulig versprochen hatten. Es setzte Pfiffe ob der Darbietung und „Dietrich raus“ Rufe, nun scheinen es auch langsam die Ausgliederungsbefürworter zu begreifen, dass mehr Geld nicht gleich mehr Erfolg bedeutet. Die Mittel müssen schon auch vernünftig eingesetzt werden, und nicht dafür, alternden Ex-Größen lukrative Rentenverträge zu verschaffen.

Stöbert man in den einschlägigen Foren, stellen die Ersten schon wieder Markus Weinzierl in Frage. Dagegen wehre ich mich, auch wenn ich mit seinen Aufstellungen nicht immer einverstanden bin und vor allem es nicht verstehe, dass er sich an die größte Baustelle im Kader nicht heran wagt.

Und doch hat er es weiterhin nicht leicht mit einem (selbst)überschätzten Kader und einem Sportvorstand, der „seinen“ Trainern meint Ratschläge in Sachen Aufstellung und spielerischer Ausrichtung erteilen zu müssen. Bevor der nächste Trainer dran glauben muss, muss Reschke weg.

Dass der VfB nicht schon tiefer im Abstiegs-Schlamassel steckt, hat man einzig und allein der Unfähigkeit vom 1. FC Nürnberg und von Hannover 96 zu verdanken. Dank derer halte ich den direkten Abstieg noch immer für fast ausgeschlossen, so dass die Chancen auf den Klassenerhalt nach wie vor gut sind.

Zudem ist es auch noch verfrüht für Panikmache nach gerade einem Rückrundenspiel, wenngleich natürlich die Alarmglocken schrillen müssen und man keine Spiele mehr zum Verschenken hat.

Den Auftakt haben wir in den Sand gesetzt, jetzt gilt es, in München an sich zu glauben und seine Chance zu suchen. Dass die Bayern defensiv verwundbar sind, hat man des Öfteren im Laufe dieser Saison gesehen, warum sollte der VfB nicht jetzt damit anfangen, auch mal gegen einen Großen zu punkten. 14 Punkte sind erbärmlich, zwei Niederlagen gegen Mainz ebenso, gerade deshalb müssen die Protagonisten nach München fahren, um sich dort die verlorenen Punkte zurückzuholen.

Wenn wir dann am Sonntagabend nach Hause fahren und das Gefühl dabei haben, die Mannschaft habe alles versucht und wurde eben von den Bayern niedergerungen, könnte man darauf aufbauen. Mit Darbietungen jedoch, wie wir sie in der Saison zuhauf gesehen haben, ist jedoch das Schlimmste zu befürchten. Daher sind gerade jetzt Charakterköpfe gefragt und keine Schisser, ich hoffe, Weinzierl findet überhaupt welche!

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14. Januar 2019

Hoffnungsträger Weinzierl

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 13:47

Gerade einmal vier Wochen nach dem unterirdischen Auftritt gegen Schalke 04 erwartet der VfB am kommenden Samstag den Tabellenzwölften aus Mainz.

Selten kam mir eine Pause gelegener als diese, quasi noch nie, war sie mir gar zu kurz, wie es dieses Mal der Fall ist. Noch habe ich keine richtige Lust auf das ewig gleiche planlose Gewürge, welches beim VfB noch immer der Sportart Fußball zugerechnet wird.

Meine Grundstimmung nach fast vier Wochen ohne Niederlage ist schon mal besser, wenngleich ich, sagen wir es mal so, gedämpft optimistisch an die ersten Spiele nach der Winterpause gehe.

Trainingslager, aus denen eine entspannte lockere Atmosphäre und gute Stimmung nach Hause transportiert wurden, hatten wir schließlich schon mehr als genug, als dass ich mich davon blenden lassen würde. Entscheidend ist Samstag 15 Uhr 30 auf dem Platz, da MUSS bereits gewonnen werden, um die Initialzündung zu schaffen und Selbstvertrauen zu tanken. Dies möglichst auch noch in überzeugender Manier, um erhobenen Hauptes nach München zu fahren und nicht, wie beim Hinspiel geschehen, schon im Vorfeld die weiße Fahne zu hissen und den Bayern den Sieg zu schenken.

Mit ordentlichen Auftritten zu Beginn kann sie geschafft werden, die Wende, warten danach doch mit Freiburg, Düsseldorf und kurze Zeit später Hannover 96 Teams, die man eigentlich hinter sich lassen sollte. Vertröstet man uns jedoch nach Punktverlusten gegen Mainz und München weiter damit, wie lang denn die Saison noch sei, wäre das der Anfang vom Ende, denn, in erster Linie muss der VfB Vertrauen in seine eigene Stärke gewinnen, womit automatisch fahrige Leichtsinnsfehler minimiert werden.

Diese, Pech an der einen oder anderen Stelle und fatale Fehleinschätzungen der sportlichen Leitung zu Beginn der Saison brachten uns erst in diese missliche Lage.

Der nicht kompensierte Abgang von Daniel Ginczek und, nicht nur was ihn betrifft, das Abgeben von Mentalitätsspielern, die dem Mannschafts- und Leistungsklima gut taten, sind zunächst zu nennen. Des Weiteren wurde in Gonzalo Castro ein vermeintlicher Führungsspieler geholt, der weit über den Zenit ist und sich seinen Führungsanspruch angesichts seines derzeitigen Leistungsvermögens und dem Gusto der bisherigen Platzhirsche von vornherein abschminken konnte. Die Zeiten der Standfußballer sind längst vorbei, wann kapieren das die Verantwortlichen beim VfB endlich?

Mit Holger Badstuber verlängerte man den Vertrag um drei Jahre, was ich sehr begrüßte, war er doch ein wichtiger Baustein in der so gegentorarmen Rückrunde. Auch er erhebt den Anspruch Führungsspieler zu sein und beißt sich an der in Stein gemeißelten Hierarchie die Zähne aus.

Die Meister von 2007, Beck, Gomez, Gentner, dazu Dennis Aogo, haben, so zumindest mein Eindruck von außen, überhaupt kein Interesse, dass da jemand größer zu werden droht, als sie es sind, so dass wir Fans uns die Hoffnungen wohl abschminken dürfen, dass sich etwas Grundsätzliches ändert, ehe nicht die eine oder andere Karriere (endlich) zu Ende ist.

Badstuber ließ man zu Beginn auf dem Platz alleine bzw. schickte ihn in Laufduelle, in denen er zum Scheitern verurteilt war, so dass er fortan nicht mehr auf die Beine kam. Stimmt es dann in der Mannschaft nicht, ist jeder in erster Linie mit sich selbst beschäftigt anstatt einem Spieler mit angeknackstem Selbstbewusstsein wieder auf die Beine zu helfen, ist es nach einem solch missratenen Start schwer, wieder in die Spur zu finden.

Offensichtlich wurde Badstubers Vertrag nur verlängert, weil man bereits im Sommer mit dem Abgang des Weltmeisters Benjamin Pavard rechnete. Ein millionenschwerer Irrtum, der so manches Unternehmen die Existenz kosten würde, während ein Reschke weiterhin fröhlich das Geld des VfB auf den Kopf hauen darf. Diese Fehleinschätzung katapultierte beide Spieler in eine Lose-Lose-Situation.

Pavard zerbrach an den Erwartungen an einen Weltmeister, die für einen jungen Spieler nicht angebracht waren. In einem funktionierenden und stabilen Korsett hätte er herausstechen können, nicht jedoch in einem Team, in dem die vermeintlichen Führungsspieler keine Verantwortung übernehmen und selbst nur Mitläufer sind. Im Nachhinein war es sicher ein Fehler, Pavard nicht schon im Sommer nach München zu verkaufen.

Seit einigen Tagen nun steht sein Wechsel nach München endgültig fest. Schade, dass er noch verletzt ausfällt, für alle Seiten wäre ein sofortiger Vereinswechsel wohl die beste Lösung. Da kann man fast darauf hoffen (auch wenn ich im Grunde niemandem eine Verletzung wünsche…), dass noch im Januar ein Bayern-Verteidiger längerfristig ausfällt und die Nordösterreicher Handlungsbedarf bekommen!
In der Innenverteidigung sind wir mit Baumgartl und Kempf ordentlich besetzt, dahinter lauern der Youngster Aidonis und Holger Badstuber, sowie ab Sommer wieder Kaminski.

Dass ein Michael Reschke an vorderster Front nicht vermittelbar ist, unterstrich er dieser Tage einmal mehr. Völlig ohne Not plapperte er heraus, dass man, sofern Badstuber oder sein Berater auf den VfB zukämen, Gesprächsbereitschaft über einen sofortigen Wechsel signalisieren würde. Selbst wenn dem so sei, damit drückt man den Preis, schafft eine schlechte Atmosphäre mit dem Spieler, heizt das brodelnde Umfeld unnötig selbst noch auf und läuft zudem Gefahr, dass ein Wechsel letzten Endes alternativlos ist und man trotz Abgang weiterhin einen Großteil seines üppigen Gehaltes stemmen muss. Derweil ruderte Reschke in dieser Personalie gleich wieder zurück, was mich immer mehr an der Zurechnungsfähigkeit der rheinischen Frohnatur zweifeln lässt.

Mich stört ungemein, wie auch von Fanseite mit Holger Badstuber umgegangen wird. Er ist ein ehrgeiziger Spieler, wie er jedem Team eigentlich gut tun sollte, weshalb er beim VfB derart ins Abseits geraten ist, kann ich nur schwer nachvollziehen, zumal er nicht der einzige ist, dem im Verlauf der Vorrunde amateurhafte Fehler unterlaufen sind. Allein die Tatsache, dass er von einem Championsleague-Club träumte, um beim VfB zu landen, kann es doch nicht sein. Ein Spieler, der etwas erreichen möchte und für den Stillstand Rückschritt bedeutet, ist mir doch tausend Mal lieber, als ein Anderer, der es sich in der Wohlfühloase schön eingerichtet hat und in beinahe zehn Jahren nicht ein einziges Mal Begehrlichkeiten anderer Vereine geweckt hat. Finde den Fehler, neige ich da zu sagen.

Einige Baustellen sind also geblieben, andere behoben. Das Lazarett hat sich gelichtet, so dass Markus Weinzierl deutlich mehr Alternativen zur Verfügung stehen, als er sie seit seinem Amtsantritt hatte. Weinzierl wirkt sehr engagiert und motiviert und gerade so, als dass seine eigentliche Arbeit erst mit dem Trainingsauftakt Anfang Januar begonnen habe. Das lasse ich sogar gelten, nachdem er einen unausgewogenen, verunsicherten, verletzungsgebeutelten und zudem mit Fitnessdefiziten gespickten Kader übernommen hat, der ihm kaum Möglichkeiten bot, im laufenden Spielbetrieb Grundsätzliches zu verändern und an den (unzähligen) Schwachstellen zu arbeiten.

Weinzierls Ansätze gefallen mir. Der Konkurrenzkampf wird neu entfacht (hoffentlich auf ALLEN Positionen), die Spieler werden mehr in die Pflicht genommen und er arbeitet daran, dass unser Spiel schneller, ansehnlicher und nicht zuletzt erfolgreicher wird.

Die bisher feststehenden Neuzugänge, Alexander Esswein und Steven Zuber, sollen für „sein“ Spiel wichtige Mosaiksteine sein. Wie es um die Stimmung im „schwierigen Umfeld“ und um das Vertrauen in die Arbeit von Michael Reschke bestellt ist, offenbarte sich am Shitstorm, der nach der Verpflichtung Essweins, der in der Hinrunde nur für die Hertha-Amateure aufgelaufen ist, sich Bahn brach. Auch ich musste im ersten Augenblick schmunzeln, weil so mancher Hochkaräter als Verstärkung gehandelt wurde, und es dann „nur“ Esswein wurde.

Bei näherer Betrachtung und weil ich dem Sachverstand und der Menschenkenntnis von Markus Weinzierl vertraue, finde ich diesen Zugang nicht einmal so verkehrt. Esswein galt lange als hoffnungsvolles Talent und hatte seine beste Zeit unter Markus Weinzierl beim FC Augsburg.

Weinzierl weiß, was er an Esswein hat und traut es ihm zu, Schnelligkeit und Wucht in unser Spiel zu tragen, Attribute, die wir dringend benötigen. Dass ein Spieler bei einem Trainer mal außen vor ist, wie Esswein bei Pal Dardai, kommt in den besten Vereinen vor und sagt nicht zwingend etwas über das Leistungsvermögen aus, wenn man nicht weiß, was zwischenmenschlich zwischen beiden vorgefallen war. Esswein wird Weinzierl das Vertrauen, das er ihm schenkt, zurückzahlen wollen. Wenn er dann noch, wie kolportiert wird, ein Mentalitätsspieler ist, kann er sich schnell in die Herzen des schwierigen Umfelds spielen.

Steven Zuber könnte das Pendant Essweins auf der linken Seite werden. Der dynamische Linksfuß und wohl beste Techniker im Schweizer Nationalteam ist sehr schnell, so dass auch er kurzfristig weiterhelfen dürfte, wenn denn seine „leichte“ Kapselverletzung wirklich eine leichte ist und er möglichst schon spätestens in München zur Verfügung steht.

Diese Leihe ohne Kaufoption untermauert freilich den Eindruck, dass es in dieser Saison lediglich noch ums Verhindern geht und nicht darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln.

Fürs erste setzt Weinzierl auf die Achse Zieler, Kempf, Aogo, Gentner, Gomez, was hoffentlich nicht fünf Stammplatzgarantien gleich kommt. Das sollte eher einem Vertrauensvorschuss mit der Erwartung, dass die Genannten mehr Verantwortung übernehmen, gleichgesetzt sein.

Eine Achse ist in jedem Team wichtig, so dass ich hoffe, auch wenn man über den einen oder anderen Namen streiten kann, dass diese funktioniert und dem Team die nötige Stabilität verleiht.
Unter der fehlenden Stabilität hatten vor allem unsere jungen hochgehandelten Talente zu leiden, weil jeder vermeintliche Leistungsträger mehr mit sich selbst zu tun hatte, anstatt den Youngstern Halt geben zu können.

Maffeo und Borna Sosa bspw. traue ich es zu, den arrivierten Beck und Insúa Feuer unterm Hintern zu machen und auch Pavard würde eher zu alter Stärke zurückfinden, wenn es in der Mannschaft wieder besser läuft. Nicolás González, wegen seines Einsatzwillens für mich noch einer der wenigen Lichtblicke der Vorrunde, dürfte einen weiteren Schub bekommen, sollte Didavi endlich beschwerdefrei sein und unser Spiel, nicht zuletzt durch die Neuzugänge, offensiv variabler und damit unberechenbarer werden.

Dennoch hoffe ich, dass im Winter noch ein Stürmer zu uns stoßen wird, in erster Linie deshalb, weil ich es für grob fahrlässig hielte, unsere einzigen Hoffnungen auf Tore in den 33-jährigen Mario Gomez zu setzen. Auch ein Backup für Didavi stünde uns gut zu Gesicht, Berkay Özcan traue ich diese Rolle noch nicht zu.

Dass unter Weinzierl eine neue Zeitrechnung begonnen hat sieht man nicht nur daran, dass Donis für wiederholte Undiszipliniertheiten öffentlichkeitswirksam sanktioniert wurde, sondern auch daran, dass endlich wieder ein Trainer da ist, der den Unterbau nicht nur in den höchsten Tönen lobt, sondern auch die jungen Wilden zu befördern bereit ist, wenn er sie reif für höhere Aufgaben sieht.

Ganz so schwarz sehe ich also nicht und hoffe, dass Weinzierl sich nicht verbiegen lässt. Wenn er es ist, der sich an uralte Erbhöfe wagt und den seit Jahren nötigen Umbruch vollzieht, wird er bei mir wohl für immer einen Stein im Brett haben. Dazu wünsche ich ihm das nötige Glück und dem Umfeld Geduld. Bei der „Konkurrenz“ sehe ich uns nach wie vor als nicht sehr abstiegsgefährdet an, weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass wir eine ähnlich verkorkste Rückrunde spielen werden.

Nürnberg, Düsseldorf und die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem deftigen Punktabzug betroffenen Hannoveraner sollte man mindestens hinter sich lassen können, so dass das größte Unheil wohl abgewendet werden kann.

Wie ihr seht, ich gehe vorsichtig optimistisch in die Rückrunde und hoffe, dass ich mir die Winterpause nicht bereits am Samstagabend wieder zurücksehne. Wie immer nach einer Vorbereitung versuche ich mit Vorfreude, Optimismus, Vertrauen ins Trainerteam und einigermaßen unvoreingenommen heranzugehen und habe vor allem die Hoffnung, dass endlich der Weinzierl-Effekt eintritt und der Fußball ansehnlicher wird. Niemand erwartet Siege in Serie, ein Team, das aufopferungsvoll kämpft und sichtlich zusammenhält, würde mir fürs Erste schon reichen. Ist das denn zu viel verlangt?

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