9. April 2010

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC: Es kommt auf jeden Punkt an

Zwei Wochen nach dem Coup beim Liga-Primus FC Bayern will der VfB Stuttgart seinen Ansturm auf die Euro-League- Plätze auch bei Schlusslicht Hertha BSC Berlin nicht stoppen lassen. “Wir wollen weiter an unserer Auswärtsbilanz arbeiten”, kündigte VfB- Trainer Christian Gross zwei Tage vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr) an. Denn bei ihrer Aufholjagd gilt für die beste Rückrunden- Mannschaft der Fußball-Bundesliga auch nach drei Siegen hintereinander streng die Devise: Bloß nicht lockerlassen! Schließlich wäre im Kopf-an-Kopf-Rennen des Quartetts Hamburger SV (45 Punkte), VfB Stuttgart (44), Eintracht Frankfurt (44) und VfL Wolfsburg (43) um den wahrscheinlich für die Europa-League reichenden sechsten Rang schon ein Remis ein Rückschlag. “Das ist fast schon wie in der Sauna, so eng sitzt man da beieinander”, meinte VfB- Sportvorstand Horst Heldt. “Aber es ist klar, dass wir dieses Ziel haben, alle oder möglichst viele Spiele noch zu gewinnen. Und wenn wir das schaffen, haben wir sicherlich noch eine Möglichkeit.”

In Berlin richten sich die Schwaben trotz Herthas 18. Tabellenplatz auf einen Härtetest ein. “Wir treffen auf einen Gegner, der sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg wehrt. Und das versuchen sie spielerisch zu lösen, stehen aber trotzdem sehr kompakt. Da werden wir aufs Äußerste gefordert”, warnte Gross. Auch Heldt hält den Neunten der Rückrunden-Tabelle längst nicht nur wegen des jüngsten 3:0-Ausrufezeichens in Köln für gefährlich. “Sie haben in der Rückrunde die wenigsten Gegentore. Das ist eine Mannschaft, die in der Lage ist, jeden Gegner zu schlagen – auch uns. Wir müssen höllisch aufpassen”, sagte der 40-Jährige. Kaum Hoffnung hat der Tabellen-Siebte auf ein Comeback seines mit Adduktorenproblemen kämpfenden Mittelfeld-Antreibers Alexander Hleb. “Es sieht so aus, dass bei Alex noch nichts geht”, sagte Gross. Auch Nationalspieler Sami Khedira wird nach seiner Knieverletzung trotz großer Fortschritte wohl weiter fehlen.

Für den Platz neben Matthieu Delpierre in der Innenverteidigung legte sich Gross trotz seines Fehlers beim 2:1 gegen Mönchengladbach auf Serdar Tasci (“Er hat mein Vertrauen”) fest, Georg Niedermeier bleibt auf der Bank. Cacau steht nach verbüßter Gelbsperre als Alternative im Angriff bereit. Dass wegen der Ausschreitungen von Hertha-Anhängern gegen Nürnberg wie vom DFB-Sportgericht festgelegt maximal 25.000 Zuschauer im Olympiastadion sein werden, betrachten die VfB-Verantwortlichen eher als Vorteil. “Natürlich spielt jeder lieber vor einem ausverkauften Stadion, aber so können sich unsere mitgereisten Fans mehr in den Vordergrund singen”, meinte Heldt, der auch die Durststrecke von zwölf sieglosen Spielen in Berlin seit der Saison 1990/91 nicht als Handicap sieht: “Wir hatten auch in München lange nicht gewonnen und jetzt wird es Zeit, auch mal wieder in Berlin zu gewinnen.”

(STZ 8.4.10)

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