3. Juni 2010

Vertrag perfekt: Cristian Molinaro bleibt beim VfB

Jetzt ist es endlich amtlich: Der VfB Stuttgart stattet Cristian Molinaro mit einem Vierjahresvertrag aus, der bisher nur ausgeliehene Italiener wechselt also endgültig von Juventus Turin zu den Roten.

Für den VfB ist das eine richtig gute Sache, weil Molinaro seit seiner Ankunft im Januar nicht nur überzeugte, sondern sich zum vielleicht besten Linksverteidiger in der Bundesliga entwickelt hat. Und nun, wo er schon mal dableibt, sollte sich vielleicht die Stadt Stuttgart überlegen, ob im Ressort Marketing nicht noch eine Stelle für den Italiener einzurichten wäre.

Denn wenn der über die Gründe für seinen Verbleib in Stuttgart redet, kommt das einer astreinen Werbekampagne für die Landeshauptstadt recht nahe. “Die Stadt ist schön und lebenswert”, sagt Molinaro und preist auch gleich noch den Menschenschlag vor Ort: “Ich habe auch außerhalb der Kabine viele Freundschaften schließen können.”

Molinaro also war mit dem halben Jahr in Stuttgart mehr als zufrieden (“Die Bundesliga ist spektakulär”), der VfB war mit seinem Abwehrspieler mehr als zufrieden, und es stand im Grunde kurz nach Ende der Saison am 8. Mai fest, dass die Roten von ihrer Option Gebrauch machen würden, den Italiener fest zu verpflichten. Dass es dennoch bis gestern dauerte, bis der VfB den Deal unter Dach und Fach brachte, war also eher den Gesetzmäßigkeiten der Branche zuzuschreiben als echter Sorge, der Transfer könnte noch platzen.

Die VfB-Manager Horst Heldt und Jochen Schneider verhandelten über Zahlungsmodalitäten und gaben ihr Bestes, um den vereinbarten Kaufpreis von rund vier Millionen Euro noch zu drücken – ohne Erfolg. Dafür spielte Cristian Molinaro vermutlich einfach zu gut, und die Turiner waren plötzlich sogar an einer Rückkehr Molinaros interessiert.

Doch das, beteuern Spieler, Berater und Verein, sei nie ein Thema gewesen. Nun sagt Jochen Schneider: “Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Cristian langfristig an uns binden konnten. Es ist nicht selbstverständlich, einen Topspieler von Juventus Turin in die Bundesliga zu holen.”

Das hat nun also geklappt. Dadurch allerdings ist auch der finanzielle Spielraum für Neuverpflichtungen so gut wie dahin. Schließlich belasten auch die bereits feststehenden Neuen Christian Gentner, Martin Harnik und Marc Ziegler das Budget, und die Verhandlungen mit potenziellen Interessenten für VfB-Spieler haben noch zu keiner Einigung geführt.

Der 1. FC Köln will die rund eine Million Ablösesumme für Martin Lanig bislang ebenso wenig zahlen wie Hannover 96 denselben Betrag für Elson. Die Niedersachsen schauen sich vielmehr bereits nach einer Alternative um: Der Schalker Jan Moravek ist ein heißer Kandidat. An dem zuletzt vom VfB an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehenen Georges Mandjeck haben die französischen Clubs AS St. Etienne und Stade Rennes Interesse angemeldet, konkret ist aber auch hier noch nichts. Da Mandjeck mit der Nationalmannschaft Kameruns nun die WM bestreitet, wird sich diese Personalie wohl auch nicht kurzfristig klären.

(STN 2.6.10)

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