1. Dezember 2013

Zeit für Klartext!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , – Franky @ 17:52

Heute ist wieder so ein „Day Ater“, an dem man sich fragt, wofür man sich das antut. Zeit und Geld opfert für einen Haufen verhätschelter Millionäre, denen Sämtliches abgenommen wird, um sich vollends auf ihren Job als Fußballprofi konzentrieren zu können. Die in 5-Sterne-Hotels absteigen und sich luxuriös von A nach B chauffieren zu lassen. Für die alles getan wird, um so abgeschottet wie möglich in ihrer Traumwelt weiter zu leben und sich nicht der aufgebrachten Öffentlichkeit stellen zu müssen. Nach Spielen wie dem gestrigen wünschte man sich, dass die Spieler bei der Rückfahrt auf die zahlreichen Fanbusse oder den Fanzug aufgeteilt werden, um den Fans, die sie bezahlen, Rede und Antwort zu stehen und nur ein bisschen von dem mitbekommen, was die Leute auf sich nehmen, um sich hinterher abermals über einen indiskutablen Auftritt aufregen zu müssen.

Ich war, wie meistens, mit der Truppe vom RWS Berkheim unterwegs. Erfreulicherweise hatten wir gestern überhaupt keinen Stau oder gar eine Panne zu beklagen, so dass wir den etwa 500 Meter von der Veltins-Arena entfernten Gästebusparkplatz schon gegen 16 Uhr erreichten. Da noch genügend Zeit bis zum Spielbeginn um 18.30 Uhr war, tranken wir noch ein paar Stuttgarter Biere am Bus und trafen viele Bekannte, die nach und nach eintrudelten.

Wen man auch traf und wen man auch fragte, was von dem bevorstehenden Kick zu erwarten wäre, die Antwort ging stets in dieselbe Richtung: Wundertüte VfB, von einer Klatsche bis zu einem grandiosen Auswärtssieg lag alles im Bereich des Vorstellbaren. Mein Gefühl war ähnlich, auch wenn ich spätestens nach der emotionslosen Heimniederlage gegen Mönchengladbach den Glauben ans Team (fast) gänzlich verloren hatte. Zu ernüchtert war ich im fernen Glasgow, die Hilflosigkeit, gepaart mit stümperhaften Aussetzern, mit ansehen zu müssen.

Etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn machten wir uns dann auf den Weg in die Turnhalle. An einer Abzweigung dann trennten sich unsere Wege. Ich hatte mich wieder für den Block U, neben und unterhalb unseres Gästeblockes gelegen, entschieden. Von hier aus hatte ich schon gute Bilder machen können, außerdem ist man sehr nah am Geschehen dran, ein Aspekt, der bei meiner mehr und mehr aufkommenden Kurzsichtigkeit immer mehr von Bedeutung werden dürfte. Leider lag mein Platz dieses Mal direkt unterhalb unseres Blockes, so dass gute Bilder davon nur möglich waren, wenn ich vom Treppenaufgang aus fotografierte. Dies war leider immer nur sporadisch möglich, weil mich sehr eifrige Ordner sogleich an „meiner Arbeit“ hinderten. Zudem lag der Platz auch sonst ungünstig, weil etwa 20 Plätze nach innen eingerückt und ich doch das eine oder mal raus musste, was zum einen dem Bierkonsum auf der Fahrt und dem Parkplatz geschuldet war, zum anderen aber auch der Darbietung auf dem Rasen, die mich dazu nötigte mir eine Knappenkarte zuzulegen und meinen Frust mit dem einen oder anderen Veltins zu ertränken.  Der Block U ist ein gemischter Block, teils aus dem VfB-Kontingent, teils aus dem der Schalker, so dass die unmittelbare Umgebung schwer zu ertragen und es ratsam ist, Scheuklappen aufzuziehen und sich nicht provoziert zu fühlen bzw. provozieren zu lassen.

Nachdem ich die diversen königsblauen Vereinslieder über mich ergehen lassen hatte, ging es auch schon rein ins Spiel.

Schalke war die Verunsicherung nach zwei dürftigen Remis in Folge und dass sie nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzten anzumerken. Dazu plagt sie großes Verletzungspech, unter anderem musste auch unser ehemaliger Meister-Torwart Timo Hildebrand die Segel streichen. Dafür war Kevin-Prince Boateng wieder mit von der Partie, der hochkarätige Last-Minute-Einkauf der hochverschuldeten Schalker. Von einem solch millionenschweren Transfer werden wir wohl noch einige Jahre träumen müssen, aber das sind die Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Nicht von ungefähr dümpelt der AC Mailand seit seinem Abgang in nicht gewohnten Tabellenregionen in Italien herum. Gut, es wird gemunkelt, Schalke hätte ihn nur bekommen, weil er angeschlagen war und ihm jederzeit eine lange Pause drohen könnte. Bislang aber schlägt er sich wacker. Auch wenn, wie gestern gesehen, nicht zu hundert Prozent fit, strahlt er eine unglaubliche Präsenz aus und lenkt automatisch Aufmerksamkeit auf sich, wodurch naturgemäß Räume für die Mitspieler entstehen. Ich finde, er hat sein Bad-Boy-Image, mit dem er spätestens abgestempelt war, nachdem er Michael Ballack aus der WM 2010 getreten hatte, aufpoliert.

Im Grunde war der Spielbeginn aus Sicht des VfB ein Spiegelbild des Gladbach-Spiels. Man begann einigermaßen gefällig, war auf Ballbesitz aus, es fehlte jedoch an der Konsequenz im Spiel nach vorne. Durch unnötige Ballverluste wurden die Schalker immer mehr dazu eingeladen, selbst initiativer zu werden, was sie auch taten. Trotzdem hätte der VfB nach einer halben Stunde durch Timo Werner in Führung gehen müssen, als dieser nach Zuspiel von Maxim zwei Schalker wie Slalomstangen stehen ließ und nur haarscharf das 0:1 verfehlte. Fast im Gegenzug dann kassierte man dann 1:0 durch Farfan, als Ulreich nur ins eigene Tor abklatschen konnte. Für mich sah der Schuss nicht unhaltbar aus, so dass dies meiner Meinung weitere Nahrung gibt, dass Ulreich für höhere Weihen absolut untauglich ist. Nicht nur das, langsam stelle ich mir auch die Frage, ob es in unserem „Torhüter-Ausbildungsverein“ auf Dauer nicht einen besseren gibt als Ulle, der zweifellos DIE Integrationsfigur darstellt in einer Zeit des Söldnertums, sich andererseits aber sportlich allzu selten deutlich von seinen Vorderleuten abhebt. An seinen Schwächen in der Strafraumbeherrschung hat er zwar erfolgreich gearbeitet in den letzten Jahren, seine Spieleröffnung aber ist und bleibt eine einzige Katastrophe. Wie oft schickt er wild fuchtelnd seine Mannen nach vorne, um dann doch dem ersten Abwehrspieler den Ball zuzurollen. Dieser schiebt den Ball ein, zwei Mal quer, um dann, auch weil sich keiner unserer Doppel-Sechs anbietet, wieder zurück zu Ulreich spielen. Dieses langweilige Spielchen wiederholt sich pro Match gefühlte fünfzig Mal, so dass man als Zuschauer entweder am verzweifeln ist oder dagegen ankämpfen muss einzuschlafen. Vor Jahrzehnten noch hätte man womöglich einfach die Sportart gewechselt, weil das auf Dauer schwer zu ertragen ist, im Medienzeitalter aber, wo man durch Internet und Fernsehen von Spielen aus aller Welt überfüttert wird, kann man ja andernorts bewundern, wie schön die Sportart Fußball eigentlich sein kann, so dass auch hier die Hoffnung auf Besserung zuletzt stirbt.

Hoffnung auf Besserung ja! Allerdings, nicht in dieser Saison, nicht mit diesem Team. Wir haben ganz wenige Hoffnungsschimmer wie Rüdiger, der allerdings seine Nerven besser in den Griff bekommen muss, Alexandru Maxim und auch Timo Werner. Es steht allerdings zu befürchten, dass diese Spieler nicht zu halten sein werden, wenn auf dem Wasen nicht bald Besserung einkehrt. Der Unmut im Umfeld wächst, die Mannschaft ist dabei, wie zu schlechtesten „Bruno-Zeiten“, das Stadion leer zu spielen. Die wenigen, die noch kommen, möchten wenigstens durch Einsatz und Leidenschaft entschädigt werden, wenn schon die Leistungen dürftig bis nicht vorhanden sind. Doch selbst die für einen Profi eigentlich selbstverständlichen Tugenden sieht man derzeit nicht in Ansätzen. Gestern war, wie schon gegen Gladbach, überhaupt kein Aufbäumen zu erkennen, kein Plan B, wenn der Gegner einmal in Führung liegt, es war keiner zu sehen, der das Team führen könnte. Selbst die erfahrenen Spieler wie Niedermeier, Kvist, Gentner, Ibisevic, allesamt ergeben sie sich in das Schicksal und fallen höchstens durch dämliche Fouls und Reklamierens von noch so klarer Situationen auf. Hierbei wird ihre offensichtlich vorhandene Energie verschwendet. Dieses hilflose Lamentieren sollte ihnen schnellstmöglich ausgetrieben werden, da ist Thomas Schneider gefordert. Noch kann ich seine Arbeit schwer einschätzen, noch hat er den fragwürdigen Bonus, wie die Jungfrau zum Kinde zum Bruno-Nachfolger geworden zu sein. Als Verwalter etlicher Missstände, die Bobic durch die unnötige Vertragsverlängerung mit Labbadia zu verantworten hat. So lang ein Trainer weder an der Kader-Zusammenstellung mitwirken durfte, noch eine Vorbereitung nach seinen Vorstellungen durchziehen konnte, ist er schwer zu bewerten. Dennoch kann ich einige Personalentscheidungen nicht ganz nachvollziehen. Ich fand, Haggui macht während der Absenz von Antonio Rüdiger einen guten Job, daher hätte ich ihn im Team und lieber Schorsch Niedermeier draußen gelassen. Hier kann durchaus eine Rolle spielen, dass Niedermeier ein gutes Standing im Team hat und er sich nicht klaglos auf die Bank setzen würde. Dies dürfte allerdings einen „starken“ Trainer nicht interessieren. Auch das lange Festhalten an William Kvist halte ich für einen Fehler. So ungerecht ich es von Labbadia fand, Kvist komplett fallen zu lassen, geht mir jetzt das lange Festhalten an ihm gegen den Strich. Mit Gentner zusammen, der für mich gestern die Hauptschuld an den ersten beiden Gegentoren trug, DIE Schwachstelle im Team. Jede Woche erhalten wir Anschauungsunterricht vom Gegner, was für Spielertypen im Zentrum gefragt sind, wir haben sie nicht. Gentner sähe ich wie zu Wolfsburger Zeiten eher auf der linken Außenbahn denn im Zentrum, Leitner dafür zentral und nicht, wie gegen Gladbach aufgestellt, als rechten Außenbahnspieler. Außerdem rächt es sich nun, dass wir keine Alternative (oder einen geeigneten Nebenmann) für Ibisevic haben. Dieser ist meist auf sich allein gestellt, bekommt kaum brauchbare Bälle, weil es im Team nicht läuft, und fällt somit nur durch Nickligkeiten auf, so dass man immer etwas Angst um ihn haben muss, dass er nicht vom Platz fliegt. Dazu scheint er momentan auch nicht mit dem besten Selbstvertrauen ausgestattet zu sein, hatte er gestern in der ersten Halbzeit zwei Situationen, in denen er abziehen hätte können, sich stattdessen aber verzettelte.

Das waren zwar keine Großchancen, manchmal hilft es aber trotzdem einfach einmal den Ball in Richtung gegnerisches Gehäuse zu bugsieren. So ein Ball könnte ja auch einmal „unglücklich“ abgefälscht werden oder zu einem Abstaubertor einladen. Wenn man aber nicht aufs Tor schießt, kann im Normalfall auch keines fallen. Auch das ist ein großes Problem des VfB, nicht erst seit gestern, schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Die Spiele plätschern so dahin, viel Mittelfeld- und Abwehrgeschiebe, wenig Drang in Richtung Tor und wenn, wollen sie den Ball lieber hineintragen oder versuchen es mit Alibischüsschen a` la Traore´. Es krankt bei uns am Aufbauspiel, ob vom Torwart, den Innenverteidigern, den Sechsern. Da kommt überhaupt nichts, bezeichnend, dass gegen Gladbach Maxim den Libero geben und sich die Bälle am eigenen Strafraum holen musste.

Nach zwei 0:3-Niederlagen in Folge sehe ich uns einmal mehr am Nullpunkt und wüsste nicht, was mich optimistisch stimmen könnte. Vielleicht springt noch ein Heimsieg gegen Hannover 96 heraus, in Wolfsburg und gegen die Bayern wird einzig die Höhe der Niederlage interessieren.

Dann beenden wir die Vorrunde mit bestenfalls 19 Punkten, was der Bilanz eines Abstiegskandidaten gleich kommt. Wir können froh sein, dass Mannschaften wie Braunschweig und Nürnberg noch bedeutend schlechter punkten als wir, doch wehe, nur einer der beiden schafft es den Bock umzustoßen…

So leid es mir für Schneider tut, sollte dieses leblose Gewürge auf dem Rasen auch zu Beginn der Rückrunde fortgesetzt werden, bin ich mir sicher, dass er die Saison als VfB-Trainer nicht überstehen wird. Spätestens dann aber muss auch Fredi Bobic hinterfragt werden, der in letzter Zeit kein glückliches Händchen bei Transfers mehr hatte. Ich vermisse schon seit längerem eine klare Linie. Im Sommer wurde der Kader weiter aufgebläht, mehr mit Masse denn mit Klasse. Letzten Winter noch rühmt man sich damit, Spieler wie Benedikt Röcker von den Amas zu den Profis hochgezogen zu haben, jetzt liest man, dass er auf der Abschussliste stehe. Klar, Röcker hat in Mainz und gegen Rijeka nicht die beste Figur abgegeben. Aber, in einer Trümmertruppe, wo jeder mit sich selbst am meisten beschäftigt ist und keiner dem Anderen hilft, ist es für einen jungen Spieler, erst recht für einen Abwehrspieler als Glied der Viererkette, schwer sich einzufinden. Bei den Amas fand ich ihn immer recht sicher und auch torgefährlich bei eigenen Standards. Da gäbe es ganz andere Kandidaten, die man an seiner Stelle abgeben müsste.

Wie zu lesen war, wird sich die VfB-Führungscrew im Dezember zu einer Klausur ins Tannheimer Tal zurückziehen. Ich hoffe, dass hier jeder einzelne Verantwortungsträger hinterfragt wird und eine vielversprechende Strategie für die Zukunft präsentiert werden kann. Diese fehlt schon seit längerem, ich könnte derzeit nicht sagen, wofür der VfB steht, außer für Tradition. Für die können wir uns aber nichts kaufen, es braucht tragfähige Konzepte für die Zukunft, damit wir auch einmal wieder eine Saison erleben dürfen, die Spaß macht und nicht unter dem Deckmantel „Übergangssaison“ abzuhaken ist.

Bei dieser Klausurtagung wird sich auch unser mittlerweile nicht mehr ganz so neuer Präsident zeigen. Ich hatte in seine Inthronisierung große Hoffnungen, nehme ihn jedoch bis hier hin überhaupt nicht wahr! Gut, es ist sicher nicht immer förderlich, wenn ein Präsident in Franz-Beckenbauer-Manier süffisant das Tagesgeschehen kommentiert. Andererseits, zu Zeiten eines Gerhard Mayer-Vorfelder auf dem Chefsessel hätte es das nicht gegeben, dass ein Manager mächtiger als der Präsident daher kommt und schon gar nicht, dass das Vereinsgeschehen so leblos an einem vorüber plätschert, man von einer Pleite in die nächste schlittert und sich keiner dazu äußert oder versucht wachzurütteln. Die Statements von Bobic nach den Spielen könnte man sich dagegen schenken. Langsam habe ich den Eindruck von der Bank aus gäbe es eine grundlegend andere Sicht aufs Geschehen als von der Tribüne aus. Es ist die Zeit für Klartext gekommen, ich dachte die Weichspüler-Analysen aus der Labbadia-Ära gehörten der Vergangenheit an.

Wir benötigen meiner Meinung nach jetzt eine Führung, die das gesamte Team auch einmal in den Allerwertesten tritt und nicht immer nur Nuancen sieht, die schlecht gelaufen sind. Gestern wurde einmal mehr eine aus Fanansicht indiskutable Vorstellung abgeliefert, die von sämtlichen Beteiligten schön geredet wurde, von guten Dingen, die man gesehen hätte, von mangelnder Konsequenz, usw., usf. Platituden, die man sicherlich einmal gelten lassen könnte, nach der x-ten Niederlage nach demselben Muster aber muss hier deutlich mehr Selbstkritik an den Tag gelegt werden. Ein MV fror seinerseits schon mal die Punktprämien ein oder lud die Mannschaft zum „Beisammensein“ in seinen Weinkeller (vor). Eine teambildende Maßnahme, die öfter von Erfolg gekrönt war, als man annehmen sollte.

Die Vereinsführung abgetaucht, der Verein allenfalls noch eine regionale Marke mit einem unbeirrbaren Stammklientel. Der Rest wendet sich mit Grausen ab. Die Quittung dürfte beim nächsten Heimspiel erfolgen. Vielleicht schaffen wir die 40.000 Zuschauer mit Hilfe der Nikolausaktion, dennoch ein Armutszeugnis für das Neckarstadion und den so ruhmreichen VfB. Irgendwie ist das natürlich ein Teufelskreis. Der VfB präsentiert uns mangels finanzieller Möglichkeiten fußballerische Magerkost und Masse statt Klasse im Kader. Dieser aber verspielt durch das Ausscheiden in Europa League und DFB-Pokal Einnahmemöglichkeiten und durch die emotionslosen Auftritte insgesamt spielen sie das Stadion leer, so dass weiteres Geld fehlt.

Hoffen wir auf eine bessere Zukunft, die ich Gerd Wahler nach wie vor zutraue. Vor allem im Bereich Sponsoring, der Vermarktung und dem Wiedererschaffen einer eigenen Identität, für die der VfB stehen soll, hege ich große Hoffnungen in ihn. Aber, entscheidend ist auf dem Platz. Und da muss einfach einmal mehr ein radikaler Umbruch erfolgen. Zwei Drittel unseres Kaders spreche ich ab, uns auf Dauer weiterhelfen zu können. Einer Vielzahl sportlich, einigen aber auch menschlich, Söldnern, denen es einfach zu gut geht, denen ihr Privatvergnügen wichtiger erscheint als der sportliche Erfolg, für die wir Fans nur Spinner sind, die den Verein mit Hingabe unterstützen, das ihrer Ansicht nach aber nicht zu tun bräuchten. Öffentlich sagen wird das natürlich keiner, an ihrem Verhalten und ihren Leistungen bzw. Nicht-Leistungen ist dies deutlich abzulesen.

Um zu den Anfangsgedanken zurückzukehren, weshalb man sich das antut. Ganz einfach. Wie in einer Ehe gilt auch hier zusammen halten, in guten wie in schlechten Zeiten. Wir wären nicht der VfB, folgten einer Meisterschaft 2007 nicht auch trübe Tage und Jahre. Diese werden wir immer bis zu einem gewissen Grad mitgehen. Nur, so langsam bin ich der Übergangsjahre müßig und möchte Fortschritte sehen. Mir ist es inzwischen schwer vermittelbar, dass wir uns scheinbar zu Tode sparen und uns trotzdem Jahr für Jahr ein Millionendefizit verkündet wird. Mittlerweile haben uns einige Vereine, mit zum Teil erheblich schlechteren Rahmenbedingungen, den Rang abgelaufen. Viel mehr dürfen es nicht mehr werden, sonst finden wir uns doch eines Tages in der 2. Liga wieder.

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