18. August 2014

Der Kater nach dem Pokal-Aus!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 18:21

Mein Blog nach dem Pokal-Aus fällt ausnahmsweise einmal anders aus wie gewohnt. Mir fehlt heute schlicht die Zeit, ein Pamphlet niederzuschreiben, das meine Gefühle seit dem Schlusspfiff bis jetzt richtig widerspiegelt. Auf der anderen Seite kenne ich schon die Sprüche meiner Stammleser, von wegen, „na, hat’s Dir die Sprache verschlagen?“, was natürlich nicht der Fall ist. Auf Facebook war ich dieser Tage dagegen sehr aktiv und habe einige geistige Ergüsse von mir gegeben, so dass ich diese heute einmal in chronologischer Folge online stelle, weil damit vieles schon gesagt wurde, was mich in diesen Tagen bewegt.

Einzig ein Thema liegt mir noch am Herzen. Allerorten und von sehr vielen Leuten lese ich Kritik am Trainer, weil er mit Klein, Romeu und Kostic gleich drei Neue brachte und diese ja gar nicht eingespielt sein können. Auf der einen Seite muss sich Armin Veh diese Kritik natürlich gefallen lassen, auf der anderen Seite aber, „wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Wie oft habe ich mich schon darüber aufgeregt, dass Neuzugänge so lang behutsam herangeführt wurden, bis sie wegen ihrer weniger Einsatzzeiten schon keine Lust mehr auf den VfB hatten. Wie sehr habe ich mich über die immer gleichen Aufstellungen in den letzten Jahren aufgeregt, weil wir ja nicht gerade verwöhnt wurden. So sah ich diese Aufstellung erst einmal positiv, zumal sich gute Fußballer normalerweise problemlos in ein neues Team einfügen könnten. Beim letzten Test gegen Hull City haben sich die Platzhalter schließlich nicht gerade nachdrücklich empfohlen. Der moderne Fußball wird mir viel zu sehr verkompliziert. Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, hätte Ulle nicht diesen Katastrophenpass auf Romeu gespielt, der ihm den Einstand aber so was von vermiest hat. Im allerersten Pflichtspiel, in dem man sich viel vornimmt, nicht negativ auffallen und Werbung in eigener Sache betreiben möchte, bekommt man vom eigenen Torwart einen solchen Ball serviert! Hoch anzurechnen ist Romeu jedenfalls, dass er in der Situation das Hirn einschaltete und nicht einen der drei, die gegen ihn standen, umgehauen hat und vom Platz geflogen ist.
Ab dieser Situation war sein Debüt eigentlich schon nicht mehr zu bewerten. Er ist doch noch kein alter Hase, an dem so etwas spurlos vorübergeht! Daher ist mir diese Kritik an Veh zu überzogen. Vehs Statements zum Spiel haben mir sogar richtig gut gefallen. Im Gegensatz zu den meisten seiner Vorgänger hat er nichts beschönigt, sondern unverblümt zugegeben, dass man in vielen Situationen einfach dumm agiert und falsche Entscheidungen getroffen hat. Hirn einschalten meinte er unter anderem, was genau die richtige Erkenntnis ist. Er hätte auch sagen könnten, das Gros der Pässe war alibimäßig und nicht zielorientiert. Mir gefällt Armin Veh bislang sehr gut, wie ich ihn im Zillertal, gestern in Fellbach oder auch im TV erlebe. Er hat Bock auf den VfB und hat vor allem Bock darauf, den VfB aus dem Schlamassel zu holen, nachdem er uns, wie er selbst sagte, einige Jahre im Stich gelassen hat.

Nun aber zu meinen Posts:

Dieser Post stammt von der Rückfahrt, also von unmittelbar nach dem Spiel bzw. als ich endlich wieder Empfang auf dem Handy hatte und mich beim Lesen der „Stimmen zum Spiel“ fast am Wulle Bier verschluckt hätte. So habe ich erst einmal das neue Motto des VfB umgetextet, weil „furchtlos und treu“ an diesem Tag überhaupt nicht passte. Eher ängstlich und den Fans nicht verpflichtet wirkte der erste Pflichtspielauftritt.

#furchtbarundscheu Unentschuldbar und kein Dämpfer, wie Gentner sagt. Den ersten Titel verloren. Mit solchen Auftritten gewinnt man in der BL kein Spiel. Da kann man Angst kriegen vor den nächsten Wochen.

Nach der Rückkehr aus Bochum lag ich um 1 Uhr im Bett, gegen 8 Uhr war die Nacht schon wieder zu Ende. Ich hätte noch weiter schlafen können, doch die „Pflicht“ rief. Bilder bearbeiten und online stellen, schließlich wollte ich um 11 Uhr schon wieder in Fellbach beim Krombacher-Spiel SV Fellbach-VfB zugegen sein. Ein Wunder, dass ich überhaupt schlafen konnte, zu angefressen war ich noch immer. Da wir jedoch für gewöhnlich nicht im 5-Sterne-Bus unterwegs sind und die Fahrten manchmal an die Substanz gehen, fällt man dann eben doch noch in den Schlaf. Hier also mein Post von Sonntag früh:

Bilder vom DFB-Pokal-Aus in Bochum sind online unter http://www.frankys-stadionpics.de/bilder/thumbnails.php?album=487. Auch 16 Stunden nach dem Schlusspfiff kann ich es kaum fassen, wie „unsere Jungs“ gestern den Brustring spazieren getragen haben. Das war null Komma null, einfach NICHTS. Wenn man es in 90 Minuten gegen einen Zweitligisten nicht schafft, auch nur ein einziges Mal aufs Tor zu schießen, schwant einem für die in einer Woche beginnende Bundesligasaison Böses. Es wird wieder in erster Linie darum gehen, darauf zu hoffen, dass es drei noch schlechtere Teams gibt und wir auch in der übernächsten Saison an der Bundesliga teilnehmen dürfen.
Klar, ist es noch früh für solch düstere Prognosen. Aber, gestern fand ich nichts, was Hoffnung machen würde. Die Körpersprache erschreckend, Führungsspieler nicht vorhanden, Qualität Mangelware, individuelle Fehler zuhauf, fußballerische Mängel, erschreckend. Vermeintliche Führungsspieler wie Sven Ulreich leiten durch einen völlig unnötigen Pass auf den von drei Bochumern umringten Romeu die Niederlage ein (wann bekommt eigentlich Kirsche eine Chance), die Abwehr einmal mehr ein Hühnerhaufen, Kapitän Gentner rennt viel, allerdings oft auch herum wie Falschgeld, Harnik (exemplarisch für einige andere, weil er in der 2. HZ auf „meiner“ Seite, rauf und runter rannte), kann keinen Ball stoppen, Ibisevic, wie eh und je, mehr am lamentieren, als dass er am Spiel teilnimmt. Die Neuen Romeu und Kostic noch Fremdkörper im Team, der 15-Millionen-Mann Rüdiger mit Licht aber noch mehr Schatten (blieb beim 2:0 einfach stehen…). Veh hat noch eine Menge Arbeit vor sich, es bleibt zu hoffen, dass der Abstand ans Mittelfeld nicht zu groß wird, bis seine Arbeit Früchte trägt.
Bin maßlos enttäuscht, nicht, weil ich dachte, es würde gleich alles besser würden. Durch ein Verbleiben im DFB-Pokal aber hätte ein erstes positives Signal gesetzt werden können und am Ende kann eine durchwachsene Saison durch den Pokal auch schon mal gerettet werden. Diese Karte wurde völlig unnötig und uninspiriert aus der Hand gegeben, der erste Titel erbärmlich schwach verspielt. Hoffe, gleich in Fellbach, schickt Veh die „erste Elf“ aufs Feld, gestern sah es schließlich so aus, als haben sie sich für dieses Spiel geschont. Habe fertig!

Auf der Rückfahrt aus Fellbach erreichte mich eine satirische Whatsapp-Nachricht, die ich sogleich gepostet habe, Verfasser unbekannt. Bitter, aber, als VfB-Fan lernt man auch mit Selbstironie zu leben und sie manchmal sogar auch noch lustig zu finden:

„Der VfB Stuttgart macht einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft. In der 1. Runde des DFB-Pokals verlor der VfB souverän mit 2:0 und entgeht nun der drohenden Doppelbelastung.

Gegen den VfL Bochum spielten die Schwaben gut und ließen den VfL durch ein gekonntes Missverständnis in Führung gehen. Der Grundstein war gelegt und der VfB spielte locker weiter und sicherte sich mit dem zweiten Gegentreffer das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal. Einen kleinen Schockmoment gab es dann doch noch: Der eingewechselte Timo Werner stand einschussbereit vor dem leeren Tor, besann sich jedoch im letzten Moment auf die vorgegebene Taktik.
Sportvorstand Fredi Bobic sprach von einem “weiteren wichtigen Grundstein auf dem Weg zur Meisterschaft.” Bereits in der Vorsaison war es dem VfB gelungen, sich einen der begehrten Plätze im hinteren Mittelfeld der Bundesliga zu sichern. Bobic weiter: “Durch das Ausscheiden in der 1. Runde des DFB-Pokals haben wir einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Bundesligavereinen. Die Mannschaft kann sich nun voll auf das große Ziel fokussieren, Armin Veh hat das erfolgreiche Spielsystem der letzten Saison grandios weiterentwickelt. Ich bin froh dass wir die Doppelbelastung erfolgreich abwenden konnten. Angesichts dieser tollen Leistung des Teams können wir durch den Verkauf wichtiger Leistungsträger die Finanzen weiter aufpolieren.” Die nächste Meisterfeier sei bereits geplant!“

Nach der Rückkehr aus Fellbach dann dieser Post. Es war insgesamt ein netter Spätvormittag. Frühschoppen und ein VfB-Spiel verbinden zu können, diese Gelegenheit bietet sich einem auch nicht alle Tage. Meine Enttäuschung war noch immer riesig, so dass es mir gerade geschliffen kam, dass sich das Team volksnah zeigen musste.

Bilder vom Kick der Reservisten in Fellbach sind online unter http://www.frankys-stadionpics.de/bilder/thumbnails.php?album=488. Knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Wenn man bedenkt, dass Fellbach gestern noch den Landesliga-Auftakt gegen Ludwigsburg zu bestreiten hatte und bei uns ausschließlich Akteure am Werk waren, die gestern nicht von Beginn an spielten, liest sich das 2:2 zur Halbzeit noch blamabler als ohnehin schon. Am Ende hatte man den Gegner müde gespielt und leichtes Spiel. Wenigstens war der gesamte Tross anwesend, auch die, die nicht spielten. Bloß nicht ins Wochenende schicken, ich hoffe, es ging direkt weiter zum Clubgelände und dass der traditionell freie Montag gestrichen wurde. Nach der gestrigen Darbietung darf eigentlich nur eines auf dem Plan stehen: trainieren, trainieren, trainieren!
Nach der Rückkehr aus Fellbach dann dieser Post. Es war insgesamt ein netter Spätvormittag. Frühschoppen und ein VfB-Spiel verbinden zu können, diese Gelegenheit bietet sich einem auch nicht alle Tage. Meine Enttäuschung war noch immer riesig, so dass es mir gerade geschliffen kam, dass sich das Team volksnah zeigen musste.
Bilder vom Kick der Reservisten in Fellbach sind online unter http://www.frankys-stadionpics.de/bilder/thumbnails.php?album=488. Knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Wenn man bedenkt, dass Fellbach gestern noch den Landesliga-Auftakt gegen Ludwigsburg zu bestreiten hatte und bei uns ausschließlich Akteure am Werk waren, die gestern nicht von Beginn an spielten, liest sich das 2:2 zur Halbzeit noch blamabler als ohnehin schon. Am Ende hatte man den Gegner müde gespielt und leichtes Spiel. Wenigstens war der gesamte Tross anwesend, auch die, die nicht spielten. Bloß nicht ins Wochenende schicken, ich hoffe, es ging direkt weiter zum Clubgelände und dass der traditionell freie Montag gestrichen wurde. Nach der gestrigen Darbietung darf eigentlich nur eines auf dem Plan stehen: trainieren, trainieren, trainieren!

Dem folgenden Post habe ich in Facebook 13 Bilder von mir mit Spielern bzw. mit Armin Veh beigefügt. Geplant war es nicht, da ich aber am Gitter direkt vor dem Bus noch Platz erspähte, stellte ich mich hin und gab dem einen oder anderen Glückwünsche für die Zukunft aber auch Kritisches zum Pokalspiel mit auf den Weg. Armin Veh meinte, mein Gesicht sei ihm noch aus dem Zillertal bekannt, so dass sich ein netter Smalltalk entwickelte.

Normalerweise ist mir es echt zu blöd, mich bei solchen Vereinsfesten ins Getümmel zu stürzen und nach Fotos zu fragen. Heute aber fand ich es zum einen recht entspannt – in eine große Schlange hätte ich mich mit Sicherheit nicht gestellt. Zum anderen war es mir echt ein Anliegen, den einen oder anderen zu fragen, was das gestern war und ob sie eine gemütliche Rückfahrt hatten. Ich kam nämlich ziemlich gerädert und total angefressen zurück. Heute allerdings, als die Reservisten ran durften bzw. mussten, wie es sicherlich der eine oder andere auffasste, hat sich auch keiner wirklich aufgedrängt. Wenigstens merkte man Leuten wie Werner und Maxim an, dass sie gerne Fußball spielen, während Leitner ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter aufsetzte. Der hat sich gedacht, er wäre im falschen Film nach seinem grandiosen Auftritt gestern.
Veh wirkte sehr angefressen und knurrig und sagte immerhin, dass er auch nicht zufrieden gewesen wäre. Er bat um Geduld, als ich meinte, dass wir gegen Gladbach gerne wieder einen anderen VfB sehen würden. Zum einen ließ diese Aussage und auch die Art, wie er es sagte, für Gladbach nichts Gutes vermuten. Zum Anderen unterstreicht das aber, was mir schon auch bewusst ist. Wir werden leidensfähig bleiben müssen und dürfen auch, sollten die erwarteten Ergebnisse zum Start eintreten, nicht die Nerven verlieren. Veh hat bei mir zu Beginn allen Kredit. Ich erwarte lediglich, dass man (von Spiel zu Spiel) eine Weiterentwicklung sieht. Das fehlte mir gestern, es war mehr oder weniger eine Fortsetzung der Leistungen der Testspiele, die mich teilweise fast schon erschreckt hatten.
Jetzt sind auf jeden Fall die Spieler in der Pflicht, es in den nächsten Wochen besser zu machen. Auch wenn das Pokal-Aus durch nichts wieder gut gemacht werden kann, es sollte wenigstens eine heilende Wirkung und den Jungs vor Augen geführt haben, dass man in KEIN Spiel mit einer solch laschen Haltung gehen darf.
Knapp zwei Wochen ist der Transfermarkt noch offen. Ich hoffe, dass sich beim VfB noch einiges tut. Ein 30-Mann-Kader kann einem guten Arbeitsklima nicht förderlich sein. Es sollten mindestens fünf (bei weiteren Zugängen entsprechend mehr!) Mann abgegeben werden können, auch, um vielleicht noch zukaufen zu können. In der Abwehr fehlt ein Typ Abwehrchef, auch einen guten Außenverteidiger könnten wir noch gebrauchen. Sollte es die 15 Millionen-Offerte für Rüdiger tatsächlich geben, würde ich ihn abgeben. Nicht nur, weil es höchst fragwürdig ist, ob es sich ein Verein wie der VfB wirtschaftlich leisten kann, solch ein Angebot auszuschlagen, auch, weil ich es ihm nicht zutraue, dass er sich noch steigert. Für mich hat er nicht den Biss besser zu werden und ist er ein abgehobener Jungprofi, der es heute abermals nicht nötig hatte, Autogramme zu geben, zumindest da, wo ich ihn im Blick hatte und er bei Wünschen abgewunken hat. Von einer ähnlichen Szene beim Training hatte ich ja schon vor einiger Zeit berichtet. Solche Spieler sind nicht nur keine Teamplayer sondern sie schaden auch dem Image des Vereins. Es gehört gewaltig ausgemistet, um auf Dauer wieder Fußball zu sehen, der Spaß macht. Wir haben zu viele Egoisten (Ich-AG’s, Söldner, Partykönige) und zu wenig Spieler im Kader, die den Brustring im Herzen tragen oder Profis durch und durch sind, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Vielleicht bin ich ja diesbezüglich ein unverbesserlicher Nostalgiker, es ist aber noch immer meine innere Überzeugung, “Fußball ist ein Mannschaftssport”.
Viel Arbeit also für Fredi Bobic, der das Gros der Spieler geholt hat und dem es offensichtlich schwer fällt, sich von der einen oder anderen Fehleinschätzung zu trennen oder diese überhaupt einzugestehen. Es dürften spannende Wochen werden, auf dem Platz und auch außerhalb. ich verfolge sie gespannt weiter und bin mir seit gestern fast sicher, dass mich nichts, aber gar nichts mehr erschrecken kann. Ich bilde mir ein, auf alles gefasst zu sein!

Heute (Montag) früh auf der Bahnfahrt ins Geschäft verfasste ich dann noch folgenden Text, was nur einmal mehr zeigt, wie sehr es in mir arbeitet, wie sehr es in mir brodelt. Dies wiederum zeigt auf, dass Fußball manchmal eben nicht nur die schönste Nebensache der Welt ist, sondern manchmal auch noch mehr!

So, nach der ersten Pokalrunde sieht es fast so aus, die größten Konkurrenten im Abstiegskampf sind Augsburg, Mainz und Paderborn, die ich auch schon davor so auf dem Zettel hatte. Wenn man bedenkt, dass wir in der letzten Saison gegen Augsburg und Mainz keinen Punkt holten, kann das heiter werden.
Nach dem Auftreten im Pokal muss man sich wirklich Sorgen machen, auch wenn noch kein Ligaspiel gespielt ist. Dass die Automatismen noch nicht da sind, dass noch nicht alles funktioniert, das ist klar, wenn ein Umbruch ansteht. Dass jedoch abermals keine Mannschaft auf dem Feld stand, es an Lauf- und Kampfbereitschaft, also an der Einstellung fehlte, ist für mich auch noch zwei Tage nach der Blamage unentschuldbar. Das ist das, was mir Angst wird. Ich bin mir sicher, Armin Veh wird den Karren wieder flott bekommen, es ist nur die Frage, wie lang er dafür braucht. Es gibt zu viele Baustellen, die er angehen muss. Die Mannschaft muss über kurz oder lang ein völlig neues Gesicht erhalten. Mir nützen Spieler nichts, die den Brustring im Herzen tragen und eine Führungsrolle beanspruchen, wie Gentner und Ulle, wenn man sie mitschleppt und nicht genügend Qualität mitbringen. Dann soll Veh lieber ohne Rücksicht auf irgendwelche Namen oder das Standing Einzelner bei den Fans auf andere Pferde setzen, um den VfB mittel- und langfristig wieder in die Erfolgsspur zurückzubringen. In dieser Saison ist lediglich Konsolidierung angesagt. Was ich gestern schon geschrieben habe, hat Veh bei SiD auch so gesagt. Man sollte von Spiel zu Spiel eine Besserung erkennen, sehen, dass es voran geht, damit wäre ich schon zufrieden. Bochum war ein Rückschritt diesbezüglich, auch wenn es der schwerstmögliche Gegner in der ersten Runde war. Auch die weitaus höher eingeschätzten Wolfsburger haben es gestern zu spüren bekommen, wie schwer es ist, sein erstes Pflichtspiel bei einem im Saft stehenden Zweitligisten zu bestreiten. Daher hielt ich eine Niederlage in Bochum schon seit der Auslosung für möglich, was ein No Go war, war eben die Art und Weise und die Tatsache, dass wir eigentlich nie eine Chance hatten, das Spiel in andere Bahnen zu lenken. So halten sich meine Erwartungen an den Bundesligaauftakt in Grenzen. Ich möchte, dass im Verlauf der Saison, spätestens in der Rückrunde, die Kurve wieder nach oben geht und wir bis dahin nicht schon hoffnungslos im Keller festsitzen.

Dann schließlich noch ein Beitrag zu unserem Leihspieler Moritz Leitner, der es bei mir ein für allemal versch… hat. Ich war wirklich einst froh, als man ihn verpflichten konnte. Ich hatte die Hoffnung, hier, wo er mehr Möglichkeiten zu spielen hat als beim vor allem in der Zentrale herausragend besetzten BVB, würde er zeigen wollen, dass er eigentlich in die Dortmunder Mannschaft gehört. Das Gegenteil ist der Fall. Er gibt die Diva, der sich für sämtliche Drecksarbeit zu schade ist. Den arroganten Schnösel, dem „Fanarbeit“ ein Graus ist. Er gibt sich, als würde er seine Zeit hier absitzen. Meine Hoffnungen, dass er uns weiter helfen könnte, habe ich bereits nach zwei Drittel der Vorsaison zu Grabe getragen. Er ist ein ganz schwacher Charakter und es ist nicht verwunderlich, dass ihn Rainer Adrion, bei aller Wertschätzung für sein Talent, als U21-Nationaltrainer aus dem Team geworfen hat. Ein solcher Spieler, der sein eigenes Ego über alles stellt, sollte sich eine Einzelsportart suchen, im Mannschaftssport ist er fehl am Platze. Mir ging Leitner in Fellbach ob seiner Lustlosigkeit schon gehörig auf den Sack, als ich dann noch einen „Insider“ zu seinem gestrigen Verhalten las, war mir auch das einen Post wert:

Und dann ein Beitrag aus der Gruppe “VfB-Forum”, der meine Eindrücke von gestern bestätigt. Leitner war pampig und davor an Lustlosigkeit nicht zu überbieten. Ich wollte u. a. auch ein Foto mit ihm machen lassen, da meinte er “schnell”. Alle anderen waren aufgeschlossen und freundlich, wenn auch sichtlich angefressen, das Spiel vom Vortag wirkte noch nach (ich wertete das als positives Signal, wie oft schon hat man sich aufgeregt, wenn Spieler nach derben Niederlagen kurz darauf wieder strahlen konnten…). Sie kamen ihren Aufgaben, die eben auch dazugehören, nach und nahmen sich Zeit für Bilder und Autogramme.
Als ich Leitner dann fragte, “so schnell wie gestern auf dem Platz?” hat er abgewunken und ist weiter, das Ganze mit einer Schnute wie drei Tage Regenwetter. Sollte man die Möglichkeit haben, ihn “zurückzugeben”, lieber heute als morgen. Das ist ein Typ Stinkstiefel, den keine Mannschaft braucht oder anders ausgedrückt auch nicht vertragen kann. Hier der Post aus einer VfB-Gruppe:

“Moritz Leitner muss wohl super aufgefallen sein heute……

Die Fellbacher Spieler in einer Tour blöd von der Seite angemacht während dem Spiel, sich teilweise lustig gemacht, wenn mal was nicht geklappt hat oder auch angepöbelt. Als Sahnehäubchen sich dann wegen einer Einwurfsituation mit dem Fellbacher Trainer angelegt, ganz nebenbei ein alter VfBler der u.a. mit Gente zusammen deutscher Juniorenmeister wurde.

Unfassbar wie man gegenüber einer Amateurmannschaft so auftreten kann (als einziger VfBler und das in einer Tour)..und mit ein bisschen Hirnschmalz weiß man auch, dass die heutigen Gegenspieler größtenteils Fans und Mitglieder des eigenen Vereins sind, wenn man 3 Kilometer von Cannstatt entfernt antritt..”

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