6. Oktober 2019

Schwarzer Freitag

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 17:25

Ob mich am Morgen diesen tristen Freitags bereits eine leise Vorahnung beschlich, man weiß es nicht. Jedenfalls verließ ich morgens kurz nach 6 Uhr leicht unkonzentriert die Wohnung und stürzte mich zunächst die Treppe hinab. Das hatte schmerzhafte Prellungen an verschiedenen Körperteilen zur Folge, weshalb ich es abends nicht weiter als ins Pfiff schaffte.

Zur Wasenzeit fahren weder Bus noch Taxi in Richtung Neckarstadion, so dass der Fußweg zu beschwerlich für mich gewesen wäre. In Anbetracht des Gesundheitszustands war dies sicherlich die vernünftigere Entscheidung, während es auf der anderen Seite extrem schwer verdauliche Kost war, dieses Spiel mit den sogenannten Kneipen-Experten im TV anzusehen.

Als Allesfahrer bin ich es ja überhaupt nicht mehr gewohnt, nicht mit den Jungs im Stadion zu sein, so dass allein das schon ziemlich unerträglich war. Wenn dann noch sog. VfB-Fans den VfB verhöhnen und Volksfesttouristen aus Bayern oder jenseits des Brenners mir erklären wollen, was beim VfB seit Jahren schief läuft, wäre eigentlich die eine oder andere Schelle fällig gewesen, so angefressen war ich. Das nächste Mal gehe ich lieber mit dem Kopf unterm Arm ins Stadion, als mich solchen Dummschwätzern auszusetzen.

Dass es gegen das Schlusslicht Wehen-Wiesbaden ein gefährliches Spiel werden könnte, lag auf der Hand. Auch wenn vieles auf Neuanfang steht, handelt es sich schließlich noch immer um den VfB. Wann hat man zuletzt als großer Favorit gegen den noch größeren Underdog die Gunst der Stunde genutzt? Wann hat man zuletzt von zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen nicht mindestens eines in den Sand gesetzt? Es war einfach typisch für den VfB, dass nach Wochen eitel Sonnenschein der Rückschlag gerade in einem Spiel folgt, vor dem viele nur über die Höhe des Sieges diskutiert haben.

Auch ich war guter Hoffnung, dass man nach der über weite Strecken reifen Leistung von Bielefeld den Trend fortsetzen und vielleicht auch endlich mal ein Spiel überzeugend gewinnen könnte. Einige unserer Siege bislang waren doch äußerst glücklich zustande gekommen und der mangelnden Qualität der meisten Zweitligaakteure zuzuschreiben. Spielerisch und vor allem in puncto Chancenverwertung ist noch sehr viel Luft nach oben. So langsam darf man schon auf einen spielerischen Aufwärtstrend hoffen, auch wenn vieles durch die Ergebnisse und die Tabellenführung bislang kaschiert wurde.

Dass die Geduld mit Tim Walter und seinen Aufstellungen bereits bei vielen zu bröckeln scheint, drückte sich am Freitag in zahlreichen Pfiffen aus und findet seine Fortsetzung im Zerriss in den sozialen Medien. Dafür fehlt mir absolut das Verständnis. Das Team während der Spiele auszupfeifen gehört sich nicht und bringt auch nicht mehr Sicherheit, wenn das Nervenkostüm ohnehin schon nicht das beste ist. Eher im Gegenteil, Pfiffe verunsichern die junge Mannschaft zusätzlich, so dass ich vollstes Verständnis dafür habe, dass Mislintat diese nach dem Spiel angeprangert hat.

Mein Vertrauen in die handelnden Personen beim VfB ist derzeit ungebrochen groß, so dass ich auch derartige Rückschläge hinnehme, ohne die Weiterentwicklung in Frage zu stellen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass dem Neuanfang die nötige Zeit gegeben werden muss und kann mir keinen anderen Trainer beim VfB vorstellen, der auf Anhieb funktionieren würde UND die nötige Rückendeckung hätte.

Auf Letzteres kommt es meiner Meinung nach ganz entscheidend an. „Das schwierige Umfeld“ in Stuttgart hätte doch an jedem etwas auszusetzen, der nicht alle Spiele in der 2. Liga haushoch gewinnt und hatte in den letzten Jahren maßgeblichen Anteil an der stetigen Unruhe.

Läuft es nicht wie geschmiert, läuft der eine oder andere „Blinde“ trotz katastrophaler Leistungen Woche für Woche erneut auf, lässt der Trainer über seine Aufstellungen nicht per TED-Umfrage abstimmen, schießt man sich auf den Übungsleiter ein, gibt ihm gutgemeinte Ratschläge und, wenn er sie nicht befolgt, wünscht man ihn zum Teufel. Befolgt er sie und verliert trotzdem weiter, wünscht man ihn natürlich auch zum Teufel!

So spielte es sich in den letzten Jahren regelmäßig ab, irgendwann fand die Meute Gehör bei den Vereinsoberen und der nächste von der Trainer-Reste-Rampe durfte sich versuchen.

Ich nehme mich hier auch überhaupt nicht aus, jedoch fußte mein Ärger in den letzten Jahren meist darauf, dass zwar die Trainer wechselten, die Protagonisten und Wortführer in der Mannschaft jedoch dieselben blieben und sich kaum einer, schon gar nicht, wenn er während der Saison kam, an die Erbhöfe und damit die Wurzel allen Übels herantraute.

Ein richtig frischer Wind wehte in den letzten Jahren eigentlich lediglich unter Alexander Zorniger, der den Abgang von Ulreich forcierte und vor dem Leitwölfe wie Gentner und Niedermeier nicht mehr sicher waren und, als Schindelmeiser/ Wolf das Zepter übernahmen, das Team radikal verjüngten und ihm einen neuen Spielstil verpassen wollten.

Auch sie scheiterten an den dunklen Mächten im Verein, die Stillstand statt Fortschritt propagierten, was uns schließlich zurück in die 2. Liga katapultierte. Beiden Konstellationen brachte ich großes Vertrauen entgegen und setzte Hoffnungen in sie, weil sie bereit waren, alte Zöpfe abzuschneiden und den VfB zu erneuern.

Zorniger hätte ich zugetraut, die Abwehrschwächen zu beheben, wenn man ihm denn wenigstens noch die Wintervorbereitung und -transferperiode zugestanden hätte. Hannes Wolfs Ende wurde mit der Verpflichtung von Reschke eingeläutet, der den angezählten Gentner just wieder zur unverzichtbaren Größe erklärte und sich herabließ, dem jungen Trainer „Ratschläge“ in puncto der Aufstellungen zu erteilen und dies auch noch der Öffentlichkeit so mitteilte.

Es ist zwar jetzt hypothetisch, aber, ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Stand jetzt schlechter dastehen würden, hätte man im einen oder anderen Fall den eingeschlagenen Weg nicht verlassen, sondern Geduld bewiesen.

Daher halte ich überhaupt nichts davon, schon jetzt Walters Verständnis von Fußball in Frage zu stellen, wenn Dusseligkeiten auf dem Platz zu einer Niederlage wie der am Freitag führen. Ich hoffe, der VfB hat aus seiner Vergangenheit endlich mal die richtigen Schlüsse gezogen und zieht bei den ersten Schwierigkeiten nicht schon wieder die Reißleine, weil es vermeintlich der Weg des geringsten Widerstands ist.

Diese Befürchtung habe ich freilich nach gerade mal einer (!) Niederlage nicht. Thomas Hitzlsperger würde sich unglaubwürdig machen, ließe er, der sich Kontinuität auf die Fahne geschrieben hat, sich von der öffentlichen Meinung beeinflussen und werfe jetzt schon alles über den Haufen. Dem Vernehmen nach vertrauen Sven Mislintat und Thomas Hitzlsperger Tim Walter noch uneingeschränkt, und, das ist auch gut so. Die Verantwortlichen haben ohnehin das große Ganze im Blick und beobachten zudem die tägliche Trainingsarbeit.

Wenn Tim Walter sagt, er stelle nach Trainingsleistungen auf, dann sollte man als einer, der die Trainingsarbeit nicht täglich verfolgt, dem Trainer vertrauen, dass er sich bei seinen Aufstellungen schon etwas gedacht hat. Mittlerweile eckt Walter, wie einst Zorniger, schon mit markigen Sprüchen an, woraufhin ihm Arroganz unterstellt und förmlich darauf gewartet wird, dass ihm seine Aussagen um die Ohren fliegen.

Manchmal kommt dies schneller, als man denkt, hatte er doch auf der Pressekonferenz vor dem Wehen- Wiesbaden-Spiel gesagt, „uns stellt keiner ein Bein“. Dass dies auf die wörtliche Bedeutung gemünzt war und er im weiteren Verlauf der PK anklingen lassen hat, wie gefährlich er den Gegner einschätzt, wenn man nicht hellwach ist, uninteressant, Hauptsache mit aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen einen Größenwahn konstruieren, dem Walter gewiss nicht unterliegt.

Walter hat zwar ein gesundes Selbstbewusstsein, was im Leistungssport jedoch bei weitem nicht verwerflich ist. Ähnlich wie einst Zorniger haut er den einen oder anderen Spruch raus, wirkt dabei jedoch etwas eloquenter, so man ihm eigentlich überhaupt nicht böse sein kann, wenn denn nicht schon wieder die Heckenschützen lauern würden, die ihm aus seinen Aussagen einen Strick drehen wollen.

Als VfB-Fans sollten wir nicht in den Chor derer einstimmen, die Unruhe reinbringen wollen. Als Trainer des FC Bayern der zweiten Liga wäre es doch auch unglaubwürdig, Walter mache komplett auf Understatement. Natürlich können und wollen wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen, dass es nicht immer klappt und nicht immer die Papierform entscheidend ist, sah man am Freitag.

Was sich an den Spielen und Ergebnissen nur bedingt ablesen lässt, hat Tim Walter bereits geschafft. Es herrschen ein Teamgeist und ein Konkurrenzkampf wie seit vielen Jahren nicht. Fast kein Stammplatz ist in Stein gemeißelt, JEDER muss sich in JEDEM Training anbieten und darf nicht locker lassen, um auch im nächsten Spiel in der Stammelf zu stehen. Man sieht, dass Walter die Jungs erreicht und die Stimmung im Team gut ist, so dass für mich kein Grund besteht, an Walter zu zweifeln.

Dass der sog. Walter-Ball ins Stocken geraten ist, vom brutalen Pressing der ersten Spiele vor allem am Freitag wenig zu sehen war, ist (hoffentlich) nur eine Momentaufnahme. Dazu kommt Verletzungspech, was das weitere Einspielen erschwert. Allein der Freitag brachte zwei weitere Ausfälle mit sich, von denen vor allem der von Daniel Didavi ein langfristiger sein wird.

Ohne Fremdeinwirkung machte der Muskel bei einem Sprint zu, man ist bei Dida geneigt zu sagen, typisch, jetzt wo die Böden glitschiger und die Temperaturen niedriger sind.

Bei Borna Sosas Gehirnerschütterung muss man abwarten, ob er bereits nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen wird. Dass damit nicht zu spaßen ist und eine solche auch zu einem längerfristigen Ausfall führen kann, hat man letzte Saison bei Timo Baumgartl gesehen.

Nach dem brutalen und weder vom Schiri noch vom VAR geahndeten Bodycheck von Chato gegen Borna Sosa dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis das Spiel für eine Behandlungspause unterbrochen war. Wenn schon der Schiedsrichter weiter laufen lässt, hätte zumindest der VAR sensibilisiert genug sein müssen, dem Schiri ein Signal zu senden, das Spiel sofort zu unterbrechen. Wenn ein Spieler benommen und nicht ansprechbar zu Boden sinkt, ist Eile geboten, doch, wer weiß, vielleicht war Köln ja schon wieder beim Pausenbrot.

Bei Didavi grenzte es bislang fast an ein Wunder, dass er durch fast ein Viertel der Saison verletzungsfrei gekommen war. Des einen Leid, des anderen Freud. Vielleicht schlägt ja nun endlich die Stunde von Philipp Klement, der, gebeutelt durch kleinere Verletzungen bislang noch nicht an seine phantastische letzte Saison anknüpfen konnte.

Schmerzlich vermisst wird, nachdem er gegen Fürth kaputtgetreten wurde, auch Nicolas Gonzalez. Mit seiner Schnelligkeit wäre er gegen Wehen-Wiesbaden eine wichtige Waffe gewesen.

Obwohl am Freitag nicht einsatzbereit, ist Gonzalez zur Nationalmannschaft abgereist. Für den VfB zwar ärgerlich, dass er nicht zur vollständigen Genesung hier geblieben ist, aus Gonzalez Sicht jedoch verständlich, wurde er doch erstmals für die Albiceleste nominiert und hat damit die große Chance am 9.10. in Dortmund gegen Deutschland aufzulaufen. Ihm wünsche ich, dass er sein Debüt feiern darf und gesund wieder zurück kommt.

Unter anderem wegen Gonzalez Ausfall setzte Walter gegen Wehen-Wiesbaden auf den Ochsensturm Gomez/ Al Ghaddioui, der vor allem in der ersten Hälfte viel zu wenig in Szene gesetzt wurde. Auf den kurzfristigen Ausfall von Holger Badstuber reagierte Walter mit Phillips, dem man die mangelnde Spielpraxis anmerkte. Badstuber fehlte als ruhender Pol und seinem guten Stellungsspiel an allen Ecken und Enden.

Für Insúa rückte zudem Borna Sosa in die Anfangsformation, der bei beiden Gegentoren eine unglückliche Figur abgab. Vielfach kritisiert wird Santiago Ascacíbars Aufstellung auf der Außenbahn. Grundsätzlich mag ich Trainer, die es schaffen, gute Spieler auch dann im Team unterzubringen, wenn ihre angestammte Position anderweitig besetzt ist.

Wenn man aber sieht, welchen Stiefel Karazor auf der Sechs herunterspielt, der, ähnlich wie Gentner in grauer Vorzeit, fast ausschließlich Quer- und Rückpässe spielt, fragt man sich schon, weshalb nicht Mangala oder eben Ascacíbar dessen Platz einnehmen dürfen.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da nahm das Unheil schon seinen Lauf. Eben jener Ascacíbar verlor den Ball nahe des gegnerischen Strafraums und dann ging es ganz schnell. Der Ball kam zu Kuhn auf Rechtsaußen, dieser flankte von Borna Sosa völlig unbedrängt, und der Top-Torjäger der Liga, Schäffler, verwertete die Kugel technisch anspruchsvoll zum 0:1.

Kurz darauf bot sich den Kickern aus dem Taunus gar die große Chance zum 0:2, doch, Kobel hielt stark. Dann schlug die Stunde von Al Ghaddioui, der nach Luftloch von Mario Gomez zum Ausgleich traf.

Auch dem kurz darauf folgenden 1:2, abermals durch Schäffler, ging ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte von Ascacíbar, diesmal nach fahrigem Zuspiel von Phillips, voraus. Dann ging es wieder sehr schnell. Eigentlich war der Ball schon geklärt, ehe Borna Sosa ihn noch einmal scharf machte und Schäffler das Geschenk dankend annahm.

Danach agierte der VfB geschockt und reichlich konfus und war mit dem 1:2 zur Pause sogar noch gut bedient. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Der VfB wurde immer druckvoller, führte alle Statistiken haushoch an und traf alleine vier (!) Mal Pfosten und Latte. Vor allem durch die Einwechslungen von Silas und Massimo ging endlich etwas über die Außen. Aufgrund von Pech und Unvermögen wollte der Ball jedoch einfach nicht über die Linie.

Mario Gomez enttäuschte bei seinem ersten Startelfeinsatz seit dem dritten Spieltag auf ganzer Linie. Sah ich es mit ihm, dem bestbezahlten Zweitligakicker aller Zeiten, anfangs noch pragmatisch, dass es für die 2. Liga bei ihm auch mit 34 Jahren schon noch reichen könnte, muss ich diese Annahme mittlerweile revidieren. Es scheint, er habe mit seinem famosen Auftritt gegen Hannover 96 das Pulver für diese Spielzeit schon gänzlich verschossen, nichts geht mehr, beim einstigen Super-Mario. Er muss seinem über die Jahre geschundenen Körper Tribut zollen und ist physisch nicht mehr der Schnellste. Dass er auch geistig nicht mehr der Schnellste ist, sah man bei einigen Aktionen, als ein Schnörkel zu viel den Ballverlust bedeutete. Insgesamt sah sein Auftritt vom Freitag doch sehr bemitleidenswert aus.

Dass eine solch großartige Karriere derart zu Ende geht, hat dieser Spieler eigentlich nicht verdient. Da stellt man sich die Frage, ob er sich selbst einen Gefallen damit getan hat, sich die 2. Liga anzutun und die Schuhe nicht an den Nagel gehängt zu haben. Angesichts seines einen Zweitligisten erdrückenden Gehaltes von kolportierten 4,5 Millionen Euro pro Jahr, hätte ihm der VfB mit Sicherheit keine Steine in den Weg gelegt. Doch, selbst ein Spieler, der in seiner Karriere zig Millionen „verdient“ hat, nimmt offensichtlich noch mit, was nur geht. Vermutlich zählt er schon jetzt die Tage bis zum Saisonende…

Dass die Ungeschlagen-Serie einmal zu Ende gehen musste, war klar, dennoch tut es weh, dass dies nun ausgerechnet gegen das Schlusslicht der Tabelle passiert ist.

Und doch ist noch zu wenig passiert, um jetzt schon alles madig zu machen. Der VfB steht auf einem direkten Aufstiegsplatz und muss aus dieser Niederlage eben die notwendigen Schlüsse ziehen. Spiele, wie das am Freitag, erwarten den VfB in dieser Liga noch en masse. Gegner, die tief stehen und auf unsere Fehler lauern, sehen nun mal das einzig probate Mittel gegen die übermächtigen Schwaben darin, Beton anzurühren. Darauf muss der VfB gefasst sein und darauf muss er mit aller Seriosität reagieren.

Diese fehlte mir in der Anfangsphase, als man es vom Anpfiff weg mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei erledigen wollte und den nötigen Respekt vorm Gegner vermissen ließ. Wenn man dann schon nach wenigen Minuten sämtliche Ordnung fehlt und man nach einfachen Ballverlusten derart blank steht, geht der Schuss schnell nach hinten los.

Hier erwarte ich mir einen schnellen Lerneffekt und mehr Geduld vom Team. Die Qualität wäre vorhanden, Ball und Gegner laufen zu lassen, dadurch den Gegner müde zu spielen und zu gegebener Zeit zuzuschlagen, anstatt schon in der Anfangsphase kopflos nach vorne zu rennen und in hanebüchene Konter zu laufen.

Da das Team jung und lernwillig ist und von einem Trainerstab betreut wird, der die Jungs von Tag zu Tag besser machen möchte und sicher nicht lernresistent ist, bin ich guter Dinge, dass die schmerzliche Niederlage gegen Wehen-Wiesbaden ein Ausrutscher bleiben wird.

Nach der Länderspielpause wartet mit Holstein Kiel das Ex-Team von Tim Walter, welches bestimmt gewillt ist, seinem einstigen Trainer ein Schnippchen zu schlagen. Mit Geduld, Vertrauen in die eigene Stärke, etwas mehr Konzentration und mehr Konsequenz im Abwehrverhalten müsste ein Sieg herausspringen. Dass dieser kein Selbstläufer werden wird, sollte nach dem Schuss vor den Bug zur rechten Zeit vom Freitag auch dem Letzten bewusst sein.

Ich bin guter Dinge, dass Tim Walter die richtigen Schlüsse ziehen wird und die Mannschaft gegen die Störche auch in den ersten 45 Minuten unter Beweis stellt, dass es an diesem Sonntag im heimischen Neckarstadion nur einen Sieger geben kann, nämlich, den VfB Stuttgart. Darauf freue ich mich, dann auch wieder, komme was wolle, live mit mir im Stadion!

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20. September 2019

Spitzenreiter!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 12:41

Das letzte Auswärtsspiel umrahmten wir mit einem Wellness-Wochenende in der Oberpfalz, so dass ich erst jetzt dazu komme, meine Eindrücke abschließend zu Papier zu bringen.

Dabei bin ich immer noch ein wenig berauscht vom Spiel, auch wenn es schon einige Tage zurückliegt. Das liegt nicht nur am ersten Auswärtssieg nach zehn Monaten Durststrecke (der letzte gelang beim 1. FC Nürnberg, also ebenfalls im Freistaat Bayern), sondern auch daran, wie das Team phasenweise aufgetreten ist und welch tolle Einzelspieler wir inzwischen (wieder) haben.

Daraus ein Team, eine Einheit zu formen ist Aufgabe des Trainerstabes um Tim Walter. Diesbezüglich sehe ich uns auf einem sehr guten Weg, gelang es doch schon wiederholt, Siege zu erzwingen und während eines Spiels den Schalter noch einmal umzulegen. Dass dies gelingt, bedingt, dass die Jungs an einem Strang ziehen und füreinander da sind. Dass allein dies gesondert hervorzuheben ist, unterstreicht, was seit der Meisterschaft 2007 schiefgelaufen ist.

Diese Mentalität, gepaart mit Spielfreude und Können, sollte der Schlüssel für den Aufstieg sein, von dem wir freilich auch als jetziger Tabellenführer noch meilenweit entfernt sind.

Die Tabellenführung ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, doch, ich möchte es nicht verhehlen, sie tut verdammt gut. Auch wenn die Spiele bislang allesamt holprig waren und in puncto defensiver Stabilität und Chancenverwertung noch ordentlich Luft nach oben ist, reißen mich die Spiele vom Hocker bzw. aus dem Stadionsitz.

Auf dem Platz ist immer etwas los, seit Jahrzehnten habe ich keine so aktive VfB-Mannschaft mehr gesehen, die 90 Minuten lang Vollgas zu geben bereit ist. Schon das ein Verdienst von Tim Walter, aber auch von Sven Mislintat und Thomas Hitzlsperger, die entwicklungsfähige und gute Charaktere geholt haben.

So macht es wieder Spaß, ins Stadion zu gehen, so überlegt man es sich genau, ob man unbedingt die Toilette aufsuchen oder ein Bier holen gehen muss, wenn ständig etwas los ist auf dem Platz und man Einzelkönner auf dem Platz hat, bei denen man Gefahr läuft, just in dem Moment ein Kabinettstückchen zu verpassen.

Gut, das mit dem Bier hatte sich in Regensburg ohnehin erledigt, weil unser Aufeinandertreffen mit dem Jahn zum Hochrisikospiel hochstilisiert wurde. Wohl wegen der Fanfreundschaft von einigen Jahn-Teenies mit denen eines Stuttgarter Vereins von den Golan-Höhen, gab es selbst auf der Haupttribüne lediglich (ungenießbares) Light-Bier.

Im Spiel eins nach dem Schließen des Transferfensters und nach überstandener Verletzung von Orel Mangala, konnte man erstmals von einer Startelf sprechen, die zu weiten Teilen das Gerüst der kommenden Wochen bilden dürfte.

Zur Überraschung vieler ließ Tim Walter „seinen Liebling“ Karazor draußen und vertraute die Position des alleinigen Sechsers Mangala an. Wie Mangala diese Rolle ausfüllte, war in meinen Augen phänomenal. Zweikampfstark, spielintelligent und eine brutale Präsenz ausstrahlend, schwer vorstellbar, dass wir mit ihm abgestiegen wären, wäre Reschke nicht auf beiden Augen blind gewesen. Auch Debütant Förster überraschte mich, sehr antrittsstark und ebenfalls spielintelligent. Dazu solide Spieler wie Kobel, Kempf und Stenzel, ein Badstuber, der immer stärker wird, den Kreativspielern Klement und Didavi und einem Sturm mit Nicolás González und Silas Wamangituka, die unser Spiel mit Schnelligkeit und Spielkunst bereichern. Dieses Team hat viel Potential und wird sich weiter steigern (müssen).

Wären die Jungs in puncto Chancenverwertung kaltschnäuziger, könnten sie dem 100-Tore-Sturm von 1976/77 Konkurrenz machen, so aber lassen sie einen zittern, mehr als einem lieb ist. Aber, was will man meckern, gewonnen ist gewonnen, Ende gut, alles gut!

Einen derart wilden Fußball wie derzeit unter Walter habe ich selten gesehen. Bei jedem Ballverlust herrscht Alarmstufe Rot, weil unsere Gegner fast ausschließlich in diesen ihre Chance sehen. Was dann auffällt, in Regensburg waren wir äußerst nah dran, wie geil die Jungs darauf sind, den Ball zurückzuerobern und wie weit man in solchen Situationen von der Grundformation entfernt ist, wenn ein Insúa plötzlich auf Rechtsaußen herumturnt.

Ein Fußball, in dem immer etwas los ist und in dem jeder, der es lieber gemächlich mag, fehl am Platze ist. Nach Jahren der fußballerischen Körperverletzung am Fan ist das für mich eine Wohltat, auch wenn der Schuss manchmal nach hinten los geht. Da die Truppe ständig aktiv ist, ist die Gefahr gering, dass man sich, auch wenn es mal nicht nach Wunsch läuft, seinem Schicksal ergibt.

Die Startaufstellung von Regensburg könnte, bis auf wenige Wackelkandidaten, jene der nächsten Wochen sein. Die Herren Gomez und Castro, aber auch Karazor und Ascacíbar dürften es schwer haben, es in die Stammformation zu schaffen. Mit dem Auftritt vom Samstag dürfte Insúa nicht mehr über den Platzhalter für den ausgefallenen Borna Sosa hinauskommen, seine Zeit, das sah man deutlich, ist wohl abgelaufen.

Santiago Ascacíbar blieb in Regensburg, und ist es auch gegen Greuther Fürth noch, suspendiert. Es muss einiges vorgefallen sein, wenn der VfB ein Fehlverhalten so drastisch und der Öffentlichkeit mitgeteilt, sanktioniert.

Gerüchten zufolge bastelt Santis Berater gar an einer Rückkehr zu seinem Stammverein Estudiantes de la Plata. Dass Ascacíbar ein Hitzkopf ist, weiß man und liebt es auch ein stückweit. Wenn diese Hitzköpfigkeit jedoch so weit geht, dass man dem Trainer vorschreiben möchte, wo er ihn bitteschön einzusetzen habe und dieser Forderung beim Sportdirektor Nachdruck verleiht, schlägt das dem Fass den Boden aus.

Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass die Zeiten eines Michael Reschke, der dem Vernehmen nach Geldstrafen für manchen Spieler aus eigener Tasche gezahlt und damit die Autorität des Trainers restlos untergraben hat, vorbei sind und neuerdings Trainer, Sportdirektor und Sportvorstand dieselbe Sprache sprechen und sich kein Spieler „hinten rum“ ausheulen darf.

Ich hoffe, dass Ascacíbar verstanden hat und nicht den Weg des geringsten Widerstands geht und flüchtet. Im weiteren Saisonverlauf, vor allem, sollte sich Mangala noch einmal verletzen, wird man sich glücklich schätzen können, auf einen Ascacíbar zurückgreifen zu können. Sollte er allerdings weiterhin beleidigte Leberwurst spielen und schlechte Stimmung verbreiten, muss man ihn abgeben. Unzufriedene Spieler und totes Kapital, immerhin ist Ascacíbar noch einer DER Top-Verdiener, sollte man sich möglichst nicht leisten.

Von der sportlichen Leitung bin ich derzeit wirklich sehr angetan und habe das Gefühl, alles was sie anpacken, hat Hand und Fuß. Die Transfers sitzen, die Außendarstellung ist mit der des letzten Jahres überhaupt nicht mehr zu vergleichen und auch der Trainer ist bis in die Haarspitzen motiviert, seine Jungs von Tag zu Tag besser machen zu wollen. Ich hoffe sehr, dass es in dieser Konstellation noch lange funktioniert und das „schwierige“ Umfeld ruhig bleibt, auch wenn wir nicht jeden Gegner in Grund und Boden spielen.

Jetzt schon Vergleiche zu ziehen, gegen wen alles wir mit dieser Spielweise in der Bundesliga Packungen kriegen würden, empfinde ich als ungerecht der Aufgabe gegenüber. Diese lautet direkter Wiederaufstieg, wofür einer der ersten zwei Plätze in der 2. Bundesliga belegt werden muss. Dieses Ziel haben wir, um das Ziel zu erreichen, sind wir als derzeitiger Tabellenführer auf einem guten Weg.
Die Bundesliga ist noch weit weg, im Fall des Aufstiegs wird der Kader schon deshalb ein völlig anderer sein, weil Verträge auslaufen und Leihspieler wie Stenzel und Kobel zu ihren Stammvereinen zurückkehren (müssen). Es zählt das Hier und Jetzt!

Manch Miesmacher und notorischer Bruddler versteht auch meine gute Meinung zu Tim Walter nicht. Er sei kein Übertrainer, habe noch nichts erreicht und er spiele Harakiri.

Leute, ich behaupte auch nicht, dass Walter ein Übertrainer ist. Ich sehe aber schon allein, dass er es in kurzer Zeit geschafft hat, eine Einheit zu formen und einen Mann, der sein Profil schärft, indem er Spielern, die ausscheren, die Leviten liest, und, wie jüngst in Regensburg, vermeintliche Lieblingsspieler draußen lässt, wenn andere derzeit besser sind.

Ich will einen Trainer, der den VfB lebt, der emotional ist, sich wie ein Kind über Siege freut und ungenießbar ist, wenn man verloren hat. Ich möchte keine Schlaftablette an der Seitenlinie, wie Korkut und Weinzierl es waren und keine ständigen Trainer- und Philosophie-Wechsel wie im letzten Jahrzehnt.

Den „Auch-jetzt-noch-Bruddler“ geht wohl derzeit die allherbstliche Trainerdiskussion ab, weshalb sie dem Braten noch nicht trauen und sie es sich nicht vorstellen können, dass Walter längerfristig bei uns Trainer sein könnte. Sie fordern zwar nicht direkt einen neuerlichen Trainerwechsel, stören sich aber am Personenkult um Tim Walter. Dieser muss sportlichem Erfolg per se ja auch nicht hinderlich sein, man schaue nur mal kurz nach Liverpool!

Ich kann dieses Misstrauen, was einem Misstrauen in Mislintat und Hitzlsperger gleichkommt, nicht nachvollziehen. Wir brauchen Kontinuität, die vielen Trainerwechsel der letzten Jahre haben uns mürbe gemacht, deshalb hoffe ich sehr, dass man am jetzt eingeschlagenen Weg festhält und endlich mal Geduld beweist.

So ruhig und harmonisch es derzeit an der sportlichen Front zugeht, so ungewiss ist es, wie es nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15.12.2019 weitergehen wird.

Die Bewerbungsfrist zum VfB-Präsidenten ist abgelaufen, nun liegt es am Vereinsbeirat aus zehn Bewerbungen, den Mitgliedern die zwei aussichtsreichsten Kandidaten zur Wahl zu stellen, wenn der Vereinsbeirat nicht noch einen elften Kandidaten aus dem Ärmel schüttelt, was ihm gestattet wäre.

Eigentlich ist es mir fast egal, wer Präsident wird, schlimmer als Dietrich kann er (oder sie?) nicht sein. Das Wichtigste am neuen Präsidenten ist mir, dass er sich selbst zurücknimmt und der so verheißungsvoll gestarteten neuen sportlichen Leitung nicht ins Handwerk pfuscht, was im Übrigen auch für Anwärter des neu geschaffenen Postens des Vorstandsvorsitzenden gilt.

Was wir nicht brauchen, ist ein Unternehmer, der an Aufmerksamkeitsdefizit leidet und sich in den Vordergrund stellt, genauso wenig wie einen Ex-Sportler, der sich dazu berufen fühlt, seine Vorstellungen der sportlichen Ausrichtung möglichst schnell auf den VfB zu übertragen. Beides würde Unruhe stiften die weitere Entwicklung gefährden.

Ich hoffe auf ein gutes Händchen des Vereinsbeirates mit der größtmöglichen Transparenz, um verloren gegangenes Vertrauen Stück für Stück zurück erlangen zu können.

Auf die bisher bekannten Kandidaten möchte ich nicht näher eingehen. Dass ich nach dem Spalter keinen Politiker in der Rolle des VfB-Präsidenten sehen möchte, der schon im Vorfeld in politische Lager spalten würde, hatte ich bereits in einem früheren Beitrag ausgeführt. Nur zur Kandidatur von Guido Buchwald ein paar Worte.

Ich finde es ungerecht, wie er bereits im Vorfeld diskreditiert wird und ihm die Fähigkeit abgesprochen wird, VfB-Präsident sein zu können. Gäbe es die AG nicht und wir wären noch eingetragener Verein, wäre Guido für mich der prädestinierteste Kandidat, den man sich vorstellen könnte. Ein Präsident soll repräsentieren, das könnte er von seiner Vita und seinem Auftreten her sicherlich perfekt. In wieweit er die wirtschaftlichen Erfordernisse mitbringt und sich außerhalb des japanischen Marktes im Fußball auskennt, sprich, ob er ein Fußball-Unternehmen führen kann, dies herauszufinden obliegt nun auch dem Vereinsbeirat.

Ihn jedoch im Vorfeld bereits madig zu machen und ihm sämtliche Fähigkeiten abzusprechen, ohne überhaupt zu wissen, wie sein Plan aussehen könnte und wen er unterstützend an seiner Seite hat, finde ich ungerecht. Dass er Interna aus dem Aufsichtsrat ausgeplaudert haben soll, ist für mich noch kein Kriterium, ihn als Präsidenten abzulehnen. Die Ära Dietrich würde ich, von allem was man aus dem Verein so mitbekommt, fast schon als Diktatur bezeichnen, in der selbst der Aufsichtsrat „auf Linie“ getrimmt war, damit ja alle Entscheidungen „einstimmig“ ausfielen. Wenn dann einer ausschert und sich nicht mehr anders zu helfen weiß, zum Wohl des VfB übrigens, ist er für mich eher ein Revoluzzer als einer, dem man nicht mehr über den Weg trauen könnte.

Guido Buchwald ist (m)ein Idol, zweimaliger deutscher Meister mit dem VfB und Weltmeister und hat eine sensationelle Epoche des Vereins, die ich enthusiastisch begleitet habe, entscheidend mitgeprägt. Er hat es sowohl nicht verdient, dass ihn ein Sponsorenvertreter bzw. Vertreter des Anteilseigners als VfB-Idol in aller Öffentlichkeit verunglimpft, als auch, dass man seine Kandidatur nicht mit dem angebrachten Respekt würdigt und einfach mal abwartet, wen der Vereinsbeirat ins Rennen zu schicken gedenkt.

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18. April 2019

Frust!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 06:20

„Wir dürfen nicht anfangen, den Frust über die derzeitige Lage nach außen zu tragen. Wenn wir dies tun, sind wir auf dem falschen Weg. Ich appelliere an jeden einzelnen, die Ruhe zu bewahren. Jeder einzelne ist in unserer Situation gefordert“, so Sportvorstand Thomas Hitzlsperger nach der Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen.

Auslöser dieser mahnenden Worte dürften Anzeichen einer Selbstauflösung des Teams sein. Gegen Leverkusen drückte sich dies in Ascacibars Spucken gegen Havertz, dem Disput von Kempf mit Co-Trainer Beller sowie überzogenen Reaktionen nach ihren Auswechslungen von Zuber und Gonzalez aus.

Weshalb dann ausgerechnet der Chef des Teams sich nicht an die Vorgabe Hitzlspergers hält (womit er einen weiteren Kündigungsgrund liefert), gibt Rätsel auf. Auf der Spieltags-Pressekonferenz platzte der Frust aus Weinzierl förmlich heraus. Und das nicht im Affekt, er erschien bereits mit geballten Fäusten in der Tasche und wartete förmlich darauf, endlich lospoltern zu können. Ich werte dies als einen Affront gegen Hitzlsperger und neuerlichen Hilferuf, ihn endlich zu entlassen. Bereits vor ein paar Tagen schrieb ich, es sei wohl besser, beide Seiten voneinander zu erlösen, dieser These gibt Weinzierl mit seinem denkwürdigen Auftritt neue Nahrung.

Dabei bin ich keineswegs der Auffassung, ein Trainer müsse sich alles gefallen lassen. Zu gegebener Zeit darf sich ein Jeder gerne auskotzen und Medienschelte betreiben, sind doch die Kollegen auf der anderen Seite des Podiums auch nicht gerade zimperlich, was die Beurteilung der Übungsleiter angeht. Vor allem in Stuttgart sind wir gebrannte Kinder und wissen, Alexander Zorniger lässt grüßen, wie sehr die Medienvertreter es beeinflussen, ob ein Trainer in Ruhe arbeiten kann oder nicht.

Was Weinzierl angeht, bin ich mit der Berichterstattung und dem Umgang mit ihm in den Pressekonferenzen, auch nicht einverstanden. Es geht vieles ins persönliche und es wird eher gefragt, wie es sich anfühlt, wenn man ständig verliert, den Nichtabstiegsplatz aus den Augen verliert und die Stürmer nicht treffen, als danach, was er anders zu machen gedenkt, um den Bock endlich umzustoßen und weshalb Spieler wie zum Beispiel Thommy und Akolo in seinen Überlegungen nicht vorkommen, während Gomez und Gonzalez einen bedauernswerten Auftritt nach dem anderen hinlegen.

Weinzierl hat natürlich Recht, wenn er sagt, er sei nicht schuld, wenn Ascacibar einen Gegenspieler anspuckt und wenn Gomez das Tor nicht trifft. Aber, er ist schuld daran, dass sich das Team seit seiner Amtsübernahme so gut wie überhaupt nicht weiterentwickelt hat. Durch Aussagen wie „wir müssen das besser machen“, wir müssen das, wir müssen jenes und wir dürfen das nicht, beruhigt er uns VfB-Fans in keinster Weise.

Eher das Gegenteil ist der Fall, es ist das Hoffen auf den lieben Fußballgott, nicht aber ein Indiz dafür, dass er einen Plan in der Tasche hätte, wie wir uns in den nächsten Spielen noch steigern könnten. Das macht Angst!

Zudem haut er allzu gern seine eigenen Spieler in die Pfanne, was bei denen nicht sonderlich ankommen dürfte. Mich würde es brennend interessieren, ob Weinzierl im Winter außer Esswein noch weitere Wunschspieler auf dem Zettel hatte, die Reschke ihm nicht genehmigt hat oder was sonst sein Plan gewesen war, eine bessere Rück –als Vorrunde spielen zu können.

Die Vakanz im kreativen Mittelfeld (Alternative zu Didavi) und Sturm (5 Tore Gomez, 2 Tore Gonzalez) war bekannt, so dass es äußerst fahrlässig gewesen ist, nur mit diesem Personal auch in die zweite Saisonhälfte zu gehen.

Aufgrund seiner Bilanz hätte Weinzierl nach dem Debakel in Düsseldorf zusammen mit Reschke gehen müssen. Danach hatte man zwar kurz den Eindruck, er wirke gelöster mit Hitz anstatt Reschke an seiner Seite, doch, der zarte Aufschwung mit gerade mal dem Pflichtsieg gegen Hannover 96 und zwei Achtungs-Unentschieden in Bremen und gegen Hoffenheim erwies sich als Strohfeuer.

Weshalb jetzt immer noch nicht gehandelt, erschließt sich mir überhaupt nicht. Weinzierl und der VfB, das passt einfach nicht. Schon als Augsburg-Trainer tat er uns nicht gut, bei 7 Siegen und nur einer Niederlage (18:5 Tore), womit er den Trainern Labbadia, Veh und Zorniger den Gnadenstoß versetzte.

Als VfB-Trainer ist seine Bilanz verheerend. Vier Siege, vier Unentschieden und 14 Niederlagen sprechen Bände und sollten Grund genug sein, ihn zu entlassen, jetzt, wo wir langsam aber sich den Atem der Nürnberger spüren.

Wie am Schluss Hannes Wolf, scheint Weinzierl um seine Entlassung zu betteln, siehe seine fragwürdigen Aufstellungen und das jüngste Konterkarrieren von Hitzlspergers Appell. Der Verdacht drängt sich auf, man setze darauf, Weinzierl im Falle des Abstiegs günstiger loszubekommen.

Für mich ein Spiel mit dem Feuer, zumal ein professionell wirtschaftender Verein wie der VfB, der um die Verweildauer seiner Trainer weiß, bestimmt ausreichend Rücklagen für Abfindungen gebildet hat! Ein Abstieg käme uns um ein Vielfaches teurer, so dass ich es nicht kapiere, weshalb man drauf und dran ist, die Fehler von 2016 zu wiederholen.

Nichtsdestotrotz hat Augsburg für Weinzierl Endspielcharakter. Ein neuerlicher blutleerer Auftritt, weitere Eskapaden auf und neben dem Platz oder eine Eskalation auf den Rängen. Es fühlt sich an, als fehle nur noch der berühmte Tropfen, um den VfB endgültig ins Chaos zu stürzen. Hitzlsperger hätte ich ruhigere Zeiten gewünscht, sich ins neue Aufgabengebiet einzuarbeiten. Er ist fast ausschließlich als Krisenmanager gefragt und hat einen Brandherd nach dem anderen zu löschen.

Je weniger die Spiele, desto schwieriger die Suche nach einer Interimslösung, denn, nur eine solche kommt in Frage, will man im Sommer unbelastet mit einem neuen Trainer in die nächste Saison gehen. Ich bin gespannt, wen Hitz aus dem Hut zaubern wird und würde derzeit jede Wette eingehen, dass Weinzierl nicht bis Saisonende unser Trainer ist.

Ascacibar indes wurde inzwischen von der DFL mit der Mindeststrafe von sechs Wochen für eine Tätlichkeit, zu der auch Spucken zählt, belegt. Mildernde Umstände, die das Strafmaß hätten drücken können, gab es offensichtlich nicht, sonst hätte der VfB wohl Einspruch eingelegt.

Somit steht uns Ascacibar erst bei einem möglichen Relegationsrückspiel wieder zur Verfügung. Ich hatte bereits unmittelbar nach dem Spiel harsche Kritik an den selbsternannten Experten geübt, die allzu hart mit Santi ins Gericht gingen und ihn am liebsten wieder zurück in der argentinischen Pampa sähen, weil für Spucker kein Platz in unserer Gesellschaft sei. Auch ich war von seiner Aktion entsetzt und will so etwas von keinem VfB-Spieler sehen. Daher bin ich mit der Bestrafung einverstanden, weil Santi eine Grenze überschritten hat, egal in welcher emotionalen Ausnahmesituation er sich befand.

Ascacibar wird die Sperre selbst am meisten treffen! Als einer der wenigen, für die Fußball noch Kampfsport und nicht nur Ballett ist, dürfte er durchdrehen, wenn er in den nächsten Wochen nicht mitwirken kann und womöglich miterleben muss, wie der Absturz des VfB noch mehr an Rasanz aufnimmt.

Daher sollte es mit der Strafe gut sein und sämtliche Kritiker, die eh alles besser wissen, sollten von nun an die Klappe halten und dem jungen Burschen, der er noch immer ist, die zweite Chance zugestehen. Ich bin mir sicher, auch einem Hitzkopf wie ihm, wird das kein zweites Mal passieren. Kopf hoch, Santi, wir VfBler stehen zu Dir!

Ob mit oder ohne Santi, Augsburg wird schwer. Durch den Trainerwechsel und den Sieg in Frankfurt wittern die bayerischen Schwaben Morgenluft und könnten sich durch einen Sieg fast aller Abstiegssorgen entledigen. Gut möglich also, dass Weinzierl ausgerechnet von seinem Ex-Verein in die gut dotierte Arbeitslosigkeit geschickt wird.

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15. April 2019

Ruhe bitte!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 06:40

Wer kennt ihn nicht, den Kollegen, der die Ruhe weg hat, obwohl es um ihn herum lichterloh brennt und alle anderen in Aufruhr sind. So kommt mir Thomas Hitzlsperger gerade vor. Panik und Endzeitstimmung überall, während Hitz die Devise ausgibt, „Ruhe bewahren“.

Ein Sieg aus den letzten 14 (!) Spielen, vier Siege, vier Unentschieden, 15 Niederlagen, seit Markus Weinzierl unser Trainer ist und wir sollen Ruhe bewahren? Seit dem Augsburger Sieg gestern scheint der Relegationsplatz das Höchste der Gefühle zu sein, und es ist alles gut?

Hitzlsperger, wie die meisten seiner Amtsvorgänger seit Rolf Rüssmann absoluter Novize in diesem Metier, sollte man Anfängerfehler zugestehen. Besonders klug war es sicherlich nicht, nach dem enttäuschenden Remis gegen den Club Markus Weinzierl mittels „wir ziehen das gemeinsam durch“ eine Jobgarantie auszusprechen. Nach dem erneut an Harmlosigkeit kaum zu überbietenden Auftritt gegen Bayer 04 Leverkusen fliegen ihm diese Worte bereits um die Ohren.

So relativierte er inzwischen diese Jobgarantie und meinte, „ein paar Tage müsse jetzt Ruhe sein“, was Spekulationen den Raum öffnet, Augsburg könnte das endgültige Endspiel für Weinzierl sein.
Der nette Herr Hitzlsperger ist wahrlich nicht zu beneiden. Nach dem Tollpatsch und Unsympathen Reschke von Dietrich bewusst installiert, um dem VfB ein sympathischeres Gesicht zu verleihen und selbst ein wenig aus der Schusslinie zu kommen, muss er, trotz aller Treuegelübde, Kante zeigen und diese unangenehme Personalentscheidung treffen. Es hilft keinem weiter, das Unvermeidliche weiter vor sich herzuschieben. Handeln ist gefragt!

Nicht nur das schwierige Umfeld und die Fußball AG sollen laut Hitz Ruhe bewahren, sondern in erster Linie die Mannschaft. Dort sind schon während der gesamten Rückrunde Selbstauflösungstendenzen zu verzeichnen, die nach Reschkes Entlassung nur kurz Pause hatten. Bettelten damals schon Spieler (Pavard, Gonzalez, Ascacibar) um Platzverweise, flog am Samstag Santiago Ascacibar mit einer Unsportlichkeit sondergleichen vom Platz.

Auch wenn Santi das ganze Spiel über immer wieder mit Kai Havertz aneinander geraten und auch böse gefoult worden war, rechtfertigt das seine Spuckattacke in keinster Weise. Ein Profi muss sich dahingehend im Griff haben, zumal spucken eine Demütigung der ekligsten Sorte darstellt.

Da Santi auch nach der roten Karte nicht zu bändigen war, den Schiedsrichter leicht stieß und Havertz an den Kragen wollte, dürfte die Saison für den kleinen Argentinier beendet sein. Ein Bärendienst also, den er uns und seinem Team damit erwiesen hat. Er, noch einer der wenigen, denen man in puncto Einsatz nie etwas vorwerfen konnte, wird uns sehr fehlen. Bitter! Als Ersatz dürfte nun Dennis Aogo bereit stehen, doppelt bitter!

Unangebracht ist es allerdings, wenn selbsternannte Experten den Stab über ihn brechen und dabei soweit gehen, wie Peter Neururer beim Fußball-Stammtisch bei Sport 1, „Spucker“ hätten keinen Platz in unserer Gesellschaft oder auch Spieler von Leverkusen, die verbal nachtreten. Gerade in der Bundesliga ist schon seit Jahren ein Verfall der Sitten zu verzeichnen, so dass diese Leute erst einmal vor der eigenen Haustür kehren sollten. Es wird doch nur noch geschauspielert und betrogen, was genauso zu verurteilen ist.

Santi Ascacibar wird seine Strafe bekommen und damit sollte es dann auch gut sein. So wenig Verständnis ich für Santis Aussetzer habe, so sehr fehlt mir bei dessen Beurteilung die Verhältnismäßigkeit. Für Casteels‘, im BILD-Jargon würde man sagen Brutalo-Foul an Christian Gentner gab es weder Karte, noch Elfmeter, noch Videobeweis, noch eine nachträgliche Bestrafung, obwohl man durchaus von vorsätzlicher Körperverletzung sprechen konnte.

Ruhe bewahren sollten laut Hitzlsperger aber auch alle anderen. Kempf gerät mit Co-Trainer Beller aneinander, Zuber beschwert sich (berechtigt) lautstark über seine Auswechslung und Mario Gomez muss offensichtlich von Weinzierl der Kopf gewaschen werden. Dieser war bestimmt nicht „amused“, als Weinzierl in der Vorwoche referierte, hätte Gomez die Hälfte seiner Großchancen genutzt, stünden wir jetzt besser da! So sieht alles nach Auflösungserscheinungen aus, getreu dem Motto, rette sich, wer kann.

Es gibt wenig, was Hoffnung auf Besserung, zumindest in der derzeitigen Konstellation mit Weinzierl als Trainer, macht. Mit 21 Punkten nach 29 Spielen stünde man in einer normalen Spielzeit zehn Punkte hinter dem rettenden Ufer als bestenfalls Siebzehnter und die Trainerfrage hätte sich längst beantwortet. Einzig die Schwächen von Hannover und Nürnberg sind es, die Weinzierl noch im Amt halten.

Ob er selbst darüber so glücklich ist, darüber hege ich so langsam meine Zweifel. Seine immer wiederkehrenden Durchhalteparolen, seine Aufstellungen, die taktische Ausrichtung, seine Wechsel, nichts lässt eine Strategie, den VfB aus der Krise zu führen, erkennen. Weinzierl hat den Schalter beim Team nie gefunden und ist längst gescheitert, so dass man beide Seiten voneinander erlösen sollte.

Wie am Rande der Mislintat-Bekanntgabe des Öfteren zu lesen war, soll der Trainer der kommenden Saison ja bereits feststehen. Dann wäre es umso unverständlicher, den VfB mit Weinzierl ungebremst ins Verderben rasen zu lassen. Das würde erklären, dass inzwischen von Teilen des Teams der offene Aufstand geprobt wird. Wer soll schon einem Respekt entgegenbringen, der ohnehin nur noch ein paar Wochen hier ist.

Von einem externen Feuerwehrmann, der fünf bzw. sieben Spiele lang tätig ist und dann das Feld wieder räumt, halte ich wenig. Ich favorisiere nach wie vor eine interne Lösung, jedoch weder Hinkel, der die Amateure retten soll, noch Willig von den U19-Junioren, der ebenfalls eine wichtige Mission zu erfüllen hat und vor dem dieser Sauhaufen von Mannschaft wohl auch nicht den nötigen Respekt hatte.

Für meinen Vorschlag auf Facebook, Günther Schäfer als Teamchef zu installieren, wurde ich von manchen belächelt, andere goutierten ihn. Mein Gedanke dabei ist, dass ein Verein wie der VfB genügend ausgebildete Trainer für die tägliche Arbeit und auch taktische Ausrichtung beschäftigt. Ein Günther Schäfer als Teamchef stünde an vorderster Front und wäre für die richtige Ansprache ans Team prädestiniert. Er lebt den VfB wie kaum ein anderer, weiß wie der Hase auf dem Fußballplatz läuft und ist nah genug dran, um einzuschätzen, wie das Team tickt und wo die Probleme tatsächlich liegen.

Nachdem es beim FC Augsburg den Trainer-Effekt gab und dieser kurzerhand das Bonusspiel in Frankfurt gewann (was erlaube FCA?), geht es einzig und allein noch um den Relegationsplatz, den ich weiterhin nicht groß gefährdet sehe, weil sich auch der 1. FC Nürnberg mit dem Siegen sehr schwer tut und das schwerere Restprogramm als der VfB hat.

Auf das Leverkusen-Spiel möchte ich gar nicht groß eingehen, weil es das Spiegelbild etlicher Partien in dieser Saison war. Vorne harmlos und gerade einmal mit einem einzigen Torschuss in 90 Minuten, während hinten immer einer für eine Dämlichkeit gut bzw. schlecht ist.

Duplizität der Ereignisse: wie schon in Dortmund war es Gonzalo Castro, der an der Strafraumgrenze einen völlig unnötigen Strafstoß verursachte, welcher schließlich das Spiel zugunsten der Werkself entschied. Diese spielentscheidende Szene unterstreicht einmal mehr, welchen Seuchenvogel wir uns mit Markus Weinzierl ins Haus geholt haben. Setzt alles daran, seinen Schlüsselspieler rechtzeitig für das Spiel fit zu bekommen und dann ist es ausgerechnet er, der so dämlich foult, dass dem Schiri nichts anderes übrig bleibt, als Elfmeter zu pfeifen. Ein Schelm, der sich etwas dabei denkt, dass Castro die beiden Elfmeter in ähnlicher Art und Weise ausgerechnet gegen seine Ex-Vereine verschuldet hat.

Was uns gestern zu Diskussionen am Rande des Spiels unserer Amateure gegen Hoffenheim II anregte, war die Überlegung, seit wann es eigentlich für Vergehen im Strafraum, die keine Torchance betreffen, nicht mehr indirekten Freistoß gibt…

Sollte man tatsächlich mit Weinzierl in das Spiel in Augsburg gehen, dürfte Augsburg einmal mehr der Job-Killer für einen VfB-Trainer werden. Augsburg, das monatelange Querelen zwischen Trainer Baum und dem Team durchstand und in der letzten Woche doch die Reißleine zog, wirkte in Frankfurt wie von einer Zentnerlast befreit. So ist für den VfB bei den bayerischen Schwaben das Schlimmste zu befürchten. Ich freue mich dennoch auf das Spiel. Schöner Platz, wie schon in den letzten Jahren auf der Haupttribüne, super Sicht auf Spielfeld und Gästeblock, „richtiges“ Bier und genügend Zeitpuffer, um vor und nach dem Spiel das Brauhaus 1516 direkt am Bahnhof aufsuchen zu können. So lässt es sich auswärts, trotz der lächerlichen Darbietungen, bestens aushalten.

Seit gestern gibt es außer dem sportlichen Brandherd möglicherweise auch noch einen außerhalb des Platzes. Der kicker beleuchtet noch einmal das Firmengeflecht von Quattrex und führt auf, wie Dietrich an den Erlösen partizipiert.

Brisant ist, dass die Quattrex unter anderem Investor von Heidenheim und Union Berlin, zwei möglichen Relegationsgegnern des VfB, ist, und somit mittelbar ein Interessenskonflikt vorliegen könnte, sollten wir gegen einen der beiden in der Relegation antreten müssen. Demnach stünde der erste Gewinner der Relegationsspiele, egal wie sie ausgehen, bereits vor Anpfiff fest: Wolfgang Dietrich.

Was an den kicker-Recherchen wirklich neu ist und ob Tatsachen vor der DFL verschleiert wurden, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Sollte dem so sein, dürfte eine drakonische Strafe bis hin zum Lizenzentzug drohen und, das Gute daran, Wolfgang Dietrich nicht mehr zu halten sein.

Es ist also leichter gesagt, als getan, Ruhe zu bewahren, wenn es an allen Ecken und Enden lodert und man mit dem Löschen der Brandherde nicht mehr hinter her kommt.

Da passt es ins Bild, dass just nachdem Thomas Hitzlsperger eindringlich an alle appelliert hat, das eigene Ego hinten an zu stellen, Benjamin Pavard zum Medizincheck nach München rauscht. Sein gutes Recht zwar, am trainingsfreien Tag, er wird dadurch mutmaßlich am Samstag nicht schlechter spielen und doch stellt man sich die Frage, ob ein Profi so etwas wie Taktgefühl besitzt.

Der VfB scheint, wohin man schaut, am Ende zu sein. Hoffentlich ist diese Saison bald rum, mich macht sie müde!

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