4. Mai 2010

VfB rettet Punkt gegen Mainz

Category: Spielberichte — Tags: , , , , , , , , , , – Franky @ 18:19

Der Stadionsprecher wartet mit seiner Durchsage, bis der Schiedsrichter das Spiel des VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz angepfiffen hat. Unter dem Jubel der 41.600 Fans hallt nach wenigen Sekunden seine Botschaft über die Lautsprecher: “Cacau wird den Verein nicht verlassen!” Bis zum Jahr 2013 hat der Stürmer einen Vertrag beim VfB unterschrieben. Beim 2:2 gegen Mainz hat er mit seinem Pass auf Ciprian Marica in der 75. Minute dem VfB Stuttgart einen Punkt im letzten Heimspiel dieser Saison gerettet.

Der VfB griff in der ersten Hälfte vor allem über die Flügel an. Das Doppelpassspiel zwischen Cristian Molinaro und Roberto Hilbert brachte die Mannschaft immer wieder nahe an den Strafraum der Mainzer. Doch viele Fehlpässe ließen die Gäste häufig zu Konterchancen kommen. “Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt”, sagte Cacau nach dem Spiel. Die erste Gelegenheit in der Partie hatte der Mainzer Stürmer Aristide Bancé (9.). Nach einer Unsicherheit in der VfB-Abwehr kam der Mainzer Stürmer frei zum Schuss, verfehlte jedoch das Tor, der Ball ging am rechten Pfosten vorbei.

Ciprian Marica hatte in der 10. Minute die Chance, die 1:0-Führung zu erzielen. Den flachen Ball von Molinaro schoss er jedoch am Tor vorbei. Eine sichere Mainzer Abwehr ließ dem Sturm des VfB Stuttgart in der ersten Hälfte kaum Chancen. Kurz vor der Halbzeitpause verpasste Marica erneut die Möglichkeit zum Führungstreffer (44.), aber sein Schuss prallte an der Mainzer Abwehr ab.

Der VfB griff in der ersten Hälfte vor allem über die Flügel an. Das Doppelpassspiel zwischen Cristian Molinaro und Roberto Hilbert brachte die Mannschaft immer wieder nahe an den Strafraum der Mainzer. Doch viele Fehlpässe ließen die Gäste häufig zu Konterchancen kommen. “Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt”, sagte Cacau nach dem Spiel. Die erste Gelegenheit in der Partie hatte der Mainzer Stürmer Aristide Bancé (9.). Nach einer Unsicherheit in der VfB-Abwehr kam der Mainzer Stürmer frei zum Schuss, verfehlte jedoch das Tor, der Ball ging am rechten Pfosten vorbei.

Ciprian Marica hatte in der 10. Minute die Chance, die 1:0-Führung zu erzielen. Den flachen Ball von Molinaro schoss er jedoch am Tor vorbei. Eine sichere Mainzer Abwehr ließ dem Sturm des VfB Stuttgart in der ersten Hälfte kaum Chancen. Kurz vor der Halbzeitpause verpasste Marica erneut die Möglichkeit zum Führungstreffer (44.), aber sein Schuss prallte an der Mainzer Abwehr ab.

Kommentar: In der ersten Halbzeit verzweifelte der VfB Stuttgart an der solide verteidigenden Hintermannschaft der Mainzer. Viele Fehlpässe luden die Gäste immer wieder zu Kontern ein, der Spielaufbau des VfB war von Ideenlosigkeit geprägt. Verdient schossen die Mainzer zwei Tore, nachdem die VfB-Abwehr zu Beginn der zweiten Halbzeit immer wieder patzte. Erst mit der Einwechslung von Hleb und Schieber erhöhte der VfB das Tempo. Das Team zeigte in den letzten 20 Minuten großen Einsatz und wurde zurecht mit dem Ausgleich belohnt.

Tore:1:0 Malik Fathi, 2:0 André Schürrle, 2:1 und 2:2 Ciprian Marica

Bester Spieler: Cristian Molinaro

Entscheidende Spielszene: Cacau passt in der 75. Minute auf Marica, der den Ball ins Tor schiebt und zum 2:2 ausgleicht.

(STZ 1.5.10)

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14. Dezember 2009

Torwartproblem kostet den Sieg

Category: Presse — Tags: , , , , , , – Franky @ 13:01

ugen zu und hoffen: der VfB-Torschütze Pawel Pogrebnjak (vorne) behauptet sich im Kopfballduell gegen den Mainzer Zsolt Löw.

Augen zu und hoffen: der VfB-Torschütze Pawel Pogrebnjak (vorne) behauptet sich im Kopfballduell gegen den Mainzer Zsolt Löw.

Fassungslos schleichen die Stuttgarter Spieler vom Platz. Gerade haben sie in Mainz ein Spiel mit 1:1 beendet, das sie schon gewonnen glaubten. Wäre da nicht Jens Lehmann gewesen, der den VfB in der Schlussphase um den so wichtigen Sieg gebracht hatte. Der Platzverweis des Torhüters und der anschließende Elfmeter verhinderten, dass Christian Gross ungestört weiterarbeiten kann.

Bestimmt werden die Überlegungen des Stuttgarter Trainers gerade von der Absicht, beim VfB Stuttgart Ruhe und so etwas wie Konstanz reinzubekommen. Das ließ sich schon an der Aufstellung ablesen. Im Vergleich zu seinem Einstandserfolg in der Champions League gegen Unirea Urziceni veränderte Gross sein Team nur auf einer Position – und das gezwungenermaßen. Für den gelbgesperrten Innenverteidiger Serdar Tasci rutschte Georg Niedermeier in die Startformation. Diese Maßnahme hatte aber gleich eine Turbulenz zur Folge, nachdem Niedermeier schlecht klärte und damit den Mainzer Andreas Ivanschitz in eine gute Schussposition brachte. Der Abschluss des in dieser Saison so treffsicheren Österreichers verfehlte in der zweiten Spielminute aber das Ziel.

Neuer Stuttgarter Schwung

Diese Szene konnte den VfB aber nicht erschüttern, der nun selbst in die Offensive ging. Und gleich die erste Chance führte zum Erfolg. Eine scharfe Hereingabe des erneut überzeugenden Arthur Boka drückte Pawel Pogrebnjak mit der Hüfte zur Stuttgarter 1:0-Führung über die Linie (11.). Nur zwei Minuten später eröffnete sich dem durchgebrochenen Ciprian Marica die Chance zum zweiten VfB-Tor. In der 40. Minute dann stand dem Rumänen der hervorragend regierende Mainzer Torhüter Heinz Müller im Weg, der den Kopfball noch um den Pfosten lenkte.

Gerade die beiden Stuttgarter Stürmer Ciprian Marica und Pawel Pogrebnjak verkörperten anfangs den neuen Stuttgarter Schwung. Unter dem Teamchef Markus Babbel brachten sie kein Bein auf den Boden. Christian Gross scheint ihnen eine Last von den Schultern genommen zu haben, was sie befreiter aufspielen lässt.

Dass der VfB auf dem Weg in eine ruhigere Zukunft sein könnte, zeigt aber auch das deutlich geordnetere Defensivverhalten. Der Kapitän Matthieu Delpierre und der von seinem Einstiegsfehler unbeeindruckte Georg Niedermeier strahlten Ruhe aus. Maßgeblich zur Stabilität trägt auch der lange verletzte Sami Khedira bei. Mit ihm ist Ordnung ins defensive Mittelfeld zurückgekehrt. “Sami ist ein Führungsspieler – auf dem Feld und auch außerhalb”, so lobte der Sportvorstand Horst Heldt den U-21-Europameister.

Die große Wende im Spiel

Dass Christian Gross aber noch viel Arbeit bleibt, wurde in der zweiten Halbzeit deutlich. Der VfB zog sich weit zurück und verschickte die Einladung zum Angriff an die Mainzer. Die Gastgeber waren im ausverkauften Stadion nun feldüberlegen und ließen Flanke um Flanke in den Stuttgarter Strafraum segeln. André Schürrles Kopfball landete in den Armen des VfB-Schlussmanns Jens Lehmann. Dieser sollte dem Spiel nun die große Wendung geben. Seine Privatfehde mit dem Mainzer Aristide Bancé eskalierte in der 87. Minute.

Nachdem Lehmann den Ball abfing, steuerte er ohne Not den Stürmer an, rempelte und trat ihm auf den Fuß. Eine geklärte Situation führte auf fast schon unerklärliche Weise zum Mainzer Ausgleich. Denn der Schiedsrichter Wolfgang Stark entschied auf Elfmeter und zeigte Lehmann gleichzeitig die Rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, nachdem sich Bancé theatralisch fallen gelassen hatte. Den Strafstoß verwandelte der eingewechselte Eugen Polanski zum 1:1-Endstand (90.). “Dieser Ausgleich ist ganz bitter, weil wir eine gute Leistung gezeigt haben”, resümierte Horst Heldt, der sich nun noch einmal mit Jens Lehmann unterhalten will. So liefert der umstrittene Torwart selbst den Grund dafür, dass über ihn diskutiert werden muss (siehe dazu “Jens Lehmann sieht Rot”).

Der für Lehmann eingewechselte Sven Ulreich wird nun wohl auch im letzten Vorrundenspiel am Samstag zu Hause gegen 1899 Hoffenheim das VfB-Tor hüten. Doch die Schlussphase in Mainz dürfte viel zu emotional gewesen sein, um den Blick der Stuttgarter Spieler gleich auf diese Partie zu lenken. Nur der Trainer Christian Gross sah sich dazu schon in der Lage: “Ein Sieg zum Abschluss des Jahres würde uns enorm weiterhelfen.”

Mainz:

Müller – Heller, Bungert, Noveski, Löw – Karhan (82. Hyka), Soto – Hoogland, Ivanschitz (82. Baljak), Schürrle (65. Polanski) – Bancé.

Stuttgart:

Lehmann – Celozzi, Niedermeier, Delpierre, Boka – Träsch, Khedira – Gebhart (89. Ulreich), Hleb (74. Rudy) – Marica (68. Schieber), Pogrebnjak.

Schiedsrichter:

Stark (Ergolding).

Tore:

0:1 Pogrebnjak (11.), 1:1 Polanski (90., Foulelfmeter).

Zuschauer:

20.300 (ausverkauft).

Rote Karte:

Lehmann (87.).

STZ online 14.12.2009

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