21. April 2014

Der VfB ist wieder da!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , – Franky @ 10:44

Oh, wie ist das schön! Kaum zu glauben in einer Saison, in der der VfB von einer Peinlichkeit in die nächste schlitterte und Punkte, die auf dem Silbertablett da lagen, in schöner Regelmäßigkeit liegen ließ. Gestern griffen die Jungs aus Cannstatt beherzt zu und nahmen die Vorlagen aus Braunschweig, Nürnberg und Hamburg dankend auf.
Eine großartige Mannschaftsleistung gestern, daher fällt es schwer, einzelne herauszuheben und würde den anderen auch nicht gerecht werden. Das ganze steht und fällt jedoch mit Huub Stevens, der es verstanden hat, das Team zusammenzuschweißen und vielleicht nicht immer die besten Einzelspieler, jedoch die besten Teamplayer auf den Rasen zu bringen. Ich habe es schon mehrfach geschrieben, dass Huub für mich seit Gross der erste „richtige“ Trainer, im Sinne von Fußballlehrer ist. Anders noch, als bei seinen Vorgängern, kann sich niemand sicher sein, im nächsten Spiel dabei zu sein, wenn er unter der Woche nachlässt. Ibisevic scheint endgültig außen vor zu sein und das ist auch gut so. Solche lustlosen Individualisten in der Mannschaft können wir uns nicht leisten. Klasse daher der Schachzug mit Cacau anstelle vom angeschlagenen Werner, der die Aufstellung durch große Leidenschaft rechtfertigte. Seit dem Dortmund-Spiel, als Stevens erstmals Didavi und Gruezo brachte, hat unser Spiel spürbar an Struktur und Stabilität gewonnen. Auch das mutige, aber goldrichtige Maßnahmen von Stevens. Ich war mir sicher, ein harter, aber gerechter Typ wie Stevens hat diese Mannschaft gebraucht, befürchtete aber, dass der Trainerwechsel angesichts der zuvor verschenkten Punkte gegen Teams in unseren Tabellenregionen, zu spät kam. Seit gestern bin ich mir sicher, dass wir die Klasse halten werden. 31 Punkte sind zwar noch immer eine erbärmliche Ausbeute und kein Ruhmesblatt, wir haben jedoch das Glück, dass es tatsächlich 3 (!) Mannschaften gibt, die noch spärlicher punkten und dass ich keiner dieser Mannschaften zutraue, überhaupt noch mehr als vier Punkte einzufahren, die uns derzeit vom Relegationsplatz trennen. So gesehen, könnte es das schon gewesen sein. Der VfB ist natürlich gut beraten, kommenden Freitag in Hannover nachzulegen und den Sack womöglich schon dort zuzumachen. Das wäre Balsam für unser aller Nervenkostüm und würde uns die Möglichkeit eröffnen, zum letzten Heimspiel der Saison ganz entspannt mit dem Partyfloß anzureisen und den Tag einfach zu genießen.

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20. April 2014

Macht’s noch einmal, Jungs!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 08:06

Oh VfB hier im Stadion, Du raubst mir noch den Schlaf. Toll, wenn man am Sonn- und Feiertag nach der inneren Uhr aufwacht und am liebsten sofort aufbrechen würde, um die so bitter, dringend benötigten drei Punkte einzuheimsen und dann zum “gemütlichen” Teil übergehen zu können. Nach den bisherigen Ergebnissen des Spieltags ist der Abstiegskampf zum Vierkampf geworden, bei dem wir als Tabellenführer ins Rennen gehen. Das ist das positive, das man mitnehmen kann, noch haben wir die beste Ausgangsposition und sollte der Glubb gegen die Pillendreher verlieren, hat sich daran, egal wie unser Kick gegen Gazprom ausgeht, auch nichts geändert.
Das Bild stammt vom 12.05.2001, als wir in ähnlich bedrohlicher Situation den Meisterschaftskandidaten Schalke ins Tal der Tränen stürzten und maßgeblichen Anteil an ihrer ersten “Meisterschaft der Herzen” hatten. Auch damals gab es keinen Schönheitspreis zu gewinnen, die Devise lautete zunächst einmal, sicher zu stehen und das Schalker Spiel zu zerstören, was auch gelang. So ergab das mehr oder weniger ein Gewürge von zwei nervösen Mannschaften, aber egal. Die Zuschauer hatten den Überlebenskampf lang angenommen, so dass kaum Pfiffe und kein Murren zu vernehmen waren, alle, wirklich so gut wie alle, standen hinter dieser jungen Mannschaft, die uns in den Folgejahren noch so viel Freude bereiten sollte.
In der 90. Minute schließlich fasste sich Krassimir Balakov ein Herz und hämmerte die Kugel in die Maschen. Der Torschrei von damals klingt mir heute noch in den Ohren und hallte bis nach München durch, die auf einmal wieder im Meisterschaftsrennen waren. Mit einem analogen Verlauf heute wäre ich einverstanden, auch wenn ich mich von Woche zu Woche frage, wieviele solcher Nervenspiele man in etwas gesetzterem Alter eigentlich noch ertragen kann. Die Hütte ist wieder zum zerbersten voll, langsam sollte auch der letzte kapiert haben, was die Stunde geschlagen hat. Ich bin überzeugt davon, gemeinsam können wir es schaffen und das Starensemble aus Gelsenkirchen ohne Punkte zurück in den Pott schicken. Heute haben wir zwar keinen Soldo mehr, auch keinen Balakov, dafür kam unser Dida wieder wie Phönix aus der Asche, der auch eine beachtliche linke Klebe hat. Die Mannschaft wirkte zuletzt immer stabiler. Sollten sie die Leistungssteigerung fortsetzen können, aus einer soliden Ordnung heraus eigene Angriffe mit den schnellen Harnik, Traore und Werner generiern können, die, da sehr variabel vorgetragen, für jeden Gegner schwer zu verteidigen sind, brauchen wir uns zumindest was die Offensive angeht, vor niemandem zu verstecken. So paradox es klingt, Gente wächst an der Seite von Gruezo und Didavi tut unserem Spiel einfach gut. Es gilt die einfachen Fehler zu vermeiden und bis zur 98. Minute, wenn es sein muss, die Konzentration hochzuhalten, dann können wir heute den perfekten Tag haben. Frühingsfest, gutes Fußballwetter, Nürnberger Niederlage, VfB-Sieg. Das wäre dann ein wahrer Bigpoint im Überlebenskampf. In diesem Sinne, alles geben heute, forza VfB!

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26. November 2009

Der VfB hat das Siegen nicht verlernt

Glasgow – Die letzten Spielminuten verbrachte Markus Babbel im Stehen – doch zittern musste der VfB-Teamchef diesmal ausnahmsweise nicht. Zwar vergab seine Mannschaft in der Schlussphase eine Chance nach der anderen, aber der Sieg, der stand schon lange fest. Mit 2:0 (1:0) gewannen die Stuttgarter am Dienstagabend bei den Glasgow Rangers und beendeten damit die schwarze Serie von zuvor zehn sieglosen Pflichtspielen in Folge.

Es war ein Erfolg, der wichtiger kaum sein könnte – für den Verein und nicht zuletzt den Teamchef. Einerseits ist der VfB nun sicher Gruppendritter, überwintert also in jedem Falle im Europapokal und hat mit einem Sieg zum Abschluss gegen Urziceni die große Chance, ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Und andererseits bleibt Babbel zumindest vorerst die Entlassung erspart. Für ihn war viel auf dem Spiel gestanden, eine weitere Niederlage hätte er sich kaum erlauben dürfen.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatte sich der Teamchef entschlossen, seinen Kapitän auf die Ersatzbank zu setzen. Thomas Hitzlsperger musste zunächst zuschauen, nachdem er in den vergangenen Wochen enttäuschende Leistungen gezeigt hatte. Dass er nun in einem derart wichtigen Spiel unberücksichtigt blieb, dürfte ihm zusätzlich zu denken geben.

Der VfB begann hoch konzentriert und – angesichts der Krise durchaus überraschend – auch selbstbewusst. Ganz klar dominierte Babbels Team das Spiel in der Anfangsphase. Einen Schuss von Cacau von der Strafraumgrenze konnte Allan McGregor noch abwehren (7.) – neun Minuten später jedoch war der Rangers-Schlussmann chancenlos: Nach einem Doppelpass mit Cacau passte der formverbesserte Alexander Hleb nach innen, Pawel Pogrebnjak traf den Ball nicht richtig, doch dahinter stand Sebastian Rudy und schob mühelos zum 1:0 ein. Das zweite Stuttgarter Tor folgte schon kurz darauf, als Zdravko Kuzmanovic einen Freistoß verwandelte. Weil jedoch Matthieu Delpierre im Abseits stand, wurde dem Treffer die Anerkennung verweigert. Gut vierzig Minuten später traf der Serbe dann ganz regulär – doch bis dahin hatte der VfB bange Momente zu überstehen.

Denn die Rangers, die ihre beiden bisherigen Heimspiele in der Champions League gegen Sevilla und Urziceni mit jeweils 1:4 verloren, wachten nach dem Rückstand auf. Spielerisch limitiert besannen sie sich auf die althergebrachten britischen Tugenden: Leidenschaft, Härte und unbändiger Einsatz. Und das genügte, um beim VfB vorübergehend den Faden reißen zu lassen. Plötzlich war es vorbei mit dem Selbstvertrauen und der Spielfreude, jetzt machte sich Verunsicherung breit. Viel zu weit zogen sich die Stuttgarter zurück – und bauten so einen an sich klar unterlegenen Gegner wieder auf.

Glück hatte der VfB, dass er mit einer Führung in die Pause ging. Die große Chance zum Ausgleich vergab Chris Boyd per Kopf (37.), nachdem sich zuvor Pogrebnjak einen haarsträubenden Fehlpass geleistet hatte. Es war nicht der Abend des Russen, der nach der Pause völlig freistehend den bereits am Boden liegenden Rangers-Keeper McGregor anschoss (61.)und anschließend nur den Pfosten traf (78.).

Dass dies nicht weiter ins Gewicht fiel, lag daran, dass der VfB, der zu Beginn des zweiten Abschnitts das Spiel wieder unter Kontrolle bekam, schon vorher auf 2:0 erhöhen konnte. Nach einem sehenswerten Spielzug über Träsch und Rudy köpfte Kuzmanovic ein (59.). Diesmal zählte sein Treffer – und nicht nur in dieser Szene zeigte der 22-Jährige, dass er für den VfB immer wichtiger wird. Um so bitterer ist es, dass er am Sonntag in Leverkusen gesperrt fehlt.

Beim Tabellenführer hoffen die Stuttgarter auf das nächste Erfolgserlebnis. Denn klar ist auch: die VfB-Krise ist längst noch nicht beendet, und die Diskussionen um Markus Babbel sind es auch nicht.

Glasgow:

McGregor – McCulloch, Weir, Wilson – Whittaker, Davis, Thomson (77. Fleck), Papac – Miller (68. Novo), Boyd, Lafferty (85. Beasley). Trainer: Smith

Stuttgart:

Lehmann – Osorio, Niedermeier, Delpierre, Boka – Rudy (90. Gebhart), Kuzmanovic (75. Hitzlsperger), Träsch, Hleb – Pogrebnjak, Cacau (82. Schieber). Trainer: Babbel

Schiedsrichter:

Roberto Rosetti (Italien)

Tore:

0:1 Rudy (16.), 0:2 Kuzmanovic (59.)

Zuschauer:

41.468

Gelbe Karten:

Boyd, Thomson, McCulloch – Träsch, Cacau

STZ online 25.11.2009

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Horst Heldt im Gespräch “Wir haben gezeigt, was wir können”

Glasgow – Der VfB-Sportvorstand Horst Heldt freut sich riesig darüber, dass die Stuttgarter in Glasgow gewonnen haben. “Das war ein wichtiger, guter, eindrucksvoller Sieg”, sagt er im Interview.

Horst Heldt, wie erleichtert sind Sie nach dem Sieg in Glasgow?

Ich freue mich riesig. Das war ein wichtiger, guter, eindrucksvoller Sieg. Man darf ja nicht vergessen, wo wir herkommen. Die ganze Mannschaft hat endlich mal wieder gezeigt, wozu wir in der Lage sind.

Warum gelingt dies der Mannschaft nicht immer?

Wenn wir das wüssten, würden wir es abstellen. Aber der Sieg sollte uns auf jeden Fall Selbstvertrauen geben, das war ein wichtiges Erfolgserlebnis.

Ist es denn beruhigend, dass sie, egal wie das letzte Gruppenspiel gegen Unirea Urziceni ausgeht, auf jeden Fall weiter im Europacup spielen?

Es ist beruhigend und schön, dass wir im Europapokal überwintern, von daher ist es ein Erfolg. Aber jetzt wollen wir auch die Chance nutzen, in der Champions League weiterzukommen. Wir müssen dieses Spiel gewinnen, obwohl jetzt langsam auch jeder wissen sollte, das das ein schwieriger Gegner ist, der nicht nur einen komischen Namen hat. Aber auch wir haben in Glasgow gezeigt, dass wir was können.

Wie schwer wird es, den Sieg in Glasgow in der Bundesliga zu bestätigen? Am Sonntag spielen sie bei Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Das ist auch schon wieder egal … Wir müssen uns dieser Herausforderung stellen. Aber wir sind krasser Außenseiter. Ich hoffe, dass die Spieler mit einem gewissen Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen, aber das wird nicht einfach in Leverkusen. Trotzdem: Jetzt hätte ich auch in der Bundesliga gerne mal wieder ein paar Punkte.

Wie sehr hat Sie der Sieg in Glasgow für ihren Freund Markus Babbel gefreut?

Mich hat es für den Verein gefreut und für die 2500 Fans, die nach Glasgow gekommen sind. Die Fans haben uns immer unterstützt, für die war es auch sehr wichtig, dass wir gewonnen haben.

STZ online 25.11.09

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