11. November 2013

SIEG im Breisgau

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 21:22

Bilder vom Spiel in Freiburg sind jetzt online. Rückblickend war es ein super Sonntagsausflug, obwohl anfangs das Schlimmste zu befürchten war. Nicht nur sportlich, wo der VfB ja im Pokal schon bewiesen hat, dass er auch dazu imstande ist, in Freiburg zu verlieren und wir nach dem Debakel von Dortmund ohnehin nicht einordnen konnten, wo wir stehen. Eine Niederlage lag also im Bereich des Vorstellbaren. Als kurz vor High Noon noch der Pannenbus von Braunschweig am Treffpunkt in Esslingen-Berkheim vorfuhr, lag es allerdings auch im Bereich des Vorstellbaren, die mögliche Niederlage überhaupt nicht live erleben zu können. Trotz vorheriger Beteuerungen seitens des Busunternehmers, uns diesen Bus, dessen (von uns angezeigte) Mängel auf kein DIN A4-Papier passen, nicht mehr zumuten zu wollen, fuhr dieser also wieder vor, als wäre Braunschweig nur ein böser Traum gewesen. Lapidare Begründung: „der einzige Bus mit Winterreifen“. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. ;-) . Mir kann jedenfalls keiner erzählen, dass ein auf Personenbeförderung spezialisiertes Unternehmen zu dieser Jahreszeit noch durchweg mit Sommerreifen unterwegs ist. Egal, uns blieb ja nichts anderes übrig, als dieses Vehikel erneut zu besteigen. Wie in letzter Zeit immer, wenn es nach Freiburg geht, fuhren wir nicht die viel frequentierte Strecke über die A8 und A5 nach Freiburg sondern über die A81 und dann über die B31 durchs Höllental. Dies mag bei Wochentag-Spielen eine gute Wahl sein, weshalb wir das auch an einem Sonntag und bei diesen Wetterprognosen machten, verstand ich nicht unbedingt. Wie prognostiziert schneite es im Schwarzwald unaufhörlich, so dass wir einige Zeit mehr krochen denn fuhren und uns die Fahrbahn durch einen Schneepflug bahnen ließen. Zeitweise machte ich mir ernsthafte Sorgen, ob es noch etwas werden würde mit einem Treffen mit Freunden im Biergarten am Stadion oder ob wir abermals auf den letzten Drücker ankommen würden.

Schlagartig aber hatten wir wieder freie Fahrt und der Schneefall ging auch wieder mehr und mehr in Regen über, je näher wir Freiburg kamen. So kamen wir doch noch knapp zwei Stunden vor Spielbeginn an, so dass genug Zeit für das eine oder andere Ganter-Bier und einen netten Plausch mit Freunden war. Wie in Dortmund der Biergarten am Stadion Rote Erde gehört es für mich in Freiburg zum Ritual in den neben dem Stadion gelegenen Biergarten zu gehen und mich auf das Spiel einzustimmen. Aufgrund des strömenden Regens im Breisgau wurden Zelte und Heizstrahler aufgestellt, so dass wir gemütlich überdacht und im Warmen sitzen konnten. Auch wenn die ach so große Rivalität immer groß aufgebauscht wird, dort sitzen Freund und „Feind“ friedlich nebeneinander und prosten sich zu. Es ist ja klar, dass es die eine oder andere Frotzelei gibt, richtig Ärger habe ich dort aber noch nie erlebt.

Ca. 20 Minuten vor Spielbeginn, früh wie selten in letzter Zeit, nahm ich meinen Platz auf der Osttribüne ein. Ich bestellte Karten der teuersten Gäste-Kategorie, weil der Stehblock eine wahre Zumutung ist und die „günstigeren“ Sitzplätze über dem Stehblock kaum billiger waren. Sollte Freiburg in der nächsten Saison noch erstklassig sein, werde ich noch einen Block weiter einrücken und vom Freiburger Kontingent eine Karte nehmen, sofern das über Freunde mit badischer Postleitzahl wirklich hinhaut. Vorteil dabei: eine noch bessere Sicht auf unseren Block und Vollbier. :-)

Bevor es losging und nachdem wir das Badener Lied nieder gepfiffen hatten, gab es eine schöne Choreo im VfB-Block, Thema Heimat & Liebe, mit weiß-roten Brustring- und gelb-schwarzen Rösslefahnen.

Vor dem Spiel hatte ich wirklich Bedenken, wie die 1:6-Klatsche von Dortmund nachwirken würde und dass wir uns, nach einer Niederlage, im Abstiegskampf wiederfinden könnten. Nach den Samstag-Ergebnissen wurde dieses Spiel richtungsweisend wie selten. Mit einem Sieg kann man den Anschluss an die Plätze 5 und 6 einigermaßen aufrecht erhalten, bei einem Remis träte man weiter auf der Stelle und bei einer Niederlage würde uns Freiburg unten mit rein ziehen, der Abstand betrüge dann nur noch zwei Punkte. Ob sich die Mannschaft der Wichtigkeit der Aufgabe bewusst sein würde, war mir nicht so klar. Zu oft versuchen wir es mit Schönspielerei und Hacke, Spitze, eins, zwei, drei. Dass dies bei tiefem und rutschigem Geläuf nicht das probateste Mittel ist, war mir klar. Würde die Mannschaft aber diese Umstände annehmen, würde sie sich dem Kampf der Freiburger entgegen stemmen und sprichwörtlich Gras fressen? Zu oft wurde ich in letzter Zeit enttäuscht, so dass mein Vertrauen ins Team nicht das Größte war.

Der SC Freiburg hat zwar das internationale Gastspiel in Estoril unter der Woche auf dem Spielplan gehabt, eine große Rolle in puncto Müdigkeit dürfte dieses kaum gespielt haben, tritt Streich in Europa ja in schöner Regelmäßigkeit mit einer besseren Reserve und Jugend-Truppe an. Der 5-Jahres-Wertung erweisen die Südbadener damit zwar einen Bärendienst, was sie nicht weiter zu jucken scheint, da sie in absehbarer Zeit wohl sowieso nicht mehr international mitspielen dürfen. Ich bin zwar jetzt kein Freiburg-Insider, denke aber als Außenstehender, dass es dieser Truppe auch nicht geschadet hätte, international mit der ersten und bestmöglichen Garde anzutreten, zumal ja ein großer personeller Umbruch im Sommer stattfand. So hätte sich eher ein Team einspielen können, als bei übertriebener Rotation, und die Chance auf ein Erfolgserlebnis und damit gesteigertes Selbstvertrauen wäre weitaus größer gewesen.

Der VfB trat im Vergleich zum Dortmund-Spiel mit Niedermeier für Sakai und Rausch für Boka an. Durchaus logische Wechsel, auch wenn der von Boka verletzungsbedingt erfolgte. Die ersten beiden Chancen im Spiel hatte Freiburg, ehe der VfB durch einen Doppelschlag durch Ibisevic und Timo Werner die Weichen früh auf Sieg stellten. Nach dem 1:0 fragten wir schon, ob das jetzt ein gutes Omen wäre, nach den verspielten frühen Führungen der letzten Wochen. Als dann allerdings gut eine Minute später schon das 2:0 folgte, war ich fürs erste beruhigt und sah das Spiel in die richtige Richtung laufen. Von nun an kontrollierte der VfB weitestgehend souverän das Spiel und ließ Ball und Gegner laufen. Je länger aber die Partie lief, desto mehr kehrte wieder der alte Schlendrian ein. Durch unkonzentrierte Abspiele, unnötige Ballverluste ließen wir einen am Boden liegenden Gegner plötzlich wieder ins Spiel zurück zu finden anstatt aufs Spiel den Deckel drauf zu machen.

Von den Rängen kam auf Freiburger Seite fast nichts mehr. Außer dem allseits bekannten „Stuttgarter Arschlöcher“ und plumpen Versuchen, den Schiedsrichter zum einen oder anderen Elfmeterpfiff zu bewegen war auf der anderen Seite nichts zu hören. Im VfB-Block dagegen Dauersupport pur. Apropos Elfmetersituationen: Haggui spielte klar den Ball, Leitner und Niedermeier sprang der Ball jeweils aus kurzer Distanz an die Hand. Es ist sicherlich nicht weg zu diskutieren, dass solche Elfer auch schon gegeben wurden, andererseits wäre es auch schade gewesen, wenn dem Spiel durch solche Zufallsprodukte noch eine (unverdiente) Wende gegeben worden wäre. Freiburg allerdings hätte sich auch nicht beklagen dürfen, wenn Felix Klaus nach einer knappen halben Stunde schon wegen rohen Spiels des Feldes verwiesen worden wäre. So gesehen, und nach dem zurückgenommenen Elfmeterpfiff von Dortmund mehr als ausgleichende Gerechtigkeit.

Im Laufe der zweiten Halbzeit dann machte sich Sven Ulreich, unsere Nummer Eins, vor der Freiburger Fankurve keine neuen Freunde, als er nach einer vermeintlichen Berührung eines Freiburgers theatralisch zu Boden sank. Was einen baumlangen Kerl dazu treibt, eine solch alberne Schauspieleinlage abzuliefern (und Ähnliches ein paar Minuten später noch zu wiederholen), verstehe ich nicht. Die Jungs hatten es gestern doch überhaupt nicht nötig, durch solch unlautere Mittel einen Platzverweis zu provozieren. Und selbst wenn, solche Schauspieleinlagen verurteile ich, bei eigenen Spielern wie bei Gegnern. Das soll ein Spieler mal in England machen, der ist für immer und ewig unten durch beim Publikum und wird verhöhnt von Nord nach Süd. Ein solch unfaires Gebaren ist mir auch bei Ibisevic seit längerem ein Dorn im Auge, ich hoffe, dass dieses „Verhalten“ auch ein Thema ist, das das Trainerteam mal anspricht.

Kurz durfte Freiburg dann noch an einer Aufholjagd schnuppern, als der kurz zuvor eingewechselte Hanke zum 1:2 traf. Doch, keine 5 Minuten später, erkämpfte sich unser Youngster Timo Werner an der Mittellinie den Ball, dribbelte durch zwei Freiburger hindurch und stand plötzlich frei vor Baumann. Obwohl sowohl Maxim als auch Ibisevic mitgelaufen waren und frei standen, machte Werner die Kiste eiskalt selbst. Wehe dem, er hätte diese Chance versemmelt, dann hätte er sich wohl von Ibisevic etwas anhören dürfen. So aber zeugte die Aktion von Selbstvertrauen und einer Sicherheit, die für einen 17-jährigen schon fast unheimlich ist. Mit dem 1:3 entschied er nicht nur die Partie sondern schwang sich auch zum jüngsten Bundesliga-Doppeltorschützen aller Zeiten auf. Dieser Junge macht einfach Spaß. Hoffentlich gelingt es, ihn langfristig zu binden und mit einer festgeschriebenen Ablöse zu versehen, die entweder niemand zu zahlen bereit ist oder uns auf einen Schlag finanziell in andere Sphären bringen kann. Gut zu wissen, dass sein Berater Karl-Heinz Förster dem VfB wohlgesonnen ist, und ihn hoffentlich nicht zu früh vom VfB weg transferieren möchte. Zunächst ist sowieso das Wichtigste, dass der Junge in seinem gewohnten Umfeld die Schule gut zu Ende bringt und weiterhin behutsam aufgebaut wird.

So steuerten wir also einem letztendlich ungefährdeten Auswärtssieg entgegen, wie eingangs erwähnt, immens wichtig. Dieser Sieg gegen einen äußerst verunsicherten Gegner ist ebenso schwer einzuordnen wie das Debakel bei einem in Galaform spielenden BVB. Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen. Der VfB hat nach wie vor Probleme auf den Außenverteidigerpositionen, wobei mir gestern Rausch und Schwaab deutlich besser gefallen haben als Boka und Sakai in Dortmund. Dazu ist für mich derzeit Kvist kaum noch vermittelbar, zu statisch und defensiv orientiert sein Spiel, ansonsten sehe ich uns gar nicht so schlecht aufgestellt. Wohin die Reise geht wird sich wohl schon gegen Gladbach nach der Länderspielpause zeigen. Der VfB muss dringend seine Heimschwäche ablegen, vielleicht kommen dafür die bislang auswärts weitestgehend erfolglosen Gladbacher gerade recht.

Gleich nach dem Spiel ging es dann mit dem Bus zurück in die Heimat. Dieses Mal Gott sei Dank ohne Panne, gegen 23.30 Uhr erreichten wir ES-Berkheim, in Anbetracht des Sonntag-Abend-Spiels noch eine akzeptable Zeit, auch wenn ich heute wieder arbeiten musste.

Beim nächsten Spiel gegen Gladbach werde ich leider nicht im Neckarstadion sein. Es wird damit das einzige Spiel, ob daheim oder auswärts, das ich in der Vorrunde verpassen werde. Mich zieht es mit ein paar Kumpels nach Glasgow und Edinburgh. Auslöser der Buchung war eigentlich das Motörhead-Konzert, welches inzwischen leider aufgrund einer Erkrankung des Frontman Lemmy abgesagt wurde. Leider sind die Terminierungen auf der Insel auch nicht immer fangerecht, schon gar nicht, wenn man gerne hoppen würde. In allen Ligen wurden sämtliche Spiele auf den Samstag terminiert, so dass wir uns lediglich die Partie Celtic-Aberdeen anschauen können. So werden wir eben wohl sonntags noch das Stadion und den Stadionpub der Hearts besuchen und einfach eine gute Zeit haben. Ihr, die gegen Gladbach im Stadion seid, schreit einfach für mich mit und bringet an Sieg hoim. :-)

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14. Dezember 2009

Ein Punkt in Mainz oder wie bringe ich mich um den verdienten Lohn?

Nach der Wiederauferstehung gegen Urziceni in der Championsleague, machten wir uns guter Hoffnung auf den Weg nach Mainz. Dieses Mal schlossen wir uns dem RWS Berkheim an, der einen Doppeldeckerbus für 75 Personen gechartert hatte. 10 Uhr war Treffpunkt in Esslingen Berkheim. Mit reichlich Bier an Bord und guter Laune ging es auch fast planmäßig los.

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Nach einem kurzen Einstiegstop in Heimsheim nahmen wir zunächst über die A8, dann über die A5 Kurs auf Mainz. An der Raststätte Bergstraße legten wir eine ca. halbstündige Pause ein.

Als wir die Raststätte wieder verließen folgte eine Schrecksekunde. Direkt auf unserer Höhe, wo wir im Bus saßen, sahen wir ein Auto abheben und auf uns zufliegen. Die Fahrerin dieses Fahrzeugs (Fiat) fuhr, wie wir von Augenzeugen erfuhren, hinter uns aus dem Rasthof heraus und zog sofort auf die linke Spur, um unseren Bus gleich überholen zu können. Dabei wurde sie mit hoher Geschwindigkeit von einem heranbrausenden BMW mit Balinger Kennzeichen gerammt und auf unseren Bus “geschossen”. Die Dame hatte dabei noch Glück im Unglück. Nach meiner Wahrnehmung ist ihr körperlich nicht viel passiert, sie hatte lediglich einen Schock zu beklagen und ihr Bein schmerzte. Hätte der Bus den Aufprall nicht abgedämpft, wäre sie womöglich durch die Leitplanke an einen Baum geprallt, was dann wohl weniger glimpflich ausgegangen wäre.

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Der Notarzt kam sofort, bis die Polizei eintraf dauerte es wesentlich länger. Insgesamt gute eineinhalb Stunden vergingen, bis wir weiter fahren konnten. Da die Insassen des Balinger BMWs ebenfalls VfB-Fans und beide Autos schrottreif waren, nahmen wir sie mit.

In Mainz muß man mit dem Bus ziemlich mit der Kirche ums Dorf fahren, um an den Busparkplatz zu gelangen, was weitere Zeit gekostet hat. Dieser ist in Mainz relativ weit vom Stadion entfernt liegt. Nach dem Fußmarsch trafen wir gegen 15.15 Uhr am Mainzer Bruchweg-Stadion ein. Am Gästeeingang befanden sich noch lange Schlangen, so daß ich schon befürchtete, nicht rechtzeitig zum Spielbeginn im Stadion zu sein. Da auf unserer Karte aber Orgentec-Tribüne stand und wir einen Wegweiser zu dieser sahen, machten wir uns auf den Weg dorthin. Der Einlaß funktionierte problemlos und schnell. Auf zum Block und hinein. Denkste! Es stellte sich plötzlich heraus, daß wir zu unserem Block doch nur über den Gästeeingang gelangen können. An der Einlasskontrolle hätten sie uns normalerweise gar nicht reinlassen dürfen. Da unsere Karten schon eingerissen waren mußten wir diese noch von einer besonders wichtigen Ordnungskraft (orangene statt neongelbe Weste) abzeichnen lassen, um überhaupt wieder eingelassen zu werden. Gott sei Dank hatten sich die langen Schlangen einigermaßen aufgelöst, bis wir ankamen. Im Inneren des Stadions dann die nächsten Hindernisse. Es staute sich auf den Aufgängen in die Blöcke, so daß man da auch kaum vorankam. Genau pünktlich zum Anpfiff schließlich erreichte ich meinen Platz. Anita wollte etwas später nachkommen, doch sie wurde von den Ordnern nicht mehr auf ihren Platz gelassen, weil die Gänge voll standen. Stattdessen wurde ihr ein Sitzplatz in einem anderen Block angeboten. Da muß ich wirklich sagen: die Infrastruktur, das Stadion, die Organisation, alles höchstens 2. Liga-Format. Um so mehr war die Gier vorhanden, diesen Ort wenigstens mit 3 Punkten im Gepäck wieder verlassen zu können.

Das You”ll never walk alone und die Mainzer Schalparade verpaßte ich leider und konnte keine Bilder davon schießen. Die Intonation des Vereinsliedes und wie die heimischen Fans dabei abgehen, üben auf mich in vielen Stadien eine Faszination aus, auch wenn ich mit dem jeweiligen Verein und deren Fans nichts anfangen kann.

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Hinein ins Spiel. Der VfB im Gegensatz zum Championsleague-Spiel nur auf einer Position verändert – Niedermeier ersetzte den gelbgesperrten Tasci. Die ersten Minuten gehörten den Mainzern, bereits in der 2. Minute hätte Ivanschitz Mainz in Führung bringen können. Stattdessen nutzte der VfB gleich seine erste Chance zur Führung. Boka flankte von links, Pogrebnjak drückte den Ball mit der Hüfte zum 0:1 in die Maschen. Riesen-Jubel natürlich unter den 2.000 VfB-Anhängern. Wir saßen oberhalb des VfB-Fanblocks, so daß ich von dem leider keine Bilder machen konnte, das tat aber der Stimmung zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch.

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Danach entwickelte sich eine recht ausgeglichene kampfbetonte Partie, in der der VfB vor der Pause die besseren Chancen, vor allem durch Ciprian Marica besaß. Dieser blüht bisher durch den Trainerwechsel richtig auf und stellte in Mainz Pogrebnjak, trotz dessen Tores, eindeutig in den Schatten.

Unter den Zuschauern befand sich auch Bundestrainer Jogi Löw.

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Unsere Nationalspieler Hitz und Tasci bekam er ja nicht zu sehen, dafür aber einen starken und immer präsenten Sami Khedira. Es gibt schon Leute, die die Leistungssteigerung in den letzten beiden Spielen weniger dem neuen Trainer als vielmehr der Rückkehr von Sami Khedira zuschreiben. Wenn er dieses Level auch nach der Weihnachtspause halten kann, ist er sicher bei Jogi auch ein Kandidat für Südafrika. Khedira stellte sich als Kapitän bei der U21-EM in Schweden in den Dienst des  Teams und verzichtete stattdessen auf die Asien-Reise der A-Nationalmannschaft. Deshalb dürfte er bei der Nominierung einen kleinen Bonus haben.

In der 2. Halbzeit dann war vom VfB relativ wenig zu sehen. Sie zogen sich zurück, standen tief und verwalteten das 1:0 gegen relativ harmlose Mainzer, denen man auch nicht unbedingt zutraute, ein Tor schießen zu können. Die VfB-Abwehr ließ wenig zu. Auch Niedermeier, der nervös begann, steigerte sich mit zunehmender Spieldauer zu einem zuverlässigen Part. Das Spiel plätscherte so dahin, aus VfB-Sicht ja eigentlich optimal, wären die drei Punkte doch soooo wichtig gewesen. Nur einem war der Nachmittag wohl zu langweilig: Jens Lehmann. Bereits über die gesamte Spieldauer provozierte er die Mainzer, sowohl Publikum als auch Mannschaft. Jede Ballaufnahme zelebrierte er provokativ langsam, sobald ihm jemand zu Nahe kommt, baut er sich vor demjenigen auf. In der 2. Halbzeit ging dieses “Spiel”, vor allem eine Privatfehde mit Bancé, weiter. Als er sich wieder einmal dazu entschloß, die Kugel erst aufzunehmen, als er schon den Atem des herannahenden Gegners spürte, wurde er von Bancé attackiert und kam zu Fall. Lehmann ließ sich daraufhin auf dem Platz behandeln.

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Bancé hätte gelb für diese Aktion bekommen müssen, was Schiri Stark aber anders sah. Wenige Minuten später hatte Lehmann den Ball sicher, ging aber dennoch auf Bancé zu und trat ihm mit voller Wucht auf den Fuß. Die (fast) logische Folge: rote Karte und Elfmeter.

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Mit diesen Sperenzchen hat Lehmann der Mannschaft, den Fans und dem Verein einen Bärendienst erwiesen. Eine unnötigere rote Karte und einen unnötigeren Elfmeter habe ich glaube ich noch nie gesehen. Und das in der jetzigen Situation, wo der Befreiungsschlag so etwas von wichtig gewesen wäre. Lehmann sollte sich selbst hinterfragen, ob es für ihn noch Sinn macht bis Saisonende weiter zu spielen. Er hat ja schon betont, daß für ihn der Kampf gegen den Abstieg keine Motivation darstellt. Wenn er dem VfB weiterhin mehr schadet als daß er nützt, sollte man diese Liaison schnell beenden. Binnen einer Woche sorgte er zunächst durch die Kritik an der Vereinsführung (In der Sache hatte er meiner Meinung nach Recht, als er sagte, dass Babbel in erster Linie wegen der Eskalation nach dem Bochum-Spiel entlassen wurde, nur sollte er so etwas intern vorbringen), dann durch die Pinkelaffaire für Schlagzeilen. Danach erklärte er öffentlich, dass er die Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro nicht bezahlen werde und jetzt kostet er den VfB die dringend benötigten 2 Punkte. Lehmann ist ein egozentrischer Selbstdarsteller, der immer im Mittelpunkt stehen muß und kein Teamplayer. Um zu erreichen, dass er nach dem Desaster mit Schäfer beim VfB unterschrieb, machte man Zugeständnisse, wie dieses, daß er vom sonntäglichen Auslaufen befreit wird und diese Zeit bei seiner Familie am Starnberger See verbringen kann. Dies wurde solange auch akzeptiert und hingenommen, als er seine Leistung brachte und ein tadelloser Vollprofi war. Jetzt allerdings, vor allem in diesen schwierigen Zeiten, sind Kerle gefragt, die an einem Strang ziehen. Wenn Lehmann jetzt die Vereinsführung wegen der Entlassung von Babbel kritisiert, muß man hinterfragen dürfen, ob er nicht auch eifrig an Babbels Stuhl gesägt hat. War nicht er es, der aufgrund der Maßnahme, die Babbel vor dem Leverkusen-Spiel anordnete, dass die Mannschaft fortan in Doppelzimmer nächtigen solle, war es nicht Herr Lehmann himself, der sich daraufhin eine Suite nahm und so Babbels Autorität nachhaltig untergrub? Hat Herr Lehmann nicht in Hannover die gute Kinderstube eines Balljungen vermißt, reißt aber selbst einem aufgebrachten Fan in Mainz die Brille von der Nase? Benimmt sich nicht Herr Lehmann schon seit eh und je, Tendenz eher zunehmend im reifen Alter, wie ein Rüpel. Und das, obwohl doch er immer den Verfall der Sitten in der Bundesliga anprangert. Er hat doch in Mainz geschauspielert und die Zuschauer gegen uns aufgebracht, so daß man sich wegen dem peinlichen Clown schämen muß. Nachdem ich jetzt solch drastischen Worte benutze, muß ich an dieser Stelle betonen, daß ich bisher immer ein großer Fan von Jens Lehmann war und glücklich war, als er zu uns kam. Daß er nicht einfach ist und manchmal provokant, das wußte man ja. Er ist aber immer noch ein guter Torwart und vor allem bei Standars im Herauslaufen absolute Spitze. Wenn wir aber wegen unseres Torwarts aus den Schlagzeilen nicht herauskommen, jetzt da nach dem Trainerwechsel endlich mal Ruhe einkehren sollte, wenn uns dieser Torhüter nicht mehr nur außerhalb des Platzes sondern immer häufiger auch auf dem Platz schadet, ist es höchste Zeit über einen Torwartwechsel nachzudenken. Alex Stolz oder Sven Ulreich haben jetzt, mindestens bis zum Ablauf der Sperre von Jens Lehmann, die Chance, danach einen erneuten Torwartwechsel unnötig zu machen, wenn sie stark halten. Die Mannschaft ist natürlich gefordert, ihnen dabei zu helfen.

Ich bin wirklich gespannt, ob die Vereinsführung dieses Verhalten weiterhin duldet. Kündigen werden sie ihn kaum  können, hier sei noch einmal an sein Ehrgefühl appeliert, die Schuhe an den Nagel zu hängen, wenn ihm der Job keine Freude mehr bereitet. Ein wie gestern fast schon amoklaufender Jens Lehmann schadet mehr als dass er nützt. Ich denke, unser neuer Trainer wird jetzt genau hinschauen, auf wen er zählen kann und auf wen nicht. Wenn ihm unsere beiden Torhüter Stolz und Ulreich nicht gut genug erscheinen, kann in der Transferperiode auch noch reagiert werden. Gross hat ja bereits gestern betont, der Mannschaftserfolg stehe über allem. Wenn wir von Feldspielern erwarten, einander auf dem Platz zu helfen und füreinander da zu sein, muß das auch für den Torwart gelten. Ich denke, die nächsten Tage dürften spannend werden. Alex Stolz oder Sven Ulreich wünsche ich auf jeden Fall gegen Hoffenheim ein gutes Spiel und Jens Lehmann eine lange Sperre und eine harte Strafe vom Verein.

Zurück zum Spiel, Ulreich kam für Gebhart ins Spiel und stand zunächst einmal dem Mainzer Elfmeterschützen Polanski gegenüber. Dieser verwandelte sicher, so daß sich die Mainzer doch noch über einen nicht mehr erhofften Punktgewinn freuen durften. Die Fans forderten dann noch ihren 12. Mann Jens “Lehmann auf den Zaun”, da er ihnen den Elfmeter herausgeholt hatte. Doch zu diesem Zeitpunkt irrte Lehmann wohl schon durch die Dunkelheit in Mainz, als er auf der Suche nach einem Taxi einen recht planlosen Eindruck machte. Vielleicht ja ein Indiz dafür, dass ihn dieser Ausraster doch mal nachdenklich gemacht hat.

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Wir VfB-Fans waren natürlich stinksauer nach dem Abpfiff.  Zwei Punkte hergeschenkt, hoffen wir mal, dass uns nicht gerade diese am Ende der Saison fehlen. Nach dem Marsch durch die Mainzer Nacht in der eisigen Kälte fuhren wir gegen kurz nach 18 Uhr, ohne nennenswerte Zwischenfälle, zurück. Auch auf der Fahrt gab es natürlich nur ein Thema. Die Schlagzeilen gehören auch diese Woche, Jens Lehmann sei Dank, dem VfB. Der Trainerstab und die Mannschaft werden sich davon aber hoffentlich nicht einlullen lassen und mit höchster Konzentration an die Vorbereitung auf das Hoffenheimspiel gehen. Ein Sieg zum Jahresabschluss wäre ja so wichtig.

Melde mich danach wieder. Mehr Bilder wie immer unter www.Frankys-Stadionpics.de

Bis bald, haltet die Ohren steif, viele Grüße

Franky

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8. November 2009

Busfahrt mit den Murgtalschwaben nach Mönchengladbach

Normalerweise fahren wir ja mit dem Auto oder mit dem ICE zu den Auswärtsspielen vom VfB. Für das Spiel in Mönchengladbach aber schlossen wir uns den Murgtalschwaben an, die eine Busfahrt organisierten. Vorneweg: herzlichen Dank an Heiko & Co. für die gute Organisation und den gelungenen Tag sowie an die Busfahrer Peter und Klaus für die sichere und unterhaltsame Fahrt.

Unser Zustieg war um 8.30 Uhr auf dem P&R-Parkplatz Ettlingen nahe der Autobahnabfahrt Karlsruhe-Süd. Über die Südtangente Karlsruhe fuhren wir die A65 bis Ludwigshafen, um von dort über die A61 direkt Kurs Richtung Mönchengladbach zu nehmen.

Beine vertreten am Rasthof

Beine vertreten am Rasthof

Zunächst eine kürzere Pinkel- und Zigarettenpause, am Rasthof Mosel dann ein längerer Halt mit Brötchen und Würstchen. Um die Fahrt kurzweilig zu gestalten, gab es im Bus dann noch ein VfB-Quiz mit durchaus schwierigen Fragen aus der Geschichte des VfB zu lösen, das Anita und ich mit knappem Vorsprung vor Geli und Carle auch prompt gewannen. Unser Preis: ein schöner Murgtalschwaben-Schal, den wir von nun an in Ehren halten werden. Danke! Gegen 13.30 Uhr schließlich kamen wir auf dem Gästebusparkplatz am Borussia-Park an. Die Stadiontore waren noch geschlossen, so daß sich schon eine Menge VfB-Fans auf dem Platz tummelten, nach und nach trudelten weitere Fan-Busse ein. Wie eigentlich immer konnte sich der VfB auch in Gladbach einer zahlenmäßig beachtlichen Fanschar sicher sein. Die Vorfreude, auch bei uns, war groß.

Geli, Carle und Anita voller Vorfreude

Geli, Carle und Anita voller Vorfreude

Nach kurzem Abwägen, ob wir noch was trinken gehen sollen, entschlossen wir uns, ob der Lage des Stadions in der Pampa, am Stadion zu bleiben, schließlich waren von den 10 mitgebrachten Bierkästen noch Restbestände vorhanden. Alles andere hätte sich ja kaum mehr gelohnt. So vertrieben wir, wie viele andere Mitgereiste, uns die Zeit zunächst vor dem riesigen Stahlkoloß namens Borussia-Park.

Der Borussia-Park

Der Borussia-Park

So tranken wir noch gemütlich unser, wenn auch badisches, trotzdem “einheimisches” Bier. Als ein Fläschchen ungewollt in einen Borussia-Eimer fiel, startete Geli die Rettungsaktion und präsentierte sich dann auch sichtlich erfreut mit dem “Fund”.

Wer suchet, der findet

Wer suchet, der findet

YES

YES

Heiko unterdessen konnte es kaum erwarten, bis sich die Tore öffneten.

P1280589Um ca. 13.45 Uhr wurden dann die Tore für die Gästefans geöffnet.

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Während sich die meisten Leute auf dem Platz auf den Weg in den Block machten, stellten wir fest, daß auch noch Hofbräu im Bus war. Und das zogen wir zunächst dem Jever, von dem wir ja nicht einmal sicher waren, ob es Vollbier oder so eine Light-Plörre war, vor.

P1280590Gegen 14.15 Uhr machten auch wir uns auf den Weg ins Stadion. Der Einlaß verlief schnell und problemlos. Im Stadion rund um die Essens- und Getränkestände trafen wir natürlich jede Menge bekannter Gesichter.

P1280598Nach einem weiteren Bierchen (nun also doch ein Jever), gingen wir hoch auf unseren Platz. Zunächst einmal war die Enttäuschung groß. Direkt nebenan ein bescheuertes Gitter.

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Ich befürchtete schon, daß an diesem Tag bildertechnisch nicht viel gehen wird. Da der Block noch reichlich andere Plätze bot und sich auch nicht dramatisch füllte, als es auf dem Anpfiff zuging, stellte ich mich etwas weiter nach unten in den Gang, wo Gott sei Dank auch das ganze Spiel über keiner deswegen herumstresste. An gleicher Stelle traf ich dann auch Soke einmal wieder, mit dem ich dann während des Spiels ein wenig fachsimpeln konnte, vor allem natürlich, was die Situation beim VfB betrifft.

Wie schon vor den letzten beiden Spielen, kam die Mannschaft nach dem Aufwärmen zum VfB-Block. Ob die Mannschaft dabei die Fans zum Support anstacheln möchte oder sich selbst die letzte Portion Motivation abholen möchte, hat sich mir noch nicht erschlossen. Ersteres ist eigentlich unnötig, der Support stimmt trotz der zuletzt dargebotenen Leistungen immer noch 100%ig. Es soll wohl vielmehr ein Wir-Gefühl demonstriert werden. Dies sollte die Mannschaft aber mal auf dem Platz zeigen, nicht nur den Fans gegenüber sondern auch mannschaftsintern.

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VfB-Fans: lautstark und farbenfroh

VfB-Fans: lautstark und farbenfroh

Beim Gegner kam beim Schmettern des Vereinsliedes und der Präsentation der Mannschaftsaufstellung erstmals Stimmung auf.

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Beim Einlaufen und vor dem Anpfiff machte die Mannschaft wie immer einen entschlossenen Eindruck. Weshalb sie das im Spiel bisweilen nie umzusetzen imstande ist, bleibt mir rätselhaft. Wie das Kaninchen vor der Schlange versteckt man sich bereits in den Anfangsminuten und überläßt einer Mannschaft wie Mönchengladbach, die ja nicht gerade zu den Spitzenmannschaften gehört, das Spiel. Daß der VfB wieder nur mit einer Spitze angetreten ist, ließ von Anfang an nicht den unbedingten Willen erkennen, den Befreiungsschlag eindrucksvoll erreichen zu wollen (“Sieger” im Stürmerlotto dieses Mal Pavel Pobrebnjak). Diese Maßnahme signalisierte eher den Gladbachern, die Initiative übernehmen zu sollen, und die ließen sich auch nicht lange bitten. Der VfB hätte bereits nach 20 Minuten aussichtslos zurückliegen können, wenn nicht, aus Gladbacher Sicht, müssen. Jeweils die Anfangsminuten der beiden Halbzeiten dominierte Gladbach eindeutig, danach gelange es dem VfB jeweils hinten weniger zuzulassen, ohne vorne aber richtig gefährlich zu werden. Einzig einem überragenden Jens Lehmann konnte es der VfB verdanken, bis zum Schluß im Spiel geblieben zu sein. Und so wäre am Ende sogar noch der, wenngleich auch unverdiente, Sieg möglich gewesen, wenn man an den Pfostenschuß von Kuzmanovic und den Schlenzer von Bastürk (Ist es Verzweiflung des Trainers oder ein letzter Strohhalm, nachdem bereits alle aus dem aufgeblähten Kader ihr Können zeigen konnten, nur der kleine Bastürk nicht, wenn der Trainer diese teure Fehlinvestition plötzlich aus dem Hut zaubert? Die Begeisterung darüber hielt sich auf den Rängen schwer in Grenzen), der  knapp neben das Tor ging, denkt. Ich persönlich war einmal mehr schwer enttäuscht über die Leistung der Mannschaft. Einzig Lehmann, Boka und Celozzi konnte man gestern Bundesligatauglichkeit attestieren, alle andere eine einzige Enttäuschung. Von den einen bin ich mehr enttäuscht, wie Hleb, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Er hätte sich vorher überlegen können, ob er dem Druck als Hoffnungsträger beim VfB, auch angesichts des kolportierten Jahresgehalts von 6,5 Mios, gewachsen sein wird und ob der VfB in der Verfassung weiterhelfen kann. Gestern spielte er einmal mehr grottenschlecht, war langsam, sowohl körperlich als auch gedanklich und wirkte unkonzentrierte. Auch Hitz The Hammer, derzeit allenfalls noch ein Hämmerle, spielt nur noch unterirdisch und ist in diesen Krisenzeiten alles andere als ein richtiger Kapitän, der auch mal dazwischenhaut. Er ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Wenn der Kerle Mumm hätte, sollte er das Gespräch mit Jogi Löw suchen und sich für die beiden Länderspiele befreien lassen, um bei der Mannschaft zu sein. Außerdem ist es mehr als lächerlich, wenn er nach seinen bisherigen Leistungen, noch immer ins Eliteteam berufen wird. Wenn hier wieder von der Spätzle-Connection gesprochen wird, in diesem Fall sicher zu Recht.

Auch Pavel Pogrebnjak gelang gestern wenig, er wirkte sehr phlegmatisch. Bei ihm spürt man, daß er quasi seit März ohne Pause durchspielt. Da kommt es gerade recht, daß Cacau wieder fit ist und man dem Pavel mal eine Pause gönnen kann.

Die Liste der Formschwachen ließe sich weiter fortführen, für heute belasse ich es aber dabei.

Ich habe keine Ahnung, wie hier vor der Winterpause (ohne Trainerwechsel) noch die Wende herbeigeführt werden kann. Hinten anfällig, vorne harmlos, wenig Laufbereitschaft, schwache Standards. Im Training gehören die Zügel angezogen. Die paar Male, als ich beim Training war, war ich schon verdutzt, daß mehr Joggen und Gymnastik auf dem Programm stand, als das Spiel mit dem Ball. Da gehört mehr Zug hinein. Auch über die Absetzung von Hitz als Kapitän würde ich ernsthaft nachdenken und die Binde jemandem geben, der Vorbild an Einsatz und Nervenstärke ist. Der einzig Wahre wäre natürlich Jens Lehmann, wenn er dazu bereit wäre. Hier noch einige Bilder vom Spiel, mehr davon unter in meiner Bildergalerie.

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Jetzt kommt erst einmal wieder eine nervige wie überflüssige Länderspielpause. Danach gegen Hertha BSC sind wir sicher wieder frohen Mutes, daß dann endlich die Wende gelingen möge. Wer dann für die dazu nötigen Tore sorgen soll, weiß ich nicht, vielleicht hilft ja vorne doch einmal wieder der liebe Gott. :-) .

Nach dem Spiel war um 18 Uhr Treffpunkt am Bus, mit dem wir uns erst einmal in den Stau Richtung Autobahn einreihten. Auf dem Programm stand dann noch ein Essens- und Trinkenstopp in Koblenz beim alten Brauhaus. Nachdem uns das Navi einige Male in Koblenz im Kreis und auf Straßen, die für Busse nicht unbedingt geeignet waren, lotste fanden wir das Brauhaus dann doch in einem netten Gässchen. Gegen 20.15 Uhr trafen wir dort ein, die Betreiber hatten uns Gott sei Dank die Tische noch freigehalten, die ja bereits ab 19 Uhr reserviert waren. Das Lokal selbst ist urgemütlich, wer Interesse hat siehe selbst unter www.altesbrauhaus-koblenz.de. Das Bier war hervorragend und auch das Essen war klasse. Dazu gemischtes Publikum, Partymusik und das alles in urigem Ambiente, wofür nicht allein die netten Fäßchen auf dem Tisch sorgen. Anfangs kam etwas schwer in Feierlaune, wie diese Bilder zeigen.

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Nachdem die ersten Fäßchen angezapft waren, wurde die Stimmung dann auch besser. :-)

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Kurz nach 22 Uhr hießt es dann aber schon wieder “Abfahrt”. Carle und ich bedauerten sehr, daß wir keine Übernachtung in Koblenz gebucht hatten und verließen das Lokal schweren Herzens. Wir hätten ja gerne noch ein Fäßchen für die Rückfahrt mitgenommen, aber 50 Euro Pfand war uns dann doch zu viel.
Noch im Lokal aber beschlossen wir, zusammen am 12.12. nach Koblenz zu fahren, einen schönen Abend im Brauhaus zu verbringen, zu übernachten und am 13. dann weiter nach Mainz zum Spiel zu düsen. Unsere Regierungen gaben hierfür auch bereits ihr Einverständnis. :-) .

Danach ging es dann schnurstracks zurück auf die Autobahn. Gegen 1.15 Uhr waren wir wieder am P&R-Platz, gegen 2 Uhr zu Hause. Wie anfangs erwähnt, ein gelungener Tag mit den Murgtalschwaben. Nächstes Mal sind wir gerne wieder dabei, vielleicht laßt Ihr ja dann die 5 Gladbacher zu Hause. ;-)

Viele Grüße und bis bald

Franky

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