27. April 2010

Schulden machen verboten

Die Zeit läuft. Bis Ende dieses Monats muss der VfB Stuttgart entscheiden, ob er bereit ist, die für Cristian Molinaro (26) festgelegte Ablöse von vier Millionen Euro an Juventus Turin zu überweisen. Am 30. April erlischt das Vorkaufsrecht, das der Club für den Verteidiger erworben hat. Der VfB ist von Molinaro sportlich überzeugt. Deshalb soll die Option auch in Anspruch genommen werden. Doch dazu muss der Verein die letzten Cent zusammenkratzen – und selbst dann ist nicht sicher, dass es reicht. Das scheint verwunderlich, auf den ersten Blick.

Die Rechnung, die momentan im VfB-Umfeld kursiert, ist einfach. Man nehme 35 Millionen Euro, die vor knapp einem Jahr der Verkauf von Mario Gomez an den FC Bayern gebracht hat. Hinzu kommen noch rund 20 Millionen Euro aus der Champions League. Das ergibt 55 Millionen. Noch nicht mal berücksichtigt ist dabei, dass in der Winterpause fünf Spieler (Thomas Hitzlsperger, Yildiray Bastürk, Ludovic Magnin, Jan Simak und Elson) abgegeben und von der Gehaltsliste gestrichen werden konnten. Fertig ist das Ergebnis. Es heißt: der VfB schwimmt im Geld und müsste doch locker in der Lage sein, Molinaro zu verpflichten und auch den Vertrag von Cacau zu deutlich höheren Bezügen zu verlängern. Aber auf den zweiten Blick ist das eine Milchmädchenrechnung.

Denn die Millionen aus der Champions League wurden längst reinvestiert. Fast die Hälfte verschlang alleine das Leihgeschäft mit Alexander Hleb: sieben Millionen Euro Gehalt plus Gebühr an Barcelona. Die anderen 50 Prozent aus der Königsklasse benötigte der VfB für Spielerprämien und für die Transfers von Zdravko Kuzmanovic (acht Millionen) und Stefano Celozzi (zwei Millionen), wobei damit die Gage dieser beiden Spieler noch nicht mal gedeckt ist.

Ohne Champions League fehlt viel Geld

Weiter blieben von den 35 Gomez-Millionen nach Abzug aller Steuern höchstens 20 Millionen übrig. Dafür verpflichtete der VfB zuerst Pawel Pogrebnjak (fünf Millionen) und danach auch Georg Niedermeier (2,5 Millionen) sowie den zwar ablösefreien Christian Gentner, der aber ein stattliches Handgeld kassieren wird. Außerdem flossen einige Millionen in die Verbesserung der Infrastruktur auf dem Clubgelände, wo nicht nur die Trainingsplätze auf Vordermann gebracht wurden. Der VfB renovierte auch den kompletten Kabinentrakt, was ebenfalls über den Sportetat gestemmt werden musste.

Daneben wurden auch noch Verträge beispielsweise mit Serdar Tasci und Sven Ulreich verlängert – zu wesentlich besseren Konditionen für die Spieler. Ohnehin gehört der VfB mit seiner Lohnpolitik zur absoluten Spitzengruppe in der Bundesliga und rangiert da wohl mit dem FC Schalke gleich hinter dem FC Bayern. Zu finanzieren ist das nur über die Champions League. “Darauf war unser Kader ausgerichtet”, sagt der Manager Horst Heldt, “aber diese Einnahmen werden wir in der nächsten Runde wahrscheinlich nicht mehr haben. Da ist klar, dass das Gehaltsniveau angepasst werden muss.”

Nachdem der VfB in den vergangenen sieben Jahren stets einen Gewinn verbuchen konnte, führt die Entwicklung jetzt dazu, dass für 2010 ein Minus in der Kasse droht – was auch nur leicht gemildert werden könnte, wenn sich die Mannschaft für die Europa League qualifiziert. Denn von den Verdienstmöglichkeiten her ist dieser Wettbewerb mit der Königsklasse nicht zu vergleichen. Die Fixsumme in der Gruppenphase der Europa League beträgt lediglich 900000 Euro. In der Runde der letzten 32 Teams gibt es 180000 Euro, im Achtelfinale 270000, im Viertelfinale 360000 und im Halbfinale 630000 Euro. Der Endspielverlierer erhält dann immerhin zwei Millionen, der Sieger noch eine Million mehr.

Keinesfalls neue Schulden

Große Sprünge sind da nicht drin, zumal 2010 nur die Gruppenphase stattfindet. Nur diese 900.000 Euro wären also für die Bilanz relevant. “Die neue Saison wird wirtschaftlich schwieriger als die letzte – selbst wenn ich unterstelle, dass wir in die Europa League kommen”, sagt der VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt.

Sein Gremium ist in erster Linie dazu da, die Finanzen zu kontrollieren. “Wir werden uns nicht in einzelne Personalien einschalten, aber es ist unsere Pflicht, Vorgaben fürs Budget zu machen – und die müssen vom Vorstand eingehalten werden”, sagt Dieter Hundt, für den die unumstößliche Grundregel lautet, dass Schulden zu vermeiden sind. Dieses Leitmotiv stammt aus den kritischen Phasen des Vereins, den vor acht Jahren noch Verbindlichkeiten von fast 16 Millionen Euro schier erdrückten. “Wir werden unser Prinzip eisern aufrechterhalten, wonach wir nicht mehr ausgeben als wir einnehmen”, sagt Dieter Hundt. Das ist dann in der Tat eine ziemlich einfache Rechnung.

(STZ 20.4.2010)

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20. März 2010

VfB unterliegt Barça 0:4: So laut können Träume platzen

Das Wunder von Barcelona ist ausgeblieben. Ohne große Gegenwehr, ohne großes Aufbäumen hat sich der VfB Stuttgart mit 0:4 (0:2) beim großen FC Barcelona im Achtelfinale aus der Champions League verabschiedet.

Bittere Erkenntnis: Die Roten erstarrten vor Barça – sie hatten nie eine echte Chance.

Der Coup im Camp Nou – für die Roten blieben die ohnehin geringen Hoffnungen auf eine Sensation ein Wunschtraum. Diese Erkenntnis wuchs ziemlich schnell – und im Handumdrehen war sie Gewissheit.

Denn im Grunde war schon nach 13 Minuten alles klar, als Lionel Messi den Club-Weltmeister in Führung brachte. Und erst recht, als Pedro das 2:0 erzielte (22.).

Erneut Messi (60.) und Bojan Krkic (89.) erhöhten auf 4:0. Das hatte dann schon die Ausmaße eines Debakels, wie es die B-Jugend der Roten am Nachmittag beim 0:5 gegen Barça Nachwuchs kassiert hatte.

“Barcelona war klar besser und hat uns heute die Grenzen aufgezeigt”, sagte Trainer Christian Gross, “wir haben im Hinspiel für unsere Verhältnisse ein überragendes Spiel gemacht. Jetzt sind wir nicht über außen gekommen und hatten keine Abschlüsse.”

“Kindergarten-Fußball”

Null-vier. Das war natürlich fernab der Ansprüche, mit denen die Profis vom Cannstatter Wasen die große Herausforderung angegangen waren – angenommen haben sie sie zu keiner Phase.

Mutig, selbstbewusst und clever wollten sie Barça die Stirn bieten, ähnlich wie beim achtbaren 1:1 im Hinspiel, doch nichts von alldem war dann zu sehen.

“Kindergarten-Fußball”, ärgerte sich TV-Experte Matthias Sammer. Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrte der VfB vor den Katalanen, ließ sich teilweise vorführen und demütigen.

Die Roten investierten viel zu wenig, um die weltbeste Vereinsmannschaft in Schach zu halten. “Wir haben zu großen Respekt gezeigt, waren nicht mutig genug und haben zu viele einfache Fehler gemacht. So hat man hier keine Chance”, sagte Manager Horst Heldt.

Lag es an der großen Kulisse? Willkommen im Camp Nou: 98.000 Zuschauer fasst der Fußballtempel. Tagsüber hatten Helfer in der Innenstadt per Handzettel für die Begegnung geworben, die schließlich 88.543 Fans anlockte.

Ein eindrucksvoller Rahmen, der bei manch einem VfB-Spieler sichtlich Spuren hinterließ. Allerdings nicht bei Serdar Tasci: Der Innenverteidiger musste kurzfristig wegen Adduktorenbeschwerden passen, die sich schon am Montag im Training angekündigt hatten. Für ihn spielte Georg Niedermeier, der gleich mächtig viel Arbeit hatte.

Dreimal klärte Torhüter Jens Lehmann gegen Thierry Henry (2. und 11.) und Lionel Messi (9.). Als der Argentinier erneut vor dem VfB-Keeper auftauchte, bedeutete das schon die Vorentscheidung.

Vier VfB-Spieler ließen Messi gewähren, ohne einzugreifen – eine Todsünde gegen den begnadeten Angreifer. Messi durfte den Ball an- und Tempo aufnehmen, sich die Lücke aussuchen und aus 18 Metern abschließen.

“Messi ist 30 Meter allein mit dem Ball gelaufen, das geht doch nicht”, sagte Alexander Hleb. Der Leihspieler vom FC Barcelona blieb selbst weit unter seinen Möglichkeiten – wie fast alle seiner Mitspieler.

Der VfB hatte sich kaum berappelt, da musste er schon den nächsten Rückschlag verdauen. Messi konnte den Ball in Ruhe annehmen und zu Henry weiterleiten. Dessen Querpass drückte Pedro über die Linie – wieder fühlte sich kein VfB-Profi zuständig.

Meine Güte – wo waren all die guten Vorsätze? Der VfB leistete sich zu viele Ballverluste im Mittelfeld, bekam dadurch in der Rückwärtsbewegung große Probleme und hatte dem großen Gegner sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zu wenig entgegenzusetzen.

Henry grätschte knapp am Ball vorbei (28.). Dann verlor Sami Khedira den Ball gegen Messi, der Henry bediente – Matthieu Delpierre klärte.

Jetzt kommt Hannover

Obwohl Barça nicht einmal seinen besten Tag erwischt hatte, hatte der VfB nicht den Hauch einer Chance – und keine Torchance, die diese Bezeichnung verdient hätte.

Stattdessen ging es nach dem Wechsel weiter mit dem Einbahnstraßen-Fußball. Dani Alves legte mit der Hacke für Messi auf, der aus der Drehung das 3:0 erzielte – wieder hatte sich die VfB-Abwehr vornehm zurückgehalten.

Einzig Cristian Molinaro wagte sich mal nach vorn, der Schuss des Italieners wurde aber abgeblockt (63.). Auf der Gegenseite rettete Lehmann gegen Andrés Iniesta (79. und 80.), Henry (72.) und Messi (86.) verpassten.

Ein Pass in die Tiefe eröffnete Bojan Krkic den Raum, um das 4:0 zu erzielen. “Barcelonas Klasse hat sich durchgesetzt”, sagte Sami Khedira, “jetzt müssen wir uns voll auf die Bundesliga konzentrieren.”

Dort helfen nur noch Siege, wenn die Aufholjagd doch noch zu Platz fünf und damit in die Europa-Liga führen soll. Das dürfte schwer genug werden. Nächster Prüfstein ist am Samstag Hannover 96.

(STN online 18.3.10)

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9. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im Oktober 2009

Oktober

4.10.2009

Der VfB Stuttgart trauert um Rolf Rüssmann

Zehn Tage vor seinem 59. Geburtstag verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag Rolf Rüssmann nach einem langen Krebsleiden. Er war beim VfB Stuttgart von Februar 2001 bis Dezember 2002 als Vorstandsmitglied für den Bereich Sport verantwortlich.

Vor dem Spiel gegen Werder fand eine Gedenkminute für den leider viel zu früh verstorbenen Ex-Manager Rolf Rüssmann statt. Der VfB hat Rolf Rüssmann einiges zu verdanken. Als der VfB finanziell am Abgrund stand und sportlich im Abstiegskampf steckte, brachte er Ralf Rangnick dazu, sein Amt abzugeben und installierte gegen einige Vorbehalte Felix Magath als neuen Trainer. Unter Rüssmanns Regie schaffte der VfB gerade noch den Klassenerhalt, und der Aufstieg begann.

Aus Spiegel online dazu zu seinem damaligem Rauswurf: Der Manager drängte die Mannschaft trotz der Erfolge auf einen Gehaltsverzicht. Als dies nicht umsetzbar war, strich Rüssmann kurzerhand die Punktprämien. Der Manager wollte die sportliche Zukunft des Vereins planen, hatte jedoch keine Vollmachten. “Ich kann alleine nicht abschließen”, so Rüssmann, “wozu habe ich einen Etat, wenn man der sportlichen Leitung nicht einräumt, im Rahmen dieses Etats Entscheidungen zu treffen.” So hatte der 52-jährige Rüssmann Kapitän Zvonomir Soldo ein neues Angebot vorgelegt. Jedoch fehlte die Unterschrift des Präsidenten, dadurch war es völlig wertlos. “Hier sind alte Seilschaften am Werk, die an allen Ecken und Enden versuchen, mich rauszudrücken”, sagte der ehemalige Vorstopper.

Dass Rüssmann beim VfB gescheitert ist und rausgeschmissen wurde, lag zum Großteil an verletzter Eitelkeit der damaligen handelnden Personen, allen voran der Ex-Präsident Haas. Ich trauerte ihm lange hinterher, alleine schon jedes Mal, wenn das Rumgeeiere in Bezug auf ein reines Fußballstadion wieder auf der Tagesordnung war. Rolf Rüssmann hätte sich von der Stadt sicher nicht so lange auf der Nase herumtanzen lassen und hätte mit Auszug aus dem (damaligen) Gottlieb-Daimler-Stadion gedroht, wäre die Leichtathletik-Lobby auch ihm gegenüber lange stur geblieben.

Er war schließlich in Deutschland ziemlich der erste, der begriff, dass einem neuen, multifunktionalen, reinen Fußballstadion die Zukunft gehört und stellte der Borussia aus Mönchengladbach den Borussia-Park hin.

4.10.2009

0:2: VfB läßt sich von Bremen vorführen

Ausgerechnet “Lieblingsgegner” Werder Bremen hat dem VfB Stuttgart sein Jubiläum verdorben. Die schwachen Schwaben verloren ihr 1500. Spiel in der Fußball-Bundesliga verdient mit 0:2 (0:1). Claudio Pizarro brachte Bremen am Sonntag bereits in der 3. Minute mit seinem fünften Saisontor auf die Siegerstraße, Aaron Hunt (51.) machte schon früh alles klar.

Dieses Mal war es Stefano Celozzi, der den frühen Rückstand der Bremer einleitete und Marin nie in den Griff bekam. In der 41. Minute traf ihn dann der Bannstrahl des Trainers, der in auswechselte. Für einen Fußballer die Höchststrafe. Für ihn brachte er Christian Träsch, der seinerseits nach seinem Fehler gegen Köln einige Zeit außen vor war. Der VfB war erneut nach vorne ideenlos, nach hinten anfällig und taumelt immer mehr im Niemandsland der Tabelle oder noch schlimmer Richtung Abstiegsplätze. Von dem, was die Mannschaft in der Rückrunde der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte, ist rein gar nichts mehr zu sehen. Babbel macht einen hilflosen Eindruck, keine seiner Maßnahmen greift. Gegenüber dem Rumänien-Spiel wechselte er erneut das Sturmduo aus, doch auch Schieber und Cacau blieben nahezu chancenlos. Ganz anders die Bremer, die mit einer starken Mannschaftsleistung nie ernsthaft in Gefahr gerieten und die Tore zum für sie psychologisch günstigen Zeitpunkt machten.

Ich stand bisher immer hinter Babbel, weil mir seine Art gefällt, er das sogenannte Bayern-Gen eingeimpft hat und lieber an die eigenen Stärken appelliert, als den Gegner stark zu reden, wie es Armin Veh gerne getan hat. Seit diesem Spiel aber war ich für eine Trennung gewesen, um die Saison noch halbwegs retten zu können. Der Zeitpunkt wäre günstig gewesen vor der Länderspielpause. Ein neuer Trainer hätte sich zumindest mit den Gegebenheiten beim VfB vertraut machen können und die Daheimgebliebenen schon einmal kennen lernen können. Zu diesem Zeitpunkt traute ich Babbel die Wende nicht mehr zu. Die Mannschaft spielte über Wochen zu schwach mit zu vielen individuellen Patzern, ist keine Einheit auf dem Platz. Der ballführende Spieler ist die ärmste Sau, weil sich keiner anbietet. Das Spiel ohne Ball katastrophal, die Raumaufteilung auf dem Platz furchtbar. In dieser Phase hatte fast jeder Gegner leichtes Spiel mit dem VfB. Dieses Spiel zeigte auch auf, dass der Sieg in Frankfurt nur ein Ausrutscher nach oben war und keine Trendwende einleitete. Doch Manager Heldt hielt weiter stoisch an seinem Freund und Nachbarn Babbel fest. Damit war mir ziemlich klar, dass die Spiele gegen Schalke und Sevilla auch abgeschenkt werden und frühestens in Hannover, gegen einen Gegner auf Augenhöhe, die Wende eingeleitet werden kann.

Vor dem Spiel waren wir noch zum Frühschoppen auf dem Wasen, dort wenigstens war die Stimmung noch ausgelassen. Hinterher im SSC war sie dann getrübter und dem ein oder anderen wuchsen lange Ohren. ;-)

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5.10.2009

VfB in Hektik: Babbel kriegt frei

Die Talfahrt des VfB Stuttgart in der Bundesliga sorgt für hektische Betriebsamkeit. Der Sportdirektor Horst Heldt hat nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwirkt, dass der Teamchef Markus Babbel in dieser Woche nicht am Trainerlehrgang teilnehmen muss. “Wir werden nun besprechen, was die ersten Maßnahmen sind. Die Hälfte der Mannschaft ist nicht da. Aber in der momentanen Situation ist es Gift, wenn der Trainer auch noch fehlt. Ich versuche auch so viele Spieler wie möglich dazubehalten”, sagte Heldt nach der Heimpleite gegen Werder Bremen.

5.10.2009

Neue VfB-Probleme:Tasci und Khedira verletzt

Bei Serdar Tasci sind die Knieprobleme vom Sommer zurückgekehrt, er musste sogar die Reise zur Nationalmannschaft absagen. Womöglich war es doch die falsche Entscheidung, den Haarriss an einem Knorpel nicht operieren zu lassen. Auch Sami Khedira ist zunächst aus dem Training genommen worden. Sein Fuß meldet eine Überlastungsreaktion – die Vorstufe zu einem Ermüdungsbruch. Beide Probleme könnten sich auswachsen – und Khedira und Tasci somit wochenlang ausfallen.

8.10.2009

Gute Stimmung im Bierzelt

Die verbliebenen VfB-Spieler, das Trainerteam, Vorstand Sport Horst Heldt, Präsident Erwin Staudt, Direktor Sport/Verwaltung Jochen Schneider und zahlreiche VfB-Mitarbeiter pilgerten am Mittwochabend auf den Cannstatter Wasen. Das Dinkelacker-Festzelt auf dem Cannstatter Volksfest war mit  3.000 VfB-Fans gut gefüllt. Als der Präsident, Spieler und Trainer nach dem Essen die Bühne bestiegen, stieg die ohnehin schon gute Stimmung beträchtlich an.

Angesichts der jüngsten Ergebnisse und Auftritte war der Empfang der Fans sehr freundlich. Und beim Fest zeigte auch Präsident Staudt mal wieder Präsenz. Die Wochen zuvor fragte ich mich schon, ob es ihn noch gibt…

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9.10.2009

Training ohne Nationalspieler

Wenn es die Zeit zuläßt schaue ich gerne mal beim Training vorbei, so auch an diesem Tag. Es war ja ein überschaubarer Haufen übrig geblieben. Das Gros des Teams weilte bei den diversen Auswahlteams ihrer jeweiligen Nationen. Mich wundert es immer wieder, wenn ich mal beim Training bin, dass ein Großteil des Programms aus Laufen und Gymnastik besteht und so wenig an der Verbesserung der fußballerischen Schwächen gearbeitet wird. Es werden da kaum einmal Standards trainiert, obwohl die schon seit einiger Zeit katastrophal sind. Das Paßspiel wird zwar hin und wieder traniert, jedoch von den Trainern eher selten aktiv eingegriffen, wenn etwas nicht funktioniert. In dieser Hinsicht kam mir Babbel zu Beginn seiner Teamchef-Tätigkeit engagierter vor.

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10.10.2009

Zeichen gesetzt:

Die VfB-Spieler, die nicht bei ihren Nationalmannschaften weilen, traten am heutigen Samstagnachmittag in Winnenden zu einem Benefizspiel zugunsten der Opfer des Amoklaufs an der Albertville-Realschule an. Das Spiel fand im Herbert-Winter-Stadion statt. Die Mannschaft von Markus Babbel gewann mit 14:0 gegen eine Auswahl von Akteuren des SV Winnenden und umliegender Vereine aus der betroffenen Region sowie Fußballern aus Wendlingen. Torschützen: Klauß, Bastürk (5), Hofmann (2), Walch, Hilbert, Niedermeier, Simak, Elson und ein Eigentor.

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10.10.2009

Länderspiele:

Russland-Deutschland 0:1, Deutschland fährt nach Südafrika:

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich durch einen 1:0-Sieg in Moskau gegen die russische Auswahl vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Das Tor des Tages erzielte der Stürmer des FC Bayern, Miroslav Klose. Vom VfB kam lediglich Pavel Pogrebnyak auf russischer Seite zu einem Kurzeinsatz. Hitz und Cacau schmorten 90 Minuten auf der Bank.

Es war ein Klasse-Spiel beider Mannschaften, indem die Deutschen die Glücklicheren waren. Adler und Klose waren die Garanten für den Sieg. Jetzt fahren “wir” also nach Südafrika, letzten Endes haben die Deutschen wieder eine souveräne Qualifikation gespielt und die Big-Points gegen Russland eingefahren. Nachdem wir bei den letzten drei großen Turnieren in Portugal, Deutschland, Österreich und der Schweiz waren, lassen wir Südafrika aus. Einen gewissen Reiz hätte auch dieses Turnier für mich gehabt. Aber ich habe große Bedenken, wie dort die infrastrukturelle und die Sicherheitslage ist. Wenn ich eine Reise mache, möchte ich mich frei bewegen und mich erholen können. Dort scheint das nicht so ohne weiteres möglich zu sein. Die Kriminalität ist immer noch immens hoch, die Organisatoren tun zwar ihr möglichstes und “säubern” die Städte von Obdachlosen und Wegelagerern, damit die weite Welt eine schöne Zeit erlebt. Um diesen Preis allerdings möchte ich die WM nicht erleben. Eine WM ist immer auch ein Fest für das Volk, doch wenn von vornherein solche Maßnahmen notwendig sind, um ein einigermaßen sicheres Fest zu veranstalten, zeigt es mir, dass das Land noch nicht so weit ist. Das Geld, das die WM kostet, hätte eingesetzt werden müssen, um die Probleme in den Griff zu bekommen und die Leute in Lohn und Brot zu bringen. Die Infrastruktur scheint auch ein großes Problem zu sein. Der Transport zu den Stadien soll in Kleinbussen vonstatten gehen, wie ich gelesen habe. Ich persönlich würde mir auch Sorgen um die Flugsicherheit machen, wenn ich einen innerafrikanischen Flug nehmen müßte, um von A nach B zu gelangen. Und an einem Ort zu verharren, um solchen Problemen und Risiken zu entgehen, das möchte ich auch nicht. Ich würde mir wünschen, dass die Fifa zukünftig Weltmeisterschaften nur noch in große und aufstrebende Fußballnationen vergeben würde, in denen WM-taugliche Stadien und die Infrastruktur bereits weitestgehend vorhanden sind und nicht innerhalb von sieben Jahren aus dem Boden gestampft werden müssen. Fraglich ist doch, was danach passiert. Was hat Südafrika späten von den riesigen teuren Stadien, werden die jemals wieder ausgelastet sein oder hat man sich dort Milliardengräber hingestellt und die Leute hungern weiter.

Die Euro 2012 werde ich voraussichtlich wieder besuchen, obwohl ja vor allem die Ukraine ebenfalls massive Probleme hat, die Anforderungen zu erfüllen.

Weitere Länderspiele an diesem Tag mit VfB-Beteiligung:

Malawi-Elfenbeinküste 1:1, Boka über 90 Minuten am Ball, dieses Remis reichte, um das Ticket für die WM in Südafrika zu lösen.

Mexiko-El Salvador 4:1, Durch einen klaren 4:1-Sieg gegen El Salvador qualifizierte sich Mexiko vorzeitig für die WM 2010. Ricardo Osorio war hierbei über die gesamten 90 Minuten in der Innenverteidigung, an der Seite von Barca-Star Rafael Marquez, im Einsatz. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen durfte “Oso“ hernach die erfolgreiche Qualifikation der “El Tri“ zur Weltmeisterschaft bejubeln.

Serbien-Rumänien 5:0, In der Europa-Gruppe 7 konnte Serbien mit einem 5:0-Erfolg über Rumänien das begehrte Ticket zur WM in Südafrika lösen. Ciprian Marica, der über 60 Minuten für seine Farben im Einsatz war, vermochte nichts an der hohen Niederlage zu ändern. Seinem Mannschaftskameraden vom VfB, Zdravko Kuzmanovic, gelang dagegen nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte der Treffer zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung Serbiens.

Australien-Holland 0:0, VfB-Innenverteidiger Khalid Boulahrouz war auf der rechten Abwehrseite über die gesamten 90 Minuten für die “Elftal” von Trainer Bert van Marwijk am Ball und zeigte eine ansprechende Leistung bei seinem Comeback im Oranje-Trikot.

14.10.2009

Länderspiele:

Deutschland-Finnland 1:1, Unentschieden zum Abschluss:

Die deutsche Nationalmannschaft kam am Mittwochabend in der Hamburger HSH-Nordbank-Arena vor 51.500 Fans nicht über ein 1:1 gegen Finnland hinaus. Da schon vor dem letzten Gruppenspiel der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika klar war, dass die Löw-Truppe im Sommer mit dabei ist, nahmen die Spieler die Begegnung nicht ganz so ernst. Die Führung der Finnen in der ersten Halbzeit durch Jonatan Johansson glich Lukas Podolski kurz vor Schluss noch aus. Hitzlsperger wurde in der Halbzeit ausgewechselt, Cacau spielte durch.

Nach der über weite Strecken schwachen Vorstellung, gab es vom Hamburger Publikum ein gellendes Pfeifkonzert. Die Mannschaft reagierte mit Unverständnis, hatte sie doch 4 Tage zuvor mit Bravour die Hürde Russland genommen. Das ist ein zweischneidige Angelegenheit. Zum einen ist ja ein Fußballer manchmal wie Turnierpferd, er springt nur so hoch wie er muß. Soll heißen, nachdem in Russland eine riesengroße Last abgefallen ist, nahm man das Spiel zu locker, da es um nichts mehr ging. Auf der anderen Seite gibt es ja nicht so sehr viele Länderspiele: Es war auch die Möglichkeit für einige, die in der Nationalelf nicht die erste Geige spielen, sich zu zeigen, um bei den nächsten Länderspielen wieder berücksichtigt zu werden. Gerade unsere VfBler Hitzlsperger und Cacau haben diese Möglichkeit verpaßt, wobei es natürlich schwierig ist, in einer Mannschaft, in der es in einem Spiel nicht läuft, das Ruder zu übernehmen. Und wenn die Spieler in so einem Spiel, in dem es um nichts geht, schon nicht für sich spielen möchten: die Zuschauer haben es auch verdient, dass sie sich am Riemen reißen. Der DFB braucht sich nicht zu wundern, dass er inzwischen wieder Probleme hat, Länderspiele ausverkauft zu bekommen. Die Eintrittspreise sind stolz, überwiegend zwischen 40 und 100 Euro pro Ticket. Die Möglichkeit ein Länderspiel zu beobachten, hat man ja als Fan auch nicht alle Tage, für viele ist das dann der Fußballhöhepunkt des Jahres, und da erwartet man einfach, dass mit der bestmöglichen Mannschaft gespielt wird und diese sich reinhängt. Beides war in diesem Spiel kaum der Fall. Ich weiß, wovon ich spreche. Wir waren im November 2008 in Berlin beim Spiel Deutschland-England und bekamen eine espritlose Deutschland gegen eine englische B-Mannschaft zu sehen. Einen Klassiker hatten wir erwartet und bekamen fußballerische Magerkost, vor allem von der deutschen Mannschaft, zu sehen. Da war ich auch enttäuscht, zumal wir noch relativ teure Plätze hatten, die sich allerdings fast unterm Dach des Olympiastadions befanden, und wo es dann noch hineingeregnet hatte. An diesem Abend war ich auch bedient und schwor mir eigentlich, Freundschaftsspiele dieser Art zukünftig zu meiden. Aber nur eigentlich, am 3.3.2010 sind wir dabei, wenn in der Allianz-Arena Deutschland auf Argentinien trifft. Da es der einzige Test vor der WM-Vorbereitung ist, erhoffe ich mir aber schon, dass Jogi Löw mit dem bestmöglichen Team antritt und es keine Absagen hagelt.

Weitere Länderspiele an diesem Abend mit VfB-Beteiligung

Aserbaidschan-Russland 1:1, Pogrebnjak 90 Minuten auf der Bank

Rumänien-Faröer 3:1, Marica war bis zur 82. Minute im Einsatz

Trinidad & Tobago-Mexiko 2:2, Ricardo Osorio kam auf den kleinen Antillen nicht mehr zum Einsatz.

17.10.2009

1:2 Heimniederlage gegen Schalke: Die Talfahrt geht weiter

Der kriselnde VfB Stuttgart setzt seine Talfahrt fort. Gegen den FC Schalke 04 kassierten die Schwaben mit 1:2 (0:1) die dritte Heimniederlage in der Fußball-Bundesliga in Folge.

Ivan Rakitic (24. Minute) und der Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi (76.) erzielten für die “Königsblauen” am Samstag vor 42.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena die Tore. Nationalstürmer Cacau (73.) hatte mit seinem ersten Erstliga-Treffer seit 724 Minuten nur kurzzeitig für Hoffnung auf wenigstens einen Teilerfolg der Schwaben gesorgt.

Obwohl leicht verbessert, hat der VfB Stuttgart das dritte Heimspiel in Folge verloren. Auch Lieblingsgast Schalke nahm die Punkte aus dem Schwabenland mit, erst zum vierten Mal überhaupt. Weder der Systemwechsel noch die sechsfache Rotation brachten die Trendwende bei der Babbel-Elf, Schalke spielte einfach überlegter und selbstbewusster – und ist jetzt fest etabliert in der Spitzengruppe. Stuttgarts Teamchef Markus Babbel setzte auf eine Mittelfeldraute und auf sechs Neue gegenüber dem 0:2 gegen Werder Bremen. Kapitän Hitzlsperger musste wie schon am 6. Spieltag aussetzen, Kuzmanovic erhielt den Vorzug und spielte halbrechts. Außerdem war Hoffnungsträger Hleb zurück und übernahm die “Zehner”-Position, Träsch bekam im defensiven Mittelfeld eine Chance. Walch und Hilbert (erkältet) blieben draußen. In der Viererkette begannen die genesenen Tasci – als Ersatzkapitän – und Magnin für Delpierre (Adduktorenprobleme) und Boka, im Angriff Pogrebnyak für Schieber.

Die Mercedes-Benz Arena verkommt immer mehr zum Selbstbedienungsladen für die Gästeteams. Auch der Systemwechsel mit Hleb auf der Zehn (als 10er war er schon früher als Balakov-Nachfolger überfordert) brachte nicht die Trendwende. Es zeigt sich immer mehr, dass der VfB den Gomez-Abgang nicht gut genug kompensiert hat. Gomez hatte durch seine Präsenz sich viele Bälle geholt und Angriffe mit eingeleitet. Dies fehlt momentan. So strahlt der VfB relativ wenig Torgefahr aus und muß zu allem Überfluss derzeit ständig durch individuelle Patzer entstandenen Gegentoren hinterher laufen. Erneut begünstigte eine unglückliche Aktion von Celozzi den Rückstand. Das Spiel gegen Schalke kann man zwar durchaus als Besserung gegenüber den letzten Auftritten einstufen, man ist ja bescheidener geworden. Dass es mit einer solchen Leistung aber auch gegen Sevilla schwer, wenn nicht unmöglich, werden würde, etwas Zählbares mitzunehmen, war an diesem Tag auch allen klar.

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20.10.2009

1:3 gegen Sevilla: Weiterer Nackenschlag für den VfB

Der krisengeschüttelte VfB Stuttgart muss nach der dritten Pflichtspielniederlage in Folge ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League und Trainer Markus Babbel mehr denn je um seinen Job bangen. Die Schwaben verloren trotz einer zunächst ordentlichen Leistung am Ende verdient 1:3 (0:1) gegen den spanischen Spitzenklub FC Sevilla und warten damit auch nach dem dritten Spiel in der Königsklasse weiter auf den ersten Sieg.

Sebastien Squillaci (23./72.) und Jesus Navas (55.) versetzten dem VfB, der in der Bundesliga nach dem schwächsten Start seit der Abstiegssaison 1974/75 nur 13. ist, mit ihren Toren einen weiteren Nackenschlag. Dem eingewechselten Elson gelang lediglich noch der späte Anschlusstreffer (74.). Mit nur zwei Punkten hat Stuttgart vor der Rückserie in der Champions League, die am 4. November mit der Partie in Sevilla beginnt, eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um sein Ziel K.o.-Runde doch noch zu erreichen.

Wie befürchtet ging also auch das Heimspiel gegen die Andalusier in die Hose. Der VfB spielte zwar phasenweise gefällig, doch einmal mehr insgesamt zu harmlos, um die Spanier ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Beim VfB spielte Träsch erstmals auf der Sechserposition und erfüllte die Aufgabe zufriedenstellend. Der VfB legte los wie die Feuerwehr, und hatte in den ersten 12 Minuten vier Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Sevilla nutzte dagegen seine erste Chance eiskalt aus, als Hleb die Flanke nicht verhinderte und Boulahrouz im 5-Meter-Raum nicht eingriff. Dem zweiten Treffer ging ein Fehler von Jens Lehmann voraus, der eine Flanke vor die Füße von Jesus Navas abklatschte, der, reaktionsschneller als Boka, leicht und locker einschieben konnte. Damit war das Spiel gelaufen und die vierte Heimpleite in Serie besiegelt. Unterm Strich war zwar ein Aufwärtstrend erkennbar, doch was nutzt es, wenn man Ende wieder mit leeren Händen dasteht. Und so bekam man auch nach diesem Spiel wieder zu hören, die Mannschaft lebe doch und dass man darauf aufbauen könnte.

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22.10.2009

Vormittagstraining

Da mich die Situation schon sehr beschäftigte, machte ich es noch einmal möglich, zum Training zu gehen. Erneut war ich enttäuscht darüber, dass so wenig im fußballerischen Bereich trainiert und überwiegend Lauftraining und Gymnastik gemacht wurde. Georg Niedermeier machte mit Gerhard Wörn Aufbautraining. Thomas Hitzlsperger und Yildiray Bastürk trainierten zusammen das Umspielen von Slalomstangen mit Zweikampfverhalten, Julian Schieber und Roberto Hilbert den Torabschluß, die Torhüter trainierten separat. Gegen Ende jonglierten sich die Spieler in verschiedenen Grüppchen noch die Bälle zu und das wars. Horst Heldt ließ sich auch kurz auf dem Platz blicken. Babbel wirkte unverändert und schaute sich das Geschehen meist mit Abstand an.

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24.10.2009

Erneute Niederlage: Der VfB rutscht immer tiefer in die Krise

Der VfB Stuttgart rutscht immer weiter in die Krise. Bei Hannover 96 unterlag das Team mit 0:1 und bleibt in der unteren Tabellenhälfte stecken. Dennoch wird Markus Babbel am Dienstag auf der VfB-Bank Platz nehmen. Manager Horst Heldt sprach dem Trainer nach dem Schlusspfiff sein Vertrauen aus. “Es gibt keine Trainerdiskussion. Markus Babbel wird auch am Dienstag im DFB-Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth auf unserer Bank sitzen”, sagte Heldt. Allerdings scheinen sich Trainer und Manager nicht in allen Punkten einig zu sein. “Wir benötigen jetzt endlich Ergebnisse. Es fällt sehr schwer, nach vier Niederlagen in Folge von einem Aufwärtstrend zu reden”, sagte Heldt und widersprach Babbel damit. Denn wenige Minuten zuvor hatte der Trainer noch erklärt: “Die Mannschaft war bissiger und hat alles für den Sieg getan. Es ist wichtig, dass der Trend nach oben geht.”
Der VfB begann mit einer Spitze und fünf Mann im Mittelfeld. In der Anfangsphase hatte das Team klare Feldvorteile, nutzte diese aber nicht aus. Mit der ersten gefährlichen Aktion der Hannoveraner gelang der Heimmannschaft in der ersten Hälfte die Führung. Nach einer Unachtsamkeit der VfB-Hintermannschaft passte Arnold Bruggink geschickt auf Konan Ya, der aus einer Abseitsposition zum entscheidenden Tor traf.

Nun taumeln Babbel und der VfB am Abgrund. Nach den Pleiten in der Bundesliga und in der Champions League droht der verunsicherten Mannschaft, die selbst gegen harmlose Gegner wie Hannover verliert, auch im Pokal nun das Aus. Doch klar ist: auch wenn Heldt sich nach dem Spiel gegen Hannover für Babbel entscheidet – eine weitere Niederlage im Spiel am Dienstag gegen Greuther Fürth wird der Trainer sich kaum leisten können.

Wir fuhren zu diesem Spiel mit dem Auto, weil die Bahn Mondpreise verlangte. Für den Preis zu viert hätten wir mit dem Auto etwa 7-8 Mal diese Strecke fahren können. So fuhren wir kurz nach 7 Uhr los und kamen auch sehr gut durch. Da es doch sehr stressig wäre, diese Strecke an einem Tag hin und zurück zu fahren, übernachteten wir in Hannover und fuhren am Sonntag dann nach dem Frühstück gemütlich zurück.

In Hannover bezogen wir unsere Zimmer im Intercity Hotel und zogen dann auch gleich los. Kaum losgelaufen erspähte ich ein Franziskaner-Schild. Es gehörte zum Bayerischen Lokal Bavarium, wo wir auch gleich einkehrten und etwas tranken. Das Bavarium ist ein urig bayerisches Lokal mitten in der Niedersachsenmetropole. Wir haben uns dann vorgenommen, abends auch noch mal herzukommen, um etwas dort zu essen.

Danach fuhren wir mit der Bahn in Richtung Stadion. Dort mußten wir uns dann erst einmal eine Chipkarte besorgen, damit wir im Innenraum Speisen und Getränke erwerben konnten. Da das Stadion selten richtig voll ist und vor allem in “unserem” Bereich unterhalb des Gästefanblocks Platz zum liegen herrscht, ging alles relativ schnell. Karte aufladen, wenn notwendig oder auch das Bier holen. Das Spiel begann zunächst mit einer schönen Choreographie der VfB-Fans und einer der Hannoveraner, die das 50-jährige Jubiläum ihres Niedersachsenstadions feierten.

Das Spiel pendelte sich auf dem Niveau ein, das man angesichts des Tabellenstandes der beiden Teams erwarten mußte. Eigentlich war es einmal mehr zum wegschauen, trotzdem supporteten die mitgereisten Fans das Team unaufhörlich. Nach dem Spiel meinte Babbel, eigentlich könne er seinem Team keinen Vorwurf machen. Toll, sollen die Spieler jetzt noch denken, sie hätten gut gespielt? Das war, gemessen an den Ansprüchen, die der VfB an sich selbst stellt, mal wieder viel zu wenig. Hleb einmal mehr ein Schatten früherer Tage. Spieler, die die Schuld nur noch bei anderen suchen, wie beim Schiedsrichter, der das Abseits vor dem Tor nicht erkannte (war schwer zu erkennen) oder beim Balljungen (Lehmann: selbst die Balljungen sind Betrüger…). Und, Babbel sitzt immer noch fest im Sattel, wenn man Horst Heldt Glauben schenken darf. Wird der Pokal jetzt also auch noch abgeschenkt?

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25.10.2009

Horst Heldt schützt Babbel

Der stark unter Beschuss stehende Teamchef Markus Babbel genießt trotz der erneuten Pleite weiter den Rückhalt von Horst Heldt. “Täler sollten gemeinsam durchschritten werden”, sagte der Sportdirektor des immer tiefer in den Abstiegsstrudel taumelnden schwäbischen Fußball-Bundesligisten nach dem deprimierenden 0:1 (0:1) bei Hannover 96.

Auf die Frage des TV- Senders DSF nach einer möglichen Trennung versicherte Heldt am Sonntag: “Viel zu viele Leute lassen sich zu schnell scheiden.” Sollte er die rasante Talfahrt nicht schleunigst stoppen können, macht sich Babbel trotz dieses Treuebekenntnisse keine Illusionen über seine Zukunft beim VfB. “Es ist erfreulich, dass ich nach wie vor die Rückendeckung vom Verein genieße. Aber wenn der Erfolg ausbleibt, wird irgendwann die Reißleine gezogen.”

Möglicherweise ist der Pokal-Auftritt beim Zweitligisten SpVgg. Greuther Fürth am Dienstag Babbels letzte Chance, auch wenn Heldt und die anderen Vorstandsmitglieder bislang nichts von einem Ultimatum verlauten ließen. “Da müssen wir gewinnen”, sagte Babbel nach der sonntäglichen Trainingseinheit in Stuttgart. “Ich bin absolut überzeugt von meiner Mannschaft.” Der auf der Kippe stehende Coach kündigte nach dem erneuten Tiefschlag indes tapfer an: “Ich war immer ein Kämpfer und werde auch jetzt kämpfen.”

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start der Schwaben verstärkt sich die Kritik am Trainer-Lehrling, der nach der Qualifikation des VfB für die Champions League vor wenigen Monaten noch groß gefeiert wurde, immer mehr. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft inzwischen eine große Lücke. In Hannover vermied es der Coach, seine hoch eingeschätzten und hoch dotierten Profis zu kritisieren. “Ich habe eine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen. Sie wirkte nicht verunsichert, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Es fehlte das Quäntchen Glück”, sagte Babbel in Anspielung auf die zwei Pfostenknaller von Elson und Kapitän Thomas Hitzlsperger.

“Wir sind nicht belohnt worden”, erklärte Hitzlsperger. “Wir haben auch Fehler gemacht. Das Entscheidende hat gefehlt, der Sieg”. Während Hitzlsperger immerhin formverbessert wirkte, grenzte der Auftritt von Alexander Hleb fast an Arbeitsverweigerung. “Alex kann natürlich noch Prozente zulegen”, formulierte Heldt milde Kritik. (STZ online)

27.10.2009

DFB-Pokal-Aus:Der freie Fall des VfB geht weiter

Und dann stand Ciprian Marica zum dritten Mal innerhalb von zwölf Minuten allein vor dem Tor. Bei seiner ersten Chance traf der Stürmer den Ball nicht richtig, obwohl der Torhüter am Boden lag. Bei der zweiten prallte sein Schuss vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld. Und schließlich schob der Rumäne in der 90. Minute links vorbei. Bessere Möglichkeiten kann ein Angreifer nicht bekommen. Marica versiebte sie allesamt – und so verlor der VfB Stuttgart am Dienstagabend gegen die Spvgg Greuther Fürth mit 0:1 (0:1).

Nach dem jüngsten Pleiten in der Bundesliga und den Enttäuschungen in der Champions League ist die Mannschaft damit im Achtelfinale des DFB-Pokals an einem Zweitligisten gescheitert. Einen Sieg hatte zuvor der Manager Horst Heldt zur Pflicht erklärt, über den Pokal wollte der Club wieder in die Spur kommen. Das ist nicht gelungen, weshalb die Tage von Markus Babbel nun gezählt scheinen. Alles deutet darauf hin, dass der VfB am Mittwoch die Trennung von seinem Teamchef bekannt gibt und am Samstag gegen die Bayern ein neuer Mann auf der Bank sitzen wird. “Unsere Situation ist nicht einfacher geworden”, sagte Heldt nach dem Schlusspfiff: “Jetzt müssen wir das Richtige machen.” Ein Treuebekenntnis zum Trainer wollte der Manager nicht mehr abgeben.

Babbel hatte sich in Fürth dafür entschieden, den zuletzt enttäuschenden Alexander Hleb auf der Bank zu lassen. “Er hat in den vergangenen Spielen nicht den frischesten Eindruck gemacht”, sagte der Teamchef. Erst nach einer Stunde kam der Weißrusse ins Spiel – und offenbarte hinterher mit einem Eklat seinen ganzen Frust: Im Kabinengang schrie Hleb Heiko Striegel an und schubste den VfB-Teamarzt, der den Mittelfeldspieler zum Dopingtest bat.

In Pawel Pogrebnjak, der bis zu seiner Auswechslung erneut äußerst harmlos war, und Marica begann der VfB wieder mit zwei Angreifern. Julian Schieber blieb zunächst auf der Bank, auf der erstmals in dieser Saison auch Yildiray Bastürk saß. Wie bei den vergangenen Auftritten begann der VfB auch diesmal engagiert und war in der Anfangsphase die klar bessere Mannschaft. Meist von Elson initiiert, trug Babbels Elf ihre Angriffe vor. Das sah ordentlich aus – allerdings nur bis zum Strafraum. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff, das war auch diesmal das große Problem des VfB, der sich lange Zeit trotz aller Feldüberlegenheit keine zwingende Torchancen erspielen konnte. Marica zog mit einem Schuss aus der Drehung knapp vorbei, Thomas Hitzlsperger scheiterte mit einem Distanzschuss, das war schon alles, was der Favorit im ersten Abschnitt zustande brachte. “Das ist Wahnsinn”, sagte Hitzlsperger: “Wir haben so viel Qualität und bringen die in den entscheidenden Situationen nicht zur Geltung. Bis zum Strafraum spielen wir gut – und dann geht nichts mehr.”

Auch auf der anderen Seite bot sich dasselbe Bild wie zuletzt gegen Sevilla und in Hannover: Mit dem ersten Angriff kam Fürth, Tabellenachter der zweiten Liga und in einem Saisonvorbereitungsspiel vom VfB noch mit 5:0 bezwungen, zur überraschenden Führung. Bernd Nehrig, bis 2007 neun Jahr lang für den VfB aktiv, düpierte auf der rechten Angriffsseite den Stuttgarter Verteidiger Arthur Boka, zog nach innen und überwand Jens Lehmann mit einem Flachschuss ins linke Eck (32.).

Der Treffer zeigte Wirkung – bis zur Pause trat beim VfB die ganze Verunsicherung einer Mannschaft zutage, die von den letzten 14 Pflichtspielen nur zwei gewinnen konnte. Daran änderte sich zunächst auch im zweiten Abschnitt nichts mehr. Planlos, ideenlos, ratlos – so spielte der VfB über weite Strecken der zweiten Hälfte. Keinen Schuss brachte der Bundesligist bis zur 78. Minuten aufs Fürther Tor.

Erst in der Schlussphase, als beim aufopferungsvoll kämpfenden Gegner die Kräfte schwanden, wurden die Aktionen zwingend. Der VfB hatte nun Chancen im Minutentakt. Elson schoss drüber, Träsch wurde abgeblockt, Delpierres Schuss von der Linie gekratzt. Und Ciprian Marica, der brachte die Verantwortlichen vollends zur Verzweiflung. “Es ist unfassbar. Wir schaffen es nicht, den Ball aus zwei Metern ins Tor zu schießen”, sagte Heldt. Viel mehr wollte der Manager am Dienstag nicht sagen. Am Mittwoch jedoch, so steht zu vermuten, wird er sich wieder zu Wort melden.

SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 1:0 (1:0)
Fürth:

Loboué – Schröck, Caligiuri, Mauersberger, Falkenberg – Fürstner – Nehrig, Müller – Haas – Sailer (67. Nöthe), Allagui (76. Schahin)

Stuttgart:

Lehmann – Osorio (71. Hilbert), Tasci, Delpierre, Boka – Träsch – Kuzmanovic (59. Hleb), Hitzlsperger – Elson – Pogrebnjak (59. Schieber), Marica

Schiedsrichter:

Rafati (Hannover)

Zuschauer:

11.800

Tor:

1:0 Nehrig (32.)

Gelbe Karten:

Loboué, Mauersberger, Müller / Boka, Delpierre, Hleb, Tasci

(STZ online)

Jetzt also ist der Super-Gau perfekt. Aus im Pokal beim Zweitligisten. Vorbei die Chance, eine verkorkste Saison über den Pokal noch zu retten, analog zu Werder Bremen in der letzten Saison. Es war erneut ein Offenbarungseid, wenn man gegen einen Zweitligisten in der 78. Minute erstmals aufs Tor schießt. Gegen wen möchte der VfB überhaupt noch gewinnen? Wie lange wartet der Verein noch, bis er die Reißleine zieht? Dieser Abend war mich der bitterste der bisherigen Saison, einfach weil eine große Chance vergeben wurde, die Saison irgendwann doch noch retten zu können. Dabei war ich nicht, da ich (leider?) nicht frei bekam.

31.10.2009

Keine Tore im Süd-Gipfel: Teilerfolg für kriselnde Schwaben

Mit einem leistungsgerechten Unentschieden trennten sich der VfB Stuttgart und der FC Bayern im Süd-Gipfel. Die Stuttgarter begannen furios, nutzten ihre frühen Chancen aber nicht. Später hatten die Gäste das Spiel unter Kontrolle, doch kein Team kreierte hochkarätige Tormöglichkeiten, so dass das torlose Remis letztlich nur folgerichtig war. Nach fünf Niederlagen in Folge ein Schritt in die richtige Richtung für die Schwaben.

Babbel wurde also auch nach dem desaströsen Pokal-Aus in Fürth nicht gefeuert. Unmittelbar danach hatte ich gedacht, dass es das war, weil Heldt erstmals nicht mehr einen Trainerwechsel ausschloß. Vielmehr wolle man das Gesehene in den Gremien diskutieren. Zwei Tage vor dem Bayern-Spiel war klar: Babbel bleibt. Erstmals kam die Mannschaft vor dem Spiel in die Kurve, um den Schulterschluß mit den Fans zu suchen. Diese Maßnahme wurde auf einem Krisengipfel der größten Fangruppierungen mit dem VfB beschlossen. In der Fanszene brodelte es bereits beträchtlich, so dass man damit hoffte, etwas Luft herauszunehmen. Wenigstens einen Achtungserfolg gab es gegen die Bayern, auch wenn einen Unentschieden in dieser Situation auch nicht wirklich weiterbringen. Der VfB hängt im Keller fest, punktgleich mit dem zur Relegation berechtigten 16., aber schon 11 Punkte hinter einem UEFA-Cup-Platz

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7. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im August 2009

August

1.8.2009

Hart erkämpftes 4:1:VfB enttäuscht gegen Großaspach

Nur mit Mühe hat der maßlos enttäuschende VfB Stuttgart gegen Regionalliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach eine Pokal-Pleite verhindert. Der Bundesligist zog durch ein hart erkämpftes 4:1 (0:1) gegen den lange gleichwertigen Fußball-David in die zweite Runde ein. Shaban Ismaili brachte Großaspach bei großer Hitze vor 14 000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Heilbronner Frankenstadion verdient in Führung (37. Minute). Erst als bei dem Viertligisten langsam die Kräfte nachließen, konnte sich der VfB durchsetzen. Thomas Hitzlsperger (55.), Cacau (62.) und Jan Simak (66. und 88.) sorgten für Wende. SG-Innenverteidiger Fabian Aupperle sah kurz vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte (89.).

Auch wenn die Sommerpause für uns durch die Teilnahme am Trainingslager recht kurzweilig gewesen ist, spürte man doch wieder das Kribbeln vor Beginn einer Saison. Das Los bescherte uns zum Auftakt im DFB-Pokal den aufstrebenden Nachbarn SG Sonnenhof Großaspach.Das Spiel wurde ins Heilbronner Frankenstadion verlegt, da der Sportplatz in Großaspach zum einen zu klein ist und zum anderen auch derzeit umgebaut wird. Der Sonnenhof wird deshalb die komplette Regionalligasaison dort spielen.
Bei brütender Hitze fuhren wir, wohlwissend dass derzeit das Heilbronner Volksfest stattfindet, frühzeitig los, auch um eventuellen Parkplatzproblemen zu entgehen. Kaum angekommen trafen wir auch schon ein paar Bekannte aus Leogang, mit denen wir erstmal aufs Volksfest gingen, um eine Radler-Maß zu trinken und etwas zu essen. Danach gingen wir auch noch zum großen Biergarten am Stadion, der schon fest in VfB-Hand war und, wichtig an diesem Tag, einige schattige Plätze bot. Ganz im Gegensatz zum Stadion, wo wir die gesamte Dauer des Spiels Temperaturen von um die 35° ausgeliefert waren. Noch ohne Aleks Hleb tat sich der VfB sehr schwer und geriet sogar in Rückstand. In Halbzeit zwei konnte die Blamage aber noch abgewendet werden. Im Stadion herrschte Heimspielatmosphäre, da die VfB-Fans klar in der Überzahl waren. Als der Schlußpfiff ertönte war ich aber gottfroh, aus dem Glutofen herauszukommen und auf dem Volksfest wieder etwas vernünftiges zu trinken zu bekommen. Die Logistik im Stadion funktionierte überhaupt nicht, nach kurzer Zeit gab es schon keine antialkoholischen Getränke mehr, lediglich das Bier ging nicht aus. Das war aber, schon gar nicht pur, bei diesen Temperaturen nicht jedermanns Sache. Einige, die auch Frau und Kinder mit Getränken zu versorgen hatten, mußten aufs Volksfest pilgern, um für sie etwas zu trinken zu holen. Fast wie Hohn klang die Durchsage des Stadionsprechers, man solle bei diesen Temperaturen das Trinken nicht vergessen. :-)

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2.8.2009

Der Wechsel von Pogrebnyak ist perfekt

Der russische Angreifer Pavel Pogrebnyak wechselt mit sofortiger Wirkung von Zenit St. Petersburg zum VfB.
Der 25-jährige Nationalspieler unterschrieb am Sonntag im VfB-Clubhaus einen Dreijahresvertrag.

2.8.2009

1. Training von Aleks Hleb in der neuen, alten Heimat

Als die Verpflichtung von Aleks Hleb bekannt wurde, habe ich gejubelt. Ich mochte ihn schon zu seiner früheren Zeit beim VfB, auch wenn er mich damals noch oft zur Weißglut trieb mit seinen aufzehrenden Dribblings und seinem Eigensinn, die oftmals zu ineffektiv waren, weil der den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel verpaßte. Dass er aber ein Großer werden kann, spürte man auch in dieser Zeit schon. In den letzten Jahren verfolgte ich seinen Weg mit großem Interesse. Bei Arsenal unter Arsene Wenger schien er seine Schwächen abgestellt zu haben und glänzte an der Seite von Henry, Adebayor, Rosicky und Fabregas. Mit Jens Lehmann trifft er beim VfB einen alten Bekannten aus dieser Zeit. Er beherzigte den One-Touch-Football, schon aus dem Grunde wie er selbst zugab, weil es in England schnell auf die Socken gibt, wenn man den Ball zu lange hält. Das Zusammenspiel mit Henry war in manchen Phasen eine Augenweide. Kein Wunder, dass auch der noch größere FC Barcelona auf Hleb aufmerksam wurde und ihn auch im Sommer 08 verpflichtete. Bei der besten Vereinsmannschaft der Welt faßte er aber nicht richtig Fuß bzw. schaffte es nicht unter die ersten Elf. In diesem Starensemble ist es aber auch keine Schande, es “nur” unter die besten 15 zu schaffen. Auf der Bank saß er ja meistens. Bis zum 35. Spieltag der vergangenen Saison wurde Hleb 16 Mal eingewechselt und spielte nie von Beginn an. Die letzten drei Spiele, als der Meistertitel unter Dach und Fach war und sich Barca auf das Championsleague-Finale gegen Manchester United vorbereitete, und weitestgehend mit B-Mannschaften antrat, sofern man das bei diesem Kader überhaupt so nennen darf, durfte Hleb durchspielen.

Im Sommer dann verdichteten sich die Gerüchte um einen Weggang aus Barcelona. Die Bayern buhlten wieder um ihn, er ist ja immer wieder als Ribery Nachfolger im Gespräch. Dann machte die Meldung die Runde, Hleb würde zu Inter Mailand ausgeliehen werden, woraufhin aber Hleb sein Veto einlegte. Denn schließlich war auch noch der VfB im Spiel, der sich seit dem Mai und einem ungezwungenen Besuch mit Hlebs Berater Färber in Barcelona um ihn bemühte. Der Kontakt zum VfB riß nie ab, ist Stuttgart und das Remstal doch Hlebs zweite Heimat geworden. Der VfB erhielt also den Zuschlag und so konnten wir ihn nach vier Jahren endlich wieder beim VfB begrüßen.

In meiner Euphorie ließ ich mir sogar zum Geburtstag das weiße Trikot mit der Nummer 23 schenken. Normalerweise bin ich kein Freund von Spielernamen-Beflockungen, wechselt er irgendwann zum falschen Verein, kann man das Trikot ja wegschmeißen, doch in diesem Fall ging ich das Risiko ein. Und jetzt, gerade mal ein knappes halbe Jahr später, ärgere ich mich schon wieder darüber, da ich schwer enttäuscht bin von Hleb. Er muß den Sommer über geschludert haben, kam in einem unfitten Zustand und ist bis heute nicht fit für 90 Minuten. Spätestens als in der Presse kolportiert wurde, er verdiene weiterhin seine 6,5 Millionen war ich stinksauer. Nicht nur auf ihn, an seiner Stelle würde ich das Geld ja auch nehmen, wenn es einer anböte. Auf Horst Heldt und den VfB bin ich in dieser Angelegenheit sauer: Zu diesen Konditionen hätte er nie und nimmer verpflichtet werden dürfen. Er dürfte damit etwa das anderthalbfache des bisherigen Topverdieners und mehr als das doppelte sämtlicher sonstiger Leistungsträger verdienen. Dass so etwas Neid in der Mannschaft schürt, zumal, wenn er der Mannschaften nicht oder manchmal gerade mal 45 Minuten helfen kann, liegt in der Natur der Sache. Als Hleb zurückkam, betonte er in den ersten Pressekonferenzen, der VfB wäre eine Herzensgelegenheit für ihn und er wäre zurück in der Heimat. Ich war so blauäugig, anzunehmen er verzichte auf etwa 50% seines Gehalts, um wieder in Stuttgart spielen zu dürfen oder Barcelona übernehme einen Teil davon.

Wenn man dann noch hört, dass er lieber um die Häuser zieht, als profihaft zu leben, dass er im Training und im Spiel Anweisungen mit einem Lächeln ignoriert hatte, dann verstehe ich nicht, dass Babbel ihn nicht schon lange auf die Tribüne gesetzt und Tacheles (auch in der Öffentlichkeit) geredet hat. Ich denke, für diese Maßnahme hätte jeder Fan Verständnis gehabt, spätestens nachdem Babbel vor seiner letzten Woche als Teamchef angekündigt hatte, genau hinzusehen, wer mitzieht und wer sich in die Truppe einbringt. Das wäre vielleicht noch die Chance für Babbel gewesen, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Diesbezüglich war Babbel wirklich zu lieb und hat sich immer vor seine Spieler gestellt, auch wenn die ihm schon lange auf der Nase rumgetanzt sind.

Bilder vom ersten Training, damals noch in Vorfreude, hier:

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7.8.2009

VfB vs. Temeswar:Babbel warnt vor Überheblichkeit

Glückslos statt Kracher-Kontrahent: Der VfB Stuttgart trifft in der Qualifikation zur Champions League auf “Nobody” FC Temeswar und hat damit den vermeintlich leichtesten Gegner erwischt. VfB-Teamchef Markus Babbel warnte indes vor Überheblichkeit: “Wir werden den FC Temeswar garantiert nicht unterschätzen. Wer sich gegen den aktuellen UEFA-Cup-Titelverteidiger durchsetzt, muss über eine sehr gute Mannschaft mit Qualität verfügen.”

7.8.2009

Bundesligaauftakt: VfB verliert beim Meister 0:2

Mit einem Offensivfeuerwerk hat Meister VfL Wolfsburg zur Eröffnung der 47. Saison der Fußball-Bundesliga das erste Achtungszeichen gesetzt. Durch Treffer von Zvjezdan Misimovic (71.) und Grafite (82.) gewannen die Niedersachsen am Freitagabend das Auftaktspiel gegen den VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0) und bescherten ihrem Trainer Armin Veh damit das erhoffte Erfolgserlebnis im Duell gegen seinen Ex-Club.

Trotz Niederlage, die erst besiegelt war, als der VfB durch Träschs Handbruch zu zehnt weiterspielen mußte, zeigte der VfB eine ansprechende Leistung, versäumte es aber in der 1. Halbzeit in Führung zu gehen. Hleb und vor allem Pogrebnjak, der ein richtiger Prellbock zu sein scheint und die Bälle für die nachrückenden Spieler gut abschirmt, haben sich zunächst gut eingefügt. In der 2. Hälfte nahm der Druck der Wölfe aber zu, Lehmann mußte einige Male in höchster Not retten. Erst als Misimovic Maß nahm und Delpierre nicht energisch genug eingriff, lief das Spiel in Richtung Wolfsburger Sieg. Als dann auch noch Träschi raus mußte, der VfB aber schon drei Mal gewechselt hatte,  war das Spiel quasi gelaufen und der VfB fing sich noch den zweiten Treffer ein. Trotzdem gab das Spiel Anlaß zur Hoffnung. Ein schwereres Auftaktspiel als auswärts beim Meister, dazu der heimstärksten Mannschaft der Liga, konnte es ja gar nicht geben.

Da das Spiel Freitags war und ich keinen Urlaub bekam, konnte ich leider nicht dabei sein.

10.8.2009

Lehmann fordert Verstärkung für den VfB:

Der Angriff bereitet große Sorgen

Es waren nicht die Laufwege oder Standardsituationen, die Lehmann überprüft wissen wollte. Er dachte vielmehr an die Zusammensetzung des Kaders, die aus seiner Sicht nicht reicht, um die hohen Ziele des VfB zu erreichen. Bereits vor Wochen hatte Lehmann machtvoll Verstärkungen angemahnt. Alexander Hleb und Pawel Pogrebnjak sind seither gekommen – doch das genügt dem Torhüter nicht. Es sei, “nicht von der Hand zu weisen, dass wir noch Bedarf an guten Spielern haben”, sagte Lehmann und stellte angesichts der Einnahme durch den Verkauf von Mario Gomez folgende Rechnung auf: “Hleb hat zwei Millionen gekostet, Pogrebnjak fünf – also müssten noch 23 Millionen Euro übrig sein.”

Zwar vergisst der ehemalige Student der Volkswirtschaft bei seiner Kalkulation die Steuern, die vom Gomez-Erlös abzuführen sind, die Verpflichtung von Stefano Celozzi, die mit 2,5 Millionen Euro zu Buche schlägt, und nicht zuletzt das gewaltige Gehalt für Hleb, das zur Leihgebühr hinzukommt. Ansonsten aber ist Lehmann nicht zu widersprechen: Geld aus dem Gomez-Transfer, der sogar 35 und nicht nur die von Lehmann veranschlagten 30 Millionen einbrachte, müsste einerseits noch übrig sein; andererseits erscheint die Personaldecke tatsächlich etwas dünn, was auch das erste Saisonspiel in Wolfsburg belegte.

War Lehmann doch der einsame Rufer in der Wüste? Es sollte sich nachhaltig herausstellen, wie Recht er doch hatte.

12.8.2009

Länderspiele

Aserbaidschan-Deutschland 0:2, Pflichtsieg im Kaukasus:

Mit Serdar Tasci und Thomas Hitzlsperger waren es zwei VfB-Akteure, die Bundestrainer Joachim Löw in das WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan schickte. Beide spielten 90 Minuten durch, Torschützen Schweinsteiger und Klose.

Weissrussland-Kroatien 1:3 mit Aleks Hleb als Kapitän.

Mexiko-USA 2:1, Ricardo Osorio war die gesamten 90 Minuten für die “Tri” am Ball.

Russland-Argentinien 2:3, Pavel Pogrebnjak kam in der 81. Minute.

Ungarn-Rumänien 0:1, Marica spielte durch.

Schweiz-Italien 0:0, Magnin wurde in der 86. Minute ausgewechselt.

Tunesien-Elfenbeinküste 0:0, Boka wurde eingewechselt.

15.8.2009

4:2 gegen Freiburg: Pogrebnjak ebnet VfB Weg zum Sieg

Der VfB Stuttgart will in die Champions League, doch erst mal haben ihm der frisch erworbene Torjäger und ein nicht vorgesehener Joker einen Fehlstart in die neue Saison der Bundesliga erspart. In einem nicht gerade hochklassigen, immerhin aber recht turbulenten Spiel gewannen die Schwaben gegen den starken Aufsteiger SC Freiburg mit 4:2 (2:0) – dank Pawel Pogrebnjak, erst vor zwei Wochen für fünf Millionen Euro bei Zenit St. Petersburg ausgelöst, sowie Elson, der nach der Pause nur eingewechselt wurde, weil sich Martin Lanig einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Eine Halbzeit lang war Pogrebnjak nicht zu sehen, dann schlüpfte er als Vollstrecker nach einer rasanten Kombination über Alexander Hleb und Artur Boka dank gutem Torriecher in die Rolle des Erlösers (53.). Danach holte der Russe einen Elfmeter heraus, den Elson nutzte (65.). Der Brasilianer erzielte auch den dritten Treffer mit einem fulinanten Weitschuss (76.) und sorgte so mit dem eingewechselten Julian Schieber dafür, dass die Begegnung nach den zwischenzeitlichen Anschlusstreffern der Gäste durch Mohamadou Idrissou (70./85.) nicht kippte. (Auszug aus Bericht der STN).

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Kreuzbandriss bei Martin Lanig

Beim Heimsieg gegen Aufsteiger Freiburg war Martin Lanig einer von drei Neuen, die Cheftrainer Markus Babbel in die Startelf rotierte. Doch die Partie endete für den 25-Jährigen vorzeitig und sehr tragisch. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit erlitt er eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie und wurde in der Pause ausgewechselt. Martin Lanig wird am Montag in Pforzheim operiert. Daraufhin wird er dem VfB mindestens ein halbes Jahr nicht zur Verfügung stehen.
VfB-Cheftrainer Markus Babbel sagte: “Die Verletzung ist äußerst bitter für Martin, und auch für uns. Denn er befand sich nach seiner super Vorbereitung in einer guten Verfassung.”

Dem ersten Bundesligaheimspiel der neuen Saison fieberten wir auch schon lange entgegen. Wie in der vorverganenen Saison haben wir in dieser unsere Plätze wieder im Block 17, nachdem der Block 39 zum Gästeblock mutiert ist. Letzte Saison fühlten wir uns dort aber auch nicht wirklich wohl. Zu viel wechselnde Nebensitzer, zu oft Gästefans mit im Block und weniger Stimmung. Allerdings optimal um gute Bilder von der Kurve zu machen. Dieses Mal sitzen wir wieder direkt am Zaun zum 31er, so dass ich diesbezüglich unzufrieden bin. Unabhängig davon, dass nächste Saison wegen des Abrisses der Cannstatter Kurve die Aufteilung sowieso ganz anders wird, wären wir wohl erneut umgezogen. Wohin hängt natürlich davon ab, wo noch Platz ist. Sobald der Dauerkartenverkauf beginnt, werde ich mich darum kümmern.

Das Spiel bot in der ersten Halbzeit Sommerfußball, in der zweiten bekamen wir dann noch, auch dank eines überragenden Elson, 6 Tore zu sehen, 4 davon auf der richtigen Seite. Ich mag Elson, er ist einfach ein netter Kerle und bringt meistens seine Leistung, wenn er gefragt ist. Und das ist er leider aus meiner Sicht viel zu selten. Er hat einen tollen Schuß und seine Standards sind um Längen besser als die eines Hitzlspergers oder neuerdings auch die von Hleb. Ich würde mir wünschen, dass ihn der VfB nicht abgibt.

Das Stadion mit der offenen Untertürkheimer Kurve bietet natürlich ein merkwürdiges Bild, aber an das, in einer Baustelle zu spielen, werden wir uns die nächsten zwei bis zweieinhalb Jahre gewöhnen müssen. Wenn man überlegt, wie viel in diesem Stadion schon geflickschustert wurde, tränen einem die Augen. Ich freue mich aber darauf, wenn es mal fertig ist und hoffe, dass das Stadion dann zu einer echten Festung wird. Bis dahin muß sich aber die Mannschaft auf diese Situation einstellen. Wie wir heute wissen, sollte erst im Dezember das erste VfB-Tor auf der Untertürkheimer Seite fallen und der Sieg gegen Freiburg ebenfalls der letzte Heimsieg bis in den Dezember hinein bleiben.

Dass sich Lanig so schwer verletzt hat, haben wir im Stadion gar nicht mitbekommen. Es tut mir sehr leid, in der Rückrunde der letzten Saison stieg er mit seiner Kopfballstärke zu einem effektiven und wichtigen Leistungsträger auf. Hoffen wir, dass er bald zurück kommt und im Überangebot im Mittelfeld seinen Platz finden wird.

18.8.2009

2:0 beim FC Timisoara:VfB stößt Tor zur Königsklasse auf

Der VfB Stuttgart hat das Tor zum “Geldspeicher” Champions League weit aufgestoßen. Mit einem verdienten 2:0 (2:0)-Sieg beim FC Timisoara legte der Fußball-Bundesligist den Grundstein für den Einzug in die Gruppenphase der lukrativen Königsklasse, der rund zehn Millionen Euro garantieren würde.

Timo Gebhart (28. Minute/Foulelfmeter) und Alexander Hleb (30.) sicherten am Dienstag im Play-Off-Hinspiel mit ihren Treffern vor 23 446 Zuschauern den Sieg, der gegen den harmlosen Fußball-Nobody nie gefährdet war. Das Rückspiel in einer Woche, bei dem der rumänische Vizemeister auf Kapitän Dan Alexa und Artavazd Karamyan nach ihren Gelben Karten verzichten muss, dürfte eigentlich nur noch Formsache sein.

Vor allem das 2:0 von Aleks Hleb dürfte aus diesem Spiel hängen bleiben, der VfB ließ nichts anbrennen und gewann verdient.

19.8.2009

Jens Lehmann will Karriere beenden:Der VfB Stuttgart ist die letzte Station

Es sei an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, hat VfB-Torwart Jens Lehmann in einem Interview nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Temeswar gesagt. Die aktuelle Sasion will Lehmann noch im Tor stehen, doch danach soll mit dem Profi-Fußball endgültig Schluss sein. Wir haben einen Blick auf die wichtigsten Stationen seiner Karriere geworfen.

22.8.2009

1:1 in Dortmund dank Niedermeiers Torpremiere

Auch der VfB Stuttgart hat die imposante Heim- Serie von Borussia Dortmund nicht beendet. Die Schwaben kamen trotz einer engagierten Leistung am Samstag nur zu einem 1:1 (0:1) bei den Westfalen, die seit 19 Bundesliga-Spielen im eigenen Stadion ungeschlagen sind. Vor 72.100 Zuschauern hatte Nelson Valdez (27. Minute) die Führung für den BVB erzielt, die Georg Niedermeier (47.) kurz nach der Pause zur verdienten Punkteteilung ausglich.

Dieses Mal fuhren wir mit dem ICE mit Geli und Carle nach Dortmund und kamen so frühzeitig an, dass es noch zum Mittagessen in der Stadt reichte. Danach fuhren wir weiter zum Stadion bzw. zunächst zum Stadion Rote Erde direkt nebenan, wo wir viele bekannte Gesichter trafen und uns schon mal einsangen. Da waren VfBler und Dortmund gemischt und es gab keinerlei Probleme. So sollte es sein.

Da ich mit den Gästekarten in diesem Stadion bislang nie zufrieden war, habe ich meine über den BVB-Ticketshop gekauft. Deshalb waren natürlich überwiegend Dortmunder um uns herum, aber nicht nur. Auch auf der Tribüne gab es keinerlei Pöbeleien oder Frotzeleien. Unsere Plätze waren relativ weit oben, so hatten wir einen guten Überblick über das gesamte Spielfeld. Dank des guten Zooms meiner Kamera konnten sich auch die Bilder trotzdem sehen lassen. Die Szene als Subotic und Lehmann aneinander gerieten, haben wir ebenso eingefangen wie Georg Niedermeiers Tor zum 1:1. Wir, weil ich in der Halbzeit etwas Bier ablassen mußte und nicht rechtzeitig zurück war. :-)

Unterm Strich stand ein gerechtes Unentschieden, mit dem man auch noch zufrieden sein konnte, waren die Dortmunder doch schon längere Zeit zu Hause ungeschlagen und ähnlich ambitioniert wie der VfB für die anstehende Saison. Thema unter den Fans in dem frühen Stadium der Saison war aber bereits die Rotation, da Babbel gegenüber Timisoara erneut drei Spieler rausrotierte. Noch aber war eine Krise nicht in Sicht!

Zurück ging es dann ebenso gemütlich wie wir gekommen sind, mit dem ICE im Bistrowagen. Ich fahre nicht nur so gerne ICE, weil es Franziskaner im Speisewagen gibt, aber auch deswegen. :-)

Dann hatten wir auf dieser Fahrt eine Bedienung namens Steffi, die sich rührend um uns und die anderen Fahrgäste bemühte und den Umsatz an diesem Abend für die Bahn sicher um ein vielfaches erhöhte. Für uns hatte ihr Auftreten aber auch etwas wie Slapstick und wir fragen uns bis heute, ob sie immer noch Dienst bei der Bahn tun darf. :-)

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26.8.2009

0:0 gegen Temeswar:

Im Schongang in die Champions League

Ein Fußballfest sieht wahrlich anders aus. Doch das war den Jungs des VfB Stuttgart am Mittwochabend völlig gleich. Die Roten sicherten durch das 0:0 gegen den FC Timisoara den Einzug in die Champions League – und dürfen sich jetzt auf die wahren Festtage freuen. Millionen-Einnahmen inklusive.

Auch an diesem Abend war ich nicht enttäuscht vom Spiel, obwohl fußballerische Feinkost anders aussieht. Es ging einzig ums Weiterkommen und das wurde souverän geschafft. Den Rumänen ins Messer zu laufen und in Rückstand zu geraten, wäre fahrlässig gewesen. Dennoch wäre es auch nicht verkehrt gewesen, mehr zu investieren, um ein eigenes Tor zu erzielen und damit erst recht Ruhe zu haben. Aber am Ende war alles gut, es stand der Einzug in die Championsleague und für uns natürlich die Frage, wohin die Reise geht.

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27.8.2009

Champions League Auslosung: Wiedersehen mit alten Bekannten

Der VfB landete in Gruppe G, gemeinsam mit dem FC Sevilla, den Glasgow Rangers und Unirea Urziceni. In Sevilla war der Bundesligist im Vorjahr im Uefa-Cup angetreten (und hatte beim 0:2 nicht den Hauch einer Chance); und die Rangers waren sogar bei beiden bisherigen Champions-League-Teilnahmen des VfB in den Jahren 2003 und 2007 der erste Gruppengegner der Stuttgarter – genau wie dieses Mal.

Wie fast jeder hatte ich mir auch eine Gruppe mit Kontrahenten gewünscht, gegen die wir noch nicht spielten. Ich war sowohl schon in Glasgow als auch in Sevilla im Stadion, einzig mit dem Neuling Urziceni hatten wir noch keine Erfahrungen. Nachdem die Auslosung erstmal gesackt war, gewann ich dieser auch etwas positives ab, schien doch einzig Sevilla der Favorit. Mit den Rangers und Urziceni sollten wir mindestens auf Augenhöhe agieren können und somit schienen die Aussichten auf eine Weiterkommen gegeben zu sein. Kaum war die Auslosung gelaufen, überlegten wir natürlich wohin wir mitreisen würden. Urziceni war zu kurzfristig, um Urlaub zu bekommen, das fiel schon mal aus. Nach Sevilla wäre ich gerne mit, bekam aber leider auch nicht frei, so dass am Ende wieder Glasgow blieb, wo ich schon zwei Mal war, gegen Celtic 2003 und die Rangers 2007.  Beide Male fing sich der VfB unnötige Niederlagen ein, die Reisen waren aber jeweils klasse. Ich habe in Glasgow noch niemanden getroffen, dem Fußball egal war. Es gibt nur grün oder blau, Celtic oder Rangers. In Glasgow wird Fußball gelebt, jede Verkäuferin, jeder Taxifahrer, jeder hat seinen Glasgower Lieblingsverein. Und je nach dem, auf welcher Seite er steht, gibt er Dir auf den Weg die Bastards wegzuhauen oder macht als direkter Gegner auf  Understatement und zollt dem VfB zu allererst Respekt. Bei den Celts 2003 bedankten sich zig Schotten per Handschlag bei uns für das faire Spiel und die tollen Fans und natürlich, dass wir sie gewinnen lassen haben. :-) . Deshalb komme ich immer gerne zurück und buchte wenigstens diese eine Auswärtsspiel. Dazu dann im November-Rückblick mehr.

29.8.2009

Serdar Tasci bleibt bis 2014

Verteidiger Serdar Tasci hat seinen ursprünglich bis 30. Juni 2010 datierten Vertrag um weitere vier Jahre bis 2014 verlängert und bindet sich somit langfristig an den VfB. Der Sohn türkischer Eltern, der in Esslingen geboren wurde, ist seit 1999 beim VfB und kam aus der eigenen Jugendabteilung über den VfB II zu den Profis.

Der technisch starke Innenverteidiger, der auch auf der rechten Abwehrseite spielen kann, feierte 2007 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft seinen bisher größten Erfolg in seiner Karriere. Beim Heimspiel gegen den SC Freiburg am zweiten Spieltag der aktuellen Saison lief der 22-Jährige erstmals als Kapitän seiner Mannschaft auf, als Thomas Hitzlsperger für das Play-Off Spiel gegen Timisoara geschont wurde.

Deutscher Meister in A- und B-Jugend

In seiner Jugendzeit beim VfB wurde Tasci auch schon zweimal Deutscher Meister; einmal mit der B-Jugend und einmal mit der A-Jugend. Für Deutschland bestritt Serdar Tasci bislang acht A-Länderspiele, drei davon Freundschaftsspiele. Für den VfB bestritt er in der Bundesliga bis zur Partie gegen Nürnberg 76 Spiele, in der Champions League und im UEFA-Pokal stand er jeweils achtmal auf dem Platz, im DFB-Pokal spielte er elfmal und im UI-Cup zweimal. Serdar Tasci erzielte bislang vier Bundesliga-Tore.

29.08.2009

VfB nur 0:0 gegen Nürnberg

Der VfB Stuttgart hat drei Tage nach dem Erreichen der Champions League den erhofften Sprung in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga verpasst.

Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg kamen die Schwaben am Samstag nicht über ein 0:0 hinaus und haben weiter nur einen Liga-Sieg auf dem Konto. In einer Partie auf dürftigem Niveau konnte die Mannschaft um Kapitän Thomas Hitzlsperger den Anspruch von Trainer Markus Babbel noch nicht umsetzen, im Dreitages-Rhythmus ihr volles Potenzial abzurufen. Nürnberg zeigte nach zuletzt zwei Niederlagen vor 42.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena eine konzentrierte Leistung und hätte wegen eines klaren Chancen-Übergewichts durchaus mehr als einen Punkt mitnehmen können.
Gegen Nürnberg wurden wir zunächst davon überrascht, dass “Die Fraktion” vor dem Stadion ihr “VfB ein Leben lang” schmetterte. Hätte die Mannschaft hinterher so viel Einsatz gezeigt wie die Jungs von der Fraktion, wäre vielleicht mehr herausgesprungen als das sogar schmeichelhafte Unentschieden gegen den Club, der die besseren Torchancen besaß. Wie gerne hätte ich es gesehen, dass der VfB dem Raphael Schäfer die Bude vollgehauen hätte, der ja mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wurde. Der VfB war insgesamt viel zu behäbig und zu harmlos, Schäfer vereitelte die wenigen Chancen und blieb fehlerlos. Babbels früh ausgerufene Rotationsprinzip wird immer mehr zum Thema. Gegenüber dem Quali-Spiel gegen Temesvar veränderte Babbel das Team auf sage und schreibe fünf Positionen. Immer mehr zeigt sich, dass sich der VfB so niemals einspielen kann, da auch im Spiel viele Kombinationen im Ansatz stecken bleiben. Nachdem ich die bisherigen Auftritte immer schön geredet hatte und dem schweren Auftaktprogramm zuschrieb bzw. einiges entschuldigte, weil die ersten Ziele wie das Weiterkommen im Pokal oder das Erreichen der Champions League auch mit dürftigeren Leistungen erreicht wurden, war ich erstmals sauer über das Gesehene. Um in der Tabelle oben eingreifen zu können, mußte jetzt quasi schon in Hamburg gewonnen werden, um den Anschluß nicht zu verlieren.
Nach dem Spiel gingen wir noch zusammen aufs Weindorf, wo wir einen Tisch reserviert hatten. Wir Biertrinker waren dort natürlich im Nachteil, vor allem, wenn man den Wein genauso schnell trinkt wie das Bier. :-) Dieser Nachteil veränderte sich aber schnell zum Vorteil, denn: das Spiel gegen den Club war schnell kein Thema mehr.
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31.8.2009

Der VfB verpflichtet Zdravko Kuzmanovic

Zdravko Kuzmanovic wechselt mit sofortiger Wirkung vom AC Florenz zum VfB. Der Mittelfeldspieler absolvierte insgesamt 70 Spiele in der Serie A für Florenz und bestritt bislang 20 Länderspiele für Serbien.

Über diese Verpflichtung war ich doch verwundert. Eigentlich dachte, dass bei uns noch immer in der Offensive der Schuh drückt. Ich hätte eher erwartet, dass noch ein guter Stürmer oder aber ein offensiver Mittelfeldspieler kommt. Ich hätte es gerne gesehen, wenn sich der VfB um Van der Vaart bemüht hätte, der ja auch auf dem Markt gewesen ist.

Kuzmanovic ist sicher ein guter, das hat er auch in den ersten Monaten beim VfB gezeigt. Doch einen solchen Spieler holt man nicht, weil sich Martin Lanig für ein halbes Jahr verletzt hat. Das würde ja bedeuten, dass er auf die Bank muß, wenn Lanig wieder fit ist. Schon dann hat der VfB ein Luxusproblem, wenn um höchstens zwei defensive Mittelfeldpositionen Hitzlsperger, Khedira, Kuzmanovic, Lanig, evtl. sogar Elson und neuerdings auch Träsch kämpfen. Da wird es spannend werden, wer sich durchsetzt und wer den Verein verläßt. Viele befürchten ja, dass Sami Khedira im Sommer geht und der Kuzmanovic-Transfer auch schon ein bißchen ein Vorgriff auf die Zeit danach ist. Hoffen wir es nicht, gerade wieder in den letzten Spielen hat Sami Khedira bewiesen, wie wichtig er für den VfB ist.

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2. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im April 2009

April

1.4.2009

Länderspiele

Wales-Deutschland 0:2

Wenig spektakulär, aber erfolgreich: Wie schon in Leipzig gegen Liechtenstein, so standen auch beim WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalelf in Wales alle drei nominierten VfB-Spieler in der Startformation der Mannschaft von Joachim Löw. Serdar Tasci, Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez erhielten somit einmal mehr das Vertrauen des Bundestrainers und spielten alle 90 Minuten durch. Tore: Ballack und ein Eigentor der Waliser.

Schweiz-Moldawien 2:0, Ludovic Magnin spielte 90 Minuten durch,

Österreich-Rumänien 2:1, Ciprian Marica spielte 90 Minuten durch,

Holland-Mazedonien 4:0, Khalid Boulahrouz war erneut nur Ersatz

Honduras-Mexiko 3:1, VfB-Verteidiger Ricardo Osorio kam bei der Pleite in San Pedro Sula nicht zum Einsatz, der Ex-Stuttgarter Pavel Pardo spielte dagegen 90 Minuten für sein Heimatland.

3.4.2009

Jens Lehmann verlängert um ein Jahr

Der VfB Stuttgart hat sich mit Torhüter Jens Lehmann auf eine Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Kontraktes geeinigt. Der 39-Jährige wird einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 unterschreiben.

Sportdirektor Horst Heldt äußerte sich wie folgt: “Die Vertragsverlängerung von Jens Lehmann ist ein wichtiges Signal für den gesamten Verein und verdeutlicht, dass wir auch weiterhin hohe Ziele verfolgen.”
Jens Lehmann sagte zu seiner Vertragsverlängerung: ”Der VfB ist ein gut geführter Verein, mit tollen Fans und einem positiven Umfeld, in dem es mir viel Spaß macht zu spielen. Ich freue mich auf die nächste Saison, zunächst konzentrieren wir uns aber darauf, die laufende Spielzeit so erfolgreich wie möglich abzuschließen.”
Auch VfB-Teamchef Markus Babbel blickt sehr zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft: ”Wir freuen uns sehr, dass sich Jens Lehmann für ein weiteres Jahr für den VfB entschieden hat. Mit seiner professionellen Einstellung, seinem Auftreten und seiner Ausstrahlung ist er für mich weiter einer der besten Torhüter überhaupt.” (vfb.de)

4.4.2009

2:1 gegen Bochum: VfB kämpft sich auf Uefa-Cup-Platz vor

Nationalspieler Serdar Tasci hat den VfB Stuttgart mit einem “Last-Minute-Tor” doch noch auf den Uefa-Cup-Platz geschossen. Der Innenverteidiger erzielte in der 89. Minute den 2:1 (0:0)-Siegtreffer der Schwaben beim VfL Bochum, der durch den späten Rückschlag weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Stuttgart verdrängte durch den Sieg Aufsteiger 1899 Hoffenheim vom fünften Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga.

Dabei war der VfB durch einen kapitalen Fehler von Torhüter Jens Lehmann in Rückstand geraten. Nach einer langen Flanke von Bochums Joel Epalle fiel der Vize-Europameister mit dem Ball hinter die Torlinie (48.). Cacau gelang in der 58. Minute das 1:1 (58.).

Dieses Mal fuhren wir mit unseren Freunden aus dem Bierhexle mit dem ICE nach Bochum. Gut gelaunt und mit viel Bier und Wein an Bord ging es los.

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Angekommen am Bochumer Hauptbahnhof fragten wir uns auch sofort zum Bochumer Bermudadreieck durch, dem Kneipenviertel in Bochum. Die Wege in Bochum sind glücklicherweise kurz und mit der U-Bahn in der Regel innerhalb von 5-10 Minuten zu erreichen. So blieb also genügend Zeit vor dem Spiel in der Stadt noch ein paar Bierchen zu trinken und etwas zu esse

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Bochum ist eines meiner Lieblingsauswärtsspiele. Das Stadion liegt ziemlich zentral mitten in der Stadt und ist natürlich ein reines Fußballstadion. Da es zu den kleineren Bundesligastadien gehört, ist man naturgemäß sehr nah dran am Geschehen. Zum 2. Mal in Folge bestellte ich für uns Karten direkt beim VfL Bochum, da mir der Block neben dem VfB-Block sehr gut gefällt. Die Stimmung kommt auch hier sehr gut rüber und die Sicht aufs Spielfeld ist super, da kein Zaun oder Fangnetz davor ist. Mit den Bochumer Fans habe ich bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, daher stellt es kein Problem dar, das Spiel auf einem Platz zu verfolgen, der nicht vom VfB verkauft wurde. Anfangs wurde im VfB-Block ein Bengalo gezündet. Ich muß mich immer wieder outen, dass ich Pyro gerne anschaue und natürlich auch immer mit der Kamera draufhalte. Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, weil man damit dem VfB schadet. Im schlimmsten Fall droht irgendwann einmal eine Platzssperre oder ein Geisterspiel und spätestens dann haben diejenigen, die das zu verantworten haben, nicht “nur” dem Verein, sondern auch allen anderen Fans geschadet, denen ein Spiel entgeht, obohl sie womöglich ein Ticket dafür haben. Das Spiel selbst war kampfbetont, vor allem in der ersten Hälfte aber nicht hochklassig. In der 2. Halbzeit war mehr Pfeffer drin, auch weil dann endlich Tore fielen. Zunächst nach einem Lapsus von Jens Lehmann, der einen Eckball von Epallé (den wir kurz vor unserer Abfahrt noch am Bochumer HBF getroffen haben) erst hinter der Torlinie abfing. Danach sorgten zunächst Cacau und in der 89. Minute Tasci für den späten, aber nicht unverdienten, VfB-Sieg. Bei Tore bereitete Martin Lanig mit Kopfballvorlagen vor. Lanig war an diesem Tag der beste VfB-Spieler. Für uns begann also das Jahr 2009 hervorragend. Das dritte Auswärtsspiel, bei dem wir dabei waren und der dritte Sieg, was will man mehr. Diesen Sieg feierten wir natürlich gebührend. Zunächst noch an und in der Bochumer Fan-Kneipe in der Nähe des Stadions mit dem dort ansässigen Fiege-Bier und einigen Bochum Fans, die wirklich in Ordnung waren. Einer sagte zwar zu mir im übelsten Ruhrpott-Slang: “Eigentlich mag ich die Stuttgarter, aber heute hasse ich sie”, ganz so ernst meinte er es aber wohl nicht, jedenfalls tranken wir auch danach noch ein Bierchen zusammen. Die Bochumer waren eben geknickt, vor allem aufgrund des späten Gegentores und der akuten Abstiegsgefahr.  Ich wünsche den Bochumern aber Jahr für Jahr, dass sie drin bleiben und werde auch 2010 sicher wieder dort hin fahren. Zu meiner Überraschung stellte ich irgendwann fest, dass in der Kneipe nicht nur Fiege sondern auch mein favorisiertes Franzi ausgeschenkt wird, so dass ich mir umgehend eines bestellt habe. Kurz nach 20 Uhr mußten wir diesen Ort aber dann leider wieder verlassen, die Rückfahrt nach Stuttgart stand an. Im ICE schließlich ließen wir uns sofort im Bord-Bistro nieder und so ging die Feier bis nach Stuttgart weiter. Es war ein gelungener Tag, mit super Stimmung und einer tollen Gruppe. Auf ein Neues!

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6.4.2009

Einigung: Babbel bekommt grünes Licht

VfB und DFB erzielen grundsätzliche Einigung in der Trainerfrage – Zorniger zweiter Assistent

Markus Babbel wird auch in der nächsten Saison Trainer beim VfB Stuttgart sein. Parallel dazu erwirbt er seine Trainerlizenz – in einem auch für andere Anwärter offenen Kurs mit verkürztem Wochenumfang. Darauf hat sich der VfB mit dem DFB geeinigt.

Wenn Markus Babbel die Spieler am Dienstag nach einer zweitägigen Pause wieder zum Training begrüßt, könnte er gleich ein Wort in eigener Sache verlieren. Es gibt neue Nachrichten, weil er nun weiß, wie es bei ihm in der nächsten Saison weitergehen wird – nämlich so wie zuletzt auch. Nach einem monatelangen Tauziehen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist klar, dass Babbel dem VfB als Teamchef erhalten bleibt, den anfänglichen Widerständen im Verband zum Trotz.

Eine Lex Babbel war unvorstellbar

Der Hintergrund der Debatte war, dass Babbel die für seinen Job notwendige Lizenz fehlt. Deshalb erteilte der DFB im November eine nur für diese Runde gültige Sondergenehmigung, verbunden mit der Auflage, von Juni an den Pflichtlehrgang an der Sporthochschule in Köln zu besuchen. Von vornherein ausgeschlossen wurde dabei die Möglichkeit, dass Babbel die Prüfung wie andere Exnationalspieler vor ihm schon nach einem Kurzlehrgang ablegen kann. Weil die Vorlesungen zudem gemäß DFB-Reform verbindlich von Montag bis Donnerstag dauern sollten, schien die Fortsetzung der Tätigkeit beim VfB schwierig bis ausgeschlossen. Aber in den Verhandlungen ist es den Parteien jetzt doch gelungen, einen Kompromiss zu finden – ohne eine Lex Babbel zu schaffen, was vom DFB angesichts seiner starren Haltung zuvor kaum vermittelbar gewesen wäre.

Das war das erste Problem. Das zweite bestand darin, den Eindruck zu vermeiden, eventuelle Zugeständnisse bei Markus Babbel hätten etwas mit Rainer Adrion zu tun. Der VfB hatte seinem erfolgreichen Amateurtrainer im Januar trotz eines unbefristeten Vertrags die Freigabe für die U-21-Nationalmannschaft des DFB erteilt, bei der er nach der Junioren-EM im Sommer einsteigen kann. Dabei betonten sowohl der DFB als auch der VfB immer, dass die Personalien Adrion und Babbel getrennt voneinander zu betrachten und zu bewerten seien.

Fakt ist jedoch auch, dass nun alle Beteiligten und alle Parteien zufrieden sind: Adrion, Babbel, der VfB, der DFB. Denn die erzielte Lösung sieht vor, dass Babbel nicht mehr bis Donnerstag in Köln anwesend sein muss, sondern nur bis Mittwoch. Diese Variante dürfte auch im Sinne anderer Traineranwärter sein, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. So können sie von der Wochenmitte an wieder bei ihren Mannschaften sein und diese auf das nächste Spiel vorbereiten.

Für die erste Wochenhälfte bedeutet das beim VfB, dass der Babbel-Assistent Rainer Widmayer, der als loyal und als Fachmann in taktischen Angelegenheiten gilt, die Übungseinheiten auf dem Wasen leitet. Aber weil der Aufgabenkatalog für eine Person zu umfangreich ist, wird der VfB sein Trainerteam verstärken – nach StZ-Informationen mit Alexander Zorniger, der momentan noch den Oberligisten Normannia Gmünd betreut und der vor einem Jahr zusammen mit Babbel den Trainer-A-Schein erworben hat.

Zorniger verkörpert die Fußballphilosphie, die beim VfB von der Jugend an gelehrt wird. Pressing und Viererkette sind dafür zwei Schlagworte. Nicht umsonst war der 41-Jährige auch bei 1899 Hoffenheim im Gespräch, unter Ralf Rangnick, der das VfB-Konzept einst erstellte. Zorniger soll künftig Widmayer zuarbeiten. Damit ist er die rechte Hand der rechten Hand von Babbel.

Ein Verdienst von Niersbach

Vor der endgültigen Verabschiedung des Babbel-Modells geht es jetzt noch um ein Detail, das für den VfB wichtig ist. Denn die Frage lautet, wie der alte und neue Teamchef vom DFB in den Wochen eingespannt wird, in denen Europapokalspiele zu bestreiten sind. Dann muss der VfB dienstags oder mittwochs (bei einer Qualifikation für die Champions League) oder donnerstags (im Uefa-Pokal) ran. In allen Fällen wäre dem Club nicht geholfen, wenn Babbel wie normalerweise üblich mittwochs nach Stuttgart zurückkehrt. Das weiß auch der DFB – und er signalisiert deutlich, dass er da an eine flexible Handhabung der Regelung denkt.

Das liegt vor allem an Wolfgang Niersbach, dem Generalsekretär des Verbands, der sich in den Treffen mit dem VfB als pragmatisch veranlagter und kooperativ agierender Gesprächspartner präsentiert hat. Dabei war es für Niersbach nicht ganz einfach, die unterschiedlichen Strömungen in seinem Verband unter einen Hut und die verantwortlichen Leute auf Kurs zu bringen – namentlich den Sportdirektor Matthias Sammer und den Trainerchefausbilder Frank Wormuth. Doch am Ende ist das gelungen.

Unabhängig davon, wie die finale Abstimmung in den hektischen Europapokalwochen ausfällt, dürfte in diesen Phasen ohnehin vieles spontan und situationsbedingt sein. Denn in der Praxis wird sich Babbel an der Sporthochschule in Köln kaum einer in den Weg stellen, wenn der angehende Trainer ein Seminar mal ein bisschen früher verlassen will, weil der VfB am Tag danach vielleicht gegen Mailand oder Barcelona antreten muss. Dafür wird dann jeder Verständnis zeigen. Der VfB-Teammanager Horst Heldt sagt, dass in den nächsten zehn Tagen eine Entscheidung verkündet werde. Wie die aussieht, steht jedoch heute schon fest. (STZ online)

10.4.2009

Elson: Um zwei Jahre verlängert

Es war sein Traum und er hat sich erfüllt. Weil Elson in den zurückliegenden Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet hat. Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde nun um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2011 verlängert. Damit wird der Mittelfeldspieler auch in Zukunft das Trikot mit dem roten Brustring tragen. Der Brasilianer kam im Januar 2005 nach Stuttgart und war in den darauffolgenden Spielzeiten an die Vereine Goias EC Goiania, Cruzeiro Belo Horizonte und AA Ponte Preta in seiner Heimat verliehen worden. Zu Beginn der laufenden Runde kehrte er schließlich wieder nach Stuttgart zurück und konnte sich peu à peu ins Team spielen. In der Bundesliga kam Elson in der laufenden Saison bislang 13mal zum Einsatz und erzielte zwei Tore. In den kommenden zwei Jahren will der 27-Jährige nun endgültig den Sprung zum Stammspieler schaffen.

Elson sagte zu seiner Vertragsverlängerung: “Ich bin überglücklich und freue mich sehr, weiter für den VfB spielen zu können. Das, und nur das, war immer mein Wunsch. Meine Familie und ich fühlen uns in Stuttgart sehr, sehr wohl und sicher. Ich werde nun weiter hart arbeiten, um noch häufiger spielen zu können.”

VfB-Teamchef Markus Babbel: “Ich freue mich, dass Elson bei uns bleibt. Er ist universell einsetzbar und hat immer seine Leistung gebracht. Egal, ob er von Beginn an gespielt hat oder eingewechselt wurde. Zudem arbeitet er vorbildlich in jedem Training.”

VfB-Sportdirektor Horst Heldt sagte zur Verlängerung des Vertrages: “Elson ist das beste Beispiel dafür, dass bei uns harte Arbeit belohnt wird. Er hat sich die Verlängerung durch gute Trainingsleistungen und ordentliche Spiele verdient. Zudem identifiziert er sich voll mit dem Club. Deshalb haben wir uns zur Ausdehnung seines Vertrages entschieden.”

12.4.2009

1:0 gegen HSV: Stuttgart macht Schritt Richtung Europa

Der Hamburger SV hat im Bundesliga-Titelkampf einen bitteren Rückschlag erlitten. Durch einen Treffer von Mario Gomez in der zweiten Minute der Nachspielzeit mussten sich die Hanseaten am Ostersonntag im Spitzen-Duell beim VfB Stuttgart unglücklich 0:1 (0:0) geschlagen geben.

In einem ausgeglichenen Spiel, in dem dem VfB schon in der Anfangsphase ein Elfer verwährt wurde, der HSV aber auch zwei Mal nur Aluminium traf, war der VfB am Ende Glücklichere. Es lief bereits die 92. Minute, als Jan Simak von links flankte, Thomas Hitzlsperger direkt abzog, Frank Rost konnte noch parieren, doch Mario Gomez stand goldrichtig und verwandelte hernach zum letztlich sicher nicht unverdienten Sieg.

Der VfB war fast über das gesamte Spiel die optisch überlegene Mannschaft und erspielte sich gegen defensiv starke und bei Kontern stets gefährliche Hamburger auch einige gute Chancen. Die letzte im Spiel sollte am Ende den Dreier sichern, als Mario Gomez seine Torjägerqualitäten bewies und spät zum 1:0 traf. Zwei Aluminiumtreffer auf Seiten der Hamburger zeigten jedoch auf, dass auch die Gäste diese stets enge und phasenweise auch hochklassige Partie durchaus hätten gewinnen können, am Ende aber gegen einen nie aufsteckenden VfB den Kürzeren zogen.

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15.4.2009

Gute Rückrunde: Beim VfB erinnert vieles an 2007

Seit der Winterpause hat der VfB 23 von 30 möglichen Punkten geholt. Trotz dieses Laufes bleibt der Club für die Konkurrenz nur Außenseiter im Titelrennen. Wie 2007 können die Stuttgarter aber gut damit leben.

Lange Zeit hatte er geschwiegen, doch nach dem Last-Minute-Sieg über den Hamburger SV (1:0) kam auch Armin Veh nicht mehr umhin, die aktuelle Lage beim VfB Stuttgart zu kommentieren. Schließlich fungierte der Meistertrainer von 2007 am Sonntag beim Bezahlsender Premiere als Experte. Zwei Punkte hob Armin Veh daher im Fernsehstudio 3 in München-Unterföhring hervor. “Die beiden späten Siegtreffer in Bochum und gegen den HSV zeigen, dass der Wille der Mannschaft da ist”, sagte Veh – um dann deutlich zu werden: “Mit diesem Kader ist aber bereits der fünfte Platz ein Erfolg.”

Der im November beurlaubte Trainer traut seinem ehemaligen Team also nicht mehr zu, als das Erreichte zu konservieren. Man könnte behaupten, Veh bleibe ja auch nichts anderes übrig – immerhin hat er selbst nicht mal Rang fünf hin bekommen. Dennoch steht der Augsburger keinesfalls alleine da: Wenn in der Bundesligaszene derzeit über die Champions-League-Teilnehmer und den Titelkampf debattiert wird, hat den VfB kaum einer auf der Rechnung. Vieles erinnert an das Meisterszenario von 2007. Was aber ist wirklich für den Club drin?

Der Verlauf der Rückrunde: Nach dem 27. Spieltag weist der VfB sechs Punkte Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer aus Wolfsburg auf. Beim Titelgewinn 2007 waren es zum selben Zeitpunkt nur vier Zähler Rückstand auf den FC Schalke. Allerdings darf der VfB bisher auf eine imposante Rückrunde zurück blicken. Mit sieben Siegen, zwei Unentschieden bei nur einer Niederlage (dem 0:4 in Bremen) hat die Elf von Markus Babbel seit der Winterpause 23 von 30 möglichen Punkten geholt. Zum Vergleich: 2007 lag die Rückrundenbilanz nach zehn absolvierten Partien bei nur 17 von 30 Zählern.

Die Verfassung der Mannschaft: Zehnmal hat der VfB-Keeper Jens Lehmann in dieser Saison bereits zu Null gespielt. Das spricht auch für die Abwehr, die nach vielen Aussetzern in der Vorrunde (0:3 in Dortmund, 1:4 gegen Bremen, 1:4 in Wolfsburg) in der Besetzung Christian Träsch, Serdar Tasci, Matthieu Delpierre und Ludovic Magnin zuletzt deutlich an Stabilität gewonnen hat. Nachdem die Regisseure Jan Simak und der dauerverletzte Yildiray Bastürk durchgefallen sind, spielt der VfB-Trainer Markus Babbel genau wie 2007 (damals wurde Antonio da Silva als Spielmacher ersetzt) nun nicht mehr wie zu Saisonbeginn mit der Raute im Mittelfeld, sondern bevorzugt das System mit zwei Sechsern. Einen Vorteil besitzt der VfB im Sturm. Während Mario Gomez beim Titelgewinn 2007 wochenlang verletzt ausfiel, ist der mit 15 Treffern beste VfB-Torschütze nun auch im Finale fit.

Die Verfassung der Konkurrenz: Auf dem Weg zur fünften Meisterschaft hat der VfB vor zwei Jahren sehr davon profitiert, dass die Konkurrenten einer nach dem anderen patzten. Sowohl Werder Bremen (2007 im Halbfinale des Uefa-Cups) wie auch Schalke 04 und Bayern München leisteten sich im Saisonfinale mehrere vermeidbare Niederlagen. Das ist diesmal zumindest im Fall des VfL Wolfsburg anders: Mit neun Siegen und einem Unentschieden spielt die Magath-Elf ebenfalls eine blitzsaubere Rückrunde. Dagegen hat der aktuelle Vierte Hertha BSC seine letzten drei Spiele verloren, während der HSV als Dritter noch die Zusatzbelastung Uefa-Pokal zu verkraften hat.

Das Restprogramm: Mit sieben Siegen in den letzten sieben Saisonspielen hat der VfB im Meisterjahr eine optimale Ausbeute erzielt. Dass diesmal ein ähnlicher Durchmarsch gelingt, erscheint allerdings unwahrscheinlich. “Wir haben noch sieben Endspiele”, appelliert der VfB-Teammanager Horst Heldt an die Moral der Mannschaft. Allerdings müssen die Stuttgarter unter anderem noch auf Schalke und in München antreten, wo es in den vergangenen drei Jahren jeweils drei Niederlagen setzte.

Das Unwort Meisterschaft: Wie 2007 kann der VfB mit seiner Außenseiterrolle sehr gut leben. Vor zwei Jahren scheute das Führungstrio Erwin Staudt, Armin Veh und Horst Heldt das Wort Meisterschaft wie der Teufel das Weihwasser. Erst als ihr Team am vorletzten Spieltag auf den ersten Tabellenplatz geklettert war, formulierten die Stuttgarter offensiv ihre Ansprüche. “Die letzte Woche vor dem Saisonfinale gegen Cottbus war damals die schlimmste”, erinnert sich Armin Veh, “denn erstmals waren wir nicht die Jäger, sondern die Gejagten.”

Das Fazit: Sechs Punkte Rückstand sind nicht uneinholbar, zumal der VfL Wolfsburg noch nach Stuttgart muss. Allerdings haben auch die Wölfe einen Lauf. Spielt der VfB weiter konstant, muss die dritte Champions-League-Teilnahme aber kein Traum bleiben. (STZ online)

18.4.2009

Gomez trifft drei Mal gegen Köln: 3:0-Sieg für den VfB

Der VfB Stuttgart hat seine Siegesserie dank Nationalspieler Mario Gomez in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und Kurs Richtung Champions League genommen. Die Schwaben gewannen durch drei Treffer von Gomez (16., 55. und 71.) beim 1. FC Köln 3:0 (1:0) und verbesserten sich durch den vierten Erfolg in Serie zumindest vorübergehend auf den dritten Platz.

Zu diesem Spiel fuhren wir mit dem Auto und nur zu zweit. Viele meiden die Domstadt inzwischen, weil es in der Vergangenheit gegen VfB-Fans immer wieder zu Übergriffen gekommen ist. Wir wollten uns aber dieses Spiel nicht entgehen lassen. Seit ich bei der WM in diesem Stadion bei Frankreich-Togo war, bin ich begeistert von der Atmosphäre in diesem Stadion und auch vom Stadion selbst. Kein Vergleich mehr zum alten Müngersdorfer Stadion. Leider befanden sich unsere Plätze dieses Mal direkt hinter einer Plexiglasscheibe. Da ich 2-3 Reihen hinter uns mitbekommen habe, dass ein paar VfB-Fans versuchen wollten, in einen anderen Block zu ihren Bekannten reinzukommen, nutzte ich die Gunst der Stunde und “besetzte” deren Plätze. Die Jungs kamen auch tatsächlich nicht mehr zurück, so war mein Platz jetzt etwas besser, aber natürlich noch nicht gut. Die Stimmung war zunächst bei beiden Fangruppen hervorragend. Das Kölner Vereinslied “Mer stonn zo dir!” wurde vom ganzen Stadion, begleitet von einer rotweißen Schalparade intoniert und sollte den FC auch stimulieren. Nachdem die Mannschaft durch das Spalier der Cheerleader eingelaufen ist, begann das Spiel auch schon recht forsch. Der erste Aufreger sollte nicht lange auf sich warten lassen. Novakovic visierte nach einer Ecke per Kopf das VfB-Gehäuse an, doch Magnin sicherte am Pfosten ab, stand goldrichtig und kratzte das Spielgerät von der Linie (2.). Der VfB zeigte sich in der Folge nervenstark und abgebrüht und nutzte seine erste echte Torchance zur Führung. Hilbert durfte einen Ball vom rechten Flügel an den Fünfmeterraum schlagen. Dort lauerte Gomez und köpfte unhaltbar für Mondragon in die linke Ecke ein (16.).

Der FC war nun gefordert, doch die Aktionen der Daum-Elf ließen immer mehr an Präzision zu wünschen übrig. Das letzte Abspiel in die Spitze gelang einfach nicht, so verpasste es Ehret gleich zweimal in aussichtsreicher Position, seine Mitspieler richtig einzusetzen (24., 30.). Die Babbel-Elf verlagerte sich jetzt aufs Kontern, doch auch hier fehlte das berühmte letzte Quentchen Genauigkeit. Hilbert schloss zu hektisch ab (30.), Gebhardt ließ Übersicht vermissen (42.).

Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Domstädter dann doch noch einmal auf. Ein Treffer von Novakovic zählte nicht wegen einer Abseitsstellung, anschließend entschärfte Lehmann einen harten Brecko-Schuss und sicherte so die knappe Pausen-Führung (45.).

Mit viel Ehrgeiz kamen die Hausherren aus der Kabine auf das Feld zurück, drängten auf den schnellen Ausgleich und spielten sich in der Stuttgarter Hälfte regelrecht fest. Doch wie in Durchgang eins passte Angriffsversuch der Gäste optimal. Cacau ackerte sich an Geromel und Boateng vorbei, bediente Gomez mustergültig und es stand 2:0 für den VfB.

Christoph Daum versuchte nun, mit Sanou (64.) und Ishiaku (70.) noch die Wende herbeizuführen. Doch das dritte Tor von Gomez beendete dann alle Diskussionen. Lanig und Khedira düpierten die FC-Hintermannschaft, wieder brauchte Gomez nur den Fuß hinzuhalten (71.).

Danach verließ ein Großteil der Kölner Fans das Stadion und die zahlreichen VfB-Fans feierten die Mannschaft und den Sieg. Schon beeindruckend so eine Vorstellung auswärts. Gomez war natürlich der beste Spieler auf dem Platz, bekam die Bälle aber auch von seinen Mitspielern punktgenau serviert.

Wir machten uns nach dem Spiel auf den Weg in unser Hotel. Da ich wußte, dass es kostenloses WLAN hatte, nahm ich das Notebook mit und konnte so auch meine Bilder zeitnah online stellen. Danach fuhren wir in die Kölner Altstadt und feierten den Sieg bei reichlich Kölsch und mit anderen VfB-Fans.

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23.4.2009

Famoser Saisonauftakt der Traditionself

Vor über 1.000 Zuschauern bestritt die Traditionsmannschaft des VfB am Mittwochabend ihre erste Partie der Sommerspielzeit. Nach launigen neunzig Spielminuten stand es 5:2 für die weiß-roten “Oldies but Goldies”.

n der Partie gegen die AH des gastgebenden TSV Eltingen bewiesen die prominenten Ballzauberer, nichts von der großen Fußballkunst verlernt zu haben. Die Besucher des Benefiz-Spiels zugunsten der TSV-Jugendarbeit und des Hospizes Leonberg, das der VfB Team Partner Möbel hofmeister präsentierte und mit etlichen Aktionen unterstütze, sahen viele balltechnische Finessen und Kunststücke. Aber auch der Ehrgeiz erfolgreich zu sein war bei allen Akteuren immer noch ausgeprägt. Natürlich ließ es sich auch Maskottchen Fritzle nicht nehmen, die Traditionsmannschaft zu unterstützen und die kleinsten Gäste zu unterhalten.

Aufstellung zum Zungeschnalzen

Es war schon allein eine überaus erlesene Elf, die der Teamchef der VfB-Traditionsmannschaft, Karlheinz Förster, am Mittwochabend in Leonberg-Eltingen auf das Feld schicken konnte. Vor Christoph Weber im Tor bildeten Silvio Meißner, Bernd Förster, Frank Verlaat und Jürgen Hartmann die Abwehrkette. Im Mittelfeld spielten mit Maurizio Gaudino, Guido Buchwald, Hansi Müller und Karl Allgöwer ebenso klangvolle Namen wie im Sturm, der aus Andreas Buck und Fritz Walter bestand. Es waren echte Größen der VfB-Erfolgsgeschichte aus drei Jahrzehnten, die Organisator Peter Reichert für die erste Partie des Jahres rekrutieren konnte, denn auch auf der Bank warteten weitere auf ihren Einsatz, unter ihnen auch Altstar und Spaßvogel Buffy Ettmayer.

Sieben Tore in launigen neunzig Minuten

Nachdem VfB-Präsident Erwin Staudt, der nach seiner aktiven Zeit als Spieler in den achziger Jahren drei Jahre dem Heimatclub TSV Eltingen vorstand, gemeinsam mit dem jetzigen Vorsitzenden Hartmut Müller und Möbel hofmeister Geschäftsführer Frank Hofmeister den Ball ins Spiel brachte, war es Weltmeister Guido Buchwald vorbehalten, das erste Tor des Tages zu erzielen. Frank Verlaat sorgte bei seinem Traditionsmannschafts-Debüt während seines Kurzaufenthalts aus seiner Wahlheimat Portugal ob seines ungebrochen engagierten Auftritts einige Male für Szenenapplaus im Publikum. Durch einen direkt verwandelten Freistoß des Bundesliga-Torschützenkönigs von 1992, Fritz Walter, ging es mit 0:2 in die Pause, ehe der Eltinger Rainer Hunger verkürzen konnte. Der ehemalige Verbandsligaspieler war es auch, der nach weiteren VfB-Toren durch Andreas Buck vom Elfmeterpunkt und einem Doppelschlag von Achim Glückler, den zweiten Treffer seiner AH markierte.

Der Wasen-Karle

Der Wasen-Karle

Erstmals dabei: Frank Verlaat

Erstmals dabei: Frank Verlaat

Maurizio Gaudino

Maurizio Gaudino

Erwin Staudt führte den Anstoß aus

Erwin Staudt führte den Anstoß aus

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Wo isch mei Kanon?

Wo isch mei Kanon?

Buffy und Guido alias Diego

Buffy und Guido alias Diego

Karl-Heinz Förster

Karl-Heinz Förster

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Fritzle sorgte bei den Kids für Stimmung, Holger auf "Ballhöhe"

Fritzle sorgte bei den Kids für Stimmung, Holger auf "Ballhöhe"

Buffy Ettmaier: immer den Schalk im Nacken.

Buffy Ettmaier: immer den Schalk im Nacken.

Hansi Müller nach getaner Arbeit

Hansi Müller nach getaner Arbeit

Andi Buck in Ehren ergraut

Andi Buck in Ehren ergraut

Ich muß sagen, es war ein unterhaltsamer Nachmittag. Hat mich sehr gefreut, die ganzen alten Haudegen aus verschiedensten Spielergenerationen mal wieder zu sehen. Da könnte echt Wehmut aufkommen, doch die aktuellen Helden in kurzen Hosen konnten sich zu diesem Zeitpunkt ja auch sehen lassen. Wenn ich mal wieder rechtzeitig mitbekomme, dass so ein Traditionskick in der Nähe stattfindet und es mir zeitlich reinläuft, werde ich sicher noch einmal zuschauen, hat sich gelohnt.:-)

25.4.2009

2:0 gegen Frankfurt: Stuttgart marschiert weiter

Der VfB Stuttgart hat sich bei seinem Vormarsch in Richtung Champions League auch von Eintracht Frankfurt nicht aufhalten lassen. Gegen die harmlosen Hessen reichte dem VfB eine durchschnittliche Leistung, um mit einem 2:0 (1:0) den fünften Sieg in der Fußball-Bundesliga in Serie zu feiern. Die Tore erzielten vor 55.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena Cacau (33.) und Nationalstürmer Mario Gomez (48.) mit seinem 19. Saisontreffer. Damit stehen für Stuttgart aus den 15 Bundesliga-Partien unter Teamchef Markus Babbel 36 Punkte zu Buche.

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