4. November 2012

Ulle hält den Punkt fest

Nach Dortmund ging es mal wieder, zum ersten Mal in dieser Saison, mit dem Bus und dem RWS Berkheim. Anders als beim Freitag-Abendspiel in der letzten Saison und dem sensationellen 4:4, als wir aufgrund des all freitäglichen Wahnsinns auf den deutschen Autobahnen erst 10 Minuten vor Spielbeginn aus dem Bus stiegen, sollte dieses Mal alles reibungslos laufen. Abfahrt in Berkheim war um 7 Uhr. Auf der Strecke ins Ruhrgebiet war lediglich ein kleinerer Stau zu verzeichnen, so dass wir schon gegen 13.30 Uhr in Dortmund eintrafen und dem obligatorischen Brinkhoff’s im Biergarten des Stadion Rote Erde nichts im Wege stand. Obligatorisch deshalb, weil ich es mir ungern entgehen lasse, wenn ich im Fußballtempel schlechthin zu Gast bin. Dort vereint sich gelb-schwarz und weiß-rot, ohne dass es irgendwelchen Ärger gibt. Dass wir nicht unbedingt Freunde sind und beide Teams und damit auch die Fans aufgrund der Tabellensituation unter Druck stehen und dem Gegner, zumindest an diesem Tag, nichts Gutes wünschen, ist doch normal. Alles läuft aber auf einer vernünftigen und nicht feindschaftlichen Ebene ab, so dass man sich dort als weiß-rote Minderheit nicht unwohl fühlen muss. Nach den letzten Auftritten vom VfB gegen den BVB 09 schlug uns Respekt entgegen, die Dortmunder zeigten sich keineswegs siegessicher, ist doch auch beim Deutschen Meister im Herbst 2012 noch zu viel Sand im Getriebe.

Letzte Saison noch hatte ich Stehplatz, was angesichts unserer späten Ankunftszeit eine recht ungemütliche Angelegenheit war, kamen wir doch kaum mehr in den Stehbereich hinein. So entschied ich mich dieses Mal für einen Sitzplatz der teuren Kategorie. Der Platz an sich war gut, leider jedoch nicht ganz, wie ich ihn mir erhoffte, nämlich seitlicher zu unserem Fanblock. So konnte ich davon lediglich vor dem Spiel ein paar Bilder schießen. Vorteil dieser Platzkategorie war aber, dass ich einen anderen Eingang, nämlich den im Bereich Nordost, zu nehmen hatte und die Einlasskontrollen dort erfahrungsgemäß lascher sind, als im Bereich der Ultras. Aufgrund des Einsatzes von Pyrotechnik beim BVB in den letzten beiden Jahren, war mit strengen Kontrollen zu rechnen. Es waren weder Megaphon, Trommel noch Fahnen, geschweige denn Taschen und Rücksäcke erlaubt. So hatte ich es auch nicht besonders eilig hinein zu gelangen, genoss noch ein wenig die Zeit im Stadion Rote Erde und fachsimpelte mit Dortmundern und Stuttgarter Bekannten über den Saisonverlauf unserer beiden Teams.

Der VfB scheint sich ja tatsächlich zu stabilisieren. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen, langsam kann es kein Zufall mehr sein! Maßgeblich geht dieser Aufwärtstrend mit der Systemumstellung (Kvist alleiniger 6er) und der Hereinnahme von Raphael Holzhauser einher. Seit seinem Startelfdebüt in Nürnberg hält die Serie. Anders als die Dortmunder, die in Gesprächen gestern Tamas Hajnal großen Respekt zollten und ihn sogar teilweise gerne noch in ihren Reihen hätten (!), kräht bei uns kein Hahn mehr nach ihm. Allerdings haben sie natürlich eher seine Leistungen von vor vier Jahren in Erinnerung, unsere sind natürlich frischer. Hajnal machte zuletzt den Eindruck, dass er dem Tempo, Stichwort schnelles Umschaltspiel, nicht mehr standhalten kann und er seinen Zenit überschritten hat. Holzhauser wirkt gedanklich frischer und antizipiert Situationen schneller. Natürlich ist er ein junger Spieler, der Fehler macht und noch vieles lernen muss. Dennoch macht er mir zurzeit unheimlich Spaß. Weniger spaßig gestern allerdings seine Situation gegen Sebastian Kehl, der sich einen Nasenbeinbruch zuzog. Holzhauser war in der Szene mit Gelb sehr gut bedient und hätte sich über einen Platzverweis nicht beschweren dürfen. Hier bewies Schiri Zwayer das viel zitierte Fingerspitzengefühl und beließ es bei einer Verwarnung. Meiner Meinung nach reichte dieses Strafmaß aus, da man Holzhauser keine Absicht unterstellen konnte. Es war eine dumme Aktion, so darf er einfach nicht mit dem Ellenbogen ausholen. Dennoch empfinde ich es als äußerst unfair, wenn Trainer Klopp und Manager Zorc lautstark „rot“ fordern und auf die VfB-Bank und den vierten Offiziellen losgehen. Dem ganzen die Krone setzte dann noch Stadionsprecher, oder  besser Dampfplauderer Norbert Dickel (warum schlägt mir die Rechtschreibprüfung hier Dackel vor?) auf, der sich in der Halbzeitpause anmaßte, zu fordern, wie solche Aktionen zu bewerten sein sollten. Für mich ein No-Go, während des Spiels den Versuch zu unternehmen, den Schiedsrichter zu beeinflussen. Absolut unfair!

Wir sahen im Westfalenstadion vor 80.645 Zuschauern, darunter rund 6.200 Schwaben, ein absolut intensives Spiel mit Haken und Ösen und den besseren Chancen für Dortmund. Dennoch verstand es der VfB immer wieder selbst Nadelstiche zu setzen und den Raum zu nutzen, den die Dortmunder anboten. Mit etwas mehr Glück am Ende, hätte der VfB auch das Siegtor erzielen können. Dortmund hatte Glück, dass der Schiedsrichter beim Foul von Hummels gegen Ibisevic nicht auf Elfmeter entschied. Womöglich spielte dabei eine Rolle, dass sich Ibisevic nicht fallen ließ, weil er trotzdem das Tor machen wollte. Auf der Gegenseite parierte Ulreich einige Male glänzend und hielt den VfB im Spiel.

Für mich war es alles in allem ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem der VfB gut leben kann. In Zeiten der Dreipunkteregelung bin ich zwar kein Freund von Punkteteilungen, da weder Fisch noch Fleisch und man mit Remis‘ in der Tabelle nicht vom Fleck kommt. Wenn man aber dem deutschen Meister vor einer großartigen Kulisse auswärts einen Punkt abtrotzt, fühlt sich das trotzdem geil an. Der VfB zählt zweifellos zu den Angstgegnern der Borussen. Es war das vierte Remis beider Teams gegeneinander in Folge, sowie das vierte Remis im Westfalenstadion in Folge. Der VfB war der einzige Verein, den die Dortmunder in ihrer grandiosen letzten Meistersaison nicht bezwingen konnten. Auch die Befürchtung, die VfB-typisch gewesen wäre, dass unser Ex-Spieler Julian Schieber uns einen einschenken könnte, bewahrheitete sich nicht, da Sven Ulreich glänzend gegen ihn parieren konnte.

Ulreich wird von der Öffentlichkeit und vielen VfB-Fans einmal mehr in den Dunstkreis der Nationalmannschaft gerückt. Bei aller Wertschätzung für ihn. Ich bin froh, dass Ulle, der das VfB-Wappen wie kein anderer Spieler mit Stolz trägt, beim VfB spielt und langsam auch wieder zu alter Stärke findet. Dennoch hat auch er Schwächen, an denen er weiter arbeiten muss. Gegen die Bayern leitete er das 1:1 ein, als er einen Schuss Müller vor die Füße abklatschte, auch gestern gab es in der Anfangsphase eine ähnliche Situation, die ins Auge hätte gehen können. Auch seine Spieleröffnung ist weiter stark verbesserungswürdig, was aber seine zuletzt gezeigten Leistungen nicht schmälern soll. Gestern war er, wie auch letzte Woche gegen Frankfurt, letztendlich der Garant dafür, dass wir drei bzw. einen Punkt(e) ergattern konnten. In der Nationalmannschaft allerdings dürfte es schwer für ihn werden. An Neuer führt (noch) kein Weg vorbei, Adler, der uns noch die Qualifikation zur WM 2010 rettete und dann durch eine schwere Verletzung aus der Bahn geworfen wurde, drängt mit Macht wieder ins Team. Dann stehen ja noch junge Leute wie Zieler, ter Stegen und Leno hintenan. Zumindest vor den Letztgenannten braucht sich Ulle gewiss nicht zu verstecken. Diese haben allerdings den Vorteil, dass sie bereits zum Kreis gehören und Ulle erst noch dazu stoßen muss. Dies dürfte nur durch eine beispiellose Verletzungsmisere gelingen, die man Jogi Löw nicht wünschen mag. Luxusprobleme auf der Position des Torhüters gab es in Deutschland schon immer, daher ist es auch kein Beinbruch oder mangelnde Wertschätzung, wenn ein hervorragender Torwart nicht zu Nationalmannschaftsehren kommen sollte. Um in diesen erlauchten Kreis zu gelangen, benötigt man etwas Glück und muss zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Daher liegt Sven Ulreich auch richtig, wenn er sich weiter nur auf den VfB konzentrieren möchte, weil er die Nationalmannschaftsberufungen sowieso nicht beeinflussen kann.

Für den VfB geht es am Donnerstag in der Europa League beim FC Kopenhagen weiter. Nach lediglich zwei Punkten aus drei Spielen muss aus VfB-Sicht ein Sieg her, um sich die Möglichkeit offen zu halten, ins Sechzehntelfinale einzuziehen. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen dürfte der VfB mit dem nötigen Selbstvertrauen anreisen. Im Hinspiel tat sich der VfB gegen die gut organisierte dänische Defensive sehr schwer, hätte aber einen Elfmeter bekommen müssen und somit einen knappen Sieg verdient gehabt. Vielleicht kehrt das Glück ja in Kopenhagen zurück. In dieser Gruppe wäre ein Ausscheiden schon blamabel und sehr ärgerlich. Mit einem Kraftakt in der letzten Rückrunde qualifizierte man sich für diesen Wettbewerb, der nach Vereinsaussagen auch fürs Renommee enorm wichtig ist. Wir Fans müssen durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb einiges hinnehmen, wie z. B. unchristliche Anstoßzeiten, Donnerstag 21.05 Uhr, sowie enorm vieler Sonntagspiele (Pro Samstag 15:30). Allerdings gibt uns die Teilnahme ja auch etwas, z. B. Auswärtsreisen in Länder, in die man sonst nicht unbedingt reisen würde, wie nächste Woche Dänemark und zwei Wochen später Rumänien. Schön wäre es daher, wenn endlich auch die Resultate stimmen würden und man sich auch mal einen Blick auf die Tabelle gönnen könnte. Daher hoffe ich sehr auf einen Sieg bei den heimstarken Dänen, damit wir noch hoffnungsfroh nach Bukarest fliegen können, und nicht, dass es schon dort um nichts mehr geht. Die Mannschaft macht auf mich einen motivierten Eindruck, auch in diesem Wettbewerb noch etwas reißen zu wollen. Sie müssen einfach ihre Torchancen noch konsequenter als zuletzt nutzen, dann bin ich sehr optimistisch, dass die auch in Dänemark zahlreich anwesenden Schwaben das Team zum Sieg schreien werden und Kopenhagen am Donnerstag in weiß-rot erstrahlen wird.

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 10.0/10 (2 votes cast)
VN:F [1.9.7_1111]
Rating: +3 (from 3 votes)
1. Oktober 2010

Balsam für geschundene Fußballerseelen

Die Stadionuhr zeigte 20.43 Uhr, als Mauro Camoranesi den VfB-Kollegen Martin Harnik fest an seine Wange drückte. Schließlich hatte der österreichische Nationalspieler die Übersicht behalten: Mit einem tollen Heber war Harnik der 2:1-Siegtreffer für die Stuttgarter bei Odense BK gelungen. “Zum Glück hat der genau zwischen Torwart und Latte gepasst”, sagte der 23-Jährige – und grinste. Nach den Trauerwochen in der Bundesliga werden die Auftritte des VfB auf internationalem Parkett immer mehr zu Wellnesstagen für geschundene Fußballerseelen. Mit sechs Punkten und 5:1 Toren stehen die Stuttgarter nach zwei Spieltagen in der Europa-League-Gruppe H glänzend da. Der VfB bleibt Tabellenführer, erwartet am dritten Spieltag am 21. Oktober im eigenen Stadion den Madrider Vorortclub FC Getafe, der gestern in Bern mit 0:2 verlor.

Bei Odense BK, dem Vierten der dänischen Superliga, zeigten die Stuttgarter bei Toren von Zdravko Kuzmanovic und Martin Harnik eine beherzte Vorstellung, mussten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Andreas Johansson aber kurz zittern. “Es ist wichtig, dass wir nach dem 1:1 Moral gezeigt haben”, sagte Serdar Tasci auch mit Blick auf das Bundesligaheimspiel am Sonntag gegen Frankfurt.

Engagiert in den Zweikämpfen

“Ich musste neue Reizpunkte setzen”, sagte Christian Gross, der seine Elf im Vergleich zum ernüchternden 1:4 gegen Leverkusen auf vier Positionen geändert hatte. Nach seiner Oberschenkelverletzung kam der Rechtsverteidiger Stefano Celozzi zu seinem Saisondebüt; der 22-jährigen Mamadou Bah, Neuzugang vom französischen Drittligisten Racing Straßburg, absolvierte sein erstes Pflichtspiel für den VfB überhaupt. Neu in der Startelf standen zudem Cristian Molinaro und Ciprian Marica. Sie ersetzten Christian Träsch, Martin Harnik, Arthur Boka und Pawel Pogrebnjak.

Vor 600 mitgereisten Fans ging der VfB gleich engagiert in die Zweikämpfe und übernahm vor 8800 Zuschauern im nur zur Hälfte gefüllten Tre-For-Park von Odense sofort das Kommando. Zunächst verfehlten Christian Gentner und Cacau mit Distanzschüssen das BK-Tor, dann scheiterte Serdar Tasci im Anschluss an einen Eckball per Kopf am erfahrenen Dänen-Schlussmann Roy Carroll (12.).

VfB hatte das Spiel im Griff

Während Ciprian Marica im Sturmzentrum zu sehr in der Luft hing, machte ein anderer mit einem beherzten Auftritt im zentralen Mittelfeld positiv auf sich aufmerksam: Mamodou Bah spielte neben Zdravko Kuzmanovic in der Zentrale, während Christian Gentner die linke Außenbahn bearbeitete. Dabei fiel der Nationalspielers von Guinea häufig durch Übersicht und Ruhe auf.

In der 54. Minute drückte Bah nach Zuspiel von Cacau das Leder gar mit dem rechten Fuß über die Linie – doch der rumänische Schiedsrichter Alexandru Deaconu gab den Treffer wegen Abseits zu Recht nicht. Dennoch: der VfB hatte das Spiel jetzt fest im Griff. Zunächst scheiterte der emsige Mauro Camoranesi aus kurzer Distanz an Carroll, dann flog ein Schlenzer von Cacau knapp über den Querbalken. Wenig später schoss wiederum Cacau den Torhüter des Odense Boldklub aus acht Metern an – das erlösende Führungstor allerdings wollte zunächst nicht fallen.

Dänischer Vizemeister am Boden

In der 72. Minute war es dann soweit: Camoranesi spielte links hinaus zu Gentner, dessen Flanke Kuzmanovic auf Höhe des Elfmeterpunktes ins Tor köpfte – 1:0. Der VfB hatte weitere Großchancen, allen voran Martin Harnik (75.). Der dänische Vizemeister lag nun komplett am Boden, bis ihn der VfB mit einer Unachtsamkeit wieder aufrichtete: Im Anschluss an einen Einwurf kam der Ball am Fünfmeterraum zu Andreas Johansson, den Arthur Boka nicht eng genug deckte – 1:1 (77.).

Doch der Ivorer machte seinen Fehler wieder gut, erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball gegen Odenses Leitwolf Eric Djemba-Djemba. Das Leder kam letztlich zu Martin Harnik, der mit einem überlegten Lupfer aus 20 Metern den 2:1-Endstand herstellte (86.). “Das wir guten Fußball spielen können, wissen wir. Wir müssen den frischen Schwung mit in die Bundesliga nehmen”, sagte der Siegtorschütze.

Odense

Carrol – Ruud, Håland, Troest, Sørensen – Andreasen, Traoré (90. Feldballe), Gislason (70. Kadrii), Djemba-Djemba – Johansson (80. Demba-Nyrén) – Utaka.

Stuttgart

Ulreich – Celozzi, Tasci, Delpierre, Molinaro (59. Boka) – Camoranesi, Bah, Kuzmanovic, Gentner – Marica, Cacau (73. Harnik).

Schiedsrichter

Deaconu (Rumänien).

Tore0:1 Kuzmanovic (72.), 1:1 Johansson (77.), 1:2 Harnik (86.).

(STZ online 30.9.10)

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0 (from 0 votes)
25. Juni 2010

WM 2010: 3. Spieltag, Gruppe E und F

Japan steht im Achtelfinale! Dänemark ist raus

Japan steht im Achtelfinale! Die Mannschaft von Trainer Takeshi Okada gewann am 3. Spieltag der Gruppe E das Endspiel um Platz zwei gegen Dänemark mit 3:1 (2:0) und trifft nun auf Paraguay. Dänemark ist ausgeschieden. Vor 27.967 Zuschauern im Royal Bafokeng Stadion in Rustenburg brachte Keisuke Honda Japan mit einem direkten Freistoß in Führung (17.). Yasuhito Endo erzielte, ebenfalls per Freistoß, das 2:0 (30.). Shinji Okazaki markierte kurz vor Schluss den 3:1-Endstand (88.). Für Dänemark verkürzte Jon Dahl Tomasson zwischenzeitlich per Nachschuss nach Foulelfmeter auf 1:2 (81.). Damit zieht Japan zum zweiten Mal nach 2002 ins Achtelfinale ein und trifft dort am 29. Juni auf Paraguay. Dänemark dagegen fliegt bei der vierten WM-Teilnahme zum ersten Mal schon nach der Vorrunde aus dem Turnier.

Holland hält sich schadlos – Robben wieder fit

Die Niederlande haben auch das dritte Spiel der Gruppe E gewonnen und damit weiter Selbstvertrauen für die K.o.-Runde getankt. Gegen das schon ausgeschiedene Kamerun gab es im letzten Gruppenspiel einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg. Vor 63.093 Zuschauern in Kapstadt brachte Robin van Persie die Niederländer in Führung (36.). Samuel Eto’o glich nach einem Handspiel von Rafael van der Vaart im eigenen Sechzehner per Elfmeter aus (63.), der eingewechselte Klaas Jan Huntelaar erzielte das Siegtor (84.). Huntelaars Treffer war ein Pfostenschuss des eingewechselten Arjen Robben vorausgegangen. Die Niederlande treffen im Achtelfinale nun auf Italien-Bezwinger Slowakei. Kamerun schließt die WM enttäuschend mit null Punkten und 2:5 Toren ab und steht ohne Coach da. Paul Le Guen bekräftigte nach dem Spiel, nicht mehr weitermachen zu wollen. Le Guen soll Nachfolger von Pim Verbeek als australischer Auswahlcoach werden.

Weltmeister Italien ist ausgeschieden

Weltmeister Italien ist sensationell in der Vorrunde gescheitert. Die Azzurri verloren das dritte Spiel der Gruppe F gegen die Slowakei mit 2:3. Der Ex-Nürnberger Robert Vittek erzielte zwei Tore für die Slowaken. Für die Italiener konnten Antonio Di Natale und Fabio Quagliarella nur noch zum 1:2 bzw. 2:3 verkürzen. Kamil Kopunek erzielte das entscheidende dritte Tor für die Slowakei. Italien ist damit nach Frankreich 2002 der zweite Weltmeister, der sich bereits in der Vorrunde verabschiedet. Die Azzurri beendeten die Vorrunde ohne Sieg auf dem letzten Platz der Gruppe F. Vor rund 53.412 Zuschauer im Ellis-Park-Stadium zu Johannesburg erreichte die Slowakei mit dem Überraschungssieg als zweites Team neben Paraguay das Achtelfinale.

Neuseeland ohne Niederlage ausgeschieden

Paraguay hat die Gruppe F mit einem 0:0 gegen Neuseeland als Erster abgeschlossen und damit gute Chancen auf den Durchmarsch ins Viertelfinale. Die Kiwis hingegen verpassten bei ihrer zweiten WM-Teilnahme die Sensation und scheiden als Gruppendritter ohne Niederlage aus. Vor 34.850 Zuschauern in Polokwane vergab der eingewechselte Edgar Benitez die beste Chance für Paraguay (76.), das zum vierten Mal in der WM-Geschichte im Achtelfinale steht. Die Runde der letzten Acht erreichten die Rot-Weißen noch nie. Für Neuseeland war die WM mit drei Remis in drei Spielen trotz des frühen Aus ein echter Achtungserfolg. Auf Seiten der Paraguayer fehlt Victor Caceres im Achtelfinale gegen Japan. Er sah seine zweite Gelbe Karte.

(spox.com)

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0 (from 0 votes)
20. Juni 2010

Schwaches Oranje steht im Achtelfinale

Die Niederlande hat mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg über Japan auch das zweite WM-Vorrundenspiel gewonnen und steht nach dem Sieg von Dänemark gegen Kamerun im Achtelfinale. Vor 60.000 Zuschauern in Durban erzielte Wesley Sneijder (53.) das Siegtor für die Mannschaft von Bert van Marwijk, die aber trotz der maximalen Punkteausbeute wieder nicht überzeugen konnte. Am letzten Gruppen-Spieltag am Donnerstag trifft die Niederlande auf Kamerun, Japan kämpft gegen Dänemark um das Weiterkommen in die K.o.-Phase.

Ghana verpasst den Big Point gegen Australien

Die Gruppe D erwartet am letzten Spieltag ein Herzschlagfinale. Nach dem 1:1 (1:1) zwischen Ghana und Australien haben nach wie vor alle vier Teams Chancen auf das Weiterkommen ins Achtelfinale der WM 2010. Die deutsche Mannschaft muss gegen Ghana gewinnen, um sicher in der Runde der letzten 16 zu landen. Vor knapp 30.000 Zuschauern im Royal Bakofeng Stadium zu Rustenburg erzielten Brett Holman (11.) und Asamoah Gyan (27., Elfmeter) die Tore. Während Ghana seine Punktzahl in der Gruppe D auf vier Punkte erhöhte, ergatterte Australien den ersten Zähler. Die Truppe von Pim Verbeek muss im letzten Gruppenspiel am Mittwoch allerdings aufs Superstar Harry Kewell verzichten, der aufgrund einer Roten Karte schon nach 25 Minuten vom Platz musste. Ghana hätte bei einem Sieg gegen Australien ein Unentschieden am letzten Spieltag gegen Deutschland gereicht, um ins Achtelfinale zu ziehen. Nun steigt ein echtes Endspiel um das Weiterkommen. Australien dagegen muss auf eine Niederlage der DFB-Elf hoffen und gleichzeitig gegen Serbien gewinnen, um noch Chancen für die nächste Runde zu haben.

Kamerun ist raus

Kamerun hat als erstes Team bei dieser Weltmeisterschaft schon nach zwei Partien keine Chance mehr, das Achtelfinale zu erreichen. Die Kameruner unterlagen Dänemark mit 1:2 (1:1).  Vor 38.074 Zuschauern im Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria brachte Kameruns Star Samuel Eto’o sein Team in Führung (10.). Nicklas Bendtner glich für die Dänen aus (33.), ehe Dennis Rommedahl den Siegtreffer für die Skandinavier erzielte. Durch den Sieg kommt es nun im abschließenden Gruppenspiel gegen Japan zu einem echten Endspiel um den Achtelfinaleinzug. Beide Teams haben nach zwei Partien drei Punkte. Verzichten muss Dänemark dabei auf Abwehrspieler Simon Kjaer, der seine zweite Gelbe Karte sah. Die Niederlande ist derweil mit zwei Siegen vorzeitig für die Runde der letzten 16 qualifiziert.

(spox.com)

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0 (from 0 votes)
15. Juni 2010

Oranje feiert ersten Sieg

Die Niederlande hat im Auftaktspiel der Gruppe E einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Dänemark gefeiert. Die Treffer erzielten Daniel Agger, der unmittelbar nach der Pause von Simon Poulsen angeköpft wurde und den Ball ins eigene Tor ablenkte (46.), und Dirk Kuyt (85.).

Vor 83.000 Zuschauern im Soccer City Stadium  in Johannesburg holte die Elf von Trainer Bert van Marwijk damit zwar den ersten Sieg im ersten Spiel, enttäuschte ingesamt aber über weite Strecken.

Japan schlägt Kamerun

Mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg über Kamerun ist Japan in das WM-Turnier gestartet. Die Asiaten zeigten jedoch eine erschreckend schwache Partie und konnten froh sein, dass die Afrikaner ebenfalls auf ganzer Linie enttäuschten. Das Siegtor vor 40.000 Zuschauern in Bloemfontein erzielte Keisuke Honda (39.) nach einem kapitalen Abwehrfehler Kameruns.

Stotterstart für Weltmeister Italien

Weltmeister Italien ist mit einem 1:1 gegen Paraguay ins WM-Turnier gestartet. Im Auftaktspiel der Gruppe F blieb Italiens Torhüter Gianluigi Buffon verletzungsbedingt zur Halbzeit in der Kabine.

Vor 64.000 Zuschauer im Green-Point-Stadium zu Kapstadt schockte Paraguays Antolin Alcazar (39.) den Weltmeister mit dem 1:0. Ein Torwartpatzer von Justo Villar ermöglichte dem Weltmeister in Halbzeit zwei den mehr als verdienten Ausgleich, als Daniele De Rossi (63.) zum 1:1-Endstand traf.

(spox.com)

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0 (from 0 votes)