9. April 2012

Schritt für Schritt in die Euro League

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 07:14

Bilder vom Spiel gegen Mainz 05 sind jetzt online. Nach der grandiosen 2. Halbzeit von Dortmund war es ganz wichtig, diesen Punkt mit einem Dreier im Heimspiel gegen Mainz zu versilbern. Dies gelang eindrucksvoll, trotz des Schocks des frühen Gegentores. Der VfB wirkt sehr gefestigt und knüpft an seine traditionell starken Rückrunden der letzten Jahre an. Die Mannschaft bot gestern phasenweise begeisternden Offensivfußball und hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Insgesamt war es eine sehr gute Mannschaftsleistung. Herauszuheben ist meiner Meinung nach aber unsere Nummer 2, Gotoku Sakai, der nicht nur Irrwisch auf der rechten Seite sondern auch heimlicher Spielmacher war. Für sein Alter schon unheimlich spielintelligent. Ein richtig guter Fang unseres Managers Fredi Bobic. Auch Vedad Ibisevic bewies einmal mehr, dass uns ein Stürmer wie er gefehlt hat. Immer aufmerksam und anspielbar und extrem torgefährlich. Im Frühjahr 2012 macht es also wieder richtig Spaß, den VfB spielen zu sehen und so freue ich mich auch schon auf Dienstag, wenn es erstmals in Augsburg um Bundesligapunkte geht. Mit einer Leistung wie zuletzt ist auch dort ein Sieg drin. Im Rennen um Platz 5 haben wir jetzt die allerbesten Aussichten. Dieser fünfte Platz wäre wichtig, da er zur Teilnahme an der Gruppenphase der Euorpa League berechtigt, ohne lästige Qualifikationsspiele zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesliga noch nicht einmal begonnen hat. Aufschluss wird sicherlich diese englische Woche geben. Dienstag gegen Augsburg, Freitag gegen Bremen. Bilder und Bericht folgen wie immer zeitnah.

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31. Dezember 2010

Europa League: VfB freut sich auf Benfica

Category: Presse — Tags: , , , , , , , – Franky @ 07:56

Der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen stehen in der Zwischenrunde der Europa League vor lösbaren Aufgaben. Der in der Fußball-Bundesliga gegen den Abstieg kämpfende VfB hat bei der Auslosung am Freitag in Portugals Meister Benfica Lissabon zumindest einen klangvollen Gegner zugeteilt bekommen. Dagegen muss sich Bayer in den beiden K.o.-Spielen am 17. und 24. Februar mit dem unbekannten Team von Metalist Charkow aus der Ukraine auseinandersetzen. Als Gruppensieger besitzen die deutschen Vereine den Vorteil, im Rückspiel Heimrecht zu haben.

“Ein Champions-League-Absteiger, da braucht man nicht viel zu sagen”, erklärte der neue Stuttgarter Cheftrainer Bruno Labbadia nach der Auslosung durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Freitag in Nyon (Schweiz). “Eine Top-Mannschaft, ein super-interessantes Los.” National ist Benfica derzeit aber klar hinter Tabellenführer FC Porto zurückgefallen. In der Champions League standen sie in der Gruppe B mit dem FC Schalke 04, schieden als Dritter jedoch aus.

VfB-Sportdirektor Fredi Bobic stellte allerdings sofort klar, dass der Fokus der Schwaben “absolut auf der Bundesliga” liegt. Denn dort steht der VfB vor dem Süd-Schlager am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den FC Bayern München auf einem Abstiegsplatz.

Auch Leverkusen geht mit Respekt an die Aufgabe gegen Charkow, den Zweiten der Europa-League-Gruppe I, heran. Wer Sampdoria Genua aus dem Weg räume und 0:0 gegen Eindhoven spiele, “muss ein starker Gegner sein”, erklärte Bayer-Trainer Jupp Heynckes. “Aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Runde weiterkommen.”

Sollten sich die Leverkusener gegen die Ukrainer durchsetzen, würden sie im Achtelfinale am 10. und 17. März auf den Sieger der Partie zwischen dem SSC Neapel und dem FC Villareal treffen. Stuttgart müsste sich im Erfolgsfall mit BATE Borissow aus Weißrussland oder Paris St. Germain auseinandersetzen.

Bei Bayer hatte es am Donnerstag nach dem 1:1 im letzten Spiel der Gruppe B gegen den damit ausgeschiedenen Titelverteidiger Atlético Madrid zwei Sieger gegeben: Heynckes und Rückkehrer Stefan Kießling. “Als der Trainer sagte, ‘lauf dich warm’, war das eine Befreiung”, sagte der 26-jährige Nationalstürmer nach seinem tollen Comeback 88 Tage nach dem Riss eines Syndesmosebands. Kießlings Kopfball-Vorlage nutzte Sturmpartner Patrick Helmes (69. Minute) zur 1:0-Führung, die Fran Mérida (72.) fast postwendend ausglich.

In Kießling und dem ins Training zurückgekehrten Mittelfeldstar Michael Ballack, der eine Fraktur des Schienbeinkopfes auskurieren musste, hat der Verfolger des in der Europa League gescheiterten Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund zwei Trümpfe in der Hand. Doch auch Heynckes sammelte weitere Pluspunkte: Schließlich führte er seine Elf ungeschlagen durch die Gruppenphase.

Dagegen machte in Stuttgart auch der gelungene Einstand von Labbadia im bedeutungslosen Gruppenfinale gegen Odense BK kaum Mut für die Partie gegen die Bayern. “Da war noch viel Sand im Getriebe”, stellte Bobic trotz des deutlichen 5:1 (1:0) fest. “Das darf gegen die Bayern nicht passieren, da brauchen wir ein perfektes Spiel.” Labbadia weiß, “dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben”.

(STZ online 17.12.2010)

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Europa League: Labbadias Mission beginnt erfolgreich

Bruno Labbadia hat gleich Maßstäbe gesetzt. Der neue VfB-Trainer stand im bedeutungslosen Europa-League-Spiel gegen Odense 90 Minuten am Spielfeldrand und feuerte seine Mannschaft unermüdlich an. Die Premiere schien ihm ausgesprochen wichtig zu sein, und die kann angesichts eines 5:1-Erfolges auch als geglückt bezeichnet werden.

Labbadia schonte sich selbst nicht, dafür aber einige Stuttgarter Stammkräfte. So tauchte der erkältete Matthieu Delpierre vorsichtshalber gar nicht im Kader auf. Christian Träsch, Cacau und Christian Gentner saßen auf der Bank – neben Fredi Bobic. Gut sichtbar rückt der VfB-Manager in der Krise näher an die Mannschaft heran. Im Gegensatz zu den Anhängern. Die verweigerten die Unterstützung bis zur 88. Minute und rollten im mit 12 000 Zuschauern spärlich gefüllten Stadion ein Plakat aus, auf dem zu lesen war: “So fühlt sich zweite Liga an.”

Nach dieser deutlichen Ansage hatte der VfB so seine Anlaufschwierigkeiten gegen die Dänen. Es dauerte immerhin 20 Minuten, ehe der VfB den ersten ansehnlichen Angriff startete und damit auch gleich in Führung ging. Nach einer Flanke von Cristian Molinaro und einem abgeblockten Kopfball von Pawel Pogrebnjak staubte Timo Gebhart zum 1:0 ab. Danach spielt der VfB flüssiger, zwingende Aktionen gab es in der ersten Halbzeit aber nicht mehr zu bewundern.

In dieser Partie, aus der in Richtung Stuttgarter Zukunft nicht viel herauszulesen war, sorgte der VfB dann aber doch sehr früh für die Entscheidung. Eine Hereingabe des sehr engagierten Timo Gebhart lenkte Daniel Hoegh ins eigene Tor ab (48. Minute). Nachdem die Dänen Mitte der zweiten Halbzeit fast keine Gegenwehr mehr leisteten, trafen Christian Gentner (65.) und Pawel Pogrebnjak (70.) zum zwischenzeitlichen 4:0. Odenses Nigerianer Utaka verkürzte (72.), ehe Marica den 5:1-Endstand besorgte.

Nach dem Stuttgarter Aufwärmtraining unter Wettkampfbedingungen am Donnerstagabend wird es dann aber wieder richtig ernst für den VfB, wenn Bruno Labbadia damit beginnt, seine Mannschaft auf das letzte Bundesligaspiel in diesem Jahr einzustimmen. Und das könnte – im Gegensatz zur Partie gegen Odense – zum Stuttgarter Befreiungsschlag taugen.

Ein Heimsieg am Sonntag gegen den FC Bayern würde die völlig verpatzte Vorrunde in einem etwas sanfteren Licht erscheinen lassen und den Spielern vermutlich den Glauben an sich selbst zurückgeben. Auch für Bruno Labbadia wäre ein Sieg eine große Argumentationshilfe bei der Frage, ob er eigentlich der richtige VfB-Trainer ist. Angesichts dessen dürfte die heutige Europa-League-Auslosung beim 44-Jährigen nicht über den Status einer Randnotiz hinauskommen. Im schweizerischen Nyon entscheidet sich, auf wen der VfB in der K.o-Runde der letzten 32 Mannschaften (17. und 24. Februar) trifft. Beim Stuttgarter Gegner handelt es sich entweder um einen Gruppenzweiten (so wie zum Beispiel der FC Sevilla) oder einen der vier schlechteren Drittplatzierten aus der Champions League (Glasgow Rangers, Benfica Lissabon, Rubin Kasan, FC Basel).

Erst vor der nächsten in weiter Ferne liegenden internationalen Begegnung wird sich Labbadia wieder daran erinnern, dass er mit dem Hamburger SV in der vergangenen Saison im Halbfinale der Europa League gestanden hatte. Doch es dürften gemischte Gefühle sein, die der VfB-Coach damit verbindet. Denn unmittelbar vor dem Rückspiel im April wurde Labbadia in Hamburg entlassen. Doch daran denkt der neue Stuttgarter Trainer sicher nicht. Er hat jetzt nur noch Bayern (am Sonntag) und nochmal Bayern (Mittwoch) im Kopf.

Mannschaften und Statistik
Stuttgart

Ulreich– Degen, Niedermeier, Bicakcic, Molinaro – Kuzmanovic, Bah (60. Gentner) – Gebhart (59. Camoranesi), Boka – Marica, Pogrebnjak (71. Cacau).

Odense

Ousager – Helveg, Høegh, Møller Christensen, Sørensen – Djemba-Djemba, Andreasen – Ruud, Traoré (79. Feldballe) – Utaka (88. Jensen), Toft (76. Johansson).

Schiedsrichter

Hauge (Norwegen).

Zuschauer

12.000.

Tore

1:0 Gebhart (20.), 2:0 Hoegh (48./Eigentor), 3:0 Gentner (65.), 4:0 Pogrebnjak (70.), 4:1 Utaka (72.), 5:1 Marica (90.+3)

(STZ online 17.12.2010)

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6. November 2010

Die Achterbahnfahrt geht weiter

Ein bisschen Aufmunterung kann in diesen grauen VfB-Tagen nicht schaden – vor allem dann, wenn sie aus der großen, glitzernden Fußballwelt kommt: von Sami Khedira, einem der neuen Stars von Real Madrid. Beim Spiel seines Exclubs war der verlorene Sohn am Donnerstagabend zwar verhindert, dafür schaute er mittags im Mannschaftshotel der Stuttgarter vorbei. Sehr herzlich war das Wiedersehen, und so gab sich Khedira alle Mühe, den früheren Weggefährten etwas Mut zu machen. “Ich bin überzeugt davon”, sagte er, “dass die Mannschaft genügend Potenzial hat, um aus dieser schwierigen Situation wieder rauszukommen.”

In der Bundesliga hat das Potenzial bisher nur zu einem Platz im Tabellenkeller gereicht – international aber ist der VfB weiter auf der Überholspur. Beim FC Getafe gewann das Team von Jens Keller gestern nach sehr überzeugender Leistung mit 3:0 (1:0) und feierte in der vierten Europa-League-Partie den vierten Sieg. Bereits vor den beiden abschließenden Gruppenspielen in Bern (1.Dezember) und gegen Odense (16.Dezember) steht damit fest, dass der VfB die Runde der letzten 32 Mannschaften erreicht hat. “Ich bin hochzufrieden, denn wir haben ein Superspiel geboten”, sagte Jens Keller.

Der Trainer hatte sein Team gründlich durcheinander gewirbelt. Patrick Funk spielte rechts hinten (und bot eine durchaus ansprechende Leistung), Matthieu Delpierre kehrte 45 Minuten lang in die Innenverteidigung zurück; im Mittelfeld bekam Mamadou Bah eine Bewährungschance, und vorne stürmte Ciprian Marica vor Martin Harnik, der als hängende Spitze agierte. Cacau blieb also ebenso auf der Bank wie Christian Träsch, Christian Gentner und Timo Gebhart – sie alle wurden zunächst geschont. Denn auch wenn es niemand so klar formulieren wollte, stand außer Frage: wichtiger als das Spiel in Getafe ist für den VfB das Bundesligaheimspiel am Sonntag gegen Bremen.

VfB von Beginn an das bessere Team

Mit seiner runderneuerten Elf fand der VfB vor der Geisterkulisse von bestenfalls 5000 Zuschauern erstaunlich gut ins Spiel. Die Stuttgarter waren von Beginn an die klar bessere Mannschaft und kombinierten vor allem über die linke Seite sehr gefällig. Dort spielte diesmal Arthur Boka im Mittelfeld, er war der auffälligste Akteur und empfahl sich wärmstens für weitere Einsätze auf dieser Position.

Sehr agil präsentierte sich in der Anfangsphase auch Marica. Zweimal scheiterte der Stürmer aus aussichtsreicher Position – und erzielte im dritten Anlauf die verdiente Führung: Nach einem haarsträubenden Fehlpass des früheren Kölners Derek Boateng traf Marica aus 25 Metern (26.). Noch klarer war anschließend die Überlegenheit der Stuttgarter gegen erschütternd harmlose Spanier, die den VfB zum Toreschießen einluden. Das Problem war nur, dass beste Chancen ungenutzt blieben. Nach einer Molinaro-Flanke köpfte Harnik erst an den Pfosten (37.) und schoss kurz darauf Ustari an. Schon bis zur Pause hätte der VfB also längst alles klar machen müssen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb Delpierre in der Kabine, kurz darauf folgte ihm sein Verteidigerkollege Serdar Tasci, der sich am Oberschenkel verletzte und länger auszufallen droht. Immer größer werden damit die Personalsorgen in der Innenverteidigung – auch deshalb prüft der VfB die Verpflichtung des Brasilianers Welinton (21) von Flamengo Rio de Janeiro.

Der eingewechselte Georg Niedermeier und Molinaro bildeten nun das zentrale Abwehrgespann, Boka rückte nach links hinten, Timo Gebhart ins Mittelfeld. Lange dauerte es nicht, bis sich der VfB neu sortiert hatte. Erst sechs Minuten war Gebhart auf dem Feld, schon traf er zum 2:0: Von Mauro Camoranesi klug bedient, schloss der Mittelfeldspieler mit einem Flachschuss ab (64.). Wenn es mal läuft, dann läuft es – auf kuriose Weise gelang Harnik der Treffer zum 3:0-Endstand: Bei einer Flanke von Boka rutschte der Angreifer in der Mitte aus und köpfte den Ball kurzerhand im Liegen ins Tor (76.).

Getafe reagierte mit übertriebener Härte auf die Stuttgarter Überlegenheit – die Rote Karte jedoch sah Marica, der sich provozieren ließ und seinem Gegenspieler ins Ohr kniff. “Das darf ihm bei diesem Spielstand nicht passieren”, sagte Keller. Und so hatte die ansonsten rundum gelungene VfB-Dienstreise nach Spanien doch noch ihren Schönheitsfehler.

Getafe

Ustari – Victor Sanchez, Cata Diaz, Ibrahim Kas (65. Micu), Mané – D. Boateng (46. Casquero) – Borja , Albin – Arizmendi, Adrian Colunga, Adrian Sardinero (58. Manu).

Stuttgart:

Ulreich – Funk, Tasci (58. Gebhart), Delpierre (46. Niedermeier), Molinaro – Bah, Kuzmanovic – Camoranesi (71. Gentner), Boka – Harnik – Marica.

Schiedsrichter:

Strahonja (Kroatien).

Zuschauer

5000.

Tore:

0:1 Marica (26.), 0:2 Gebhart (64.), 0:3 Harnik (76.).

Rote Karte:

Marica (79./Unsportlichkeit).

(STZ online 4.11.10)

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1. Oktober 2010

Balsam für geschundene Fußballerseelen

Die Stadionuhr zeigte 20.43 Uhr, als Mauro Camoranesi den VfB-Kollegen Martin Harnik fest an seine Wange drückte. Schließlich hatte der österreichische Nationalspieler die Übersicht behalten: Mit einem tollen Heber war Harnik der 2:1-Siegtreffer für die Stuttgarter bei Odense BK gelungen. “Zum Glück hat der genau zwischen Torwart und Latte gepasst”, sagte der 23-Jährige – und grinste. Nach den Trauerwochen in der Bundesliga werden die Auftritte des VfB auf internationalem Parkett immer mehr zu Wellnesstagen für geschundene Fußballerseelen. Mit sechs Punkten und 5:1 Toren stehen die Stuttgarter nach zwei Spieltagen in der Europa-League-Gruppe H glänzend da. Der VfB bleibt Tabellenführer, erwartet am dritten Spieltag am 21. Oktober im eigenen Stadion den Madrider Vorortclub FC Getafe, der gestern in Bern mit 0:2 verlor.

Bei Odense BK, dem Vierten der dänischen Superliga, zeigten die Stuttgarter bei Toren von Zdravko Kuzmanovic und Martin Harnik eine beherzte Vorstellung, mussten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Andreas Johansson aber kurz zittern. “Es ist wichtig, dass wir nach dem 1:1 Moral gezeigt haben”, sagte Serdar Tasci auch mit Blick auf das Bundesligaheimspiel am Sonntag gegen Frankfurt.

Engagiert in den Zweikämpfen

“Ich musste neue Reizpunkte setzen”, sagte Christian Gross, der seine Elf im Vergleich zum ernüchternden 1:4 gegen Leverkusen auf vier Positionen geändert hatte. Nach seiner Oberschenkelverletzung kam der Rechtsverteidiger Stefano Celozzi zu seinem Saisondebüt; der 22-jährigen Mamadou Bah, Neuzugang vom französischen Drittligisten Racing Straßburg, absolvierte sein erstes Pflichtspiel für den VfB überhaupt. Neu in der Startelf standen zudem Cristian Molinaro und Ciprian Marica. Sie ersetzten Christian Träsch, Martin Harnik, Arthur Boka und Pawel Pogrebnjak.

Vor 600 mitgereisten Fans ging der VfB gleich engagiert in die Zweikämpfe und übernahm vor 8800 Zuschauern im nur zur Hälfte gefüllten Tre-For-Park von Odense sofort das Kommando. Zunächst verfehlten Christian Gentner und Cacau mit Distanzschüssen das BK-Tor, dann scheiterte Serdar Tasci im Anschluss an einen Eckball per Kopf am erfahrenen Dänen-Schlussmann Roy Carroll (12.).

VfB hatte das Spiel im Griff

Während Ciprian Marica im Sturmzentrum zu sehr in der Luft hing, machte ein anderer mit einem beherzten Auftritt im zentralen Mittelfeld positiv auf sich aufmerksam: Mamodou Bah spielte neben Zdravko Kuzmanovic in der Zentrale, während Christian Gentner die linke Außenbahn bearbeitete. Dabei fiel der Nationalspielers von Guinea häufig durch Übersicht und Ruhe auf.

In der 54. Minute drückte Bah nach Zuspiel von Cacau das Leder gar mit dem rechten Fuß über die Linie – doch der rumänische Schiedsrichter Alexandru Deaconu gab den Treffer wegen Abseits zu Recht nicht. Dennoch: der VfB hatte das Spiel jetzt fest im Griff. Zunächst scheiterte der emsige Mauro Camoranesi aus kurzer Distanz an Carroll, dann flog ein Schlenzer von Cacau knapp über den Querbalken. Wenig später schoss wiederum Cacau den Torhüter des Odense Boldklub aus acht Metern an – das erlösende Führungstor allerdings wollte zunächst nicht fallen.

Dänischer Vizemeister am Boden

In der 72. Minute war es dann soweit: Camoranesi spielte links hinaus zu Gentner, dessen Flanke Kuzmanovic auf Höhe des Elfmeterpunktes ins Tor köpfte – 1:0. Der VfB hatte weitere Großchancen, allen voran Martin Harnik (75.). Der dänische Vizemeister lag nun komplett am Boden, bis ihn der VfB mit einer Unachtsamkeit wieder aufrichtete: Im Anschluss an einen Einwurf kam der Ball am Fünfmeterraum zu Andreas Johansson, den Arthur Boka nicht eng genug deckte – 1:1 (77.).

Doch der Ivorer machte seinen Fehler wieder gut, erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball gegen Odenses Leitwolf Eric Djemba-Djemba. Das Leder kam letztlich zu Martin Harnik, der mit einem überlegten Lupfer aus 20 Metern den 2:1-Endstand herstellte (86.). “Das wir guten Fußball spielen können, wissen wir. Wir müssen den frischen Schwung mit in die Bundesliga nehmen”, sagte der Siegtorschütze.

Odense

Carrol – Ruud, Håland, Troest, Sørensen – Andreasen, Traoré (90. Feldballe), Gislason (70. Kadrii), Djemba-Djemba – Johansson (80. Demba-Nyrén) – Utaka.

Stuttgart

Ulreich – Celozzi, Tasci, Delpierre, Molinaro (59. Boka) – Camoranesi, Bah, Kuzmanovic, Gentner – Marica, Cacau (73. Harnik).

Schiedsrichter

Deaconu (Rumänien).

Tore0:1 Kuzmanovic (72.), 1:1 Johansson (77.), 1:2 Harnik (86.).

(STZ online 30.9.10)

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