29. April 2012

Sommerfußball in München

Zum zweiten Mal in Folge schaffte ich es, bei allen 17 Auswärtsspielen unseres VfB dabei zu sein. Der letzte Auswärtsauftritt der Saison 2011/12 führte uns also zum mit unbeliebtesten Trip in die Arroganz-Arena. Die Geschichte wiederholt sich doch leider immer wieder. Endlose Staus, ein „Stadion“ mitten in der Pampa und am Ende fahren wir meist ohne Punkte heim.

Gestern machten wir uns bereits gegen 9.30 Uhr auf den Weg in den Freistaat. Kaum in Wendlingen auf der A8 angekommen, fuhren wir schon vor Kirchheim/Teck in den ersten Stau, laut Verkehrsfunk bis zu 16km lang, Tendenz zunehmend. So nahmen wir auch schon wieder die Ausfahrt und versuchten es bis Merklingen über Landstraßen, wo wir zunächst eine ganze Weile auch nur im Schritttempo vorankamen. Gut zwei Stunden nach der Abfahrt kurvten wir noch auf der Schwäbischen Alb umher, München noch in weiter Ferne. Nachdem wir dann endlich in Merklingen wieder auf die Autobahn auffuhren, hatte sich der Stau aufgelöst und den Rest der Strecke lief es dann befriedigend. Auf dem P&R Platz Garching-Hochbrück stellten wir unseren PKW ab und fuhren mit der U6 eine Station bis nach Fröttmaning, um den Rest der Strecke per pedes bei gut 30° und strahlendem Sonnenschein zu bewältigen. Wirklich schwach, dass die Eintrittskarte in München nicht, wie in den meisten Stadien der Republik, als Fahrkarte im MVV gilt! Gegen 15 Uhr schließlich standen wir vor dem Schlauchboot und baten um Einlass. Die Kontrollen ließen wir schnell und problemlos hinter uns und machten uns auf den Weg in den Oberrang. Bei dieser Hitze und nach den Strapazen der Anreise erschienen die Stufen nach oben endlos. Daher freute ich mich dann erst einmal auf ein kühles Bierchen (wieder einmal „Leichtbier“), zumal wir noch eine aufgeladene Arena-Card aus der Vorsaison besaßen.

Unmittelbar danach ging es auch schon rein in die Schüssel. Wir hatten, wie auch schon in der letzten Saison, einen Sitzplatz zum Stehplatzpreis im Stimmungsblock ergattert, da es eigentlich in der Allianz Arena im Gästebereich keine eigentlichen Stehplätze gibt. Die Stimmung unter den VfBlern war schon gut und wie immer zu Beginn eines Spiels hoffnungsfroh. Man war gespannt, welches Gesicht die Wundertüte VfB heute zeigen würde. Die Vorzeichen standen ja dieses Mal gar nicht so schlecht. Der VfB kam mit breiter Brust und zuvor zehn niederlagenlosen Spielen in Folge und hatte die Chance den fünften Platz aus eigener Kraft zu halten, sollten aus den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt werden. Die Bayern dagegen, für die es in der Liga um nichts mehr geht. Koan Titel, der zweite Platz auch schon sicher, dazu hatten sie unter der Woche das Champions League Finale im eigenen Wohnzimmer erreicht und sollten mental und körperlich in Madrid einige Körner gelassen haben. So rotierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes gleich acht Spieler hinaus, was dem VfB eigentlich alle Möglichkeiten eröffnen sollte.

Nachdem ich in Köln so enttäuscht war, was die Einstellung unserer Truppe betraf, hatte ich die Hoffnung, dass die Jungs gemerkt haben, dass es mit 95% Engagement auch gegen einen Abstiegskandidaten nicht geht. Eine Woche hatte das Team Zeit, sich auf die Partie in München einzuschwören. Aus den Statements der Protagonisten konnte man durchaus die Hoffnung ableiten, dass die Mannschaft heiß ist und aus München unbedingt etwas mitnehmen möchte. Dass es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Kiste werden würde, zeichnete sich auch schon Tage vorher ab. Gerade das könnte auch zum Vorteil gereichen, da die Bayern ja Mitte der Woche 120 Minuten gegangen sind und zudem noch Reisestrapazen in den Knochen hatten.

Also, auf geht’s Jungs aus Cannstatt!!!

Meine Ernüchterung stellte sich jedoch leider schon wieder in den Anfangsminuten ein. Ich hatte den Eindruck, dass der VfB einmal mehr zu lasch und zu fahrig in seinen Aktionen zu Werke ging. Frappierend auch die Tatsache, dass auch die B-Mannschaft der Bayern den unseren technisch hochüberlegen war. Ballan- und -mitnahme war beim VfB teilweise eine Katastrophe. Die Zeit, die unsere Jungs benötigten, um Zuspiele zu verarbeiten, die hat man auf diesem Niveau einfach nicht. Daraus resultierte, dass der VfB weitestgehend von Beginn an am hinterher laufen war. Für eine Mannschaft, die in den restlichen beiden Spielen noch unbedingt etwas erreichen möchten, fehlte mir der Biss und die Zweikampfhärte, mit denen man den Bayern vielleicht auch die Lust am Spiel hätte nehmen können. Beim Gegner wollte sich mit Sicherheit niemand verletzen und dadurch möglicherweise die beiden noch ausstehenden Endspiele verpassen. Also, wäre aus VfB-Sicht das ein oder andere Zeichen zu setzen, durchaus hilfreich gewesen, um den Bayern zu signalisieren, dass es notfalls auch auf die Socken gibt. Leider fehlte dem VfB diese positive Aggressivität. Im Gegenteil, durch die eingangs erwähnten technischen Unzulänglichkeiten waren wir von Beginn an am hinterherlaufen und luden durch Abspielfehler und vertändelte Bälle die Bayern zu Torchancen ein. Gerade Gomez, einer der wenigen nicht heraus rotierten Stammspieler, merkte man an, dass er sich unbedingt noch die Torjägerkanone sichern möchte. Er war stets gefährlich, wurde zudem noch angestachelt durch die schwäbischen Schmährufe. Die erste dicke Chance hatte allerdings der VfB als Georg Niedermeier nur die Querlatte traf. Danach gab es sehr viel Mittelfeldgeplänkel, die Bayern spielten ihren Stiefel herunter, dem VfB fehlten die Mittel und die Durchschlagskraft nach vorne. Nach einer verunglückten Rückgabe von Maza, der für den verletzten Tasci ins Team rückte, nahm das Unheil seinen Lauf. Unsere Nummer 1, Sven Ulreich, zögerte, ob er aus seinem Kasten kommen soll (meiner Meinung nach hätte er raus kommen müssen), Müller ersprintete die Kugel und passte zu Gomez, der nur noch ins leere Tor einschieben müsste. Die Gesten Richtung VfB-Block hätte er sich danach sparen können… Knackpunkt des Spiels war wohl die Szene unmittelbar danach als Okazaki zum zweiten Mal nur Aluminium traf und Gentner den Abpraller nicht genügend drücken konnte und über die Latte köpfte. Danach übernahmen die Bayern mehr und mehr die Spielkontrolle und dem VfB fehlte die letzte Konsequenz, den Gegner ernsthaft zu gefährden. Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte unser Coach, Bruno Labbadia, Cacau für Kvist. Die ersten Minuten gehörten dem VfB, leider fehlte auch hier die Durchschlagskraft um Butt ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Bayern lauerten auf Konter im eigenen Stadion, spielten die aber zunächst zu unserem Glück nicht sauber zu Ende. So dauerte es bis zur Schlussminute bis Thomas Müller einen Konter zum 2:0-Endstand abschloss. Wie erwähnt, insgesamt war mir das zu wenig und sah schwer nach einem auslaufen lassen der Saison aus. Leverkusen hat uns durch den Sieg gegen Hannover vom fünften Platz, der zur Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League berechtigt, verdrängt. Jetzt müssen wir auf die Nürnberger hoffen, dass sie um ihre Minichance auf den 7. Platz gegen Leverkusen kämpfen werden. Besonders ein Mann in deren Reihen, unser Leihspieler Daniel Didavi, wird bewusst sein, dem VfB helfen zu können, wenn er erneut eine Topleistung auf den Rasen bringt. Ich denke, wir dürfen uns auf ihn freuen, wenn er im Sommer zurückkommt, hat er doch eine überragende Rückrunde gespielt. Es würde mich freuen, wenn Labbadia in der neuen Saison Verwendung für ihn hätte. Er ist zwar nicht der schnellste und laufstärkste Spieler. Dafür hat er einen überragenden Schuss und schlägt starke Standards, Attribute die uns durchaus fehlen und stärker machen könnten. Der VfB seinerseits ist gegen Wolfsburg natürlich zum siegen verbannt. Wie in jeder Saison wird auch dieses Mal wieder dem Team daran gelegen sein, sich positiv in die Sommerpause zu verabschieden. Und, sollte Leverkusen in Nürnberg Federn lassen, muss der VfB da sein und sich den fünften Platz zurück erobern. Er würde eine ungestörtere Vorbereitung gewährleisten, da uns eine Qualifikationsrunde Anfang August, also mitten in der Saisonvorbereitung, erspart bliebe. Leider hat man die gute Ausgangsposition durch die beiden Auswärtsspiele in Köln und München aus der Hand gegeben. Spannend dürfte sein, wer gegen die Wölfe unsere Innenverteidigung bilden wird, fallen doch Tasci verletzt und Georg Niedermeier durch Gelbsperre aus. Zu allem Überfluss handelte sich Antonio Rüdiger gestern beim Spiel unserer Zweiten gegen den Zweitligaaufsteiger VfR Aalen eine rote Karte ein. Daher tippe ich auf das Abschiedsspiel unseres Ex-Kapitäns Matthieu Delpierre neben Maza.

Unterm Strich war es natürlich eine tolle Saison unseres VfB, egal, ob am Ende der 5. oder der 6. Platz steht. Nach dem Fastabstieg vor Jahresfrist jetzt wieder nach Europa gestürmt, was will man eigentlich mehr. Trotzdem wäre Stillstand Rückschritt, d. h. in der nächsten Saison wäre es durchaus mal wieder an der Zeit, die Top vier anzugreifen. Potential ist durchaus vorhanden, im Sommer kann man sich von etlichen Heldt’schen Altlasten trennen, die jahrelang ein Klotz am Bein waren, was die finanzielle Handlungsfähigkeit betraf. Die bisherige Transferbilanz von Fredi Bobic ist hervorragend, so habe ich durchaus Hoffnung, dass jetzt der nächste Schritt erfolgen kann. Dass die Mannschaft Qualität besitzt, zeigt sie in Nuancen immer wieder. Leider fehlt die Konstanz, siehe den Negativlauf November bis Februar, sonst wäre auch schon in dieser Saison zumindest Platz vier machbar  gewesen.

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2. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im April 2009

April

1.4.2009

Länderspiele

Wales-Deutschland 0:2

Wenig spektakulär, aber erfolgreich: Wie schon in Leipzig gegen Liechtenstein, so standen auch beim WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalelf in Wales alle drei nominierten VfB-Spieler in der Startformation der Mannschaft von Joachim Löw. Serdar Tasci, Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez erhielten somit einmal mehr das Vertrauen des Bundestrainers und spielten alle 90 Minuten durch. Tore: Ballack und ein Eigentor der Waliser.

Schweiz-Moldawien 2:0, Ludovic Magnin spielte 90 Minuten durch,

Österreich-Rumänien 2:1, Ciprian Marica spielte 90 Minuten durch,

Holland-Mazedonien 4:0, Khalid Boulahrouz war erneut nur Ersatz

Honduras-Mexiko 3:1, VfB-Verteidiger Ricardo Osorio kam bei der Pleite in San Pedro Sula nicht zum Einsatz, der Ex-Stuttgarter Pavel Pardo spielte dagegen 90 Minuten für sein Heimatland.

3.4.2009

Jens Lehmann verlängert um ein Jahr

Der VfB Stuttgart hat sich mit Torhüter Jens Lehmann auf eine Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Kontraktes geeinigt. Der 39-Jährige wird einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 unterschreiben.

Sportdirektor Horst Heldt äußerte sich wie folgt: “Die Vertragsverlängerung von Jens Lehmann ist ein wichtiges Signal für den gesamten Verein und verdeutlicht, dass wir auch weiterhin hohe Ziele verfolgen.”
Jens Lehmann sagte zu seiner Vertragsverlängerung: ”Der VfB ist ein gut geführter Verein, mit tollen Fans und einem positiven Umfeld, in dem es mir viel Spaß macht zu spielen. Ich freue mich auf die nächste Saison, zunächst konzentrieren wir uns aber darauf, die laufende Spielzeit so erfolgreich wie möglich abzuschließen.”
Auch VfB-Teamchef Markus Babbel blickt sehr zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft: ”Wir freuen uns sehr, dass sich Jens Lehmann für ein weiteres Jahr für den VfB entschieden hat. Mit seiner professionellen Einstellung, seinem Auftreten und seiner Ausstrahlung ist er für mich weiter einer der besten Torhüter überhaupt.” (vfb.de)

4.4.2009

2:1 gegen Bochum: VfB kämpft sich auf Uefa-Cup-Platz vor

Nationalspieler Serdar Tasci hat den VfB Stuttgart mit einem “Last-Minute-Tor” doch noch auf den Uefa-Cup-Platz geschossen. Der Innenverteidiger erzielte in der 89. Minute den 2:1 (0:0)-Siegtreffer der Schwaben beim VfL Bochum, der durch den späten Rückschlag weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Stuttgart verdrängte durch den Sieg Aufsteiger 1899 Hoffenheim vom fünften Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga.

Dabei war der VfB durch einen kapitalen Fehler von Torhüter Jens Lehmann in Rückstand geraten. Nach einer langen Flanke von Bochums Joel Epalle fiel der Vize-Europameister mit dem Ball hinter die Torlinie (48.). Cacau gelang in der 58. Minute das 1:1 (58.).

Dieses Mal fuhren wir mit unseren Freunden aus dem Bierhexle mit dem ICE nach Bochum. Gut gelaunt und mit viel Bier und Wein an Bord ging es los.

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Angekommen am Bochumer Hauptbahnhof fragten wir uns auch sofort zum Bochumer Bermudadreieck durch, dem Kneipenviertel in Bochum. Die Wege in Bochum sind glücklicherweise kurz und mit der U-Bahn in der Regel innerhalb von 5-10 Minuten zu erreichen. So blieb also genügend Zeit vor dem Spiel in der Stadt noch ein paar Bierchen zu trinken und etwas zu esse

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Bochum ist eines meiner Lieblingsauswärtsspiele. Das Stadion liegt ziemlich zentral mitten in der Stadt und ist natürlich ein reines Fußballstadion. Da es zu den kleineren Bundesligastadien gehört, ist man naturgemäß sehr nah dran am Geschehen. Zum 2. Mal in Folge bestellte ich für uns Karten direkt beim VfL Bochum, da mir der Block neben dem VfB-Block sehr gut gefällt. Die Stimmung kommt auch hier sehr gut rüber und die Sicht aufs Spielfeld ist super, da kein Zaun oder Fangnetz davor ist. Mit den Bochumer Fans habe ich bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, daher stellt es kein Problem dar, das Spiel auf einem Platz zu verfolgen, der nicht vom VfB verkauft wurde. Anfangs wurde im VfB-Block ein Bengalo gezündet. Ich muß mich immer wieder outen, dass ich Pyro gerne anschaue und natürlich auch immer mit der Kamera draufhalte. Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, weil man damit dem VfB schadet. Im schlimmsten Fall droht irgendwann einmal eine Platzssperre oder ein Geisterspiel und spätestens dann haben diejenigen, die das zu verantworten haben, nicht “nur” dem Verein, sondern auch allen anderen Fans geschadet, denen ein Spiel entgeht, obohl sie womöglich ein Ticket dafür haben. Das Spiel selbst war kampfbetont, vor allem in der ersten Hälfte aber nicht hochklassig. In der 2. Halbzeit war mehr Pfeffer drin, auch weil dann endlich Tore fielen. Zunächst nach einem Lapsus von Jens Lehmann, der einen Eckball von Epallé (den wir kurz vor unserer Abfahrt noch am Bochumer HBF getroffen haben) erst hinter der Torlinie abfing. Danach sorgten zunächst Cacau und in der 89. Minute Tasci für den späten, aber nicht unverdienten, VfB-Sieg. Bei Tore bereitete Martin Lanig mit Kopfballvorlagen vor. Lanig war an diesem Tag der beste VfB-Spieler. Für uns begann also das Jahr 2009 hervorragend. Das dritte Auswärtsspiel, bei dem wir dabei waren und der dritte Sieg, was will man mehr. Diesen Sieg feierten wir natürlich gebührend. Zunächst noch an und in der Bochumer Fan-Kneipe in der Nähe des Stadions mit dem dort ansässigen Fiege-Bier und einigen Bochum Fans, die wirklich in Ordnung waren. Einer sagte zwar zu mir im übelsten Ruhrpott-Slang: “Eigentlich mag ich die Stuttgarter, aber heute hasse ich sie”, ganz so ernst meinte er es aber wohl nicht, jedenfalls tranken wir auch danach noch ein Bierchen zusammen. Die Bochumer waren eben geknickt, vor allem aufgrund des späten Gegentores und der akuten Abstiegsgefahr.  Ich wünsche den Bochumern aber Jahr für Jahr, dass sie drin bleiben und werde auch 2010 sicher wieder dort hin fahren. Zu meiner Überraschung stellte ich irgendwann fest, dass in der Kneipe nicht nur Fiege sondern auch mein favorisiertes Franzi ausgeschenkt wird, so dass ich mir umgehend eines bestellt habe. Kurz nach 20 Uhr mußten wir diesen Ort aber dann leider wieder verlassen, die Rückfahrt nach Stuttgart stand an. Im ICE schließlich ließen wir uns sofort im Bord-Bistro nieder und so ging die Feier bis nach Stuttgart weiter. Es war ein gelungener Tag, mit super Stimmung und einer tollen Gruppe. Auf ein Neues!

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6.4.2009

Einigung: Babbel bekommt grünes Licht

VfB und DFB erzielen grundsätzliche Einigung in der Trainerfrage – Zorniger zweiter Assistent

Markus Babbel wird auch in der nächsten Saison Trainer beim VfB Stuttgart sein. Parallel dazu erwirbt er seine Trainerlizenz – in einem auch für andere Anwärter offenen Kurs mit verkürztem Wochenumfang. Darauf hat sich der VfB mit dem DFB geeinigt.

Wenn Markus Babbel die Spieler am Dienstag nach einer zweitägigen Pause wieder zum Training begrüßt, könnte er gleich ein Wort in eigener Sache verlieren. Es gibt neue Nachrichten, weil er nun weiß, wie es bei ihm in der nächsten Saison weitergehen wird – nämlich so wie zuletzt auch. Nach einem monatelangen Tauziehen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist klar, dass Babbel dem VfB als Teamchef erhalten bleibt, den anfänglichen Widerständen im Verband zum Trotz.

Eine Lex Babbel war unvorstellbar

Der Hintergrund der Debatte war, dass Babbel die für seinen Job notwendige Lizenz fehlt. Deshalb erteilte der DFB im November eine nur für diese Runde gültige Sondergenehmigung, verbunden mit der Auflage, von Juni an den Pflichtlehrgang an der Sporthochschule in Köln zu besuchen. Von vornherein ausgeschlossen wurde dabei die Möglichkeit, dass Babbel die Prüfung wie andere Exnationalspieler vor ihm schon nach einem Kurzlehrgang ablegen kann. Weil die Vorlesungen zudem gemäß DFB-Reform verbindlich von Montag bis Donnerstag dauern sollten, schien die Fortsetzung der Tätigkeit beim VfB schwierig bis ausgeschlossen. Aber in den Verhandlungen ist es den Parteien jetzt doch gelungen, einen Kompromiss zu finden – ohne eine Lex Babbel zu schaffen, was vom DFB angesichts seiner starren Haltung zuvor kaum vermittelbar gewesen wäre.

Das war das erste Problem. Das zweite bestand darin, den Eindruck zu vermeiden, eventuelle Zugeständnisse bei Markus Babbel hätten etwas mit Rainer Adrion zu tun. Der VfB hatte seinem erfolgreichen Amateurtrainer im Januar trotz eines unbefristeten Vertrags die Freigabe für die U-21-Nationalmannschaft des DFB erteilt, bei der er nach der Junioren-EM im Sommer einsteigen kann. Dabei betonten sowohl der DFB als auch der VfB immer, dass die Personalien Adrion und Babbel getrennt voneinander zu betrachten und zu bewerten seien.

Fakt ist jedoch auch, dass nun alle Beteiligten und alle Parteien zufrieden sind: Adrion, Babbel, der VfB, der DFB. Denn die erzielte Lösung sieht vor, dass Babbel nicht mehr bis Donnerstag in Köln anwesend sein muss, sondern nur bis Mittwoch. Diese Variante dürfte auch im Sinne anderer Traineranwärter sein, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. So können sie von der Wochenmitte an wieder bei ihren Mannschaften sein und diese auf das nächste Spiel vorbereiten.

Für die erste Wochenhälfte bedeutet das beim VfB, dass der Babbel-Assistent Rainer Widmayer, der als loyal und als Fachmann in taktischen Angelegenheiten gilt, die Übungseinheiten auf dem Wasen leitet. Aber weil der Aufgabenkatalog für eine Person zu umfangreich ist, wird der VfB sein Trainerteam verstärken – nach StZ-Informationen mit Alexander Zorniger, der momentan noch den Oberligisten Normannia Gmünd betreut und der vor einem Jahr zusammen mit Babbel den Trainer-A-Schein erworben hat.

Zorniger verkörpert die Fußballphilosphie, die beim VfB von der Jugend an gelehrt wird. Pressing und Viererkette sind dafür zwei Schlagworte. Nicht umsonst war der 41-Jährige auch bei 1899 Hoffenheim im Gespräch, unter Ralf Rangnick, der das VfB-Konzept einst erstellte. Zorniger soll künftig Widmayer zuarbeiten. Damit ist er die rechte Hand der rechten Hand von Babbel.

Ein Verdienst von Niersbach

Vor der endgültigen Verabschiedung des Babbel-Modells geht es jetzt noch um ein Detail, das für den VfB wichtig ist. Denn die Frage lautet, wie der alte und neue Teamchef vom DFB in den Wochen eingespannt wird, in denen Europapokalspiele zu bestreiten sind. Dann muss der VfB dienstags oder mittwochs (bei einer Qualifikation für die Champions League) oder donnerstags (im Uefa-Pokal) ran. In allen Fällen wäre dem Club nicht geholfen, wenn Babbel wie normalerweise üblich mittwochs nach Stuttgart zurückkehrt. Das weiß auch der DFB – und er signalisiert deutlich, dass er da an eine flexible Handhabung der Regelung denkt.

Das liegt vor allem an Wolfgang Niersbach, dem Generalsekretär des Verbands, der sich in den Treffen mit dem VfB als pragmatisch veranlagter und kooperativ agierender Gesprächspartner präsentiert hat. Dabei war es für Niersbach nicht ganz einfach, die unterschiedlichen Strömungen in seinem Verband unter einen Hut und die verantwortlichen Leute auf Kurs zu bringen – namentlich den Sportdirektor Matthias Sammer und den Trainerchefausbilder Frank Wormuth. Doch am Ende ist das gelungen.

Unabhängig davon, wie die finale Abstimmung in den hektischen Europapokalwochen ausfällt, dürfte in diesen Phasen ohnehin vieles spontan und situationsbedingt sein. Denn in der Praxis wird sich Babbel an der Sporthochschule in Köln kaum einer in den Weg stellen, wenn der angehende Trainer ein Seminar mal ein bisschen früher verlassen will, weil der VfB am Tag danach vielleicht gegen Mailand oder Barcelona antreten muss. Dafür wird dann jeder Verständnis zeigen. Der VfB-Teammanager Horst Heldt sagt, dass in den nächsten zehn Tagen eine Entscheidung verkündet werde. Wie die aussieht, steht jedoch heute schon fest. (STZ online)

10.4.2009

Elson: Um zwei Jahre verlängert

Es war sein Traum und er hat sich erfüllt. Weil Elson in den zurückliegenden Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet hat. Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde nun um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2011 verlängert. Damit wird der Mittelfeldspieler auch in Zukunft das Trikot mit dem roten Brustring tragen. Der Brasilianer kam im Januar 2005 nach Stuttgart und war in den darauffolgenden Spielzeiten an die Vereine Goias EC Goiania, Cruzeiro Belo Horizonte und AA Ponte Preta in seiner Heimat verliehen worden. Zu Beginn der laufenden Runde kehrte er schließlich wieder nach Stuttgart zurück und konnte sich peu à peu ins Team spielen. In der Bundesliga kam Elson in der laufenden Saison bislang 13mal zum Einsatz und erzielte zwei Tore. In den kommenden zwei Jahren will der 27-Jährige nun endgültig den Sprung zum Stammspieler schaffen.

Elson sagte zu seiner Vertragsverlängerung: “Ich bin überglücklich und freue mich sehr, weiter für den VfB spielen zu können. Das, und nur das, war immer mein Wunsch. Meine Familie und ich fühlen uns in Stuttgart sehr, sehr wohl und sicher. Ich werde nun weiter hart arbeiten, um noch häufiger spielen zu können.”

VfB-Teamchef Markus Babbel: “Ich freue mich, dass Elson bei uns bleibt. Er ist universell einsetzbar und hat immer seine Leistung gebracht. Egal, ob er von Beginn an gespielt hat oder eingewechselt wurde. Zudem arbeitet er vorbildlich in jedem Training.”

VfB-Sportdirektor Horst Heldt sagte zur Verlängerung des Vertrages: “Elson ist das beste Beispiel dafür, dass bei uns harte Arbeit belohnt wird. Er hat sich die Verlängerung durch gute Trainingsleistungen und ordentliche Spiele verdient. Zudem identifiziert er sich voll mit dem Club. Deshalb haben wir uns zur Ausdehnung seines Vertrages entschieden.”

12.4.2009

1:0 gegen HSV: Stuttgart macht Schritt Richtung Europa

Der Hamburger SV hat im Bundesliga-Titelkampf einen bitteren Rückschlag erlitten. Durch einen Treffer von Mario Gomez in der zweiten Minute der Nachspielzeit mussten sich die Hanseaten am Ostersonntag im Spitzen-Duell beim VfB Stuttgart unglücklich 0:1 (0:0) geschlagen geben.

In einem ausgeglichenen Spiel, in dem dem VfB schon in der Anfangsphase ein Elfer verwährt wurde, der HSV aber auch zwei Mal nur Aluminium traf, war der VfB am Ende Glücklichere. Es lief bereits die 92. Minute, als Jan Simak von links flankte, Thomas Hitzlsperger direkt abzog, Frank Rost konnte noch parieren, doch Mario Gomez stand goldrichtig und verwandelte hernach zum letztlich sicher nicht unverdienten Sieg.

Der VfB war fast über das gesamte Spiel die optisch überlegene Mannschaft und erspielte sich gegen defensiv starke und bei Kontern stets gefährliche Hamburger auch einige gute Chancen. Die letzte im Spiel sollte am Ende den Dreier sichern, als Mario Gomez seine Torjägerqualitäten bewies und spät zum 1:0 traf. Zwei Aluminiumtreffer auf Seiten der Hamburger zeigten jedoch auf, dass auch die Gäste diese stets enge und phasenweise auch hochklassige Partie durchaus hätten gewinnen können, am Ende aber gegen einen nie aufsteckenden VfB den Kürzeren zogen.

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15.4.2009

Gute Rückrunde: Beim VfB erinnert vieles an 2007

Seit der Winterpause hat der VfB 23 von 30 möglichen Punkten geholt. Trotz dieses Laufes bleibt der Club für die Konkurrenz nur Außenseiter im Titelrennen. Wie 2007 können die Stuttgarter aber gut damit leben.

Lange Zeit hatte er geschwiegen, doch nach dem Last-Minute-Sieg über den Hamburger SV (1:0) kam auch Armin Veh nicht mehr umhin, die aktuelle Lage beim VfB Stuttgart zu kommentieren. Schließlich fungierte der Meistertrainer von 2007 am Sonntag beim Bezahlsender Premiere als Experte. Zwei Punkte hob Armin Veh daher im Fernsehstudio 3 in München-Unterföhring hervor. “Die beiden späten Siegtreffer in Bochum und gegen den HSV zeigen, dass der Wille der Mannschaft da ist”, sagte Veh – um dann deutlich zu werden: “Mit diesem Kader ist aber bereits der fünfte Platz ein Erfolg.”

Der im November beurlaubte Trainer traut seinem ehemaligen Team also nicht mehr zu, als das Erreichte zu konservieren. Man könnte behaupten, Veh bleibe ja auch nichts anderes übrig – immerhin hat er selbst nicht mal Rang fünf hin bekommen. Dennoch steht der Augsburger keinesfalls alleine da: Wenn in der Bundesligaszene derzeit über die Champions-League-Teilnehmer und den Titelkampf debattiert wird, hat den VfB kaum einer auf der Rechnung. Vieles erinnert an das Meisterszenario von 2007. Was aber ist wirklich für den Club drin?

Der Verlauf der Rückrunde: Nach dem 27. Spieltag weist der VfB sechs Punkte Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer aus Wolfsburg auf. Beim Titelgewinn 2007 waren es zum selben Zeitpunkt nur vier Zähler Rückstand auf den FC Schalke. Allerdings darf der VfB bisher auf eine imposante Rückrunde zurück blicken. Mit sieben Siegen, zwei Unentschieden bei nur einer Niederlage (dem 0:4 in Bremen) hat die Elf von Markus Babbel seit der Winterpause 23 von 30 möglichen Punkten geholt. Zum Vergleich: 2007 lag die Rückrundenbilanz nach zehn absolvierten Partien bei nur 17 von 30 Zählern.

Die Verfassung der Mannschaft: Zehnmal hat der VfB-Keeper Jens Lehmann in dieser Saison bereits zu Null gespielt. Das spricht auch für die Abwehr, die nach vielen Aussetzern in der Vorrunde (0:3 in Dortmund, 1:4 gegen Bremen, 1:4 in Wolfsburg) in der Besetzung Christian Träsch, Serdar Tasci, Matthieu Delpierre und Ludovic Magnin zuletzt deutlich an Stabilität gewonnen hat. Nachdem die Regisseure Jan Simak und der dauerverletzte Yildiray Bastürk durchgefallen sind, spielt der VfB-Trainer Markus Babbel genau wie 2007 (damals wurde Antonio da Silva als Spielmacher ersetzt) nun nicht mehr wie zu Saisonbeginn mit der Raute im Mittelfeld, sondern bevorzugt das System mit zwei Sechsern. Einen Vorteil besitzt der VfB im Sturm. Während Mario Gomez beim Titelgewinn 2007 wochenlang verletzt ausfiel, ist der mit 15 Treffern beste VfB-Torschütze nun auch im Finale fit.

Die Verfassung der Konkurrenz: Auf dem Weg zur fünften Meisterschaft hat der VfB vor zwei Jahren sehr davon profitiert, dass die Konkurrenten einer nach dem anderen patzten. Sowohl Werder Bremen (2007 im Halbfinale des Uefa-Cups) wie auch Schalke 04 und Bayern München leisteten sich im Saisonfinale mehrere vermeidbare Niederlagen. Das ist diesmal zumindest im Fall des VfL Wolfsburg anders: Mit neun Siegen und einem Unentschieden spielt die Magath-Elf ebenfalls eine blitzsaubere Rückrunde. Dagegen hat der aktuelle Vierte Hertha BSC seine letzten drei Spiele verloren, während der HSV als Dritter noch die Zusatzbelastung Uefa-Pokal zu verkraften hat.

Das Restprogramm: Mit sieben Siegen in den letzten sieben Saisonspielen hat der VfB im Meisterjahr eine optimale Ausbeute erzielt. Dass diesmal ein ähnlicher Durchmarsch gelingt, erscheint allerdings unwahrscheinlich. “Wir haben noch sieben Endspiele”, appelliert der VfB-Teammanager Horst Heldt an die Moral der Mannschaft. Allerdings müssen die Stuttgarter unter anderem noch auf Schalke und in München antreten, wo es in den vergangenen drei Jahren jeweils drei Niederlagen setzte.

Das Unwort Meisterschaft: Wie 2007 kann der VfB mit seiner Außenseiterrolle sehr gut leben. Vor zwei Jahren scheute das Führungstrio Erwin Staudt, Armin Veh und Horst Heldt das Wort Meisterschaft wie der Teufel das Weihwasser. Erst als ihr Team am vorletzten Spieltag auf den ersten Tabellenplatz geklettert war, formulierten die Stuttgarter offensiv ihre Ansprüche. “Die letzte Woche vor dem Saisonfinale gegen Cottbus war damals die schlimmste”, erinnert sich Armin Veh, “denn erstmals waren wir nicht die Jäger, sondern die Gejagten.”

Das Fazit: Sechs Punkte Rückstand sind nicht uneinholbar, zumal der VfL Wolfsburg noch nach Stuttgart muss. Allerdings haben auch die Wölfe einen Lauf. Spielt der VfB weiter konstant, muss die dritte Champions-League-Teilnahme aber kein Traum bleiben. (STZ online)

18.4.2009

Gomez trifft drei Mal gegen Köln: 3:0-Sieg für den VfB

Der VfB Stuttgart hat seine Siegesserie dank Nationalspieler Mario Gomez in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und Kurs Richtung Champions League genommen. Die Schwaben gewannen durch drei Treffer von Gomez (16., 55. und 71.) beim 1. FC Köln 3:0 (1:0) und verbesserten sich durch den vierten Erfolg in Serie zumindest vorübergehend auf den dritten Platz.

Zu diesem Spiel fuhren wir mit dem Auto und nur zu zweit. Viele meiden die Domstadt inzwischen, weil es in der Vergangenheit gegen VfB-Fans immer wieder zu Übergriffen gekommen ist. Wir wollten uns aber dieses Spiel nicht entgehen lassen. Seit ich bei der WM in diesem Stadion bei Frankreich-Togo war, bin ich begeistert von der Atmosphäre in diesem Stadion und auch vom Stadion selbst. Kein Vergleich mehr zum alten Müngersdorfer Stadion. Leider befanden sich unsere Plätze dieses Mal direkt hinter einer Plexiglasscheibe. Da ich 2-3 Reihen hinter uns mitbekommen habe, dass ein paar VfB-Fans versuchen wollten, in einen anderen Block zu ihren Bekannten reinzukommen, nutzte ich die Gunst der Stunde und “besetzte” deren Plätze. Die Jungs kamen auch tatsächlich nicht mehr zurück, so war mein Platz jetzt etwas besser, aber natürlich noch nicht gut. Die Stimmung war zunächst bei beiden Fangruppen hervorragend. Das Kölner Vereinslied “Mer stonn zo dir!” wurde vom ganzen Stadion, begleitet von einer rotweißen Schalparade intoniert und sollte den FC auch stimulieren. Nachdem die Mannschaft durch das Spalier der Cheerleader eingelaufen ist, begann das Spiel auch schon recht forsch. Der erste Aufreger sollte nicht lange auf sich warten lassen. Novakovic visierte nach einer Ecke per Kopf das VfB-Gehäuse an, doch Magnin sicherte am Pfosten ab, stand goldrichtig und kratzte das Spielgerät von der Linie (2.). Der VfB zeigte sich in der Folge nervenstark und abgebrüht und nutzte seine erste echte Torchance zur Führung. Hilbert durfte einen Ball vom rechten Flügel an den Fünfmeterraum schlagen. Dort lauerte Gomez und köpfte unhaltbar für Mondragon in die linke Ecke ein (16.).

Der FC war nun gefordert, doch die Aktionen der Daum-Elf ließen immer mehr an Präzision zu wünschen übrig. Das letzte Abspiel in die Spitze gelang einfach nicht, so verpasste es Ehret gleich zweimal in aussichtsreicher Position, seine Mitspieler richtig einzusetzen (24., 30.). Die Babbel-Elf verlagerte sich jetzt aufs Kontern, doch auch hier fehlte das berühmte letzte Quentchen Genauigkeit. Hilbert schloss zu hektisch ab (30.), Gebhardt ließ Übersicht vermissen (42.).

Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Domstädter dann doch noch einmal auf. Ein Treffer von Novakovic zählte nicht wegen einer Abseitsstellung, anschließend entschärfte Lehmann einen harten Brecko-Schuss und sicherte so die knappe Pausen-Führung (45.).

Mit viel Ehrgeiz kamen die Hausherren aus der Kabine auf das Feld zurück, drängten auf den schnellen Ausgleich und spielten sich in der Stuttgarter Hälfte regelrecht fest. Doch wie in Durchgang eins passte Angriffsversuch der Gäste optimal. Cacau ackerte sich an Geromel und Boateng vorbei, bediente Gomez mustergültig und es stand 2:0 für den VfB.

Christoph Daum versuchte nun, mit Sanou (64.) und Ishiaku (70.) noch die Wende herbeizuführen. Doch das dritte Tor von Gomez beendete dann alle Diskussionen. Lanig und Khedira düpierten die FC-Hintermannschaft, wieder brauchte Gomez nur den Fuß hinzuhalten (71.).

Danach verließ ein Großteil der Kölner Fans das Stadion und die zahlreichen VfB-Fans feierten die Mannschaft und den Sieg. Schon beeindruckend so eine Vorstellung auswärts. Gomez war natürlich der beste Spieler auf dem Platz, bekam die Bälle aber auch von seinen Mitspielern punktgenau serviert.

Wir machten uns nach dem Spiel auf den Weg in unser Hotel. Da ich wußte, dass es kostenloses WLAN hatte, nahm ich das Notebook mit und konnte so auch meine Bilder zeitnah online stellen. Danach fuhren wir in die Kölner Altstadt und feierten den Sieg bei reichlich Kölsch und mit anderen VfB-Fans.

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23.4.2009

Famoser Saisonauftakt der Traditionself

Vor über 1.000 Zuschauern bestritt die Traditionsmannschaft des VfB am Mittwochabend ihre erste Partie der Sommerspielzeit. Nach launigen neunzig Spielminuten stand es 5:2 für die weiß-roten “Oldies but Goldies”.

n der Partie gegen die AH des gastgebenden TSV Eltingen bewiesen die prominenten Ballzauberer, nichts von der großen Fußballkunst verlernt zu haben. Die Besucher des Benefiz-Spiels zugunsten der TSV-Jugendarbeit und des Hospizes Leonberg, das der VfB Team Partner Möbel hofmeister präsentierte und mit etlichen Aktionen unterstütze, sahen viele balltechnische Finessen und Kunststücke. Aber auch der Ehrgeiz erfolgreich zu sein war bei allen Akteuren immer noch ausgeprägt. Natürlich ließ es sich auch Maskottchen Fritzle nicht nehmen, die Traditionsmannschaft zu unterstützen und die kleinsten Gäste zu unterhalten.

Aufstellung zum Zungeschnalzen

Es war schon allein eine überaus erlesene Elf, die der Teamchef der VfB-Traditionsmannschaft, Karlheinz Förster, am Mittwochabend in Leonberg-Eltingen auf das Feld schicken konnte. Vor Christoph Weber im Tor bildeten Silvio Meißner, Bernd Förster, Frank Verlaat und Jürgen Hartmann die Abwehrkette. Im Mittelfeld spielten mit Maurizio Gaudino, Guido Buchwald, Hansi Müller und Karl Allgöwer ebenso klangvolle Namen wie im Sturm, der aus Andreas Buck und Fritz Walter bestand. Es waren echte Größen der VfB-Erfolgsgeschichte aus drei Jahrzehnten, die Organisator Peter Reichert für die erste Partie des Jahres rekrutieren konnte, denn auch auf der Bank warteten weitere auf ihren Einsatz, unter ihnen auch Altstar und Spaßvogel Buffy Ettmayer.

Sieben Tore in launigen neunzig Minuten

Nachdem VfB-Präsident Erwin Staudt, der nach seiner aktiven Zeit als Spieler in den achziger Jahren drei Jahre dem Heimatclub TSV Eltingen vorstand, gemeinsam mit dem jetzigen Vorsitzenden Hartmut Müller und Möbel hofmeister Geschäftsführer Frank Hofmeister den Ball ins Spiel brachte, war es Weltmeister Guido Buchwald vorbehalten, das erste Tor des Tages zu erzielen. Frank Verlaat sorgte bei seinem Traditionsmannschafts-Debüt während seines Kurzaufenthalts aus seiner Wahlheimat Portugal ob seines ungebrochen engagierten Auftritts einige Male für Szenenapplaus im Publikum. Durch einen direkt verwandelten Freistoß des Bundesliga-Torschützenkönigs von 1992, Fritz Walter, ging es mit 0:2 in die Pause, ehe der Eltinger Rainer Hunger verkürzen konnte. Der ehemalige Verbandsligaspieler war es auch, der nach weiteren VfB-Toren durch Andreas Buck vom Elfmeterpunkt und einem Doppelschlag von Achim Glückler, den zweiten Treffer seiner AH markierte.

Der Wasen-Karle

Der Wasen-Karle

Erstmals dabei: Frank Verlaat

Erstmals dabei: Frank Verlaat

Maurizio Gaudino

Maurizio Gaudino

Erwin Staudt führte den Anstoß aus

Erwin Staudt führte den Anstoß aus

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Wo isch mei Kanon?

Wo isch mei Kanon?

Buffy und Guido alias Diego

Buffy und Guido alias Diego

Karl-Heinz Förster

Karl-Heinz Förster

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Fritzle sorgte bei den Kids für Stimmung, Holger auf "Ballhöhe"

Fritzle sorgte bei den Kids für Stimmung, Holger auf "Ballhöhe"

Buffy Ettmaier: immer den Schalk im Nacken.

Buffy Ettmaier: immer den Schalk im Nacken.

Hansi Müller nach getaner Arbeit

Hansi Müller nach getaner Arbeit

Andi Buck in Ehren ergraut

Andi Buck in Ehren ergraut

Ich muß sagen, es war ein unterhaltsamer Nachmittag. Hat mich sehr gefreut, die ganzen alten Haudegen aus verschiedensten Spielergenerationen mal wieder zu sehen. Da könnte echt Wehmut aufkommen, doch die aktuellen Helden in kurzen Hosen konnten sich zu diesem Zeitpunkt ja auch sehen lassen. Wenn ich mal wieder rechtzeitig mitbekomme, dass so ein Traditionskick in der Nähe stattfindet und es mir zeitlich reinläuft, werde ich sicher noch einmal zuschauen, hat sich gelohnt.:-)

25.4.2009

2:0 gegen Frankfurt: Stuttgart marschiert weiter

Der VfB Stuttgart hat sich bei seinem Vormarsch in Richtung Champions League auch von Eintracht Frankfurt nicht aufhalten lassen. Gegen die harmlosen Hessen reichte dem VfB eine durchschnittliche Leistung, um mit einem 2:0 (1:0) den fünften Sieg in der Fußball-Bundesliga in Serie zu feiern. Die Tore erzielten vor 55.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena Cacau (33.) und Nationalstürmer Mario Gomez (48.) mit seinem 19. Saisontreffer. Damit stehen für Stuttgart aus den 15 Bundesliga-Partien unter Teamchef Markus Babbel 36 Punkte zu Buche.

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14. Dezember 2009

Ein Punkt in Mainz oder wie bringe ich mich um den verdienten Lohn?

Nach der Wiederauferstehung gegen Urziceni in der Championsleague, machten wir uns guter Hoffnung auf den Weg nach Mainz. Dieses Mal schlossen wir uns dem RWS Berkheim an, der einen Doppeldeckerbus für 75 Personen gechartert hatte. 10 Uhr war Treffpunkt in Esslingen Berkheim. Mit reichlich Bier an Bord und guter Laune ging es auch fast planmäßig los.

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Nach einem kurzen Einstiegstop in Heimsheim nahmen wir zunächst über die A8, dann über die A5 Kurs auf Mainz. An der Raststätte Bergstraße legten wir eine ca. halbstündige Pause ein.

Als wir die Raststätte wieder verließen folgte eine Schrecksekunde. Direkt auf unserer Höhe, wo wir im Bus saßen, sahen wir ein Auto abheben und auf uns zufliegen. Die Fahrerin dieses Fahrzeugs (Fiat) fuhr, wie wir von Augenzeugen erfuhren, hinter uns aus dem Rasthof heraus und zog sofort auf die linke Spur, um unseren Bus gleich überholen zu können. Dabei wurde sie mit hoher Geschwindigkeit von einem heranbrausenden BMW mit Balinger Kennzeichen gerammt und auf unseren Bus “geschossen”. Die Dame hatte dabei noch Glück im Unglück. Nach meiner Wahrnehmung ist ihr körperlich nicht viel passiert, sie hatte lediglich einen Schock zu beklagen und ihr Bein schmerzte. Hätte der Bus den Aufprall nicht abgedämpft, wäre sie womöglich durch die Leitplanke an einen Baum geprallt, was dann wohl weniger glimpflich ausgegangen wäre.

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Der Notarzt kam sofort, bis die Polizei eintraf dauerte es wesentlich länger. Insgesamt gute eineinhalb Stunden vergingen, bis wir weiter fahren konnten. Da die Insassen des Balinger BMWs ebenfalls VfB-Fans und beide Autos schrottreif waren, nahmen wir sie mit.

In Mainz muß man mit dem Bus ziemlich mit der Kirche ums Dorf fahren, um an den Busparkplatz zu gelangen, was weitere Zeit gekostet hat. Dieser ist in Mainz relativ weit vom Stadion entfernt liegt. Nach dem Fußmarsch trafen wir gegen 15.15 Uhr am Mainzer Bruchweg-Stadion ein. Am Gästeeingang befanden sich noch lange Schlangen, so daß ich schon befürchtete, nicht rechtzeitig zum Spielbeginn im Stadion zu sein. Da auf unserer Karte aber Orgentec-Tribüne stand und wir einen Wegweiser zu dieser sahen, machten wir uns auf den Weg dorthin. Der Einlaß funktionierte problemlos und schnell. Auf zum Block und hinein. Denkste! Es stellte sich plötzlich heraus, daß wir zu unserem Block doch nur über den Gästeeingang gelangen können. An der Einlasskontrolle hätten sie uns normalerweise gar nicht reinlassen dürfen. Da unsere Karten schon eingerissen waren mußten wir diese noch von einer besonders wichtigen Ordnungskraft (orangene statt neongelbe Weste) abzeichnen lassen, um überhaupt wieder eingelassen zu werden. Gott sei Dank hatten sich die langen Schlangen einigermaßen aufgelöst, bis wir ankamen. Im Inneren des Stadions dann die nächsten Hindernisse. Es staute sich auf den Aufgängen in die Blöcke, so daß man da auch kaum vorankam. Genau pünktlich zum Anpfiff schließlich erreichte ich meinen Platz. Anita wollte etwas später nachkommen, doch sie wurde von den Ordnern nicht mehr auf ihren Platz gelassen, weil die Gänge voll standen. Stattdessen wurde ihr ein Sitzplatz in einem anderen Block angeboten. Da muß ich wirklich sagen: die Infrastruktur, das Stadion, die Organisation, alles höchstens 2. Liga-Format. Um so mehr war die Gier vorhanden, diesen Ort wenigstens mit 3 Punkten im Gepäck wieder verlassen zu können.

Das You”ll never walk alone und die Mainzer Schalparade verpaßte ich leider und konnte keine Bilder davon schießen. Die Intonation des Vereinsliedes und wie die heimischen Fans dabei abgehen, üben auf mich in vielen Stadien eine Faszination aus, auch wenn ich mit dem jeweiligen Verein und deren Fans nichts anfangen kann.

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Hinein ins Spiel. Der VfB im Gegensatz zum Championsleague-Spiel nur auf einer Position verändert – Niedermeier ersetzte den gelbgesperrten Tasci. Die ersten Minuten gehörten den Mainzern, bereits in der 2. Minute hätte Ivanschitz Mainz in Führung bringen können. Stattdessen nutzte der VfB gleich seine erste Chance zur Führung. Boka flankte von links, Pogrebnjak drückte den Ball mit der Hüfte zum 0:1 in die Maschen. Riesen-Jubel natürlich unter den 2.000 VfB-Anhängern. Wir saßen oberhalb des VfB-Fanblocks, so daß ich von dem leider keine Bilder machen konnte, das tat aber der Stimmung zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch.

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Danach entwickelte sich eine recht ausgeglichene kampfbetonte Partie, in der der VfB vor der Pause die besseren Chancen, vor allem durch Ciprian Marica besaß. Dieser blüht bisher durch den Trainerwechsel richtig auf und stellte in Mainz Pogrebnjak, trotz dessen Tores, eindeutig in den Schatten.

Unter den Zuschauern befand sich auch Bundestrainer Jogi Löw.

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Unsere Nationalspieler Hitz und Tasci bekam er ja nicht zu sehen, dafür aber einen starken und immer präsenten Sami Khedira. Es gibt schon Leute, die die Leistungssteigerung in den letzten beiden Spielen weniger dem neuen Trainer als vielmehr der Rückkehr von Sami Khedira zuschreiben. Wenn er dieses Level auch nach der Weihnachtspause halten kann, ist er sicher bei Jogi auch ein Kandidat für Südafrika. Khedira stellte sich als Kapitän bei der U21-EM in Schweden in den Dienst des  Teams und verzichtete stattdessen auf die Asien-Reise der A-Nationalmannschaft. Deshalb dürfte er bei der Nominierung einen kleinen Bonus haben.

In der 2. Halbzeit dann war vom VfB relativ wenig zu sehen. Sie zogen sich zurück, standen tief und verwalteten das 1:0 gegen relativ harmlose Mainzer, denen man auch nicht unbedingt zutraute, ein Tor schießen zu können. Die VfB-Abwehr ließ wenig zu. Auch Niedermeier, der nervös begann, steigerte sich mit zunehmender Spieldauer zu einem zuverlässigen Part. Das Spiel plätscherte so dahin, aus VfB-Sicht ja eigentlich optimal, wären die drei Punkte doch soooo wichtig gewesen. Nur einem war der Nachmittag wohl zu langweilig: Jens Lehmann. Bereits über die gesamte Spieldauer provozierte er die Mainzer, sowohl Publikum als auch Mannschaft. Jede Ballaufnahme zelebrierte er provokativ langsam, sobald ihm jemand zu Nahe kommt, baut er sich vor demjenigen auf. In der 2. Halbzeit ging dieses “Spiel”, vor allem eine Privatfehde mit Bancé, weiter. Als er sich wieder einmal dazu entschloß, die Kugel erst aufzunehmen, als er schon den Atem des herannahenden Gegners spürte, wurde er von Bancé attackiert und kam zu Fall. Lehmann ließ sich daraufhin auf dem Platz behandeln.

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Bancé hätte gelb für diese Aktion bekommen müssen, was Schiri Stark aber anders sah. Wenige Minuten später hatte Lehmann den Ball sicher, ging aber dennoch auf Bancé zu und trat ihm mit voller Wucht auf den Fuß. Die (fast) logische Folge: rote Karte und Elfmeter.

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Mit diesen Sperenzchen hat Lehmann der Mannschaft, den Fans und dem Verein einen Bärendienst erwiesen. Eine unnötigere rote Karte und einen unnötigeren Elfmeter habe ich glaube ich noch nie gesehen. Und das in der jetzigen Situation, wo der Befreiungsschlag so etwas von wichtig gewesen wäre. Lehmann sollte sich selbst hinterfragen, ob es für ihn noch Sinn macht bis Saisonende weiter zu spielen. Er hat ja schon betont, daß für ihn der Kampf gegen den Abstieg keine Motivation darstellt. Wenn er dem VfB weiterhin mehr schadet als daß er nützt, sollte man diese Liaison schnell beenden. Binnen einer Woche sorgte er zunächst durch die Kritik an der Vereinsführung (In der Sache hatte er meiner Meinung nach Recht, als er sagte, dass Babbel in erster Linie wegen der Eskalation nach dem Bochum-Spiel entlassen wurde, nur sollte er so etwas intern vorbringen), dann durch die Pinkelaffaire für Schlagzeilen. Danach erklärte er öffentlich, dass er die Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro nicht bezahlen werde und jetzt kostet er den VfB die dringend benötigten 2 Punkte. Lehmann ist ein egozentrischer Selbstdarsteller, der immer im Mittelpunkt stehen muß und kein Teamplayer. Um zu erreichen, dass er nach dem Desaster mit Schäfer beim VfB unterschrieb, machte man Zugeständnisse, wie dieses, daß er vom sonntäglichen Auslaufen befreit wird und diese Zeit bei seiner Familie am Starnberger See verbringen kann. Dies wurde solange auch akzeptiert und hingenommen, als er seine Leistung brachte und ein tadelloser Vollprofi war. Jetzt allerdings, vor allem in diesen schwierigen Zeiten, sind Kerle gefragt, die an einem Strang ziehen. Wenn Lehmann jetzt die Vereinsführung wegen der Entlassung von Babbel kritisiert, muß man hinterfragen dürfen, ob er nicht auch eifrig an Babbels Stuhl gesägt hat. War nicht er es, der aufgrund der Maßnahme, die Babbel vor dem Leverkusen-Spiel anordnete, dass die Mannschaft fortan in Doppelzimmer nächtigen solle, war es nicht Herr Lehmann himself, der sich daraufhin eine Suite nahm und so Babbels Autorität nachhaltig untergrub? Hat Herr Lehmann nicht in Hannover die gute Kinderstube eines Balljungen vermißt, reißt aber selbst einem aufgebrachten Fan in Mainz die Brille von der Nase? Benimmt sich nicht Herr Lehmann schon seit eh und je, Tendenz eher zunehmend im reifen Alter, wie ein Rüpel. Und das, obwohl doch er immer den Verfall der Sitten in der Bundesliga anprangert. Er hat doch in Mainz geschauspielert und die Zuschauer gegen uns aufgebracht, so daß man sich wegen dem peinlichen Clown schämen muß. Nachdem ich jetzt solch drastischen Worte benutze, muß ich an dieser Stelle betonen, daß ich bisher immer ein großer Fan von Jens Lehmann war und glücklich war, als er zu uns kam. Daß er nicht einfach ist und manchmal provokant, das wußte man ja. Er ist aber immer noch ein guter Torwart und vor allem bei Standars im Herauslaufen absolute Spitze. Wenn wir aber wegen unseres Torwarts aus den Schlagzeilen nicht herauskommen, jetzt da nach dem Trainerwechsel endlich mal Ruhe einkehren sollte, wenn uns dieser Torhüter nicht mehr nur außerhalb des Platzes sondern immer häufiger auch auf dem Platz schadet, ist es höchste Zeit über einen Torwartwechsel nachzudenken. Alex Stolz oder Sven Ulreich haben jetzt, mindestens bis zum Ablauf der Sperre von Jens Lehmann, die Chance, danach einen erneuten Torwartwechsel unnötig zu machen, wenn sie stark halten. Die Mannschaft ist natürlich gefordert, ihnen dabei zu helfen.

Ich bin wirklich gespannt, ob die Vereinsführung dieses Verhalten weiterhin duldet. Kündigen werden sie ihn kaum  können, hier sei noch einmal an sein Ehrgefühl appeliert, die Schuhe an den Nagel zu hängen, wenn ihm der Job keine Freude mehr bereitet. Ein wie gestern fast schon amoklaufender Jens Lehmann schadet mehr als dass er nützt. Ich denke, unser neuer Trainer wird jetzt genau hinschauen, auf wen er zählen kann und auf wen nicht. Wenn ihm unsere beiden Torhüter Stolz und Ulreich nicht gut genug erscheinen, kann in der Transferperiode auch noch reagiert werden. Gross hat ja bereits gestern betont, der Mannschaftserfolg stehe über allem. Wenn wir von Feldspielern erwarten, einander auf dem Platz zu helfen und füreinander da zu sein, muß das auch für den Torwart gelten. Ich denke, die nächsten Tage dürften spannend werden. Alex Stolz oder Sven Ulreich wünsche ich auf jeden Fall gegen Hoffenheim ein gutes Spiel und Jens Lehmann eine lange Sperre und eine harte Strafe vom Verein.

Zurück zum Spiel, Ulreich kam für Gebhart ins Spiel und stand zunächst einmal dem Mainzer Elfmeterschützen Polanski gegenüber. Dieser verwandelte sicher, so daß sich die Mainzer doch noch über einen nicht mehr erhofften Punktgewinn freuen durften. Die Fans forderten dann noch ihren 12. Mann Jens “Lehmann auf den Zaun”, da er ihnen den Elfmeter herausgeholt hatte. Doch zu diesem Zeitpunkt irrte Lehmann wohl schon durch die Dunkelheit in Mainz, als er auf der Suche nach einem Taxi einen recht planlosen Eindruck machte. Vielleicht ja ein Indiz dafür, dass ihn dieser Ausraster doch mal nachdenklich gemacht hat.

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Wir VfB-Fans waren natürlich stinksauer nach dem Abpfiff.  Zwei Punkte hergeschenkt, hoffen wir mal, dass uns nicht gerade diese am Ende der Saison fehlen. Nach dem Marsch durch die Mainzer Nacht in der eisigen Kälte fuhren wir gegen kurz nach 18 Uhr, ohne nennenswerte Zwischenfälle, zurück. Auch auf der Fahrt gab es natürlich nur ein Thema. Die Schlagzeilen gehören auch diese Woche, Jens Lehmann sei Dank, dem VfB. Der Trainerstab und die Mannschaft werden sich davon aber hoffentlich nicht einlullen lassen und mit höchster Konzentration an die Vorbereitung auf das Hoffenheimspiel gehen. Ein Sieg zum Jahresabschluss wäre ja so wichtig.

Melde mich danach wieder. Mehr Bilder wie immer unter www.Frankys-Stadionpics.de

Bis bald, haltet die Ohren steif, viele Grüße

Franky

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