28. August 2019

Alles auf Anfang – ein Plädoyer für unser Triumvirat

Die letzten Jahre haben mich müde gemacht. Seit der Aufsichtsrat Wolfgang Dietrich als alleinigen Präsidentschaftskandidaten, trotz aller Bedenken und gegen den Willen vieler Mitglieder durchgedrückt hat, seit dieser mittels einer Schmierenkampagne im Trump-Style die Ausgliederung durchdrückte, dieser dann unter noch immer nebulös erscheinenden Umständen Jan Schindelmeiser entließ und den von den Bayern weggelobten Michael Reschke präsentierte, dieser wiederum den von Schindelmeiser/ Wolf eingeschlagenen Weg der kleinen Schritte torpedierte, Alt-Star um Alt-Star holte und mit einer Allmacht ausgestattet die Ausgliederungsmillionen verprasste, war es nicht mehr mein VfB.

Die Emotionen gingen flöten, dem Abstieg gewann ich gar noch das Positive ab, „dass jetzt was passieren muss“. Der VfB war nicht nur sportlich in der 2. Liga angekommen, sondern präsentierte sich gespalten wie nie und gab wegen der sich selbst legitimierten Wahrheitsbeugungen nach außen ein Bild des Schreckens ab.

Es gab in Fußball-Deutschland wohl kaum jemanden, VfB-Sympathisanten ausgenommen, der unserem Verein den Abstieg nicht gegönnt hätte.

Wolfgang Dietrichs letzte Patrone, die Entlassung Reschkes und Ernennung des beliebten Thomas Hitzlsperger zum Sportvorstand und damit zum neuen starken Mann konnte den Abstieg nicht mehr verhindern. Der Rest ist Geschichte! Wolfgang Dietrich musste nach der denkwürdigen Mitgliederversammlung seinen Hut nehmen, womit der Weg für einen Neuanfang frei ist.

In diesem befinden wir uns seit gerade einmal zwei Monaten. Thomas Hitzlsperger holte sich Sven Mislintat, das Diamantenauge, an seine Seite, beide wiederum verpflichteten Tim Walter als neuen Chef-Coach.

Nach Jahren des lustlosen Ballgeschiebes wurde ein junger, motivierter Trainer engagiert, der für schnelles Umschaltspiel und Ballbesitzfußball steht. Um alte Zöpfe endgültig abzuschneiden, wurden auslaufende Verträge nicht verlängert und Spieler, die nicht hundertprozentig hinter der neuen Marschroute stehen, abgegeben. Die Mannschaft wurde also runderneuert.

Es blieb ein erfahrenes Gerüst um Mario Gomez, Holger Badstuber, Gonzalo Castro und Daniel Didavi. Um diese Stützen herum wurden einige zweitligaerprobte Spieler geholt, die sich beim VfB den nächsten Schritt erhoffen, sowie Rohdiamanten, die es zu schleifen gilt. In erster Linie wurde der Kader so zusammengestellt, in der 2. Liga eine gute Rolle spielen zu können und nicht, um als verkappter Erstligist eine Ehrenrunde zu drehen.

Der VfB wurde komplett auf links gedreht, man sieht bereits nach zwei Monaten Dinge, die wir über Jahre vermissten. Durch die lockere und zugängliche Atmosphäre, die das neue Triumvirat vorlebt, hat man den Eindruck, JEDER komme gerne zum Training und sei gern Teil dieser Gruppe. Man erlebt einen Teamgeist, von dem wir vor ein paar Monaten noch nicht einmal zu träumen wagten.

Dieser, gepaart mit der Mentalität, die diese Jungs mitbringen, bescherte uns bspw. schon den Lastminute-Sieg gegen den FC St. Pauli und dürfte noch öfter ein Trumpf im Aufstiegskampf werden.

Spielerisch ist schon sehr viel von dem zu sehen, was Tim Walter einfordert. Selbstredend, an der Effektivität und in der einen oder anderen Situation Mut zum Risikopass lässt sich noch feilen, doch, für das was Walter den Jungs abverlangt, sind sie nach zwei Monaten für meine Begriffe schon sehr weit.

Die Bilanz mit dem Weiterkommen im Pokal und zwei Siegen und zwei Unentschieden in der Liga liest sich ordentlich. Daheim gewinnen, auswärts remis, damit steigt man in der Regel auf, wenn man diese Ausbeute bis zum 34. Spieltag hält. Über das WIE lässt sich diskutieren. Gegen Hannover und Heidenheim, jedenfalls bis zum 0:2, hinterließ man einen hervorragenden Eindruck. In Rostock zählte allein das Weiterkommen und kein Schönheitspreis, gegen St. Pauli verdiente man sich den Lastminute-Sieg durch unermüdlichen Einsatz und im Erzgebirge werden noch mehr Teams Punkte liegen lassen.

Die von vielen Seiten aufkommende harsche Kritik am Auftritt in Aue empfinde ich als unfair. Man darf einfach nicht erwarten, dass das Team nach gerade einmal zwei Monaten schon alles in Grund in Boden spielt.

Ich habe es mir eigentlich abgewöhnt, nach Spielen über schwache Schiedsrichterleistungen zu lamentieren. Die Entscheidungen sind so gefallen, Punkt, aus, fertig!

In diesem Fall aber habe ich auch Tage danach noch einen extrem dicken Hals. Dass der einst in den Schiedsrichterskandal verwickelte Referee Zwayer das Foul übersieht, kann passieren.

Dass aber der VAR im Kölner Keller sich nicht einschaltet und Zwayer darauf hinweist, dass er zwingend auf Elfmeter für den VfB zu entscheiden hätte, kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

So jedenfalls macht der Videobeweis den Fußball nicht gerechter, wenn wir es nach wie vor mit reiner Willkür zu tun haben und die hochbezahlten Herren nach Lust und Laune entscheiden. Gerade für Walters Spielstil wäre eine Führung im Rücken nämlich Balsam gewesen, hätte Aue doch aufmachen und kommen müssen.

So wird nach dem Spiel der VfB kritisiert, dafür, dass der tödliche Pass in die Schnittstelle nicht kam und man sich am eigenen Ballgeschiebe allzu sehr ergötzt hätte. Dabei kommt es auf die Betrachtungsweise an. Man könnte doch auch die neue Ballsicherheit lobend erwähnen. Dass Risikopässe derzeit Mangelware sind, liegt für mich in den ersten beiden Spielen begründet, als wir nach Ballverlusten recht blank standen und der Gegner zu hochkarätigen Konterchancen kam. Da spielt noch die Angst mit, das Vertrauen holt man sich am besten durch Siege, umso ärgerlicher, dass wir einmal mehr von der Schiedsrichterzunft betrogen wurden.

Einfallslosigkeit im Offensivspiel wirft man Walter also vor, das Festhalten an einzelnen Spielern ebenso und falsche Aufstellungen erst recht.

Ich schrieb schon an anderer Stelle, dass es sich bis Anfang September durchzumogeln und nicht zu viel an Boden zu verlieren gelte. Solang der Transfermarkt geöffnet hat und in alle Richtungen alles passieren kann, könnten sich die einen als Notnagel vorkommen und andere nicht richtig bei der Sache sein, weil sie noch mit einem Wechsel kokettieren. Erst danach herrscht Klarheit, erst danach wird sich eine Stammelf herauskristallisieren, mit der man das Unternehmen Wiederaufstieg angehen kann.

Zudem bricht uns bislang nach jedem Spiel jemand durch Verletzung oder Sperre weg, so dass sämtliche Automatismen kaum jetzt schon greifen können. Daher verstehe ich die unterschwellige Kritik zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht und halte es mit Altmeister Giovanni Trapattoni, „ein Trainer ist nicht ein Idiot“. Nach Korkut und Weinzierl sollten wir dankbar sein, dass wir einen Trainer haben, der für einen erfrischenden Spielstil steht und den Jungs Spielfreude auch vermitteln kann. Gut Ding braucht Weile, gebt Tim Walter (und seinem Trainerteam; durchaus auch Fachleute am Start!) einfach die Zeit, die er braucht und haltet die Füße still.

Dass die ständigen Trainerwechsel in den letzten zehn Jahren den VfB immer weiter zurückwarfen, sollte auch der letzte begriffen haben. Schon deshalb ist die Kritik, die jetzt schon aufkommt, unverständlich, was verspricht man sich dabei? Dass Walter doch endlich auf die Masse hört und seine Aufstellungen per TED-Umfrage bestimmt oder möchte da schon jemand einen neuen Trainer, weil Walter „nur“ ein Jugend-, Amateur- oder Kiel-Trainer ist und Stuttgart für ihn dadurch automatisch eine Nummer zu groß zu sein hat?

Ich habe jahrelang darum gekämpft, Leute, die dem VfB schaden, loszuwerden und konnte mich nicht einmal mehr über Siege freuen, wenn sie denn bestimmten Leuten ihren Posten gesichert haben. Dieses Ziel wurde erreicht.

Mit Thomas Hitzlsperger als dem neuen Gesicht des VfB, ist der VfB dabei, sich ins krasse Gegenteil von dem zu wandeln, was er unter Dietrich/ Reschke war.

Hitzlsperger ist sich nicht zu schade dafür, auf Twitter mit Fans auszutauschen und Gerüchte aus der Welt zu räumen.

Er ist einfach Mensch und ein guter obendrein, was er gestern wieder unter Beweis stellte, als er VfB-Fan Dennis, der seit zwei Jahren unter chronischem Erschöpfungssyndrom leidet, Unterstützung vom VfB zusicherte und somit unterstreicht, dass der VfB mittlerweile auch wieder bereit ist, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden (Dennis Leidensweg und der Link zur Spendenkampagne hier https://ze.tt/ich-wollte-lieber-krebs-haben-dennis-lebt-mit-dem-chronischen-erschoepfungssyndrom/).

Als VfB-Fan bin ich derzeit wirklich froh und stolz einen wie Hitzlsperger an der Spitze zu haben und hoffe, dass kein neuer Präsident oder Vorstandsvorsitzende ihn in seinem Handeln, Wirken und seiner Authentizität einschränkt.

Ihm zur Seite steht mit Sven Mislintat ein Fachmann, der einen hervorragenden Job macht, was sich darin zeigt, dass er Überraschungscoups schon gelandet hat, von denen man vorher nicht in der Presse las und, dass er durchaus auch Top-Clubs beim einen oder anderen Transfer ausgestochen hat.

Zudem habe ich Mislintat im Trainingslager als lockeren Typen kennengelernt, den ich mir auch in der Kneipe neben mir an der Bar vorstellen könnte. Freundlich, nett, sein Gegenüber ernstnehmend, so machte auch er auf mich den Eindruck ein guter, nicht abgehobener Typ zu sein.

Diesen beiden wünsche ich schon aus Sympathie nur das Beste für ihre Zeit beim VfB. Sie sind sich grün, funken auf einer Wellenlänge und haben sich für den Fußball, für den der VfB in Zukunft stehen soll, Tim Walter als Trainer ausgeguckt.

Wären die oben erwähnten Kritikpunkte an Walter bedrohlich, erreichte er die Mannschaft nicht, stellte sie falsch auf oder ein oder stimmte die Chemie nicht, würden die beiden bestimmt dazwischen grätschen und bestimmte Stellschrauben anders justieren.

Solang sie sich aber angetan von Walters Arbeit und Menschenführung zeigen, kein Blatt zwischen die drei passt, verbietet sich für mich auch Kritik an Walter. Wer Walter kritisiert, kritisiert unser derzeitiges Führungs-Duo gleich mit. Oder anders gesagt, wer Hitzlsperger und Mislintat vertraut, sollte ihnen auch dahingehend vertrauen, Tim Walters Arbeit am besten bewerten zu können.

Ich hoffe sehr auf Kontinuität und darauf, dass der VfB auch einmal stürmischere Zeiten mit ein und demselben Trainer meistert.

Die ständige Unruhe und notorische Unzufriedenheit gehen mir schon wieder dermaßen auf den Sack. Mich haben die letzten Jahre Demut gelehrt. Dazu gehört auch, dass ich uns zunächst mit den Ligakonkurrenten auf Augenhöhe sehe und nicht erwarte, dass wir jeden Gegner in Grund und Boden spielen. Eine Entwicklung und Spielanlage ist zu erkennen, das Klima ist um Welten besser als letzte Saison, Mentalität und Spielfreude sind da, wie lange nicht. Natürlich ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber die guten Ansätze lassen mich hoffen, dass sich auch das noch geben wird.

Wir als Fanszene dürfen uns nicht schon wieder auseinanderdividieren lassen. Wenn ich mitbekomme, dass Walters Aussagen auf der Pressekonferenz nach dem Aue-Spiel als frauenfeindlich betitelt werden, kriege ich den Hass. Er hat einzig und allein SEINE Frau angesprochen, so dass es auch lediglich ihr zustünde, sich über seine Aussagen zu echauffieren.

Schlimm genug, dass die DFL Ermittlungen aufgenommen und eine Stellungnahme von Walter eingefordert hat, wir Fans sollten hinter unserem Trainer stehen, zumal er ja Recht hatte. Aber nein, es wird Walters flapsige Art und der Vergleich, den er gezogen hat, madig gemacht, anstatt gegen die Fußball-Mafia zu rebellieren und Einigkeit im Umfeld zu demonstrieren.

Für mich nimmt das jetzt schon Züge an wie einst bei Alexander Zorniger. Auch er ist gerne mal angeeckt und wurde wegen seiner markigen Sprüche fast schon weg gemobbt. Zunächst von der Presse, weil er nicht deren Liebling war, wegen ausbleibender Ergebnisse schließlich auch von den „Fans“.

Walters Vorteil gegenüber Zorniger ist, dass wir eine Liga tiefer spielen und somit eine extreme Niederlagenserie eher unwahrscheinlich ist. Ansonsten erinnert der Umgang der Presse, allen voran der Kommentar von Thomas Wehrle bei SWR Sport, stark an die Zeit unter Zorniger. Auf der einen Seite werden Typen mit Ecken und Kanten gefordert, sind sie da und sagen mal etwas, wird ihnen jedes Wort im Mund umgedreht und langsam aber beharrlich auf sie eingedroschen.

Dass es ähnliche Züge wie vor vier Jahren annimmt, sollten wir Fans nicht zulassen. Gebt dem Projekt „neuer VfB“ eine Chance und stärkt unseren Machern Hitzlsperger und Mislintat den Rücken, auch, indem man Tim Walter die volle Unterstützung zukommen lässt. Alles andere bringt nur Unruhe und ändert doch nichts.

Mir macht der neue VfB Spaß. Ich möchte eine Entwicklung sehen und bin völlig unvoreingenommen in die Saison gegangen. Gaben „früher“ einbetonierte Erbhöfe auch zu Beginn einer Saison schon Anlass zu Kritik, steht jetzt wirklich alles auf Anfang.

Daher halte ich persönlich mich in nächster Zeit mit Kritik an der sportlichen Entwicklung zurück und lasse die Protagonisten erst einmal machen. Man erkennt Motivation und Freude den VfB besser machen zu wollen, das genügt mir, zumal das Vertrauen ins Korrektiv zu hundert Prozent gegeben ist.

Ich hoffe, der VfB nutzt dieses Mal die Chance, sich völlig neu auszurichten und reißt sich das geschaffene Fundament nicht durch irgendwelche Eitelkeiten gleich wieder ein. Bis zur Präsidentenwahl habe ich keine Bedenken, was danach kommt, werden wir sehen!

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10. Juni 2013

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin!

Bilder vom Pokalfinale in Berlin sind jetzt online. Die Tour mit dem RWS mit drei vollbesetzten Bussen war zwar anstrengend, aber auch richtig geil. Die Nacht von Freitag auf Samstag durchgefahren, nach einem Abstecher im Rössle in Neukölln die Zimmer bezogen, danach umgehend in die City zum Treffpunkt der VfB-Fans auf den Breitscheidplatz und jede Menge Freunde und Bekannte getroffen, so dass wir fast die Zeit vergaßen. Erst gegen 19.15 Uhr eilten wir schließlich mit dem Taxi vom Kudamm zum Olympiastadion, so dass ich zunächst einmal die Eröffnungszeremonie einschließlich Nationalhymne und Pyro-Show der Bayern-Fans verpasste. Direkt zum Anpfiff war ich schließlich im Block und war bereit für die Sensation. Der VfB begann stark und stürzte die Bayern auch in die eine oder andere Verlegenheit, leider ohne zählbaren Erfolg. Als die Bayern einen unberechtigten Elfer zugesprochen bekamen, nahm das Unheil seinen Lauf und wir liefen einem Rückstand hinterher. Nachdem Gomez in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit mit einem Doppelpack auf 3:0 stellte, lief beim VfB gar nichts mehr zusammen und man musste befürchten, dass das Team einbricht. Dies bis zur 71. Minute, in der Harnik Sakais Flanke zum Ehrentreffer verwertete. Danach drückte der VfB, brachte nach schier endloser Verletzungspause erstmals wieder Cacau und kam zum Anschlusstreffer, erneut durch Harnik. Und das, kurz nachdem uns ein Handelfmeter verwehrt blieb. Danach drückte der VfB weiter, kam aber leider zu keinem weiteren Treffer mehr. Eine Verlängerung in diesem Spiel hätte mich brennend interessiert. Den Bayern ging der Arsch auf Grundeis, Robben, Gomez und Ribery waren ausgewechselt, eine Verlängerung wäre sicherlich interessant geworden. Dieses Finale übertraf aus VfB-Sicht die Erwartungen der meisten Anhänger, die doch eher eine Klatsche denn einen offenen Kampf erwartet hatten. Nichtsdestotrotz, wir haben das Finale verloren und können uns für die Lobeshymnen nichts kaufen. Eines hat der VfB jedenfalls einmal geschafft: vor der Fernsehnation ein gutes Bild abzugeben und sich nicht zu blamieren, was, wenn man die jüngste Vergangenheit betrachtet, gar nicht so selbstverständlich war.
Wir konnten das Stadion also erhobenen Hauptes verlassen und das Team, dessen Moral und den Brustring feiern. Wo wir auch hinkamen an diesem Abend: erfolgsverwöhnte Bayern-Fans mit Mienen, wie wenn sie gerade abgestiegen wären und feiernde Schwaben-Fans, die den Bayern, obwohl im Stadion in großer Überzahl, stimmungsmäßig weit überlegen waren.
So hatten wir noch einen schönen Abend, den wir an der Hotelbar in Berlin-Neukölln ausklingen ließen. Am Sonntagmorgen, 11.45 Uhr, traten wir wieder die Heimfahrt an. Die Berliner hatten keine bessere Idee, als am Tag nach dem Pokalfinale, an dem die Finalgäste für gewöhnlich die Heimreise antreten, eine Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ansetzen zu lassen und dafür einige Autobahnen, unter anderem das Avus-Teilstück voll zu sperren. Ein Hinweis über Leuchttafeln auf dem Hinweg wäre sicherlich hilfreich gewesen, erfolgte aber leider nicht. So fuhren wir ins vorprogrammierte Chaos und benötigten alleine für die ersten 50 Kilometer über drei Stunden. Nach über 13 Stunden Fahrt erreichte ich schließlich um 1 Uhr reichlich erschöpft die Heimat.
Ich hoffe, unsere Jungs haben Blut geleckt und setzen alles daran, uns und sich das Erlebnis FINALE im nächsten Jahr wieder zu bescheren.

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