5. Dezember 2009

Babbel unter Druck “Wir müssen unbedingt gewinnen”

Category: Presse — Tags: , , , , , , , – Franky @ 05:09

stuttgart2

Der VfB Stuttgart steht vor den bislang wichtigsten Spielen seiner verkorksten Saison. Gewinnt er am Samstag um 15.30 Uhr gegen den VfL Bochum und vier Tage später auch gegen Unirea Urziceni, dann verlässt er in der Fußball-Bundesliga die Abstiegsplätze und steht in der Champions League im Achtelfinale. Schafft er das nicht, dürfte die Rückendeckung für Teamchef Markus Babbel vom vergangenen Dienstag nicht mehr viel wert sein. “Es spielt der 17. gegen den 16., mehr muss man dazu nicht sagen. Wir müssen diese Partie unbedingt gewinnen”, sagte Babbel am Freitag mit Blick auf das Bochum-Spiel. Sein VfB habe in diesen Tagen die Chance, “wieder einiges in ein besseres Licht zu rücken.”

Die Pressekonferenz vor dem Kellerduell machte deutlich, wie sehr die sportliche Krise und die Diskussionen der vergangenen Tage den Stuttgarter Verantwortlichen zugesetzt haben. Manager Horst Heldt wirkte angespannt und in sich gekehrt, nur Babbel gab sich gewohnt kämpferisch. “Ich will eine Mannschaft sehen, die zusammensteht und sich ihren Kredit bei den Fans zurückholt”, sagte er. “Dann bin ich davon überzeugt, dass wir gewinnen.” Bislang hat ihm das in vergleichbaren Situationen aber nie etwas genützt. Der VfB stand auch vor den Spielen gegen Hertha BSC (1:1), Hannover 96 (0:1) oder den 1. FC Köln (0:2) unter großem Druck. Aber er hat in dieser Saison noch keinen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf besiegen können.

Babbel setzt darauf, dass diesmal “auch der Letzte weiß, worum es geht”. Er hofft, dass seine Maßnahmen, Thomas Hitzlsperger als Kapitän abzusetzen und die Trainingsintensität zu erhöhen, einen “Hallo-Wach-Effekt” erzielt haben. Die Mannschaft, sagte er, hätte zuletzt “sehr konzentriert” trainiert. Der Teamchef verteidigte auch seine Entscheidung, Matthieu Delpierre zum neuen Spielführer zu ernennen und nicht den extrovertierteren Serdar Tasci oder den erfahreneren Jens Lehmann. “Ich wollte jemanden, der von allen anerkannt wird”, erklärte er. “Was Matthieu sagt, hat Hand und Fuß.” Trotzdem bleiben die Zweifel an dieser VfB-Mannschaft.

Heldt kritisierte sie am Freitag noch einmal laut. “Das gilt nicht für den gesamten Kader, aber es gab immer den einen oder anderen, der dachte, dass alles mit links zu schaffen ist”, sagte er. Immerhin sieht es personell wieder besser aus: Mit Zdravko Kuzmanovic kehrt der beste Torschütze und überragende Antreiber der vergangenen Wochen nach einer Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück. Auch Hitzlsperger und Pawel Pogrebnjak haben ihre Oberschenkel-Probleme überstanden. Fraglich ist nur der Einsatz von Arthur Boka (Zerrung der Schultergelenkskapsel).

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart: Lehmann – Osorio, Tasci, Delpierre, Boka (Magnin) – Träsch, Kuzmanovic – Rudy, Hleb – Cacau, Schieber.

STZ online 4.12.09

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