19. Februar 2013

Zwischen Genk und Genk

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , , – Franky @ 18:50

Auch drei Tage danach habe ich den dämlichen Ausgleichstreffer der Belgier in der Nachspielzeit des Hinspiels gegen den KRC Genk noch nicht so recht verdaut. Nach fünf Pleiten in der Liga in Serie lechzt der VfB nach einem Erfolgserlebnis und lässt sich dann noch so leichtfertig die Butter vom Brot nehmen, indem man den Belgiern beim Ausgleichstor Geleitschutz lieferte anstatt beherzt, auch über die 90. Minute hinaus, an- und einzugreifen. So wurde aus einem guten Europapokalergebnis ein sehr gefährliches. Immerhin, meine Befürchtungen, dass nach dem Hinspiel bereits alles aus sein könnte, bewahrheiteten sich Gott sei Dank nicht.

Das Spiel an sich war, wie so oft in der letzten Zeit, ein Langeweiler. Es traf ein verunsicherter VfB auf ein international allenfalls drittklassiges Genk, das allerdings, im Gegensatz zum VfB, die Gruppenphase u. a. gegen den FC Basel und Sporting Lissabon unbesiegt überstand. Der VfB seinerseits war ja bekanntlich auf Schützenhilfe von Steaua Bukarest angewiesen, um trotz der Heimniederlage gegen Molde FK in die Zwischenrunde einzuziehen. Dieses 1:1 im Hinspiel lässt die Hoffnung am Leben, in Genk den Einzug ins Achtelfinale klar machen zu können.

Hilfreich für dieses Bestreben wäre natürlich, wenn man sich an der Autobahnraststätte Sinsheim Selbstvertrauen würde holen können. Auch im 5. Jahr der Bundesligazugehörigkeit von Hopps Spielzeug kann ich mich nicht daran gewöhnen, zu einem Bundesligaspiel ins Kraichgau zu fahren. Das einzig Positive, bei einer Entfernung von rund 60 Kilometern stört selbst ein Sonntagabendspiel nicht besonders, kommt man doch zu einer zivilen Zeit heim und ohne Urlaub aus. Trotzdem prickelt es bei jedem anderen bevorstehenden Spiel mehr als bei diesem.

So fragte ich mich den ganzen Sonntag über, als ich mir die Zeit mit Ski-WM und Stammtisch in Sport 1 vertrieb, was mich denn motivieren sollte, überhaupt aus dem Haus zu gehen. Am meisten freute ich mich auf die Truppe vom RWS Berkheim und die (kurze) Busfahrt und dass ich wusste, dass ich im Gästeblock jede Menge Bekannte treffen würde. Auch in schlechten Zeiten ist der Zusammenhalt und das „in einem Boot sitzen“ unter den Fans der Hauptgrund anhaltend hoher Motivation, den VfB überall hin zu begleiten. Und, natürlich hofft man auch jedes Mal aufs Neue, dass es endlich gelingt den Bock umzustoßen und tabellarisch wieder in ruhigere Gefilde vordringen zu können. Bei Leistungen, wie weitestgehend an der Tagesordnung in der Saison 2012/2013 hätte das Team den einen oder anderen Stimmungsboykott mehr verdient.

Als Außenstehendem ist mir ein Kollektivversagen von Profisportlern in dieser Fülle unbegreiflich. Dass einer einmal einen schlechten Tag hat, den hat jeder von uns einmal. Dass aber regelmäßig außer Unkonzentriertheiten, die den Gegner zum Tore schießen einladen, auch mangelnder Kampfgeist, mangelnde Lauf- und Hilfsbereitschaft zu beklagen sind, dafür habe ich kein Verständnis. Wie man immer wieder hört, scheint es in der Mannschaft nicht zu stimmen, was auch auf dem Rasen zu erkennen ist. Hier muss eigentlich das Funktionsteam eingreifen und den Spielern einbläuen, worauf es im Mannschaftssport ankommt und dass irgendwelche Animositäten hinten anstehen müssen, wenn es um das große Ganze geht. Die Spieler, oder besser Gehaltsempfänger haben die verdammte Pflicht, für ihren Arbeitgeber und die Fans, die sie letztendlich bezahlen, alles abzurufen und auf dem Platz Gas zu geben. Momentan hat man eher den Eindruck, dass die Spiele lästige Pflichterfüllung sind und fast keiner mit Freude und Motivation zu Werke geht. Viele im Team spielen ihren Stiefel herunter, man wünschte sich mehr Spieler wie Ibrahima Traore, dem man den Willen jederzeit anmerkt. Ein William Kvist in seiner derzeitigen Form ist ein Bremser und keiner, der uns weiter bringt. Abgesehen von den unbegreiflichen Stockfehlern, die er produziert, wählt er jederzeit den Sicherheits(rück)pass, anstatt das Spiel einmal schnell zu machen und Überraschungsmomente zu schaffen. Ein moderner Sechser ist Sicherheitskraft und Spielmacher in einer Person, von letzterem ist bei Kvist überhaupt nichts zu sehen. Hier wünschte ich mir mehr Dynamik  in seinem Spiel. Hoffnung auf Besserung macht mir, dass er schon zeigte, dass er als Stabilisator schon bessere Spiele ablieferte. Wenn Labbadia, wie zuletzt schon das eine oder andere Mal gezeigt, umstellt und Kvist alleiniger Sechser bleibt, ist er als defensiv denkender Stabilisator vertretbar. Auf der Doppelsechs  jedoch, wo beide Spieler fürs Aufbauspiel zuständig sind, ist er für mich, zumindest derzeit, eine Fehlbesetzung. Heute habe ich mir Kvist herausgepickt, wobei man über weitere Unzulänglichkeiten (Abwehr) und Formkrisen des einen oder anderen Spielers weitere Worte verlieren könnte.

Dass Labbadia vergleichsweise wenig rotiert und meist seine Lieblingsspieler aufstellt, das verstehe ich nicht, zumal wir ja nicht gerade überragend spielen und damit das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt wird. Dem einen oder anderen (und uns allen!) würde sicherlich zwischendurch die Pause eines Stammspielers gut tun, um sich wieder sammeln zu können und um über Sinn und Unsinn des Profifußballerlebens nachdenken zu können. Und, wenn von der Bank einer kommen sollte, der den Job besser macht und/ oder besser in Form ist, mein Gott, dann muss sich der Herausgenommene eben wieder hintenan stellen. Bei uns jedoch kommt einer mal rein, macht ein ordentliches Spiel und wird dann über Wochen wieder nicht berücksichtigt. Dass ein solches Vorgehen nicht stimmungs- und leistungsfördernd sein kann, um dies festzustellen muss ich weder Fußballlehrer noch Psychologe sein..

Nun also nach Sinsheim, dem Retortenclub, der sich eines Tages selbst, ohne die Milliönchen von Hopp, tragen soll und derzeit am Abgrund steht. Der voller Panik seit der Ära Rangnick Trainer um Trainer und Manager um Manager, verschleißt. Der voller Panik in der Winterpause noch einmal gut neun Millionen Euro investierte und sich damit den Titel des Winter-Einkaufsmeisters sicherte. Der es sich leisten kann, einen Unruheherd und Ex-Nationalspieler wie Marvin Compper für 300.000 Euro nach Italien zu entsorgen, Das Spielzeug Hopps, das auf Teufel komm raus in der Liga gehalten werden soll. Gut, die Ansprüche sind gesunken, wollte man noch vor der Saison noch in die Champions League. :-) .

Mit Chancengleichheit und Financial Fairplay hat diese Einkaufspolitik natürlich nichts zu tun. Wollte man ursprünglich noch ein Team mit jungen Spielern aus der eigenen Jugend/ Region aufbauen, setzt man jetzt auf namhafte Akteure, die in Sinsheim ihren letzten großen Vertrag unterschreiben. Mit welchen Gehältern Hopp lockt, offenbarte ja vor Jahren schon Uli Hoeneß, der ausplauderte, zu einer Zeit, als der FC Bayern an Salihovic interessiert war, dass die Bayern im Gehaltspoker ausgestiegen wären, weil Hopp mehr geboten hatte. So erklärt sich auch, dass der FSV Mainz 05 in der Winterpause einen unumstrittenen Stammspieler wie Igor Polanski, seines Zeichens immerhin polnischer Nationalspieler, ziehen ließ. Der Preis muss eben stimmen! Auch dass im Sommer u. a. Delpierre (ehemals 4,3 Mios Gehalt vom VfB), Tim Wiese und Derdiyok im Kraichgau unterschrieben, unterstreicht, dass in Hoffenheim weiterhin Gehälter fernab der Vernunft gezahlt werden. Solche Vereine, die sich wirtschaftlich nicht selbst tragen müssen,  machen den Markt kaputt und treiben die Gehälter immer weiter in die Höhe, was es einem Verein wie dem VfB natürlich nicht leichter macht. Zudem wird hier auch noch die 50 + 1 Regel unterlaufen. Diese besagt, dass der Geldgeber weder Stimmenmehrheit noch Geschäftsführung ausüben darf. Für das übt Hopp seit Jahren einen großen Einfluss auf die Geschehnisse aus. Um diesbezüglich keine Konsequenzen befürchten zu müssen, zahlt es sich eben aus, wenn man hochrangige Freunde beim FC Bayern und dem DFB sitzen hat…

Umso mehr würde es mir gut tun, wenn Hopp am Saisonende vor einem Scherbenhaufen stehen würde und den Gang in Liga 2 antreten müsste. Mir ist allerdings auch bewusst, dass Hopp so schnell nicht aufgeben würde und den „Betriebsunfall“ dann mit womöglich noch höherem finanziellem Engagement schnellstmöglich zu korrigieren versuchen würde.

So kann ich also mit diesem Konstrukt so überhaupt nichts anfangen. Dazu kommt, dass auch Fankultur in Hoffenheim ein Fremdwort ist. Das Stadion wird gefüllt von SAP-Mitarbeitern, die fleißig Freikarten erhalten, und Kunden, die die VIP-Bereiche auslasten. Auswärtsspiele mit weniger als 100 Hoffenheim-„Fans“ sind an der Tagesordnung. Selbst den kurzen Weg nach Stuttgart ins Neckarstadion finden selten mehr als 500 Auswärtsfans. Der Hoffenheimer Präsident Hofmann lieferte 2011 ja eine plausible Erklärung: Dass unsere Fans nicht mitfahren, hat damit zu tun, dass sie teilweise Angst haben, nicht heil aus Stuttgart rauszukommen. Das letzte Mal mussten sich einige unter dem Auto verstecken!“. Selten so gelacht. :-)

Als wir VfBler mit über 2.000 Fans in Babelsberg beim Pokalspiel bei Falkensee-Finkenkrug verweilten, verloren sich zur gleichen Zeit handgezählte 65 Hoffenheimer im Stadion des Berliner AK, was deren Präsident Ali Han zu der Aussage hinriss, „Ein Bundesligist, der so wenige Zuschauer mitbringt, soll sich lieber für die Bezirksliga anmelden”.

Vielleicht schwingt ja im Unterbewusstsein der Hoffenheimer diese Aussage mit, tun sie doch momentan alles dafür, um dieses Intermezzo so kläglich wie nur möglich wieder zu beenden.

Nach kurzer Busfahrt erreichten wir also die Ausfahrt Sinsheim und fuhren im Schritttempo weiter in Richtung unseres Gästeblockes. Bei Spielen wie diesen bin ich froh, direkt vor den Gästeblock gekarrt zu werden und möglichst auf keinen Heim“fan“ zu treffen. Noch ein kurzes Bierchen am Bus, wohlwissend, dass es im Gästeblock wieder kein Vollbier geben würde und schon ging es auch hinein. Die Einlasskontrollen zogen sich etwas in die Länge, selbst den Geldbeutel mussten wir öffnen, wurde doch vor einigen Jahren von VfBlern schon einmal ordentlich gezündelt. Insgesamt hielten sich die Kontrollen aber noch im ertragbaren Rahmen. Da der Stehplatzbereich (oder besser Käfig) erfahrungsgemäß brechend voll ist, bestellte ich Sitzplatzkarten für stolze 35 Euro, Preislich langen sie hin wie die ganz Großen… Noch kurz den einen oder anderen Smalltalk im Block gehalten und schon näherte man sich dem Spielbeginn. Das unvermeidliche Badener Lied wurde wie immer von den weit mehr als 3.000 VfBlern lautstark niedergepfiffen, so dass ich persönlich nicht vernehmen konnte, ob jemand mitgesungen hat. Da das Einzugsgebiet des Retortenclubs über die badischen Grenzen hinaus reicht, ein Service der besonderen Art. Für die „Neubadener“ wird auch noch im fünften Jahr der Text dieser Hymne eingeblendet. Kann ich verstehen, bei einer solchen Fluktuation unter den Kunden, muss dieser Service einfach sein. ;-) .

Zum Einlauf der Mannschaften gab es noch eine kleine Choreographie namens „Rote Karte für Viagogo“ im VfB-Block, mit der einmal mehr die Ablehnung der meisten VfB-Fans gegen den vom VfB durch die Partnerschaft mit Viagogo unterstützten (legalisierten) Schwarzmarkt verdeutlicht werden sollte. Auch ich stehe diesem Portal ablehnend gegenüber und verstehe nicht, weshalb es zwar verboten sein soll, seine Karte in Ebay zum Originalpreis zu verkaufen, es jedoch vom VfB goutiert wird, die Karten bei Viagogo zzgl. abzockerischer Gebühren zu verhökern. Langsam kommt es mir so vor, dass dem VfB jedes Mittel recht ist, ein paar Euro fuffzig zu verdienen. Gerne wird vom VfB via Homepage und vfb-direkt vorgeschoben, den Deal ausgiebig mit dem Fanausschuss diskutiert zu haben, wobei der Fanausschuss ja nie Möglichkeit hatte, soviel Einfluss zu nehmen, den Deal platzen zu lassen. Es ging also nur um das kleinstmögliche Übel!

Das Spiel begann dann vielversprechend, wenn nicht gar euphorisch für uns. Noch keine drei Minuten waren gespielt, als der seit Wochen beste VfBler Ibrahima Traoré

auf der linken Seite Andreas Beck wie einen Statisten aussehen ließ, in den Strafraum eindrang und scharf an den zweiten Pfosten flankte und der seit Monaten kriselnde Martin Harnik einen Kopfball-Torpedo an die Unterkante der Latte setzte, von wo aus der Ball schließlich im Tor landete. Ein Tor wie ein Donnerschlag. Die Erleichterung im Block war greifbar, war es doch ein immens wichtiges Spiel für uns. Sollte es tatsächlich Sechs-Punkte-Spiele geben, dieses war eines. Mit einem Sieg könnten wir uns 12 Punkte von Hoffenheim absetzen, bei einer Niederlage wären es nur noch sechs Punkte auf den Relegationsplatz und das Zittern würde so richtig beginnen. Es wird immer so viel von der Qualität geredet, die wir angeblich besitzen, doch, mit Leistungen wie in den letzten Wochen kann eben auch jedes Spiel verloren gehen. Nicht nur aufgrund der  Tabellenkonstellation war ein Sieg Pflicht, es galt auch die Scharte aus dem Hinspiel auszuwetzen, als wir uns sang- und klanglos ergeben hatten und mit 0:3 den Kürzeren zogen. Jetzt also lag der VfB, erstmals in der Bundesliga im Jahre 2013, in Führung. Den Hoffenheimer, auch nicht gerade mit Selbstvertrauen im Übermaß bestückt, merkte man die große Verunsicherung an. Leider konnte der VfB kein Kapital daraus schlagen. Anstatt, für die mitgereisten Schwaben wäre es natürlich Balsam auf die geschundene Seele gewesen, auf einem am Boden liegenden ungeliebten Nachbarn herumzutreten und sie zu demütigen, machte es der VfB leider wieder einmal allzu gnädig. Man war mit der Führung zufrieden und beschränkte sich aufs Verwalten des knappen Vorsprungs. Für mich unverständlich, hat man doch erst drei Tage davor schmerzlich erfahren, wie sehr eine 1:0-Führung am seidenen Faden hängen kann. Außerdem haben wir ein miserables Torverhältnis zu beklagen, an dessen Verbesserung zu arbeiten erstrebenswert gewesen wäre. So plätscherte das Spiel dann der Halbzeit entgegen, der VfB wollte nicht mehr, Hoffenheim konnte nicht.

Als die zweite Hälfte ähnlich ereignislos begann, brachte der schwäbische Trainer Marco Kurz 10 Minuten nach der Pause in Derdiyok und Weis zwei frische Kräfte, was den Hoffenheimern zwar mehr Spielanteile, jedoch kaum nennenswerte Torchancen bescherte. In den zwei, drei brenzligen Situationen, die es zu überstehen galt, war unser Goalie Sven Ulreich zur Stelle, der dieses Mal wie ein Fels in der Brandung stand.

Einer meiner absoluten „Lieblingsschiedsrichter“, spätestens seit Mainz im Dezember 2011, als er die Mainzer im Alleingang auf die Siegerstraße geleitete, Guido Winkmann, war das Gekicke dann zu langweilig. Ließ er noch in der ersten Hälfte das eine oder andere brutale Vergehen der Gastgeber gänzlich ungeahndet, hielt er in der zweiten Hälfte bei jedem noch so harmlosen Foul einem unserer Spieler die gelbe Karte unter die Nase. Auch diesen Ball wussten die Hoffenheimer nicht aufzunehmen, so grottenschlecht waren sie, so dass am Ende ein knapper, wenn auch verdienter 1:0 Auswärtssieg für den VfB zu Buche stand.

Es war ein Spiel wie der Tabellenstand, Fünfzehnter gegen Sechzehnter, Not gegen Elend.

Der VfB konnte sich mit diesem Sieg ein wenig Luft verschaffen und muss, zumindest vorerst, in der Tabelle nicht mehr nach unten schauen. Hoffnung macht die in diesem Spiel ansteigende Form von Martin Harnik und auch Georg Niedermeier, der leider jetzt in Genk gesperrt ist. Auch Gentner und Holzhauser machten für mich über weite Strecken ein ordentliches Spiel. Jetzt gilt es diesen Rückenwind mitzunehmen und in Genk selbstbewusster aufzutreten als zuletzt. Dass Genk keine Übermannschaft ist, davon konnten wir uns am letzten Donnerstag überzeugen.

Auch ich werde in Belgien am Start sein, wieder einmal mit dem Bus vom RWS Berkheim,  dieses Mal ohne Übernachtung. Von der Entfernung her ist das doch eher ein gefühltes Bundesligaauswärtsspiel, der nächste ausgedehnte Europa League Trip folgt dann hoffentlich Mitte März zum Achtelfinale bei Lazio Rom, sofern sie nicht zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach verlieren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass ich mich über ein Weiterkommen von Gladbach nicht auch freuen würde… Es kommt wie es kommt, erst einmal ist sowieso der VfB am Zug!

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17. März 2012

Und schon wieder keine Punkte TSG!

Nach dem tristen 0:0 gegen das Schlusslicht Kaiserslautern hat sich der VfB mal wieder selbst in Zugzwang gebracht, um das zarte Pflänzchen Aufschwung am Leben zu erhalten. Immerhin war das Remis gegen Lautern das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage.  Unter der Woche gab es gleich mehrere personelle Hiobsbotschaften. Unser zuletzt immer stärker werdender Kapitän Serdar Tasci fiel mit einer Reizung des Hüftbeugers aus. Shinji Okazaki zog sich im Training einen Innenbandanriss im rechten Knie zu und auch Martin Harnik, unser Top-Torjäger, war lange fraglich, sollte aber spielen können.

Zu den ersten beiden Begegnungen in der Rhein-Neckar-Arena, direkt an der A6 gelegen, sind wir jeweils mit dem RWS-Bus mitgefahren, was den Vorteil hat, dass man direkt vor dem Gästeblock parken kann und relativ wenig Kontakt mit den zugelaufenen „Fans“ des Retortenclubs bekommt. Dieses Mal aber wagten wir uns in doppelter Hinsicht in die Höhle des Löwen und nahmen dankend das Angebot der Mitfahrt bei Tom an. Wir stellten uns auf den massiven Freitag-Abend Feierabend- und Wochenendverkehr ein und fuhren bereits gegen 16.30 Uhr in Stuttgart-Zuffenhausen los. Überraschenderweise war zu dieser Zeit bis auf kurze Stopp-and-Go-Phasen der Verkehr einigermaßen fließend, so dass wir bereits eine gute Stunde später unser erstes Ziel, das Brauhaus Jupiter in Sinsheim-Steinsfurt, erreichten. Dort, etwa 20 Minuten Fußweg vom Stadion entfernt, bekamen wir noch problemlos einen kostenlosen Parkplatz und mit Glück auch ohne Reservierung drei Plätze im Lokal. Ein echter Geheimtipp, kann man dort doch gut essen und das Bier ist auch recht süffig. Die Gästeschaft teilte sich in etwa je zur Hälfte in VfBler und Hopp-Kunden auf. Ich kann mir nicht helfen. Auch im vierten Jahr der Ligazugehörigkeit von Hoffenheim kann ich deren „Fans“ nicht für voll nehmen und frage mich bei jedem einzelnen, welche Farben er wohl vorher getragen hat.  So war ich gestern wirklich mit Scheuklappen unterwegs und war froh, wenn ich mit Niemandem etwas zu tun bekam. Danach tranken wir noch ein Bierchen beim Elfmeter neben dem Museum, so etwas wie ein Onkel Otto für Arme, von wo wir dann auch schon den Marsch zum Stadion antraten.

In den letzten beiden Jahren hatten wir furchtbare Plätze im Gästekäfig, so dass wir dieses Mal Karten direkt bei Hoffenheim orderten. So wie der Stimmungsblock in der letzten Saison formiert war, erhoffte ich mir von unten einigermaßen brauchbare Bilder machen zu können. Wir saßen direkt hinter dem Tor, das hatten wir uns schon etwas anders vorgestellt, der Blick in den VfB-Block war aber einigermaßen o. k., auch wenn sich die Motive dort in Grenzen hielten, waren doch nach dem Abbrennen von Pyros in der letzten Saison Trommeln, Fahnen, Doppelhalter etc. untersagt. Ein Schelm, der auf die Idee käme, dass auf diese Art und die Weise die Hoffenheimer weniger zu übertönen hätten.  Um uns herum saßen wir fast mehrheitlich VfB-Fans, ansonsten viel Heimpublikum, die immer wieder herum zickten, wenn wir bei „Steht auf, wenn Ihr Schwaben seid“ mitmachten oder dem Spielverlauf geschuldet aufstanden. Es blieb aber, bis auf einige kleinere Scharmützel friedlich.

Als die Mannschaftsaufstellung unseres VfB verlesen wurde, gab es keine größeren Überraschungen. Maza ersetzte Tasci, Schieber spielte für Okazaki und Martin Harnik war wie erwartet dabei. Es folgt noch der Einmarsch der Fahnenträger, den sie sich wohl beim BVB abgeschaut haben und das obligatorische Badener Lied, bei dem ich mich auch fragte, wie viele Württemberger auf Seiten der Blau-Weißen da mit einstimmten. Es wirkt alles sehr aufgesetzt und lächerlich dort. Für mich als Allesfahrer ist das doch eher eine Pflichtveranstaltung. Die Kür folgt in den nächsten Wochen in Dortmund und Köln, wo einem Fußballfan einfach das Herz aufgeht.

Der VfB begann stark und ging bereits in der 8. Minute in Führung. Torschütze war ausgerechnet der in der Winterpause vom Hopp-Club gewechselte Vedad Ibisevic. Wurde in der Woche noch thematisiert, ob er denn bei einem Tor gegen die Ex-Kollegen jubeln würde, zeigte er deutlich für wen sein Herz nun schlägt. Er ging richtig aus sich heraus, was den Hoppenheimern natürlich nicht schmeckte. Der Pass auf Ibisevic kam im Übrigen durch schönes Direktspiel von Boulahrouz. Danach hatte der VfB das Spiel unter Kontrolle und ließ relativ wenig zu. Und wenn, waren meist Ersatzkapitän Georg Niedermeier oder Sven Ulreich zur Stelle. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, kurz vor der Halbzeit, erzielte Ibisevic gar noch seinen zweiten Treffer, erneut vorzüglich bedient von Khalid Boulahrouz. Geil, wie schon im letzten Auswärtsspiel in Hamburg, ging der VfB erneut mit einer 0:2-Führung in die Kabinen. Es wäre wichtig gewesen, wie in Hamburg, kurz nach der Pause den dritten Treffer nachzulegen, doch das gelang leider nicht. Dazu wurden die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt und es mangelte am letzten Funken Konzentration. Stattdessen kam jetzt Hoffenheim, nach der Pause mit Salihovic für Rudy, stärker auf und der VfB konnte sich beim starken Sven Ulreich bedanken, dass es nicht den Anschlusstreffer setzte. Mitte der zweiten Halbzeit dann zwei Wechsel beim VfB, die uns fast noch den Sieg kosteten. Dass Harnik, sowieso angeschlagen und mit den Kräften am Ende raus musste, zeichnete sich schon die gesamte zweite Halbzeit ab. Dass aber unser einziger Kreativspieler im Mittelfeld, Tamas Hajnal, vom Feld geholt wurde, entpuppte sich, wie schon gegen Kaiserslautern, als Schuss in den Ofen. Klar hatte Hajnal nicht seinen besten Tag, trotzdem ist er noch einer der wenigen, der auch in Bedrängnis den eigenen Mann findet.

Für die beiden kamen Gentner und Cacau ins Spiel, die fast ausnahmslos Bälle vertändelten, was den Gegner wieder aufkommen ließ. Auf der Tribüne waren wir uns einig, dass, auch gerne schon früher, eine Einwechslung Gebhart für Harnik Sinn gemacht hätte. Was Hajnal angeht, habe ich gerade einmal die Statistik bemüht. In 25 Saisonspielen, bestritt er gerade einmal sieben über die volle Distanz. Regelmäßig kommt ein Bruch ins Spiel, weil es an adäquatem Ersatz mangelt. Nach wie vor habe ich die Hoffnung, dass es Kevin Stöger einmal als Backup in den Kader schafft. Ihm traue ich es zu, Struktur im Spiel beizubehalten. Er ist ein ähnlicher Typ, mit Blick für die Situation und einem klaren Passspiel. Weder Gentner noch Cacau waren dazu gestern in der Lage.

Traut man Stöger diese Rolle nicht zu, tut eine Neuverpflichtung auf dieser Position im Sommer Not. Salihovic soll ja ein ernsthafter Kandidat sein, der aber auch nicht gerade für Hochgeschwindigkeitsfußball bekannt ist. Das alleine wäre an sich kein Problem und zu kompensieren, hat er doch andere Stärken, wie einen immens guten Schuss. Dann allerdings muss auf der Doppelsechs nachgebessert werden, da sowohl Kvist als auch Kuzmanovic zurzeit eher Altherrenfußball anbieten. Hier wünscht man sich mehr Dynamik, wie wir sie früher mit Khedira oder auch Träsch hatten. Vielleicht löst man dieses Problem auch aus den eigenen Reihen, erster Anwärter: Raphael Holzhauser.

Gebhart kam für mein Empfinden erneut zu spät, zeigte aber in den knapp 10 Minuten, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Clever, wie er in den letzten Minuten mehrere Freistöße an der Eckfahne herausholte und somit für Entlastung und das sorgenfreie herunterlaufen der Uhr sorgte.

Der Anschlusstreffer für Hoffenheim fiel durch einen von Maza dumm verschuldeten Foulelfmeter. Ansonsten war er ein guter Tasci-Vertreter.

Garant für den Sieg aber war die Achse Ulreich-Niedermeier-Ibisevic. Stark auch der zweifache Torvorbereiter Boulahrouz. Sakai gefällt mir immer besser und auch Julian Schieber merkte man zumindest die Freude an, wieder auf dem Platz zu stehen. Er war nah dran an seinem Tor und hat es sich vielleicht für seinen Ex-Glubb aufgehoben. Gegen Nürnberg dürfte er sicherlich wieder in der Anfangsformation stehen, nachdem sich Ibisevic in der Schlussphase die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hat. In der jetzigen Verfassung ist Ibisevic trotzdem schwer zu ersetzen. Langsam beginne ich meine Skepsis bzgl. dessen Wechsel zum VfB zu überdenken. Es scheint, wir hätten seit langem mal wieder einen echten Torjäger, der auch immer eine Idee im Kopf hat. Er hat ein klasse Spiel gemacht gestern.

Nachdem wir die Mannschaft noch gebührend gefeiert und verabschiedet hatten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Busparkplatz und sagten den Jungs und Mädels vom RWS hallo, ehe wir uns noch ein Siegerbierchen beim Elfmeter gönnten und die Rückfahrt antraten.

Schön, wenn man samstagmorgens aufwacht und die drei Punkte schon eingesackt sind. So können wir uns genüsslich am restlichen Wochenende die Konkurrenz anschauen im Wissen, dass unser Tagwerk bereits vollbracht ist.

Leider verpassen wir aufgrund familiärer Verpflichtungen das nächste Spiel gegen Nürnberg, mein erster „Ausfall“ in der Bundesliga seit November 2009. Heute bin ich aber zuversichtlich, dass die Negativserie gegen den Club ein Ende findet und die Jungs es auch ohne uns packen. Jetzt, nachdem seit gestern der Nichtabstieg endgültig besiegelt sein dürfte, können wir es uns auch erlauben ausschließlich nach oben in der Tabelle zu blicken. Vielleicht geht ja doch noch etwas in Blickrichtung Europa League!

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31. Dezember 2009

Der VfB Stuttgart im Februar 2009

Februar

2.2.2009

Doppelpass für Cacau

Der 2.2.2009 war für Cacau ein wichtiger Tag. Zum einen arbeitete der VfB-Angreifer, obwohl offiziell trainingsfrei war, seine Rückstände nach auskurierter Nierenkolik auf und zum anderen hatte er um 12.30 Uhr in Waiblingen einen wichtigen Termin. Denn im dortigen Landratsamt wurde Cacau im Rahmen einer festlichen Feier eingebürgert und ist damit nun sowohl brasilianischer als auch deutscher Staatsbürger. Nachdem Cacau den Eid auf das deutsche Grundgesetz geleistet hatte, erhielt er die entsprechende Einbürgerungsurkunde ausgehändigt. Einen deutschen Pass hat er inzwischen beantragt. Cacau lebt seit nunmehr fast zehn Jahren mit seiner Familie in Deutschland, das für ihn zu einer zweiten Heimat wurde.

7.2.2009

Bayer Leverkusen-VfB 2:4 in der Düsseldorfer LTU-Arena

Tore: Gomez (2), Hitzlsperger, Eigentor Sinkiewicz.

Aufgrund des Umbaus ihres Stadions müssen die Leverkusener für die Rückrunde in die Düsseldorfer LTU-Arena umziehen. Im weiteren Verlauf der Rückrunde sollte sich zeigen, dass das Spiel gegen den VfB nicht nur ein Ausrutscher war, erst im allerletzten “Heim-”Spiel schafften sie den ersten Sieg dort.

Für uns war es klasse, in Düsseldorf zu spielen. In der Bayarena waren wir schließlich schon öfter, außerdem war Düsseldorf in früheren Jahren meist ein gutes Pflaster für den VfB. Schon legendär ist der 0:7 Auswärtssieg 1986 mit 5 Klinsmann-Toren hintereinander von der 36. bis zur 78. Minute, bei dem ich auch schon dabei sein durfte. Damals noch im altehrwürdigen Düsseldorfer Rheinstadion. In der LTU-Arena war ich zuvor noch nie. Weiterer Aspekt war natürlich, dass eine Kneipentour in der Düsseldorfer Altstadt immer gut kommt. Als Fan der Toten Hosen war ich früher auch regelmäßig zu Konzerten in deren Heimatstadt, da ein Heimspiel einer Band immer etwas besonderes ist, ähnlich dem der Fanta 4 auf dem Cannstatter Wasen.

So entschlossen wir uns auch zu übernachten und reisten morgens relativ früh mit dem ICE an, um das Hotel beziehen und dann sofort in die Altstadt ziehen zu können. Diese erreichten wir gegen 12 Uhr und telefonierten uns auch sofort mit Freunden zusammen, die schon etwas früher eintrafen, teils ebenfalls per Bahn, teils mit Fanbussen, die zu den Spielen in besonderen Städten auch mal früher ankommen und später abfahren, so dass man auch von der Stadt etwas hat. In der Pinte, in der wir uns trafen, floss dann auch schon das Altbier in Strömen. Ein Meter nach dem anderen wurde bestellt und so machten wir uns relativ knapp Richtung Stadion auf. Da die Straßenbahnen um diese Zeit auch relativ überfüllt sind, hatten wir Mühe, alle zusammen in einem Wagen unterzukommen. Am Stadion angekommen mussten wir dann auch noch fast ums ganze Stadion herumlaufen, um zu unserem Block zu gelangen. Das Spiel war schon angepfiffen, als wir unseren Block erreichten. Die Plätze, die wir hatten, waren eine Frechheit! Ich orderte extra beim VfB, die beste und damit natürlich auch teuerste Kategorie, die als Gästefan möglich war und was bekamen wir? Die untersten Plätze im Block, direkt hinter dicken Gitterstäben. Ich hätte von dort nicht ein vernünftiges Foto machen können. Zum Glück war der Block bei weitem nicht voll, dass wir uns sofort weiter oben hinsaßen. Ähnliche Erfahrungen machte ich auswärts schon öfter. Hier sollte sich der VfB mal dafür einsetzen, dass solche Karten von den Gastgebern wenigstens als sichtbehindert verkauft werden. Ich hatte noch nicht richtig Platz genommen, schon stand es 0:1 durch Gomez. Danach wirkte man den Leverkusenern die Verunsicherung an, der VfB verpasste es aber nachzulegen. So brachte man mit unnötigen Abspielfehlern die Pillendreher zurück ins Spiel, die dann einige kleinere Tormöglichkeiten hatten. Deren Pulver war aber schnell wieder verschossen, der VfB schaukelte das 1:0 dann locker über die Runden bis zum Pausenpfiff. Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Magnin, der das Gomez-Tor vorbereitet hatte, setzte sich erneut am Flügel durch und flankte vors Tor, doch Hilbert verpasste knapp. Kurz darauf kam Vidal gegen Gomez zu spät und sah gelbrot. Den fälligen Freistoß hämmerte Hitzlsperger in die Maschen, über Adlers Hände hinweg. Ein Klassetor, ich fing ein, als der Ball einschlug, ob der Geschwindigkeit des Balles leider etwas verschwommen, aber hoffentlich trotzdem sehenswert. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Leverkusen kam zwar nochmal heran, doch wenig später stellte Gomez mit seinem zweiten Treffer die Weichen endgültig auf Sieg. Danach war nur noch Jubel, Trubel, Heiter- und Glückseligkeit unter den vielen VfB-Fans. Erstes Auswärtsspiel der Rückrunde und gleich ein Sieg. In der Vorrunde waren wir auswärts 4x dabei und kamen nur auf 2 Unentschieden in Mannheim gegen Hoffenheim und in Frankfurt bei 2 Niederlagen in Dortmund und in Berlin. Daher fing das Jahr 2009 natürlich auch für uns vielversprechend an. Nachdem die Mannschaft gebührend verabschiedet wurde, sahen wir zu, dass wir auf dem schnellsten Wege zurück in die Altstadt kamen, um den Sieg zu feiern. Egal wo wir dann hin kamen, es waren überall VfB-Fans da, die aus der Düsseldorfer Altstadt eine schwäbische Partyzone machten. Aus unserer Sicht verlief der Abend friedlich. Wir feierten und tranken mit Fans anderer Vereine, u. a. Gladbachern, einem Schalker und vereinzelt auch Leverkusenern bis weit in die Nacht. In der Zeitung lasen wir dann, dass es wohl noch Trouble von ein paar VfB-Fans mit Düsseldorfern Hools gegeben haben soll, wir haben nichts mitbekommen. Angesichts der mehreren tausend Fans, die an diesem Abend in Düsseldorf unterwegs waren, also eher eine Randnotiz.

Noch in Düsseldorf machten wir uns schon Gedanken, wie und wann wir das nächste Mal her kommen würden. Vielleicht steigt ja die Fortuna mal wieder ins Oberhaus auf, sonst bietet sich ein Aufenthalt ja auch bei sämtlichen Spielen im Westen an!

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11.2.2009

Länderspiele:

Deutschland-Norwegen 0:1 mit Gomez (bis zur 68.), Tasci (ab 46.) und Thomas Hitzlsperger auf der Bank.

Türkei-Elfenbeinküste 1:1 (90 Minuten mit Boka)

Rumänien-Kroatien 1:2 (Torschütze Marica, bis zur 88. Min. im Einsatz)

Schweiz-Bulgarien 1:1, Magnin bis zur 61. Minute im Einsatz.

USA-Mexiko 2:0, Ricardo Osorio war für Mexiko genauso wie Ex-VfB-Spieler Pavel Pardo über die gesamten 90 Minuten gegen die USA im Einsatz.

14.2.2009

3:3 gegen Hannover: VfB lässt sich den Sieg abluchsen

Die Aufholjagd des VfB Stuttgart unter Teamchef Markus Babbel ist ins Stocken geraten. Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Hannover 96 mussten die Schwaben mit einem 3:3 (2:2) zufrieden sein. Selbst eine schnelle 2:0-Führung durch Mario Gomez (7. Minute) und Martin Lanig (22.) reichte den Gästen vor 31.127 Zuschauern nicht zum Sieg. Einen fünfminütigen Blackout kurz vor der Pause nutzte “96″ durch Treffer von Jiri Stajner (43.) und Jacek Krzynowek (45.) zum 2:2-Zwischenstand. In der turbulenten Schlussphase erzielten zunächst Mikael Forssell (85.) und dann Thomas Hitzlsperger (87.) in seinem 100. Bundesliga-Spiel die Tore zum insgesamt verdienten Endstand.

18.2.2009

Zenit St. Petersburg-VfB 2:1 (UEFA-Cup Zwischenrunde)

Der VfB Stuttgart hat trotz einer 1:2-Niederlage bei Titelverteidiger Zenit St. Petersburg die Chance auf den Achtelfinaleinzug gewahrt. Auf schwer bespielbarem Boden und bei tiefwinterlichen Verhältnissen legten die Russen furios los, ehe sich der VfB stabilisierte und das Match ausgeglichen gestaltete. Tymoshchuk brachte Zenit auf die Siegerstraße, ehe die Hausherren auf den dritten Treffer drängten, vor dem Tor jedoch die nötige Präzision vermissen ließen. Gomez glich das frühe Tor der Russen bereits in der 15. Minute aus, danach war der VfB gut im Spiel. Unerklärlich dann, dass in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Ball vertändelt anstatt weggedroschen wurde, was die Russen zum am Ende entscheidenden 2:1 nutzten.

Am ehesten in Erinnerung bleibt von diesem Spiel aber eine “Nebensächlichkeit”. Plötzlich bekam Khalid Boulahrouz kalte Ohren. Wutentbrannt riss der VfB-Torhüter Jens Lehmann dem Innenverteidiger nach 50 Spielminuten das wollene Stirnband vom Haupt, nachdem der Niederländer mit einem verunglückten Kopfball vor dem eigenen Strafraum eine Torchance für St. Petersburg heraufbeschworen hatte. Zwar agierte Boulahrouz danach zwar auch ohne Ohrwärmer nicht ganz fehlerlos – zumindest aber blieb dem VfB nach Lehmanns symbolischem Weckruf ein weiterer Gegentreffer erspart.

21.2.2009 VfB-TSG Hoffenheim 3:3

Trotz einer Drei-Tore-Show von Goalgetter Demba Ba hat Herbstmeister 1899 Hoffenheim zwei wichtige Punkte im Titelrennen der Fußball-Bundesliga verschenkt. Sead Salihovic verschoss beim 3:3 (2:2) des Aufsteigers beim VfB Stuttgart am Samstag in der Nachspielzeit einen Strafstoß und vergab damit den möglichen Sieg.

Der überragende Ba hatte zuvor seine Saisontore neun bis elf (24./45./67. Minute) erzielt. Für die Schwaben trafen vor 54.000 Zuschauern Cacau (26.) und zweimal Mario Gomez (31./63.). Drei Tage nach dem 1:2 im Uefa-Cup bei Zenit St. Petersburg verhinderten vor allem krasse Abwehrfehler der Stuttgarter eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel gegen die Russen am kommenden Donnerstag.

Das Spiel war rassig, die Choreo, die das Commando Cannstatt mal wieder auf die Beine gestellt hat, überwältigend. Über die Anzeigetafeln wurden an die Stationen des Commando Cannstatt und die Aktionen und Choreos der letzten 12 Jahre erinnert. Die Choreo dieses Mal präsentierte ein weiss-rotes Fahnenmeer sowie den roten Brustring. Die hochgehaltenen Transparente während des Spiels zielten darauf ab, dass Hoffenheim ein von Hopp gekaufter Verein ohne Tradition ist. Immer wieder klasse, was die Kurve zu bieten hat.

Der wilde Herr Lehmann… In St. Petersburg hatte Stuttgart-Torwart Jens Lehmann (39) Mitspieler Boulahrouz das Stirnband vom Kopf gerissen. Nun gegen Hoffenheim folgte die Schuhwurf-Attacke.

86. Minute: Hoffenheims Stürmer Salihovic verliert im Zweikampf 20 Meter vor dem Tor seinen rechten Schuh, Lehmann schnappt sich den Schlappen und pfeffert ihn rücklings auf das Tornetz.

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26.2.2009

VfB-Zenit St. Petersburg 1:2

Titelverteidiger Zenit St. Petersburg ist für den VfB Stuttgart eine Nummer zu groß gewesen. Die zu lange ideen- und mutlosen Schwaben schieden durch ein 1:2 (0:1) im Rückspiel gegen die Russen in der Zwischenrunde des Uefa-Pokals aus. Der eingewechselte Neuzugang Timo Gebhart konnte in der 80. Minute mit dem 200. Uefa-Cup-Tor des VfB Igor Semschow Führungstreffer (42.) egalisieren, doch Viktor Faysulin (86.) machte dann für Zenit alles klar. Auch ohne seinen gelbgesperrten Kapitän Anatoli Timoschtschuk bestimmte St. Petersburg am Donnerstagabend vor 34.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena lange Zeit die Partie. Gegen die Russen zeigte die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel gerade in der ersten Halbzeit zu wenig, um Zenit ernsthaft gefährden zu können. Nach dem Rückstand blieb die erhoffte Offensive des VfB zu lange aus. Erst in der Schlussphase bäumte sich der Gastgeber auf.

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