30. Juni 2012

Deutschland bei der Euro 2012

oder

Jogi Löw: Vom Liebling der Nation zur persona non grata?

Was wurde nicht alles schwarz gemalt vor dieser Euro 2012 in Polen und der Ukraine. Nicht nur, was die Zustände in beiden Ländern angeht, auch der Zustand unserer Nationalmannschaft wurde sehr in Frage gestellt. Wir selbst „mussten“ in Basel mit ansehen, wie sich eine deutsche Nationalmannschaft, noch ohne die sich vom Champions League-Frust erholenden Bayern-Spieler, von einer Wintersportnation wie der Schweiz nach allen Regeln der Kunst vorführen ließ. Auch der abschließende Test gegen Israel machte nicht gerade Mut, was die bevorstehende Euro anging. Ich persönlich wollte aber nicht in den Chor der Schwarzmaler einstimmen, da ich Vorbereitungsspiele einschätzen kann und in die Fähigkeit des Trainerstabs der Nationalmannschaft Vertrauen habe, die Jungs auf den Punkt topfit zu machen. In den letzten Turnieren gelang dies schließlich immer.

Selten zuvor formulierte der gesamte Tross das Ziel Europameistertitel so offensiv wie in diesem Jahr. Nach zuletzt zwei dritten Plätzen bei Weltmeisterschaften und der Vize-Europameisterschaft 2008 wäre der Titel ja auch nur die logische Folge der Weiterentwicklung des Teams, das gespickt ist von technisch und taktisch hervorragend ausgebildeten jungen Spielern. Jedem im 23er-Kader wäre zuzutrauen bei der Euro seinen Mann zu stehen und Deutschland würdig zu vertreten. So nahm ich es Joachim Löw auch nicht übel, auf unseren Cacau zu verzichten, der einfach eine schlechte Saison hinlegte und für die bevorstehenden Anforderungen auch nicht spritzig genug wirkte. Unterstrichen hat er diese Einschätzung nach seiner Einwechslung im Test in Basel, als er doch wie ein Fremdkörper und übermotiviert wirkte und sich bei seiner wohl letzten Chance nicht wirklich empfehlen konnte. Ich hoffe, er findet beim VfB zu alter Leistungsstärke zurück, so dass er, wie Löw nach seiner Ausbootung in Aussicht stellte, weitere Chancen in der Nationalelf erhält.

Am 9.6. war es endlich soweit. Die Vorgeplänkel hatten ein Ende, von nun an konnten Fakten auf dem Platz geschaffen werden. Deutschland bekam in der sog. Todesgruppe mit Portugal gleich einen dicken Brocken vorgesetzt. Portugal mit ihrem Superstar Cristiano Ronaldo gehörte in den letzten großen Turnieren stets zu den Mitfavoriten und fühlte sich dieses Mal reif für den großen Wurf. Ronaldo erlebte die bislang beste Saison seiner Karriere, 46 Ligatore in Spanien sprechen Bände. Dazu verfügen die Portugiesen noch über eine Reihe von guten Einzelkönnern, die bei den besten Vereinen des Kontinents unter Vertrag stehen, so dass das Rezept auch nicht ausschließlich heißen konnte, Ronaldo aus dem Spiel zu nehmen. Deutschlands Aufstellung bot keine größeren Überraschungen. Dass Boateng auf den vakanten Rechtsverteidiger-Posten rücken würde, zeichnete sich schon im Vorfeld ab. Auf den offensiven Außenbahnen vertraute Löw zunächst den altbewährten Kräften Podolski und Thomas Müller, lediglich die Nominierung von Hummels anstatt dem lange verletzten Mertesacker neben Badstuber kam etwas überraschend. Das Spiel wurde die erwartet zähe Angelegenheit mit zunächst kaum Torchancen, hüben wie drüben. Im ersten Spiel dieser schweren Gruppe war für beide verlieren eigentlich verboten. So neutralisierten sich die Teams weitestgehend, ohne groß ins Risiko zu gehen. Dann aber, als Miroslav Klose schon mit den Hufen scharrte und auf seine Auswechslung wartete, diese sich aber recht lange hinzog, weil sich der vierte Offizielle mit dem herrichten der Auswechseltafel enorm viel Zeit ließ, schlug doch noch der zur Auswechslung vorgesehene Gomez zu. Nach einer leicht abgefälschten Flanke von Sami Khedira schraubte sich Gomez hoch und köpfte den Ball in die rechte Torecke. Bis zu diesem Zeitpunkt war von Gomez wenig zu sehen, was den selbsternannten Experten Mehmet Scholl zu der Aussage hinriss, er hätte Angst gehabt, dass Gomez sich wund liegen würde. In meinen Augen völlig überzogen, man kann von Gomez halten was man möchte, letzten Endes aber ist er dazu da, Tore zu schießen, diese Aufgabe hatte er zu 100 Prozent erfüllt und war somit der Matchwinner an diesem Abend. Weitere Sieggaranten waren Manuel Neuer, der in der Schlussphase noch die eine oder andere gute Einschussmöglichkeit der Portugiesen zunichtemachte, Boateng, der Ronaldo so gut es ging aus dem Spiel nahm und Mats Hummels, der ein glänzendes EM-Debut gab. Das erste Spiel dieser Gruppe gewannen überraschend die Dänen gegen die hoch gewetteten Niederlande, so dass es für diese im Aufeinandertreffen mit der deutschen Nationalmannschaft schon um alles oder nichts geht.

Die Schlagzeilen zwischen den ersten beiden Gruppenspielen wurden von Scholls Gomez-Kritik und dessen Verteidigungsplädoyers bestimmt, der seinerseits auf seine tolle Torquote in der Saison verwies und sich daraufhin nicht mehr groß ändern müsse.

Löw vertraute gegen die Niederlande der siegreichen Elf des Portugalspiels, van Marwijk brachte im Vergleich zum Spiel gegen Dänemark mit dem wiedergenesenen Mathijsen lediglich einen neuen Spieler, so dass Huntelaar und van der Vaart weiterhin auf der Bank schmoren mussten. Die Niederlande waren nach der Auftaktniederlage zum Siegen verdammt und brannten zudem auf Revanche für die 0:3-Schmach von Hamburg im November des letzten Jahres. Die erste Chance hatte dann auch van Persie, doch er scheiterte am eins gegen eins gegen den bravourös sich dagegen stemmenden Neuer. Im Gegenzug dann hatte Özil das 1:0 auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Danach verflachte die Partie etwas, beide Teams waren um Sicherheit in ihren Aktionen bemüht. Bis zur 24. Minute, als Schweinsteiger einen Pass in die Schnittstelle der holländischen Abwehr spielte, Gomez den Ball sensationell mitnahm und im Kasten versenkte. An seinem verhaltenen Jubel merkte man Gomez an, wie sehr die Debatte um seine EM-Tauglichkeit an ihm genagt haben musste. Knapp eine Viertelstunde später sorgte er dann, wieder nach Zuspiel von Schweinsteiger, eiskalt für die Vorentscheidung. Danach, im Gefühl des sicheren Sieges, ließ die DFB-Elf etwas die Zügel schleifen, so dass die Niederlande stärker auf- und knapp 20 Minuten vor Spielende sogar noch zum Anschlusstreffer kamen. Die Niederlande riskierten in der zweiten Hälfte mit der Hereinnahme von Huntelaar, van der Vaart und später auch noch Kuyt alles, mehr als der Ehrentreffer sprang jedoch zum Glück nicht mehr heraus. Das einzige was man der deutschen Mannschaft an diesem Tag vorwerfen konnte, war, dass die Konter nicht sauber zu Ende gespielt wurden und man sich auf die knappe Führung verließ. So ließ sich diese Euro mit zwei Siegen gegen Top-Nationen für Deutschland hervorragend an. Dennoch stand man noch nicht sicher im Viertelfinale, da Portugal die Dänen noch im letzten Moment schlug. Im letzten Gruppenspiel gegen Dänemark wurde also noch ein Punkt benötigt, um sicher weiter zu kommen, was auch der Tatsache geschuldet war, dass bei dieser Euro bei Punktgleichheit der direkte Vergleich mehr wert ist als das Torverhältnis, so dass uns die Dänen bei einem Sieg auf jeden Fall in der Tabelle überholen würden. Die Holländer ihrerseits hatten so ebenfalls noch eine Minimalchance weiter zu kommen, sollten sie die Portugiesen schlagen und Deutschland Dänemark mit zwei Toren Unterschied in die Knie zwingen. Tja, früher konnte man die Situation in der Gruppe einfach an den Ergebnissen und der Tabelle ablesen, heute braucht’s dazu im Zweifel noch den UEFA-Koeffizienten und ein Blick auf die Fairplay-Wertung…

Solch eventuelle Rechenspielchen konnte sich die deutsche Mannschaft aber zum Glück ersparen, da sie die Dänen letztendlich glücklich 2:1 schlug. Erstmals bei diesem Turnier musste Löw personell improvisieren, da sich Boateng gegen die Niederlande eine Gelbsperre einhandelte. Was sich in den Tagen davor bereits abzeichnete bewahrheitete sich schließlich: Lars Bender, eigentlich eher ein „6-er“, nahm diesen Part ein. An dieser Stelle kann ich mir einen schönen Gruß an Christian Träsch nicht verkneifen, der sicher gute Aussichten gehabt hätte, die rechte Außenverteidiger-Position zu bekleiden, wenn er nicht dem Lockruf des Geldes gefolgt wäre und diese Position beim VfB angenommen hätte. Beim VfB ist alles gut, wir haben schließlich jetzt Gotoku Sakai und in der Nationalmannschaft spielt den Posten Innenverteidiger Boateng oder wird, wie gegen die Dänen, von Mittelfeldspieler Bender ersetzt.

Um festzustellen, dass uns die Dänen nicht unbedingt liegen, genügt ein Blick in die Statistik. Seit Mitte der 90er-Jahre haben wir kein Spiel mehr gegen sie gewonnen, zudem verlor Deutschland das EM-Finale 1992 gegen Dänemark völlig überraschend. Gegen das dänische Abwehrbollwerk haben sich schon die vermeintlichen niederländischen Himmelsstürmer, trotz deutlichem Chancenplus, die Zähne ausgebissen. So wurde es auch die erwartet die schwere Aufgabe. Zwar brachte uns Podolski in seinem 100. Länderspiel bereits in der 19. Minute mit 1:0 in Führung, doch schon fünf Minuten später klingelte es im Kasten von Manuel Neuer. Eine Eckballvariante, die vorauszusehen war, da wenige Minuten zuvor schon einmal angewandt, auf den an der Strafraumgrenze postierten Bendtner, der den Ball in die Mitte zurück köpfte und dort von Krohn-Dehli versenkt wurde, brachte prompt dem Ausgleich. Danach glich das Spiel dem Tanz auf der Rasierklinge, erst recht als Mitte der zweiten Halbzeit Portugal gegen Holland führte und Deutschland fast den Rückstand durch den immer agilen Bendtner kassierte. In der 80. Minute war es aber nicht Bendtner sondern der Startelfdebütant Bender, der für den Siegtreffer, das eigene Weiterkommen und das Aus der Dänen sorgte. Deutschland hatte sich also in der schwersten aller Vorrundengruppen mit neun Punkten als Gruppensieger durchgesetzt und bekam zur Belohnung mit Griechenland den wohl leichtesten aller Viertelfinalteilnehmer vorgesetzt. Die Tage zwischen dem Dänemark- und dem Griechenlandspiel waren geprägt vom mehr oder weniger lauten Murren von Reservisten, die bisher kaum oder noch gar nicht eingesetzt wurden, namentlich von Reus, Götze und Kroos.

Vor allem Kroos kam offensichtlich mit der Reservistenrolle nicht zurecht, wähnte er sich doch als Stammspieler, da er im letzten Jahr fast in jedem Spiel mitwirken durfte. Dies allerdings meist dann, wenn Schweinsteiger und/ oder Khedira ausfielen, die sich beide völlig zu Recht auf der Doppel-Sechs festgespielt haben. Daher frage ich mich „was erlaube Kroos?“. Es zeugt allgemein nicht von gutem Stil während eines Turniers öffentlich Kritik zu üben und sich auszuheulen. In diesem Fall aber schlägt sie meiner Meinung nach dem Fass den Boden aus. Das deutsche Team war siegreich, Khedira überragend und Schweinsteiger, wenn auch nicht in allerbester Verfassung, dennoch als Teamleader (zu diesem Zeitpunkt noch!) unverzichtbar. Jener Tony Kroos, der im Champions League Finale keine Eier hatte und Manuel Neuer beim Elfmeterschießen den Vortritt ließ, meldete lauthals Ansprüche an. Hier war es einzig der Souveränität Löws geschuldet, dass aus Kroos‘ Vorpreschen keine Staatsaffäre wurde.

Kroos‘ Jammern wurde vom Bundestrainer auch gegen Griechenland nicht erhört. Dennoch wirbelte Löw die Startformation während dieser Euro erstmals gehörig durcheinander. Boateng ersetzte nach abgesessener Gelbsperre erwartungsgemäß wieder Lars Bender. Zudem kamen Reus für Müller, Schürrle für Podolski und Klose für Gomez zum Zug. Sehr zum Missfallen des Bundestrainers war dieses als Überraschung gedachte Wechselspiel bereits in den frühen Nachmittagsstunden am Spieltag publik geworden, so dass fortan die Suche nach dem Maulwurf auf der Agenda stand.  Griechenland musste ohne seinen Kapitän Karagounis auskommen, der im entscheidenden Gruppenspiel gegen Russland wegen einer vermeintlichen Schwalbe zu Unrecht seine zweite Gelbe Karte gesehen hat.

Löws Schachzüge gingen von Beginn an auf. Die deutlich agilere deutsche Offensive zwang die Griechen von einer Verlegenheit in die nächste. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. In der 39. Minute schließlich war der Bann gebrochen. Lahm zog, ähnlich wie bei seinem Auftakttor gegen Costa Rica bei der WM 2006, nach innen und fasste sich ein Herz. 1:0, eines muss man dem Kapitän ja lassen. Wenn er trifft, dann meist in den wichtigen Spielen, wie zuletzt auch 2008 im Halbfinale gegen die Türkei.

10 Minuten nach der Pause passierte dann das, was es eigentlich zu vermeiden galt. Nach Ballverlust von Schürrle ging es ganz schnell, Samaras schloss den schulmäßigen Konter zum schmeichelhaften 1:1 ab. Deutschland schüttelte sich kurz und setzte die offensive Marschroute unvermindert fort. Die Folge: nur gute fünf Minuten später klingelte es erneut im griechischen Kasten durch einen wunderschönen Treffer „unseres“ Sami Khedira. Dadurch war der griechische Widerstand weitestgehend gebrochen. Klose und Reus legten noch nach, der Handelfmeter in der Schlussminute zum 4:2 war nur noch von statistischer Bedeutung.

Die Wechsel von Jogi Löw zahlten sich also voll aus, weshalb er in den Medien schon als „der Mann, der alles richtig macht“ gefeiert wurde. Leider aber zu viel der Vorschusslorbeeren, wie sich noch herausstellen sollte.

Deutschland hat also das Halbfinale gegen Italien erreicht, ein Team, das vor der Euro eher wenige auf dem Zettel hatten. Bezeichnend, dass fürs Halbfinale nur Teams aus den Gruppen B und C qualifiziert waren und die „Top-Gesetzten“ Gastgeber Ukraine und Polen sang- und klanglos in der Vorrunde ausschieden. Hier sollte sich die UEFA mal überlegen, ob es sportlich gerecht ist, Teams als Gruppenköpfe zu setzen, die in der Weltrangliste unter ferner liefen stehen, auch wenn sie Gastgeberländer sind.

Jetzt also gegen Italien, gegen das Deutschland noch nie ein Pflichtspiel gewonnen hat. Ich war sehr optimistisch, dass jetzt dafür die Zeit reif wäre. Deutschland trat sowohl auf als auch neben dem Platz mit breiter Brust auf, dass man sich kaum vorstellen konnte, dass irgendetwas schief gehen konnte. Dass die Italiener gegen England 120 Minuten gehen mussten und zwei Tage weniger Zeit hatte als Deutschland, betrachtete ich aber nicht als Vorteil Italien. Zwischen Sonntag und Donnerstag konnten sich auch die Italiener ausreichend regenerieren.

Thema der Woche war der Knöchel der Nation. Bastian Schweinsteiger gab in einem Zeitungsinterview erstmals zu, dass er sich um seinen Knöchel große Sorgen mache und der Kopf mehr möchte, als sein Körper derzeit zu leisten imstande ist. Seit seinem im Februar beim DFB-Pokalspiel beim VfB erlittenen Außenbandriss kam er nie richtig in den Rhythmus und spielte, wenn er denn spielte, mit Schmerzen. Das ein oder andere starke Spiel legt er ja hin, meist aber hinkt er den Ansprüchen gehörig hinterher, so auch zuletzt gegen Griechenland, als er von ihm nicht gewohnte Fehlpässe fabrizierte. Da aber zwischen den beiden Spielen wieder sechs Tage lagen und er in den letzten Trainingseinheiten wieder mit trainieren konnte, stand hinter seinem Einsatz auch kein Fragezeichen.

Vor dem Italien-Spiel hatte sich unser Maulwurf offensichtlich frei genommen. Schade eigentlich, vielleicht hätte Löw seine Aufstellung sonst noch einmal überdacht. Er brachte wieder Podolski für Schürrle und Gomez für Klose. Dazu noch völlig überraschend Kroos, der helfen sollte, das Zentrum zuzumachen, für den gegen Griechenland überragenden Reus.

Für mich waren alle Wechsel nicht nachvollziehbar. Podolski ist nach dem Kölner Abstieg nur noch ein Schatten früherer Tage und wirkt ausgelaugt von einer langen Saison. Von Kloses Einsatz gegen Griechenland profitierte vor allem Özil, der eine Anspielstation mehr zum kombinieren gehabt hatte. Daher erhoffte ich mir, dass Klose drin bleibt. Und ganz unverständlich: Kroos für Reus. Diese Maßnahme sah sehr nach „Reagieren“ aus anstatt mit einem Reus, von mir aus auch Müller, Druck zu erzeugen. Hinterher ist man natürlich immer schlauer, so waren die Maßnahmen der berühmte Griff ins Klo. Deutschland legte eine ansehnliche Anfangsphase hin und hätte früh in Führung gehen können, wenn Pirlo nicht auf der Linie geklärt hätte. Italien näherte sich dem deutschen Tor eher zaghaft und versuchte es mit Weitschüssen, die jedoch keine große Gefahr erzeugten. Es war sicher kein Zufall, dass das 0:1 aus deutscher Sicht über die linke Seite fiel. Kroos zog es als sog. Zentrumsspieler (zu)  viel in die Mitte, weshalb seine Seite zu oft verwaist war. Cassano ließ Boateng und Hummels wie Schuljungen aussehen und kam zum flanken. Im Zentrum setzte sich Balotelli gegen Badstuber durch und köpfte unhaltbar für Neuer ein. Ausgerechnet das enfant terrible der Italiener, der in jedem Spiel eine tickende Zeitbombe ist, wurde eingeladen „Man of the Match“ zu werden. Denn auch beim 0:2 zeigte er seine Klasse, als er einen langen Ball Montolivos, nicht ernsthaft gehindert von Lahm, erlief und in die Maschen hämmerte. Damit war das Spiel so gut wie gelaufen. Gegen Italien einen Rückstand aufzuholen war schon seit eh und je schwer, so auch dieses Mal. Den Deutschen gelang es kaum, zwingend vor dem starken Buffon aufzutauchen, das Anschlusstor durch Özils Elfmeter fiel zu spät.

Das Finale 2012 lautet also Italien-Spanien, eine Ansetzung, die es schon als Gruppenspiel gab, übrigens war das eines der besseren Spiele der diesjährigen Euro, die fußballerisch mehr Magerkost als Leckerbissen bot. Viele Mannschaften traten äußerst defensiv an und suchten ihr Heil in überfallartigen Kontern. 2016 erwartet uns eine Europameisterschaft in Frankreich, erstmals aufgestockt auf 24 Mannschaften. So wird das Niveau weiter verwässert und die Gruppenphase fast bedeutungslos, wenn auch noch die vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen.

Mit dem Auftreten der deutschen Mannschaft war ich weitestgehend zufrieden. Kritik an manchen Entscheidungen habe ich oben geäußert. Nach dem Halbfinale muss man dazu die Frage stellen, ob man nicht Schweinsteiger die nötige Pause einräumen hätte müssen. Er war gegen Italien der schwächste Mann auf dem Platz, guten Ersatz hätte man mit Bender, Gündogan oder auch Kroos zur Verfügung gehabt. Im Finale 2008 war für mich mitentscheidend für die Niederlage, dass man Ballack auf Teufel komm raus fitgespritzt hatte, er der Mannschaft aber letztendlich nicht helfen konnte. Dieses Mal also Schweinsteiger und wieder hatte man den Eindruck, der Gegner hätte einen Spieler mehr auf dem Platz. Dies kann man Jogi Löw ankreiden, dass er hier seinen Worten, dass er nur 100%ig fitte Spieler einsetzen würde, keine Taten folgen ließ. Solche Entscheidungen sollte Löw künftig alleine treffen und seinem Bauchgefühl folgen. Dass er nicht alles richtig gemacht hat, hat Löw in Interviews ja auch eingeräumt und auch die Verantwortung für die Niederlage übernommen.

Dass aber jetzt von einigen Medien, allen voran die mit den vier großen Buchstaben, der Rücktritt von Löw gefordert wird und das komplette Spielermaterial in Frage gestellt wird, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Ich kann mir nach wie vor keinen besseren Trainer für die Nationalmannschaft vorstellen, der es versteht, wie kaum ein anderer, junge Leute ins Team einzubauen und ein super Klima zu schaffen. Wenn man ein Halbfinale eines großen Turniers erreicht hat, sind am Ende Nuancen oder die Tagesform entscheidend, die zum großen Wurf fehlen. Jetzt aber von Versagern zu sprechen halte ich für eine bodenlose Frechheit. Löw als erster wird sich in den Allerwertesten beißen, dass er für dieses Spiel einige falsche Entscheidungen getroffen hat. Für mich spielt die Nationalmannschaft weiter einen tollen Fußball, wenn man sich vor Augen führt, über welchen Rumpelfußball wir noch vor acht Jahren diskutiert haben. Die Mannschaft ist noch nicht am Ende ihrer Entwicklung, da ein riesen Reservoir an talentierten Spielern vorhanden ist. Der nächste, der mit Macht hinein drängt ist für mich Julian Draxler, der ja nur knapp aus dem Kader flog. Podolski wird Arsene Wenger bei Arsenal wieder in die Spur bringen und Reus wird bei Dortmund noch einen Sprung machen. Gegen Italien wurden die Schwächen auf der Rechtsverteidiger-Position und in der Innenverteidigung aufgedeckt. Hier haben wir noch das größte Steigerungspotential. Hummels ist für mich der Abwehrchef der Zukunft, Mertesacker und Badstuber sehe ich als Wackelkandidaten. Diese Vakanz sollte eigentlich unsere Innenverteidiger Schorsch Niedermeier und Serdar Tasci anspornen sich für höhere Weihen zu empfehlen. Bleiben also noch die Außenverteidiger, wo viel davon abhängt, welche Seite Lahm im Verein spielt. Sonst sehe ich uns hervorragend aufgestellt.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich in den letzten Tagen lese, ist, wir hätten zu viele „Weichspüler“ im Team und niemanden der in schlechten Phasen voran geht und dazwischen haut. Das können insbesondere Khedira und Schweinsteiger, wenn er denn fit ist. Auch Lahm vermag mal ein Zeichen zu setzen, siehe sein Tor gegen Griechenland. Was wird also erwartet? Wünscht man sich einen Typ van Bommel oder Jermaine Jones, der ständig am Rande des Platzverweises steht? Oder wünscht man sich einen Steffen Freund und Jens Jeremies zurück, die zwar fußballerisch limitiert waren, einem Gegner aber durch fieses Einsteigen oder versteckte Fouls den Schneid abkauften? Ich persönlich bin froh, dass wir inzwischen die meisten Situationen spielerisch lösen können und so in den letzten Jahren Gegner wie England, Argentinien, zwei Mal die Niederlande, Brasilien und Portugal geschlagen haben. Dass es gegen Italien nicht gereicht hat, mein Gott, so ist Fußball.

Unser ganzes Land trägt Trauer! Ja, das hängt womöglich damit zusammen, dass wir urplötzlich ein Volk von 80 Millionen Fußballfans sind. Schwarz-Rot-Geil! Ein Event über Wochen, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, drei Wochen Party satt, in den Armen wildfremder Menschen feiernd! Dann, Niederlage gegen Italien, Party jäh gestoppt und plötzlich ist alles scheiße. Würden diejenigen, die jetzt am lautesten aufschreien, Bundesligaspieltag für Bundesligaspieltag ihrem Team hinterher reisen und mit der ein oder anderen bitteren Niederlage im Gepäck eine endlos lang erscheinende Strecke auch wieder zurückfahren müssen, dann würden sie möglicherweise verstehen lernen, dass auch Niederlagen zum Sport dazu gehören. Die Niederlage, wie sie zustande kam, war verdient, fertig, aus. Trotzdem verabschiedet sich Deutschland erhobenen Hauptes aus dem Turnier. Das kapieren hoffentlich auch möglichst bald die Boulevardmedien, ohne ein Trainer-Team aus dem Amt getrieben zu haben, für das es weit und breit keine Alternative gibt.

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25. Juni 2010

WM 2010: 3. Spieltag, Gruppe E und F

Japan steht im Achtelfinale! Dänemark ist raus

Japan steht im Achtelfinale! Die Mannschaft von Trainer Takeshi Okada gewann am 3. Spieltag der Gruppe E das Endspiel um Platz zwei gegen Dänemark mit 3:1 (2:0) und trifft nun auf Paraguay. Dänemark ist ausgeschieden. Vor 27.967 Zuschauern im Royal Bafokeng Stadion in Rustenburg brachte Keisuke Honda Japan mit einem direkten Freistoß in Führung (17.). Yasuhito Endo erzielte, ebenfalls per Freistoß, das 2:0 (30.). Shinji Okazaki markierte kurz vor Schluss den 3:1-Endstand (88.). Für Dänemark verkürzte Jon Dahl Tomasson zwischenzeitlich per Nachschuss nach Foulelfmeter auf 1:2 (81.). Damit zieht Japan zum zweiten Mal nach 2002 ins Achtelfinale ein und trifft dort am 29. Juni auf Paraguay. Dänemark dagegen fliegt bei der vierten WM-Teilnahme zum ersten Mal schon nach der Vorrunde aus dem Turnier.

Holland hält sich schadlos – Robben wieder fit

Die Niederlande haben auch das dritte Spiel der Gruppe E gewonnen und damit weiter Selbstvertrauen für die K.o.-Runde getankt. Gegen das schon ausgeschiedene Kamerun gab es im letzten Gruppenspiel einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg. Vor 63.093 Zuschauern in Kapstadt brachte Robin van Persie die Niederländer in Führung (36.). Samuel Eto’o glich nach einem Handspiel von Rafael van der Vaart im eigenen Sechzehner per Elfmeter aus (63.), der eingewechselte Klaas Jan Huntelaar erzielte das Siegtor (84.). Huntelaars Treffer war ein Pfostenschuss des eingewechselten Arjen Robben vorausgegangen. Die Niederlande treffen im Achtelfinale nun auf Italien-Bezwinger Slowakei. Kamerun schließt die WM enttäuschend mit null Punkten und 2:5 Toren ab und steht ohne Coach da. Paul Le Guen bekräftigte nach dem Spiel, nicht mehr weitermachen zu wollen. Le Guen soll Nachfolger von Pim Verbeek als australischer Auswahlcoach werden.

Weltmeister Italien ist ausgeschieden

Weltmeister Italien ist sensationell in der Vorrunde gescheitert. Die Azzurri verloren das dritte Spiel der Gruppe F gegen die Slowakei mit 2:3. Der Ex-Nürnberger Robert Vittek erzielte zwei Tore für die Slowaken. Für die Italiener konnten Antonio Di Natale und Fabio Quagliarella nur noch zum 1:2 bzw. 2:3 verkürzen. Kamil Kopunek erzielte das entscheidende dritte Tor für die Slowakei. Italien ist damit nach Frankreich 2002 der zweite Weltmeister, der sich bereits in der Vorrunde verabschiedet. Die Azzurri beendeten die Vorrunde ohne Sieg auf dem letzten Platz der Gruppe F. Vor rund 53.412 Zuschauer im Ellis-Park-Stadium zu Johannesburg erreichte die Slowakei mit dem Überraschungssieg als zweites Team neben Paraguay das Achtelfinale.

Neuseeland ohne Niederlage ausgeschieden

Paraguay hat die Gruppe F mit einem 0:0 gegen Neuseeland als Erster abgeschlossen und damit gute Chancen auf den Durchmarsch ins Viertelfinale. Die Kiwis hingegen verpassten bei ihrer zweiten WM-Teilnahme die Sensation und scheiden als Gruppendritter ohne Niederlage aus. Vor 34.850 Zuschauern in Polokwane vergab der eingewechselte Edgar Benitez die beste Chance für Paraguay (76.), das zum vierten Mal in der WM-Geschichte im Achtelfinale steht. Die Runde der letzten Acht erreichten die Rot-Weißen noch nie. Für Neuseeland war die WM mit drei Remis in drei Spielen trotz des frühen Aus ein echter Achtungserfolg. Auf Seiten der Paraguayer fehlt Victor Caceres im Achtelfinale gegen Japan. Er sah seine zweite Gelbe Karte.

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21. Juni 2010

Paraguay vor dem Einzug ins Achtelfinale

Paraguay hat den Siegeszug der südamerikanischen WM-Teilnehmer fortgesetzt und steht vor seinem vierten Achtelfinal-Einzug. Die Mannschaft der Dortmunder Stürmer Lucas Barrios und Nelson Valdez war der Slowakei beim 2:0 (1:0) in Bloemfontein in allen Belangen überlegen und benötigt nur noch ein Unentschieden gegen Neuseeland, um sicher den Sprung in die nächste Runde zu schaffen. Der kurz vor dem Turnier eingebürgerte Barrios lieferte mit einem Traumpass die Vorlage zum Führungstor durch Enrique Vera (27.). Cristian Riveros (86.) stellte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den Endstand her.

Wieder kein Sieg für den Weltmeister

Weltmeister Italien hat auch das zweite Vorrundenspiel der Gruppe F nicht gewinnen können. Die Azzurri kamen gegen Underdog Neuseeland nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor rund 35.000 Zuschauer im Mbombela-Stadion in Nelspruit brachte Shane Smeltz den krassen Außenseiter früh in Führung (7.). Vincenzo Iaquinta glich per Foulelfmeter zum 1:1 aus (29.), Tommy Smith hatte Daniele De Rossi im Strafraum am Trikot gezogen. Italien und Neuseeland liegen damit mit zwei Punkten auf Platz zwei der Gruppe F, Paraguay liegt mit vier Zählern in Front. Im letzten Spiel trifft Italien auf die Slowakei.

Brasilien zieht ins Achtelfinale ein

Brasilien hat sich durch ein 3:1 (1:0) über die Elfenbeinküste als zweites Team für das WM-Achtelfinale qualifiziert. Die Tore für den fünfmaligen Weltmeister erzielten Luis Fabiano (25./51.) und Elano (62.). Didier Drogba traf für die Ivorer zum Anschluss (79.). Vor 84.490 Zuschauern in der ausverkauften Soccer City in Johannesburg war die Selecao der Elfenbeinküste spielerisch klar überlegen. Dem 2:0 ging allerdings ein klares Handspiel von Fabiano voraus. In der Schlussphase wurde das Spiel hart: Erst musste Elano nach einem Foul von Tiote mit einer Schienbeinverletzung vom Platz getragen werden, später ließ sich Selecao-Spielmacher Kaka zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste mit Gelb-Rot vom Platz (88.).

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15. Juni 2010

Oranje feiert ersten Sieg

Die Niederlande hat im Auftaktspiel der Gruppe E einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Dänemark gefeiert. Die Treffer erzielten Daniel Agger, der unmittelbar nach der Pause von Simon Poulsen angeköpft wurde und den Ball ins eigene Tor ablenkte (46.), und Dirk Kuyt (85.).

Vor 83.000 Zuschauern im Soccer City Stadium  in Johannesburg holte die Elf von Trainer Bert van Marwijk damit zwar den ersten Sieg im ersten Spiel, enttäuschte ingesamt aber über weite Strecken.

Japan schlägt Kamerun

Mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg über Kamerun ist Japan in das WM-Turnier gestartet. Die Asiaten zeigten jedoch eine erschreckend schwache Partie und konnten froh sein, dass die Afrikaner ebenfalls auf ganzer Linie enttäuschten. Das Siegtor vor 40.000 Zuschauern in Bloemfontein erzielte Keisuke Honda (39.) nach einem kapitalen Abwehrfehler Kameruns.

Stotterstart für Weltmeister Italien

Weltmeister Italien ist mit einem 1:1 gegen Paraguay ins WM-Turnier gestartet. Im Auftaktspiel der Gruppe F blieb Italiens Torhüter Gianluigi Buffon verletzungsbedingt zur Halbzeit in der Kabine.

Vor 64.000 Zuschauer im Green-Point-Stadium zu Kapstadt schockte Paraguays Antolin Alcazar (39.) den Weltmeister mit dem 1:0. Ein Torwartpatzer von Justo Villar ermöglichte dem Weltmeister in Halbzeit zwei den mehr als verdienten Ausgleich, als Daniele De Rossi (63.) zum 1:1-Endstand traf.

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12. Juni 2010

Australien: Selbstbewusster Außenseiter

Eines ist schon vor der Weltmeisterschaft absolut sicher: das Turnier in Südafrika wird dem Fußball in Australien wieder eine seltene, riesige Aufmerksamkeit bescheren. Denn durch die Zeitverschiebung laufen die Spiele der Socceroos, so der Spitzname des australischen Nationalteams, genau wie vor vier Jahren erneut vormittags im Fernsehen. Und dadurch steht der Fußball nicht in Konkurrenz mit den in Australien beliebteren Sportarten Rugby oder Australian Football. “Schon 2006 sind die Leute morgens zusammengekommen und haben ganz aufgekratzt die WM-Partien geschaut”, sagt der Nationalspieler Dario Vidosic. “Das waren richtige Frühstücks-Fanaufläufe.” Der 23-jährige Stürmer, der in der vergangenen Saison vom 1. FC Nürnberg an den MSV Duisburg ausgeliehen wurde, steht als einziger Profi aus Deutschland im WM-Aufgebot der Australier. Und er weiß, auf ihm und den anderen Socceroos wird auch ein gewisser Druck lasten.

“Nachdem Australien 2006 das Achtelfinale erreicht hat, erwarten die Fans nun auch mindestens, dass wir wieder genauso weit kommen – und das ist auch möglich”, sagt Vidosic. “Deshalb wird das erste Spiel gegen Deutschland entscheidend sein. Wir sind zwar Außenseiter, aber Fußball ist ein lustiger Sport, also haben wir auch unsere Chance.” Die Stützen der Mannschaft sind die erfahrenen Spieler Mark Schwarzer (Fulham) im Tor, Lucas Neill (Galatasaray Istanbul) in der Abwehr, Brett Emerton (Blackburn) sowie Tim Cahill (Everton) im Mittelfeld und Harry Kewell (Galatasaray) im Sturm.

Kewell wird dringend gebraucht

Kewell plagt sich aber seit langem mit Leistenproblemen herum. Wie er bei der WM eingesetzt werden kann, ist fraglich. Der 31-Jährige wird jedoch dringend gebraucht. Denn im Angriff ist Australien ohne ihn schwach besetzt – der frühere Kickers-Spieler Joshua Kennedy und Vidosic sind keine Torgaranten.

Australien, das erstmals in der Asiengruppe antrat, qualifizierte sich als eines der ersten Teams für die WM, konnte aber selten überzeugen. “Weil wir durch die weite Anreise der Spieler aus Europa wenig Zeit hatten, um uns aufeinander einzustellen”, sagt Vidosic. “Das wird nun ganz anders sein. Wir werden in der langen WM-Vorbereitung zu einer Familie zusammenwachsen.”

(STZ 10.6.10)

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