28. Juli 2010

Beginn des Trainingslagers in Donaueschingen und WM-Halbfinale gegen Spanien

Durch die ereignisreichen letzten Wochen mit Donaueschingen, Hamburg und Grenchen kam ich leider nicht dazu, den ein oder anderen Bericht zu schreiben. Aufgrund der durchweg großen Hitze wurden die Trainingszeiten der Witterung angepasst, was für uns meist “früh aufstehen” hieß. Dann waren wir ja in der Gruppe unterwegs, so dass meistens irgend etwas auf dem Programm aufstand. Daher achtete ich lediglich darauf, zeitnah die Bilder der Trainingseinheiten und Testspiele online zu stellen und vernachlässigte meinen Blog. Dies möchte ich in den kommenden Tagen noch nachholen und meine Eindrücke der letzten drei Wochen schildern.

Letztes Jahr in Leogang waren wir erstmals bei einem VfB-Trainingslager dabei. Schon damals stand fest, dass es nicht unser letztes war. Zu schön waren die Eindrücke. Wir genossen es, so nah dran zu sein und die Arbeit, die in der Saisonvorbereitung geleistet wird, hautnah mitzubekommen. Wir lernten eine tolle Clique kennen, mit der wir in der letzten Saison sehr viel Zeit verbrachten, “den Trainingslagerstammtisch”. Wie der Name schon sagt, hat sich die Gruppe bei VfB-Trainingslagern gefunden und ist im Laufe der Jahre peu a` peu gewachsen. So manchem Bruddler, der meint, wir hätten nichts besseres zu tun, als dem VfB hinterher zu reisen, sei gesagt, dass der VfB sein Quartier meist in sehr schönen Regionen aufschlägt, wo allerhand unternommen werden kann.

In diesem Jahr erwies sich die Sommerplanung als sehr schwierig. Der VfB erreichte am letzten Spieltag der vergangenen Saison durch das 1:1 in Sinsheim gegen Hoffenheim als Tabellensechster die Qualifikation zur Europa League, was uns Qualifikationsspiele am 29.7 und 5.8. beschert, also mitten in der Saisonvorbereitung. Zusätzlich wird die Vorbereitung durch die Tatsache erschwert, dass Tasci, Khedira, Cacau und Boulahrouz im WM-Halbfinale standen und somit erst Ende Juli aus dem Urlaub zurückkehren. Die in der Vorrunde ausgeschiedenen Boka und Kuzmanovic stiegen bereits am 18. bzw. 19 . Juli wieder in den Trainingsbetrieb ein.

Aufgrund dieser Umstände entschloss sich der VfB gleich vier Trainingslager abzuhalten. Da war natürlich klar, dass wir nicht alles mitnehmen konnten in diesem Jahr. Ende Juni ging es nach St. Moritz, wo in erster Linie Teambuilding auf dem Programm stand und wenig mit dem Ball gearbeitet wurde. Vom 7.7. bis 14.7. ging es nach Donaueschingen, vom 20.-24.7. reiste der VfB-Tross nach Grenchen in die Schweiz, wo am 49. Uhren-Cup teilgenommen und in Solothurn trainiert wurde. Schließlich reist der VfB nach dem Europa League Qualifikationsspiel in Molde/ Norwegen direkt weiter zur Friedrichsruhe, wo der letzte Feinschliff einstudiert werden soll und auch die restlichen Nationalspieler, hoffentlich auch der von Real Madrid umworbene  Sami Khedira, zum Team stoßen werden.

Nachdem diese Planung irgendwann im Mai feststand, entschlossen wir uns, den VfB nach Donaueschingen und nach Grenchen zu begleiten. Nach Öhringen, wo der VfB bei seinem letzten Trainingslager in der Hohenlohe trainieren wird, werden wir sporadisch hinfahren, ob mit oder ohne Übernachtung überlegen wir uns noch.

Am 7.7. ging es also für uns los nach Donaueschingen, nachdem ich morgens noch die Fäden von einer Schleimbeutel-OP am Ellenbogen gezogen bekam. Die erste Nacht buchten wir, wie unser Stammtisch, im Hotel Hirschen im Zentrum von Donaueschingen. Ab der zweiten Nacht hatten Anita und ich dann eine Ferienwohnung in Bad Dürrheim gebucht. Die meisten anderen unseres Stammtisches erwarteten wir erst am Freitag zum Spiel gegen die Grasshoppers Zürich in Waldshut Tiengen, so dass wir zunächst “nur” zu sechst waren.

Wir testeten nach dem Einchecken im Hirschen natürlich als erstes den Biergarten und genossen bei großer Hitze erst einmal ein Fürstenberg-Radler und ließen ein erstes Gruppenbild machen.

Da wir am ersten Tag natürlich die Trainingszeiten noch nicht wussten, fanden wir uns gegen 16 Uhr beim Mannschaftshotel “Öschberghof” ein. Beruhigend war natürlich, dass der Mannschaftsbus und damit auch offensichtlich die Mannschaft bereits eingetroffen waren.

Wie wir erfuhren, waren wir etwas zu früh dran und hatten noch 1-1,5 Stunden Zeit bis zum Beginn des ersten Trainings im Schwarzwald. So setzten wir uns in den zum Hotel gehörenden “Hexenweiher”, um die Zeit zu überbrücken und bei brütender Hitze noch ein wenig Schatten abzubekommen. Herbert Rudel, Fotograf der Bildzeitung und vor allem Geli bestens bekannt, saß auch bereits dort und erklärte sich freundlicherweise bereit, ein nächstes Gruppenfoto von uns zu schießen. Die Preise im Hexenweiher waren erwartungsgemäß stattlich, so hätte ein Eiskaffee 7 Euro gekostet; so trank ich dann doch lieber erneut ein Radler.

Wenig später nahmen wir dann den Fußweg, zum Trainingsplatz vorbei am Golfplatz, in Angriff. Geli blies zur Begrüßung der Mannschaft dann zunächst einmal die Vuvuzela. Schließlich war ja noch WM und am Abend stand das Halbfinale Deutschland-Spanien an, dem wir alle entgegen fieberten.

Zu Beginn einer jeden Einheit bittet Trainer Christian Gross erst einmal das gesamte Team, inklusive aller Betreuer, einen Kreis zu bilden und klärt über die Trainingsinhalte des jeweiligen Tages auf.

Unser erster Weg eines jeden Trainingstages ist der, unsere Fahne, die wir im letzten Jahr fertigen ließen, zu platzieren. Diese sollte sich während der folgenden Wochen noch schön in Szene setzen.

Nach einer Laufeinheit und Koordinationsübungen stand noch ein kleines Trainingsspielchen auf dem Programm, wo Zweikampfverhalten trainiert wurde. Mehr als ein Aufgalopp war das erste Training nicht. Uns wurde schnell klar, dass es sicher eine heiße, im wahrsten Sinne des Wortes, Woche werden würde. Die Temperaturen sollen fast durchweg jenseits der 30° liegen, Schatten findet man auf dem Gelände des Trainingsplatzes allenfalls hinter den Toren und damit hinter den Fangnetzen, wo es sich allerdings schlecht fotografieren lässt. Diesbezüglich hatten wir in Leogang weitaus bessere Bedingungen.

Dass das Auftakttraining nicht übermäßig in die Länge geschoben wurde, lag sicherlich daran, dass die Mannschaft, wie auch wir, dem Halbfinale gegen Spanien entgegen fieberte. So fuhren wir schnell zurück zum Hotel, machten uns ein wenig frisch, und sicherten uns schon einmal die besten Plätze vor der Großbildleinwand im Hotel. Nach den großartigen Spielen gegen England und Argentinien waren wir sehr optimistisch, dass auch ein gegen Spanien ein Sieg drin war. Leider war dann gegen die Spanier nichts von dem zu sehen, was die deutsche Mannschaft zuvor so stark gemacht hatte. Dass das Fehlen des Shooting-Stars Thomas Müller schwer wiegen könnte, war mir vorher klar. Dass aber ohne jegliche Inspiration und Zweikampfhärte gespielt wurde und somit den Iberern in die Karten gespielt wurde enttäuschte mich doch schwer. Hoffnung hatte ich dennoch lang. Diese machte ich daran fest, dass nach der torlosen ersten Halbzeit Jogi Löw das Team noch einmal wachrütteln und der Schalter umgelegt werden kann. Doch auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nichts. Und so kam es schließlich wie es kommen mußte. Puyol traf per Kopfball zur spanischen Führung. Danach plätscherte das Spiel dem abermaligen Halbfinal-Aus entgegen und Spanien triumphierte verdient. Dennoch hat Deutschland eine großartige, nicht für möglich gehaltene, WM gespielt. Wie vor vier Jahren waren wir erneut bis zum letzten WM-Wochenende dabei. Deutschland hat bei dieser WM einen erfrischenden Offensivfußball gespielt und war spielerisch die beste Mannschaft des Turniers. Im Halbfinale war leider Spanien die bessere Mannschaft. Die Spanier duselten sich ansonsten durchs Turnier, wie es früher die Deutschen machten, und waren da, als sie gefordert wurden. Nach der Auftaktniederlage gegen die Schweiz wäre ein Vorrunden-Aus möglich gewesen. Im zweiten Spiel gegen Honduras ließ sich David Villa zu einer Tätlichkeit hinreißen, die weder vom Schiedsrichter, noch nachträglich von der Sportsgerichtsbarkeit der FIFA geahndet wurde. Dass ausgerechnet Villa in den folgenden Spielen zur Lebensversicherung der Spanier werden sollte ist Ironie des Schicksals. Im dritten Spiel gegen die an sich bei dieser WM sehr spielstarken Chilenen, profitierte Spanien von einem ebenso unnötigen wie unmotivierten Herauslaufen des chilenischen Keepers, der es David Villa ermöglichte, aus 43 Metern aufs leere Tor und damit Spanien in Führung zu schießen. Dazu kam die harte Gangart der Chilenen, die bereits ab der 37. Minute zu zehnt spielen mußten und somit gegen die Dominanz der Spanier chancenlos waren. Im Achtelfinale war es erneut Villa, der aus schwer erkennbarer, aufgrund der Fernsehbilder aber doch klaren Abseitsstellung heraus, den Siegtreffer erzielte. Im Viertelfinale gegen Paraguay wurde erst ein korrektes Tor von Valdez für Paraguay nicht anerkannt. Als Paraguay dann einen Elfmeter, der verschossen wurde, bekam, hätte dieser aufgrund des in den Strafraumlaufens mehrerer Spieler wiederholt werden müssen. Schließlich war es wieder Villa, der Spanien in der 83. Min. erlöste. Mit diesen Ausführungen möchte ich aber behaupten, dass die Spanier ein unverdienter Weltmeister sind. Sie haben nach dem Titelgewinn bei der Euro 2008 fast durchweg überzeugt und ihre Spiele gewonnen. Dennoch wäre auf ein früheres Scheitern der Spanier möglich gewesen, was womöglich den Weg für Deutschland frei gemacht hätte. Allgemein haben die Schiedsrichter aber einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang des Turniers genommen, was den Ruf nach technischen Hilfsmitteln, denen sich die FIFA bislang immer verschlossen hat, erneut lauter werden ließ.

Wir waren also restlos bedient an unserem ersten Tag in Donaueschingen und gingen dann auch relativ früh geschlossen auf unsere Zimmer.

Letztes Jahr in Leogang waren wir erstmals bei einem VfB-Trainingslager dabei. Schon damals stand fest, dass es nicht unser letztes war. Zu schön waren die Eindrücke. Wir genossen es, so nah dran zu sein und die Arbeit, die in der Saisonvorbereitung geleistet wird, hautnah mitzubekommen. Wir lernten eine tolle Clique kennen, mit der wir in der letzten Saison sehr viel Zeit verbrachten, “den Trainingslagerstammtisch”. Wie der Name schon sagt, hat sich die Gruppe bei VfB-Trainingslagern gefunden und ist im Laufe der Jahre peu a` peu gewachsen. So manchem Bruddler, der meint, wir hätten nichts besseres zu tun, als dem VfB hinterher zu reisen, sei gesagt, dass der VfB sein Quartier meist in sehr schönen Regionen aufschlägt, wo allerhand unternommen werden kann.

In diesem Jahr erwies sich die Sommerplanung als sehr schwierig. Der VfB erreichte am letzten Spieltag der vergangenen Saison durch das 1:1 in Sinsheim gegen Hoffenheim als Tabellensechster die Qualifikation zur Europa League, was uns Qualifikationsspiele am 29.7 und 5.8. beschert, also mitten in der Saisonvorbereitung. Zusätzlich wird die Vorbereitung durch die Tatsache erschwert, dass Tasci, Khedira, Cacau und Boulahrouz im WM-Halbfinale standen und somit erst Ende Juli aus dem Urlaub zurückkehren. Die in der Vorrunde ausgeschiedenen Boka und Kuzmanovic stiegen bereits am 18. bzw. 19. Juli wieder in den Trainingsbetrieb ein.

Aufgrund dieser Umstände entschloss sich der VfB gleich vier Trainingslager abzuhalten. Da war natürlich klar, dass wir nicht alles mitnehmen konnten in diesem Jahr. Ende Juni ging es nach St. Moritz, wo in erster Linie Teambuilding auf dem Programm stand und wenig mit dem Ball gearbeitet wurde. Vom 7.7. bis 14.7. ging es nach Donaueschingen, vom 20.-24.7. reiste der VfB-Tross nach Grenchen in die Schweiz, wo am 49. Uhren-Cup teilgenommen und in Solothurn trainiert wurde. Schließlich reist der VfB nach dem Europa League Qualifikationsspiel in Molde/ Norwegen direkt weiter zur Friedrichsruhe, wo der letzte Feinschliff einstudiert werden soll und auch die restlichen Nationalspieler, hoffentlich auch der von Real Madrid umworbene  Sami Khedira, zum Team stoßen werden.

Nachdem diese Planung irgendwann im Mai feststand, entschlossen wir uns, den VfB nach Donaueschingen und nach Grenchen zu begleiten. Nach Öhringen, wo der VfB bei seinem letzten Trainingslager in der Hohenlohe trainieren wird, werden wir sporadisch hinfahren, ob mit oder ohne Übernachtung überlegen wir uns noch.

Am 7.7. ging es also für uns los nach Donaueschingen, nachdem ich morgens noch die Fäden von einer Schleimbeutel-OP am Ellenbogen gezogen bekam. Die erste Nacht buchten wir, wie unser Stammtisch, im Hotel Hirschen im Zentrum von Donaueschingen. Ab der zweiten Nacht hatten Anita und ich dann eine Ferienwohnung in Bad Dürrheim gebucht. Die meisten anderen unseres Stammtisches erwarteten wir erst am Freitag zum Spiel gegen die Grasshoppers Zürich in Waldshut-Tiengen, so dass wir zunächst “nur” zu sechst waren.

Wir testeten nach dem Einchecken im Hirschen natürlich als erstes den Biergarten und genossen bei großer Hitze erst einmal ein Fürstenberg-Radler und ließen ein erstes Gruppenbild machen.

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Da wir am ersten Tag natürlich die Trainingszeiten noch nicht wussten, fanden wir uns gegen 16 Uhr beim Mannschaftshotel “Öschberghof” ein. Beruhigend war natürlich, dass der Mannschaftsbus und damit auch offensichtlich die Mannschaft bereits eingetroffen waren.

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Wie wir erfuhren, waren wir etwas zu früh dran und hatten noch 1-1,5 Stunden Zeit bis zum Beginn des ersten Trainings im Schwarzwald. So setzten wir uns in den zum Hotel gehörenden “Hexenweiher”, um die Zeit zu überbrücken und bei brütender Hitze noch ein wenig Schatten abzubekommen. Herbert Rudel, Fotograf der Bildzeitung und vor allem Geli bestens bekannt, saß auch bereits dort und erklärte sich freundlicherweise bereit, ein nächstes Gruppenfoto von uns zu schießen. Die Preise im Hexenweiher waren erwartungsgemäß stattlich, so hätte ein Eiskaffee 7 Euro gekostet; so trank ich dann doch lieber erneut ein Radler.

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Wenig später nahmen wir dann den Fußweg, zum Trainingsplatz vorbei am Golfplatz, in Angriff. Geli blies zur Begrüßung der Mannschaft dann zunächst einmal die Vuvuzela. Schließlich war ja noch WM und am Abend stand das Halbfinale Deutschland-Spanien an, dem wir alle entgegen fieberten.

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Zu Beginn einer jeden Einheit bittet Trainer Christian Gross erst einmal das gesamte Team, inklusive aller Betreuer, einen Kreis zu bilden und klärt über die Trainingsinhalte des jeweiligen Tages auf.

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Unser erster Weg eines jeden Trainingstages ist der, unsere Fahne, die wir im letzten Jahr fertigen ließen, zu platzieren. Diese sollte sich während der folgenden Wochen noch schön in Szene setzen.

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Nach einer Laufeinheit und Koordinationsübungen stand noch ein kleines Trainingsspielchen auf dem Programm, wo Zweikampfverhalten trainiert wurde. Mehr als ein Aufgalopp war das erste Training nicht. Uns wurde schnell klar, dass es sicher eine heiße, im wahrsten Sinne des Wortes, Woche werden würde. Die Temperaturen sollen fast durchweg jenseits der 30° liegen, Schatten findet man auf dem Gelände des Trainingsplatzes allenfalls hinter den Toren und damit hinter den Fangnetzen, wo es sich allerdings schlecht fotografieren lässt. Diesbezüglich hatten wir in Leogang weitaus bessere Bedingungen.

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6. Januar 2010

Der VfB im Juli 2009

Juli

1.7.2009

Ein Quintett kehrte zurück

Das Hallo war groß, als die Nationalspieler des VfB am heutigen Mittwochmorgen den Trainingsbetrieb wieder aufnahmen und zu ihren Teamkameraden stießen, die bereits seit vergangenen Samstag im Trainingseinsatz sind. Doch das Wiedersehen währte nicht sonderlich lange. Denn während für die Spieler, die gestern Abend beim Freundschaftsspiel in Vaihingen am Ball waren, eine eher lockere Trainingseinheit auf dem Plan stand, musste sich die Rückkehrergruppe zunächst dem obligatorischen Lakattest unterziehen.

Runden drehen und Blutstropfen lassen

Und so drehten Thomas Hitzlsperger, Cacau, Christian Träsch, Khalid Boulahrouz, Ricardo Osorio auf der benachbarten PSV-Sportanlage ihre Runden, um anschließend einige Blutstropfen zu lassen, während alle anderen nach einem Regenerationsprogramm beim Spiel auf vier Tore mächtig viel Spaß hatten. Ebenfalls nicht mitmischen konnten heute Ciprian Marica, der aus privaten Gründen erst am 3. Juli wieder einsteigen wird und Arthur Boka, der weiterhin in der VfB Reha-Welt für sein Comeback schuftet.

5.7.2009

Torreicher Test am Bodensee:

Im Rahmen des Trainingslagers in Donaueschingen stand am Sonntagnachmittag ein Testspiel in Friedrichshafen auf dem Plan. Das Aufeinandertreffen der beiden “Vereine für Bewegungsspiele” wurde deutlich mit 11:2 gewonnen. Torschützen: Elson, Schieber (2), Riedle (2), Lanig (2), Simak (2), Bastürk, Didavi

6.7.2009

Jovanovic-Transfer gescheitert: Demba Ba will Klarheit

Donaueschingen/Hoffenheim – Es war ein vergleichsweise ruhiger Tag in Hoffenheim. Die Mannschaft von 1899 hatte trainingsfrei und trifft sich erst heute wieder zur nächsten Einheit, an der erstmals der neue Innenverteidiger Josip Simunic teilnimmt. Es war auch ein relativ ruhiger Tag in Donaueschingen. Da hat der VfB momentan Quartier bezogen, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison zu legen. Aber die Ruhe war trügerisch – hüben wie drüben. Viele bange Blicke gingen von Hoffenheim und Donaueschingen nach Ludwigshafen. Dort wurde die Verletzung von Demba Ba gestern zum dritten Mal innerhalb einer Woche untersucht – im Beisein der Mannschaftsärzte Raymond Best (VfB) und Pieter Beks (1899). Nach der Visite stand das Ergebnis fest. “Die Ärzte waren zufrieden – und ich bin es auch”, sagt Ba. Das Fazit des Tages ist also positiv, aber eine Entwarnung sieht anders aus.

Diese Nachricht verbreitete sich schnell in Hoffenheim und in Donaueschingen, wo Horst Heldt etwas aufatmete. Denn noch am Donnerstag war der VfB-Manager mit einem bedenklicheren Bericht aus Ludwigshafen konfrontiert worden, wonach der Heilungsverlauf von Ba (24) nicht zu prognostizieren sei. An seinem im Mai operierten Bein hatte sich eine Entzündung gebildet, die verhinderte, dass sich die Wunde schließen konnte. Pikanterweise wurde das Problem allem Anschein nach von den VfB-Ärzten erkannt – bei der medizinischen Eingangsuntersuchung, die Ba nach StZ-Informationen in Stuttgart bereits absolviert hat.

Nach diesem Befund war der Schock bei Heldt groß. So war klar, dass der gestrige Check maßgeblich darüber befinden würde, ob es überhaupt noch eine Chance für den Wechsel des Stürmers aus Hoffenheim nach Stuttgart gibt. Bei einem erneuten negativen Resultat hätte der VfB von der Verpflichtung wohl oder übel Abstand genommen, aber jetzt steht die Tür für Ba zumindest wieder einen Spalt weit offen.

Die Clubs haben sich auf eine Ablöse von knapp 15 Millionen Euro geeinigt. Die Voraussetzung lautet allerdings: der Spieler aus dem Senegal muss richtig fit sein. Noch habe er diese Wunde am Bein, aber er habe keine Schmerzen mehr, so Ba, der deshalb glaubt, vielleicht in zehn Tagen mit dem Lauftraining beginnen zu können. Bis er wieder ganz hergestellt ist und in einer Partie 90 Minuten lang eingesetzt werden kann, werden jedoch noch ein paar weitere Wochen vergehen, so dass Ba den Saisonauftakt Anfang August verpasst. Zudem wäre er sicher auch in den beiden wichtigen Champions-League-Qualifikationsspielen am 18./19. und 25./26. August noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Ist der VfB bereit, diese Kröte zu schlucken und diesen Preis zu zahlen?

Wenn der Transfer des offensiven Mittelfeldspielers Milan Jovanovic von Standard Lüttich perfekt wäre, würde es Heldt vermutlich leichter fallen, mit Ja zu antworten. Denn der Serbe kann auch im Angriff auflaufen. Aber die Sache ist nicht perfekt. Heldt droht jetzt sogar damit, den Kontakt abzubrechen. “Für uns ist das Thema erledigt”, sagt er, weil der Standard-Chef Luciano D’Onofrio auf seiner Ablöseforderung von 8,5 Millionen Euro beharrt – allen gegenteiligen Ankündigungen zum Trotz. Der VfB bietet fünf Millionen. Dann ist Schluss, aber vielleicht will Heldt auf diese Weise ja auch nur ein finales Warnsignal an D’Onofrio schicken, damit endlich Bewegung in den Finanzpoker kommt. Jovanovic hat sich jedenfalls zum VfB bekannt.

Ba auch. Er legt nach. Am Sonntag habe er mit dem Hoffenheimer Assistenztrainer Peter Zeidler telefoniert, sagt er. Der habe erklärt, dass schnell eine Entscheidung her müsse, damit man auf dem Transfermarkt noch reagieren kann – “und ich will auch eine schnelle Entscheidung, weil mich die Situation mental belastet und weil ich wissen muss, wo meine Zukunft liegt”, sagt Ba.

Der VfB braucht auch Planungssicherheit, aber er verspürt keinen Zeitdruck. Vor einer Vertragsunterzeichnung will sich der Club weiter absichern. Nicht dass die Zwangspause von Ba noch länger ausfällt. Dieses Risiko soll ausgeschaltet werden. Deshalb dürfte der Wechsel kaum so zügig über die Bühne gehen wie von Hoffenheim und Ba gewünscht – zumal für Donnerstag schon die nächste Untersuchung in Ludwigshafen anberaumt ist. Ein wirklich ruhiger Tag wird also auch das nicht. (STZ online)

8.7.2009

Abschied vom Öschberghof

Nach einer Woche im Trainingslager am Öschberghof verabschiedeten sich die Spieler, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten und Zeugwarte des VfB vom Personal des Hotels. Wie schon in den vergangenen Jahren fühlten sich alle rundum wohl und gut versorgt. Die Trainingsbedinungen waren sehr gut, das Essen hervorragend und der Service vorbildlich. Die Spieler und Mitarbeiter und Angestellten des VfB sowie die Mitarbeiter des Öschberghofs freuen sich schon wieder auf das nächste Mal, wenn es wieder nach Donaueschingen ins Lauftrainingslager geht.

8.7.2009

20-Millionen-Euro-Transfer: Der VfB plant den Coup mit Huntelaar

Gerhard Poschner kennt sich aus in Madrid. Da hat er bis 2001 für den Vorortclub Rayo Vallecano gespielt. Seitdem hält er den Kontakt. Deshalb wunderte sich der frühere VfB-Profi nicht, als er gestern im Fachblatt “Marca” gelesen hat, dass der holländische Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar vor dem Transfer von Real nach Stuttgart steht. “Das schreiben die Zeitungen hier schon seit Wochen”, sagt Poschner. An den Geschichten ist etwas Wahres dran.

Der VfB plant den größten Coup seiner Geschichte. Wie “Marca” berichtet, wird Huntelaar (25) zwar auch von Manchester United umworben. Aber die Engländer müssten sich beeilen, weil der VfB ein Angebot vorgelegt habe, das man kaum ablehnen könne, heißt es. Dabei beruft sich die Zeitung auf eine Quelle bei Real. Der VfB kommentiert das nicht. Klar ist jedoch erstens, dass bereits Gespräche mit Real und dem Huntelaar-Berater Arnold Oosterver geführt wurden. Und zweitens steht fest, dass der Spieler selbst nicht abgeneigt ist und dass diese Verhandlungen in den vergangenen Tagen noch einmal intensiviert worden sind.

Denn dem VfB sind zuletzt erhebliche Zweifel an der Verpflichtung des ursprünglichen Wunschkandidaten Demba Ba aus Hoffenheim gekommen. Nach wie vor ist ungewiss, wann der unter einer Entzündung unterhalb des Knies leidende Senegalese wieder fit ist – jedoch kaum vor Mitte/Ende August (die StZ berichtete). Dann sind der Saisonauftakt und die beiden Qualifikationsspiele zur Champions League vorbei. Deshalb fragt sich der VfB, ob das Risiko nicht viel zu groß ist: 15 Millionen Euro für einen angeschlagenen Spieler.

Huntelaar würde sogar knapp 20 Millionen kosten, doch das könnte der VfB stemmen. Weil der Transfer von Milan Jovanovic (Lüttich) geplatzt ist, hat der Club fünf Millionen Euro gespart. Zusammen mit den 15 Millionen für Ba wären das die 20 Millionen für Huntelaar. Problematischer ist das Gehalt. Der Torjäger müsste Abstriche machen, nachdem er momentan bei Real rund vier Millionen Euro netto verdient. Außerdem hat der VfB in ManU namhafte Konkurrenz – wobei Huntelaar jedoch schon gesagt hat, dass er zu keinem absoluten Topclub will. Da würde er um einen Stammplatz fürchten und als Folge um seine Teilnahme an der WM 2010.

Diese Signale ermutigen den VfB, der jetzt alle Hebel in Bewegung setzen und an seine finanzielle Schmerzgrenze gehen will. Ob das reicht, liegt dann an Huntelaar. (STZ Online)

8.7.2009

Testspielerfolg gegen Albstadt:

Am Morgen trainierten die VfB-Spieler noch in Donaueschingen im Trainingslager Kurzpassspiel und spielten auf kleinen Feldern fünf gegen fünf. Abends stand dann das Testspiel gegen den FC 07 Albstadt an, das der VfB 5:0 gewann. Torschützen: Hilbert, Bastürk, Gebhart, Elson, Simak

9.7.2009

Absage an Ba – kommt das Ja von Huntelaar?

Die Dame im Büro der Groninger Agentur Soccer Vision ist zwar freundlich, aber auch abweisend bestimmt. Es tue ihr ja leid, “doch ich darf dazu nichts sagen”, wiederholt sie mehrmals. Und auf die Frage, wer etwas sagen darf, antwortet sie: “Mein Chef, aber der ist heute nicht zu sprechen.” Der Chef heißt Arnold Oosterveer – und der entscheidet maßgeblich darüber, ob der holländische Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar (25) von Real Madrid zum VfB wechselt.

Dass Oosterveer nicht zu erreichen war, hatte einen guten Grund. Denn als die Dame am Donnerstagmittag in seiner Firma sagte, dass sie nichts sagen darf, saß ihr Chef gerade mit dem VfB-Sportmanager Jochen Schneider zusammen, um sich über die möglichen Konditionen des Transfers zu unterhalten. Mit Real war zu diesem Zeitpunkt nach StZ-Informationen schon alles klar. Demnach zahlt der VfB eine Ablöse von 18 Millionen Euro. Sollte sich die Mannschaft im nächsten Monat für die Champions League qualifizieren, kommen noch einmal zwei Millionen hinzu. Diese Herkulesaufgabe hat der VfB gemeistert. Wenn in den nächsten Tagen dann auch Huntelaar Ja sagt, ist der größte Transfercoup in der Stuttgarter Vereinsgeschichte perfekt.

Klar ist seit Donnerstagabend, dass der 25-jährige Holländer dem Hoffenheimer Demba Ba den Rang als Wunschkandidat der Stuttgarter endgültig abgelaufen hat. Denn nach der Untersuchung des Senegalesen in Ludwigshafen steht fest, dass der VfB Ba nicht verpflichten wird. Das Problem bei dem Angreifer ist seine Entzündung unterhalb des Knies, die verhindert, dass er bis zum Saisonstart fit wird. Ba hat sich die Komplikationen selbst zuzuschreiben: Denn anstatt sein operiertes Bein wie von den Ärzten angeordnet im Urlaub zu schonen, marschierte er munter durch Las Vegas. Letztlich scheute der VfB, für den in sechs Wochen die wichtigen Qualifikationsspiele zur Champions League anstehen, das Risiko, für einen angeschlagenen Spieler rund 15 Millionen Euro zu bezahlen.

Über Huntelaars Gehalt muss noch verhandelt werden

Bleibt also Huntelaar, in dessen Fall es allerdings noch ein paar Hürden zu überspringen gilt: speziell das Gehalt des Spielers, aber auch Vertragsdetails wie die Laufzeit. Zudem wünscht Huntelaar offenbar eine Ausstiegsklausel, die ihm für eine festgeschriebene Summe die vorzeitige Freigabe für einen Spitzenclub garantiert. Von diesen Punkten, die im Mittelpunkt Verhandlungen zwischen Oosterveer und Schneider standen, hängt alles ab.

Der Spieler kassiert bei Real angeblich mehr als drei Millionen Euro netto – eine Dimension, die ihm der VfB nicht bieten kann. Huntelaar müsste Abstriche machen. Dass er dazu grundsätzlich bereit ist, zeigt die Tatsache, dass am Donnerstag überhaupt ein Treffen stattgefunden hat. Wenn die Vorstellungen zu weit auseinandergegangen wären, hätten sich Oosterveer und Schneider die Mühe sparen können.

Aber der VfB hat signalisiert, dass er an seine Schmerzgrenze vorstoßen will. Dass dadurch Unruhe entstehen und das finanzielle Gefüge der Mannschaft durcheinandergewirbelt werden könnte, befürchtet der Club nicht. Erstens sei klar, dass Huntelaar ein besonderes Kaliber ist, heißt es, und zweitens sei jeder im Kader ein Profi und wisse, dass das Geschäft nun mal so ist. Dass die bereits vor einiger Zeit aufgenommenen Gespräche mit einem Star wie Huntelaar nun ziemlich weit fortgeschritten sind, zeigt, welchen Stellenwert der Stuttgarter Bundesligist inzwischen in Europa besitzt. Immerhin hat Huntelaar einem so erfolgreichen Verein wie Olympique Lyon schon abgesagt. Das bedeutet jedoch nicht, dass der VfB keinen Konkurrenten mehr hätte. Er hat sogar noch mindestens drei: Manchester United, den AC Mailand und Olympique Marseille.

Bei ManU und Milan müsste Huntelaar aber um einen Stammplatz fürchten. Auf der Ersatzbank würden seine Chancen auf die Teilnahme an der WM 2010 sinken. Dieses Turnier ist sein Ziel. Und im Duell mit Marseille fühlt sich der VfB alles andere als chancenlos. Außerdem hat er einen Vorsprung, weil er bereits handelseinig mit Real ist. Gelingt auch mit Huntelaar der Durchbruch, dürfte sogar die Dame von Soccer Vision etwas mitteilsamer werden. (STZ online)

11.7.2009

Torlose Generalprobe

Eigentlich war es als ganz normales Testspiel inmitten der Vorbereitung auf die neue Saison 2009/10 gedacht. Doch nach der Auslosung der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal wurde das Freundschaftsspiel des VfB beim Regional-ligisten SG Sonnenhof Großaspach am heutigen Samstag zur Generalprobe für das Cup-Duell in drei Wochen.

Nullnummer ohne Nationalspieler:Fehlen der VfB-Stars ärgert Fans und Gegner

Sie machen den Reiz aus, ihretwegen strömen die Fans – umso ärgerlicher, wenn die Stars fehlen. Der VfB Stuttgart trat beim faden 0:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ohne seine Nationalspieler an. Die Zuschauer waren enttäuscht, beim Gegner machte das Wort Respektlosigkeit die Runde.

5600 Fans waren aufs Sportgelände Fautenhau nach Großaspach geströmt, in Erwartung großer Namen und großer Taten. Gegangen sind sie mit der bitteren Erkenntnis, dass sie Geld und Zeit besser anderweitig investiert hätten – wenn sie nicht Sympathisanten der munteren Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach waren, die dem B-Team des VfB mit vier Großchancen und einem verschossenen Elfmeter einheizte. Dennoch fehlte auch den Einheimischen etwas – der Hauch der großen weiten Fußballwelt. Stars wie Thomas Hitzlsperger, Cacau, Serdar Tasci, Ludovic Magnin oder Ciprian Marica – und hätten sie nur Autogramme geschrieben. Doch keiner war da.

“Für die Nationalspieler hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung keinen Sinn gemacht. Ich hatte meine frischesten Spieler dabei”, rechtfertigte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Entscheidung, Talenten wie Patrick Funk, Daniel Didavi, und Alessandro Riedle Spielpraxis zu geben. Einige Spieler des Regionalligisten Großaspach werteten dies als “Zeichen mangelnden Respekts”. Sonnenhof-Hotelier Uli Ferber bemerkte spitz: “Hoffenheim war zwei Tage zuvor in Bestbesetzung da.” Mit Topspielern wie Vedad Ibisevic, Carlos Eduardo, Chinedu Obasi und Timo Hildebrand. “Ich will keinen Spieler abwerten, aber wegen der Stars kommen die Zuschauer ja auch”, sagte Ferber. Gerade wegen der Stars. (STN online)

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13.7.2009

Trainingsstart in Leogang

Eine Viertelstunde vor Beginn der ersten Übungseinheit beim Trainingslager in Leogang fuhr der Mannschaftsbus mitsamt den Spielern und Trainern vom Hotel Krallerhof los in Richtung Steinbergstadion. Nach nur fünf Minuten Fahrzeit sahen die Spieler um Kapitän Thomas Hitzlsperger dann ihren Trainingsplatz für die nächsten Tage.

Eine kleine aber feine Tribüne bietet den zahlreichen Fans Platz zum Zuschauen, und die kamen auch gleich voll auf ihre Kosten. Nach ein paar Runden Warmlaufen auf dem sehr gut präparierten Rasen spielten die Akteure sieben gegen drei und die Torhüter trainierten separat mit Ebbo Trautner. Anschließend folgte ein Spielchen auf ein kleines Feld. Die Co-Trainer Rainer Widmayer und Alexander Zorniger ließen dann noch Flanken mit Torabschluss üben, ehe es nach zwei Runden Auslaufen wieder in Richtung Hotel ging. (vfb.de)

Der 13.7.09 war auch der Tag, auf den wir hingearbeitet hatten, begleiteten wir doch den VfB zum ersten Mal ins Trainingslager. Daher waren wir sehr neugierig, was uns erwarten würde. Leogang ist ein kleiner, aber feiner Ort nahe Saalfelden am Steinernen Meer und liegt idyllisch eingebettet in der Bergwelt im Land Salzburg. Wir hatten eine Ferienwohnung übers Internet gebucht. Da ich zeitnah Bilder online stellen wollte, mußte die Wohnung natürlich über einen Internetanschluß verfügen. Durch das Internet hielt ich mich in der Hängepartie bzgl. Neuzugängen immer auf dem neuesten Stand und konnte mich auch sonst über die VfB-Seite informieren, wann Trainings angesetzt waren, oder was sonst anstand, sollte die Kommunikation nicht wie gewünscht funktionieren. Die Wohnung war gemütlich eingerichtet und verfügte über alles, was man zum Leben gebrauchen kann. Mit dem Einchecken erhielten wir die Leogang-Card, die bei zahlreichen Freizeiteinrichtungen in Leogang und Region zum freien oder ermäßigten Eintritt berechtigte. So war täglich eine Berg- und Talfahrt mit der Asitz-Bahn enthalten oder freier Eintritt ins Schwimmbad. Eine feine Sache! Gleich am ersten Tag besuchten wir natürlich das Training. Noch waren nicht sehr viele Fans anwesend, doch das sollte sich schon am nächsten Tag ändern.

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14.7.2009

1,1 Millionen Euro Überschuss:Die Roten schreiben schwarze Zahlen

Zufriedenheit würde die Gemütsverfassung der VfB-Granden nur unzutreffend beschreiben. Präsident Erwin Staudt und sein Finanzchef Ulrich Ruf waren am Dienstagabend mehr als nur zufrieden. Beide präsentierten den Mitgliedern im Carl-Benz-Center voller „Stolz“ den Geschäftsbericht 2008.

„Und jetzt kommt die Nachricht des Abends“, rief Ruf den etwa 1000 anwesenden Mitgliedern zu: „Uns ist es gelungen, im sechsten Jahr in Folge einen Gewinn zu erzielen.“ Unter dem wohlwollenden Nicken der roten Gemeinde ließ sich Ruf dann die Zahl auf der Zunge zergehen: „Wir haben einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,128 Millionen Euro erwirtschaftet.“

Gleichzeitig musste der Finanzdirektor aber einräumen, dass der Fußball-Bundesligist im Jahr 2008 nicht an das Rekordergebnis von 2007 anknüpfen konnte. Der Umsatz sank von 132,3 Millionen auf 98,7 Millionen Euro. Nach den Ursachen mussten die Mitglieder nicht lange fragen: Es fehlen die Einnahmen des Meisterjahres, in dem die Roten auch im Pokalfinale (2,4 Millionen Euro Einnahmen) standen.

Ruf: “Allein 19 Millionen Euro haben wir bei der medialen Verwertung der Champions League eingenommen.” Aber auch in der Liga staffelt sich der Anteil am TV-Geld nach der Platzierung: Der Sechste bekommt 750 000 Euro, Platz drei ist zwei Millionen wert und der Meister kassiert sieben Millionen.

Dennoch steht der VfB insgesamt auf einem tragfähigen Fundament. Präsident Staudt meint sogar: “Wir gehören zu den Topclubs in Deutschland.” Der Verein sei in den Punkten Solidität, Seriosität und Sympathie in der Liga ganz weit vorne.

14.7.2009

Kitzlochklamm und Nachmittagstraining

An unserem 2. Tag besuchten wir zunächst das Kitzlochklamm. Nachmittags ging es dann ins Steinbachstadion zum zweiten Training des Tages. Erstmals dabei war auch Markus Babbel, der direkt von Köln nach Leogang kam. Da in diesen Tagen die Grundlagen für die ganze Saison gelegt werden, war es ihm wichtig, so lang wie möglich dabei sein zu können. Trainiert wurden überwiegend Koordination, Kraft und Kondition und das bei brütender Hitze. Ich ließ mir nach dem Training die Möglichkeit nicht entgehen, mich mit Cacau und Hitz ablichten zu lassen.

Als wir später dann Richtung Abendessen unterwegs waren, joggten die Hoffenheimer an uns vorbei, die ja im selben Ort ihr Domizil hatten. Einige von uns wollten die Ex-Stuttgarter nett begrüßen, denen war es aber eher peinlich. Den Vogel schoß Timo Hildebrand ab, der nur “Demba Ba” murmelte und uns damit wohl ärgern wollte. Dann wollten wir den Hoffenheimern kurz beim Training zuschauen, doch wir wurden ausgesperrt bzw. nicht herein gelassen (durch den Zaun fotografiert, siehe unten). Betont sei an dieser Stelle, dass die “Annäherungsversuche” wirklich nett waren und nicht gepöbelt oder beleidigt wurde. Dass sie durch solche Aktionen einem nicht sympathischer wurden, dürfte aber klar sein…

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15.7.2009

Der dezente Konter von Horst Heldt

Am Morgen danach ist Jens Lehmann nichts mehr anzumerken. Es ist 9.50 Uhr. Der Torwart betritt als letzter Stuttgarter Spieler den Trainingsplatz in Leogang und wärmt sich vor einem Spruchband des VfB-Fanclubs Köngen auf. Business as usual ist angesagt. Knapp zwei Stunden später beendet Lehmann die Einheit. Ehe er in den wartenden Bus steigt, erfüllt er noch ein paar Autogrammwünsche. Dann fährt er mit seinen Kollegen ins Mannschaftshotel, wo Horst Heldt schon auf ihn wartet. Da ist es 12.30 Uhr.

Am Abend zuvor ist Lehmann nach vorne geprescht – per Videoclip bei der Jahreshauptversammlung des Clubs im Carl-Benz-Center. Da kritisierte er die Einkaufspolitik und forderte die Mitglieder auf, den Aufsichtsrat und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen. Nicht nur, dass immer noch kein Nachfolger für Gomez gefunden sei – um in der Champions League bestehen zu können, benötige man noch mindestens eine weitere Verstärkung, sagte Lehmann und setzte Heldt unter Druck.

Wenn dem Manager diese Vorgehensweise missfallen hat, lässt er sich das am Tag danach zumindest nicht anmerken. Es ist 14 Uhr. Lehmann sei eben sehr ehrgeizig, “was das Wichtigste in diesem Geschäft ist”, sagt Heldt, nachdem er zuvor unter vier Augen mit dem früheren Nationaltorwart gesprochen hatte. Dabei dürften die beiden im Kern nicht so weit auseinander sein. Denn auch Heldt weiß, dass erstens Handlungsbedarf besteht und dass die Zeit zweitens allmählich auch ein bisschen knapp wird. Schließlich fängt die neue Saison am 7. August an.

Heldt: “Jens ist nur einer, der offen seine Meinung vertritt”

Darum geht es auch am Nachmittag, als der Manager auf der Terrasse des Teamhotels in Leogang sitzt und sich bemüht, die Offensive von Lehmann zu bewerten. Von wegen der Torhüter setze dem VfB die Pistole auf die Brust. Das sei nicht die Absicht gewesen, sagt Heldt, “Jens ist nur einer, der offen seine Meinung vertritt.” Damit gebe es überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, Lehmann sei ein mündiger Spieler, “wovon wir alle beim VfB profitieren.”

Dennoch wäre es Heldt vermutlich lieber gewesen, der mündige Spieler hätte seine Bedenken intern vorgetragen und nicht halböffentlich auf der Mitgliederversammlung, was ohnehin ein ziemlich ungewöhnlicher Ansatz ist. In diese Richtung zielt dann auch der dezente Konter, den sich Heldt nicht verkneifen kann. Jeder beim VfB habe bestimmte Aufgaben, sagt er, “die Aufgabe unseres Torwarts ist es, möglichst wenig Gegentore zu kassieren – und den Rest erledigen dann wir.”

Ende der Durchsage. Lehmann schweigt am Tag danach ganz. Heldt dürfte ihn darauf hingewiesen haben, dass es nicht die Schuld des VfB ist, dass sich Patrick Helmes einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Die Alternative Demba Ba leidet unter einer Operationswunde am Knie, was eine Verpflichtung riskant gemacht hätte. Ohne diese Komplikationen wäre einer von ihnen schon beim VfB gelandet, und Lehmanns Videobotschaft anders ausgefallen.

Mit dem Brasilianer Vagner Love hat Heldt parallel verhandelt

Andererseits ist es offensichtlich so, dass dem Torhüter das Feilschen um die dritte Kraft Klaas-Jan Huntelaar inzwischen zu lange dauert. Seitdem sich der VfB vor einer Woche mit Real Madrid auf eine Ablöse von 18 Millionen Euro (zuzüglich zwei Millionen bei der Qualifikation für die Champions League) geeinigt und dem Spieler ein mit vier Millionen Euro brutto dotiertes Vertragsangebot vorgelegt hat, herrscht Stillstand. Allerdings habe der Huntelaar-Berater Arnold Oosterver versichert, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung falle, sagt Heldt, “und dieser Berater macht einen seriösen Eindruck”. Der VfB rechnet damit, dass sich Oosterver am Samstag oder Sonntag meldet, weil Huntelaar auch noch von Tottenham Hotspur umworben wird. Die Ausgangslage ist eindeutig: die Engländer bieten mehr Geld – und die Stuttgarter die besseren sportlichen Perspektiven.

Sollte Huntelaar den finanziell gut gepflasterten Weg nach England vorziehen, würde sich der VfB auf Vagner Love konzentrieren. Mit dem Brasilianer von ZSKA Moskau hat Heldt parallel verhandelt und ist nach StZ-Informationen ebenfalls in einem weit fortgeschrittenen Stadium angelangt. Das gilt auch für die Gespräche, die er mit Serdar Tasci führt. Der Verteidiger soll seinen 2010 endenden Vertrag vorzeitig verlängern. Gestern Abend hat sich Heldt noch mit dessen Berater Uli Ferber unterhalten. ,,Wir sollten höllisch aufpassen, dass wir jetzt nicht alles in Schutt und Asche reden. Immerhin sind wir in der letzten Saison Dritter geworden”, sagt Heldt noch. Dann war der Tag danach vorbei.

15.7.2009

Vormittagstraining, Gondelfahrt auf den Asitz und Testspiel gegen Pinzgau

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Nach dem Training fuhren wir mit der Gondel auf den Asitz. Leider war es dort oben sehr bewölkt, so dass die Aussicht nicht die beste war. Die Hütte oben ist aber urgemütlich und es läßt sich gut essen und trinken.

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Hoher Sieg gegen Pinzgau: Nach einem kurzen aber heftigen Gewitter begann das Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Österreich gegen den FC Pinzgau mit fünf Minuten Verspätung im Saalfelder Stadion am heutigen Mittwochabend. VfB-Coach Markus Babbel verzichtete beim 9:0-Sieg neben Torhüter Jens Lehmann auf Stefano Celozzi, Matthieu Delpierre, Alessandro Riedle, Arthur Boka und Daniel Didavi, die individuell trainierten. Torschützen: Tasci (2), Marica (2), Rudy (2), Cacau, Bastürk, Schieber.

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16.7.2009

Vormittagstraining und Fanfest auf der Kralleralm

Nach dem Testspielerfolg und vor dem freien Nachmittag stand der Spaß im Vordergrund. Nach etwas Aufwärmgymnastik gab es Sidestep-Übungen, bei denen Ludovic Magnin wie so oft die Lacher auf seiner Seite hatte. Danach folgte ein Lattenschießen, drei blieben übrig: Stefano Celozzi, Daniel Didavi und Ciprian Marica. Sie hatten die Wahl, ob sie sich auf die Linie stellen und abschießen lassen wollen oder ob sie dem Zeugwart beim Aufräumen helfen. Didavi und Celozzi stellten sich auf die Linie, Marica räumte lieber auf. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die auch auf die Tribüne überschwappte.

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Seit vier Jahren veranstaltet der VfB im Sommer-Trainingslager ein Fanfest zum Dank für die tolle Unterstützung. Am heutigen Donnerstagabend war es wieder soweit. Rund 100 Anhänger kamen auf die Initiative des VfB-Fanbeauftragten Peter Reichert in die Kraller Alm, die nur einen Steinwurf entfernt vom Hotel Krallerhof liegt, wo der VfB seit Montag sein Trainingslager absolviert. Ab 19.00 Uhr gab es Gegrilltes und Getränke für die Fans, und VfB-Betreuer Jochen “Goalie” Rücker brachte sehr zur Freude der Anhänger gleich acht Profis mit in die Wirtschaft. Neben Publikumsliebling Ludovic Magnin kamen Timo Gebhart, Julian Schieber, Stefano Celozzi, Matthias Schwarz, Christian Träsch, Daniel Didavi und Georg Niedermeier.

Wir waren ja das erste Mal dabei und von dem Abend überwältigt. Danke an Peter Reichert für die tolle Organisation, Essen, Trinken und Ambiente hätten kaum besser sein können. An unseren Tisch kam Stefano Celozzi, der weniger über sein Jahr beim KSC, als vielmehr über seine Lehrzeit unter Hermann Gerland plauderte. War sehr interessant sich mit einem Profi auch über alltägliche Dinge unterhalten zu können. Ein Höhepunkt das Abends war, als Georg Niedermeier unseren Uwe interviewte und ihm zu seinem 50. im Namen des VfB gratulierte. Jochen Rücker sammelte seine Jungs dann pünktlich wieder ein, dass sie rechtzeitig in die Federn kamen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Für uns ging die Party noch lange weiter. Über die Anlage dröhnten Gassenhauer wie Ein Stern, der über Stuttgart steht oder VfB ein Leben lang.

Am nächsten Morgen kam uns dann zu Ohren, einige VfB-Fans hätten diese Songs dann auch vor dem Hoffenheimer Hotel aufgedreht und deren Nachtruhe gestört….

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17.7.2009

Letzter Tag vor der Abreise zum T-Home-Cup nach Gelsenkirchen

Auch heute fanden zwei intensive Trainingseinheiten statt, erstmals auf dem Schwimmbadsportplatz, da der VfB und die Hoffenheim die Plätze tauschten. Für uns war es gut so, denn unser Quartier lag hier um die Ecke.

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18.7. 2009

T-Home-Cup auf Schalke:

Der VfB hat das Halbfinale im T-Home Cup gegen den Gastgeber FC Schalke 04 knapp für sich entschieden und steht damit im Endspiel des Mini-Turniers in der Gelsenkirchener Veltins-Arena. Nach zweimal 30 ereignisreichen Minuten war eine Spielszene entscheidend, die im Zusammenspiel mehrerer VfB-Youngster zum goldenen Tor durch Sebastian Rudy führte.

Schon bei der Aufstellung war ersichtlich, dass es VfB-Cheftrainer Markus Babbel in Gelsenkirchen nicht nur um die bloße Spielpraxis ging. Für den ernstzunehmenden Härtetest mitten in der Vorbereitung schickte er seine zu diesem Zeitpunkt effektivsten Spieler in den Ring. Verzichten musste er dabei auf einige leicht angeschlagene Akteure, denen er eine Pause gönnte. Plangemäß stand Jens Lehmann an seiner alten Wirkungsstätte erstmals in der neuen Saison zwischen den Pfosten.

19.7.2009

T-Home-Cup auf Schalke

Zweiter Sieg blieb aus: Der VfB hat den Titelgewinn beim T-Home Cup in Gelsenkirchen verpasst. Bei dem Einladungsturnier inmitten der Saison-Vorbereitung verlor das Babbel-Team das sonntägliche Finalspiel gegen den Hamburger SV mit 0:3. Für das Endspiel beim T-Home Cup setzte Cheftrainer Markus Babbel ausschließlich Spieler ein, die am gestrigen Halbfinaltag beim 1:0-Erfolg gegen den gastgebenden FC Schalke 04 nicht in der ersten Elf waren. Somit bekamen alle fitten Akteure des Lizenzspielerkaders die Chance, sich im Rahmen des hochkarätigen Mini-Tuniers zu präsentieren und zu empfehlen. Sein Gegenüber auf der Trainerbank, Neu-HSV-Coach Bruno Labbadia, tat es Babbel gleich und ersetzte etliche namhafte Spieler, die gestern den Finaleinzug perfekt machten, durch die zweite Garde.

Da der VfB ja abtrünnig war und ich schon immer mal in die Bullen-Arena nach Salzburg wollte, schauten wir uns dort den Kick RB Salzburg-Austria Wien an. Es war immerhin Saisonauftakt, Meister gegen Pokalsieger, und dennoch kamen gerade mal knapp über 13.000 Zuschauer. Das war enttäuschend. Und das Spiel selbst auch absolut unterirdisch vom Niveau her. Zunächst einziger Höhepunkt war, dass eine Reihe vor uns Dragoslav Stepanovic Platz nahm. Ich sprach ihn gleich an, was er hier mache. Er ist jetzt Trainer in Novisad und traf in der Europa League Quali auf Austria Wien. Zum Spiel: Austria Wien ging in Führung und erst als der alte Alexander Zickler von Huub Stevens eingewechselt wurde, kippte das Spiel, Salzburg gewann glücklich 2:1, und werden demnach sicher nicht zu unrecht die Bayern der Alpenrepublik genannt. Ein paar Bilder hier:

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20.7.2009

Erstes Training mit U21-Europameister Sami Khedira

Nach der Rückkehr vom T-Home-Cup auf Schalke war erstmals der U21-Europameister Sami Khedira mit von der Partie. Er wurde natürlich von den anwesenden Fans frenetisch gefeiert. Ebenfalls auf dem Platz stand Horst Heldt. Da er viel telefonierte, hofften wir insgeheim, wir würden den Huntelaar-Deal aus erster Hand erfahren. ;-) Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir waren schon enttäuscht, dass wir im Trainingslager keinen verpflichteten Hochkaräter zu sehen bekamen, andererseits herrschte auch Verständnis für die Vereinsführung, dass sie die Preistreiberei auf dem Markt nicht bedingungslos mitmachte.

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20.7.2009

Schulter ausgekugelt: Boulahrouz fällt vier bis sechs Wochen aus

Rückschlag für den VfB Stuttgart und seinen Innenverteidiger Khalid Boulahrouz. Der Niederländer hat sich beim Turnier in Gelsenkirchen die Schulter ausgekugelt und fällt voraussichtlich sechs Wochen lang aus.

Im Trainingslager in Leogang präsentierte sich Boulahrouz (27) in glänzender Verfassung: schnell, giftig und höchst motiviert für den Kampf um die Stammplätze. Beim T-Home-Cup ereilte den Niederländer der Rückschlag: Im Spiel gegen Schalke kugelte sich Boulahrouz bei einem Zweikampf die Schulter aus.

Der Innenverteidiger fuhr mit Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best nach Stuttgart, wo eine hochauflösende Computertomografie durchgeführt wurde. “Boula” kommt voraussichtlich um eine Operation herum. Die Schulter wird zunächst konservativ behandelt. Dennoch fällt Boulahrouz vier bis sechs Wochen lang aus. (STN online)

Mir persönlich tat der neuerliche Rückschlag von Khalid Boulahrouz sehr weh. Er gefiel mir in den Trainingseinheiten und Testspielen bisher richtig gut und man hatte den Eindruck, er möchte in der Pre-WM-Saison nochmal voll angreifen. Technisch stark ist er ja sowieso, er brachte sich aber auch super in die Gruppe ein. In den Trainingsspielen dirigierte er und wies auch die jungen Spieler wie Celozzi auf Stellungsfehler hin. Wir waren ja auch letztes Jahr schon in St. Pauli dabei, als er sich kurz vor Saisonbeginn verletzte und daher einige Zeit weg vom Fenster war. Und das ist eben leider die Zeit, in der die Karten um die Stammplätze gemischt werden.

21.7.2009

Letztes Training in Leogang

Leider hieß es an diesem Tag fast schon wieder Abschied nehmen. Bevor die Mannschaft am Abend in Zell am See noch auf den englischen Erstligisten Birmingham City traf, stand noch ein intensives Training auf dem Programm. Nach dem Training bestand wie immer die Möglichkeit Fotos mit Spielern zu machen und Autogramme zu holen.

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21.7.2009

Sieg vor Alpenpanorama

Zum Abschluss des Trainingslagers in Leogang siegte der VfB am heutigen Dienstagabend in Zell am See vor 876 Zuschauern im Testspiel über den Premier League-Aufsteiger Birmingham City FC mit 2:0. Um 18.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Oliver Drachter im Alois Latini Stadion die Partie bei sommerlichen Temperaturen an. Torschützen: Elson, Schieber.

Wir machten uns nach dem Training noch kurz frisch und trafen uns schon kurz danach an der Pension der Anderen. Dorthin hatten wir ein Großraumtaxi bestellt, welches uns die etwa 25 Kilometer nach Zell am See bringen sollte. Pro Leogang-Card war eine Taxifahrt über 15km oder zwei Kurzstreckenfahrten enthalten. Da keiner die Zeit über Taxi gefahren ist, legten wir zusammen und konnten die Strecke umsonst mitfahren. Zell am See ist ein idyllisch gelegener Touristenort. Zunächst aßen wir noch etwas und machten uns dann bei hochsommerlichen Temperaturen auf den Fußweg Richtung Stadion am anderen Ende des Sees. Als wir aus Zell am See Zentrum herauskamen, fanden wir leider nirgends eine “Raststätte”, um den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Nach längerer Zeit kam dann ein Cafe, in welches wir auch schnell einkehrten. Danach ging es dann auch schon zum Latini-Stadion, schön direkt am See gelegen. Heiko und Winne sind schon vorgegangen und wurden von den Veranstaltern angesprochen, ein VfB-Fan solle doch unsere Mannschaftsaufstellung präsentieren, die der Engländer würde ein englischer Verein vorlesen. Und, wer wäre da prädestinierter als unsere Geli. Erst zierte sie sich noch, vor der Kulisse, dieses Amt anzunehmen, nach kurzer Zeit fand sie aber selbst Gefallen daran, nachdem wir alle ihr Mut zusprachen. Also bekamen wir schon mal lange vor Anpfiff den Spielberichtsbogen zu Gesicht und schon war es auch so weit. Als sie zu unserer Nummer 11, Thomas Hitzlsperger, kam, ließ sie sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, ihn als ihren persönlichen Lieblingsspieler “My Hammer” anzukündigen. Dieser war danach sichtlich gerührt, schließlich ist Geli sein größter Fan überhaupt. Das Spiel selbst war ein typischer Sommer-Test-Kick mit wenigen hochkarätigen Torchancen und vielen Spielerwechseln in der 2. Halbzeit. Dennoch gewann der VfB am Ende verdient. Vor allem der eingewechselte Elson überzeugte und schoß ein wunderschönes Tor. Jedes Team hatte dann die eigene Methode der Nachbereitung. Beim VfB wurde noch eine kurze Trainingseinheit für die Einwechselspieler angesetzt, die Briten schwitzten im Eisbad aus.

Nach kurzer Verabschiedung und einem Smalltalk mit Peter Reichert, gingen wir zur mit dem Taxifahrer verabredeten Bushaltestelle und warteten. Leider schien uns der Taxifahrer vergessen zu haben. Auf einem Balkon saß ein freundliches Ehepaar holändischer Nationalität. Da wir so durstig aussahen, ließ sich der Herr des Hauses nicht lumpen und versorgte uns mit Bier. Die Damen durften sogar in die Wohnung auf die Toilette. Wirklich nette Leute. Als das Taxi immer noch auf sich warten ließ, wir aber immerhin jemand erreicht hatten, der uns ein Taxi schicken wollte, schauten wir noch ins Alpenhotel rein und tranken dort, zum Unwillen unserer Frauen, noch ein Pils. Dort war Bingo-Abend angesagt und das Durchschnittsalter der Anwesenden um die 65 Jahre. Auch dort wurden wir freundliche aufgenommen, Winne durfte sogar mitspielen. ;-) Leider kam dann das Taxi doch recht bald, hier hätte man es auch noch aushalten können. Zurück in der Pension nahmen wir noch einen Abschiedsumtrunk zu uns, schließlich stand am nächsten Morgen für alle die Rückreise an. Einige machten noch kurz Station in Going, um Armin Veh, Alfons Higl und Christian Gentner “Hallo” zu sagen, wir hängten noch ein paar Tage Urlaub am Attersee an.

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Das Trainingslager nimmt nicht ganz zufällig so einen großen Platz in meinem VfB-Jahresrückblick ein. Für mich persönlich war es auch DER Höhepunkt des Jahres. Wir waren ja Novizen was Trainingslager angeht. Die ersten regelmäßigen Trainingslagerfahrer lernten wir auf Petras und Toms Polterabend wenige Wochen vor der Abfahrt kennen. Auf der einen Seite wuchs natürlich die Vorfreude, auf der anderen waren wir aber auch skeptisch, weil uns gleich vermittelt wurde, dass man quasi alles zusammen machen würde. Das wollten wir mal auf uns zukommen lassen, wir hatten auch zunächst nicht vor, wie es dann aber kam, fast jedes Training “mitzumachen”, sondern wollten auch in der Gegend etwas unternehmen und mal schön ins Freibad gehen. Doch manchmal kommt es eben anders als man denkt. Wir waren fast bei jedem Training dabei und unternahmen sehr viel mit den anderen, die uns super aufgenommen haben. Wir kommen seither regelmäßig zusammen, treffen uns bei allen Heimspielen und unternehmen die eine oder andere Auswärtstour zusammen. Außerdem haben wir mittlerweile unsere Trainingslager-Stammtisch-Fahne. In diesem Kreis fühlen wir uns wirklich sehr wohl und freuen uns schon auf die Touren 2010.

Trotzdem kamen auch unsere Sightseeing-Aktivitäten nicht zu kurz. Im Schwimmbad waren wir zwar nicht, sind aber sonst schon das eine oder andere Mal die Gegend abgefahren und haben was angeschaut. Es wäre schön, wenn der VfB auch im nächsten Jahr wieder nach Leogang kommen würde, wir wären auf jeden Fall wieder mit dabei. So nah und locker erlebt man die Spieler und Trainer sonst nirgends. Und das Fanfest auf der Kralleralm war der Hammer.

Die Trainingseinheiten waren zum großen Teil intensiv, jeder hat mitgezogen und es machte nicht den Eindruck, es wäre ein Stinkstiefel dabei oder jemand würde von den anderen geschnitten werden. Der Kader ist natürlich zu groß, nach meinen Beobachtungen aber ausgeglichen, so dass ich zuversichtlich für die Saison war und dachte, im Grunde könne der Trainer fast jeden bringen. Den Absturz der folgen sollte, konnte man sich beim besten Unwillen nicht vorstellen. Im Gegenteil erhoffte man sich natürlich noch hochkarätige Neuzugänge, die das Gebilde perfektionieren würden. Hinterher kann man sich jetzt, mit den Erfahrungen ein halbes Jahr später, die Frage stellen, ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, die Mannschaft im Großen und Ganzen zu belassen, die in der letzten Rückrund Sensationelles geleistet hat. Schließlich ist ja von den Leistungsträgern “nur” Mario Gomez gegangen. Aber: hinterher ist man immer schlauer. Jedenfalls erweckte das Team in der Vorbereitung den Eindruck eine Einheit zu sein und das war sie hinterher nicht mehr, als neue Großverdiener hinzukamen.

23.7.2009

Verhandlungen mit Huntelaar geplatzt

Der Wechsel von Klaas-Jan Huntelaar zum VfB Stuttgart ist offenbar geplatzt. Der niederländische Nationalstürmer von Real Madrid habe die Verhandlungen mit dem Fußball-Bundesligisten abgebrochen, vermeldet der VfB Stuttgart auf seiner Website. Manager Horst Heldt wird dort zitiert: “Wir wollten Klaas-Jan Huntelaar verpflichten, weil er mit seiner Spielweise sehr gut in unsere Mannschaft gepasst hätte. Aber wir sind nicht bereit, uns hinhalten zu lassen.”

Zwar soll Huntelaar dem VfB eigentlich bereits eine Zusage gegeben haben, nun aber doch lieber in die englische Premier League gehen wollen. Im Gespräch seien der FC Arsenal und auch der FC Chelsea. Mit Real Madrid war sich der VfB bereits über eine Ablöse von zunächst 18 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Torjäger einig geworden, muss sich nun aber wohl anderweitig umsehen.

25.7. 2009

Leistungscheck in Fürth bestanden:

Es darf spekuliert werden, ob es schon seine Stammformation war, die Cheftrainer Markus Babbel im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth aufbot, das der VfB relativ locker 5:0 gewann. Torschützen: Marica, Cacau (2), Lanig, Schieber

26.7.2009

55.000 Fans beim Saison-Opening

Als die VfB-Profis am Sonntag um 10.15 Uhr das Robert-Schlienz-Stadion neben der Mercedes-Benz Arena betraten, schauten sie in 160 lachende Kindergesichter. Denn vor dem offiziellen Beginn des von der Gmünder Ersatzkasse GEK präsentierten VfB Opening 2009 um 11.00 Uhr absolvierten die Spieler um Kapitän Thomas Hitzlsperger eine Trainingseinheit mit den vier bis 16 Jahre alten VfB-Fritzle-Club-Mitgliedern. Neben den vielen kleinen VfB-Fans waren auch schon die meisten der 55.000 Anhänger auf den P9-Parkplatz geströmt, als die bigFM-Moderatorin Susanka Bersin und vfbtv-Frontmann Holger Laser die Megaparty in weiß-rot eröffneten.

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30.7.2009

Hleb kehrt zum VfB zurück

Aliaksandr Hleb wechselt auf Leihbasis mit sofortiger Wirkung vom FC Barcelona zum VfB Stuttgart. Am heutigen Donnerstagmorgen wurden die Verträge mit dem FC Barcelona und Alex Hleb perfekt gemacht.

Bereits von Juli 2000 bis zum Sommer 2005 spielte der weißrussische Nationalspieler im Trikot mit dem roten Brustring und absolvierte für den VfB 137 Bundesliga-Spiele. Der 28-Jährige ist Kapitän der weißrussischen Nationalmannschaft und wurde sechsmal zu Weißrusslands Fußballer des Jahres gewählt. Beim VfB Stuttgart trägt Hleb künftig das Trikot mit der Rückennummer 23.

Horst Heldt, Vorstand Sport: “Mit Aliaksandr Hleb haben wir einen Weltklassespieler verpflichtet, der die Qualität unserer Mannschaft noch weiter erhöht.”

Aliaksandr Hleb: “Ich habe mich für den VfB entschieden, da die Mannschaft über großes Potenzial verfügt und ich davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam viel erreichen können.”

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