20. Februar 2019

Explosionsgefahr!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , – Franky @ 08:36

In einer turbulenten Woche, in der Michael Reschke (endlich) gefeuert und von Thomas Hitzlsperger abgelöst wurde, legte „der Neue“ sein Hauptaugenmerk auf das Innenleben der „Mannschaft“ und eruierte zusammen mit Markus Weinzierl, wie man die Lebensgeister wieder wecken könnte.

Gewisse Blockaden konnten wohl gelöst werden, war doch, was jedoch nicht schwer war, eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Debakel in Düsseldorf zu verzeichnen. Statt kollektiver Leistungsverweigerung, war sie plötzlich da, die Bereitschaft das zu tun, was das Mindeste ist, was man von einem Sportler erwarten kann. Laufen, grätschen, kämpfen, dem Nebenmann helfen, einfach der Wille, sich nicht ohne Gegenwehr zu ergeben.

Genauso lesen sich die Stimmen zum Spiel, deutlich verbessert, jeder hat sich den Allerwertesten aufgerissen oder „wenn wir so spielen, steigen wir definitiv nicht ab“. Selbstbeweihräucherung as it’s best, dabei stehen wir auch nach nunmehr 22 Spieltagen mit erbärmlichen 15 Punkten da. Der VfB spielt seine schlechteste Bundesliga-Saison aller Zeiten, fuhr gerade die sechste Niederlage im elften Heimspiel ein und alle klopfen sich auf die Schultern.

Unter normalen Umständen müssten wir bereits jetzt hoffnungslos zurückliegen und dürften die Nichtabstiegsplätze nur noch mit dem Fernglas betrachten. Einzig Hannover und Nürnberg ist es zu verdanken, dass doch alles nicht so schlimm ist, wie man uns gern weismachen möchte. Augsburg ist ebenfalls noch in Reichweite, Glück für uns, dass sie durch zwei Torwartfehler gerade noch 2:3 gegen die Bayern verloren haben.

Dass allein das auf den Platz bringen der Basics für den Klassenerhalt zu wenig ist, sollte jedem klar sein. Das Spiel des VfB war auch am Samstag wieder von Ideen-, Plan- und Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Wo sind der Esprit, die Spielfreude, der Spielwitz und die Konzentrationsfähigkeit?

Auch das sind Eigenschaften, die man von elf Jung-Millionären, die ihr Hobby zum Beruf machen durften, erwarten können muss. Nahezu nach jedem Spiel werden uns die Minuten vorgerechnet, in denen man gut mitgehalten habe, und was gewesen wäre, wenn.

Doch, hier gilt kommt eine alte Fußballer-Weisheit, die Adi Preißler von sich gab, zum tragen „Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz“ oder auch „ein Spiel dauert 90 Minuten“.
Die dieses Mal von der sechsten bis zur 68. Minute erstaunlich lang andauernde „gute Phase“, wie Weinzierl vorschwärmte, kann man sich natürlich besser reden als sie war.

Dabei wäre dieser Tag doch wie gemacht gewesen für die Wende. Kaiserwetter, vorfrühlingshafte Temperaturen Mitte Februar, endlich mal wieder ein Spiel Samstag 15:30, die Mannschaft befreit von Dampfplauderer Reschke und Gentner erstmals seit 2012 (!) 90 Minuten lang auf der Bank.

Einziger Schönheitsfehler war zunächst das spärlich gefüllte Stadion, 46.072 Zuschauer zwar offiziell, in Wahrheit dürften es noch 10.000 weniger gewesen sein, und ein fast leerer Gästeblock. Wie Rangnick darauf kommt, Leipzig habe mit Schalke und Dortmund die meisten Auswärtsfans, wird sein Geheimnis bleiben. Aber halt, vielleicht boykottieren die Leipziger ja die Traditionsvereine!

Dass etliche VfBler, die nicht zum Spiel wollten oder nicht konnten, ihre Karten in der Cannstatter Kurve nicht einmal mehr über den Zweitmarkt losbekommen, spricht Bände. Zum einen hat die „Mannschaft“ es langsam aber sicher mit ihren bemitleidenswerten Auftritten geschafft, das Stadion leer zu spielen, zum anderen verramscht der VfB hochpreisige Tribünen-Tickets und wirft den Käufern noch Restbestände der Puma-Kollektion hinterher, so dass der eine oder andere sicherlich gedacht hat, o. k., kauf ich mir das Ticket, nehme das Präsent und setze mich gediegen auf die Gegengerade. Ein weiterer Aspekt, weshalb es bei diesem Spiel gegen einen durchaus attraktiv spielenden Gegner, diese Minuskulisse gab. Plastikclubs ohne Fankultur und Tradition ziehen eben nicht!

Dass Gentner ausgerechnet in Spiel eins nach Reschke, das Geschehen von der Bank aus betrachten durfte, erinnert mich an die Demission von Fredi Bobic, als sich Sven Ulreich nach Jahren der Unantastbarkeit umgehend (zunächst) auf der Ersatzbank wiederfand. Unwahrscheinlich, dass da nicht die Sportdirektoren, aus unterschiedlichsten Beweggründen, in die Aufstellung reingeredet haben. Vermisst wurde Gente indes nicht, sein Vertreter Gonzalo Castro „ersetzte“ ihn über weite Strecken ordentlich, so dass es keinen Grund gibt, für Bremen auf dieser Position etwas zu ändern.

Castro scheint es geholfen zu haben, dass sein „Ziehvater“ Reschke nicht mehr da ist. Dass Reschke massiv in die Aufstellungen reingeredet hat und die Spieler in der Kabine totgequasselt haben soll, ist schon ein starkes Stück. Da frage ich mich, nachdem dies schon Wolfs Ende eingeläutet hat, weshalb man mit dessen Rauswurf so lange gewartet hat. Ein absolutes No-Go im Fußball.

Gerade bei einem sensiblen Spieler wie Castro, ist es der Leistung nicht zuträglich, wenn da einer, der dessen Verpflichtung zu verantworten hat, ihm ständig erzählt, wie enttäuscht er von ihm sei und was er alles von ihm erwarte, vor allem dann nicht, wenn der Trainer das womöglich anders sieht.

Dass wir auch nach dem Leipzig-Spiel gegen die Top-7 der Tabelle noch ohne jeglichen Punktgewinn da stehen, hat sicher nichts damit zu tun, dass der Capitano nicht auf dem Platz stand.

Abermals lag man in Rückstand, ehe das Spiel richtig begonnen hatte. Erneut hatte das Tor etwas von Slapstick. Flache Hereingabe in den 5-Meter-Raum durch Timo Werner, Zieler lenkt den Ball mit den Fingerspitzen in die Mitte ab, wo Kempf über den Ball tritt und Poulsen freistehend nur noch einzunetzen braucht. Einfacher geht’s nicht.

Beide von uns beteiligten Spieler, aber auch Kabak, der sich von Werner ausspielen ließ, geben dabei keine gute Figur ab. Dass Zieler in dieser Saison nicht der Rückhalt der Vorsaison ist und die Seuche hat, zeigte sich auch beim zweiten Leipziger Treffer, als er sein direktes Freistoßtor Nummer 17 fing und damit die Torhüter-Rangliste in dieser Statistik mit deutlichem Vorsprung anführt. Dahinter folgen übrigens direkt Ulreich, Benaglio und Leno, Stuttgarter Torwartschule, könnte man da fast meinen! Hier aber kein Vorwurf an Zieler, der Freistoß war sensationell geschossen, zudem hielt es Pavard in der Mauer nicht für nötig, hoch zu springen, und dennoch passt es ins Bild, wenn in unserer misslichen Lage uns nichts und den Gegnern alles gelingt.

Davor erhielt der VfB ein Elfmetergeschenk, welches Zuber dankend annahm, und wir waren überraschend im Spiel zurück. Man hätte sogar durch Kabak oder Ascacibar mit 2:1 in Führung gehen und durchaus punkten können, wenn eben der Freistoß nicht gepfiffen worden wäre und sich unsere Abwehr beim 1:3 nicht so einfach hätte aushebeln lassen. Da der Elfer ebenfalls unberechtigt war, möchte ich nicht über den Freistoß lamentieren, der zum 1:2 geführt hat, auch wenn es ein Stürmerfoul von Poulsen war. Es ist dennoch schade, dass wir nach dem geschenkten Elfmeter das Momentum nicht nutzen konnten.

Weinzierl hat es bislang noch nicht geschafft, die Abwehr zu stabilisieren. Mit 50 Gegentoren stellen wir DIE Schießbude der Liga. Wird diese defensive Anfälligkeit nicht umgehend abgestellt, dürfte es schwierig werden, den Klassenerhalt zu schaffen. Nominell lesen sich die Aufstellungen zwar nicht schlecht, dennoch frage ich mich, weshalb ein erfahrener Spieler wie Holger Badstuber überhaupt keine Chance mehr erhält, den Laden zusammenzuhalten.

Er hat, wie alle anderen auch, Fehler gemacht und ist ein Ehrgeizling, der sicherlich das eine oder andere Mal, einem Spiel oder auch seiner Situation geschuldet, ungenießbar ist und übers Ziel hinausschießt, doch, wenn man mitbekommt, wie es um das Innenleben der Truppe bestellt ist, ist er bei weitem nicht der einzige Unruheherd und müssten einige andere ebenfalls auf immer und ewig verbannt werden. Ich denke, mit seiner Erfahrung, Ruhe und Übersicht könnte er uns stabilisieren.

Dass der Gegner für einen erfolgreichen Neubeginn zu stark sein würde, war mir schon vor dem Spiel klar. Frappierend ins Auge stachen gegen die flinken Leipziger die Schnelligkeitsdefizite und dass wir nach vorne weiterhin null Durchschlagskraft entwickeln. Bei den Leipzigern hatte man stets den Eindruck, dass sie jederzeit noch zulegen konnten, während der VfB am Limit spielte und es nach wie vor nicht versteht, mit eigenem Ballbesitz etwas anzufangen. So wird es schwer, auch nur noch ein einziges Spiel zu gewinnen!

Ob das in Bremen besser wird? Mut könnte machen, dass Werder eine der vier Mannschaften ist, gegen die uns in dieser Saison überhaupt ein Sieg gelang und dass Werder nicht einmal aus dem Eigentor des Jahres Kapital geschlagen hat.

Der letzte Sieg bei Werder datiert aus der Meistersaison, es gibt also bessere Pflaster für ein Endspiel für Markus Weinzierl, das es wohl ist. Werder spielt eine solide Saison und ist den Europacuprängen näher als den Abstiegsplätzen. Letzteres verwundert nicht, bei diesem Schneckenrennen, das wir uns liefern. Zuletzt kam Werder bei Hertha BSC zum Lastminute-Ausgleich, wobei Claudio Pizarro im 20. (!) Jahr in Folge ein Liga-Tor erzielte und zudem mit 40 Jahren und 136 Tagen als ältester Bundesliga-Torschütze aller Zeiten in die Annalen einging. Dies war sein 3. Saisontor, womit er als Standby-Profi bei uns Platz zwei der „Torjäger“-Liste einnehmen würde.

Ein ganz großer Spieler und sympathisch dazu. Bin gespannt, ob wir ihn am Freitag noch einmal erleben werden. Vielleicht darf er ja zum dritten Mal in dieser Saison von Beginn an ran. Gegen Abstiegskandidaten riskiert es der Bremer Coach schon mal, mit 10 ½ Mann aufzulaufen, so bisher nur gegen Augsburg und Düsseldorf. Dass es den Joker kurz vor Schluss gegen uns noch braucht, bezweifle ich.

Davon, Weinzierl nach dem Leipzig-Spiel rauszuschmeißen, hätte ich nichts gehalten. Zum einen ist ihm nach diesem Spiel nicht sehr viel vorzuwerfen, auch weil Leipzig nicht unsere Kragenweite ist, zum anderen könnte ein neuer Mann bis Freitag nicht viel bewirken. Nach dem Bremen-Spiel Freitags bis Hannover Sonntags wäre länger Zeit und es stünde eine dankbarere Aufgabe für einen Debütanten an als bei Werder, wo die Trauben traditionell hoch für uns hängen.

Ich bin nicht einmal davon überzeugt, dass uns ein Trainerwechsel jetzt überhaupt noch weiterhelfen würde. Wer soll es denn machen? Bei den üblichen Verdächtigen auf der Liste der arbeitslosen Fußballlehrer kommt mir das Grausen. Einzig mit Felix Magath bis Saisonende und dann einem richtigen Neuanfang im Sommer könnte ich mich anfreunden. Jetzt aber einen zu holen, wie einst Korkut, mit Vertragslaufzeit über die Saison hinaus, würde uns sehr wahrscheinlich garantieren, dass sich die Scheiße nächste Saison nahtlos fortsetzt.

Wobei, seit neuestem ist die Liste der arbeitslosen Trainer um einen prominenten Namen reicher: Alex Zorniger! Ihn würde ich mit Kusshand wieder nehmen, unter ihm hatten wir zwar fast genauso oft verloren wie unter Weinzierl, aber, attraktiver. Ich ging selten nach Niederlagen so frohgelaunt nach Hause wie in der kurzen Ära Zorniger. Ein Jammer, dass ihm das Glück fehlte, er es mit zu vielen aus der Mannschaft verscherzt hatte und die hiesigen Medien mit seiner schroffen Art nicht zurechtkamen.

An Weinzierl festzuhalten, dafür fehlen mir ehrlich gesagt die Argumente. Er hat in einem halben Jahr weder seine Formation gefunden noch ist ein Spielsystem zu erkennen, welches ihm vorschwebt. Da hätte ich mir nach der Winterpause ein klareres Konzept erwartet. Daher bin ich eigentlich nur gegen einen Trainerwechsel, weil kein Mann verfügbar ist, dem ich es zutraue, neuen Schwung zu entfachen und der den Job lediglich bis zum Saisonende machen würde. Jeder Kandidat ab dem Sommer, von den derzeit verfügbaren Andi Hinkel oder auch David Wagner, sähe ich ungern durch den möglichen Abstieg verbrannt. Ich halte es für unmöglich, dass der Abstiegs-Trainer auch Trainer in der neuen Saison sein kann.

Der Protest gegen Dietrich indes setzt sich fort und wird lauter. Ich hoffe, dieser geht mit einer Vehemenz weiter, dass Dietrich in absehbarer Zukunft nichts anderes übrig bleibt, als seinen Sessel zu räumen, steht für ihn das Wohl des VfB wirklich an erster Stelle und nicht nur sein eigenes. Dieser Mann hat außer leeren Versprechungen und der Verpflichtung des rheinischen Hofnarren nichts geleistet und trägt daher die Verantwortung für das derzeitige Dilemma.

Wer weiß, ob er den „pflegeleichten“ Thomas Hitzlsperger nicht gar aus Kalkül auf den Sportvorstand-Posten gehievt und ihm gleich einen 3 ½-Jahresvertrag gegeben hat, um andere klangvolle Namen, die im Raum schweben, wie Rangnick und Klinsmann, von vornherein zu verhindern? Diese würden nämlich große Macht für sich beanspruchen, was so überhaupt nicht den Vorstellungen Dietrichs entspricht. Ihm geht es um Eigeninteresse und um eigenen Machterhalt. Schwache Führungskräfte scharen schwaches Personal um sich, daher sind diese Namen in der derzeitigen Konstellation wohl ins Reich der Fabel zu verweisen.

Reschke verabschiedete sich mit den Worten „Er gibt mit großer Leidenschaft und viel Herzblut alles für seinen VfB, er hat den Respekt und die Unterstützung aller VfBler verdient. Ich bitte alle, auch die, die mich skeptisch oder negativ sehen: Hört auf mit den Schmähungen gegen Wolfgang Dietrich. Sie sind ungerecht und schaden dem Verein und der Mannschaft in dieser schwierigen Phase.“ Zum Glück richtet sich dieser Appell an die ahnungslosen Vollidioten und zum Glück weiß man, dass sie aus einem Mund kommen, der während seiner VfB-Zeit wenig Sinnvolles von sich gegeben hat.

Wenn einer dem Verein schadet, dann doch Dietrich selbst, der es in knapp zwei Jahren geschafft hat, den VfB vom Ritt auf der Euphoriewelle in die Depression zu „führen“ und sich jedem entledigt, der nicht zu Allem „Ja und Amen“ sagt. Von Außenstehenden auferlegt zu bekommen, Ruhe zu geben und die Mannschaft bedingungslos zu supporten in den verbleibenden Spielen, können sich die Kommentatoren wie Thomas Wehrle (SWR) sparen.

Unter Dietrich ging es nicht nur sportlich bergab, auch der Ton hat sich geändert. Wurde versucht, unter Bernd Wahler eine Diskussionskultur einzuführen und Fans und Mitglieder mitzunehmen, wird, seit die Ausgliederung durch ist und Dietrich die Mitglieder nicht mehr braucht, von oben herab diktiert, gelogen und beleidigt.

Der VfB lebt es vor und bekommt es zurück, wer Wind sät, wird Sturm ernten. Haben sich die VfB-Oberen mitten im Aufstiegsrennen um Ruhe bemüht, als das Fass mit der Ausgliederung aufgemacht wurde? Hat sich VIP-Logen-Hooligan Porth um Diskretion in der schwierigen Situation bemüht, als er Guido Buchwald angegangen ist, hat ein Reschke, vor irgendeinem seiner, Außenstehende würden sagen legendären, die VfBler sagen peinlichen Auftritten sagen, überlegt, welche Lawine er lostreten würde?

Nein, also hat die zahlende Kundschaft und Mitgliederschaft ein Anrecht, auf Missstände aufmerksam zu machen, wenn sie merkt, dass der Tanker dem Grund immer näher kommt. Die Basta-Rhetorik mag einige zwar vor der Ausgliederung eingeschüchtert und beeindruckt haben, jetzt, wo wir kurz davor sind, „ja zum Abstieg“ anstatt „ja zum Erfolg“ zu sagen, haben die meisten gemerkt, dass von den Herren nur heiße Luft kommt. Herrn Dietrich steht es frei, wenn ihm die Unruhe zu groß wird, seinen Posten zu räumen, für Ruhe zu sorgen und den Weg für einen neuen Schulterschluss Verein/ Fans freizumachen.
Es wäre auch keine gute Idee, wie in besagtem SWR-Artikel gefordert, den Protest ruhen zu lassen und im Sommer fortzusetzen. Sollte der VfB mit einem blauen Auge davon kommen, würde doch ohnehin wieder zur Tagesordnung übergegangen und die Herren würden sich gar noch feiern, das schwere zweite Bundesligajahr überstanden zu haben.

Das kann es nicht sein, nach dieser Saison, in der die Verantwortlichen so ziemlich alles falsch gemacht haben, was man falsch machen konnte. Jeder weitere Tag mit Wolfgang Dietrich an der Spitze schadet dem VfB. Natürlich ist es richtig, dass Dietrich keine Tore schießt und keine verhindert und die „Mannschaft“ in erster Linie in der Pflicht steht. Dennoch ist so viel schief gelaufen, dass meiner Meinung nach nur ein totaler Neuanfang helfen kann, in die Erfolgsspur zurückzufinden und die Außendarstellung zu verbessern. Je früher, desto besser.

Dass wir mit dem Fortsetzen des Protestes die „Mannschaft“ schwächen, glaube ich nicht. Sie kann sich dies allenfalls als zusätzliches Alibi für den nächsten Grottenkick zurechtlegen, denn, hinge die Leistung vom Support ab, stünden wir auf einem Championsleague-Platz.

Gegen Leipzig herrschte gegen Ende des Spiels eine bedrückende wie angespannte Atmosphäre, so mein Eindruck von der anderen Seite des Stadions aus. Viel darf also wohl nicht mehr passieren, bis die Stimmung total kippt und die Situation eskaliert. Obacht, VfB!

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15. Februar 2019

Ein Wahrheitsbeuger weg – wann folgt Dietrich?

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 13:07

Der Auftritt zuletzt bei Fortuna Düsseldorf sollte dem Letzten die Augen geöffnet haben, wie es derzeit um den VfB bestellt ist.

Das war unterirdisch und nicht bundesligatauglich. Gegen eine Fortuna, die zweifellos in dieser Saison schon Duftmarken gesetzt hat, die aber auch ihr letztes Heimspiel sang- und klanglos gegen Leipzig mit 0:4 verloren hatte, derart unterzugehen, hätte selbst ich als derzeitiger Dauerpessimist nicht für möglich gehalten.

Auch wenn uns der Kapitän erst kürzlich weismachen wollte, dass Spiele gegen direkte Konkurrenten keine Endspiele seien, war dies ein Sechs-Punkte-Spiel in Reinkultur. Der Abstand zur Fortuna betrug sieben Punkte, bei einem Sieg wären es nur noch deren vier gewesen und nach dieser auch in der Höhe hochverdienten Niederlage sind es eben zehn.

Das muss man sich mal vor Augen führen. Düsseldorf, wie Nürnberg gefühlter Zweitligist, hängt einen VfB, der fast 50 Millionen Euro in neues Personal investiert hat, um Längen ab.

Bei einem Verein wie Düsseldorf muss jeder Transfer sitzen, wenn nicht, bekommt er ein Problem, während beim VfB müde darüber gelächelt wird, wenn „mal ein Flop dabei ist“ (10 Millionen Euro schwer).

Alle Achtung, was Friedhelm Funkel geschaffen und welches Kollektiv er auf den Platz gebracht hat. Dieses Zehn-Punkte-Polster könnte unter anderem daher rühren, dass man jedes Spiel wie ein Endspiel angeht und in Partien, die für uns Bonus-Spiele darstellen, Punkte hamstert. Während wir gegen die ersten sieben der Tabelle keinen einzigen Punkt holten, punktete Düsseldorf in München, Leipzig und Hoffenheim, gewann zuhause gegen Hoffenheim und Dortmund und hat daher sehr gute Karten im Kampf um den Klassenerhalt.

Dass Teamgeist Berge versetzen kann, sah man am Sonntag ganz deutlich. Während bei uns Lauf-, Leistungs- und Kampfbereitschaft komplett fehlten, pflügten die Fortunen von Beginn an den Rasen um. Ein Matthias Zimmermann, bei uns gescholten und für zu leicht befunden, wuchs in eine Führungsrolle, war überall auf dem Platz zu finden und pushte seine Mitspieler, während die Unseren ohne jegliche Gegenwehr dem Debakel entgegen stolperten.

Ein derartiges Auftreten beschmutzt unsere Farben, es tut weh, diese Leistungsverweigerer unser Trikot spazieren tragen zu sehen. Wenigstens Daniel Didavi dachte an die mitgereisten Fans und meinte, im Grunde müssten sie uns Geld zurückzahlen (ob Taten folgen? We will see – ich würde auch zum Grillen kommen!).

Zum Glück entschlossen wir uns, zum Spiel nicht nur hin- und gleich wieder zurückzufahren, sondern verbrachten ein schönes Wochenende mit Freunden in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Somit war die 90-minütige Demütigung im schmucken Rheinstadion „nur“ eine weniger schöne Episode eines ansonsten herausragenden langen Wochenendes.

Die Frage, die mir nach vier äußerst dürftigen Darbietungen in der Rückrunde unter den Nägeln brennt, lautet, was trainieren die eigentlich. In der Winterpause stießen zwei Neuzugänge zu uns, wir haben viel weniger Verletzte als vor Weihnachten und den Bildern nach zu urteilen, stimmten Stimmung und Trainingsintensität in La Manga.

Offensichtlich brachten die Disziplinarstrafen von Maffeo, Donis und Borna Sosa nicht den erhofften Effekt, wonach sie danach geläutert und wieder vollwertige Teammitglieder sein sollten. Es scheint eher ins Gegenteil umzuschlagen, dass sie sich noch mehr in den Schmollwinkel verziehen und schlechte Stimmung verbreiten.

Ich glaube nicht, dass es besonders klug von Reschke und Weinzierl war, die Spieler öffentlich an den Pranger zu stellen! Die (Jung-)Profis präsentieren sich seitdem wie bockige kleine Kinder, denen man den Lolly weggenommen hat.

Dass es im Team nicht stimmt, zeigt sich Woche für Woche auf dem Platz. Wir haben keine Einheit, kein Miteinander, die Jungs reden nicht untereinander, womit auch erklärt ist, weshalb nach einem Rückstand kein Aufbäumen stattfindet.

Wir haben mehr und minder begabte Einzelspieler. Führungsspieler, die ihrer zugedachten Rolle gerecht werden und nicht genug mit sich selbst zu tun hätten, Fehlanzeige! Der Frust scheint bei allen tief zu sitzen, deutlich an den Platzverweisen zuletzt von Mario Gomez und Nicolás González abzulesen. Benjamin Pavard indes bettelte zuletzt gegen Freiburg und in Düsseldorf gleich zwei Mal um Rot, so dass ihm eine Denkpause sicher gut tun würde.

Seit Reschke den Dienst antrat, maß man der charakterlichen Eignung der Spieler keinerlei Bedeutung mehr zu. Hier ein Tipp, dort ein Tipp und dort einer, der gerne wieder daheim bei Muttern futtert, und fertig war er, der Trümmerhaufen von Mannschaft 2018/2019.

Was gibt Anlass zur Hoffnung? Derzeit sehr wenig. Teamgeist lässt sich nicht verordnen, da ist die Gruppe gefragt, sich im Sinne des VfB und seiner Fans zusammenzuraufen.

Doch, wer ist überhaupt gewillt, den Kampf anzunehmen, bei dieser Ansammlung von Legionären? Die Älteren wie Beck, Gomez, Didavi und Gentner lassen zwar nicht die Identifikation mit dem VfB vermissen, aufgrund ihrer „Leistungen“ oder Verletzungsanfälligkeit sind sie es aber nicht, die das Ruder für uns herumreißen können.

Das Gros des Kaders aber gehört der Generation Fußballer an, denen der Arbeitgeber, der ihnen ihr fürstliches Gehalt überweist, egal ist, und die sich selbst am nächsten sind. Für die meisten dürfte zudem gelten, Abstieg = Gehaltserhöhung. Der VfB wird zwar wieder weismachen, dass alle Verträge in der 2. Liga Bestand hätten. Dies jedoch nur auf dem Papier.

Wie beim letzten Abstieg würde jeder gehen (dürfen), der Geld einbringt. Dabei ist es dann mutmaßlich auch egal, dass man einen Spieler mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro für acht Millionen Euro hergibt, Hauptsache man bekommt einen Großverdiener von der Gehaltsliste.

Über die „Ersparnis“ von sieben Millionen freut sich dann aber nicht der aufnehmende Verein, sondern der Spieler, der diese Differenz als Handgeld einstreicht. So gesehen fragt man sich, ob Spieler ohne emotionale Bindung zum Verein überhaupt motiviert sind, den Abstieg zu vermeiden oder ob dieser ihnen gerade recht käme. Aus diesem Blickwinkel sind wir bereits jetzt verloren, da nützt es auch nichts mehr, dass der Mann, der diesen Kader zu verantworten hat, in den vorzeitigen Ruhestand geschickt wurde.

Ob Weinzierl, dessen Kommunikationsdefizite schon zum Scheitern beim FC Schalke geführt haben sollen, der Richtige ist, die Spieler bei der Ehre zu packen, wage ich zu bezweifeln.

Ich würde es mir zwar wünschen, dass wir ohne weiteren Trainerwechsel auskommen, doch deutet derzeit wenig darauf hin, dass sich die verfahrene Situation noch kitten lässt.

Es ist ja beileibe nicht „nur“ die miserable Bilanz von Markus Weinzierl. Es ist kaum erkennbar, wie er spielen lassen möchte, wenn er ständig und auch während der Spiele die Formation ändert, weil die Spieler seine Vorgaben nicht erfüllen, sie ihnen zu hoch sind und/ oder sein „Plan“ nicht aufgeht.

Aufgrund der dürften Rückrundenbilanz mit einem Punkt aus vier Spielen, sah sich der VfB (zurecht) zum Handeln gezwungen. Die Frage war eigentlich nur, wer zuerst dran glauben muss, Trainer oder Sportdirektor. Da man Reschke nach zwei Fehlgriffen nicht auch noch den nächsten Trainer aussuchen lassen wollte, traf es den Rheinländer, den der Aufsichtsrat von seinem Vorstandsposten „abberief“.
Reschke war für mich neben Dietrich der zweite große Unsympath im Verein und reiht sich historisch zu Egon Coordes und Winfried Schäfer in die Personae non gratae der langen VfB-Historie ein.

Weil Wolfgang Dietrich Schindelmeiser misstraute, dieser es sich getraute, dem großen Maestro Widerworte zu geben und weil Schindelmeiser in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich besser weg kam, als er selbst, tauschte er ihn gegen den von Dieter Hoeneß empfohlenen Clown aus Frechen aus.

Nach Jahren des Dahinsiechens und dem folgerichtigen Abstieg wurden mit Jan Schindelmeiser und kurze Zeit später auch Hannes Wolf die Weichen in eine vielversprechende Zukunft gestellt. Die beiden verstanden es, die notwendige Euphorie zu entfachen und verhalfen Dietrich maßgeblich zur Ausgliederung der Fußball-Abteilung in eine AG.

Dieser Stuttgarter Weg sorgte nicht nur regional für Bewunderung, sondern entfachte Begeisterung weit außerhalb des Einzugsgebiets. Wir wurden als Verein gesehen, der seine Hausaufgaben nach dem Abstieg gemacht hat und das „schwierige Umfeld“ genoss plötzlich ein hohes Ansehen dafür, wie es in den bittersten Stunden zum Verein stand.

Alles war super, alles war toll, bis zum Tag der Schindelmeiser-Entlassung! Nach dem Barner-Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, der einen im Nachhinein betrachtet, auf die bevorstehende Entlassung vorbereiten sollte, behauptete Dietrich mir gegenüber, an dem Artikel wäre überhaupt nichts dran und dass lediglich sich benachteiligt fühlende Spielerberater schlechte Stimmung verbreiten wollten. Ich fragte ihn direkt, ob man sich um Jan Schindelmeiser Sorgen machen müsse. Gut, damals regte ich mich noch auf, dass mir der Präsident ins Gesicht gelogen hat. Mittlerweile kennen wir den beim VfB salonfähig gewordenen Begriff der Wahrheitsbeugung, da erscheint das Ganze dann doch in einem netteren Gewand – nicht!

Abgesehen davon, dass man die Arbeit eines Sportdirektors nach Ende der Transferfrist erst abschließend bewerten kann und somit Anfang August noch überhaupt kein Grund zur Panik bestanden hat, war der Zeitpunkt, den Sportdirektor zu wechseln, denkbar ungünstig, um nicht zu sagen dumm.

Wolf und Schindelmeiser hatten einen Plan, wie das Abenteuer Bundesliga anzugehen war, Reschke konterkarierte diesen total und besorgte Spieler, die vielleicht Wolfgang Dietrich haben wollte, der Trainer jedoch bestimmt nicht. So war auch das Ende von Hannes Wolf eingeleitet, der ein halbes Jahr später das Handtuch schmiss.

Es ist jetzt müßig darüber zu diskutieren, ob Schindelmeiser und Wolf zu blauäugig in die Bundesliga gegangen wären, weil der Kader zu jung und zu unausgewogen besetzt war. Das „schwierige Umfeld“ hat den beiden Vertrauen entgegengebracht und nicht die Nerven verloren, zumal das Transferfenster noch gut drei Wochen geöffnet war. Man hatte zu dieser Zeit einfach die Hoffnung, dass der VfB seine Lektion habe, während es nun noch schlimmer aussieht, wie vor dem Abstieg 2016.

Dass Dietrich in Reschke den totalen Gegenentwurf zu Jan Schindelmeiser holte, zeugt davon, dass Dietrich keinen Plan hat(te) und seine Versprechen im Zuge des „Make VfB great again“-Wahlkampfes zur Ausgliederung erstunken und erlogen waren.

Diese „Mannschaft“, die keine ist, und die scheinbar unaufhaltsam dem Abstieg entgegen taumelt, hat sich Dietrich zuzuschreiben. Gegensätzlicher wie die Vorstellungen von Schindelmeiser und Reschke nicht sein konnten, so stellt sich nun der Kader dar. Ein bisschen Wolf, ein bisschen Korkut, ein bisschen Weinzierl, es passt nicht zusammen!

Buchwald hat mit seiner jüngst erneuerten Kritik Recht. Dass er diese gerade jetzt, wo Reschke weg ist, noch einmal bekräftigt, kann nur in Richtung Dietrich gemünzt sein, der Reschke totale Narrenfreiheit ließ.

Nahezu alles, wovor wir Skeptiker im Zuge der Ausgliederungs-Debatten gewarnt hatten, ist eingetreten. Erstes Problem schon einmal die Unglaubwürdigkeit Dietrichs. Dann mahnte man an, das Votum nicht an seinerzeit handelnden Personen festzumachen, da es eine Entscheidung „fürs Leben“ werde. Ich hatte Bauchschmerzen, als die Rede davon war, wie hoch unser Gehaltsniveau steigen müsse, um wieder konkurrenzfähig zu sein. Lang war Gentner DER Top-Verdiener mit kolportierten 2,5 bis 3 Millionen Euro, mittlerweile soll ein Mario Gomez zwischen 5 und 6 Millionen Euro „verdienen“. Für was? Dann doch lieber ein junges, hungriges und bezahlbares Team aufbauen, in dem die Motivation steckt, irgendwann in höhere Sphären aufzusteigen.

Man kann Reschke zwar nicht vorwerfen, dass er nur Oldies geholt hat, mit unserem einstigen Image, ein Ausbildungsverein zu sein, hatten seine Transfers von jüngeren Spielern jedoch auch nichts zu tun. Gerade den extrem teuren Top-Talenten, die von großen Vereinen kamen, fehlt scheinbar der Antrieb, den Abstiegskampf im kalten deutschen Winter anzunehmen.

Das sind Jungs, die denken, etwas erreicht zu haben, schon allein, weil sie teuer waren und vermutlich auch mehr „verdienen“ als der eine oder andere vorgesehene Führungsspieler. Der Neidfaktor dürfte in diesem zerstrittenen Kader eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Ein gesundes Wachstum, wie es Schindelmeiser präferierte, gab es unter Reschke nicht mehr. Dieser dachte, es genüge, einen Traktor zu frisieren, um an den Porsches dieser Welt vorbei zu kommen.
Dann hole ich lieber Jungs wie Pavard und Mané, die zunächst einen Bruchteil des Geldes kosten und die sich „hocharbeiten“ müssen. Die Mär, die uns die Ausgliederungspropaganda weismachen wollte, dass es dem VfB mit ein paar Millionen mehr auf dem Konto wieder gelänge, Spieler halten zu können, hatte ich schon damals ins Reich der Fabel verwiesen, weil nahezu jeder Profi seinen Wechsel zu erzwingen versucht, wenn es woanders mehr zu „verdienen“ gibt.

Nicht genug, dass Reschke, kaum da, Gentner in den Stand eines Heiligen erhob. Kritiker seiner ersten Transfers Badstuber, Aogo, Beck stempelte er als ahnungslose Vollidioten ab, womit er bei mir auf Anhieb ähnlich unten durch war wie Dietrich.

Reschkes peinliche Auftritte alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Den dicksten Hund leistete er sich bei seiner legendären Schalte ins Aktuelle Sportstudio und zu dessen Studiogast Hannes Wolf, als er einem Millionenpublikum verriet, die Taktik von Hannes Wolf mit ihm überarbeiten zu wollen und damit den Hannes wie einen Schulbuben aussehen ließ, der in die Ecke gestellt wurde.

Dieser Mann war in der zweiten Reihe, wo er bei Leverkusen und den Bayern wirken durfte, genau richtig aufgehoben. Auf die Öffentlichkeit losgelassen hat ihn bislang nur der VfB, auch das Dietrichs Werk. Dass Hannes Wolf danach das Handtuch schmiss und Reschke Korkut holte, weil er nahe des Stadions wohnt, rundete sein Wirken ab. Eines der größten Trainertalente Deutschlands wurde durch die personifizierte Erfolgslosigkeit ersetzt, das muss man sich noch einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Reschke wunderte sich wahrscheinlich noch darüber, dass das Entsetzen in der Anhängerschaft groß war. Anfangs profitierte Korkut noch sehr von Wolfs Vor- und Grundlagenarbeit und schien das Glück gepachtet zu haben. Die Rückrunde, nach der wir fast noch in die Europaleague gestürmt wären, war von den Ergebnissen her tatsächlich sensationell, dennoch gab es keinen vernünftigen Grund, im Überschwang der Gefühle Korkuts Vertrag frühzeitig zu verlängern.

Genauso dusselig war es, Reschkes Klausel, seinen Vertrag auflösen zu können, wenn man mit seiner Arbeit unzufrieden wäre, einfach und ohne Not zu streichen.
Ein millionenschwerer Fehler Dietrichs, der zwar abzuwiegeln versucht, man werde eine für den VfB gute Lösung finden, doch, ich glaube nicht, dass Reschke Geld zu verschenken hat, schon gar nicht, wenn man nicht im Guten auseinander gegangen ist.

Für Gefühlsduseleien sind wir Fans zuständig. Von einem Unternehmer, der die Verantwortung für den Herzensverein Zehntausender Menschen übernommen hat, erwarte ich rationales Handeln und Weitsicht. Deshalb schart man Experten um sich und dann zählen auch keine Ausreden wie „da haben doch alle geklatscht“.

Doch, Dietrich maßt es sich eben an, seinen Experten in ihren Bereich hineinzureden, so dass er sich dann auch nicht aus der Verantwortung stehlen darf. Der Sonnenkönig sonnt sich gerne im Erfolg seiner Leute und zeigt mit dem Finger auf sie, wenn sie den Erfolg nicht vorweisen. Schlechter (Führungs-)Stil!

Ein ehemaliger Firmenchef wie Dietrich mag zwar über ein paar Milliönchen anders denken als Otto Normalbürger, wie man ja bereits feststellen durfte, als er die versenkten zehn Millionen für Maffeo damit abtat, ein Flop sei immer mal drin. Hier zehn Millionen, bei Korkuts und Reschkes Abfindungen etwa die Hälfte davon, Top-Gehälter für Spieler, die keine Gegenleistung (mehr) bringen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Vorstellung des Ankerinvestors Daimler war, wie der VfB mit seinem Geld umzugehen hat. Vielleicht aber ja doch, sitzen doch genügend Vertreter dieses Konzerns im Kontrollgremium Aufsichtsrat!

Jetzt, wo Reschke Geschichte ist, würde ich gerne über seine Fehler und Verfehlungen kein Wort mehr verlieren, doch, ich befürchte, diese werden uns in den nächsten Jahren mehrfach einholen.

Als Reschkes Nachfolger im Amt des Sportvorstandes wurde Thomas Hitzlsperger vorgestellt. Positiv daran ist zunächst einmal, dass auf den größten Unsympathen seit Winfried Schäfer ein netter jugendlich gebliebener Herr folgt, der dem VfB ein sympathischeres Gesicht verleihen wird. Der 36-jährige ist eine Vereinslegende, schon allein wegen seines so eminent wichtigen und noch schöneren Tores zum 1:1 beim Meisterstück gegen Cottbus 2007. Ihm dürfte der Vertrauensvorschuss der Fanbasis gewiss sein!

Ob nett und sympathisch jedoch reichen wird, den Scherbenhaufen, den Reschke hinterlässt, aufzukehren, wird die Zeit erweisen.

Fakt ist zunächst einmal, dass seit Rolf Rüssmann, mit Ausnahme von Jan Schindelmeiser, nur Novizen diesen Posten bekleideten. Ob Briem/ Schneider, Heldt, Bobic, Dutt, Reschke oder nun Thomas Hitzlsperger, alle betraten Neuland. Man könnte fast meinen, das auf die Fahnen geschriebene „Ausbildungsverein“ gelte in der heutigen Zeit beim VfB hauptsächlich für Sportdirektoren.

Hitzlsperger geht die Aufgabe optimistisch und voller Tatendrang an. Wie er zu Protokoll gab, hat er großen Respekt und Demut vor der Aufgabe. Hitz ist lernfähig und -willig und ein absoluter Teamplayer, so dass mein Gefühl zunächst einmal nicht schlecht ist, und ich denke, der VfB könnte eine gute Wahl getroffen haben. Hitzlsperger wird sich ein starkes Team mit fähigen Leuten aufbauen müssen, das ihn tatkräftig unterstützt und auf das er sich verlassen kann.

Dass manch einer es als großes Risiko erachtet, in der momentan schwierigen Situation alle Hoffnung auf Besserung in einen Neuling zu setzen, kann ich nachvollziehen.

Doch, im Fußballgeschäft lassen sich Zeitpunkte oft schwer planen. Sollte Hitz seine Zukunft nicht als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums gesehen haben, hätte man möglicherweise riskiert, dieses Aushängeschild zu verlieren, hätte man den Posten extern besetzt und Hitzlsperger von einem anderen Verein ein ähnliches Angebot erhalten. Einen Sportdirektor soll er noch an die Seite bekommen, so dass Hitz die Funktion des Managers dem Vernehmen nach nur kommissarisch bekleiden wird.

Wie er in der Pressekonferenz anklingen ließ, gehe es ihm bis Saisonende in erster Linie darum, Trainer Weinzierl zu unterstützen und mit ihm zusammen den Klassenerhalt zu schaffen.
Ob ein neuer Sportvorstand DER Impuls im Abstiegskampf sein wird, um die verfahrene Situation aufzulösen, da habe ich doch erhebliche Zweifel.

Die „Mannschaft“ spielte zuletzt so, als würde sie gegen Trainer spielen. Es wird zwar immer wieder behauptet, das mache keine Mannschaft und schon gar nicht über eine so lange Zeit, doch, wenn man die Auftritte zuletzt betrachtete, konnte man es sich auch kaum vorstellen, dass sie wirklich so schlecht ist. Dass der eine oder andere fußballerische Defizite hat, weiß man.

Dass aber Kampf, Einsatz, Spielfreude, Leistungsbereitschaft, also sämtliche Attribute, die ein Sportler im Blut haben sollte, gänzlich fehlten, gibt schwer zu denken. Ist es wirklich so, dass das Team Motivationsprobleme hat oder müssen in den Köpfen Blockaden gelöst werden? Da das Team bereits längere Zeit und nicht nur, seit Weinzierl Trainer ist, peinliche Auftritte en masse hinlegt, könnte auch Reschke das Problem gewesen sein.

Wo kommen wir denn hin, wenn ein Sportdirektor, der selbst den Trainerschein hat, regelmäßig in der Kabine Ansprachen hält, so dass die Spieler nicht mehr wissen, ob sie auf den Trainer oder auf den Sportdirektor hören sollen. Ob dies so krass vorgefallen ist, wie man hört, und weshalb außer Wolf kein anderer Übungsleiter den Bettel von selbst hinschmiss, verstünde ich dann nicht so ganz.

Jedenfalls haben die Spieler jetzt ein Alibi weniger und Weinzierl dürfte von nun an alleine für die Ansprachen zuständig sein. Dumm eben, dass es am Samstag gleich gegen die formstarken Leipziger geht und gegen diese, mit welcher Einstellung auch immer, kein Kraut gewachsen sein dürfte.

Nach der zu erwartenden Niederlage müsste man Weinzierl aufgrund von dessen niederschmetternden Bilanz von elf Niederlagen in 15 Spielen im Grunde entlassen.

Da hat Dietrich den Schwarzen Peter zunächst einmal elegant an Thomas Hitzlsperger übertragen, der als eine seiner ersten Amtshandlungen vermutlich nicht umhinkommt, Weinzierl seine Papiere zu überreichen.

Noch hat Hitzlsperger ein paar Tage Zeit, das Innenleben des Teams zu beobachten und zu beurteilen. Nach Leipzig ist er gefordert, eine Entscheidung zu treffen, pro oder kontra Weinzierl, beneiden tue ich den neuen Sportvorstand bei dieser Entscheidung nicht.

Ob ein neuer Trainer noch helfen könnte und vor allem, wer das dann sein sollte, ich weiß es nicht. Bei allen den verfügbaren Trainern ist mir kein einziger bekannt, der für Aufbruchsstimmung stehen könnte und am Ende der Saison seinen Platz auch freiwillig wieder räumen würde.

Einen wie Christoph Daum 1991, als man nach dem Trainerwechsel sofort einen wie verwandelt aufspielenden VfB sah, sehe ich weit und breit nicht.

Ein über den Sommer hinaus gehendes Engagement mit einem der üblichen Verdächtigen abzuschließen hielte ich für grob fahrlässig, wenn man denn nicht zu 100% von ihm überzeugt ist und dieser nur als Feuerwehrmann, nicht aber zum Baumeister eines neuen VfB etwas taugt.

Im Sommer muss Bilanz gezogen und mit einem neuen Trainer, der zu einer dann hoffentlich wieder vorhandenen Vereinsphilosophie passt, der x-te Neuanfang gestartet werden. Mein Favorit auf diesen Job wäre Andi Hinkel, wobei ich inständig hoffe, dass man für den Rest dieser Saison die Finger von ihm lässt, um nicht Gefahr zu laufen, ihn durch einen Abstieg zu verbrennen.

Hitzlsperger steht hier also vor einer extrem schwierigen Entscheidung. Im Abstiegsjahr hielt man bis zum Schluss an Kramny fest, obwohl es eigentlich jedem klar war, dass er die Kurve nicht mehr kriegen wird.

Bei Weinzierl bin ich genauso skeptisch, würde ihn jedoch erst ersetzen, wenn ich von einer Alternativlösung überzeugt wäre (und diese nicht Hinkel hieße!). Hitzlsperger kann man bei dieser Entscheidung nur ein glückliches Händchen wünschen.

Wolfgang Dietrich wähnt sich indes fein raus. Ob die Wahl auf Hitz als Sportvorstand nicht aus reinem Kalkül getroffen wurde, damit er ihm nicht als Konkurrent für den Präsidentenposten gefährlich wird? Zutrauen würde man es Dietrich.

Da Dietrich der Hauptverantwortliche unserer prekären Situation ist und er, der Kontinuität versprochen hat, eine Hire and Fire „Strategie“ fährt, muss der Schuss mit Hitzlsperger auch für ihn sitzen. Geht dieser Schuss nach hinten los und/ oder wir steigen ab, muss für ihn (spätestens) Schluss sein.

Ich hoffe, Hitzlsperger weiß sich intern durchzusetzen und Dietrich die Meinung zu geigen, wenn es mal wieder mehr um den persönlichen Machterhalt und weniger um das Wohle des VfB geht.

Eine schlagkräftige Opposition im Verein mit dem Ziel, Dietrich aus seinen Ämtern zu bekommen, wäre wünschenswert, allein mit Spruchbändern in der Kurve wird man sich dieses Problem-Bärs nicht entledigen. Drohungen seitens Aufsichtsrat und Vorstand, Gegner ihrer Pläne wöllten den Verein in Schutt und Asche legen, ziehen heute nicht mehr, das hat Herr Dietrich durch die Verpflichtung von Reschke und mit Unterstützung des Aufsichtsrats schon selber hinbekommen. Nun geht es darum, zu retten, was zu retten ist, dem nötigen (erneuten) Neuanfang würde Machtmensch Dietrich nur im Wege stehen.

Mögliche Nachfolger scheinen sich auch bereits ins Gespräch zu bringen oder gebracht zu werden. Da wäre zum einen der Trainer des morgigen Gegners, Ralf Rangnick. Normalerweise total unrealistisch, dass er sein gemachtes Nest in Leipzig verlässt und den erforderlichen Neuanfang beim VfB leitet, der ihn einst mit Schimpf und Schande davongejagt hat. Heimgezahlt hat er uns dies mehrmals schon, nicht zuletzt durch das Abwerben unserer einstigen Koryphäen im Nachwuchsbereich, Albeck und Schrof oder auch Spielern wie Kimmich und Werner.

Vielleicht aber wird ja auch Rangnick altersmilde und möchte in die Nähe seiner Backnanger Heimat zurückkehren, dann würde er zumindest bei mir offene Türen einrennen. Was wir an Rangnick hatten, erkannte man erst Jahre später, war er es doch, der den Grundstein für die Jungen Wilden setzte. In welcher Funktion man sich Rangnick vorstellen könnte, völlig offen, alleine ihn wieder hier zu wissen, vermittelte mir schon ein gutes Gefühl.

Bekannt ist, dass sich Jürgen Klinsmann vermehrt ins Gespräch bringt und bereit wäre, einen Posten beim VfB zu übernehmen. Sollte Klinsmann seine Zelte in den USA wirklich abbrechen und seinem Heimatverein helfen wollen, wäre es fahrlässig, sich mit ihm nicht über mögliche Tätigkeitsfelder zu unterhalten.

Ihn könnte ich mir sehr gut als Präsidenten vorstellen, der dem VfB sein seit Jahren um sich greifendes Bequemlichkeits-Gen auszutreiben und den VfB leistungsfähiger und leistungsgerechter aufstellen könnte. Dass er ein mitunter unbequemer Reformator ist, weiß man aus DFB-Zeiten.

Zudem würde der VfB nach Dietrich/ Reschke durch Klinsmann/ Hitzlsperger ein extremes Face-Lifting erfahren; diese Kombination hätte das Zeug dazu, den gespaltenen Club zu einen, damit wieder alle an einem Strang ziehen. Dietrich hat für verbrannte Erde gesorgt, unter ihm ist der Riss in der Anhängerschaft nicht mehr zu kitten.

Ich hoffe, der VfB lässt diese Chance nicht verstreichen, denn, ewig wird Klinsmann nicht auf den Anruf des VfB warten! Wie gesagt, ideale Zeitpunkte gibt es im Fußball-Geschäft nicht. Sollte Klinsmann jetzt bereit sein, dem VfB zu helfen, machen Sie den Weg frei, Herr Dietrich. Sie betonen ja stets, nur zum Wohle des VfB zu handeln.

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5. Oktober 2015

Zorniger gegen den Rest der Welt

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 20:39

Das Spiel an der Autobahnraststätte war noch keine fünf Minuten aus. Jeder, der mit Herzblut dabei ist, steht noch unter dem Eindruck des späten Ausgleichs und der von Timo Werner kläglich vergebenen Siegchance, so dass man das Geschehene erst einmal sacken lassen muss. Als Fan hat man in diesem Moment nur einen Gedanken: Bier her!
Alexander Zorniger, dem viele vorwerfen, unflätige Stammtischparolen einer gewählten Ausdrucksweise vorzuziehen, würde in diesem Moment wohl gerne mit uns tauschen, ein Bierchen trinken und sich dabei auskotzen, wie wir es eben auch tun.
Stattdessen steht auf der Agenda eines Bundesligaspiels nicht etwa „Herunterfahren“ sondern ein Interview-Marathon. Sky, Sport1, SWR, die Kollegen der schreibenden Zunft. Jeder möchte, so schnell wie möglich, so authentisch wie möglich, möglichst auch so skandalös wie möglich einen O-Ton erhaschen, bei dem Zorniger, am besten noch auf hochdeutsch, zum x-ten Mal erklären soll, weshalb Spieler XY aus drei Metern das Tor nicht trifft oder der letzte Mann im eigenen Strafraum ein Luftloch schlägt.
Dass Zorniger noch kein Medienprofi ist, weiß man. Dass es den Reportern ein ums andere Mal gelingt Alex Zorniger aufs Glatteis zu führen, ist bedauerlich aber auch schon wieder sympathisch. Er lebt den Fußball und sagt, was er denkt, was auf Dauer sicherlich gesünder ist, als die Wahrheiten, die man in diesem „Saubermanngeschäft“ eigentlich nicht aussprechen sollte, in sich hineinzufressen und ständig von seinem virtuellen Spickzettel abzulesen, was man sagen darf und was nicht.
Da wir auch noch sportliche Sorgen haben, ist es zwar ärgerlich, wenn ganz Fußball-Deutschland (Dirk Schuster, Strunz uvam.) meint, über den Führungsstil von Alexander Zorniger urteilen zu müssen und dadurch Nebenkriegsschauplätze eröffnet werden, auf der anderen Seite ist es die ehrliche und direkte Art Zornigers seinem Unmut Luft zu machen.
Dass sich aber nun erneut Fredi Bobic in seiner Eigenschaft als Sport1-„Experte“ die Frechheit erlaubt, Zornigers Tauglichkeit für das Haifischbecken Bundesliga in Frage zu stellen, ist an Dummheit kaum zu überbieten. Was – erlaube – Bobic??? Steht er eigentlich noch auf der Gehaltsliste vom VfB? Falls ja, spätestens jetzt wäre es an der Zeit, ihn wegen Verunglimpfung seines Arbeitgebers fristlos zu kündigen.
Eigentlich ist es der Einzelhandelskaufmann aus dem Hallschlag gar nicht wert, sich über solche Aussagen aufzuregen und vor allem zu wundern, hat er doch die aalglatten Vertreter auf der Trainerbank bevorzugt, die morgens den Diener machen und vor allem ihren Mund halten. Stevens wurde vom Aufsichtsrat durchgedrückt, wäre es nach Bobic gegangen, wäre seine Kumpanei mit der Verpflichtung von Balakow in die nächste Runde gegangen. Nicht auszudenken, in welchen Niederungen wir uns bewegen würden, hätte man ihn damals nicht gebremst. Dutt und Zorniger sind derzeit verzweifelt dabei, den Scherbenhaufen aufzuräumen, den Bobic zu verantworten hat und jetzt stellt sich diese Person (fast hätte ich „blinde Bratwurst“ geschrieben“) hin und meint, er müsse dem VfB Ratschläge geben.
In Sinsheim zog sich Timo Werner Zornigers Unmut zu, indem er ihm Unkonzentriertheit vorwarf, wegen der er die klare Siegchance kläglich vergab. „Werner konnte das Tor nicht machen, weil er gedanklich noch mit Küsschen, Küsschen beschäftigt war“. Der Trainer steht unter Druck, der Trainer ist auf 180, dem Trainer geht vor allem die Situation nicht am Arsch vorbei sondern er leidet mit. Da ist eben in dem Moment der Ärger über die vergebene Chance größer als die Freude über Timos Ausgleichstreffer.
Es ist selbstredend nicht die feine englische Art Zornigers, seine Spieler öffentlich an den Pranger zu stellen, allerdings, bei Timo Werner hat ja schon die „Kindermädchen“-Geschichte offensichtlich gefruchtet. Nach seiner Ausbootung gegen Hertha BSC rutschte Werner flugs wieder ins Team und weiß seither sogar auch wieder, wo das Tor steht.
Zorniger hat den Spieler gekitzelt, gereizt, und Werner hat verstanden. Wir wissen alle nicht, ob Zorniger schon, bevor er mit seiner Schelte an die Öffentlichkeit geht, gebetsmühlenartig intern auf den Spieler eingeredet und nichts gefruchtet hat.
Dann ist es meiner Meinung nach schon auch ein probates Mittel, dem Spieler Beine zu machen, indem man zu unpopuläreren Maßnahmen greift.
Bei uns in Stuttgart ist doch nur deshalb der Aufschrei ob solcher „O-Töne“ so laut, weil wir es gewöhnt sind, Bobic und Labbadia lassen grüßen, die Spieler in Watte zu packen und über jede öffentliche Kritik erhaben sein zu lassen.
Dann wundert man sich aber wieder, dass keine Führungsspieler heranwachsen und sich jeder weg duckt, wenn es ungemütlich wird. Die Spieler müssen im Stadion vor 60.000 „Trainern“ ihren Mann stehen, dem Druck gewachsen sein, also, wo ist das Problem, wenn der Trainer kundtut, was er von seinen Jungs erwartet und sie mal nicht ganz so zimperlich anpackt.
Nichtbeachtung seitens des Trainers wäre doch viel schlimmer, so lang er seine Energie dafür aufwendet, den Spieler zu kritisieren und ihn nicht links liegen lässt, so lang hat er auch vor, den Spieler voranzubringen und besser zu machen. Bei Timo steht der nächste Schritt an, im letzten Jahr ist er in seiner Entwicklung stagniert, jetzt, und ich sage das im Brustton der Überzeugung Dank Zorniger, zeigt seine Formkurve wieder nach oben.
Etwas anders gelagert ist der Fall Georg Niedermeier, der zwar am Samstag auf der Bank saß, nach wie vor aber keine Rolle mehr spielt. Sollte Zorniger es letzte Woche tatsächlich so gesagt haben „komme mir aber jetzt keiner mit Georg Niedermeier“, ist diese Aussage respektlos in Anbetracht Schorschs Verdienste um den VfB. Dass er nicht mehr die allererste Geige spielt, ist sportlich nachzuvollziehen. Menschlich aber, die erneute Wahl in den Mannschaftsrat belegt das, steht der Schorsch in der teaminternen Hierarchie weit oben. Hier muss Zorniger aufpassen, dass er die Mannschaft nicht gegen sich aufbringt, dann wäre er irgendwann nicht mehr zu halten, hat es dieses Team doch immer wieder mal geschafft, einen unliebsamen Übungsleiter loszuwerden.
Zorniger ist ein Trainer, der den VfB lebt und der beim VfB seinen Traumjob vorgefunden hat. Aus seinem Umfeld ist zu erfahren, mit welcher Verbissenheit er die Probleme anpackt und wie sehr dieser Negativlauf an ihm nagt. Er ist der erste, der sich selbst hinterfragt und am liebsten alles anders machen würde, wenn es denn garantiert Punkte einbringen würde.
Hätte jemand einen Grund, wegen fehlenden Glückes hinzuschmeißen, wäre es wohl Zorniger. Er wird jedoch, hoffentlich, einen Teufel tun und den VfB ähnlich schäbig im Stich lassen, wie es vor Jahresfrist Armin Veh getan hat.
Alex Zorniger ist ein Typ wie Du und ich, volksnah und möglicherweise auch ein Stück weit zu ehrlich für dieses verlogene Bundesligageschäft. Man sollte bei ihm nicht alles, was er von sich gibt, auf die Goldwaage legen, sondern sich daran erfreuen, dass man einen echten Typen als Trainer hat, der sein Herz auf der Zunge trägt und nicht einen Weichspüler, der einen Woche für Woche mit den gleichen sinnfreien Phrasen abspeist. Natürlich hat Zorniger medial noch Luft nach oben und sollte auch einmal ein Fettnäpfchen auslassen, verbiegen lassen darf er sich aber nicht. Dann wäre er sofort unglaubwürdig, was ihm dann wohl auch noch negativ ausgelegt werden würde.
Im Moment kann er wohl machen, was er will, seine Gegner finden immer ein Haar in der Suppe. Sei es Kritik an seinen Spielern oder der Kaderzusammenstellung, wofür er sich allerdings auch schon bei der Mannschaft entschuldigt hat, sei es seine „Unerfahrenheit“ oder seine Red Bull Vergangenheit. Trifft ein Spieler aus zwei Metern das Tor nicht, spielt ein anderer einen schlampigen Pass, der zum Konter führt oder spielt der Torwart Harakiri, an allem ist Zorniger schuld.
Ich frage mich, was der VfB-Fan will. Soll es ewig so weitergehen wie in den letzten Jahren, alle paar Monate ein neuer Trainer, weiterhin ein Sammelsurium von Wunschspielern verschiedener Trainer, die nächste Abfindungszahlung an der Backe und nach drei Monaten, wenn weiterhin die Ergebnisse fehlen sollten, der Nächste bitte? Ich habe keine Lust mehr darauf, sich ständig im Kreis zu drehen und hoffe sehr, dass wir mit der Konstellation Dutt/ Zorniger die Kurve kriegen und Ruhe und Kontinuität in den Laden hineinbekommen. Für mich hat die Lösung mit Zorniger inzwischen einen gewissen Charme, er spricht unsere Sprache, kommt authentisch rüber, ist auf seine Art ein Verrückter und steht für mitreißenderen Fußball, als den, den wir in den letzten Jahren vorgesetzt bekamen.
Ich heiße auch nicht alles und jedes Interview gut, das Zorniger gibt und denke mir das eine oder andere Mal, hätte er doch dieses oder jenes Thema besser umschifft. Wie im realen Leben aber auch nehme ich die Menschen wie sie sind und hinterfrage oder kritisiere nicht jeden Wesenszug. Ich versuche damit klar zu kommen, ohne die Menschen ändern zu wollen und so nehme ich Alex Zorniger wie er ist. All das wäre ja auch überhaupt kein Thema, wenn die Ergebnisse stimmen würden.
Ich sage bei weitem nicht, dass Zorniger für uns das Nonplusultra darstellt und dass er alternativlos ist. Was mich viel mehr beschäftigt ist aber, welche Alternative wir denn hätten und vor allem, wer dann garantieren würde, dass alles besser wird!
Natürlich würde auch ich Jürgen Klopp mit Kusshand nehmen, bin aber Realist. Auch wenn er schon verkündete, ggf. auch einen „kleineren“ Verein zu übernehmen und Aufbauarbeit zu leisten, dann sicherlich nicht während einer Saison, wo er so gut wie keinen Einfluss auf die Planungen nehmen kann, abgesehen davon, dass er sich auch nicht mit einem Bruchteil des Gehalts abspeisen lassen würde, das er in Dortmund jeden Monat überwiesen bekam. Absolut unrealistisch. Ich wünsche mir schon fast, dass er in Liverpool unterschreibt, einfach deshalb, damit auch der letzte VfB-Fan einsieht, dass Kloppo reines Wunschdenken war.
Genauso wie wohl auch Lucien Favre, den ich nicht so einschätze, als dass er nach vier intensiven Jahren in Mönchengladbach ein paar Wochen später schon wieder die Vereinsfarben wechseln würde. Er, introvertiert wie er ist, muss das Geschehene sacken lassen und seinen Akku wieder aufladen.
Danach bleiben die üblichen Verdächtigungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Jedenfalls verspricht keiner derer auf der Liste der arbeitslosen Fußballtrainer, dass er Zornigers Job besser machen würde. So ist übrigens auch die Mourinho-Aussage zu interpretieren, die Zorniger auch schon nachgetragen wird und die manch einer so verstanden haben möchte, Zorniger stelle sich auf eine Stufe mit Mourinho. Die Aussage sollte nur das widerspiegeln, was wir schon einige Male im Stadion erlebt haben, nämlich, dass der VfB einen klasse Fußball spielt, der Trainer also seinen Job gemacht und die Mannschaft richtig eingestellt hat, und uns dann stets individuelle Fehler um den Lob der Arbeit brachten. Auch ein Mourinho kann letzten Endes die Tore nicht selbst schießen.
Aller Anfang ist schwer, so auch der Beginn von Zornigers Bundesligatrainer-Karriere.
Gerade in der letzten Woche, als wir wieder einmal den (12.) Jahrestag des legendären 2:1 gegen die Startruppe von Manchester United feiern durften, kamen Erinnerungen an bessere Zeiten wieder hoch. Es war phantastisch, wie unter anderem Andi Hinkel, Kevin Kuranyi, Alex Hleb, Timo Wenzel und Timo Hildebrand die Fußballwelt im Sturm eroberten und als Junge Wilde Vol. 1 in die Geschichte eingingen. Felix Magath war seinerzeit Trainer dieser Rasselbande und ließ sich für diesen Jugendstil feiern. Kein Gedanke mehr daran, dass Magath die Jungen notgedrungen von der Leine lassen musste, weil kein Geld für Neuverpflichtungen da war und Jahre davor ein gewisser Ralf Rangnick hervorragende Vorarbeit geleistet hatte.
Die Jungen Wilden waren Produkt des Nachwuchskonzeptes, welches Rangnick während seiner Zeit als VfB-Trainer auf den Weg gebracht hatte. Rangnick war, ähnlich wie Zorniger jetzt, als Fußball-Professor und Fußball-Verbissener verschrien, der es sich mit seinen vermeintlichen Stars, allen voran Krassimir Balakow, schnell verscherzte. Wie Zorniger heute wurde dieser neunmalkluge Ralf Rangnick von Beginn an vom Umfeld kritisch beäugt und quasi bei „erstbester“ Gelegenheit wieder entsorgt. Auch er kam, etwas grün hinter den Ohren, daher, als habe er die Weisheit mit Löffeln gefressen und eckte ein ums andere Mal an. Wie man heute zu schätzen weiß, lag Rangnick mit vielem, das er damals anpackte und noch anpacken wollte, richtig, weshalb ich es auch Zorniger zutraue, zusammen mit Dutt den VfB zu erneuern und mittel- und langfristig zu verbessern, zumal Zorniger durch die Rangnick-Schule ging und Rangnick ihn sicher nicht geholt hätte, wenn er nicht seinem Ideal des Trainers entsprochen hätte oder dem zumindest nahe gekommen wäre.
Damals wie heute muss das Fundament im Nachwuchsbereich gelegt werden, damals wie heute wird sich der Erfolg nicht von heute auf morgen einstellen, damals wie heute erfordert es einfach Geduld und auch Vertrauen in die handelnden Personen ohne ständig jeden Handgriff und jedes Statement zu hinterfragen.
Da es seit Hansi Müllers Demission aus dem Aufsichtsrat keinen Maulwurf mehr zu geben scheint, Robin Dutt seine Transfers im stillen Kämmerlein und inkognito tätigt, drohten den Schreiberlingen schon die Geschichten auszugehen. Wie gut, dass es jetzt den Zorniger gibt, der es sich erlaubt, öffentlich den Finger in die Wunde zu legen und Spieler zu kritisieren.
Vor allem die Stuttgarter Blätter, die eigentlich das ureigene Interesse eines Stuttgarter Bundesligisten haben sollten, lassen keine Gelegenheit aus, Unruhe und Unzufriedenheit in die Mannschaft hineinzuschreiben. Dabei ist dann jedes Mittel Recht, Spieler und Trainer werden gegeneinander ausgespielt, die Berater dürfen ihren Senf noch dazu geben und wenn diesbezüglich alles ausgelutscht ist, werden halt Transfergerüchte in die Welt gesetzt. Alles wohl nur mit dem einen Ziel, Unruhe und Unzufriedenheit zu schüren. Ich erspare mir mittlerweile einen Großteil dieser Artikel, da sie dem so verpönten Boulevard-Journalismus inzwischen sehr nahe kommen.
Für die latente Unzufriedenheit und das lauter werdende Murren vieler Fans habe ich durchaus Verständnis, weil wir eben jüngst wieder einmal die rote Laterne übernommen haben. Auf der anderen Seite muss man aber halt auch berücksichtigen, was in den letzten Jahren so alles (schief) gelaufen ist. Inzwischen sehen wir, vor allem in den Heimspielen, attraktiven Fußball wie schon lange nicht mehr. Mit dieser Spielweise muss man sich, abgesehen von den Bayern, gegen keinen Gegner verstecken und kann sich in jedem Spiel eine Chance ausrechnen. Wann gab es das zuletzt, dass man samstags durchaus optimistisch ins Stadion gepilgert ist und sich auf die Spiele richtig gefreut hat?
Leider haben wir noch immer die Krankheit, dass vorne klarste Chancen en masse versiebt werden und hinten fast jede Chance des Gegners zum Gegentor führt.
Gerade im Defensivverbund scheint es gerade so zu sein, dass einer mit seiner Unsicherheit den anderen ansteckt. Konnte man vor vier Wochen noch hoffen, Timo Baumgartl würde an der Seite von Toni Sunjic zu alter Sicherheit zurückfinden, hat man nun den Eindruck, Sunjic wäre nach wenigen Wochen schon auf das Niveau seiner Kollegen heruntergezogen worden. War Insúa in den letzten Wochen noch ein Ruhepol, ließ sich dieser in Sinsheim auf das derzeitige Niveau von Flo Klein herab.
Und, dahinter irrt mit Tytoń ein Keeper im Strafraum umher, der den Beweis seiner Bundesligatauglichkeit bisher mehr als schuldig blieb. Dass Teile der Fans ihn in Sinsheim nach seinem Fehler zum 2:1 ausgepfiffen haben fand ich allerdings nicht gerade förderlich. Mildernde Umstände kann man Tytoń zu Gute halten, da das Abwehrverhalten der Mannschaft insgesamt schwach ist. Dennoch erscheint er mir inzwischen zu sehr verunsichert und trifft dadurch zu oft falsche Entscheidungen.
Auch wenn ich die Misere nicht an ihm festmache, könnte man ernsthaft darüber nachdenken gegen Ingolstadt Vlachodimos ins kalte Wasser zu schmeißen. Des Rückhalts der Fans könnte er sich schon mal sicher sein. Mit seinen 21 Jahren kann es eigentlich nur heißen, „Jetzt oder nie“. Ewig wird man ihn nicht als Nummer 3 bei Laune halten können und dann auch nie festgestellt haben, ob womöglich doch ein Leno in ihm steckt, wie viele weismachen möchten. Mich hat er bislang noch nicht so überzeugt, weil zu schmal und sehr riskant in seinem Spiel, aber, schlimmer kann’s fast nimmer werden.
Auch beim Rest der Startelf gab es Samstag so gut wie keinen Lichtblick. Harnik rückte ins Team und nicht nur das, er gab auch noch den Ersatzkapitän. Das mag so manchen verwundert haben, war er doch zuletzt außen vor und durfte lediglich wieder ran, weil Daniel Ginczek verletzt ausfiel. Harnik muss das 0:1 machen, dann läuft das Spiel wohl schon früh in unsere Richtung.
Maxim für Kostic, mit Didavi zusammen funktioniert (leider) nicht, es scheint, als würden in dieser Konstellation beide ihrer Stärken beraubt. Lukas Rupp als Vertreter von Christian Gentner konnte ebenfalls keine Eigenwerbung betreiben. Sollte Gentner weiter ausfallen, würde ich gerne einmal Carlos Gruezo an der Seite von Serey Dié sehen.
Fehler im Spielaufbau und viele einfache Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten, so dass es nicht verwunderlich ist, dass beide Teams jeweils erst ein Spiel für sich entscheiden konnten. Das Spiel war, entsprechend der Tabellenkonstellation „Not gegen Elend“. Umso ärgerlicher, dass es der VfB nicht schaffte, die Gunst der Stunde zu nutzen und diesen schwachen Gegner aus dem Stadion zu schießen.
Wie wenn der VfB derzeit nicht schon genug Probleme hätte, schlägt nun auch noch das Verletzungspech erbarmungslos zu. Der langfristige Ausfall Langeraks hat uns bereits ins Mark getroffen und mutmaßlich den einen oder anderen Punkt gekostet. Robbie Kruse kämpft seit er hier ist, mit muskulären Problemen. Bei beiden kann man die medizinische Abteilung einmal kritisch hinterfragen, die für die Verpflichtungen grünes Licht gegeben hat. Gerade bzgl. Langerak kursiert das Gerücht, in Dortmund wundere dessen langer Ausfall Niemanden.
Kostic zog sich gegen Gladbach einen Muskelfaserriss zu, Kapitän Genter laboriert an Achillessehnenproblemen und fiel aus. Serey Dié plagte sich unter der Woche mit einer Magen-Darm-Geschichte herum, meldete sich aber einsatzbereit und ging auch in dieser Schlacht als Vorbild voran.
Das alles sind jedoch Kinkerlitzchen im Vergleich zu dem, welche Diagnose Daniel Ginczek ereilte: Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich, Ausfall möglichweise bis zur Winterpause. Ihm kann man nur einen guten Heilungsverlauf wünschen und dass die konservativen Behandlungsmethoden anschlagen. Ohne größere medizinische Kenntnisse kommt in mir die Befürchtung hoch, dass, sollte Ginni unters Messer müssen, eine noch viel längere Pause bis hin zum Karriereende im Raum stehen könnte.
Dass die Mannschaft unter dem Eindruck dieser Hiobsbotschaft in Sinsheim ihr bislang schlechtestes Spiel hinlegte, ist fast schon nachvollziehbar. Paradox dabei ist, dass der VfB seine vier Punkte in den schlechten Spielen holte und nach guten Leistungen stets leer ausging.
Erst durch den Dreifachwechsel ging ein Ruck durchs Team und vor allem Kliment und Ferati taten sich positiv hervor. Kliment traf per Kopf unmittelbar nach seiner Einwechslung, Ferati schlug in der Nachspielzeit eine Flanke butterweich auf den Kopf von Timo Werner und hatte somit maßgeblichen Anteil am Punktgewinn.
Es gibt sie also, die Hoffnungsschimmer. Arianit Ferati zum Beispiel, der nach misslungenem Flankenversuch von Harnik an den Ball kam und es besser machte. Diese Situation könnte fast Sinnbild einer Wachablösung sein, wenn sich Harnik nicht schon sehr bald steigert und zu alter Leistungsstärke zurück findet.
Zufrieden konnte man mit der Darbietung vom Samstag nicht sein, zu fahrig das Spiel. Da das Team es aber auch schon besser auf den Platz brachte und gegen Ingolstadt voraussichtlich Filip Kostic zurückkehren wird, kann man das Positive mitnehmen. Die Mannschaft ist nach zweimaligem Rückstand zurückgekommen und stand am Ende als moralischer Sieger da, auch wenn ich bis heute nicht so sicher bin, ob ich den Punkt als Punktgewinn oder als Punktverlust einordnen soll.
So oder so, diesen Punkt gilt es nach der Bundesligapause zu vergolden, indem gegen Ingolstadt der erste Heimsieg eingefahren wird.
Vorher aber steht zunächst einmal die Mitgliederversammlung an. Eine gute Möglichkeit für die Vereinsführung, ob sie will oder nicht, sich endlich mal wieder aus der Deckung zu wagen und darzulegen, welche Fortschritte sie erkennen und wie groß das Vertrauen in Alex Zorniger noch ist. Wenn ich mich durch die VfB-Foren klicke und Stimmungen persönlich einfange dürften die Zorniger-Befürworter und –Gegner etwa pari liegen und bei weitem nicht jeder den großen Rundumschlag herbeisehnen. Es dürfte hitzig werden!
Ich dagegen bin nach diesen mageren Wochen erst einmal reif für die Insel – für die grüne Insel, Irland is calling, Länderspieltime!

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