31. Juli 2010

Wechsel perfekt: Madrid macht Khedira reich

Der Wechsel von Sami Khedira vom VfB Stuttgart zu Real Madrid ist perfekt. Am Freitagvormittag einigten sich die beiden Vereine über die letzten Details – und über die Höhe der Ablösesumme. Die Roten bekommen 14 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler bekommen.

„Einen absoluten Führungsspieler und eine Identifikationsfigur wie Sami Khedira lässt man natürlich nur äußerst ungern ziehen“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic, „aber auf der anderen Seite können wir den Wunsch von Sami nachvollziehen, bei Real an seiner weiteren Karriere zu arbeiten. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung in Madrid.“

Die spanischen Blätter geizen in diesen Tagen indes nicht mit Vorschusslorbeeren für Sami Khedira. „Er ist der Mann, der den Ausfall von Ballack bei der WM vergessen machte … und er ist das Design für die Zuverlässigkeit des traditionellen Deutschen“, schrieb „AS“ zur Begrüßung des Mittelfeldspielers in Madrid.

Khedira gab die Blumen artig zurück. „Real Madrid ist der größte Club der Welt und José Mourinho ist einer der erfolgreichsten Trainer. Ich war schon immer vom Stil Mourinhos und von Real Madrid fasziniert“, sagte Khedira in Madrid, bevor er die sportärztliche Untersuchung über sich ergehen ließ.
Danach war die Unterzeichnung eines Fünf-Jahres-Vertrags angesetzt, die den 23-Jährigen zu einem steinreichen Mann macht: Pro Jahr soll das VfB-Eigengewächs beim spanischen Erstligisten zwischen acht und neun Millionen Euro verdienen. Zudem soll sein Berater Jörg Neubauer ein einmaliges Handgeld in Höhe von knapp vier Millionen Euro ausgehandelt haben.

(STN online)

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17. April 2010

Jupp Heynckes im Interview: “VfB gehört unter die ersten fünf”

Category: Der nächste Gegner — Tags: , , , , , , , , – Franky @ 05:08

Jupp Heynckes (64) hat alles gewonnen, was es im Fußball zu gewinnen gibt. Als Spieler wurde er Weltmeister, Europameister und mit Borussia Mönchengladbach viermal deutscher Meister. Als Trainer holte er mit dem FC Bayern München zweimal den Titel und triumphierte mit Real Madrid sogar in der Champions League. In dieser Saison hat er Bayer Leverkusen zu einem Spitzenteam geformt.

Vor dem Gastspiel am Sanstag beim VfB Stuttgart spricht Jupp Heynckes über…

…die Marke VfB:

“Das ist ein Traditionsverein, der zur Bundesliga gehört wie Mercedes zu Stuttgart. Der VfB stand schon immer für attraktiven Fußball und hatte Spitzenspieler und Nationalspieler in seinen Reihen. Der Club hat überall einen guten Ruf, auch im Ausland. Das konnte ich feststellen, als ich in Spanien war. Der VfB war und ist einer der führenden Clubs – und das zieht sich ja auch jetzt wieder wie ein roter Faden durch diese Rückrunde.”

…die Partie am Samstag:

“Das Kräfteverhältnis ist ganz anders als im November, als wir mit 4:0 gewonnen haben. Damals war der VfB nicht gut beieinander. Inzwischen hat sich jedoch wieder eine Mannschaft herausgebildet, die schwungvoll und leidenschaftlich auftritt – und erfolgreich ist. Mit seinem Kader gehört der VfB normalerweise sowieso zu den fünf besten Teams in der Bundesliga – und er hat die Chance, das auch in dieser Saison zu erreichen.”

…Christian Gross:

“Die Handschrift von ihm ist deutlich zu sehen. Seitdem er beim VfB ist, geht es wieder aufwärts. Er hat seinen Charakter und seine Persönlichkeit eingebracht. So ist er eine Bereicherung für die ganze Bundesliga, für die es wichtig ist, viele gute Trainer zu haben, um international bestehen zu können.”

…Markus Babbel:

“Er war einst in München mein Spieler. Man darf nicht vergessen, dass er den VfB vor einem Jahr auf den dritten Platz und in die Champions League geführt hat. Das war ein riesiger Erfolg. Aber dann musste er seinen Trainerschein machen und war nicht immer vor Ort. Eine Fußballmannschaft ist jedoch ein sehr sensibles Konstrukt. Wenn man da als Trainer nicht jeden Tag anwesend ist, kann das meiner Meinung nach gar nicht funktionieren. Das ist schade, denn Markus Babbel ist ehrgeizig und kompetent. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass er bald wieder in die Bundesliga zurückkehren wird.”

…Bayer Vizekusen:

“Das ist so eine Floskel und wenig kreativ. Wenn wir tatsächlich Zweiter würden, was wahrscheinlich nicht passiert, wäre das ein Riesenerfolg. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Das Problem ist, dass das Anspruchsniveau im Umfeld hier zuletzt ins Uferlose ging. Dabei lautete vor der Saison das Ziel, dass wir die Europa League erreichen wollen – wenn alles gut geht. Man muss sehen, wie viele junge Spieler wir haben, die vor einem Jahr teilweise noch in der zweiten Liga waren. Da sind Formschwankungen normal. Das muss man ganz nüchtern betrachten.”

…Kevin Kuranyi:

“Ich möchte mich nicht unter die vielen Experten einreihen, die dem Bundestrainer Joachim Löw da Ratschläge geben. Es war immer so, dass vor einer WM heiß diskutiert wurde, wer nominiert werden soll. Joachim Löw wird wissen, welche Spieler in sein System passen und auf wen er sich verlassen kann.”

…die WM-Chancen

“Wenn die Bayern das Champions-League-Finale erreichen, fallen diese Spieler bis nach dem 22. Mai für die WM-Vorbereitung aus. Das wäre ein Problem, zumal wir immer von einer guten Vorbereitungsphase lebten. Wenn aber alle beim DFB an einem Strang ziehen, bin ich so oder so überzeugt, dass wir uns in Südafrika ordentlich präsentieren und die entsprechenden Ergebnisse abliefern.”

…die eigenen Ambitionen:

“Ich hätte schon zwei- oder dreimal die Gelegenheit gehabt, Bundestrainer zu werden, aber ich bevorzuge die tägliche Arbeit mit den Spielern und habe gern mein Ohr am Puls der Mannschaft. Das hält auch jung.”

…Real Madrid:

“Das Wort ,stolz’ benutze ich ungern. Lieber verwende ich ,glücklich’. Ich bin heute noch glücklich, dass ich mit Real 1998 die Champions League gewonnen habe. Es war sehr schwierig, denn darauf war alles fokussiert. Madrid war etwas ganz Besonderes.”

…die Erwartungen für Samstag:

“Ich denke, wir werden alles sehen, was den Fußball so attraktiv macht. Da treffen zwei offensive und spielstarke Mannschaften aufeinander. Schön wäre es, wenn am Ende alle zufrieden sind.”

(STZ 16.4.10)

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13. Februar 2010

Routinier mit Ambitionen „Van the Man“ will mit dem HSV nach oben

Rutgerus Johannes Martinus van Nistelrooij, geboren im niederländischen Oss, zu fußballerischem Weltruhm gekommen als Ruud van Nistelrooy in Eindhoven, Manchester und Madrid, verstärkt seit Januar den Angriff
des Hamburger Sport-Vereins. Der Transfer von „Van the Man“ war mit Sicherheit der ligaweit spektakulärste Wechsel in diesem Winter und löste in der Hansestadt eine Welle der Euphorie um den internationalen
Topstürmer aus. Den ersten Vereinsrekord knackte der 33-Jährige dann auch schon bevor er überhaupt nur eine einzige Pfl ichtspielminute für den HSV bestritten hatte. Denn sein Jersey mit der Nummer 22 verkaufte
sich innerhalb weniger Wochen über 2.000 Mal. Dies gelang beim Traditionsverein aus dem hohen Norden binnen so kurzer Zeit noch keinem anderen Spieler. Sein Bundesliga-Debüt feierte van Nistelrooy am
vergangenen Samstag beim 3:3 der Labbadia-Elf in Köln, als er kurz vor dem Schlusspfiff für den Doppeltorschützen Mladen Petric eingewechselt wurde. Seine Einsatzzeiten sollen sich in den kommenden Partien aber deutlich erhöhen. Die Möglichkeit, dass der Welttorjäger von 2002 bereits im heutigen Spiel in weitaus größerem Maße zum Zuge kommt, ist durchaus gegeben. Immerhin hat der Niederländer in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er weiß, wo in Stuttgart das Tor steht. Beim legendär gewordenen
2:1-Sieg des VfB über Manchester United in der Champions League anno 2003 war es van Nistelrooy, der den Treffer der Red Devils markierte, damals vom Elfmeterpunkt aus. Und bei der Weltmeisterschaft 2006 erzielte der 64-fache Nationalspieler für die holländische Elftal ebenfalls in der Mercedes-Benz Arena ein Tor, das seinen Farben den Sieg gegen die Elfenbeinküste brachte. Das Kapitel Nationalmannschaft, für die er insgesamt 33 Tore erzielte, hat er zwischenzeitlich für sich für beendet erklärt, auf Vereinsebene will er aber indes noch einiges erreichen. „Der HSV ist ein toller Verein, mit einer starken Mannschaft und großen Ambitionen. Und große Ambitionen habe ich auch“, betonte Ruud van Nistelrooy schon bei seiner Vorstellung in Hamburg.
Seine Tore sollen dazu beitragen, dass die HSV-Raute auch in der kommenden Saison wieder in Europa präsent sein wird. Schließlich möchte der Weltstar seinen 59 Europapokal-Toren noch ein paar weitere hinzufügen und mit den Hamburgern auch einen Titel gewinnen.

(Stadion Aktuell 13.2.10)

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