27. November 2018

Realitätsverlust

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 13:15

Business as usual! Der 2:0-Auswärtssieg bei schwachen Nürnbergern vor der Länderspielpause entpuppte sich, wie zugleich erwartet und befürchtet, als Strohfeuer.

Dass ausgerechnet Timo Baumgartl, der in Nürnberg sein allererstes Bundesligator erzielte und Garant dafür war, dass endlich mal wieder zu null gespielt wurde, mit einem grippalen Infekt vom U21-Länderspiel aus Italien zurückkehrte, in Leverkusen passen und somit das Kranken- und Verletztenlager weiter anwachsen lassen musste, passt ins Bild dieser bisherigen Seuchensaison.

Das Glück der vergangenen Rückrunde, auch was so gut wie keine Verletzungen anbelangt, ist aufgebraucht und schlägt sich, man sagt ja so schön, Glück und Pech gleichen sich aus, erbarmungslos ins Gegenteil um.

So könnte man als VfBler auch darüber lamentieren, dass Maffeo in der allerersten Minute des Leverkusen-Spiels keinen Elfmeter zugesprochen bekam. Auch das könnte man als fehlendes Spielglück abtun, wenn denn die Situation nicht so bedrohlich wäre und es nicht den Anschein hätte, alles und jeder habe sich gegen den VfB verschworen.

Für mich war das ein klarer Elfer, so dass es völlig unverständlich ist, dass der Schiri auf dem Platz und sein Kollege in Köln trotz Rücksprache dem VfB den Strafstoß verweigerten. Hätten unsere Herren in schwarz jemals Fußball gespielt, könnten sie eine solche Situation einschätzen und eine Schwalbe Maffeos schon anhand seiner „Flugkurve“ ausschließen, auch wenn die Berührung nicht eindeutig festzustellen gewesen sein sollte.

Ob der fällige Elfmeter rein gegangen wäre und ob das Spiel mit einer Führung im Rücken ein anderes geworden wäre, ist natürlich hypothetisch. Gut hätte sie dem VfB jedoch mit Sicherheit getan.
So entwickelte sich das erwartete Spiel. Leverkusen mit mehr Ballbesitz und zielstrebiger dank einer herausragend besetzten Offensive, während der VfB in erster Linie aufs Verhindern aus war und versuchte, die Leverkusener vom eigenen Tor fernzuhalten.

Dass es gegen Leverkusen schwierig ist, wenn man sie machen lässt, weiß jeder Fußballinteressierte in Deutschland, am VfB scheint dies vorbei gegangen zu sein.

Natürlich fehlen dem VfB die Mittel, natürlich schmerzen die Ausfälle von Didavi und Donis nach wie vor extrem, natürlich rächt es sich mittlerweile auch bitterlich, dass man Daniel Ginczek nicht annähernd adäquat ersetzt hat und trotzdem ist es nicht verboten, das Herz in die Hand zu nehmen und pragmatisch seine Möglichkeiten zu suchen, anstatt über Sachverhalte zu lamentieren, die man nicht ändern kann.
Ins selbe Horn bläst mittlerweile auch der bedauernswerte Trainer Markus Weinzierl, der bereits jetzt zu resignieren scheint, in Anbetracht der vielen Baustellen, die er beim VfB zu beackern hat. Ich hoffe, er hat einen langen Atem und schmeißt nicht noch vor der Winterpause von selbst hin.

Bayer 04 Leverkusen steht für guten Fußball und ist in der Regel extrem heimstark. Nicht umsonst war der 1:0-Zittersieg der vergangenen Rückrunde der erste dort seit Anfang der 2000er, wobei man heute noch darüber rätselt, wie dieser überhaupt „passieren“ konnte.

Protagonisten, wie der ewige Gente, die am Bayer-Kreuz fast ausschließlich auf die Mütze bekommen haben, streichen die Segel quasi schon vor dem Spiel, da eine Niederlage in Leverkusen ja keine Schande ist. Mutlos und scheu wird sich präsentiert, es kann ja niemand wirklich böse sein, wenn das ohnehin Erwartete auch tatsächlich eintritt.

Dass in dieser Liga aber jeder jeden schlagen kann, es sich in jedem Spiel lohnt, alles für den Erfolg zu tun, verdeutlichen nicht zuletzt die Ergebnisse der Münchner Bayern heuer. Wurde uns zu Beginn der Saison dieses noch als Bonus-Spiel verkauft, bei dem die verlorenen Punkte nicht zählen, zeigen sich mittlerweile Abstiegskandidaten als Verderber dieses Spiels, was – erlaube – Augsburg, Freiburg, Düsseldorf, während wir, freilich noch unter Korkut, brav die weiße Fahne hissten und ohne Eckball, Torschuss und gelbe Karte dem Meister den Sieg schenkten.

Auch in Leverkusen hängen in dieser Saison (bisher) die Früchte nicht allzu hoch. Leverkusen war vor dem Spiel die zweitschwächste Heimmannschaft und schaffte bislang lediglich einen (!) 1:0-Zittersieg gegen Mainz, verlor gegen Wolfsburg, Dortmund und Hoffenheim und gab selbst gegen Hannover 96 zuhause zwei Punkte ab.

Es bestand also kein Grund dort hin zu fahren und sich nichts auszurechnen. Wenn man jedoch nur darauf aus ist, sich einzuigeln, Leverkusen das Spielgerät überlässt und im gesamten Spiel gerade einmal einen einzigen ernsthaften Torschuss abgibt, darf man sich nicht wundern, wenn man im dreizehnten Pflichtspiel zum neunten (!) Mal ohne Torerfolg bleibt.

Derzeit kann man Fußball schauen, wo man möchte. Ob in den ersten drei Ligen national oder international, es findet sich kaum eine Mannschaft, die einen langsameren, behäbigeren, uninspirierteren Fußball arbeitet als der VfB.

Es rächt sich gnadenlos, dass Reschke lieber mittelfristige Championsleague-Träume hegt, anstatt kurzfristig eine ligataugliche Mannschaft an den Start gebracht zu haben. Da leidet er gewaltig unter Realitätsverlust und hat die Situation vor der Saison total verkannt. Auch wenn wir ahnungslose Vollidioten seine Transfers und vor allem den Zeitpunkt lobten, ich auch wegen der Rückkehr Didavis jubelte, sollte man vom hochdekorierten Perlentaucher Weitsicht und die Abwägung von Risiken erwarten können. Dass man eine der ganz großen Schwächen der letzten Saison, nämlich, dass uns ein Zehner gänzlich fehlte, mit Didavi behob, ist ja schön und gut. Dass man jedoch für einen derart verletzungsanfälligen Spieler nicht wenigstens einen brauchbaren Backup im Kader hat und man wegen des Ausfalls von Didavi den Offensivbetrieb quasi einstellen musste, ist grob fahrlässig.

Auch dass man nach den Abgängen von Terodde und Ginczek nun auf Form und Fitness eines 34-jährigen angewiesen ist und der Kader keinen einzigen hergibt, der Tore am Fließband verspricht, ist sehr kurz gedacht. Dazu kommen Formkrisen und Unzufriedenheit derer, die sich von ihrem Wechsel zum VfB mehr versprochen haben, wie es zum Beispiel bei Castro der Fall ist. Es rächt sich, wie auch bei unseren Amateuren, dass die Kadergröße sehr knapp gehalten ist und an allen Ecken und Enden Alternativen fehlen.

Auch Christian Gentner leidet unter Realitätsverlust, wenn er die Niederlage an der kollektiven Schlafmützigkeit vor dem 1:0 festmacht und darüber referiert, man hätte sich um den Lohn gebracht. Lohn? Für was? Es war doch auch in Leverkusen wieder einzig und allein das Hoffen auf den lieben Gott, dass vorne einer reinrutscht und die Leverkusener auch noch ein drittes oder viertes Mal das leere Tor nicht treffen. Mehr war es doch nicht, ohne Torchancen gewinnt man in der Regel kein Spiel, so dass das 1:0, dem, wie fast jedem Tor, eine Fehlerkette vorausging, folgerichtig und vor allem verdient für Leverkusen war.

Mit derartigen Aussagen unterstreicht der Kapitän, wie weit er sich von den Freunden dieses faszinierenden Spiels entfernt hat und führt das eigentliche Ziel des Spiels ad absurdum. Dieses besteht nämlich seit Urzeiten daraus, das Runde ins Eckige zu befördern und nicht daraus, ausschließlich verhindern zu wollen. Wie haben mich früher Trainer wie Riegel-Rudi, Funkel, Ristic usw. angewidert, die nur ins Neckarstadion gekommen sind, um uns den Spaß am Spiel zu nehmen und irgendwie heile wieder raus zu kommen. Damit waren deren Teams so ziemlich das Gegenteil von dem, für was der VfB stand.
Agieren statt reagieren, dem Publikum etwas bieten wollen und nicht beim Stande von 0:0 ausschließlich auf den Lucky Punch zu hoffen, dafür stand der VfB jahrzehntelang. In der Rückrunde mag man auf diese destruktive Weise und mit unfassbarem Glück Erfolg gehabt zu haben, dass sich dies in der Form wiederholt, war von vornherein mehr als unwahrscheinlich.

Vielversprechender und die Möglichkeit das resignierende und immer gleichgültiger werdende Publikum zurück auf seine Seite zu ziehen, wäre es doch, zielstrebig und schnell nach vorne spielen, um Fehler des Gegners zu erzwingen. So lang Nadelstiche setzen, bis der Gegner einknickt und das eine Mal unaufmerksam ist. Mit Stehgeigern wie Aogo und Gentner im Mittelfeld, die fast ausschließlich quer anstatt steil spielen, werden keine Überraschungsmomente geschaffen und folglich so gut wie keine Torchancen kreiert. Das Streben nach mehr Stabilität ist zwar in unserer Situation legitim, wenn es jedoch völlig zu Lasten der Offensive geht, eher kontraproduktiv.

Gentner ist mit seinen 33 Jahren längst über den Zenit hinaus und täte gut daran, sich ein Beispiel an Mario Gomez zu nehmen. Dieser regte nämlich an, ihm eine Pause zu verordnen, wenn der Trainer und das Team den Eindruck bekämen, er sei mehr Last als Hilfe. Traut sich ein Trainer nicht (oder darf er nicht, Herr Reschke?) gestandene Spieler oder gar den Kapitän auf die Bank zu setzen, muss es vom Spieler kommen, den Trainer von der Stammplatzgarantie zu entbinden.

Ob das kurzfristig weiterhelfen würde und ob nicht das fragile Gebilde erst recht einstürzen würde, wenn plötzlich andere Spieler Verantwortung übernehmen müssten, steht auf einem anderen Blatt. Für mich wäre es ein Hoffnungsschimmer und vor allem im Hinblick auf das neue Jahr nach der Wintervorbereitung ein Fingerzeig. Es muss eine neue Hierarchie her, alte Erbhöfe müssen ausgemerzt werden, um der Wohfühloase ein Ende zu bereiten und auch beim VfB ein Leistungsklima zu schaffen.

Die Vorrunde kann man ohnehin vergessen, gegen Augsburg springt vielleicht mit Glück und Dida und/ oder Donis etwas Zählbares heraus, von den anderen Spielen erwarte ich nichts anderes vom VfB, als dass wir unserem Ruf, Aufbaugegner und Punktelieferant Nummer 1 der Liga zu sein, treu bleiben. Gladbach hat noch keinen Punkt zu Hause abgegeben und spielt bisher eine starke Saison, während Hertha, Wolfsburg und Schalke zwar keine Überflieger sind, für uns aber dennoch zu stark sein dürften.

Daher sollte jetzt schon der Fokus auf Verstärkungen in der Winterpause und das Team der Rückrunde gelegt werden. Ich bin sehr gespannt, welche Koryphäen der Perlentaucher an Land zu ziehen gedenkt. Wenn ich dieser Tage im Kicker lese, man befasse sich mit Namen wie Kagawa (29), Rode (28), Herrmann (27) und, Achtung, Sandro Wagner (30), bekomme ich Brechreiz.

Bei Letzterem schon deshalb, weil es derzeit in der Liga kaum einen größeren Unsympathen gibt und dessen Verpflichtung wohl, ähnlich wie bei Egon Coordes und Winfried Schäfer, eine große Kündigungswelle von Vereinsmitgliedschaften nach sich ziehen würde.

Jedoch dürfte dies auch der unrealistischste Name unter den Genannten sein, weil er sich mit Sicherheit noch in anderen Sphären wähnt, und nicht mit unserer Gurkentruppe gegen den Abstieg kämpfen möchte. Dieser Name dürfte also ins Reich der Fabel gehören, während die Anderen allesamt ehemalige gute Spieler wären, die wegen Verletzungen und/ oder starker Konkurrenz zuletzt kaum zum Einsatz kamen.

Zweifellos würden sie nach Beck, Aogo, Gomez und Castro perfekt in Reschkes Beuteschema passen. Ich begreife es zwar dann nicht, wie Reschke zu seinem guten Ruf als Talententdecker gekommen ist, denn, auf diese Namen wäre, mit ein paar Ausgliederungsmilliönchen ausgestattet, wohl auch jeder Fan gekommen.

Vermutlich werden die Wintereinkäufe uns als Vorgriff auf die neue Saison verkauft werden, was mit den nächsten Altstars ohne großen Wiederverkaufswert gefährlich wäre und uns im Sommer bereits wieder um die Ohren fliegen könnte.

Diese ständig aufkochenden Transfer-Gerüchte nerven mich übrigens extrem. Zu Zeiten eines Jan Schindelmeiser sickerte kaum etwas durch bevor ein Transfer in trockenen Tüchern oder eben vom Tisch war, während bei Reschke an allen gehandelten Namen etwas dran sein dürfte, sei es auch nur das (einseitige) Interesse Reschkes an den Spielern.

Diese werden es sich genau überlegen, ob sie den Schritt zurück gehen und somit ihre weitere Karriere gefährden, „nur“ um für weniger Geld bei einem schlechteren Verein mit schlechteren Mitspielern in einem „schwierigen Umfeld“ gegen den Abstieg zu kämpfen.

Für die gehandelten Spieler wäre der Schritt zum VfB ein Risiko, für den VfB aber auch. Jeden der Kandidaten, Wagner einmal ausgeklammert, assoziiert man mit genau einem Herzensverein. Herrmann mit Mönchengladbach (seit 2008), Kagawa mit Dortmund (seit 2010, unterbrochen von zwei weniger glücklichen Jahren bei ManU) sowie Sebastian Rode, der sich weder bei den Bayern noch in Dortmund durchsetzen konnte, mit der Frankfurter Eintracht.

Bei allen befürchte ich ähnliche Anpassungs- und Identifikationsprobleme wie sie Castro nun hat, der bislang auch nur in Leverkusen funktioniert hat.

Sie sind allesamt gute Fußballer, die unsere Qualität zweifellos anheben würden. Es sind jedoch auch Spieler, die aufgrund ihrer Vita einen gewissen Führungsanspruch beanspruchen würden, womit sich schon einige Andere in der Ära Gentner die Zähne ausgebissen haben.

Was wir brauchen sind unbelastete und motivierte Neuzugänge, die hier die Chance sehen durchzustarten und von denen man sich für einige Jahre etwas versprechen kann und nicht einen Club der Enttäuschten, Spieler, die keine Spielpraxis besitzen und sich womöglich in Selbstmitleid flüchten, weil sie von ihren Herzensclubs abgeschoben wurden.

Zudem wurde im Rahmen der Ausgliederungsdebatte Jugendstil propagiert, während, seit Reschke das Zepter schwingt, fast ausschließlich Profis im Herbst ihrer Karriere, an den Neckar gelockt werden.
Ohne Sinn, Verstand und Konzept wird der Kader aufgefüllt, wo ist die Nachhaltigkeit, die uns in Aussicht gestellt wurde. Die Ausgliederungsmillionen werden in exorbitante Gehälter für Ex-Größen gesteckt, von denen wohl kein Einziger auch in der 2. Liga noch seine Schuhe für den VfB schnüren würde.

Noch glaube ich nicht, dass der VfB absteigen wird. Düsseldorf (trotz des Punktgewinnes in München) und Nürnberg schätze ich von der Substanz her als deutlich schwächer ein und gehe davon aus, dass der VfB im Winter Gelder ausgeben wird, von denen sie bei der Konkurrenz nur träumen können.

Somit rechne ich schlimmstenfalls mit Platz 16 und zwei Relegationsspielen in denen sich zu 90% der Bundesligist durchsetzt. Spannend könnten diese Entscheidungsspiele allenfalls werden, sollte der Gegner Köln oder HSV heißen.

Ob ich den Klassenerhalt dann gut oder schlecht finde, darüber bin ich mir derzeit nicht einmal im Klaren. Ich bin so enttäuscht momentan, über den bisherigen Saisonverlauf, klar, aber auch darüber, wie die Vereinsmitglieder von Dietrich hinters Licht geführt wurden, als er nach der Ausgliederung direkt Jan Schindelmeiser vor die Tür setzte und sich Michael Reschke von seinen Münchner Freunden aufschwatzen ließ, der im stillen Kämmerlein besser aufgehoben wäre als in vorderster Front.

Die Ausgliederungsmillionen dürften spätestens nach den Wintertransfers verprasst sein, die nächsten Investoren stehen nicht gerade Schlange. Der VfB wird heruntergewirtschaftet und das Schlimme ist, dass den Herren seit der Ausgliederung keiner mehr auf die Finger schaut. Skeptiker in den eigenen Reihen werden offensichtlich nicht gehört, anders kann ich mir Buchwalds Vorstoß nicht erklären, Kritiker des großen Ganzen werden als ahnungslose Vollidioten betitelt und Lügen salonfähig gemacht.

Dietrich wird sich den Fehler mit Reschke und das Hintergehen der Mitglieder nicht eingestehen, so dass ein Abstieg die einzige Möglichkeit wäre, dieses selbstherrliche Gespann wieder loszuwerden und mit innovativen Leuten, wie es Schindelmeiser und Wolf die meiste Zeit waren, noch einmal durchzustarten.

Da selbst der Abstieg, siehe oben, in meinen Augen relativ unwahrscheinlich ist, wird sich der VfB in absehbarer Zeit wohl nicht zum Positiven verändern. Damit meine ich nicht „nur“ sportlich bessere Zeiten, sondern das Gesamtbild, das der VfB abgibt, die Außendarstellung, Werte, die vermittelt und gelebt werden, sowie ein Leitgedanke, für den der VfB stehen soll und auch steht.

Dass Reschke auch intern für atmosphärische Störungen sorgt, hat neulich ja Steven Cherundolo geäußert. Ok, nicht ganz die feine englische Art, solang er noch beim VfB unter Vertrag steht und doch ist man als einer der regelmäßig belogen wird, für ehrliche Worte, die nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gehören, dankbar.

Es ist also Fakt, dass der gelernte Fußballlehrer Michael Reschke nicht nur Wolf ins Handwerk gepfuscht hat, sondern dies auch bei Korkut getan hat und vermutlich bei Weinzierl tun wird. Nur schnell weg mit ihm!

Ich muss zugeben, derzeit verlangt einem die Allesfahrerei viel ab. Die Gemütsschwankungen von himmelhochjauchzend im Sommer noch bis zu Tode betrübt im tristen Spätherbst sind anstrengend. Wären es allein die Spiele, in denen weniger Fußball gespielt als sich hauptsächlich über die Zeit gequält wird, würde ich meine Zeit längst sinnvoller nutzen.

Was für mich den VfB in diesen Zeiten noch ausmacht, sind die Fans, der Zusammenhalt unter den Fans und die vielen, vielen Leidensgenossen, die man immer und überall trifft. Wir sind der VfB! So auch in Leverkusen! Etliche Freunde getroffen, davor in Leverkusen gefeiert, danach in Köln gefeiert und mit dem ersten Zug um 4.22 Uhr zurück in die Heimat gefahren. Kann man freitags schon mal machen. Was an dem genialen Tag gestört hat, war einzig und allein (mal wieder) das Spiel!

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