2. Februar 2014

Situation wird langsam prekär

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 14:32

Bilder vom Spiel in Leverkusen sind jetzt online. Sechste Niederlage im siebten Spiel, 2014 zum dritten Mal nach 1:0-Führung noch 1:2 verloren, zum dritten Mal stach der Joker des Gegners, zum dritten Mal lässt sich der VfB nach der Führung das Spiel des Gegners aufzwingen und stellt den Spielbetrieb nach vorne weitestgehend ein. Momentan fällt mir nicht viel ein, was Hoffnung auf Besserung machen sollte. Jetzt haben wir Augsburg vor der Brust, die in den letzten zehn Spielen wettbewerbsübergreifend gerade einmal gegen die Bayern zwei Mal verloren haben und gegen die wir uns zuletzt sehr schwer taten. Unser Manager Fredi Bobic hat sich ja kürzlich zu einer Aussage hinreißen lassen, die die Augsburger sicherlich als Extramotivation in die Kabine hängen werden, nämlich zu dieser: „wenn die Augsburger absteigen, dann steigt ein kleines Boot ab. Doch wir sind ein Tanker in dieser Liga.“ Nach 19 Spieltagen bleibt zu konstatieren, dass das kleine Boot bereits neun Punkte mehr als der Tanker gesammelt hat und dass auch durchaus schon Tanker gesunken sein sollen. Ich habe ein ganz dummes Gefühl in Bezug auf das nächste Wochenende und hoffe, dass sich das nicht bestätigen wird.

In Leverkusen bin ich eigentlich immer sehr gerne. Vor dem Spiel gehe ich gerne ein Bierchen im Soccer-Center „Pille“ gegenüber der BayArena gelegen trinken. Da es die Leverkusener kaum einmal schaffen, ihr schmuckes Stadion komplett zu füllen und dadurch viele Karten in den freien Verkauf kommen, bestellte ich mir bei Leverkusen direkt zuletzt immer eine Karte auf der Gegengerade.

Für gestern orderte ich erstmals ein Ticket in Reihe 1, super nah dran, mehr Beinfreiheit als normal und dazu noch Platz um das Bier abzustellen. Besser geht’s nicht! Die VfB-Fans zeigten eine schöne Choreo für die ich dann natürlich auch eine schöne Perspektive zum Fotografieren hatte. Ich hoffe, schwer, dass wir auch nächste Saison wieder dorthin fahren dürfen und uns nicht mit Spielen in Sandhausen, Paderborn und Aue beschäftigen müssen.

Das Spiel begann, wie zuletzt ja auch, eigentlich vielversprechend. Im zweiten Versuch schlenzte Moritz Leitner die Kugel nach Rausch-Ecke sehenswert über Leno hinweg zur VfB-Führung in den Kasten. Doch, anstatt konsequent zu versuchen nachzulegen, lässt sich der VfB in (un-)schöner Regelmäßigkeit nach und nach in die Defensive drängen und vermag es kaum mehr Nadelstiche vorne zu setzen. Dadurch lädt man den Gegner förmlich ein zu marschieren, so auch unseren Meister-Spieler Roberto Hilbert, der ordentlich Betrieb machte. Gestern dauerte es nicht lang und Leverkusen glich durch Stefan Kießling nach haarsträubendem Fehler von Antonio Rüdiger aus. Es war Kießlings zehntes Tor im siebten Heimspiel gegen den VfB und es war auch irgendwie klar, dass seine Durststrecke mit vier torlosen Spielen in Folge ausgerechnet gegen den VfB enden würde. Nur, das was Rüdiger in dieser Situation veranstaltet hat, ist einfach nicht bundesligareif. Als in der Schlussphase noch Eren Derdiyok erstmals nach 14 Monaten wieder traf, machte der VfB seinem Ruf als Aufbaugegner wieder alle Ehre. Leverkusen hatte zuletzt drei Mal in Folge verloren und war doch eigentlich mit dem Nackenschlag zum 0:1 am Boden gelegen. Weshalb es der VfB nicht versteht, aus einer solchen Situation Kapital zu schlagen, ist mir unbegreiflich. Von der Bank, die ich relativ gut im Blick hatte, kamen wenig bis keine Impulse, alle wirken irgendwie ratlos. Ob Schneider der Richtige ist und auch Abstiegskampf kann, wird sich erweisen. Klar ist, es müssen jetzt Siege her, um dem noch relativ neuen Trainerteam weiterhin ein ruhiges Arbeiten zu gewährleisten.

Spätestens, wenn der VfB auf dem Relegations- oder Abstiegsplatz angekommen ist, dürfte so richtig Feuer unterm Dach sein und Schneider möglicherweise nicht mehr zu halten sein. Ob ein solch junger, unerfahrener Trainer die psychologischen Fähigkeiten besitzt, an gestandene Profis die sogenannten Basics wie Lauf- und Einsatzbereitschaft, Konzentration, bedingungsloses Leben für den Beruf, alles zu geben für den Verein, Animositäten mit Mitspielern dem gemeinsamen Ziel unterzuordnen, und, und, und heranzubringen und dabei er selbst zu bleiben, da bin ich mir nicht so sicher. Schon jetzt ist die Fangemeinde gespalten, ob Schneider das Zeug zum Profitrainer hat oder doch „nur“ ein Jugendtrainer ist. Dass seine Ausstrahlung und seine Interviews zu weich rüber kommen und man es sich nicht vorstellen kann, dass er es vermag, abgezockten Profis Beine zu machen.

Sollte dieser Tag x kommen, an dem die Erkenntnis gereift ist, ein Schleifer Marke Magath würde das Team eher aus dem Schlamassel ziehen können als der nette Herr Schneider, würde es mich nicht wundern, wenn dieses Szenario mit einem kompletten Kahlschlag verbunden wäre und auch Fredi Bobic seinen Hut nehmen müsste. Schließlich ist er für die unpassende Kaderzusammenstellung und auch die völlig unnötige Vertragsverlängerung mit Bruno Labbadia verantwortlich. An dieser werden wir noch einige Zeit zu knabbern haben! Zum einen wegen der weiteren Gehaltszahlungen an Herrn Labbadia, zum anderen, weil ein Schnitt mit neuem Cheftrainer und klaren Vorstellungen zum 1.7.13 versäumt wurde.

So müssen wir wohl oder übel mit dem vorhandenen Kader, der zwar quantitativ, nicht aber qualitativ „stark“ ist, über die Runde(n) kommen. Dies ohne Kvist und Molinaro, die beide in der letzten Woche abgegeben wurden. Einmal mehr teure Spieler, die bei uns nach und nach ihr Können und ihre Lust verloren haben und daher die Trennung für beide Seiten die beste Lösung war. Verstärken soll uns Gruezo, ein 18-jähriger Ecuadorianer, von dessen Qualitäten sich die sportliche Leitung beim Trainingslager in Südafrika überzeugen ließ.

Der nächste ablösefreie Abgang steht uns mit Traore im Sommer bevor. Ein Abgang, der sportlich und menschlich sicher nicht besonders schmerzt. Ärgerlich nur auch hier, dass wir keine Ablöse für ihn bekommen, wo doch im letzten Jahr angeblich Schalke und der AS Monaco an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein sollen. Einem sofortigen Wechsel nach Gladbach hat Bobic einen Riegel vorgeschoben, um ihm im nächsten Atemzug einen guten Charakter zu bescheinigen, und dass er sicher sei, Traore würde in diesem halben Jahr noch alles für den VfB geben. Traore und ein guter Charakter? Passt für mich nicht ganz zusammen für einen Spieler, der keine Gelegenheit auslässt seinen Verein und seine Fans zu kritisieren und in Zeiten wirtschaftlicher Konsolidierung horrende Gehaltsforderungen ausruft. Außerdem hält sich das Gerücht hartnäckig, dass er es an profihafter Einstellung vermissen lässt und es lieber im Nachtleben als auf dem Platz krachen lässt.

Er ist für mich der Inbegriff eines Söldners, den ich am liebsten nicht mehr im VfB-Trikot sehen möchte. Gestern lieferte er als Einwechselspieler schon einen Vorgeschmack auf das, was wir in den nächsten Monaten von ihm zu erwarten haben, nämlich nichts. Die Unlust war ihm nach seiner Einwechslung anzumerken, Krönung, als er nahezu unbedrängt ins Aus dribbelte. Der Leverkusener Siegtreffer fiel auch wieder über seine Seite, nachdem er nach nicht geahndetem Foul an Maxim nur halbherzig zurück „eilte“.

Es wäre wirklich schade, wenn mit Schneider erneut der Trainer dran glauben müsste und die Schuldigen, die Spieler, erneut ungeschoren davon kämen.

Fakt ist, es müssen jetzt Punkte her. Sollte das Spiel gegen Augsburg auch verloren gehen, dürften die Situation und auch die Stimmung rund um den Verein dramatisch werden. Gestern noch wurden, für mich nach dieser Leistung unverständlich, die Spieler mit Applaus verabschiedet. Die durchaus noch positive Grundstimmung dürfte spätestens nach einer Heimniederlage gegen Augsburg kippen.

Ich bin noch am überlegen, ob ich mir dieses Spiel anschaue oder nach Degerloch gehen werde, um unsere Amas zu unterstützen. Eine Frechheit, dieses Spiel parallel zu dem unserer Profis anzusetzen. Wie schon im Hinspiel finden die Begegnungen VfB-FCA und Kickers-VfB II nahezu zeitgleich statt, was für mich schon einer Wettbewerbsverzerrung gleich kommt, da die Kickers jeweils mit deutlich weniger VfB-Fans zu rechnen haben, und damit der Heimvorteil größer sein dürfte, wie wenn man zeitlich beide Partien mitnehmen könnte. Das ist einmal mehr ein Beispiel, in welche Richtung der Fußball steuert. Anstatt sich mit den Fans und ausgeklügelten Konzepten effizienter Fantrennung auseinanderzusetzen, werden den Fans lieber Steine in den Weg gelegt, um selbst einen ruhigen Nachmittag verleben zu können. So kann man es sich natürlich einfach machen, einer bunten Atmosphäre in den Stadien förderlich sind solche Maßnahmen aber nicht. In den Regionalligen und darunter ist es ja bereits an der Tagesordnung, sogenannte Problemspiele auf den Montagabend oder unter der Woche nachmittags anzusetzen.  Daher liebäugele ich damit, meinen Teil dazu beizutragen, dass deren Rechnung nicht aufgeht und hoffe, auf zahlreiche Brustringträger auf den Golan-Höhen.

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2. November 2013

Heja BVB, Oje VfB!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , – Franky @ 11:49

Bilder vom gestrigen Debakel sind jetzt online. Glückwunsch BVB zu einem tollen Spiel bei wie immer einer klasse Atmosphäre.

Danke VfB für Nichts. Wenn man mit der Naivität einer Knabenmannschaft zu Werke geht und ständig am hinterherlaufen ist, kann man in Dortmund nichts ernten. Zu viele Totalausfälle in der Truppe, der BVB auf jeder Position besser besetzt. So heißt es, den Blick nach unten zu richten und hoffen, dass Braunschweig, Freiburg und Nürnberg die Punktelieferanten der Liga bleiben. Erste Gelegenheit ein Polster nach unten aufzubauen böte sich heute in acht Tagen. Doch, mittlerweile hat es sich in der Liga herumgesprochen, wie (einfach) dem VfB beizukommen ist, zu ausrechenbar sind wir mittlerweile. So halte ich heute nicht einmal für ausgeschlossen, dass der SCF gegen uns leicht und locker seinen ersten Saisonsieg einfahren könnte. Ich hoffe natürlich, dass es nicht so weit kommen wird, zumal das Auswärtsspiel in Freiburg von der Papierform her noch das leichteste der kommenden Begegnungen ist. Angesichts der Heimschwäche und der dann noch ausstehenden Auswärtsaufgaben in Schalke und in Wolfsburg könnten wir uns bis Weihnachten in ganz ungemütlichen Tabellengefilden wieder finden, sollte nicht ganz schnell eins Ruck durchs gesamte Team gehen!

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21. Oktober 2013

Wechselbad der Gefühle

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 20:07

Bilder vom Tor-Festival in Hamburg sind jetzt online. Es war mal wieder ein denkwürdiger Trip in die Hansestadt, auch wenn ich im Nachhinein feststellen muss, dass vier Tage Hamburg schon heftig sind. Am Donnerstag war richtiges Sauwetter angesagt, da blieb uns fast nichts anderes übrig, als nach kurzen Fußmärschen im Regen bei nächster Gelegenheit wieder einzukehren. Kontrastwetter dann am Freitag, strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen, die einluden mal nach Blankenese rauszufahren, im Botanischen Garten vorbei zu schauen und an den Landungsbrücken zu flanieren. Abends dann eine Kiezführung mit Titten-Tina, einschließlich eines Blicks in den Boxkeller der Ritze. Hat sich gelohnt. War interessant und amüsant! Beim Gang durch die Herbertstraße mussten die Damen eben einen Umweg nehmen, that’s life! :-) .

Samstags dann trafen nach und nach immer mehr VfBler ein, unsere Freunde schon früh morgens, so dass wir nach einem guten Frühstück zu einer rund 15-stündigen Kneipentour aufbrachen und aus vielen Kiezkneipenperspektiven heraus das Treiben auf der sündigen Meile bzw. deren Seitenstraßen erleben durften. Da wir alle nicht so verschrocken sind, mussten wir zwischendurch auch einmal nachsehen, ob sich in Lokalen wie dem Goldenen Handschuh und Elbschlosskeller je etwas ändern würde, was nach diesem Wochenende ganz klar zu verneinen ist. Was man dort erlebt, muss leider der Zensur zum Opfer fallen. Mutige Neugierige sollten sich einfach selbst davon überzeugen.

Am Spieltags morgen dann stand der Frühschoppen mit dem Hamburger OFC Roter Brustring Hamburg ab 11 Uhr in der Sportsbar Loop in HH-Bahrenfeld auf dem Programm. Einige VfBler, einschließlich unserer Fanbetreuung Klenky und Christian, hatten sich dort zum Essen und Vorglühen versammelt. Leider wurde uns wieder ein Sonntagsspiel verordnet, so dass eine Barkassenfahrt, wie schon in der letzten Saison, nicht zustande kam. Deshalb würde ich mir das Spiel beim HSV (oder gar dem FC St. Pauli!?) mal an einem der letzten beiden Spieltage, also Samstag 15:30, wünschen.

Trotzdem hat es wieder viel Spaß gemacht, leider kamen auch von unseren Bekannten weniger als erwartet zum Treffpunkt, die Kieznacht hatte bei einigen ihren Tribut gefordert.

Von HH-Bahrenfeld ist es lediglich eine S-Bahn-Station bis Othmarschen, von wo aus Shuttle-Busse zum Volksparkstadion verkehren. Kurze Wege, so haben wir es doch gerne! Nach der Ankunft am Stadion blieb noch Zeit im Bistro Picknick das eine oder andere Bierchen zu trinken und sich mit Freunden zu treffen.

Dann ging es also hinein zum eigentlich Highlight und Anlass des Hamburg-Trips. Für mich ist und bleibt es das Volksparkstadion, dann laufe ich schon überhaupt nicht Gefahr, bei den vielen Namenswechseln durcheinander zu kommen. Hamburg ist seit Jahren ein Pflicht-Auswärtsspiel für mich. Zum einen wegen unserer Freunde aus Hamburg und Umgebung, wegen der Stadt an sich, wegen dem Kiez und nicht zuletzt auch wegen dem Stadion. Mir gefällt es immer sehr gut dort, weil ich mich dort auch als Auswärtsfan gut behandelt fühle. Man ist nicht total abgeschottet von den HSV-Fans, kauft an denselben Kiosken sein Vollbier wie die HSVer und auch die Einlasskontrollen sind relativ entspannt. So geht’s doch auch!

Nach zwei Siegen in Folge in Hamburg sollte an diesem fast Spätsommertag der dritte Auswärtsdreier bei den Rauten folgen. Das Spiel begann vielversprechend, denn, wir hatten kaum Platz genommen, schon traf Maxim überlegt zum 0:1. Leider zog sich der VfB danach etwas zurück und ließ den HSV ins Spiel kommen. Der HSV übernahm die Initiative, kam aber noch nicht zu klaren Chancen, unsere Verteidigung stand anfangs ganz gut. Das änderte sich nach gut 20 Minuten. Sakai, wieder einmal zu weit aufgerückt, musste hinten rechts von William Kvist vertreten werden, der gleich doppelt patzte und den starken Arslan an den 5-Meter-Raum passen ließ, wo sich Lasogga nicht zwei Mal bitten ließ und zum Ausgleich traf. Ein Warnschuss zur rechten Zeit, besann sich der VfB danach doch wieder mehr auf die Offensive. Eine Viertelstunde nach dem Ausgleich schlug Maxim einen Freistoß in den Strafraum und genau auf den Kopf unseres Käpt’n Christian Gentner, der zur 2:1-Halbzeitführung einnetzte. Auch danach hatte es wieder den Anschein, der VfB wolle sich auf der Führung ausruhen. Dennoch hätte der VfB kurz nach dem Seitenwechsel auf 3:1 erhöhen können, als Ibisevic eine Hereingabe von Ibrahima Traore knapp verfehlte. Danach verlor der VfB völlig den Faden, kassierte das 2:2 durch Beister und ließ danach Chancen im Minutentakt zu, so dass einem angst und bange werden konnte. In diese Drangphase hinein fiel das zu diesem Zeitpunkt dann doch überraschende 3:2 für den VfB. Die Freude darüber währte allerdings lediglich drei Minuten, bis van der Vaart zum Endstand traf.

Besagter van der Vaart provozierte dann wohl unseren Jungspund Antonio Rüdiger, der sich daraufhin zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Dass der in die Jahre gekommene van der Vaart solche Mittel für notwendig erachtet, hat er ja bereits im Februar dieses Jahres zugegeben, als er eine Rote Karte für Lewandowski durch Schauspielerei provozierte. Ich hoffe es, glaube es aber nicht, dass das DFB-Sportgericht bei der Urteilsfindung auch recherchiert, wie gravierend die Provokation war und ob eine Sperre für van der Vaart möglicherweise auch in Frage kommen könnte.

Ob er Rüdiger jetzt „Nigger“ genannt hat, wie in manchen Foren zu lesen ist (eine seriöse Quelle darüber habe ich nicht gefunden) oder ihm sonstige Nettigkeiten entgegengeworfen hat, meiner Meinung nach muss sich Antonio Rüdiger besser in den Griff bekommen. Dies war seine vierte Rote Karte in seinen letzten dreißig Pflichtspielen, was eindeutig zu viel ist. Als Wiederholungstäter – schon bei seiner Roten Karte gegen Fürth ging es nicht um den Ball –  erwartet ihn eine Sperre von vermutlich vier bis fünf Spielen. Da bald wieder Schorsch Niedermeier zurückkehren wird und mit Haggui noch ein bundesligaerfahrener Recke bereit steht, dürfte Rüdigers Stammplatz, auch nach Ablauf der Sperre, erst einmal futsch sein. Er wird sich wieder ganz hinten anstellen müssen und hat zunächst einmal viel Zeit, über seine Dummheit(en) nachzudenken. Der VfB hat ja ein Gespräch mit Rüdiger angekündigt. Ich wünsche mir, dass es dabei nicht nur um das übliche Blabla wie „Bärendienst für die Mannschaft“ geht, sondern man auch versuchen wird, der Sache auf den Grund zu gehen, weshalb sich der Spieler in manchen Situationen so gehen lässt. Wie man so hört, soll er ja auch Probleme außerhalb des Platzes haben.  Er ist ein begnadetes Talent, sollte sich aber mehr aufs fußballerische konzentrieren. Dass man ihn (noch) nicht abzuschreiben braucht sieht man an den Boatengs, die am Anfang ihrer Karrieren auch mehr durch Kapriolen außerhalb des Platzes und Aussetzern auf dem Platz aufgefallen sind, als durch fußballerische Höchstleistungen. Beide legen inzwischen eine bemerkenswerte Karriere hin.

So müssen wir am Ende mit dem einen Punkt zufrieden sein, auch wenn das nach dreimaliger Führung und drei Auswärtstoren schwer fällt.  Vor dem Spiel noch sagte ich, dass wir, wenn wir schon die Heimspiele nicht gewinnen, wenigstens auswärts gewinnen sollten. Nach diesem Spiel jetzt ist ein Heimsieg gegen den Club schon fast wieder Pflicht, möchte man den Anschluss an Platz vier nicht verlieren. Ich finde nicht, dass die Hoffnung darauf zu hoch gegriffen ist. Lassen wir einmal die Bayern, den BVB und Bayer Leverkusen außen vor, ist die Liga ausgeglichen wie selten, so dass, mit ein wenig Konstanz, auch mehr als die (finanziell) unattraktive Europa League drin sein könnte.

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