27. September 2017

Riegel-Hannes!

Zum Abschluss der englischen Woche und zum Wasenauftakt hatte der VfB den FC Augsburg zu Gast. Nach dem Heimsieg gegen Wolfsburg, der Trainer Jonker den Job kostete, und der ärgerlichen Niederlage am Dienstag in Mönchengladbach, reichte es gegen die bayerischen Schwaben (nur) zu einer Punkteteilung.

Das Intro für dieses Spiel bot von beiden Fanszenen jeweils eine Choreographie, während die der Augsburger im Antlitz derer in der Cannstatter Kurve nur verblassen konnte. Das Motto hieß dieses Mal „Schwabenmetropole Stuttgart“ und war schlicht in den Farben des Stuttgarter Stadtwappens gehalten. Kurze Zeit später gingen im Augsburger Block noch grüne und rote Rauchschwaden hoch, während in der Cannstatter Kurve der altbekannte Banner „Bazitrachten raus aus Stuttgart“ präsentiert wurde.

Die Aversion vieler gegen die Unsitte aufs Cannstatter Volksfest verkleidet wie im Fasching zu gehen, artete Zeitungsberichten nach am Samstag aus und mündete sogar in Handgreiflichkeiten, wenn man den Berichten Glauben schenken darf. Das ginge auch für mich zu weit, wenngleich mich dieser Kostümball schon auch extrem nervt. Nicht nur in Cannstatt kann man sich durch die Sauftouristen belästigt fühlen, auch die Bahnen sind übervölkert von vorglühendem Partyvolk in billigen Trachten, so dass der Volksfest-Höhepunkt für mich längst der Kehraus ist.

Da das Spiel wenig Spektakuläres bot, beschäftigt man sich in den Tagen danach eben mit diesen Nebensächlichkeiten. Schon als ich eine Stunde vor Spielbeginn die Mannschaftsaufstellung las, ahnte ich, dass an diesem Tag ein Feuerwerk höchstens auf den Rängen stattfinden würde. Es ist keineswegs so, dass ich mit einem Punktgewinn gegen den FC Augsburg nicht leben könnte, wenn man sich die jüngste Bilanz gegen die Fuggerstädter vor Augen führt. Sage und schreibe sieben Niederlagen am Stück standen in den letzten Aufeinandertreffen zu Buche, diese Negativserie konnte durch das Remis durchbrochen werden. Zudem ist der FC Augsburg stark in die Saison gestartet, schlug unter der Woche Leipzig zu null und ist nach der Auftaktniederlage gegen den HSV nunmehr seit fünf Spielen ungeschlagen.
Dass Hannes Wolf in Anbetracht dieser Vorzeichen sein Team nach dem Motto „Safety First“ auf- und einstellte, fand ich nachvollziehbar. Im letzten Duell auf heimischem Boden, noch unter Alexander Zorniger, setzte es im Neckarstadion im Abstiegsjahr ein desaströses 0:4, so dass für Samstag zunächst einmal Vorsicht die Mutter der Porzellankiste war.

Anders als Zorniger wollte Wolf den bayerischen Schwaben nicht ins offene Messer laufen und setzte auf ein Abwehrbollwerk, das sich gewaschen hatte. Sage und schreibe acht Defensivspezialisten, darunter vier gelernte Innenverteidiger, schickte Wolf auf den Platz. Die offensive Fahne sollten lediglich der erneut starke Donis, Brekalo und in vorderster Front Terodde hoch halten. Die leise Hoffnung hatte ich ja, dass Wolf im späteren Spielverlauf offensiv nachlegen würde, als aber in der 65. Minute auch noch der defensivere Orel Mangala für Brekalo eingewechselt wurde, fand ich mich langsam mit dem torlosen Unentschieden ab.

Manch einer wird monieren, dass eine derart defensive Aufstellung einer Heimmannschaft unwürdig und für das Publikum eine Zumutung ist, ich hatte dafür in diesem Spiel Verständnis, weil wir Aufsteiger sind und der Spatz in der Hand eben manchmal besser ist als die Taube auf dem Dach. Sieben Punkte nach sechs Spielen, keine herausragende, jedoch eine akzeptable Zwischenbilanz. Wir sind in der Liga angekommen und Hannes Wolf hat es geschafft, die Defensive im Vergleich zu den Vorjahren gehörig zu stabilisieren.

DER Turm in der Schlacht im Defensivverbund war bei seinem zweiten Einsatz für den VfB erneut Holger Badstuber. Was dieser Mann abräumt, im Spielaufbau leistet und wie er brenzlige Situationen mit einer spielerischen Leichtigkeit löst, ist phänomenal. Wenn er sein Verletzungspech ablegt und einigermaßen regelmäßig einsatzbereit ist, ist mir, was den Klassenerhalt betrifft, nicht bange.
Er verleiht unserer Defensive allein durch seine Präsenz ein Mehr an Sicherheit, wovon irgendwann auch die schwächelnde Offensive profitieren dürfte. Steigt das Vertrauen in die Hintermänner, lässt es sich auch unbeschwerter nach vorne spielen, zumal mit Ascacibar nun ein Sechser da ist, der resolut in den Zweikämpfen ist und den Rasen umpflügt wie kein zweiter in der Mannschaft.

Für den verletzten Gentner rückte Benjamin Pavard auf die Doppelsechs und nicht Burnić oder Ofori, während Kaminski mit Baumgartl und Badstuber die Dreierkette bildete. Kaminski spielte solide und rettete das Remis eine Viertelstunde vor Schluss, als er in höchster Not Finnbogason die Kugel abluchste, während Baumgartl in einigen Situationen zu fahrig agierte.

Badstuber unterband durch technisch anspruchsvolle Einlagen bedrohliche Aktionen zuhauf und erntete dafür Szenenapplaus, was Baumgartl dazu bewog, es ihm gleichzutun, was sich beinahe gerächt hätte. Er wäre gut beraten, sich die Sicherheit durch einfaches und konzentriertes Passspiel zu holen und einfach in seinem Bereich nichts anbrennen zu lassen.

Die (neuen) Außen der bei gegnerischem Ballbesitz von einer Dreier- zur Fünferkette werdenden Abwehrformation sind defensiv bisher weitestgehend ein Gewinn. Sowohl Dennis Aogo als auch Rückkehrer Andreas Beck bringen viel Ruhe und Erfahrung mit ein, sind aber mit jeweils über 30 Jahren nicht (mehr) die Flügelflitzer, die auch mal einen Mann überlaufen und bis zur gegnerischen Grundlinie vorstoßen können.

Über die Rückkehr von Andreas Beck habe ich mich nach der Bekanntgabe des Transfer zwar gefreut, auch wenn ich skeptisch wegen seines fortgeschrittenen Alters war und man von ihm aus der Türkei eben auch nicht mehr viel gehört hatte. Er ist trotz seiner Vergangenheit im Kraichgau ein sympathischer Typ geblieben, man nimmt es ihm ab, dass der VfB in all den Jahren „sein“ Verein geblieben ist. Noch mehr hätte mich diese Vereinsverbundenheit gefreut, wenn er schon zurück gekommen wäre, als er noch in der Blüte seines Schaffens war und nicht erst im Spätherbst seiner Karriere, wo auf den ersten Blick der Eindruck entsteht, es wolle einer gemütlich und daheim bei Muttern seine Karriere ausklingen lassen.

Wäre er zurückgekehrt, als es dem VfB wirklich dreckig ging, hätte er Kultstatus erlangen können, so aber wird es nur eine kurze zweite Episode mit ihm werden. Ich bin mal die Rechtsverteidiger der letzten Jahre durchgegangen, um vor Augen zu führen, was uns hätte alles erspart werden können, hätte er sich früher zum Brustring zurück besannt. Dort finden sich Namen, angefangen mit Khalid Boulahrouz (den ich allerdings sehr schätzte), über Stefano Celozzi, Philipp Degen, Gotoku Sakai, Tim Hoogland, Toni Rüdiger, Daniel Schwaab, Florian Klein, Matthias „Zimbo“ Zimmermann, Kevin Großkreutz bis hin zu Jean Zimmer. Kaum einer taugte zur Dauerlösung, so dass diese Planstelle zur Dauerbaustelle wurde. Seit Ricardo Osorio, an dem Beck seinerzeit nicht vorbei kam, ist die Position des Rechtsverteidigers, wie auch mit Abstrichen das Pendant auf der linken Seite, DIE Problemzone im VfB-Spiel. Es bleibt zu hoffen, dass Andi Beck dieses Problem wenigstens kurzfristig beheben kann.

Nach den bisherigen sechs Saisonspielen wurden die Auftritte des VfB meist gelobt, selbst als keine Punkte eingefahren wurden. Man spiele ordentlich mit, habe viel Ballbesitz und man sei in keinem Spiel wirklich chancenlos gewesen, etwas mitzunehmen. Das ist zwar alles richtig und doch kam für meinen Geschmack vom VfB zu wenig. In den verloren gegangenen Auswärtsspielen wurde man immer erst initiativ, als man zurücklag und das Kind bereits im Brunnen lag. Vor den Gegentoren war die Sicherung des eigenen Kastens oberste Maxime, das Offensivspiel wurde, bis es hinten einschlug, fast gänzlich vernachlässigt. Was bringt also Ballbesitz, wenn man damit nicht den Weg nach vorne sucht, sondern die Kugel in der eigenen Hälfte zirkulieren lässt? So war es meist eine Frage der Zeit, bis der Gegner „ernst“ macht und in Führung geht. Dem Offensivspiel, das wurde bisher nahezu in jedem Spiel deutlich, fehlen Impulse. Wenn dann noch, wie in den letzten beiden Spielen, Akolo ausfällt, der zwei unserer bisherigen drei Saisontore erzielt hat, ist unser Sturm nur ein laues Lüftchen.

Simon Terodde, so wirkt er auf mich seit seinem verschossenen Elfmeter gegen Mainz, plagt die Angst vor seinem ersten Bundesligator im zarten Alter von 29 Jahren. Er verkrampft zunehmend und wirkt immer unglücklicher in seinen Aktionen, so dass man nur hoffen kann, dass bei ihm endlich der Knoten platzt oder Daniel Ginczek schnell eine Option für die Startelf darstellt.

Was dem VfB nach dem Abgang von Maxim komplett abgeht, ist ein kreativer Mann hinter den Spitzen, der den tödlichen Pass spielen und für Überraschungsmomente sorgen kann. Hat sich der Streit mit Jan Schindelmeiser unter anderem daran entladen, dass dieser Maxim abgab, ohne einen adäquaten Ersatz präsentiert zu haben, darf man, ohne gleich als Vollidiot betitelt zu werden, die Frage an Michael Reschke richten, weshalb er dann keinen geholt hat, wo er doch so gut vernetzt zu sein scheint. Zeit hätte er noch genügend gehabt.

Nun aber ist eine kurzfristige Belebung der Offensive kaum zu erwarten, jedenfalls so lang nicht, bis Carlos Mané wieder zur Verfügung steht. Wolf wird weiter improvisieren und einen Fußball spielen lassen müssen, der ihm selbst widerstreben dürfte. Doch, als Mittel zum Zweck ist alles erlaubt, was uns von den Abstiegsplätzen fern hält.

Eigentlich will ich ja von alten Statistiken, die geschrieben wurden bevor Hannes Wolf seinen Job beim VfB antrat, nichts wissen. Nach dem Abstieg hat sich der VfB runderneuert, fast kein Spieler, der für die genannten Statistiken verantwortlich zeichnete, ist noch da. Und trotzdem ist vieles wie immer, wenngleich einiges natürlich besser geworden ist.

Wir können in Berlin, Gelsenkirchen und Mönchengladbach nicht (mehr) gewinnen und tun uns gegen den FC Augsburg extrem schwer. Dass es auch anders geht, zeigten die knappen Heimsiege gegen Mainz und Wolfsburg, unsere letzten Gegner vor dem Abstieg.

Augsburg zu Hause war in der jüngeren Vergangenheit ein Brett, so dass dieses Pünktchen am Ende als Bonuspunkt durchgehen könnte. Zudem blieben wir im Neckarstadion weiterhin ohne Gegentor, was Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben dürfte.

Insgesamt sehe ich uns im Soll und bin optimistisch, dass wir in Frankfurt, ein Pflaster, das uns in den letzten Jahren immer gut gelegen hat, den ersten Auswärtssieg einfahren werden.
Das bedingt ein wenig mehr Risiko nach vorne und vor allem den unbedingten Willen, das erste Tor zu schießen. Versteckt man sich wie das Kaninchen vor der Schlange und lädt die Eintracht ein, uns hinten hineinzudrängen, wäre es für mich der falsche Ansatz.

Ein Auswärtssieg würde den Punkt gegen Augsburg vergolden und uns beruhigt in die Länderspielpause gehen lassen, denn, danach wartet zu Hause der nächste dicke Brocken auf uns. Deutlich wird das nicht unbedingt beim Blick auf die Tabelle, denn, der FC ist ja bekanntlich Schlusslicht, aber, womit wir wieder bei den Serien wären, seit 1996 gewann der VfB kein Bundesligaheimspiel mehr gegen die Geißbockelf.

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20. November 2009

Auf zum nächsten Zitterspiel

Category: Presse — Tags: , , , , , , – Franky @ 19:05
Leid im Abstiegskampf 2006: Christian Tiffert ist am Boden.

Leid im Abstiegskampf 2006: Christian Tiffert ist am Boden.

Am Samstag empfängt der VfB Stuttgart als Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga das Schlusslicht Hertha BSC. Das ist das Kellerduell des 13. Spieltags. Der Verlierer steckt wohl zumindest bis Weihnachten in der Abstiegszone fest und erlebt unruhige Zeiten – eine brisante Situation, die der VfB aus der Vergangenheit kennt. Auch da gab es immer wieder Krisen mit richtungsweisenden Zitterbegegnungen. Das zeigen fünf Beispiele.

28. Spieltag der Saison 1974/75:

VfB Stuttgart – Werder Bremen 2:2

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Das Unentschieden war zu wenig für den VfB, der am Ende zum ersten und bisher auch letzten Mal den Gang in die zweite Liga antreten musste. Ein Zähler fehlte zur Rettung – oder der Sieg gegen Werder. Das war ein bitterer Einstand für Gerhard Mayer-Vorfelder, der am Abend vor der Partie auf einer turbulenten Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten gewählt worden war. Unter seinem Vorgänger Hans Weitpert hatte sich die Lage zugespitzt. Daran konnte auch ein Trainerwechsel nichts ändern. Albert Sing folgte nach der Hinrunde auf Hermann Eppenhoff. “Mit dieser Mannschaft war der Abstieg nicht zu verhindern”, sagte Sing. Mayer-Vorfelder sagte gar nichts mehr, denn damit hatte keiner gerechnet. Der Kader schien viel zu stark besetzt, so dass der VfB die Gefahr lange total unterschätzte – sogar noch vor dem Spiel gegen Werder, als die Mitgliederversammlung wichtiger war.

VfB:

Heinze – Willi Entenmann, Zech, Coordes, Elmer (50. Weidmann) – Stickel (52. Weller), Hadewicz, Ettmayer, Arno Schäfer – Ohlicher, Brenninger.

Tore:

1:0 Ohlicher (22.), 1:1 Weist (57.), 2:1 Weidmann (67.), 2:2 Weist (78.).

32. Spieltag der Saison 1994/95:

VfB Stuttgart – SC Freiburg 1:0

Erstmals nach dem Wiederaufstieg 1977 rutschte der VfB wieder in die hinteren Regionen ab und geriet in große Schwierigkeiten. Nach einer 1:3-Niederlage beim Karlsruher SC war die Geduld der Vereinsführung zu Ende. In einem bis dahin in der Bundesliga einmaligen Rundumschlag feuerte Mayer-Vorfelder am 26. April sowohl den Trainer Jürgen Röber als auch den Manager Dieter Hoeneß, die der Präsident im Paket für die bedenkliche Entwicklung verantwortlich machte. Nachfolger von Röber wurde Jürgen Sundermann, der den VfB schon zum dritten Mal betreute. Hoeneß wurde durch Ulrich Schäfer ersetzt, der auch sein Vorgänger und zudem eine Vertrauensperson von Mayer-Vorfelder war. Sundermann fasste die Spieler hart an und strich ihnen viele Privilegien. Als eine der ersten Maßnahmen entfernte er den mit den Joghurts des Hauptsponsors gefüllten Kühlschrank aus der Kabine. Das Schlüsselspiel gegen Freiburg wurde gewonnen.

VfB:

Immel – Thomas Schneider, Endreß, Foda, Günther Schäfer – Kienle, Strunz, Poschner, Kögl – Bobic, Kruse (64. Elber).

Tor:

1:0 Kögl (3.).

34. Spieltag der Saison 1998/99:

VfB Stuttgart – Werder Bremen 1:0

Wie 24 Jahre zuvor hing das Schicksal von dem Ergebnis gegen Bremen ab. Eine Niederlage hätte den Abstieg bedeutet nach einer Runde, in der vier Trainer beschäftigt wurden – eine Quote, die vermutlich nicht viele Vereine in der Bundesligageschichte erreicht haben: Winfried Schäfer, Wolfgang Rolff, Rainer Adrion und Ralf Rangnick, der den Untergang gerade noch verhindern konnte. Damit einher ging eine wirre Transferpolitik mit Millionenflops wie Sasa Markovic, Mitko Stojkovski und Srgian Zaharievski. Ärger gab es zudem schon vor der Saison: erstens, weil es Mayer-Vorfelder gewagt hatte, den Vertrag von Joachim Löw nicht zu verlängern – und zweitens, weil der Präsident für den beliebten Trainer auch noch Winfried Schäfer vom Rivalen Karlsruher SC engagierte.

VfB:

Wohlfahrt – Thiam, Verlaat, Keller, Carnell – Pinto (57. Rost), Soldo, Balakov, Oswald – Akpoborie (62. Zeyer), Bobic (80. Ristic).

Tor:

1:0 Bobic (6.).

33. Spieltag der Saison 2000/01:

VfB Stuttgart – FC Schalke 1:0

Mit seinem Treffer sorgte Krassimir Balakov dafür, dass die Diskussionen um seinen mit sechs Millionen Mark pro Jahr dotierten Vertrag verstummten. Damit gehörte der Bulgare damals zu den absoluten Spitzenverdienern in der Liga. Doch ein Abstieg wäre für den VfB noch viel teurer geworden und hätte wohl existenzbedrohende Folgen nach sich gezogen. Der Trainer Felix Magath erklärte später, dass in diesem Fall sogar die Insolvenz gedroht hätte. Dass es nicht so weit kam, war ein Verdienst von Magath, der nach seiner Verpflichtung im Februar zunächst mit seinen teils rüden Methoden auch intern aneckte. Aber so riss er den ganzen Club im letzten Moment aus der Lethargie.

VfB:

Hildebrand – Hinkel, Rui Marques, Bordon, Wenzel – Meißner, Soldo, Balakov, Kauf – Adhemar (80. Ganea), Dundee.

Tor:

1:0 Balakov (90.).

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22. Spieltag der Saison 2005/06:

VfB Stuttgart – FSV Mainz 2:1

Obwohl die allermeisten Spieler den neuen Trainer Giovanni Trapattoni schon nach wenigen Tagen für eine glatte Fehlbesetzung hielten, reagierte die Vereinsführung lange nicht. Erst im Februar änderte sich das. Die Entlassung des Italieners war die erste Amtshandlung des Managers Horst Heldt, der dafür Armin Veh holte. Aber die Fronten waren so verhärtet, dass auch der gewaltige Probleme hatte. “Bei einer Niederlage gegen Mainz hätte ich für nichts garantieren können”, sagte Veh, “dann wäre uns das Wasser im Abstiegskampf bis zum Hals gestanden.”

VfB:

Hildebrand – Hinkel, Delpierre, Meira, Gerber – Tiffert, Soldo, Gentner, Hitzlsperger (66. Gomez) – Tomasson (87. Babbel), Ljuboja.

Tore:

1:0 Ljuboja (7.), 1:1 da Silva (25.), 2:1 Tiffert (71.).

STZ Online 17.11.09

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