9. Januar 2010

Der VfB Stuttgart im Oktober 2009

Oktober

4.10.2009

Der VfB Stuttgart trauert um Rolf Rüssmann

Zehn Tage vor seinem 59. Geburtstag verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag Rolf Rüssmann nach einem langen Krebsleiden. Er war beim VfB Stuttgart von Februar 2001 bis Dezember 2002 als Vorstandsmitglied für den Bereich Sport verantwortlich.

Vor dem Spiel gegen Werder fand eine Gedenkminute für den leider viel zu früh verstorbenen Ex-Manager Rolf Rüssmann statt. Der VfB hat Rolf Rüssmann einiges zu verdanken. Als der VfB finanziell am Abgrund stand und sportlich im Abstiegskampf steckte, brachte er Ralf Rangnick dazu, sein Amt abzugeben und installierte gegen einige Vorbehalte Felix Magath als neuen Trainer. Unter Rüssmanns Regie schaffte der VfB gerade noch den Klassenerhalt, und der Aufstieg begann.

Aus Spiegel online dazu zu seinem damaligem Rauswurf: Der Manager drängte die Mannschaft trotz der Erfolge auf einen Gehaltsverzicht. Als dies nicht umsetzbar war, strich Rüssmann kurzerhand die Punktprämien. Der Manager wollte die sportliche Zukunft des Vereins planen, hatte jedoch keine Vollmachten. “Ich kann alleine nicht abschließen”, so Rüssmann, “wozu habe ich einen Etat, wenn man der sportlichen Leitung nicht einräumt, im Rahmen dieses Etats Entscheidungen zu treffen.” So hatte der 52-jährige Rüssmann Kapitän Zvonomir Soldo ein neues Angebot vorgelegt. Jedoch fehlte die Unterschrift des Präsidenten, dadurch war es völlig wertlos. “Hier sind alte Seilschaften am Werk, die an allen Ecken und Enden versuchen, mich rauszudrücken”, sagte der ehemalige Vorstopper.

Dass Rüssmann beim VfB gescheitert ist und rausgeschmissen wurde, lag zum Großteil an verletzter Eitelkeit der damaligen handelnden Personen, allen voran der Ex-Präsident Haas. Ich trauerte ihm lange hinterher, alleine schon jedes Mal, wenn das Rumgeeiere in Bezug auf ein reines Fußballstadion wieder auf der Tagesordnung war. Rolf Rüssmann hätte sich von der Stadt sicher nicht so lange auf der Nase herumtanzen lassen und hätte mit Auszug aus dem (damaligen) Gottlieb-Daimler-Stadion gedroht, wäre die Leichtathletik-Lobby auch ihm gegenüber lange stur geblieben.

Er war schließlich in Deutschland ziemlich der erste, der begriff, dass einem neuen, multifunktionalen, reinen Fußballstadion die Zukunft gehört und stellte der Borussia aus Mönchengladbach den Borussia-Park hin.

4.10.2009

0:2: VfB läßt sich von Bremen vorführen

Ausgerechnet “Lieblingsgegner” Werder Bremen hat dem VfB Stuttgart sein Jubiläum verdorben. Die schwachen Schwaben verloren ihr 1500. Spiel in der Fußball-Bundesliga verdient mit 0:2 (0:1). Claudio Pizarro brachte Bremen am Sonntag bereits in der 3. Minute mit seinem fünften Saisontor auf die Siegerstraße, Aaron Hunt (51.) machte schon früh alles klar.

Dieses Mal war es Stefano Celozzi, der den frühen Rückstand der Bremer einleitete und Marin nie in den Griff bekam. In der 41. Minute traf ihn dann der Bannstrahl des Trainers, der in auswechselte. Für einen Fußballer die Höchststrafe. Für ihn brachte er Christian Träsch, der seinerseits nach seinem Fehler gegen Köln einige Zeit außen vor war. Der VfB war erneut nach vorne ideenlos, nach hinten anfällig und taumelt immer mehr im Niemandsland der Tabelle oder noch schlimmer Richtung Abstiegsplätze. Von dem, was die Mannschaft in der Rückrunde der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte, ist rein gar nichts mehr zu sehen. Babbel macht einen hilflosen Eindruck, keine seiner Maßnahmen greift. Gegenüber dem Rumänien-Spiel wechselte er erneut das Sturmduo aus, doch auch Schieber und Cacau blieben nahezu chancenlos. Ganz anders die Bremer, die mit einer starken Mannschaftsleistung nie ernsthaft in Gefahr gerieten und die Tore zum für sie psychologisch günstigen Zeitpunkt machten.

Ich stand bisher immer hinter Babbel, weil mir seine Art gefällt, er das sogenannte Bayern-Gen eingeimpft hat und lieber an die eigenen Stärken appelliert, als den Gegner stark zu reden, wie es Armin Veh gerne getan hat. Seit diesem Spiel aber war ich für eine Trennung gewesen, um die Saison noch halbwegs retten zu können. Der Zeitpunkt wäre günstig gewesen vor der Länderspielpause. Ein neuer Trainer hätte sich zumindest mit den Gegebenheiten beim VfB vertraut machen können und die Daheimgebliebenen schon einmal kennen lernen können. Zu diesem Zeitpunkt traute ich Babbel die Wende nicht mehr zu. Die Mannschaft spielte über Wochen zu schwach mit zu vielen individuellen Patzern, ist keine Einheit auf dem Platz. Der ballführende Spieler ist die ärmste Sau, weil sich keiner anbietet. Das Spiel ohne Ball katastrophal, die Raumaufteilung auf dem Platz furchtbar. In dieser Phase hatte fast jeder Gegner leichtes Spiel mit dem VfB. Dieses Spiel zeigte auch auf, dass der Sieg in Frankfurt nur ein Ausrutscher nach oben war und keine Trendwende einleitete. Doch Manager Heldt hielt weiter stoisch an seinem Freund und Nachbarn Babbel fest. Damit war mir ziemlich klar, dass die Spiele gegen Schalke und Sevilla auch abgeschenkt werden und frühestens in Hannover, gegen einen Gegner auf Augenhöhe, die Wende eingeleitet werden kann.

Vor dem Spiel waren wir noch zum Frühschoppen auf dem Wasen, dort wenigstens war die Stimmung noch ausgelassen. Hinterher im SSC war sie dann getrübter und dem ein oder anderen wuchsen lange Ohren. ;-)

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5.10.2009

VfB in Hektik: Babbel kriegt frei

Die Talfahrt des VfB Stuttgart in der Bundesliga sorgt für hektische Betriebsamkeit. Der Sportdirektor Horst Heldt hat nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwirkt, dass der Teamchef Markus Babbel in dieser Woche nicht am Trainerlehrgang teilnehmen muss. “Wir werden nun besprechen, was die ersten Maßnahmen sind. Die Hälfte der Mannschaft ist nicht da. Aber in der momentanen Situation ist es Gift, wenn der Trainer auch noch fehlt. Ich versuche auch so viele Spieler wie möglich dazubehalten”, sagte Heldt nach der Heimpleite gegen Werder Bremen.

5.10.2009

Neue VfB-Probleme:Tasci und Khedira verletzt

Bei Serdar Tasci sind die Knieprobleme vom Sommer zurückgekehrt, er musste sogar die Reise zur Nationalmannschaft absagen. Womöglich war es doch die falsche Entscheidung, den Haarriss an einem Knorpel nicht operieren zu lassen. Auch Sami Khedira ist zunächst aus dem Training genommen worden. Sein Fuß meldet eine Überlastungsreaktion – die Vorstufe zu einem Ermüdungsbruch. Beide Probleme könnten sich auswachsen – und Khedira und Tasci somit wochenlang ausfallen.

8.10.2009

Gute Stimmung im Bierzelt

Die verbliebenen VfB-Spieler, das Trainerteam, Vorstand Sport Horst Heldt, Präsident Erwin Staudt, Direktor Sport/Verwaltung Jochen Schneider und zahlreiche VfB-Mitarbeiter pilgerten am Mittwochabend auf den Cannstatter Wasen. Das Dinkelacker-Festzelt auf dem Cannstatter Volksfest war mit  3.000 VfB-Fans gut gefüllt. Als der Präsident, Spieler und Trainer nach dem Essen die Bühne bestiegen, stieg die ohnehin schon gute Stimmung beträchtlich an.

Angesichts der jüngsten Ergebnisse und Auftritte war der Empfang der Fans sehr freundlich. Und beim Fest zeigte auch Präsident Staudt mal wieder Präsenz. Die Wochen zuvor fragte ich mich schon, ob es ihn noch gibt…

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9.10.2009

Training ohne Nationalspieler

Wenn es die Zeit zuläßt schaue ich gerne mal beim Training vorbei, so auch an diesem Tag. Es war ja ein überschaubarer Haufen übrig geblieben. Das Gros des Teams weilte bei den diversen Auswahlteams ihrer jeweiligen Nationen. Mich wundert es immer wieder, wenn ich mal beim Training bin, dass ein Großteil des Programms aus Laufen und Gymnastik besteht und so wenig an der Verbesserung der fußballerischen Schwächen gearbeitet wird. Es werden da kaum einmal Standards trainiert, obwohl die schon seit einiger Zeit katastrophal sind. Das Paßspiel wird zwar hin und wieder traniert, jedoch von den Trainern eher selten aktiv eingegriffen, wenn etwas nicht funktioniert. In dieser Hinsicht kam mir Babbel zu Beginn seiner Teamchef-Tätigkeit engagierter vor.

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10.10.2009

Zeichen gesetzt:

Die VfB-Spieler, die nicht bei ihren Nationalmannschaften weilen, traten am heutigen Samstagnachmittag in Winnenden zu einem Benefizspiel zugunsten der Opfer des Amoklaufs an der Albertville-Realschule an. Das Spiel fand im Herbert-Winter-Stadion statt. Die Mannschaft von Markus Babbel gewann mit 14:0 gegen eine Auswahl von Akteuren des SV Winnenden und umliegender Vereine aus der betroffenen Region sowie Fußballern aus Wendlingen. Torschützen: Klauß, Bastürk (5), Hofmann (2), Walch, Hilbert, Niedermeier, Simak, Elson und ein Eigentor.

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10.10.2009

Länderspiele:

Russland-Deutschland 0:1, Deutschland fährt nach Südafrika:

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich durch einen 1:0-Sieg in Moskau gegen die russische Auswahl vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Das Tor des Tages erzielte der Stürmer des FC Bayern, Miroslav Klose. Vom VfB kam lediglich Pavel Pogrebnyak auf russischer Seite zu einem Kurzeinsatz. Hitz und Cacau schmorten 90 Minuten auf der Bank.

Es war ein Klasse-Spiel beider Mannschaften, indem die Deutschen die Glücklicheren waren. Adler und Klose waren die Garanten für den Sieg. Jetzt fahren “wir” also nach Südafrika, letzten Endes haben die Deutschen wieder eine souveräne Qualifikation gespielt und die Big-Points gegen Russland eingefahren. Nachdem wir bei den letzten drei großen Turnieren in Portugal, Deutschland, Österreich und der Schweiz waren, lassen wir Südafrika aus. Einen gewissen Reiz hätte auch dieses Turnier für mich gehabt. Aber ich habe große Bedenken, wie dort die infrastrukturelle und die Sicherheitslage ist. Wenn ich eine Reise mache, möchte ich mich frei bewegen und mich erholen können. Dort scheint das nicht so ohne weiteres möglich zu sein. Die Kriminalität ist immer noch immens hoch, die Organisatoren tun zwar ihr möglichstes und “säubern” die Städte von Obdachlosen und Wegelagerern, damit die weite Welt eine schöne Zeit erlebt. Um diesen Preis allerdings möchte ich die WM nicht erleben. Eine WM ist immer auch ein Fest für das Volk, doch wenn von vornherein solche Maßnahmen notwendig sind, um ein einigermaßen sicheres Fest zu veranstalten, zeigt es mir, dass das Land noch nicht so weit ist. Das Geld, das die WM kostet, hätte eingesetzt werden müssen, um die Probleme in den Griff zu bekommen und die Leute in Lohn und Brot zu bringen. Die Infrastruktur scheint auch ein großes Problem zu sein. Der Transport zu den Stadien soll in Kleinbussen vonstatten gehen, wie ich gelesen habe. Ich persönlich würde mir auch Sorgen um die Flugsicherheit machen, wenn ich einen innerafrikanischen Flug nehmen müßte, um von A nach B zu gelangen. Und an einem Ort zu verharren, um solchen Problemen und Risiken zu entgehen, das möchte ich auch nicht. Ich würde mir wünschen, dass die Fifa zukünftig Weltmeisterschaften nur noch in große und aufstrebende Fußballnationen vergeben würde, in denen WM-taugliche Stadien und die Infrastruktur bereits weitestgehend vorhanden sind und nicht innerhalb von sieben Jahren aus dem Boden gestampft werden müssen. Fraglich ist doch, was danach passiert. Was hat Südafrika späten von den riesigen teuren Stadien, werden die jemals wieder ausgelastet sein oder hat man sich dort Milliardengräber hingestellt und die Leute hungern weiter.

Die Euro 2012 werde ich voraussichtlich wieder besuchen, obwohl ja vor allem die Ukraine ebenfalls massive Probleme hat, die Anforderungen zu erfüllen.

Weitere Länderspiele an diesem Tag mit VfB-Beteiligung:

Malawi-Elfenbeinküste 1:1, Boka über 90 Minuten am Ball, dieses Remis reichte, um das Ticket für die WM in Südafrika zu lösen.

Mexiko-El Salvador 4:1, Durch einen klaren 4:1-Sieg gegen El Salvador qualifizierte sich Mexiko vorzeitig für die WM 2010. Ricardo Osorio war hierbei über die gesamten 90 Minuten in der Innenverteidigung, an der Seite von Barca-Star Rafael Marquez, im Einsatz. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen durfte “Oso“ hernach die erfolgreiche Qualifikation der “El Tri“ zur Weltmeisterschaft bejubeln.

Serbien-Rumänien 5:0, In der Europa-Gruppe 7 konnte Serbien mit einem 5:0-Erfolg über Rumänien das begehrte Ticket zur WM in Südafrika lösen. Ciprian Marica, der über 60 Minuten für seine Farben im Einsatz war, vermochte nichts an der hohen Niederlage zu ändern. Seinem Mannschaftskameraden vom VfB, Zdravko Kuzmanovic, gelang dagegen nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte der Treffer zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung Serbiens.

Australien-Holland 0:0, VfB-Innenverteidiger Khalid Boulahrouz war auf der rechten Abwehrseite über die gesamten 90 Minuten für die “Elftal” von Trainer Bert van Marwijk am Ball und zeigte eine ansprechende Leistung bei seinem Comeback im Oranje-Trikot.

14.10.2009

Länderspiele:

Deutschland-Finnland 1:1, Unentschieden zum Abschluss:

Die deutsche Nationalmannschaft kam am Mittwochabend in der Hamburger HSH-Nordbank-Arena vor 51.500 Fans nicht über ein 1:1 gegen Finnland hinaus. Da schon vor dem letzten Gruppenspiel der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika klar war, dass die Löw-Truppe im Sommer mit dabei ist, nahmen die Spieler die Begegnung nicht ganz so ernst. Die Führung der Finnen in der ersten Halbzeit durch Jonatan Johansson glich Lukas Podolski kurz vor Schluss noch aus. Hitzlsperger wurde in der Halbzeit ausgewechselt, Cacau spielte durch.

Nach der über weite Strecken schwachen Vorstellung, gab es vom Hamburger Publikum ein gellendes Pfeifkonzert. Die Mannschaft reagierte mit Unverständnis, hatte sie doch 4 Tage zuvor mit Bravour die Hürde Russland genommen. Das ist ein zweischneidige Angelegenheit. Zum einen ist ja ein Fußballer manchmal wie Turnierpferd, er springt nur so hoch wie er muß. Soll heißen, nachdem in Russland eine riesengroße Last abgefallen ist, nahm man das Spiel zu locker, da es um nichts mehr ging. Auf der anderen Seite gibt es ja nicht so sehr viele Länderspiele: Es war auch die Möglichkeit für einige, die in der Nationalelf nicht die erste Geige spielen, sich zu zeigen, um bei den nächsten Länderspielen wieder berücksichtigt zu werden. Gerade unsere VfBler Hitzlsperger und Cacau haben diese Möglichkeit verpaßt, wobei es natürlich schwierig ist, in einer Mannschaft, in der es in einem Spiel nicht läuft, das Ruder zu übernehmen. Und wenn die Spieler in so einem Spiel, in dem es um nichts geht, schon nicht für sich spielen möchten: die Zuschauer haben es auch verdient, dass sie sich am Riemen reißen. Der DFB braucht sich nicht zu wundern, dass er inzwischen wieder Probleme hat, Länderspiele ausverkauft zu bekommen. Die Eintrittspreise sind stolz, überwiegend zwischen 40 und 100 Euro pro Ticket. Die Möglichkeit ein Länderspiel zu beobachten, hat man ja als Fan auch nicht alle Tage, für viele ist das dann der Fußballhöhepunkt des Jahres, und da erwartet man einfach, dass mit der bestmöglichen Mannschaft gespielt wird und diese sich reinhängt. Beides war in diesem Spiel kaum der Fall. Ich weiß, wovon ich spreche. Wir waren im November 2008 in Berlin beim Spiel Deutschland-England und bekamen eine espritlose Deutschland gegen eine englische B-Mannschaft zu sehen. Einen Klassiker hatten wir erwartet und bekamen fußballerische Magerkost, vor allem von der deutschen Mannschaft, zu sehen. Da war ich auch enttäuscht, zumal wir noch relativ teure Plätze hatten, die sich allerdings fast unterm Dach des Olympiastadions befanden, und wo es dann noch hineingeregnet hatte. An diesem Abend war ich auch bedient und schwor mir eigentlich, Freundschaftsspiele dieser Art zukünftig zu meiden. Aber nur eigentlich, am 3.3.2010 sind wir dabei, wenn in der Allianz-Arena Deutschland auf Argentinien trifft. Da es der einzige Test vor der WM-Vorbereitung ist, erhoffe ich mir aber schon, dass Jogi Löw mit dem bestmöglichen Team antritt und es keine Absagen hagelt.

Weitere Länderspiele an diesem Abend mit VfB-Beteiligung

Aserbaidschan-Russland 1:1, Pogrebnjak 90 Minuten auf der Bank

Rumänien-Faröer 3:1, Marica war bis zur 82. Minute im Einsatz

Trinidad & Tobago-Mexiko 2:2, Ricardo Osorio kam auf den kleinen Antillen nicht mehr zum Einsatz.

17.10.2009

1:2 Heimniederlage gegen Schalke: Die Talfahrt geht weiter

Der kriselnde VfB Stuttgart setzt seine Talfahrt fort. Gegen den FC Schalke 04 kassierten die Schwaben mit 1:2 (0:1) die dritte Heimniederlage in der Fußball-Bundesliga in Folge.

Ivan Rakitic (24. Minute) und der Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi (76.) erzielten für die “Königsblauen” am Samstag vor 42.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena die Tore. Nationalstürmer Cacau (73.) hatte mit seinem ersten Erstliga-Treffer seit 724 Minuten nur kurzzeitig für Hoffnung auf wenigstens einen Teilerfolg der Schwaben gesorgt.

Obwohl leicht verbessert, hat der VfB Stuttgart das dritte Heimspiel in Folge verloren. Auch Lieblingsgast Schalke nahm die Punkte aus dem Schwabenland mit, erst zum vierten Mal überhaupt. Weder der Systemwechsel noch die sechsfache Rotation brachten die Trendwende bei der Babbel-Elf, Schalke spielte einfach überlegter und selbstbewusster – und ist jetzt fest etabliert in der Spitzengruppe. Stuttgarts Teamchef Markus Babbel setzte auf eine Mittelfeldraute und auf sechs Neue gegenüber dem 0:2 gegen Werder Bremen. Kapitän Hitzlsperger musste wie schon am 6. Spieltag aussetzen, Kuzmanovic erhielt den Vorzug und spielte halbrechts. Außerdem war Hoffnungsträger Hleb zurück und übernahm die “Zehner”-Position, Träsch bekam im defensiven Mittelfeld eine Chance. Walch und Hilbert (erkältet) blieben draußen. In der Viererkette begannen die genesenen Tasci – als Ersatzkapitän – und Magnin für Delpierre (Adduktorenprobleme) und Boka, im Angriff Pogrebnyak für Schieber.

Die Mercedes-Benz Arena verkommt immer mehr zum Selbstbedienungsladen für die Gästeteams. Auch der Systemwechsel mit Hleb auf der Zehn (als 10er war er schon früher als Balakov-Nachfolger überfordert) brachte nicht die Trendwende. Es zeigt sich immer mehr, dass der VfB den Gomez-Abgang nicht gut genug kompensiert hat. Gomez hatte durch seine Präsenz sich viele Bälle geholt und Angriffe mit eingeleitet. Dies fehlt momentan. So strahlt der VfB relativ wenig Torgefahr aus und muß zu allem Überfluss derzeit ständig durch individuelle Patzer entstandenen Gegentoren hinterher laufen. Erneut begünstigte eine unglückliche Aktion von Celozzi den Rückstand. Das Spiel gegen Schalke kann man zwar durchaus als Besserung gegenüber den letzten Auftritten einstufen, man ist ja bescheidener geworden. Dass es mit einer solchen Leistung aber auch gegen Sevilla schwer, wenn nicht unmöglich, werden würde, etwas Zählbares mitzunehmen, war an diesem Tag auch allen klar.

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20.10.2009

1:3 gegen Sevilla: Weiterer Nackenschlag für den VfB

Der krisengeschüttelte VfB Stuttgart muss nach der dritten Pflichtspielniederlage in Folge ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League und Trainer Markus Babbel mehr denn je um seinen Job bangen. Die Schwaben verloren trotz einer zunächst ordentlichen Leistung am Ende verdient 1:3 (0:1) gegen den spanischen Spitzenklub FC Sevilla und warten damit auch nach dem dritten Spiel in der Königsklasse weiter auf den ersten Sieg.

Sebastien Squillaci (23./72.) und Jesus Navas (55.) versetzten dem VfB, der in der Bundesliga nach dem schwächsten Start seit der Abstiegssaison 1974/75 nur 13. ist, mit ihren Toren einen weiteren Nackenschlag. Dem eingewechselten Elson gelang lediglich noch der späte Anschlusstreffer (74.). Mit nur zwei Punkten hat Stuttgart vor der Rückserie in der Champions League, die am 4. November mit der Partie in Sevilla beginnt, eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um sein Ziel K.o.-Runde doch noch zu erreichen.

Wie befürchtet ging also auch das Heimspiel gegen die Andalusier in die Hose. Der VfB spielte zwar phasenweise gefällig, doch einmal mehr insgesamt zu harmlos, um die Spanier ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Beim VfB spielte Träsch erstmals auf der Sechserposition und erfüllte die Aufgabe zufriedenstellend. Der VfB legte los wie die Feuerwehr, und hatte in den ersten 12 Minuten vier Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Sevilla nutzte dagegen seine erste Chance eiskalt aus, als Hleb die Flanke nicht verhinderte und Boulahrouz im 5-Meter-Raum nicht eingriff. Dem zweiten Treffer ging ein Fehler von Jens Lehmann voraus, der eine Flanke vor die Füße von Jesus Navas abklatschte, der, reaktionsschneller als Boka, leicht und locker einschieben konnte. Damit war das Spiel gelaufen und die vierte Heimpleite in Serie besiegelt. Unterm Strich war zwar ein Aufwärtstrend erkennbar, doch was nutzt es, wenn man Ende wieder mit leeren Händen dasteht. Und so bekam man auch nach diesem Spiel wieder zu hören, die Mannschaft lebe doch und dass man darauf aufbauen könnte.

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22.10.2009

Vormittagstraining

Da mich die Situation schon sehr beschäftigte, machte ich es noch einmal möglich, zum Training zu gehen. Erneut war ich enttäuscht darüber, dass so wenig im fußballerischen Bereich trainiert und überwiegend Lauftraining und Gymnastik gemacht wurde. Georg Niedermeier machte mit Gerhard Wörn Aufbautraining. Thomas Hitzlsperger und Yildiray Bastürk trainierten zusammen das Umspielen von Slalomstangen mit Zweikampfverhalten, Julian Schieber und Roberto Hilbert den Torabschluß, die Torhüter trainierten separat. Gegen Ende jonglierten sich die Spieler in verschiedenen Grüppchen noch die Bälle zu und das wars. Horst Heldt ließ sich auch kurz auf dem Platz blicken. Babbel wirkte unverändert und schaute sich das Geschehen meist mit Abstand an.

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24.10.2009

Erneute Niederlage: Der VfB rutscht immer tiefer in die Krise

Der VfB Stuttgart rutscht immer weiter in die Krise. Bei Hannover 96 unterlag das Team mit 0:1 und bleibt in der unteren Tabellenhälfte stecken. Dennoch wird Markus Babbel am Dienstag auf der VfB-Bank Platz nehmen. Manager Horst Heldt sprach dem Trainer nach dem Schlusspfiff sein Vertrauen aus. “Es gibt keine Trainerdiskussion. Markus Babbel wird auch am Dienstag im DFB-Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth auf unserer Bank sitzen”, sagte Heldt. Allerdings scheinen sich Trainer und Manager nicht in allen Punkten einig zu sein. “Wir benötigen jetzt endlich Ergebnisse. Es fällt sehr schwer, nach vier Niederlagen in Folge von einem Aufwärtstrend zu reden”, sagte Heldt und widersprach Babbel damit. Denn wenige Minuten zuvor hatte der Trainer noch erklärt: “Die Mannschaft war bissiger und hat alles für den Sieg getan. Es ist wichtig, dass der Trend nach oben geht.”
Der VfB begann mit einer Spitze und fünf Mann im Mittelfeld. In der Anfangsphase hatte das Team klare Feldvorteile, nutzte diese aber nicht aus. Mit der ersten gefährlichen Aktion der Hannoveraner gelang der Heimmannschaft in der ersten Hälfte die Führung. Nach einer Unachtsamkeit der VfB-Hintermannschaft passte Arnold Bruggink geschickt auf Konan Ya, der aus einer Abseitsposition zum entscheidenden Tor traf.

Nun taumeln Babbel und der VfB am Abgrund. Nach den Pleiten in der Bundesliga und in der Champions League droht der verunsicherten Mannschaft, die selbst gegen harmlose Gegner wie Hannover verliert, auch im Pokal nun das Aus. Doch klar ist: auch wenn Heldt sich nach dem Spiel gegen Hannover für Babbel entscheidet – eine weitere Niederlage im Spiel am Dienstag gegen Greuther Fürth wird der Trainer sich kaum leisten können.

Wir fuhren zu diesem Spiel mit dem Auto, weil die Bahn Mondpreise verlangte. Für den Preis zu viert hätten wir mit dem Auto etwa 7-8 Mal diese Strecke fahren können. So fuhren wir kurz nach 7 Uhr los und kamen auch sehr gut durch. Da es doch sehr stressig wäre, diese Strecke an einem Tag hin und zurück zu fahren, übernachteten wir in Hannover und fuhren am Sonntag dann nach dem Frühstück gemütlich zurück.

In Hannover bezogen wir unsere Zimmer im Intercity Hotel und zogen dann auch gleich los. Kaum losgelaufen erspähte ich ein Franziskaner-Schild. Es gehörte zum Bayerischen Lokal Bavarium, wo wir auch gleich einkehrten und etwas tranken. Das Bavarium ist ein urig bayerisches Lokal mitten in der Niedersachsenmetropole. Wir haben uns dann vorgenommen, abends auch noch mal herzukommen, um etwas dort zu essen.

Danach fuhren wir mit der Bahn in Richtung Stadion. Dort mußten wir uns dann erst einmal eine Chipkarte besorgen, damit wir im Innenraum Speisen und Getränke erwerben konnten. Da das Stadion selten richtig voll ist und vor allem in “unserem” Bereich unterhalb des Gästefanblocks Platz zum liegen herrscht, ging alles relativ schnell. Karte aufladen, wenn notwendig oder auch das Bier holen. Das Spiel begann zunächst mit einer schönen Choreographie der VfB-Fans und einer der Hannoveraner, die das 50-jährige Jubiläum ihres Niedersachsenstadions feierten.

Das Spiel pendelte sich auf dem Niveau ein, das man angesichts des Tabellenstandes der beiden Teams erwarten mußte. Eigentlich war es einmal mehr zum wegschauen, trotzdem supporteten die mitgereisten Fans das Team unaufhörlich. Nach dem Spiel meinte Babbel, eigentlich könne er seinem Team keinen Vorwurf machen. Toll, sollen die Spieler jetzt noch denken, sie hätten gut gespielt? Das war, gemessen an den Ansprüchen, die der VfB an sich selbst stellt, mal wieder viel zu wenig. Hleb einmal mehr ein Schatten früherer Tage. Spieler, die die Schuld nur noch bei anderen suchen, wie beim Schiedsrichter, der das Abseits vor dem Tor nicht erkannte (war schwer zu erkennen) oder beim Balljungen (Lehmann: selbst die Balljungen sind Betrüger…). Und, Babbel sitzt immer noch fest im Sattel, wenn man Horst Heldt Glauben schenken darf. Wird der Pokal jetzt also auch noch abgeschenkt?

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25.10.2009

Horst Heldt schützt Babbel

Der stark unter Beschuss stehende Teamchef Markus Babbel genießt trotz der erneuten Pleite weiter den Rückhalt von Horst Heldt. “Täler sollten gemeinsam durchschritten werden”, sagte der Sportdirektor des immer tiefer in den Abstiegsstrudel taumelnden schwäbischen Fußball-Bundesligisten nach dem deprimierenden 0:1 (0:1) bei Hannover 96.

Auf die Frage des TV- Senders DSF nach einer möglichen Trennung versicherte Heldt am Sonntag: “Viel zu viele Leute lassen sich zu schnell scheiden.” Sollte er die rasante Talfahrt nicht schleunigst stoppen können, macht sich Babbel trotz dieses Treuebekenntnisse keine Illusionen über seine Zukunft beim VfB. “Es ist erfreulich, dass ich nach wie vor die Rückendeckung vom Verein genieße. Aber wenn der Erfolg ausbleibt, wird irgendwann die Reißleine gezogen.”

Möglicherweise ist der Pokal-Auftritt beim Zweitligisten SpVgg. Greuther Fürth am Dienstag Babbels letzte Chance, auch wenn Heldt und die anderen Vorstandsmitglieder bislang nichts von einem Ultimatum verlauten ließen. “Da müssen wir gewinnen”, sagte Babbel nach der sonntäglichen Trainingseinheit in Stuttgart. “Ich bin absolut überzeugt von meiner Mannschaft.” Der auf der Kippe stehende Coach kündigte nach dem erneuten Tiefschlag indes tapfer an: “Ich war immer ein Kämpfer und werde auch jetzt kämpfen.”

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start der Schwaben verstärkt sich die Kritik am Trainer-Lehrling, der nach der Qualifikation des VfB für die Champions League vor wenigen Monaten noch groß gefeiert wurde, immer mehr. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft inzwischen eine große Lücke. In Hannover vermied es der Coach, seine hoch eingeschätzten und hoch dotierten Profis zu kritisieren. “Ich habe eine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen. Sie wirkte nicht verunsichert, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Es fehlte das Quäntchen Glück”, sagte Babbel in Anspielung auf die zwei Pfostenknaller von Elson und Kapitän Thomas Hitzlsperger.

“Wir sind nicht belohnt worden”, erklärte Hitzlsperger. “Wir haben auch Fehler gemacht. Das Entscheidende hat gefehlt, der Sieg”. Während Hitzlsperger immerhin formverbessert wirkte, grenzte der Auftritt von Alexander Hleb fast an Arbeitsverweigerung. “Alex kann natürlich noch Prozente zulegen”, formulierte Heldt milde Kritik. (STZ online)

27.10.2009

DFB-Pokal-Aus:Der freie Fall des VfB geht weiter

Und dann stand Ciprian Marica zum dritten Mal innerhalb von zwölf Minuten allein vor dem Tor. Bei seiner ersten Chance traf der Stürmer den Ball nicht richtig, obwohl der Torhüter am Boden lag. Bei der zweiten prallte sein Schuss vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld. Und schließlich schob der Rumäne in der 90. Minute links vorbei. Bessere Möglichkeiten kann ein Angreifer nicht bekommen. Marica versiebte sie allesamt – und so verlor der VfB Stuttgart am Dienstagabend gegen die Spvgg Greuther Fürth mit 0:1 (0:1).

Nach dem jüngsten Pleiten in der Bundesliga und den Enttäuschungen in der Champions League ist die Mannschaft damit im Achtelfinale des DFB-Pokals an einem Zweitligisten gescheitert. Einen Sieg hatte zuvor der Manager Horst Heldt zur Pflicht erklärt, über den Pokal wollte der Club wieder in die Spur kommen. Das ist nicht gelungen, weshalb die Tage von Markus Babbel nun gezählt scheinen. Alles deutet darauf hin, dass der VfB am Mittwoch die Trennung von seinem Teamchef bekannt gibt und am Samstag gegen die Bayern ein neuer Mann auf der Bank sitzen wird. “Unsere Situation ist nicht einfacher geworden”, sagte Heldt nach dem Schlusspfiff: “Jetzt müssen wir das Richtige machen.” Ein Treuebekenntnis zum Trainer wollte der Manager nicht mehr abgeben.

Babbel hatte sich in Fürth dafür entschieden, den zuletzt enttäuschenden Alexander Hleb auf der Bank zu lassen. “Er hat in den vergangenen Spielen nicht den frischesten Eindruck gemacht”, sagte der Teamchef. Erst nach einer Stunde kam der Weißrusse ins Spiel – und offenbarte hinterher mit einem Eklat seinen ganzen Frust: Im Kabinengang schrie Hleb Heiko Striegel an und schubste den VfB-Teamarzt, der den Mittelfeldspieler zum Dopingtest bat.

In Pawel Pogrebnjak, der bis zu seiner Auswechslung erneut äußerst harmlos war, und Marica begann der VfB wieder mit zwei Angreifern. Julian Schieber blieb zunächst auf der Bank, auf der erstmals in dieser Saison auch Yildiray Bastürk saß. Wie bei den vergangenen Auftritten begann der VfB auch diesmal engagiert und war in der Anfangsphase die klar bessere Mannschaft. Meist von Elson initiiert, trug Babbels Elf ihre Angriffe vor. Das sah ordentlich aus – allerdings nur bis zum Strafraum. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff, das war auch diesmal das große Problem des VfB, der sich lange Zeit trotz aller Feldüberlegenheit keine zwingende Torchancen erspielen konnte. Marica zog mit einem Schuss aus der Drehung knapp vorbei, Thomas Hitzlsperger scheiterte mit einem Distanzschuss, das war schon alles, was der Favorit im ersten Abschnitt zustande brachte. “Das ist Wahnsinn”, sagte Hitzlsperger: “Wir haben so viel Qualität und bringen die in den entscheidenden Situationen nicht zur Geltung. Bis zum Strafraum spielen wir gut – und dann geht nichts mehr.”

Auch auf der anderen Seite bot sich dasselbe Bild wie zuletzt gegen Sevilla und in Hannover: Mit dem ersten Angriff kam Fürth, Tabellenachter der zweiten Liga und in einem Saisonvorbereitungsspiel vom VfB noch mit 5:0 bezwungen, zur überraschenden Führung. Bernd Nehrig, bis 2007 neun Jahr lang für den VfB aktiv, düpierte auf der rechten Angriffsseite den Stuttgarter Verteidiger Arthur Boka, zog nach innen und überwand Jens Lehmann mit einem Flachschuss ins linke Eck (32.).

Der Treffer zeigte Wirkung – bis zur Pause trat beim VfB die ganze Verunsicherung einer Mannschaft zutage, die von den letzten 14 Pflichtspielen nur zwei gewinnen konnte. Daran änderte sich zunächst auch im zweiten Abschnitt nichts mehr. Planlos, ideenlos, ratlos – so spielte der VfB über weite Strecken der zweiten Hälfte. Keinen Schuss brachte der Bundesligist bis zur 78. Minuten aufs Fürther Tor.

Erst in der Schlussphase, als beim aufopferungsvoll kämpfenden Gegner die Kräfte schwanden, wurden die Aktionen zwingend. Der VfB hatte nun Chancen im Minutentakt. Elson schoss drüber, Träsch wurde abgeblockt, Delpierres Schuss von der Linie gekratzt. Und Ciprian Marica, der brachte die Verantwortlichen vollends zur Verzweiflung. “Es ist unfassbar. Wir schaffen es nicht, den Ball aus zwei Metern ins Tor zu schießen”, sagte Heldt. Viel mehr wollte der Manager am Dienstag nicht sagen. Am Mittwoch jedoch, so steht zu vermuten, wird er sich wieder zu Wort melden.

SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 1:0 (1:0)
Fürth:

Loboué – Schröck, Caligiuri, Mauersberger, Falkenberg – Fürstner – Nehrig, Müller – Haas – Sailer (67. Nöthe), Allagui (76. Schahin)

Stuttgart:

Lehmann – Osorio (71. Hilbert), Tasci, Delpierre, Boka – Träsch – Kuzmanovic (59. Hleb), Hitzlsperger – Elson – Pogrebnjak (59. Schieber), Marica

Schiedsrichter:

Rafati (Hannover)

Zuschauer:

11.800

Tor:

1:0 Nehrig (32.)

Gelbe Karten:

Loboué, Mauersberger, Müller / Boka, Delpierre, Hleb, Tasci

(STZ online)

Jetzt also ist der Super-Gau perfekt. Aus im Pokal beim Zweitligisten. Vorbei die Chance, eine verkorkste Saison über den Pokal noch zu retten, analog zu Werder Bremen in der letzten Saison. Es war erneut ein Offenbarungseid, wenn man gegen einen Zweitligisten in der 78. Minute erstmals aufs Tor schießt. Gegen wen möchte der VfB überhaupt noch gewinnen? Wie lange wartet der Verein noch, bis er die Reißleine zieht? Dieser Abend war mich der bitterste der bisherigen Saison, einfach weil eine große Chance vergeben wurde, die Saison irgendwann doch noch retten zu können. Dabei war ich nicht, da ich (leider?) nicht frei bekam.

31.10.2009

Keine Tore im Süd-Gipfel: Teilerfolg für kriselnde Schwaben

Mit einem leistungsgerechten Unentschieden trennten sich der VfB Stuttgart und der FC Bayern im Süd-Gipfel. Die Stuttgarter begannen furios, nutzten ihre frühen Chancen aber nicht. Später hatten die Gäste das Spiel unter Kontrolle, doch kein Team kreierte hochkarätige Tormöglichkeiten, so dass das torlose Remis letztlich nur folgerichtig war. Nach fünf Niederlagen in Folge ein Schritt in die richtige Richtung für die Schwaben.

Babbel wurde also auch nach dem desaströsen Pokal-Aus in Fürth nicht gefeuert. Unmittelbar danach hatte ich gedacht, dass es das war, weil Heldt erstmals nicht mehr einen Trainerwechsel ausschloß. Vielmehr wolle man das Gesehene in den Gremien diskutieren. Zwei Tage vor dem Bayern-Spiel war klar: Babbel bleibt. Erstmals kam die Mannschaft vor dem Spiel in die Kurve, um den Schulterschluß mit den Fans zu suchen. Diese Maßnahme wurde auf einem Krisengipfel der größten Fangruppierungen mit dem VfB beschlossen. In der Fanszene brodelte es bereits beträchtlich, so dass man damit hoffte, etwas Luft herauszunehmen. Wenigstens einen Achtungserfolg gab es gegen die Bayern, auch wenn einen Unentschieden in dieser Situation auch nicht wirklich weiterbringen. Der VfB hängt im Keller fest, punktgleich mit dem zur Relegation berechtigten 16., aber schon 11 Punkte hinter einem UEFA-Cup-Platz

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5. Dezember 2009

Babbel unter Druck “Wir müssen unbedingt gewinnen”

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Der VfB Stuttgart steht vor den bislang wichtigsten Spielen seiner verkorksten Saison. Gewinnt er am Samstag um 15.30 Uhr gegen den VfL Bochum und vier Tage später auch gegen Unirea Urziceni, dann verlässt er in der Fußball-Bundesliga die Abstiegsplätze und steht in der Champions League im Achtelfinale. Schafft er das nicht, dürfte die Rückendeckung für Teamchef Markus Babbel vom vergangenen Dienstag nicht mehr viel wert sein. “Es spielt der 17. gegen den 16., mehr muss man dazu nicht sagen. Wir müssen diese Partie unbedingt gewinnen”, sagte Babbel am Freitag mit Blick auf das Bochum-Spiel. Sein VfB habe in diesen Tagen die Chance, “wieder einiges in ein besseres Licht zu rücken.”

Die Pressekonferenz vor dem Kellerduell machte deutlich, wie sehr die sportliche Krise und die Diskussionen der vergangenen Tage den Stuttgarter Verantwortlichen zugesetzt haben. Manager Horst Heldt wirkte angespannt und in sich gekehrt, nur Babbel gab sich gewohnt kämpferisch. “Ich will eine Mannschaft sehen, die zusammensteht und sich ihren Kredit bei den Fans zurückholt”, sagte er. “Dann bin ich davon überzeugt, dass wir gewinnen.” Bislang hat ihm das in vergleichbaren Situationen aber nie etwas genützt. Der VfB stand auch vor den Spielen gegen Hertha BSC (1:1), Hannover 96 (0:1) oder den 1. FC Köln (0:2) unter großem Druck. Aber er hat in dieser Saison noch keinen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf besiegen können.

Babbel setzt darauf, dass diesmal “auch der Letzte weiß, worum es geht”. Er hofft, dass seine Maßnahmen, Thomas Hitzlsperger als Kapitän abzusetzen und die Trainingsintensität zu erhöhen, einen “Hallo-Wach-Effekt” erzielt haben. Die Mannschaft, sagte er, hätte zuletzt “sehr konzentriert” trainiert. Der Teamchef verteidigte auch seine Entscheidung, Matthieu Delpierre zum neuen Spielführer zu ernennen und nicht den extrovertierteren Serdar Tasci oder den erfahreneren Jens Lehmann. “Ich wollte jemanden, der von allen anerkannt wird”, erklärte er. “Was Matthieu sagt, hat Hand und Fuß.” Trotzdem bleiben die Zweifel an dieser VfB-Mannschaft.

Heldt kritisierte sie am Freitag noch einmal laut. “Das gilt nicht für den gesamten Kader, aber es gab immer den einen oder anderen, der dachte, dass alles mit links zu schaffen ist”, sagte er. Immerhin sieht es personell wieder besser aus: Mit Zdravko Kuzmanovic kehrt der beste Torschütze und überragende Antreiber der vergangenen Wochen nach einer Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück. Auch Hitzlsperger und Pawel Pogrebnjak haben ihre Oberschenkel-Probleme überstanden. Fraglich ist nur der Einsatz von Arthur Boka (Zerrung der Schultergelenkskapsel).

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart: Lehmann – Osorio, Tasci, Delpierre, Boka (Magnin) – Träsch, Kuzmanovic – Rudy, Hleb – Cacau, Schieber.

STZ online 4.12.09

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22. November 2009

Die VfB-Baustelle: Mehr Handwerk erforderlich

Category: Presse — Tags: , , , , , , – Franky @ 09:33
Der VfB-Teamchef Markus Babbel ist und bleibt ein guter Moderator, aber in der sportlichen Krise sind auch andere Qualitäten gefragt.

Der VfB-Teamchef Markus Babbel ist und bleibt ein guter Moderator, aber in der sportlichen Krise sind auch andere Qualitäten gefragt.

Der Blick richtet sich nach vorne. Markus Babbel nimmt den Kopf hoch, seine Stimme klingt kämpferisch, und er spricht Sätze wie “Wir müssen Laufbereitschaft und Leidenschaft zeigen” oder “Ich will eine Mannschaft sehen, die alles für den Sieg tut”. Das macht der Teamchef des VfB Stuttgart immer so, bei weniger wichtigen Fußballspielen und bei besonders wichtigen Fußballspielen wie am Samstagnachmittag gegen Hertha BSC.

Die Begegnung mit den Berlinern kann Schlüsselfunktion erlangen, sie kann die Wende zum Guten markieren. Babbel weiß das. Schließlich erwartet der Bundesliga-15. den Tabellenletzten. Es ist ein Aufeinandertreffen zweier Kellerteams, aber es ist ebenso das Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die unverhofft im Abstiegskampf stecken, weil sie sich vor der Saison viel mehr ausgerechnet hatten.

Im vergangenen März spielten der VfB und Hertha zuletzt gegeneinander. Auch damals war die Situation für die Stuttgarter verzwickt. Sie waren zuvor mit 0:4 in Bremen untergegangen, und der Club lief Gefahr, einen Europapokalrang zu verspielen. Am Ende gewann der VfB 2:0 gegen den damaligen Spitzenreiter, was vor allem das Verdienst von Markus Babbel war.

Gewinnen muss man wollen

Wieder einmal hatte der Trainernovize der Mannschaft neuen Mut eingeflößt und ihr den Glauben an die eigene Stärke vermittelt. Das versucht Babbel auch jetzt. Immer wieder oder immer noch. Je nach Betrachtungsweise kann die eigentliche Stärke des Teamchefs auch als eine Schwäche ausgelegt werden.

Babbel ist nach wie vor ein guter, vielleicht sogar ein hochbegabter Moderator. Der 37-Jährige verfügt über eine natürliche Autorität, reichlich Optimismus und hat die VfB-Mannschaft mit feinem Gespür in die Champions League geführt. Seine klaren Worte fanden bei den Spielern Anklang und schafften Vertrauen.

Und genau das war es, was Babbel erreichen wollte. Für ihn beruht Erfolg im Fußball nicht auf einer großen Spielphilosophie oder taktischen Nuancen, für ihn ist es eine Frage der Mentalität. Gewinnen muss man wollen. Auf diese Weise wurde er von Kindesbeinen an beim Rekordmeister FC Bayern München sportlich sozialisiert, so hat ihn auch später sein Trainer-vorbild Ottmar Hitzfeld geprägt.

Im Abstiegskampf ist Babbel auch fußballfachlich gefordert

Nur: der VfB von heute ist nicht der FC Bayern von gestern. Vieles von dem, was in der vergangenen Rückrunde so passend und verheißungsvoll erschien, funktioniert nicht mehr. Auf dem Wasen haben sich mittlerweile so viele kleinere Baustellen wie das Formtief Einzelner (Thomas Hitzlsperger, Alexander Hleb) und die Strukturprobleme des Kaders (Mittelfeld und Angriff) zu einer Großbaustelle aufgetürmt – und nun scheint die Kunst der moderaten Mannschaftsführung nicht mehr auszureichen.

Im Abstiegskampf ist Babbel auch fußballfachlich gefordert. Er muss der verunsicherten Mannschaft Halt geben – in Form von eingeübten Spielzügen, von Automatismen, die so sowohl in der Offensive als auch in der Defensive greifen. Simples Trainerhandwerk, wenn man so will. Auffallend ist nach wie vor, dass zum Beispiel ein Pawel Pogrebnjak selbst dreieinhalb Monate nach seiner körperlichen Ankunft in Stuttgart immer noch nicht in das Spiel eingebunden ist. Der Russe weiß nicht, wie er laufen soll, und er weiß auch nicht, wie der Ball gespielt werden wird. Andererseits weiß auch ein Thomas Hitzlsperger im Mittelfeld nicht, wie er den Pass spielen soll, weil er nicht weiß, wie Pogrebnjak wohl laufen wird.

Zusammengenommen lassen sich die Zweifel an Babbel selbst durch die vor kurzem demonstrierte Rückendeckung vom Vereinsvorstand nicht vertreiben. Und allmählich dringen selbst aus dem Mannschaftskreis kritische Stimmen nach außen. So soll der VfB nur zweimal überhaupt systematische Spielzüge trainiert haben. Vor der Partie gegen Werder, die prompt verloren ging, weshalb sich der Trainerstab wieder mehr der physischen Ausbildung widmete.

Doch es hat sich in einer Reihe von Heimspielen (Nürnberg, Bremen, Köln, Schalke, München) gezeigt: läuft das eigene Spiel schon nicht, schafft es die Elf aber auch nicht, das gegnerische Spiel zu verhindern. Denn in diesen Phasen offenbart sich das Fehlen von Automatismen.

STZ online 21.11.09

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23. Oktober 2009

Hoher Aufwand, kein Ertrag

Category: Presse — Tags: , , , , , , – Franky @ 07:47

Wie am Schnürchen läuft die Sache mit dem Toreschießen erst am Tag danach. Im Minutentakt schlagen im Trainingsspiel der Reservisten die Schüsse im Gehäuse ein, mal rechts, mal links, mal fulminant. Mit der Brust nimmt beispielsweise Thomas Hitzlsperger den Ball an, mit dem Rücken zum Tor, und vollendet per Fallrückzieher. Es könnte alles so schön sein.

Dummerweise jedoch war von all der Pracht im Torabschluss am Abend vorher sehr wenig zu sehen. Elson traf zwar mit einem sehenswerten Freistoß, die anderen Offensivkräfte aber versemmelten reihenweise beste Chancen. Und weil zudem die Verteidiger in entscheidenden Situationen schliefen, unterlag der VfB Stuttgart auch dieses Mal, mit 1:3 gegen den FC Sevilla. Und wie schon drei Tage zuvor gegen Schalke 04 (1:2) in der Bundesliga lautete die Erkenntnis: hoher Aufwand, null Ertrag; gut gespielt, doch verloren.

An den nackten Zahlen wird ein Trainer gemeinhin gemessen – und die sind verheerend. Viermal nacheinander hat der VfB nun zu Hause verloren. In den vergangenen zwölf Pflichtspielen unter Markus Babbel gab es nur zwei Siege. Auf Rang 13 liegen die Stuttgarter in der Liga und haben in der Champions League erst zwei Punkte gesammelt. Die Chancen, ins Achtelfinale einzuziehen, sind weiter gesunken, zumal es als Nächstes zum Rückspiel nach Sevilla geht. Kurzum: der VfB wäre nicht der erste Club, der in einer solchen Situation die Notbremse zieht.

Vor Babbel geht es den Spielern an den Kragen

Trotzdem will der Verein vorerst an Babbel festhalten. Das bekräftigt der Aufsichtsratschef Dieter Hundt (siehe “Eine Trainerdebatte ist unangemessen”). Und das sagt auch Horst Heldt: “Babbel hat die Situation und die Mannschaft im Griff. Wir wollen mit ihm Ergebnisse erzielen.” Der Trainer sei “nicht der Erste in der Kette”, bevor es ihm an den Kragen gehe, “passiert etwas mit den Spielern”. Als weitere Warnung ist dies zu verstehen, nachdem gegen Sevilla neben Ludovic Magnin auch Roberto Hilbert und Timo Gebhart aus dem Kader geflogen waren. Beide hatten sich zuletzt Disziplinlosigkeiten abseits des Platzes geleistet.

Es sind derzeit nicht die harten Zahlen, die für Babbel sprechen, sondern die weichen Faktoren des Fußballs. Denn wahr ist auch: der VfB hat gegen Sevilla über weite Strecken eine überzeugende Vorstellung geboten. Vor dem 0:1 war er das klar bessere Team, und selbst nach dem 0:3 kämpften die Spieler bis zum Schlusspfiff unverdrossen weiter. So spielt keine Mannschaft, die den Glauben an sich und die Bindung zu ihrem Chef verloren hat. “Wir stehen hinter dem Trainer”, sagt der Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic: “Was kann er dafür, wenn wir das Tor nicht treffen?”

Als nächsten Schritt auf dem Weg der Besserung wertet der VfB das Sevilla-Spiel trotz der erneuten Niederlage. Der rechte Außenverteidiger Ricardo Osorio zeigte in seinem ersten Saisoneinsatz eine gute Leistung; beeindruckend war gar der Auftritt von Christian Träsch als Abräumer im defensiven Mittelfeld (Babbel: “Er hat genau das verkörpert, was die Leute sehen wollen”). Und auch Kuzmanovic kommt immer besser zurecht und fühlt sich mittlerweile angekommen.

Der Sturm ist viel zu harmlos

Trotzdem sind nicht allein die permanenten individuellen Fehler in der Abwehr, die die Verantwortlichen Woche für Woche für die Niederlagen verantwortlich machen, schuld an der Krise. Noch immer hinkt Alexander Hleb den Erwartungen weit hinterher – bei seiner Auswechslung musste er sich am Dienstag Pfiffe des ansonsten bemerkenswert geduldigen Publikums anhören. Und viel zu harmlos ist vor allem der Sturm. Julian Schieber ist als 20-Jähriger noch in der Lernphase, ihm ist kein Vorwurf zu machen. Von Pawel Pogrebnjak allerdings muss mehr kommen. Und zu allem Überfluss fällt Cacau wegen eines Muskelfaserrisses in der Hüfte drei Wochen aus.

“Früher oder später”, sagt Babbel, werde er die Probleme in den Griff bekommen und für den Umschwung sorgen. Früher wäre besser als später – allzu lange jedenfalls sollte sich der Teamchef nicht Zeit lassen. Schon am Samstag geht es nach Hannover. Und dort zählen nur die nackten Zahlen in Form des Ergebnisses.

STZ online 22.10.2009

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22. Oktober 2009

Training 22.10.2009

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Ich hatte heute mal wieder Zeit zum Training zu gehen, da ich sowieso nach Cannstatt mußte, bot sich das an. Leider bekam ich aber nicht wirklich viel zu sehen. Die Mannschaft lief überwiegend rundherum ums Trainingsgelände und machte zwischendurch und anschließend Gymnastik. Danach jonglierte man noch ein wenig in fröhlichen Runden und mehr und mehr Kameraden seilten sich in Richtung Kabine ab. Georg Niedermeier machte mit Gerhard Wörn Aufbautraining.

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Die Torhüter trainierten mit Ebo Trautner unter sich. Nach den gymnastischen Übungen übten sich Julian Schieber und Roberto Hilbert unter Anleitung von Rainer Widmayer im umspielen von Pseudogegenspielern mit anschließendem Torabschluß. Eine zweite Trainingsgruppe bildeten Yildiray Bastürk und Thomas Hitzlperger. Was diese Konstellation zu bedeuten hat, frage ich mich schon. Wird Thomas Hitzlsperger noch mehr degradiert oder rückt Yildi näher an die Mannschaft heran?

Horst Heldt zeigte heute auch Präsenz.

Horst Heldt zeigte heute auch Präsenz.

Alles in allem also nicht so der Bringer heute. Ich hätte mir schon gewünscht, daß es mehr zur Sache geht und Eckbälle und Freistöße trainiert werden. Zumal laut VfB-Homepage heute kein zweites Training mehr stattfindet. Das Abschlußtraining morgen findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Bleibt zu hoffen, daß dann die Schwachstellen trainiert werden. Schließlich benötigen wir am Samstag in Hannover die 3 Punkte ganz dringend. Und, um den Ernst der Situation zu begreifen, müßten vielleicht auch im Training die Reize erhöht werden. Jungs, bitte nicht schon im voraus ergeben:

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Zum Abschluß bekam ich noch mein persönliches Erfolgserlebnis. Kürzlich hatte ich im Stadion, als die Mannschaft in die Kurve kam, einen Handschuh von Jens Lehmann gefangen, den ich heute unterschreiben lassen konnte.

Mein nächster Bericht kommt dann am Sonntag von den Erlebnissen und Eindrücken aus Hannover, bis dahin, viele Grüße

Franky

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