25. September 2014

Aus für Bobic – 2:2 in Dortmund

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , , – Franky @ 18:20

Gestern stand mal wieder eines der Saison-Highlights an. Flutlichtspiel im Westfalenstadion in Dortmund, wo natürlich sofort Erinnerungen an das 4:4 vor ein paar Jahren wach werden. Für mich keine Frage, obwohl unter der Woche, dabei sein zu wollen und zwei Urlaubstage dafür zu „opfern“. Dortmund ist für mich nicht nur wegen des größten Stadions Deutschlands mit der schwarz-gelben Wand ein gern bereistes Auswärtsspiel.
Mir gefällt’s einfach dort, wo man sich im Biergarten des Stadions Rote Erde unters schwarz-gelbe Volk mischen und das eine oder andere Bier mit BVB-Fans trinken kann, ohne dass einem feindselige Stimmung entgegenschlägt. Bei den Gesprächen mit den Dortmundern waren auch viele aufmunternde Worte dabei und, in Anbetracht dessen, dass sie die Auftritte der Brustringträger nicht jede Woche leidvoll mit ansehen müssen, die Meinung, dass unsere Qualität viel zu hoch wäre, um den Gang in die zweite Liga antreten zu müssen. Da musste dann schon das schwäbische Korrektiv eingreifen, indem wir unsere realistische Sicht der Dinge vertraten, nämlich, dass wir uns in dieser Saison tatsächlich ernsthafte Sorgen machen, weil einfach zu viel im Argen liegt.
Bereits zu Beginn unserer Busfahrt machte die Meldung die Runde, die Trennung von Sport-Vorstand Fredi Bobic sei beschlossene Sache und dass man diesen Schritt spätestens bis zur Winterpause vollzogen haben möchte. Dies war natürlich schnell Gesprächsthema Nummer eins und fast minütlich waren aktuellere Wasserstandsmeldungen zu erfahren, bis die Meldungen dahingehend lauteten, Fredi Bobic wäre mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.
Die offizielle Bestätigung des VfB schließlich ließ bis kurz vor Spielbeginn auf sich warten. Der VfB dementiert zwar so lautende Meldungen, die Entlassung Bobic‘ wäre ihm am Telefon mitgeteilt worden, dennoch fällt kein gutes Licht auf die Art und Weise der Trennung. Ob jetzt am Telefon oder ob Bobic bereits in Dortmund verweilte und man ihn von dort zurück nach Stuttgart zitierte um ihm den Sachverhalt persönlich zu vermitteln macht für mich keinen Unterschied. Wurde von Vereins-Seite der Zeitpunkt der Veröffentlichung des offenen Briefs vom Commando Cannstatt angeprangert, kann man auch hier über die Richtigkeit des Zeitpunkts der Kündigung kritisieren.
Hätte der Verein konsequent gehandelt, hätte die Trennung auf der Klausurtagung im Dezember 2013 beschlossen werden und entweder nach Ende der Vorrunde, spätestens aber nach Saisonende 2013/2014 vollzogen werden müssen. Dass sich Bobic, spätestens seit der Vertragsverlängerung und (ebenfalls zu spät erfolgter) Beurlaubung von Bruno Labbadia heftigster Kritik ausgesetzt sah, war hinlänglich bekannt. Dass Bobic von sich aus nach Ende der letzten Saison seinen Rücktritt angeboten hat, ist ebenfalls Tatsache. Weshalb der Verein dieses „Angebot“ nicht angenommen hat und einen Schnitt vollzogen hat, verstehe ich wieder einmal nicht. Unser Aufsichtsrat und unsere Vorstandschaft vermittelt mehr und mehr den Eindruck, wie ein Politiker die Probleme auszusitzen und erst wenn das Volk aufmuckt und die Situation zu eskalieren droht, Konsequenzen zu ziehen, um in erster Linie ihren eigenen Allerwertesten zu retten. Präsident Wahler, der wie Bobic Zielscheibe der Proteste rund um das Hoffenheim-Spiel war, kroch erst jetzt, notgedrungen, aus seinem Schneckenhaus, um, so offiziell, weiteren Schaden vom Verein abzuwenden, bzw. inoffiziell, sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen. Fredi Bobic tut einem in dieser Posse schon fast Leid und es wächst in mir der Eindruck, dass Bobic in diesem Ränkespiel „nur“ das Bauernopfer ist.
Natürlich habe ich in letzter Zeit oft genug aufgezählt, was ich Bobic vorwerfe, in Bezug auf schlechtes wirtschaften mit den knappen Mitteln, mangelnder Kommunikations- und Kritikfähigkeit, Dünnhäutigkeit, in gewisser Weise auch Arroganz. Ihn hier, wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt, zum Sündenbock abzustempeln, das hat er in dieser Form jedoch nicht verdient. Präsident Wahler und sein Gefolge haben in der Sommerpause ihren Job nicht gemacht, eine Trennung vom Sportdirektor zu diesem Zeitpunkt jetzt, macht wenig Sinn und sieht nach Aktionismus aus, da die Transfers getätigt sind, der Kader (für die Vorrunde) unumstößlich feststeht.
Bei einer früheren Demission hätte man sich ja um die tollsten Kandidaten bemühen können, auch solche, die bereits bei anderen Vereinen vertraglich gebunden sind. Auch Manager und Sportdirektoren lassen sich mittlerweile Ausstiegsklauseln für besondere Umstände in den Vertrag schreiben, so dass zumindest nichts unmöglich gewesen wäre. Jetzt aber, mitten in der Saison, würde nur ein einfältiger und charakterlich bedenklicher Manager, der bei einem anderen Verein in Lohn und Brot steht, diesen im Stich lassen und das nächstbeste Angebot annehmen. Hier ist fast nur zu hoffen, dass der VfB bei diesen Abwerbeversuchen erfolglos bleibt!
Jetzt einen Top-Mann zu bekommen, halte ich für äußerst unrealistisch. Ich hoffe, der VfB setzt hier keinen Schnellschuss, klappert einen nach dem anderen ab und hat bei Nummer elf oder zwölf vielleicht „Erfolg“. Die Interimslösung mit Armin Veh (Kaderplanung) und Jochen Schneider (das kaufmännische und Vertragsangelegenheiten) sollte meiner Meinung nach nicht nur eine kurzfristige sondern möglichst eine bis zum Saisonende werden. Würde Veh tatsächlich mittel- oder langfristig den Posten des Sportdirektors anstreben und der VfB Thomas Tuchel für die nächste Saison als Cheftrainer gewinnen können, wäre dies für mich im Moment die vielversprechendste Möglichkeit. Bei Armin Veh weiß man, was man an ihm hat und Thomas Tuchel ist ein ausgewiesener Fachmann, den man aber nicht mit falschen Versprechungen locken dürfte. Ob er, nach Jürgen Klopp der derzeit wohl zweitbegehrteste deutsche Fußballlehrer, jedoch an dieser schwierigen Aufgabe in einem brodelndem Umfeld interessiert wäre oder nicht doch lieber nach Schalke oder sonst einem ambitionierten Verein geht, der kurzfristig bessere Perspektiven böte, vermag ich nicht zu beurteilen. Er ist beim VfB „groß geworden“ als Trainer, hat durchaus noch ein Herz für den VfB, mag die Stadt, doch, ob diese emotionalen Kriterien den Ausschlag geben oder nicht doch die monetären, da habe ich meine Zweifel. Für mich wäre das die 1a-Lösung, da Tuchel ähnlich bekloppt ist wie Jürgen Klopp und es mit ihm nie langweilig werden würde. Ein Freigeist, der Mannschaft und Öffentlichkeit immer mal wieder mit neuen Ideen überraschen oder auch wachrütteln würde.
Von Leuten, die derzeit auch kolportiert werden, wie Todt und Zeyer, halte ich zunächst einmal überhaupt nichts. Todt, finde ich, hat noch keine großen Spuren im Manager-Business hinterlassen. Das einzige Kriterium, das ich mir vorstellen kann, das ihn möglicherweise (ein mögliches Interesse an ihm wird/ wurde vom VfB ja sowieso nicht bestätigt) zum VfB-Manager befähigen soll, ist wohl, dass er schon einmal, wenn auch ohne nachhaltigen Erfolg, seine Schuhe für den VfB geschnürt hat. Ihn jetzt aus dem KSC herauszubrechen, bei aller Feindschaft, hielte ich nicht für die feine englische Art. Auch Zeyer, ein Mann mit, wenn auch kurzer, VfB-Vergangenheit, mag bei den Kickers einen guten Job machen, was ihn aber nicht unbedingt automatisch zu einem guten VfB-Manager werden lassen würde. Auch er soll bei den Kickers bleiben. Ich gönne ihnen sogar den Aufstieg in die 2. Liga, mit Zeyer, da ich noch zum älteren Schlag gehöre und die Zeiten klasse fand, als beide (großen) Stuttgarter Vereine ihren festen Platz im bezahlten Fußball hatten.
Einen Mann wie Jens Lehmann zu holen, wie zuvor Heldt und Bobic, der keinerlei Erfahrung auf diesem Terrain vorzuweisen hat, birgt ein großes Risiko, auch wenn ich Jens Lehmann mag und schätze. Da aber dieses Mal der Schuss wirklich sitzen muss, um nicht endgültig ins finanzielle Fiasko zu stürzen, wäre mir persönlich dieses Risiko zum jetzigen Zeitpunkt zu groß.
Fredi Bobic ist also nun endgültig Geschichte beim VfB. Ich mochte ihn als Spieler und werde es nie vergessen, wie er 1994 wie Phönix aus der Asche kam und in seinen ersten fünf Bundesligaspielen auf Anhieb traf. Er war Teil des magischen Dreiecks und wurde mit dem VfB Pokalsieger. Eine unvergesslich schöne Zeit mit begeisterndem Offensivfußball. Leider erlag er 1999 dem Lockruf des Geldes und wechselte zum gestrigen Gegner Borussia Dortmund. So weit her war es also auch nicht mit dem VfB-Herz. Dennoch, als Spieler habe ich ihn in guter Erinnerung, jetzt als Manager leider weniger. Aus seiner Manager-Zeit bleibt bei mir eher haften, dass er sehr dünnhäutig auf Kritik reagiert und alle, die anderer Meinung sind als er, als Ahnungslose abtut. Als starker Mann hätte er der Öffentlichkeit gegenüber ehrlicher auftreten müssen, bspw. wenn er unterirdische Kicks schöngeredet und jede Kritik darüber harsch abgeschmettert hat.
Spieler- und Managerkarriere zusammengefasst möchte ich ihm danken für seine Zeit beim VfB und nehme es ihm auch ab, dass er stets bemüht war, zum Wohle des Vereins zu handeln. Für die Zukunft wünsche ich ihm alles Gute!
So drohte, das Spiel im Westfalenstadion fast in den Hintergrund zu geraten, was natürlich diesem Highlight nicht gerecht sein würde. Da wir ohne nennenswerten Stau die gut 430 Kilometer von ES-Berkheim nach Dortmund hinter uns brachten, erreichten wir schon gegen 17.30 Uhr den Gästebusparkplatz unweit des Stadions. Noch kurz ein Wulle am Bus geschnappt und schon machten wir uns auf den Weg zum Stadion Rote Erde. Leider setzte just in dem Moment, als wir dort waren, heftiger Regen ein, so dass wir unterm Dach eines Bierrundells eng zusammenrückten, mit einigen BVBlern die Situationen unserer beiden Vereine erörterten und das eine oder andere Bierchen zusammen tranken. Gegen 19.30 Uhr machten wir uns dann auf in Richtung des Stadions, das sich ja nur etwa 100-200 Meter Entfernung, je nachdem welchen Eingang man nehmen muss, erstreckt. Immer wieder beeindruckend, wenn man vor diesem Betonklotz steht, und sich an die 80er-Jahre zurückerinnert, als gerade Mal halb so viele Zuschauer ins Stadion passten. Trotz großer Menschenmassen vor „unserem“ Eingang ging es sehr zügig voran, so dass wir kaum 5 Minuten später bereits das Drehkreuz passiert hatten. Ich liebe es, wie professionell und unkompliziert die Einlasskontrollen bei „großen“ Vereinen mit viel Bundesligaerfahrung (meistens) ablaufen, ganz im Gegensatz zu Emporkömmlingen wie Mainz, Augsburg und Hoffenheim, die sich selbst am Eingang noch besonders profilieren müssen. So hatte ich keinerlei Probleme mit meiner Bridge-Kamera und der Fußballabend konnte beginnen. Ich hatte dieses Mal meinen Platz auf der Nord-Ost-Tribüne, Reihe 1, also schrägversetzt zu unserem Block mit einer herausragenden Sicht auf den Fanblock und aufs Spielfeld. Jedes Mal aufs Neue, wenn ich diesen Fußballtempel betrete, kribbelt es. Tolles Stadion, tolle Atmosphäre und einfach beeindruckend, wenn 80.000 Leute Stimmung machen. Spätestens nach der schwarz-gelben Schalparade zu YNWA gibt es schon mal einen Anflug von Gänsehaut.
Ich habe schon Bewunderung für den BVB übrig, mag deren Stil Fußball zu zelebrieren und ich mag Jürgen Klopp, der Dortmund zu dem gemacht hat, was es derzeit ist. Nämlich eine Hausnummer im deutschen und europäischen Fußball und DER Bayern-Jäger Nummer 1. Daher drücke ich ihnen im Kampf gegen die Bayern stets die Daumen und tat das auch beim CL-Finale im Wembley-Stadion, was ja leider bekanntlich nichts nutzte. Im direkten Duell aber, selbstredend, bin ich VfBler durch und durch und kenne keine Freunde, wenn das Spiel mal begonnen hat.
Die Vorzeichen waren so, dass beide Teams stark ersatzgeschwächt antreten mussten, den BVB hat es, wie so oft in letzter Zeit, aber härter erwischt, fallen dort doch immer wieder reihenweise hochkarätige Leistungsträger aus. Dennoch fällt es dem BVB leichter, seine Ausfälle zu kompensieren, weil der Kader qualitativ hochwertig und üppig ist. In den Gesprächen vor dem Spiel meinte ein Dortmunder, „Dortmund ist immer Dortmund. Egal wer ausfällt und dafür rein kommt, das Spiel des BVB ändert sich dadurch nicht“, womit er Recht behalten sollte. Dieses brutale Pressing, dieses bekämpfen des Gegners über 90 Minuten, dieses laufintensive Spiel, die klar verteilten Aufgaben auf dem Platz, sind es, die Dortmund eine klare Identität geben. Beim VfB hingegen, weiß man nicht so recht, ob es sich um eine Schwächung handelt, wenn der eine oder andere Spieler passen muss.
Ob die Personalie Bobic Einfluss auf die Leistung auf dem Platz gehabt hat, wage ich zu bezweifeln. Die Spielvorbereitung obliegt dem Trainer Armin Veh und oblag ihm hoffentlich auch in der Vergangenheit. Die Aufstellung ließ vermuten, dass der VfB sein Heil vorwiegend in der Defensive suchen würde. Ist ja auch durchaus vernünftig in Dortmund, dass man, zumal, wenn man als Tabellenletzter anreist, zunächst einmal auf Absicherung bedacht ist.
So durfte im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel unser WM-Fahrer Carlos Gruezo für den formschwachen Martin Harnik die Doppel-Sechs neben Oriel Romeu bilden. Diese Maßnahme erwies sich als Volltreffer, besticht Gruezo doch durch ein vorzügliches Spiel gegen den Ball und ist technisch versiert genug, den Ball nach einer Balleroberung nicht gleich wieder zu verlieren.
Insgesamt war die Raumaufteilung eine bessere als zuletzt, so dass Dortmund große Mühe hatte, ins Spiel zu finden und unser Tor zu gefährden. Außer dem Lattentreffer Kagawas brachten sie in der ersten Halbzeit nicht viel zustande, der VfB hatte alle Hände voll zu tun, um erst einmal zu verhindern, setzte aber auch vorne Nadelstiche, wann immer die Dortmunder Raum dafür anboten. Als leidgeprüfter VfB-Fan rieb man sich schon manchmal die Augen, wie forsch unsere Jungs den Kampf annahmen. So stand zur Pause ein verdientes 0:0, was in Anbetracht der letzten Resultate schon als Achtungserfolg zu werten war.
Wer dann dachte, der BVB könne den Druck erhöhen und würde uns irgendwann schon den erwarteten Rückstand bescheren, sah sich getäuscht. In der 48. Minute war es der VfB, der überraschend in Führung ging. Daniel Didavi verwertete eine Hereingabe von Christian Gentner zum 0:1. Dieser Treffer beeindruckte den BVB offenkundig, während die Brust beim VfB breiter und breiter wurde. Anstatt der BVB mit Vehemenz auf den Ausgleich drängte und hochkarätige Chancen herausspielte, nutzte der VfB einen seltenen Vorstoß zu Didavis 0:2.
Timo Werner, der mir als alleinige Spitze gestern hervorragend gefiel, spielte Dida klasse frei und hatte schließlich noch das Auge und die Passgenauigkeit, um dem Spielmacher den Treffer aufzulegen. VfB und Spielkultur passten in letzter Zeit wahrlich nicht zusammen, das aber war allererste Sahne.
Dieser Zwei-Tore-Vorsprung hielt leider gerade einmal fünf Minuten an. Nach Fehlpass Romeus verkürzte Aubameyang zum 1:2. Dennoch hatten Gentner und Ibisevic noch die Doppelchance zum 1:3 in der 84. Minute, was es wohl gewesen wäre. So aber kam es, wie es kommen musste, Immobile nutzte einen kapitalen Ulreich-Patzer zum Ausgleich. Wieder einmal musste der VfB spät noch Punkte einbüßen, wieder einmal konnte man die Führung nicht über die Zielgerade bringen. Auf der anderen Seite ist es für jeden Gegner schwer, diesen unwiderstehlichen Druck, den die Dortmunder ausüben, schadlos zu überstehen, vor allem, wenn das Publikum so richtig Alarm macht. Da ist es dann vielleicht auch Nervensache, diese enorme Lautstärke auszublenden und sich auf das Geschehen auf dem Platz zu fokussieren. Sven Ulreich schien es gestern nicht zu können, unerklärlich wie er beim 2:2 Ausgleich unter der Schmelzer-Flanke durch tauchen konnte. Immer offenkundiger wird, dass wir ein Torwart-Problem haben und ein Torwart-Wechsel kein Tabuthema mehr sein darf. Auch eine Passquote von gerade einmal knapp über 50% spricht nicht für unsere Nummer 1.
Alles in allem aber war es eine gute Mannschaftsleistung und endlich mal ein engagierter Auftritt unseres VfB. Vor dem Spiel hätte man natürlich einen Punkt liebend gern mitgenommen, danach, nach einer 2:0-Führung, sehe ich diesen mit gemischten Gefühlen. Sollten wir Hannover 96, immerhin Tabellendritter nach dem fünften Spieltag, schlagen und den Punkt vergolden, wäre alles gut und der Punkt hätte die langeersehnte Trendwende eingeleitet. Wenn sich das Neckarstadion aber wieder als Selbstbedienungsladen für unsere Gäste entpuppen sollte, muss man konstatieren, dass eine Mannschaft, die nicht fähig ist, das Spiel zu machen und sich auswärts leichter tut, dann auch auswärts die Punkte zum Klassenerhalt holen muss, dann wäre ein Punkt in Dortmund zu wenig gewesen.
Ich hoffe auf ersteres, einige gute Dinge hat man ja gestern gesehen. Wie ich finde, gehören Gruezo und Werner immer in die Startelf. Antonio Rüdiger machte erneut ein gutes Spiel und verhinderte in letzter Minute für den geschlagenen Ulreich gar das 3:2 für Dortmund. Eine Doppelte Absicherung mit Romeu und Gruezo verleiht dieser Mannschaft mehr Stabilität, ich hoffe, die war keine Ausnahme und dem Fehlen von Maxim sowie der Offensivstärke Dortmunds geschuldet. Und schließlich, Daniel Didavi, der Mann des Spiels, ist hinter einer einzigen Spitze Werner sehr gut aufgehoben.
So berechtigt der gestrige Tag zur Hoffnung auf Besserung in vielerlei Hinsicht. Sportlich wurde bewiesen, dass auch in diesem Kader durchaus Potential vorhanden ist, um zumindest einen Nichtabstiegsplatz anzustreben und in der Vereinsführung werden die Karten neu gemischt. Spannende Tage und Wochen stehen uns bevor.

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11. Mai 2014

Danke und “Bedankt” Huub!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 10:30

Danke Huub Stevens für die großartigen zwei Monate und den Klassenerhalt. Aus diesem undisziplinierten Haufen ein Team zu formen – in der kurzen Zeit hätte das kaum ein Anderer geschafft. In den letzten Spielen war wieder so etwas wie eine Ordnung zu erkennen, auch wenn das Einfangen später Gegentore nicht ausgemerzt werden konnte. Die Big-Point-Spiele konnten gewonnen werden und es wurden nach dem Katastrophenkick in Nürnberg die richtigen Schlüsse gezogen. Seit Gross hatten wir endlich wieder einen Trainer, zu dem die Jungs aufschauen und dem sie nicht auf der Nase herumtanzen konnten.
Ich hatte es befürchtet, dass Stevens bei uns „nur“ schnelles Geld machen wollte. In der Situation, als er unterschrieb, nach dieser beispiellosen Negativserie unter Thomas Schneider, dürfte die Nichtabstiegsprämie, die er aushandeln konnte, erklecklich, aber halt der Situation angemessen gewesen sein. Dies stelle ich fest ohne jeglichen negativen Gedanken dabei. Die letzte Patrone, die der Verein zur Verfügung hatte, musste sitzen, um den Totalschaden abzuwenden, daher nachvollziehbar und nicht verwerflich.
Es ist Stevens‘ gutes Recht jetzt zu sagen, „das war’s“. Ich bedauere diese Entscheidung sehr, respektiere sie aber zu 100%. Er hat es sich verdient, mit nunmehr 60 Jahren kürzer zu treten und sich um seine Familie zu kümmern, die sicherlich immer zu kurz kam in den letzten Jahren. Alles Gute Huub Stevens, der Klassenerhalt 2014 wird immer mit Deinem und sonst keinem Namen verbunden sein.
Nun klafft zunächst einmal eine große Leere. Wie geht es weiter? Für mich steht und fällt alles mit der Frage des Sportvorstands. Zum Klassenerhalt beigetragen hat sicherlich unter anderem, dass Stevens Fredi Bobic auf die Tribüne geschickt hat. Ich fand es schon lange schädlich, wie sehr Bobic in Sachen Mannschaftsführung reingeredet hat. Labbadia und Schneider mag das nicht gestört haben, Stevens erkannte früh, dass die Mannschaft seine und sonst keine Ansprache braucht und somit auch wusste, woran sie ist. Bobic wird, wenn er denn den neuen Trainer aussuchen darf, wieder nach einem devoten Mann Ausschau halten, der ihm keine Widerworte gibt, pflegeleicht und einfach froh ist, hier zu sein. In dieses Beuteschema passt Fink genauso wie der Fürther Übungsleiter Frank Kramer, der auch im Gespräch sein soll. Ohne ihm zu nahe treten oder ihn vorverurteilen zu wollen (da ich ihn nicht gut genug kenne), liegt der Verdacht nah, dass er durch die Chance eines solchen Karrieresprungs erst einmal den Unterwürfigen geben würde und Bobic‘ Macht somit ungebrochen wäre.
Thomas Tuchel, der heute dem Vernehmen nach seinen Abschied von Mainz bekannt geben wird, halte ich für unrealistisch. Er redet von einer Pause, die er bräuchte, dann sei sie ihm gegönnt und kein anderer Verein hätte eine Chance. Dazu ist er bei Schalke und auch Red Bull im Gespräch, die ihm sicherlich bessere (finanzielle) Rahmenbedingungen bieten könnten, als der VfB. Außer einer vielleicht emotionalen Verbindung nach Stuttgart durch seine Vergangenheit als Kickers-Spieler und VfB-Jugendtrainer fällt mir nichts ein, was den VfB für ihn derzeit interessanter als Mainz machen könnte. Selbst die Karnevalisten aus Rheinhessen haben uns ja mittlerweile den Rang abgelaufen. Ihn fände ich vielversprechend, weil er ein Wahnsinniger ist, mit dem es sicherlich nie langweilig werden würde. Uns nicht und der Mannschaft erst recht nicht. Da wäre permanent Feuer drin, weil auch kaum einer vorher wüsste, ob er im nächsten Spiel in der Anfangsformation stehen wird oder nicht. Tuchel könnte die Jungs auch mental voran bringen, weil er einen klaren Plan vorgibt und die Spieler wüssten, was sie zu tun haben.
Armin Veh, unser Meistercoach von 2007 und daher ebenfalls mit emotionaler Bindung zum VfB? Für mich nicht die schlechteste, aber auch nicht die beste Lösung. Er ist notorisch unzufrieden und würde wohl lieber mal zu einem Verein wechseln, bei dem er mit Geld um sich werfen kann und nicht jeden Cent zwei Mal umdrehen muss, wie es derzeit beim VfB der Fall ist. Auch er ist bei Schalke im Gespräch, wo er die alte Seilschaft mit Horst Heldt wieder aufleben lassen könnte. Hier aber stellt sich die Frage, ob Schalke überhaupt einen neuen Trainer braucht. Jens Keller ist zwar nicht die schillernde Figur, die man auf Schalke immer gern sehen würde, hat aber die Königsblauen zum zweiten Mal in Folge in die Champions League geführt. Dazu liegt sein „Marktpreis“ sicherlich unter dem eines Tuchel oder Veh, so dass Schalke eigentlich blöd wäre, würden sie ihn entlassen.
Sollte Veh nicht zu Schalke können und keine Pause machen wollen, kommt unweigerlich doch der VfB ins Spiel. Von allzu sentimentalem Getue im so vom Geld bestimmten Fußball-Business halte ich nichts. Die Dankbarkeit für das Geleistete findet sich auf dem Gehaltsscheck wieder, basta! Veh verfiel nach der Meisterschaft in eine Selbstzufriedenheit und hatte einen unserer teuersten Fehleinkäufe (wenn auch ablösefrei, Handgeld + Wahnsinnsgehalt) zu verantworten. Wegen seines Meisterbonus wurde Veh meiner Meinung nach viel zu spät entlassen. Im Fußballgeschäft ist die Meisterschaft des Vorjahres nun mal nicht mehr viel wert, wenn die neue Saison beginnt. Alle Meriten muss man sich aufs Neue erarbeiten und an der Stelle lähmte uns damals die Selbstzufriedenheit Vehs. Mit Aussagen „ich muss keinem mehr etwas beweisen“ oder damals in Sevilla „wärd ihr halt zu Hause geblieben“ hat er den Meisterkredit bei mir schon vor Jahren aufgebraucht.
Bei seinen folgenden Stationen Wolfsburg und Hamburg konnte er an den Erfolg mit dem VfB nicht mehr im Ansatz anknüpfen und scheiterte früher oder später. Auch seine vollmundige Ankündigung „Der HSV ist ein großer Klub. Es ist eine Ehre für mich, hier zu arbeiten. Wenn ich es nicht schaffe, in Hamburg erfolgreich zu sein, möchte ich in Deutschland keinen anderen Verein als Trainer mehr übernehmen”, so der 49-Jährige. Allenfalls ein Amt als Sportdirektor könne er sich bei einem anderen Klub noch vorstellen, so Veh weiter. Quelle: kicker.de setzte er, wie man heute weiß, auch vier Jahre danach noch nicht in die Tat um.
In der Zeit zwischen seiner Entlassung beim HSV und seiner Inthronisierung beim Zweitligisten Eintracht Frankfurt muss ein Umdenken stattgefunden haben. Nicht nur, dass er in der zweite Liga anheuerte, plötzlich war er nach dem Abstieg der Hessen unter Daum wieder bereit ein Team aufzubauen und mit kleinem Budget zu wirtschaften. Dennoch war seine ganze Zeit in Frankfurt von einer notorischen Unzufriedenheit ob der (fehlenden) wirtschaftlichen Potenz geprägt, so dass ich mir schon die Frage stelle, ob er beim VfB nicht vom Regen in die Traufe käme. Oder kann sich Wahler Veh auch als Sportdirektor vorstellen? Dann stünde Bobic‘ Posten zur Debatte und Veh könnte (für sich endlich) gestalten und müsste nicht mehr jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen. Dann aber gingen wir nach Heldt und Bobic erneut mit einem Managernovizen ins Rennen, was mir schon jetzt Bauchschmerzen bereiten würde.
Wie gesagt, es gäbe sicherlich schlechtere Lösungen (auf dem Trainerposten) als Veh, wenn er bereit ist, die Gegebenheiten zu akzeptieren und hier mit jungen Spielern etwas aufzubauen. Das A&O ist für mich, dass man sich um die Jungs weit über den Trainingsalltag hinaus kümmert und ein Auge darauf wirft, dass sie professionell leben (vernünftige Ernährung, ausreichend Schlaf bis hin zu deren Freundeskreis bzw. „falschen Freunden“). Vor allem letzteres hat Stevens gut in den Griff bekommen und manche, die möglicherweise weiterhin über die Stränge schlugen, kaum mehr berücksichtigt. Dafür braucht man Respektpersonen, die Disziplinlosigkeiten erkennen und ahnden und somit Achtung vor dem Rest der Mannschaft erlangen, weil im Mannschaftssport Alleingänge schädlich und der Gerechtigkeit abträglich sind. Wohin es führen kann, wenn man nicht genau hinschaut und nur darauf hofft, die Spieler würden die lange Leine auf dem Platz danken, hat man unter Schneider gesehen. Auch das sind Schlüsse, die die hohen Herren in Vorstand und Aufsichtsrat unbedingt ziehen müssen, andernfalls grüßt uns im nächsten Jahr das bekannte Murmeltier.
So ist es gerade nochmal gutgegangen, der berühmte Schuss vor den Bug. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es kaum mehr eine Saison geben wird, in der 28 Punkte zum Klassenerhalt gereicht hätten.
Ich hoffe jetzt auf eine baldige Entscheidung in der Sportdirektorfrage (sofern er überhaupt intern in Frage gestellt wird) und dann einen Trainer, der den VfB wieder dorthin bringen wird, wo er (nach unserem Selbstverständnis) hingehört. Vielleicht sind wir ja heute Abend schon ein stückweit schlauer.

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24. Januar 2011

VfB-Mainz 1:0: Stuttgart jubelt

Category: Spielberichte — Tags: , , , , , , – Franky @ 07:24

Der VfB Stuttgart hat sich im ersten Bundesligaspiel des Jahres mit 1:0 gegen den FSV Mainz 05 durchgesetzt – und verbucht damit wichtige Punkte im Abstiegskampf. Denn die Konkurrenten haben auch gepunktet.

Spielverlauf:

Beide Mannschaften ließen sich für die ersten Torschuss bis zur 13. Spielminute Zeit. Stuttgarts Pawel Pogrebnjak zieht an der Strafraumgrenze ab. Doch die Mainzer können den Schuss noch abblocken und auf Kosten einer Ecke klären, die allerdings für den VfB nichts einbrachte. Nur drei Minuten später setzt sich dann Arthur Boka über die linke Seite durch und passt den Ball flach vors Tor. Dort bringt Mannschaftskollege Cacau den Ball nicht rechtzeitig unter Kontrolle, so dass auch diese Chance ungenutzt bleibt.

Auf der Gegenseite fanden die Spieler des Tabellenzweiten Mainz kein Mittel, die sicher stehende VfB-Defensive zu überwinden. Lediglich Lewis Holtby sorgte für einen Aufreger auf den Rängen, als er im Zweikampf mit Christian Träsch mit einer Schwalbe versuchte, einen Elfmeter zu schinden. Schiedsrichter Michael Weiner erkannte den Täuschungsversuch und verwarnte Holtby mit der gelben Karte (18. Minute).

VfB: Zu viele Abspielfehler

Nach gut einer halben Stunde versuchte es dann VfB-Mittelfeldspieler Christian Träsch, mit einem Schuss aus 16 Metern zum Erfolg zu kommen. Doch auch Träschs Schuss verfehlte das Tor knapp, weil der Mainzer Bungert den Ball noch entscheidend abfälschte. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte dann den Mainzern: André Schürrle flankte von der rechten Seite auf den Kopf von Marcel Risse, der VfB-Torhüter Sven Ulreich prüfte. Ohne Tore verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit blieben beide Mannschaften in der Offensive zu harmlos, so dass die Defensivreihen auch keine Probleme hatten, die Stürmer von ihrem Tor fernzuhalten.

So blieben Distanzschüsse weiter ein probates Mittel: In der 58. Minute zirkelte Marcel Risse den Ball aus halblinker Position 18 Meter so gefährlich auf das Tor, dass VfB-Abwehrspieler Christian Molinaro den Ball per Kopf auf der Linie retten musste.

Bei den Stuttgartern häuften sich in der zweiten Halbzeit die Abspielfehler. Und wenn ein Ball den Weg vor das Tor der Mainzer fand, fehlte der erfolgreiche Abschluss. So wie in der 66. Minute, als Timo Gebhart den Ball flach von der rechten Seite vors Tor schob. Doch Pogrebnjak konnte sich nicht durchsetzen. Umso überraschender fiel dann der Siegtreffer in der 79. Minute durch Martin Harnik, der nach einem Dribbling von Timo Gebhart den Ball über die Linie drückte. Anschließend verteidigte der VfB den Sieg, musste allerdings bei den Aktionen von Allagui (88.) und Bungert (89.) noch einmal zittern.

Entscheidende Szene: Der eingewechselte Timo Gebhart fasste sich in der 79. Minute endlich ein Herz und leitete damit den entscheidenden Treffer ein.

Bester Spieler:

Timo Gebhart sorgte für den entscheidenden Impuls in einer spielerisch überwiegend harmlosen Stuttgarter Mannschaft.

Kommentar:

Der Sieg der Roten war wichtig, da auch Gladbach am Tabellenende gewonnen hat. In der Defensive blieben die Stuttgarter endlich einmal ohne Gegentor. Im Angriffsspiel präsentierten sich die Stuttgarter allerdings oft zu harmlos.

VfB Stuttgart: Ulreich – Funk, Tasci, Delpierre, Molinaro – Träsch, Kuzmanovic – Gentner (59. Gebhart), Boka – Pogrebnjak (88. Niedermeier), Cacau (70. Harnik).

FSV Mainz 05:

Müller – Zabavnik, Bungert, Noveski, Fuchs – Caligiuri, Fathi, Soto – Holtby (59. Szalai) – Risse (66. Allagui), Schürrle.

Schiedrichter:

Michael Weiner (Hasede)

Zuschauer:

33.500

(Stuttgarter Zeitung online 15.1.2011)

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4. Mai 2010

VfB rettet Punkt gegen Mainz

Category: Spielberichte — Tags: , , , , , , , , , , – Franky @ 18:19

Der Stadionsprecher wartet mit seiner Durchsage, bis der Schiedsrichter das Spiel des VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz angepfiffen hat. Unter dem Jubel der 41.600 Fans hallt nach wenigen Sekunden seine Botschaft über die Lautsprecher: “Cacau wird den Verein nicht verlassen!” Bis zum Jahr 2013 hat der Stürmer einen Vertrag beim VfB unterschrieben. Beim 2:2 gegen Mainz hat er mit seinem Pass auf Ciprian Marica in der 75. Minute dem VfB Stuttgart einen Punkt im letzten Heimspiel dieser Saison gerettet.

Der VfB griff in der ersten Hälfte vor allem über die Flügel an. Das Doppelpassspiel zwischen Cristian Molinaro und Roberto Hilbert brachte die Mannschaft immer wieder nahe an den Strafraum der Mainzer. Doch viele Fehlpässe ließen die Gäste häufig zu Konterchancen kommen. “Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt”, sagte Cacau nach dem Spiel. Die erste Gelegenheit in der Partie hatte der Mainzer Stürmer Aristide Bancé (9.). Nach einer Unsicherheit in der VfB-Abwehr kam der Mainzer Stürmer frei zum Schuss, verfehlte jedoch das Tor, der Ball ging am rechten Pfosten vorbei.

Ciprian Marica hatte in der 10. Minute die Chance, die 1:0-Führung zu erzielen. Den flachen Ball von Molinaro schoss er jedoch am Tor vorbei. Eine sichere Mainzer Abwehr ließ dem Sturm des VfB Stuttgart in der ersten Hälfte kaum Chancen. Kurz vor der Halbzeitpause verpasste Marica erneut die Möglichkeit zum Führungstreffer (44.), aber sein Schuss prallte an der Mainzer Abwehr ab.

Der VfB griff in der ersten Hälfte vor allem über die Flügel an. Das Doppelpassspiel zwischen Cristian Molinaro und Roberto Hilbert brachte die Mannschaft immer wieder nahe an den Strafraum der Mainzer. Doch viele Fehlpässe ließen die Gäste häufig zu Konterchancen kommen. “Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt”, sagte Cacau nach dem Spiel. Die erste Gelegenheit in der Partie hatte der Mainzer Stürmer Aristide Bancé (9.). Nach einer Unsicherheit in der VfB-Abwehr kam der Mainzer Stürmer frei zum Schuss, verfehlte jedoch das Tor, der Ball ging am rechten Pfosten vorbei.

Ciprian Marica hatte in der 10. Minute die Chance, die 1:0-Führung zu erzielen. Den flachen Ball von Molinaro schoss er jedoch am Tor vorbei. Eine sichere Mainzer Abwehr ließ dem Sturm des VfB Stuttgart in der ersten Hälfte kaum Chancen. Kurz vor der Halbzeitpause verpasste Marica erneut die Möglichkeit zum Führungstreffer (44.), aber sein Schuss prallte an der Mainzer Abwehr ab.

Kommentar: In der ersten Halbzeit verzweifelte der VfB Stuttgart an der solide verteidigenden Hintermannschaft der Mainzer. Viele Fehlpässe luden die Gäste immer wieder zu Kontern ein, der Spielaufbau des VfB war von Ideenlosigkeit geprägt. Verdient schossen die Mainzer zwei Tore, nachdem die VfB-Abwehr zu Beginn der zweiten Halbzeit immer wieder patzte. Erst mit der Einwechslung von Hleb und Schieber erhöhte der VfB das Tempo. Das Team zeigte in den letzten 20 Minuten großen Einsatz und wurde zurecht mit dem Ausgleich belohnt.

Tore:1:0 Malik Fathi, 2:0 André Schürrle, 2:1 und 2:2 Ciprian Marica

Bester Spieler: Cristian Molinaro

Entscheidende Spielszene: Cacau passt in der 75. Minute auf Marica, der den Ball ins Tor schiebt und zum 2:2 ausgleicht.

(STZ 1.5.10)

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