22. Februar 2017

Das VfB-Ticketing und der Schwarzmarkt

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 09:46

Die Fans rennen dem VfB weiterhin die Bude ein. Vor allem bei fanfreundlicheren Terminierungen sonntags (den Traum eines Heimspiels am Samstag habe ich mittlerweile ausgeträumt) sorgen die VfBler stets für ein gut besuchtes Neckarstadion. So wird es kommenden Sonntag gegen unsere Freunde vom 1. FC Kaiserslautern sein, so wird aus auch gegen den weniger freundschaftlich zu begegnenden Blauen aus Ostfrankreich und Dynamo Dresden sein.

Für beide Spiele hat gestern der Vorverkauf begonnen. Zunächst für Mitglieder, später für Dauerkarteninhaber und danach dann, sofern das Stadion noch nicht ausverkauft ist, auch im freien Verkauf.

Wie zu erwarten brach der VfB-Server zunächst einmal wieder zusammen, so dass einige Kaufwillige bereits entnervt aufgaben. Ich wollte für einen guten Freund noch Karten bestellen, stellte aber dann fest, dass meine Mitgliedsnummer nicht in meinem Account hinterlegt ist. Die Anfrage über den VfB-Service läuft, erfahrungsgemäß dauert es jedoch drei Tage bis die sich rühren, bis dahin werden die Wunschplätze wohl schon weg sein.
Vor allem gegen die Ostfranzosen besteht ein Run auf die Tickets, der, so mein Präsi vom RWS Berkheim, sogar die glorreichen Championsleague-Zeiten übertrifft. So steigt meine Hoffnung, dass dem „Gast“ im Endeffekt lediglich das ohnehin schon horrend hohe Kontingent von 6.000 Plätzen (10% der Stadionkapazität) zur Verfügung stehen wird und der Rest des Stadions in weiß und rot gehüllt sein dürfte.

Leider missbrauchen einige Mitglieder schon jetzt die Gelegenheit, Tickets für dieses gefragte Spiel ergattern zu können, dazu, sich eine goldene Nase verdienen zu wollen. Ein Blick in die Ebay Kleinanzeigen genügt, um zu sehen, wie viele Arschlöcher sich VfB-Fans schimpfen und Karten teils für das Zehnfache des Einkaufspreises anpreisen.

Hier sind die echten Fans gefragt, diesem Gebaren ein Ende zu setzen, a), indem man keine überteuerten Tickets kauft, b), Leute beim VfB anzuzeigen, von denen man mitbekommt, dass sie es tun und c), wenn man aus Verzweiflung doch einen solchen Kauf getätigt hat, dem VfB wenigstens das Ticket, notfalls im Nachhinein, meldet, um den Verkäufer sanktionieren zu können. Man muss nämlich wissen, dass sowohl der VfB als auch die Fanclubs die Karten registrieren und daher genau nachverfolgt werden kann, wer das Ticket erworben hat.

Haftbar ist immer der unmittelbare Käufer des Tickets, daher ist es höchst fahrlässig, Tickets an Leute weiterzugeben, die man nicht kennt und für die man nicht die Hand ins Feuer legen würde. Genauso bedenklich ist es, wie ich seit gestern viel in den einschlägigen Ticketbörsen lese, Gefälligkeitskäufe für Fremde zu tätigen, wenn man sich nicht sicher ist, ob diejenigen das Ticket auch selbst nutzen.

Merkt Euch ein für allemal, derjenige, der das Ticket beim VfB erworben hat, haftet, wo immer das Ticket auch auftaucht. „Schuldige“ werden vom Verein mit einer Vertragsstrafe belegt und von zukünftigen Ticketkäufen ausgeschlossen.

Noch dreister ist es, Karten, die man von seinem eigenen Fanclub erhalten hat, teuer weiter zu veräußern, da hier im Fall des Auffliegens die Gemeinschaft des Fanclubs sanktioniert wird und dieser bei den nächsten Ticketzuteilungen leer ausgehen oder zumindest deutlich weniger Karten bekommen wird, als vorher.

Es ist mir ein großes Anliegen, diesen Deppen den Garaus zu machen. Hinzu kommt, dass sich oftmals Gästefans mit solchen „Angeboten“ eindecken und eine ursprünglich angedachte Fantrennung somit ad absurdum geführt wird.

Gegen Dynamo Dresden geht der VfB in der Ticketzuteilung einen neuen, wie ich finde durchaus legitimen Weg, um das Stadion auf jeden Fall voll zu bekommen und um eine Fantrennung möglichst zu gewährleisten, Ausnahme natürlich wieder solche, die sich Karten auf illegalem Wege beschaffen.

Der VfB wird zunächst nur Cannstatter Kurve, Gegen- und Haupttribüne zum Verkauf frei geben, dort jedoch auf die sonst üblichen Preise von über 60 Euro verzichten und alle Karten für höchstens 27 Euro abstoßen. Inwiefern das gerecht gegenüber denjenigen ist, die als Dauerkarteninhaber das Doppelte für ihren Platz berappen mussten, darüber lässt sich streiten.

Dennoch mein Aufruf, deckt Euch reichlich ein. Sobald diese Bereiche komplett verkauft sind, wird Block für Block auch die Untertürkheimer Kurve freigegeben. Im Umkehrschluss bedeutet das, bekommt der VfB diese drei Tribünen durch Mitglieder- und Dauerkartenbesitzer-Verkauf nicht voll, dass es eine gelb-schwarze Wand der Dresdner auf der Untertürkheimer geben wird, wie seinerzeit bei den Münchner Löwen, als 20.000 Dresdner dort waren.

Das wollen wir alle nicht, also, ihr seid gefragt, macht das Stadion voll, nehmt Freunde, Bekannte, Familie mit, tauscht den Sonntagsbraten mit der Familie gegen die Stadionrote ein und verhindert dadurch diese Dresdner Invasion.

Die Euphorie bei den Fans ist da, wenn Wolfs Rudel weiterhin so Spaß macht und begeisternd dem Wiederaufstieg entgegen steuert, wird sie auch anhalten, und die weiß-roten Festspiele werden weiter gehen, davon bin ich überzeugt!

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