17. Juni 2010

Platz im Nelson-Mandela-Bay-Stadion schon gesperrt:

Jogis Jungs droht gegen Serbien Spiel auf „Rübenacker“

Platzsperre für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft! Der dreimalige Weltmeister darf nach einem Verbot des Weltverbandes FIFA sein Abschlusstraining für das zweite WM-Gruppenspiel gegen Serbien am Freitag nicht im Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth absolvieren. Zwischen der FIFA und dem Deutschen Fußball Bund laufen derzeit Gespräche über einen Ausweichplatz.

Der Rasen im Nelson-Mandela-Bay-Stadion ist nach tagelangen Regenfällen offenbar in einem ganz schlechten Zustand und soll bis Freitag geschont werden. Damit droht der zum WM-Auftakt gegen Australien so spielstarken Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw beim richtungweisenden Spiel gegen die Serben ein „Rübenacker“.

Unterdessen ist Nationalspieler Bastian Schweinsteiger nach wie vor angeschlagen, sein Einsatz ist aber nicht gefährdet. „Wir machen uns keine Sorgen. Es geht bergauf mit ihm. Wir gehen fest davon aus, dass er spielen kann“, sagte Assistenzcoach Hansi Flick am Mittwoch im Teamquartier Velmore Grande nahe Pretoria.

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler Schweinsteiger fehlte am Mittwochmittag allerdings wegen einer Infektion der oberen Atemwege beim Training im Super-Stadium von Atteridgeville. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er soll im Hotel bei einer leichten Fitnesseinheit etwas anschwitzen, damit er am Donnerstag beim Abschlusstraining wieder dabei ist“, sagte Flick.

Gegen die Serben wird deshalb die gleiche Elf auflaufen, die zum WM-Auftakt 4:0 gegen Australien gewonnen hatte. „Es sind keine großen Änderungen vorgesehen“, äußerte Flick, lobte aber noch einmal „die sehr große Leistungsdichte bei uns im Kader. Wir können jeden problemlos einsetzen.“ Angesprochen auf die Probleme in der Vorbereitung fügte er an: „Die Baustellen sind alle geschlossen.“

Wie Bundestrainer Joachim Löw warnte auch dessen Assistent noch einmal ausdrücklich vor den Serben. „Wir sind jetzt genug gelobt worden. Serbien ist ein ganz anderes Kaliber mit Topleuten von Chelsea, ManU oder Inter. Da ist volle Konzentration gefragt“, sagte er. Auch Holger Badstuber sprach von „einer ganz anderen Hausnummer“.

Vor allem in der Defensivarbeit sei es „wichtig, dass wir einige Dinge verbessern. Wir müssen im Gesamtverbund besser stehen und den Gegner mehr unter Druck setzen“, verdeutlichte Flick. Er erwartet, „dass Serbien uns alles abverlangen wird. Die haben die letzte Chance, da müssen wir höllisch aufpassen.“ Die DFB-Auswahl werde den Serben „Selbstvertrauen, Lauffreude und Spaß am Spiel“ entgegensetzen.

Den Gegner charakterisiert Flick als „gestandene Mannschaft. Wir treffen auf eine sehr gute Defensive, ein technisch sehr starkes Mittelfeld und auf schlitzohrige Stürmer.“ Gemeint hat er dabei vor allem den Ex-Berliner Marko Pantelic.

Respekt hat der Vize-Europameister aber auch vor der zweiten serbischen Spitze, dem 2,02 m großen Nikola Zigic vom FC Valencia. Angesichts der Kopfballstärke von Zigic sprach Sami Khedira von einem „Spiel der zweiten Bälle. Für uns heißt das, dass wir die zweiten Bälle gewinnen müssen, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen“.

(www.sportbild.de 16.6.10)

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