31. Dezember 2010

Europa League: VfB freut sich auf Benfica

Category: Presse — Tags: , , , , , , , – Franky @ 07:56

Der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen stehen in der Zwischenrunde der Europa League vor lösbaren Aufgaben. Der in der Fußball-Bundesliga gegen den Abstieg kämpfende VfB hat bei der Auslosung am Freitag in Portugals Meister Benfica Lissabon zumindest einen klangvollen Gegner zugeteilt bekommen. Dagegen muss sich Bayer in den beiden K.o.-Spielen am 17. und 24. Februar mit dem unbekannten Team von Metalist Charkow aus der Ukraine auseinandersetzen. Als Gruppensieger besitzen die deutschen Vereine den Vorteil, im Rückspiel Heimrecht zu haben.

“Ein Champions-League-Absteiger, da braucht man nicht viel zu sagen”, erklärte der neue Stuttgarter Cheftrainer Bruno Labbadia nach der Auslosung durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Freitag in Nyon (Schweiz). “Eine Top-Mannschaft, ein super-interessantes Los.” National ist Benfica derzeit aber klar hinter Tabellenführer FC Porto zurückgefallen. In der Champions League standen sie in der Gruppe B mit dem FC Schalke 04, schieden als Dritter jedoch aus.

VfB-Sportdirektor Fredi Bobic stellte allerdings sofort klar, dass der Fokus der Schwaben “absolut auf der Bundesliga” liegt. Denn dort steht der VfB vor dem Süd-Schlager am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den FC Bayern München auf einem Abstiegsplatz.

Auch Leverkusen geht mit Respekt an die Aufgabe gegen Charkow, den Zweiten der Europa-League-Gruppe I, heran. Wer Sampdoria Genua aus dem Weg räume und 0:0 gegen Eindhoven spiele, “muss ein starker Gegner sein”, erklärte Bayer-Trainer Jupp Heynckes. “Aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Runde weiterkommen.”

Sollten sich die Leverkusener gegen die Ukrainer durchsetzen, würden sie im Achtelfinale am 10. und 17. März auf den Sieger der Partie zwischen dem SSC Neapel und dem FC Villareal treffen. Stuttgart müsste sich im Erfolgsfall mit BATE Borissow aus Weißrussland oder Paris St. Germain auseinandersetzen.

Bei Bayer hatte es am Donnerstag nach dem 1:1 im letzten Spiel der Gruppe B gegen den damit ausgeschiedenen Titelverteidiger Atlético Madrid zwei Sieger gegeben: Heynckes und Rückkehrer Stefan Kießling. “Als der Trainer sagte, ‘lauf dich warm’, war das eine Befreiung”, sagte der 26-jährige Nationalstürmer nach seinem tollen Comeback 88 Tage nach dem Riss eines Syndesmosebands. Kießlings Kopfball-Vorlage nutzte Sturmpartner Patrick Helmes (69. Minute) zur 1:0-Führung, die Fran Mérida (72.) fast postwendend ausglich.

In Kießling und dem ins Training zurückgekehrten Mittelfeldstar Michael Ballack, der eine Fraktur des Schienbeinkopfes auskurieren musste, hat der Verfolger des in der Europa League gescheiterten Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund zwei Trümpfe in der Hand. Doch auch Heynckes sammelte weitere Pluspunkte: Schließlich führte er seine Elf ungeschlagen durch die Gruppenphase.

Dagegen machte in Stuttgart auch der gelungene Einstand von Labbadia im bedeutungslosen Gruppenfinale gegen Odense BK kaum Mut für die Partie gegen die Bayern. “Da war noch viel Sand im Getriebe”, stellte Bobic trotz des deutlichen 5:1 (1:0) fest. “Das darf gegen die Bayern nicht passieren, da brauchen wir ein perfektes Spiel.” Labbadia weiß, “dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben”.

(STZ online 17.12.2010)

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VfB bestätigt Trainerwechsel: Labbadia kommt für Jens Keller

Category: Presse — Tags: , , , , – Franky @ 07:49

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart wechselt wie berichtet zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer. Zwei Tage nach der 1:2- Niederlage bei Hannover 96 verkündete der Verein am Sonntag die Trennung von Jens Keller. Nachfolger ist Bruno Labbadia, den der Verein am Mittag vorstellen wollte. Der 44 Jahre alte Darmstädter war seit seiner Beurlaubung beim Hamburger SV Ende April ohne Verein.

Der 40-Jährige Keller war erst am 13. Oktober als Nachfolger des entlassenen Christian Gross vom Assistenz- zum Chefcoach befördert worden. Aber auch er konnte den Europa-League-Teilnehmer nicht aus den unteren Tabellenregionen führen. Nach zuletzt fünf Ligaspielen ohne Sieg steht der VfB auf einem Abstiegsplatz.

Zwar war es unter dem gebürtigen Stuttgarter Keller zunächst wieder bergauf gegangen. Der ehemalige Spieler und Jugendtrainer des Vereins holte in seinen ersten vier Spielen sieben Punkte mit der Mannschaft und führte sie vorzeitig in die K.o.-Runde der Europa League. Insgesamt brachte er es aber nur auf zwei Siege und neun Punkte in neun Bundesliga-Partien.

Labbadia soll nun die verunsicherte Mannschaft vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit bewahren. Nach dem bedeutungslosen letzten Gruppenspiel in der Europa League gegen Odense BK am kommenden Donnerstag treffen die Stuttgarter zum Hinrunden-Abschluss in der Bundesliga und im DFB-Pokal jeweils auf den FC Bayern München.

(STZ 12.12.2010)

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18. Oktober 2010

Fehlentscheidung im Schalke-Spiel

Und der Linienrichter hebt die Fahne

Die Fernsehkameras müssen ausbleiben, als Florian Meyer und seine Assistenten, die Herren Glindemann und Frank, weit nach dem Schlusspfiff Asche auf ihr Haupt streuen. Jeder habe gesehen, dass man beim 2:2 des VfB auf Schalke eine folgenschwere Fehlentscheidung getroffen habe, erklärt das Schiedsrichtergespann im kleinen Kreis, es bleibe nichts anderes übrig, als sich zu entschuldigen. Fredi Bobic fällt es jedoch sichtbar schwer, sich damit zu begnügen. “Es bringt uns nichts mehr, wenn sich die Schiedsrichter ständig entschuldigen, das geht mir auf den Keks. Uns fehlen die Punkte”, faucht der Manager des VfB. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison ist den Stuttgartern ein glasklares Tor aberkannt worden. In Nürnberg (1:2) zählte der Kopfballtreffer von Pavel Pogrebnjak nicht, gegen Eintracht Frankfurt (1:2) durfte Cacau nur kurz über den vermeintlichen Ausgleich in der Schlussminute jubeln – beide Male wegen eines angeblichen Foulspiels, das keines war.

Im Abseits soll nun Serdar Tasci vor dem Treffer von Cacau gestanden haben. Tat er aber nicht, was für den VfB erneut sehr bitter war, da es vor der Pause die 2:0-Führung bedeutet hätte. “Für so etwas brauche ich nicht einmal eine Zeitlupe, das habe ich in realer Geschwindigkeit erkannt, dass das nie und nimmer abseits war”, sagt Bobic. In allen drei Fällen waren es die Linienrichter, die verhängnisvollerweise ins Spiel eingriffen. Sönke Glindemann hieß auf Schalke der Mann, der an der Seitenlinie stand – und der auch in der zweiten Hälfte seine Fahne hob, als Christoph Metzelder im Luftkampf mit Tasci “wie vom Blitz getroffen” (Bobic) zu Boden ging. Elfmeter, so signalisierte er seinem Chef, “obwohl Metzelder klar im Abseits stand”, wie Bobic meint.

“Wir werden permanent benachteiligt”

Die Schlussfolgerung des VfB-Managers: “Der Linienrichter hat versucht, uns das Genick zu brechen.” Eine derartige Häufung solch spielentscheidender Fehler seitens der Schiedsrichter, die den VfB bis zu sechs Punkte gekostet haben, will Bobic in seiner Karriere noch nie erlebt haben. “Das ist ja Wahnsinn, so langsam habe ich den Eindruck, die Assistenten leiten das Spiel”, sagt er und will künftig nicht mehr tatenlos zuschauen. Er wolle zwar keinen ganz großen Aufschrei, “aber ich will den Finger immer wieder in die Wunde legen. Denn es ist nun einmal eine Tatsache, dass wir permanent benachteiligt werden.” Gezielte Nadelstiche in Richtung der Schiedsrichter will Bobic setzen, auf dass sie in Zukunft im Zweifel für den VfB entscheiden.

Und es dürfte ihn bestärken, dass sich auch der Schalker Trainer Felix Magath vor dem Spiel gegen seinen Exclub öffentlich vehement über die Schiedsrichter beschwert hatte – und sich prompt über eine aus seiner Sicht sehr wohlwollende Regelauslegung freuen durfte. Eine andere Idee von Fredi Bobic, grobe Schiedsrichterfehler künftig zu vermeiden, dürfte hingegen schwer umsetzbar sein: “Vielleicht stellen wir ja einen Antrag, künftig ohne Linienrichter zu spielen.”

(STZ 18.10.2010)

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13. Oktober 2010

Der VfB beurlaubt Christian Gross

Der bisherige VfB-Trainer Christian Gross ist beurlaubt worden. Damit geht eine nur zehnmonatige Ära zu Ende. Der 56-Jährige sei nach einer eingehenden Analyse der sportlichen Situation von seinen Aufgaben freigestellt worden, teilte der Fußball-Bundesligist am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Der bisherige Co-Trainer Jens Keller werde beim Tabellenletzten von sofort an das Mannschaftstraining leiten und das Team auch am Samstag beim FC Schalke 04 betreuen. Ob es sich dabei nur um eine Interimslösung handelt, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Damit trennen sich die Stuttgarter innerhalb von zwei Jahren bereits vom dritten Trainer.
Der Schweizer hatte den VfB noch in der Rückrunde der Vorsaison zur erfolgreichsten Mannschaft der Bundesliga gemacht. In dieser Spielzeit fehlte dem 56-Jährigen allerdings das Glück. Nach sechs Niederlagen in sieben Saisonspielen rangiert der VfB auf dem letzten Tabellenplatz. Also sahen sich der VfB-Präsident Erwin Staudt und seine Vorstandskollegen zum Handeln gezwungen. Gross wurde nach einem abschließenden Gespräch am Morgen von seinen Aufgaben entbunden.
(STZ 13.10.10)

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31. Juli 2010

Wechsel perfekt: Madrid macht Khedira reich

Der Wechsel von Sami Khedira vom VfB Stuttgart zu Real Madrid ist perfekt. Am Freitagvormittag einigten sich die beiden Vereine über die letzten Details – und über die Höhe der Ablösesumme. Die Roten bekommen 14 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler bekommen.

„Einen absoluten Führungsspieler und eine Identifikationsfigur wie Sami Khedira lässt man natürlich nur äußerst ungern ziehen“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic, „aber auf der anderen Seite können wir den Wunsch von Sami nachvollziehen, bei Real an seiner weiteren Karriere zu arbeiten. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung in Madrid.“

Die spanischen Blätter geizen in diesen Tagen indes nicht mit Vorschusslorbeeren für Sami Khedira. „Er ist der Mann, der den Ausfall von Ballack bei der WM vergessen machte … und er ist das Design für die Zuverlässigkeit des traditionellen Deutschen“, schrieb „AS“ zur Begrüßung des Mittelfeldspielers in Madrid.

Khedira gab die Blumen artig zurück. „Real Madrid ist der größte Club der Welt und José Mourinho ist einer der erfolgreichsten Trainer. Ich war schon immer vom Stil Mourinhos und von Real Madrid fasziniert“, sagte Khedira in Madrid, bevor er die sportärztliche Untersuchung über sich ergehen ließ.
Danach war die Unterzeichnung eines Fünf-Jahres-Vertrags angesetzt, die den 23-Jährigen zu einem steinreichen Mann macht: Pro Jahr soll das VfB-Eigengewächs beim spanischen Erstligisten zwischen acht und neun Millionen Euro verdienen. Zudem soll sein Berater Jörg Neubauer ein einmaliges Handgeld in Höhe von knapp vier Millionen Euro ausgehandelt haben.

(STN online)

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