31. Oktober 2010

Der VfB steckt weiter in der Krise

Category: Spielberichte — Tags: , , , , , – Franky @ 14:33

In der Wolfsburger Volkswagen-Arena sind am Samstag mit dem VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart zwei Mannschaften gegeinander angetreten, die bisher weit hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind – und für den VfB Stuttgart gilt dies auch nach wie vor. Der VfB unterlag Wolfsburg mit 0:2 (0:1).

Leidenschaft und Aggressivtät forderte Stuttgarts Trainer Jens Keller von seiner Mannschaft noch kurz vor dem Anpfiff. Zunächst setzten seine Spieler aber auf Sicherheit und versuchten, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, ohne Akzente in der Offensive zu setzen. Die Gastgeber aus Wolfsburg näherten sich dagegen mit Hilfe von Standardsituationen dem Stuttgarter Tor.

Fehlte dem Freistoß von Wolfsburgs Regisseur Diego in der fünften Minute noch der Abnehmer, lief beim Eckball – ebenfalls von Diego getreten – 60 Sekunden später alles glatt. Nach der Hereingabe von der rechten Seite hämmerte Wolfsburgs Abwehrspieler Simon Kjaer den Ball mit einem Kopfballkracher unter die Latte, von wo er hinter die Linie sprang und danach wieder aus dem Tor. Allerdings setzte Stürmer Edin Dzeko entschieden nach und köpfte den Ball endgültig in die Maschen. Schiedsrichter Wingenbach schrieb nach dem Spiel Dzeko den Treffer zu. Wem das Tor endgültig zugesprochen wird, entscheidet sich nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) » voraussichtlich am Montag. Der Ecke vorausgegangen war ein ungenauer Pass von Cristian Molinaro auf Christian Gentner, der den Ball an Wolfsburgs Sascha Riehter verlor und auf Kosten eines Eckballs klären musste.

Von Stuttgarts Offensive ist nicht viel zu sehen

Die Stuttgarter kamen erst in der elften Minute gefährlich vor das gegnerische Gehäuse. Doch Cacaus Schuss ging weit über das Tor. Bis auf diese Situation war auch nicht viel von der VfB-Offensive zu sehen. Das Angriffsspiel war zu behäbig sowie von Ungenauigkeiten geprägt. So bestimmten die Wolfsburger den Spielverlauf und kamen zu weiteren guten Torchancen:

Erst lief VfL-Stürmer Edin Dzeko Stuttgarts Verteidiger Khalid Boulahrouz davon. Dzeko stellte mit seinem schwachen Schuss Gäste-Torhüter Sven Ulreich allerdings vor keine Probleme (14.Minute). Nur kurz darauf hatte der VfB Stuttgart dann großes Glück, keinen höheren Rückstand zu kassieren. Erst kratzte Stuttgarts Molinaro nach einem Eckball einen Schuss von Andrea Barzagli von der Linie (23.). Nur zwei Minuten später scheiterte Wolfsburgs Torjäger Grafite an Ulreich und dem Pfosten (25.). Und auch beim anschließenden Eckstoß geriet der VfB wieder unter Druck. Sven Ulreich fliegt an der Hereingabe vorbei, sodass erneut Molinaro in höchster Not gegen Grafite klären musste.

Nach gut einer halben Stunde kamen die Stuttgarter dann etwas besser ins Spiel. Doch allein Martin Harnik sorgte mit einem Schuss aus 16 Metern für Gefahr (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff versuchte Christian Gentner mit einem Lupfer zum Torerfolg zu kommen – vergeblich.

Der zweite Spielabschnitt begann dann mit einer Torchance für die Gastgeber. Ashkan Dejagah zielte aber völlig freistehend über das Tor (51.). Zehn Minuten später prüfte Stuttgarts Christian Träsch mit einem strammen Schuss aus 20 Metern, den Wolfsburgs Torhüter Marwin Hitz per Faustabwehr klärte. In der 68. Minute war es Harnik, dessen Schuss aus guter Position allerdings zu harmlos war.

Die Gastgeber aus Wolfsburg ließen es in der zweiten Halbzeit ruhiger angehen. Lediglich durch Standardsituationen sorgten sie für Gefahr vor dem Stuttgarter Tor. Wie in der 71. Minute als Dzeko seinen Kopfball freistehend nicht richtig platzieren konnte. Besser machte es der Stürmer in der 76. Minute, als er nach einer erneuten Diego-Ecke zum entscheidenden 2:0 für Wolsburg einköpfte. Danach brachten die Wolfsburger den Vorsprung sicher über Zeit.

Entscheidende Szene:

Wenn Wolfsburg gefährlich vor das Stuttgarter Gehäuse kam, ging meist eine Standardsituation von Diego voraus. Folgerichtig erzielten die Wölfe ihre beiden Treffer auch nach Eckstößen ihres Regisseurs.

Bester Spieler:

In der ersten Halbzeit waren Christian Gentner, Christian Träsch und Cristian Molinaro bemüht, das Offensivspiel anzukurbeln – allerdings erfolglos. In Halbzeit zwei tauchte lediglich Martin Harnik vereinzelt gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf.

Kommentar:

Dem Angriffsspiel des VfB Stuttgart fehlt es an Durchschlagskraft. Zu langsam und zu ungenau agieren die VfB-Spieler im Spiel nach vorne. Darüber hinaus präsentierten sich die Stuttgarter in der Defensive vor allem bei Standards unsicher.

VfL Wolfsburg:

Hitz – Pekarik, Kjaer, Barzagli, Schäfer – Josué – Riether, Dejagah – Diego (85. Kahlenberg) – Dzeko (80. Madlung), Grafite (66. Mandzukic)

VfB Stuttgart:

Ulreich – Celozzi, Boulahrouz, Tasci, Molinaro – Träsch, Kuzmanovic (70. Audel), Harnik – Gebhart (80. Camoranesi), Gentner (80. Schipplock) – Cacau.

Schiedsrichter:

Markus Wingenbach (Diez)

Zuschauer:
29.043
Tore:

1:0 Dzeko (6.), 2:0 Dzeko (76.)

(STZ online 30.10.10)

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