20. Oktober 2009

Dritte Macht hinter Madrid und Barcelona

Kategorie: Presse — Franky @ 16:23

In Spanien gibt es im Fußball seit Jahren zwei Teams, die das Maß aller Dinge sind, wenn es um Attraktionen, Stars, tolle Spiele und Ausgaben für neue Spieler geht.

Real Madrid, spanischer Rekordmeister, und der FC Barcelona, Landesmeister und Champions League Sieger 2008/09, bestimmen die Primera Division und die Schlagzeilen. Doch den beiden Großmächten aus dem Land des amtierenden Europameisters ist ein Club dicht auf den Fersen: Der FC Sevilla, Gegner des VfB in der Gruppenphase der UEFA Champions League am Dienstag, 20. Oktober, um 20.45 Uhr in der Mercedes-Benz Arena.
Der 1905 gegründete Verein gehört zu den Gründungsmitgliedern der höchsten spanischen Spielklasse und hat vor allem in den letzten Jahren mit einigen Erfolgen für erhöhte Aufmerksamkeit gesorgt. 2006 und 2007 holte man den UEFA-Cup und verteidigte somit als zweite Mannschaft nach Real Madrid diesen Titel. In der Liga hat es jedoch seit 1946 nicht mehr bis ganz nach oben gereicht. Damals wurde der FC Sevilla zum bisher einzigen Male in der Vereinshistorie spanischer Meister. Im letzten Jahr belegte das Team von Trainer Manolo Jimenez den dritten Platz hinter den beiden Übermannschaften Barca und Real. Aktuell liegen die Sevillistas erneut auf Rang drei, verloren jedoch ihr letztes Spiel auswärts bei Deportivo La Coruna mit 0:1. Im Heimspiel zuvor konnte dafür Real Madrid mit 2:1 besiegt werden.

Keine Unbekannte für den VfB

In der UEFA Champions League spielt der FC Sevilla bislang souverän. Zu Hause gewann man am ersten Spieltag der Gruppenphase gegen Unirea Urziceni mit 2:0, zwei Wochen später schlug der Club aus der andalusischen Stadt die Rangers in Glagow mit 4:1. Für den VfB ist die Mannschaft um Superstar Luis Fabiano keine Unbekannte. In der Gruppenphase der Europa League 2008/09 verlor der VfB auswärts mit 0:2 in einem Spiel, dass Sevilla dominierte. Dennoch schied der spanische Vertreter mit sechs Punkten nach Niederlagen gegen Sampdoria Genua und Standard Lüttich als Gruppenvierter aus, wohingegen der VfB mit sieben Zählern als Zweiter der Gruppe C die nächste Runde erreichte. Allzu sehr hat sich das Team, dass seine Heimspiele im rund 45.000 Zuschauer fassenden Ramon Sanchez Pizjuan Stadion austrägt, seitdem nicht verändert. Die beiden damaligen Torschützen, Renato und Romaric, spielen ebenso noch für den Verein, wie beispielsweise Torhüter Palop, die Verteidiger Sebastien Squillaci, Julien Escude und Fernando Navarro oder die Mittelfeldspieler Jesus Navas und Lautaro Acosta. Die heutigen Stars des FC Sevilla, die Stürmer Luis Fabiano und Frederic Kanoute, kamen damals gegen den VfB nicht zum Einsatz.

Starke Alternativen im Angriff

Der Angriff ist ohnehin das Prunkstück der Mannschaft. Mit Alvaro Negredo von Real Madrid kam vor der Saison noch ein Torjäger mit großem Potenzial in die viertgrößte Stadt Spaniens. Arouna Kone und Ernesto Chevanton sind starke Alternativen in der Offensive. Namhafte Abgänge hatte der Sevilla Futbol Club im Sommer keine zu verkraften, vielmehr verstärkte man sich beispielsweise mit dem Mittelfeldspieler Didier Zokora, der von den Tottenham Hotspurs verpflichtet wurde. Sevilla ist zweifellos der stärkste Gegner in der Gruppenphase der UEFA Champions League für den VfB. Spannung ist am Dienstag in der Mercedes-Benz Arena also garantiert.

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