24. November 2014

Chaostage beim VfB!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 23:05

Die Fußballwelt ist doch so schnelllebig. Regte ich mich heute früh noch über einen Pfeifenmann namens Kinhöfer auf, ist das Spiel gestern und sind die Umstände, die zur Niederlage geführt haben, schon so gut wie in Vergessenheit geraten.
Kurz nach 11 Uhr heute Morgen platzte die Bombe. Armin Veh hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Bang! Auch jetzt noch macht mich diese Nachricht fassungslos und lässt mich in Schockstarre verfallen. Dennoch versuche ich hier, meine Gedanken zum Besten zu geben.
Mit Armin Veh hatte ich zum ersten Mal seit Christian Gross (Stevens ausgenommen) wieder ein gutes Gefühl, dass er uns dort hin führen kann, wo wir dem Selbstverständnis des Vereins nach stehen müssten. Nach 4 ½ Jahren Bobic, in denen Kritikresistenz und Vetterleswirtschaft Hochkonjunktur hatten, spürte ich, seitdem Veh das Zepter schwang, dass sich etwas bewegt auf dem Wasen. Er legte den Finger in die Wunde, probierte fiel aus, traute sich an verkrustete Strukturen heran, auch wenn er sich damit nicht immer nur Freunde machte.
Es ist aber doch verständlich, dass man nach Jahren der Erfolgslosigkeit und spielerischer Armut zuerst die Schuld bei denen suchen muss, die schon eine gefühlte Ewigkeit den Brustring spazieren tragen. Dass der Schuss des Torwartwechsels nach hinten los ging, konnte keiner ahnen. Auch ich hatte Thorsten Kirschbaum stärker eingeschätzt und bin enttäuscht darüber, dass er, vor allem mental, dem Druck im Haifischbecken Bundesliga nicht standgehalten hat. Jetzt aber Ulle wieder zum Messias hochzuheben, davon halte ich nichts. Für mich hat sich das Problem durch die (vorgeschobene?) Verletzung Kirsches und damit der Rückgängigmachung des Wechsels nicht gelöst. Gegen Augsburg war Ulle fast nicht zu bewerten. Einen Ball, kurz nach dem Platzverweis, hält er herausragend, einmal, in der zweiten Halbzeit, kommt er raus, lässt sich ausspielen und hat Glück, dass Baumgartl auf der Linie klärt. Wäre ein Tor gefallen, würden wir an dieser Stelle über einen Torwartfehler sprechen müssen. Ansonsten hielt er, was ein Bundesligatorhüter halten muss und offenbarte erneut seine Schwächen in der Spieleröffnung, wo ihm Handlungsschnelligkeit fehlt und ihm die altbekannte Lahmarschigkeit vorgeworfen werden muss. Natürlich hoffe auch ich, dass sich Ulle stabilisiert und zu einem Rückhalt wird, wie er es vor etwa dreieinhalb Jahren schon war, auf Sicht muss aber ein guter Torwart geholt oder von den Nachwuchsteams hochgezogen werden.
Unter der Leitung von Veh wurden die Auftritte peu à peu ansehnlicher, was sich leider nicht am Punktekonto ablesen lässt. Es nützt eben alle Schönspielerei nichts, wenn gravierende individuelle Fehler zu einer Vielzahl an Gegentoren führen. Gestern wurden diese Fehler minimiert, aber, das Unvermögen oder besser die Dummheit Daniel Schwaabs brachten uns letztendlich auf die Verliererstraße. Ab diesem Zeitpunkt rückte der Heimsieg zumindest in weite Ferne. Daniel Ginczek, der bis dahin ein vielversprechendes Comeback ablieferte, fiel der taktischen Umstellung zum Opfer, unsere Offensive fand danach so gut wie nicht mehr statt. Schwaab also, der sich schon mal mit den Fans anlegt, foult zwei Mal nahe der Mittellinie gelbwürdig. Natürlich war die gelb-rote Karte zu hart, natürlich würden die Bayern einen solchen Platzverweis nicht bekommen, dennoch war das Einsteigen Schwaabs ungestüm und unnötig. Natürlich hätte Kinhöfer, beträfe das zweite Foul einen Bayern-Spieler, Guardiola signalisiert, „nimm ihn runter, sonst fliegt er beim nächsten Foul“. Aber, wir sind eben nur der VfB, da macht das Draufhauen besonders Spaß. So war schon frühzeitig die Hoffnung auf den Heimsieg wie weggepfiffen. Da die Augsburger die Vorlage des Platzverweises nicht aus dem Spiel heraus verwerteten, legte das Schiedsrichtergespann nach, und schenkte Augsburg den Elfer zum Siegtreffe. Die Handspielregel nervt extrem und sorgt Woche für Woche für Diskussionen. Angelegt, angeschossen, unnatürliche Handbewegung, Vergrößerung der Körperfläche, etc. pp. Wenn der Ball die Hand Hlouseks traf, war es angeschossen und nie und nimmer ein Elfmeter, er versucht sie ja noch wegzuziehen. Das passt natürlich auch noch ins Bild. Man ist drauf und dran seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder zu null zu spielen und dann so etwas. Was soll da ein Trainer noch machen, der kann doch nur an der Linie verzweifeln.
Auch ich verstand während des fünfmonatigen Wirkens von Armin Veh einige Maßnahmen nicht unbedingt, zum Beispiel, weshalb Gruezo unter ihm keine Rolle mehr spielte, Gentner und Leitner jedoch in schöner Regelmäßigkeit zur Startformation gehörten. Auch gestern musste ich zunächst ungläubig schlucken, als ich sah, dass sich die einzige Konstante unserer Viererkette, Florian Klein, auf der Bank wieder fand. Auf der anderen Seite bemängelte ich es jahrelang, dass die erste Elf eine nahezu geschlossene Gesellschaft war, der Leistungsgedanke außer Kraft gesetzt war und unser Spiel für den Gegner viel zu einfach ausrechenbar war. Deshalb sah ich diese Wechsel durchaus als positiv an, sah Bewegung, einen Ansporn für die Reservisten, Gas zu geben, weil jeder seine Chance bekam. Selbst Sercan Sararer, vor Saisonbeginn zu den Amas verbannt, wurde für seine guten Leistungen dort belohnt und stand zuletzt gar mehrmals in der Anfangsformation.
Ich war hoffnungsfroh, mit Veh auf dem richtigen Weg zu sein. Es ging darum, noch den einen oder anderen Punkt zu verbuchen und in der Winterpause aufzurüsten. Dann muss auch dem letzten im Verein klar geworden sein, dass man die Versäumnisse aus der Sommerpause nachholen und dem Kader Qualität in der Defensive und, wenn möglich auch ein erfahrener Führungsspieler, auf den die jungen hören, zuführen muss, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu erhöhen. Selbst mit der jetzigen Führung hatte ich Hoffnung, dass sie bis dahin erkannt haben, dass man Geld in die Hand nehmen muss, um den Abstieg zu vermeiden. Selbst, wenn, wie zu erwarten ist, kein Geld für Verstärkungen da ist, man würde sich Geld leihen müssen, denn ein Abstieg käme uns ein Vielfaches teurer zu stehen. Veh wäre da eigentlich in einer guten Position gewesen.
Was gestern nach dem Spiel vorgefallen ist, ich hoffe, man klärt uns zeitnah auf. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Veh, als er beispielsweise verkündete, Ulle stünde auch in Freiburg im Tor, schon im Kopf hatte, den Bettel hinzuschmeißen. Da man beim VfB eher Verschleierungstaktik als Offenheit an den Tag legt, ist Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Irgendetwas muss vorgefallen sein. Ich befürchtete ja schon länger, Veh wäre unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zurück an den Neckar gelockt worden. Vielleicht ging es darum, dass Veh, der ein grundehrlicher Mensch ist, langsam aber sicher die Öffentlichkeit informieren wollte, wie er sich den VfB 2014/2015 vorgestellt hat, welche Änderungen er vornehmen wollte und für was alles kein Geld zur Verfügung stand. Vielleicht war er um seinen guten Ruf besorgt, und wollte reinen Tisch machen, um nicht hinterher als blauäugiger Depp dazustehen.
Es passt zu Veh, dass er, wie schon bei Rostock und Reutlingen, von sich aus hinwirft. Diese Befürchtung hatte ich bereits vor einigen Wochen geäußert. Hier verhält sich Veh wie ein Ehrenmann und geht unter völligem Verzicht weiterer Bezüge, einfach weil ihm der Verein am Herzen liegt, weil er uns nicht auf der Tasche liegen möchte. Ich empfinde seinen Abgang nicht als feige sondern eher als konsequent. Angenommen wir stünden, mit Veh, in zwei bis drei Wochen noch immer mit neun Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, sähe sich der Verein möglicherweise zum Handeln gezwungen und wir hätten wieder einmal millionenteure Abfindungszahlungen an der Backe.
Ich danke Veh für sein Herzblut, das er investiert hat. Ob bei den Trainingslagern im Sommer, beim Kabinenfest oder auch bei seinen Interviews, immer war ich beeindruckt von dem „Bock“, den er auf die Aufgabe hatte. Ich hatte mehrmals die Gelegenheit mit ihm zu sprechen und war jedes Mal fasziniert von seiner Lockerheit, seinem Charme und seinem Witz und bin sehr traurig, dass es nicht hat sein sollen. Unvergessen natürlich die Meisterschaft 2007, die für immer und ewig mit seinem Namen verbunden sein wird.
Jetzt stehen wir also da, ohne Sportdirektor, ohne Trainer. Unser Präsident Bernd Wahler steht nach der Entlassung „des Mannes unseres absoluten Vertrauens“ und dem Rücktritt von „Wunschtrainer“ Armin Veh mehr denn je in der Pflicht den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, die ihm bei seiner Wahl im Sommer 2013 vorauseilten. Auf mich machte er auch heute einen eher rat- und planlosen Eindruck. Diese Suppe aber hat er sich selber eingebrockt.
Anstatt man die Missstände der Vorsaison, wie versprochen, schonungslos zur Sprache brachte, die Saison aufarbeitete und notwendige Schlüsse zog, präsentierte man den Messias Veh als Trainer und dachte naiv, alles würde gut werden. Wie, wenn 32 Punkte, die wohl nie mehr wieder zum direkten Klassenverbleib reichen werden, nicht Warnung genug gewesen wären, machte man einfach so weiter.
Dass ein gestandener Abwehrrecke schon in der letzten Saison fehlte, ignorierte man einfach. Rüdiger/ Schwaab, die schon bei der beispiellosen Negativserie unter Thomas Schneider meist das Innenverteidiger-Duo bildeten, wurde vertraut, auf die Verpflichtung des so wichtigen Abwehrchefs, der bspw. Rüdiger anleiten und führen könnte, verzichtet. Am Ende der Transferperiode stand für diese Personalie angeblich kein Geld mehr zur Verfügung, dann frage ich mich, weshalb man auf Teufel komm raus einen Traore-Ersatz gesucht und in Kostic schließlich auch gefunden hat und etwa 8 Millionen Euro für ihn ausgibt, wenn es viel größere Schwachstellen zu beheben galt.
Weshalb noch einen Mittelfeldspieler, wenn unserer Abwehr die Bundesligatauglichkeit fehlt? Für mich ist Kostic ohnehin eher Spielmacher denn Außenbahnspieler, daher umso kritischer zu hinterfragen dieser Transfer, da wir auf der zehn mit Didavi und Maxim schon (quantitativ) ausreichend besetzt sind. Nicht, dass ich etwas gegen Kostic hätte, für mich wurde hier lediglich das spärlich vorhandene Budget falsch eingesetzt. Ich halte ihn sonst für einen guten, wenn auch sehr eigensinnigen Spieler. Wobei man zu letzterem auch werden kann, wenn man keine guten Mitspieler hat, ich meine mich erinnern zu können, dass er am Anfang öfter versuchte, einen Doppelpass zu spielen, als er das gestern oder auch schon in Bremen tat.
Wahler muss diese vakanten Posten schnellstens bestmöglich besetzen. Ich halte nichts von der internen (Billig-)Lösung Jochen Schneider zum Sportdirektor zu befördern, einfach, weil ich ihm Betriebsblindheit unterstelle und es ihm nicht zutraue, sich gegen unseren mächtigen Aufsichtsrat und Spardirektor Ulrich Ruf durchzusetzen. Jener Ruf, der als oberster Controller des Vereins noch immer auf die Dienste eines Computers verzichten soll und daher mutmaßlich erst dann über die Finanzen des Vereins voll im Bilde zu sein scheint, wenn es kein Geld mehr von der Bank gibt. Der neue starke Mann muss auf Augenhöhe mit Aufsichtsrat und Vorstand diskutieren und verhandeln können. Er muss klare Vorstellungen haben, wie er den Karren wieder flott bekommt, wissen, an welchen Schrauben er zu drehen hat, welche Investitionen notwendig sind und vor allem auch, wen vom jetzigen Kader man schleunigst vom Hof jagen sollte. Es muss jeder auf den Prüfstand und dabei nicht nur sein bei schönem Wetter fußballerisches Können hinterfragt werden, sondern auch Eigenschaften wie Führungsstärke, Teamfähigkeit und Charakter durchleuchtet werden. Es geht im Mannschaftssport nur über das Kollektiv und hier hat Bobic bei der Mannschaftszusammenstellung kläglich versagt. Es gilt noch immer die Scherben aufzukehren, für die Bobic verantwortlich zeichnet. Diesen zu finden ist mitten in der Saison natürlich schwierig. Ich hatte gehofft, Veh würde den Posten bis Saisonsende in Personalunion bekleiden können, um dann bspw. einen Schmadtke oder einen anderen unter Vertrag stehenden Manager loseisen zu können. Jetzt bekommt auch diese Personalie wieder höchste Priorität, außer Schindelmeiser fällt mir hier so gut wie niemand ein, der sich in dem Job schon besondere Meriten erworben hat.
Der Aufsichtsrat, allen voran dessen Vorsitzender Schmidt, muss sich auf seine Kontrollaufgaben konzentrieren und weniger ins Tagesgeschäft einmischen. Noch jeder fähige, aber auch unbequeme Mann wurde abserviert, weil persönliche Eitelkeiten stets wichtiger waren als der Erfolg des Vereins. Die Strukturen und mangelnde Fachkompetenz im gesamten Verein müssen hinterfragt werden, ein „Weiter so“ darf es nicht geben, meinte Wahler schon in der letzten Saison.
Der neue Trainer dagegen hat nur diese eine Aufgabe, den Abstieg zu vermeiden. Dies dürfte mit dem vorhandenen Kader schwer genug werden. Perspektivisch etwas aufzubauen, einen Plan zu verfolgen, ist also wieder nicht möglich. Wieder einmal ist der VfB gezwungen zu reagieren anstatt selbst die Richtung vorzugeben. Wie es zur Stunde die Medien meinen zu wissen, wird der Nachfolger von Veh dessen Vorgänger.
Jener Huub Stevens also, der im Sommer angeblich eine Pause benötigte, dem man die Fähigkeit abgesprochen hatte, perspektivisch arbeiten zu können, er soll den Abstieg ein zweites Mal verhindern. Das wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung, passt aber wieder zur Konzeptlosigkeit unserer Vereinsführung. Wäre man nicht schon sehr früh bei Armin Veh im Wort gestanden, hätte man Anstrengungen unternommen, Stevens unbedingt halten zu wollen, möglicherweise wäre uns einiges erspart geblieben. Aber, damals stand ja auch noch Fredi Bobic in der Verantwortung, der von Stevens gleich zu Beginn seiner Amtszeit ordentlich in die Schranken verwiesen wurde. Ich war damals sehr enttäuscht, dass es mit Stevens nicht weiter ging, weil mir seine Art und sein (distanzierter) Umgang mit der Mannschaft gut gefiel.
Wir werden sehen, ob in Freiburg Reutershahn/ Geyer oder doch ein neuer Mann auf der Bank sitzen werden. In erster Linie steht die Mannschaft in der Pflicht, die uns in diese Situation gebracht und Veh zum Rücktritt genötigt hat. Die Herren in kurzen Hosen müssen es richten, sich 90 Minuten lang konzentrieren, nicht ablenken lassen und alles dem Beruf unterordnen. Und, sie müssen verdammt nochmal daran arbeiten, ein Kollektiv zu werden und sich auf dem Platz gegenseitig helfen. Das ist noch immer das Hauptmanko und von keinem Trainer der Welt auf Knopfdruck abzustellen.
Bis gestern war ich recht optimistisch, was die Fahrt nach Freiburg anging. In den letzten Jahren haben wir dort meist nicht schlecht ausgesehen, auch in der letzten Saison die drei Punkte mitgenommen. Ob die Unruhe in dieser Woche der Sache förderlich ist, bezweifle ich einmal. Schon deshalb wäre es gut, frühzeitig Klarheit, wenigstens auf dem Trainerposten, zu haben.
Auch wenn der VfB derzeit ein Komödienstadel sondergleichen ist, die leise Hoffnung, Thomas Tuchel könnte in der nächsten Saison als Trainer zum VfB zurückkehren, habe ich noch nicht aufgegeben. Natürlich stehen ihm alle Türen offen, natürlich hätte er das Zeug dazu bei einem ganz Großen anzuheuern, sollte jedoch noch ein klein wenig Verbundenheit zu dem Verein vorhanden sein, bei dem er den Trainerberuf erlernte, wäre es fahrlässig vom VfB, sich nicht um eine Verpflichtung zu bemühen. Dafür müssten jetzt schon Nägel mit Köpfen gemacht und müsste demzufolge der Kontrakt mit dem Veh-Nachfolger bis zum 30.6.2015 befristet sein. Ob sich Stevens oder ein Anderer darauf einlassen würde, steht auf einem anderen Blatt. Dies wäre ausnahmsweise eine von Weitblick getragene Entscheidung, die ich unserer derzeitigen Führungscrew schon einmal nicht zutraue. Auf der anderen Seite, nur wenn man als Verein selbst klare (realistische) Vorstellungen und Visionen hat und diese auch vorlebt und die Personalentscheidungen danach ausrichtet, ist die Voraussetzung gegeben, dauerhaft eine klare Linie und keinen Schlingerkurs an den Tag zu legen. Derzeit noch ist das Gegenteil der Fall, es wird in den Tag hinein gelebt und dann zieht einem ein Vorfall wie der Rücktritt von Armin Veh erst einmal den Boden unter den Füßen weg und ehe man sich versieht steht man vor Fernsehkameras und trägt diese Ratlosigkeit in die Welt hinaus.
Es ist zum heulen, was aus dem VfB geworden ist. Derzeit sind wir wirklich der Chaos-Verein Deutschlands schlechthin, selbst der HSV kommt da nicht mehr mit. Wenigstens diese rote Laterne sollte alsbald weitergegeben werden. Momentan wird man als VfB-Fan überall nur noch belächelt oder, was noch viel schlimmer ist, bemitleidet. Dieser Zustand ist fast unerträglich. Auch wenn heute ein schwarzer Tag in der VfB-Historie ist, jeder Tag ist ein neuer Anfang, morgen zum Beispiel, möglicherweise schon mit neuem altem Trainer.

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19. November 2014

Angekommen auf Platz 18

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 08:26

Trotz des Bahnstreiks fanden gut 2.000 VfBler den Weg an den Osterdeich ins Bremer Weserstadion. Wir vertrauten dem Notfahrplan der Deutschen Bahn und fuhren eben knapp zwei Stunden früher als geplant in Stuttgart los. Vorteil unseres Intercitys war, dass er in Stuttgart begann und somit zu erwarten war, dass der Zug beim Einstieg noch nicht brechend voll war, was sich auch bewahrheitete. Wir enterten sofort das Bordbistro und gaben den Tisch bis zum Ziel Bremen auch nicht mehr auf. Die Fahrt war megalustig und sehr kurzweilig. Sämtliche Regeln wurden kurzerhand aufgehoben. Vorteil bei den alten Intercity-Zügen ist ja, dass man die Fenster noch öffnen kann, so dass sich zeitweise auf der sehr geräumigen Behindertentoilette des Zuges gleichzeitig sieben (!) Leute aufhielten, rauchten und Party machten. Selten so gelacht! Fast planmäßig, gegen 14.30 Uhr, erreichten wir Bremen und hatten somit noch genügend Zeit, einzuchecken und uns auf das Spiel einzustimmen. Noch etwas feste Nahrung zu uns zu nehmen vergaßen wir dabei gänzlich. Mit dem Taxi ging es dann von der Jimi Hendrix Bar zum Stadion. Da wir zu fünft waren und kein Großraumtaxi zu bekommen war, musste leider einer von uns im Kofferraum Platz nehmen, was den Taxi Driver zu Schweißausbrüchen hinriss. Er war die ganze Fahrt über nur am herum heulen und sah schon, erst recht als in Stadionnähe die Präsenz der Ordnungshüter zunahm, seine Taxikonzession entschwinden. Da das nicht unser Problem war, ertrugen wir sein Gezetere mit Fassung.
Am Stadion angekommen tranken wir noch kurz ein Bierchen, ich versuchte noch eine überzählige Karte loszuwerden, was mir leider nicht gelang. Ein großer Andrang auf das „Topspiel“ des Tages (18. gegen 15.) fand an der Tageskasse nicht mehr statt, wer sich den Kick antun wollte, hatte sich sein Ticket schon vorher besorgt.
Den letzten Sieg in Bremen feierte der VfB 2006 in der Meistersaison, unter Trainer Armin Veh. Sonst gab es für uns im Weserstadion oft nichts zu bestellen. Das raue Klima, die steife Brise, man weiß nicht woran es liegt, es gibt jedenfalls bessere Pflaster für den VfB. Natürlich traten wir dort oft an, als Bremen eine Spitzenmannschaft und zudem eine Heimmacht war. Weshalb es dort auch in der Gegenwart nicht für uns laufen will, verstehe wer will.
Bremen hat ganz ähnliche Probleme wie der VfB. Der Kader war lang auf Championsleague-Einnahmen gebürstet, als diese wegbrachen fraßen die Spieler Werder förmlich die Haare vom Kopf. Damit hat es sich aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Tauschen wir im Schnitt knapp alle zwei Jahre den Übungsleiter aus, hatte Bremen über Jahrzehnte mit Otto Rehhagel und Thomas Schaaf Kontinuität auf dieser so wichtigen Position. Auch das Umfeld ist erstaunlich ruhig und verständnisvoll und steht zu 100% zu Werder, dem Aushängeschild Bremens. Wie in der Post-Rehhagel-Ära klappt die Neubesetzung des Trainerpostens auch nach Schaaf nicht auf Anhieb. Robin Dutt ist Geschichte und wurde leider aus VfB-Sicht zwei Wochen zu früh entlassen. Wie schon damals in Thomas Schaaf rekrutierte Werder jetzt mit dem Duo Skripnik/ Frings zwei Werder-Urgesteine, die einen bemerkenswerten Start hinlegten mit dem Pflichtsieg im Pokal und dem Ausrufezeichen ein paar Tage später in Mainz.
Es gab also wahrlich bessere Zeitpunkte für einen selbst angeschlagenen VfB die weite Reise in den hohen Norden anzutreten. Der VfB war zweifelsohne angeknockt nach dem 0:4 gegen Wolfsburg und stand vor dem Abstiegsgipfel unter Druck. Ob sie diesem gewachsen sein würden, da hatte ich schon vor dem Spiel so meine (berechtigten) Zweifel. Schließlich haben wir keinen Spieler, der humorlos seinen Stiefel herunterkickt und einfach sein Leistungsvermögen abrufen kann, wie verfahren die Situation auch ist. Jeder, wirklich jeder in der Truppe hat genügend mit sich selbst zu tun und kann den vorhandenen Druck weder ausblenden noch in positive Energie umwandeln.
Wir haben derzeit in der Tat elf Zappelphilippe auf dem Platz, denen selbst die einfachsten Dinge misslingen. Unterläuft einem ein Fauxpas ist keiner da, der diesen ausbügelt. Es scheint gerade so, als ob die Anderen froh wären, dass dieser nicht ihnen selbst unterlaufen ist.
So war einfach nur zu hoffen, man möge selbst in Führung gehen, dann spielte es sich leichter, das eigene Selbstvertrauen würde zurück kehren und Bremen finge wieder an nachzudenken, als umgekehrt.
Da der Gästeblock in Bremen eine Frechheit ist, hatte ich, wie schon in der Vorsaison, meine Karte direkt bei Werder bestellt. Im Gästeblock kostet ein Sitzplatz ja stolze 40 Euro, man sitzt hinter Gittern und hat zu allem Überfluss noch einen Fangzaun vor der Nase. In der Rückrunde soll der Gästeblock fanfreundlicher umgestaltet werden, man darf gespannt sein. Trotzdem würde ich in Bremen immer wieder diesen Platz bestellen, hat man doch auch andere Vorteile, wenn man nicht in den Gästebereich geht. Man bekommt Vollbier, kann Speis und Trank auf die Tribüne mitnehmen, und die Einlasskontrolle geht relaxter vonstatten.
Einige VfBler waren auch um mich herum, die überwiegende Mehrzahl aber natürlich Werderaner. Die Stimmung der Bremer war von Beginn an gut. Es war eine gewissen Erleichterung herauszuhören, dass die Ära Dutt zu Ende ist und so etwas wie eine Aufbruchstimmung zu erkennen. Nach dem Bremer Vereinslied „Ein Leben lang grün-weiß“, ja, wie schon berichtet, werde ich bei der Schalparade des Gegners schon mal wehmütig, dass wir keine eigene Hymne haben, erfolgte der Einlauf der Mannschaften und als Intro aus beiden Fanlagern die Rote Karte für Red Bull.
Dieses Konstrukt möchte kein Traditionalist in der Bundesliga sehen. Ein Spielzeug des österreichischen Brausemilliardärs Mateschitz, das sämtliche Regelungen bzgl. des 50+1 unterläuft und ad absurdum führt. Gut, wenn man einen Ex-Manager des Konzerns wie Helmut Sandrock beim DFB platzier hat, der im Sommer mitverantwortlich dafür war, dass Red Bull überhaupt in die zweite Liga aufsteigen durfte. Leider werden die Proteste nichts bringen. Über kurz oder lang wird sich Leipzig neben Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim mit um die Europapokal-Plätze rangeln, während Vereine wie der VfB und Werder Bremen um ihre Existenz kämpfen. Natürlich boykottiert nahezu jede Fanszene das Auswärtsspiel in Leipzig, von den Leipzigern aber wird dieses Projekt angenommen. Wären die Leute dort mal konsequent und würden ausschließlich zu Lok oder anderen umliegenden Vereinen gehen, wäre die Chance vorhanden gewesen, dass sich Mateschitz zumindest einen anderen Dummen hätte suchen müssen, so aber wird der steile Aufstieg nicht aufzuhalten sein. Leider! Noch trauriger finde ich dabei, dass es ausgerechnet eine Schwaben-Connection ist, die maßgeblich den Aufstieg dieses unerwünschten Konstrukts begleitet.
Zum Spiel braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Da wir sonntags och eine anstrengende Rückfahrt hatten, hatte ich weder die Muße meine Bilder noch zu bearbeiten und online zu stellen, noch mir den Kick noch einmal in voller Länge zu Gemüte zu führen und zu analysieren.

Montags wollte ich dann meinen Blog schreiben, zu mehr als zu einem Entwurf kam es leider nicht. Trotz der Bundesligapause hatte ich viel um die Ohren und bin ja auch, wie die meisten mitbekommen haben, mit dem Buchprojekt „Das sind die Fans“ nebenbei beschäftigt. Noch werden Autoren gesucht, Fanclubs und Einzelpersonen, die Geschichten aus ihrem Fandasein erzählen möchten. Es würde mich freuen, Beiträge aus den Epochen zu bekommen, die ich auch bewusst miterlebt habe, also ab ca. Mitte der 1970er-Jahre bis heute. Bis zum 23.12.14 muss man sich entschlossen haben mitzumachen und eine Einverständniserklärung unterschrieben beim Verlag vorliegen, bis zum 06.01.2015 dann der Beitrag fertig sein. Interessenten können sich an die in den Rundmails veröffentlichte Email-Adresse oder auch an [email protected] wenden.

Das Fazit des Spiels lautet, teilweise gefällige Spielanlage, fahrig, teils kläglich im Abschluss und hinten anfällig bei Standardsituationen. Bremen hatte den klaren Plan, den VfB das Spiel machen zu lassen, im Wissen darüber, dass der VfB das nicht kann, um dann überfallartig zu kontern, weil es sich in der Liga herumgesprochen hat, dass der VfB einige Zeit braucht, um sich nach eigenen Angriffen defensiv zu sortieren. Dies funktionierte zwar nicht, dafür schlug es zwei Mal (eigentlich sogar drei Mal) nach Eckbällen ein. Beim ersten Gegentor ließ sich Klein von Prödl wegdrücken, der Rüdiger anköpfte und von dessen Körper der Ball den Weg ins Tor fand. Der eine oder andere Schiri pfeift das vielleicht ab, dennoch, das ging zu einfach. Und beim zweiten Tor wollten alle auf einmal, wie nach einer Strafecke beim Feldhockey, das Tor absichern und ließen dem Schützen Fin Bartels allen Raum der Welt, um die Kugel mit einem satten Schuss zu versenken. Wäre da nur einer herausgerückt, und hätte das Spielgerät erobern wollen, eine schöne Kontersituation hätte entstehen können. Der VfB fängt sich Tore ein, die gibt’s eigentlich gar nicht. Das einzig „positive“, am Samstag musste man nicht über unser Torwartproblem sinnieren.
Vorne waren wir weitestgehend kläglich, slapstickverdächtig schon der „Abschluss“ von Kapitän Gentner als er auf den Boden köpfte anstatt ins leere Tor. Das wäre das 1:1 gewesen und hätte neuen Mut gebracht. Nach dem 2:0 war dann „aus die Maus“, nichts ging mehr. Der VfB noch mehr verunsichert brachte keine klare Aktion nach vorne mehr zustande und Bremen brachte den Heimsieg sicher über die Runden.
So stand bei biederen Bremern ein 0:2 am Ende. Um mich herum Feierlaune ohne Ende. Das muss man eben aushalten können, wenn man sich seinen Platz bei den Heimfans sichert.
Und, ich muss sagen, mir fiel es nicht einmal schwer die Kontenance zu bewahren, konnte ich mich doch schon mindestens eine halbe Stunde lang darauf einstellen. Am Ende wünschte man sich gegenseitig noch viel Glück für den Klassenerhalt, war man sich doch auch da einig, dass besser Vereine wie Bremen, der VfB oder der HSV in der Liga bleiben sollen, als dass die Retortenvereine aufsteigen oder drin bleiben.
Der VfB ist am 11. Spieltag also dort angekommen, worauf schon einige Jahre emsig drauf hingearbeitet wurde. Wir sind Letzter. Veh macht derzeit auch nicht gerade den Eindruck, dass er den Schalter finden würde und wüsste, wie er den Karren wieder flott bekommt. Er lamentiert über die nicht vorhandene Qualität im Kader, die falsche Kaderzusammenstellung und die amateurhaften Fehler, die uns immer wieder das Genick brechen. Alles bekannte Tatsachen. Die Tabelle lügt nun mal nicht. Wir haben nach elf Spielen neun Pünktchen, die meisten Gegentore der Liga und auch die meisten Niederlagen auf dem Konto. All dies mache ich jedoch nicht am Trainer fest. Ich stelle mir nur die Frage, unter welchen Voraussetzungen, mit welchen Versprechungen er gelockt wurde und ob er nicht ein wenig blauäugig an die Aufgabe herangegangen ist. Man hört ja immer wieder heraus, dass Veh gerne noch etwas gemacht hätte auf dem Transfermarkt, jedoch kein Geld mehr da war. Beratungsresistent wie Fredi Bobic war, auch wie überzeugt er von der Qualität des von ihm zusammengestellten Kaders war, ist es nicht auszuschließen, dass Bobic eben auch alles abgeschmettert wurde, was an Änderungswünschen kam. Jedem, der die Vorsaison intensiv verfolgt hat, war es klar, dass im Defensivbereich etwas getan werden muss, dass wir auch da nur mit einem blauen Auge davon kamen, weil es eben noch drei blindere Teams in der Liga gab. Dass dies nicht immer gut ausgeht, dass 32 Punkte wohl kein zweites Mal für den 15. Platz reichen würden, ist ebenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber, da der große Knall nicht erfolgte, ging man das Unternehmen Saison 2014/2015 abermals sehr naiv an und der Trainer darf jetzt die Suppe auslöffeln. Daher ist es zu billig jetzt schon wieder den Trainer anzuzählen. Ich sehe den Zustand der Truppe mittlerweile als irreparabel an, vor allem was das Defensivverhalten und das Fehlen von Führungsspielern angeht. Und wenn man dann noch offensiv Zaubermäuse wie Maxim aufbieten muss, der es auch im Abstiegskampf mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei lösen möchte, dann gute Nacht VfB. Für den VfB geht es in den verbleibenden sechs Spielen bis zur Winterpause nur darum, noch das eine oder andere Pünktchen zu ergattern und den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz nicht zu groß werden zu lassen.
Ob es förderlich ist, dass Veh seine Spieler, einen nach dem anderen, öffentlich abwatscht und somit noch mehr verunsichert, sei dahingestellt. Psychologisch vielleicht nicht der allerbeste Kniff. Auf der anderen Seite, wir haben es hier mit Männern zu tun, die das aushalten und ihre Schlüsse ziehen sollten. In der Ära Bobic/ Labbadia wurden die Spieler lange genug in Watte gepackt und sie konnten es sich in der Wohlfühloase VfB bequem machen, irgendwann ist eben auch Schluss mit lustig. Schon Stevens fasste die Jungs härter an und hatte Erfolg damit. Das allerdings in der Schlussphase der Saison, als man bereits zwei Übungsleiter verschlissen hatte und die Tabelle den Ernst der Lage unmissverständlich deutlich machte. In der Vorrunde hat es ein Trainer ungleich schwerer. Noch schwärmen die meisten von der Qualität, die man im Kader habe und sind der Auffassung, dass man zu Unrecht da unten festsitze.
Die Gefahr ist groß, dass, sollte die Mannschaft sich nach dem Kuschelkurs zurück sehnen und die harten und mahnenden Worte des bösen Veh als ehrabschneidend empfinden, den Trainer schneller abgeschossen hat, wie der gucken kann. Alles schon mal dagewesen!
Bitter war es, mit diesem Negativerlebnis als Inhaber der roten Laterne in die Bundesligapause zu gehen. Eine Aufarbeitung des Spiels, eine Fehleranalyse kann dadurch erst gut zehn Tage nach dem Bremen-Spiel erfolgen, wenn die Hälfte der Mannschaft wahrscheinlich gar nicht mehr weiß, wo wir gekickt haben.
Danach kommt dann der FC Augsburg ins Neckarstadion, gegen den wir in der letzten Saison sang- und klanglos 1:4 unter gingen. Einfacher als in Bremen dürfte es dann auch nicht werden. Augsburg weiß, wie man dem VfB Probleme bereitet, vor allem in Stuttgart. Köln und Hoffenheim haben es schließlich vorgemacht, hinten sicher stehen und vorne zumindest einen der Fehler ausnützen und fertig ist der Auswärtssieg. Ich würde es mir wünschen, dass der VfB dem Gegner diesen Gefallen nicht tut und den Fuggerstädtern nicht ins offene Messer laufen möge.
Lieber selbst hinten Beton anrühren, dass die Null ausnahmsweise einmal möglichst lange steht. Nur über die Defensive ist der Misere beizukommen. Wenn dann beide nicht viel Risiko gehen, birgt das natürlich die Gefahr eines langweiligen 0:0, was in der derzeitigen Situation jedoch schon als Achtungserfolg zu bewerten wäre.
Daniel Schwaab fällt verletzt aus, für ihn dürfte Georg Niedermeier wieder in die Innenverteidigung rücken. Timo Baumgartl, der in Bremen ein gutes Debut feierte, stünde ebenfalls als Alternative zur Verfügung. Ob man ihm bei diesem Hühnerhaufen, der sich Abwehr schimpft, jedoch einen Gefallen tun würde, ihn von Anfang an zu bringen, da habe ich meine Zweifel. Hier fehlt einmal mehr DER Abwehrchef, den man im Sommer versäumt hatte zu holen. Zudem plädiere ich dafür, Gruezo mal wieder zu bringen. Er war doch maßgeblich am Klassenerhalt in der letzten Rückrunde beteiligt, glänzt durch sein Stellungsspiel und fängt dadurch viele Bälle schon im Ansatz ab. Gentner, auch wenn er Kapitän ist, würde ich auf die Bank setzen, ist er doch vor allem defensiv keine Hilfe. Im Sinne einer erfolgversprechenden Taktik und Formation müssen nun mal Opfer gebracht werden.

Klar ist, in den nächsten beiden Spielen gegen Augsburg und in Freiburg sollte tunlichst gepunktet werden, um nicht schon aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Allein, es fehlt der Glaube, wenn man sich die Hilflosigkeit der Truppe anschaut. Diese Saison könnte es wirklich so weit sein, dass sich das Missmanagement der letzten Jahre rächt. Man würde es sich ja manchmal wünschen, wenn man die Garantie hätte, dass wir, wie 1977, zurück kommen würden, als wir mit einer jungen, hungrigen und einen herzzerreißenden Fußball zelebrierenden Mannschaft auf Anhieb Vierter wurden. Doch, das waren andere Zeiten. Mittlerweile ist die (finanzielle) Kluft zwischen erster und zweiter Liga riesig. Ein Abstieg könnte den Ruin des Vereins bedeuten, es wäre fraglich, ob wir uns davon je wieder erholen würden. Sportlich würde ich es gelassener sehen. Da ich Pragmatiker bin und es versuche, mich auf neue Situationen immer schnell einzustellen, sehe ich zuerst das Positive. Die Wahrscheinlichkeit wäre groß, dass wir im Unterhaus wieder öfter jubeln könnten als zuletzt, Gegner wie Düsseldorf, Lautern, Bochum, Braunschweig, 1860, St. Pauli, KSC, Glubb, wären attraktiver als Paderborn, Augsburg, Hoffenheim & Co., in der Fangemeinde würde sich endlich wieder die Spreu vom Weizen trennen. Bis auf die Anstoßzeiten hätte die Liga schon ihren (eigenen) Charme und es wäre auch nicht aller Tage Abend. Wenn eben die finanzielle Ungewissheit nicht wäre! Diese erscheint mir derzeit unkalkulierbar, wenn man immer wieder zwischen den Zeilen heraushört, es dürfe nicht viel passieren, in der Bundesliga wohlgemerkt, und der Verein befände sich am Rande der Zahlungsunfähigkeit.

Daher müssen im Winter die Weichen für eine starke Rückrunde gestellt werden und Verstärkungen, notfalls fremdfinanziert, her. Ein Abstieg käme nämlich ein Vielfaches teurer.

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3. November 2014

Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn…

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , – Franky @ 22:07

…es beim Fußball nicht um das nackte Ergebnis ginge. Die Spielanlage gegenüber dem Saisonbeginn stark verbessert, gelingt es mittlerweile sogar zu einer Vielzahl von Torchancen zu kommen, die ausreichen könnten, ein Spiel zu gewinnen.
Leider stand beim Gegner VfL Wolfsburg Diego Benaglio wie ein Fels in der Brandung zwischen den Pfosten, der immer dann, als man dachte, jetzt ein Tor und das Spiel könnte noch gedreht werden, zur Stelle war und Spieler und Fans gleichermaßen zur Verzweiflung trieb.
Auf der anderen Seite machte Thorsten Kirschbaum im VfB-Tor erneut eine unglückliche Figur. Beim richtungweisenden 0:1 ließ er Perisic die Lücke, um an ihm vorbei einzuschieben. Ein guter Torwart verkürzt da den Winkel, zumal dieser ohnehin recht spitz war.
Zum wiederholten Mal führte also nach guter Anfangsphase der erste Torschuss des Gegners zum Rückstand. Natürlich ist es ein bisschen früh, nach vier Spielen den Stab über Thorsten Kirschbaum zu brechen. Natürlich würde bei dieser „Abwehr“ wohl jeder Torwart der Welt öfter hinter sich greifen müssen als ihm lieb ist. Aber, einen positiven Schub hätte ich mir vom Torwartwechsel schon erhofft. Diese Maßnahme trifft man ja nicht von heute auf morgen, Armin Veh wird sich schon länger seine Gedanken gemacht haben. Der Fehler Ulles in Dortmund war letztlich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte und ihn darin bestärkte, den Wechsel trotz des Standings Ulles bei weiten Teilen der Fans jetzt vollziehen zu können. Normalerweise leckt ein Torhüter, der seit er hier ist, stets auf eine Verletzung oder Sperre von Sven Ulreich „hoffen“ musste, seinem Trainer die Füße ob des Mutes seines Trainers. Normalerweise bringt man sich bei einer solchen Gelegenheit ein, konzentriert sich und setzt alles daran, überhaupt keine Zweifel aufkommen, dass diese Entscheidung die einzig richtige war.
Normalerweise, aber, was ist beim VfB schon noch normal? Wie man es aus den letzten Jahren auch von „Feld-Reservisten“ kennt, keiner drängt sich wirklich auf, keiner ist tatsächlich besser, als diejenigen, die uns davor den letzten Nerv kosteten. Es ist zum verzweifeln!
Jetzt haben wir auch noch ein hausgemachtes Torwartproblem. Zwei nervenschwache Schlussleute, die beide nicht den Eindruck erwecken, dem Druck im Haifischbecken Bundesliga gewachsen zu sein. Dass sie es nicht können, behaupte ich nicht einmal. Beide haben ein Kopfproblem, denken zu viel und treffen dadurch meist die falsche Entscheidung, wo doch gerade beim Torhüter Intuition so wichtig wäre.
Wie schon öfter ausgeführt, sehe ich Ulle seit über zwei Jahren nicht nur stagnieren sondern sich verschlechtern. Nachdem Ulle 2011 im Tief steckte und kurzfristig gar degradiert war, bekam er mit Efthimios Kompodietas einen Life Kinetik Trainer. Warum dieser den Verein verließ weiß ich nicht. Danach trimmte er die Nationalmannschaft auf Handlungsschnelligkeit und ist mittlerweile bei Arminia Bielefeld gestrandet. Bei der Life Kinetik geht es unter anderem darum, bei einer Handlung, die man tätigt, bereits die nächste im Kopf zu haben. Dies ist zweifelsohne ein Teilaspekt des von mir so oft strapazierten Antizipierens, einer Eigenschaft, die einem Torhüter gegeben sein muss. Wo kann der Ball hinfliegen, was mache ich dann, oder auch, ich fange einen Ball und weiß im gleichen Moment schon, wo ich ihn hinwerfe. Manuel Neuer, der Eftis Dienste im Kreis der Nationalmannschaft in Anspruch nehmen durfte, ist ein Paradebeispiel für diese so wichtige Handlungsschnelligkeit.
Möglicherweise wäre es an der Zeit, die Trainingsmethoden zu überdenken. Momentan sind unsre beiden ersten Torhüter kaum bundesligatauglich, weshalb ich inzwischen Andreas Menger, den viel gelobten Torwarttrainer, in Frage stelle. In den letzten beiden Jahren schaffte er es nicht die Torhüter besser zu machen, noch eine Konkurrenzsituation und ein Reizklima zu schaffen. Da fragt man sich, nach welchen Kriterien Mengers Arbeit beurteilt wird bzw. ob sie überhaupt kritisch hinterfragt wird? Das Gerücht, dass Ulle unter dem Schutzmantel Bobics seinen Dienst verrichtete schwebte ja seit Beginn von Bobics Managertätigkeit wie ein Damoklesschwert über dem Wasen. Wenn dem so war hatte folglich auch niemand ein wirkliches Interesse, auf dieser Position einen Konkurrenzkampf zu schüren, was im Leistungssport nicht gerade motivations- und leistungsfördernd und vor allem nicht zielführend ist.
Dass Menger diese vermeintlichen Vorgaben von oben offensichtlich klaglos hingenommen hat, spricht nicht unbedingt für ihn und erweckt den Eindruck, dass er nur ein weiterer VfB-Mitarbeiter ist, der glücklich damit ist, untergekommen zu sein, sein Auskommen zu haben, ob sein Job Sinn macht und Befriedigung verschafft oder eben auch nicht. Bobic liebte ja diese pflegeleichten Mitarbeiter, die keinen Stunk machen und die Klappe halten. Ein Mann, der etwas auf sich hält und in seinem Job Fortschritte sehen und die Früchte ernten möchte, macht es wie die Herren Albeck und Schrof, die, weil sie bei Bobic und Labbadia auf Granit bissen, das Weite suchten und beim Brause-Club in Leipzig anheuerten.
Die Frage ist, wie es jetzt weitergehen soll, nachdem schon der zweite Torwart in dieser Saison bewiesen hat, dem immensen Druck nicht gewachsen zu sein und vor allem dem Team keine Stabilität verleihen zu können.
Ob man dem jungen Vlachodimos einen Gefallen tun würde, ihn jetzt schon ins kalte Wasser zu schmeißen, ist eine heikle Frage. Er ist ein junger Kerl, zudem ein Hänfling, macht aber schon seit längerem mit konstant guten Leistungen bei unseren Amateuren auf sich aufmerksam.
Es ist ein schmaler Grat, ob man einen Youngster ins kalte Wasser schmeißt oder wie lang man ihn heranführen soll. Wir haben schon des Öfteren junge Leute so lang an die großen Aufgaben herangeführt und in Watte gepackt, bis sie ungeduldig wurden und letztlich schon keine Lust mehr auf den VfB hatten. Ein junger Mann kann aber auch reifen und sich stählen, an den höheren Aufgaben wachsen. Um hier eine Prognose abgeben zu können, dafür kenne ich Vlachodimos zu wenig, wie weit er schon gereift ist, ob er mit beiden Beinen auf dem Boden steht und wie es um sein Nervenkostüm bestellt ist. Eigentlich sollten dies die Verantwortlichen beurteilen, in die ich allerdings mit Ausnahme von Trainer Veh inzwischen fast jegliches Vertrauen verloren habe.
Leno, laut Menger zum Zeitpunkt seines Abgangs schlechter (!) als Ulle, stellt inzwischen unsere ersten beiden Torhüter problemlos in den Schatten. Er besticht nicht nur durch seine Leistungen auf der Linie, auch seine Ausstrahlung, seine Körpersprache sind für sein Alter schon sehr gut. Max Merkel prägte einmal den Spruch „Torhüter und Linksaußen haben alle eine Macke“. Auf die Torhüter gemünzt hieß das früher, dass sie Einzelkämpfer waren und oft mehr taten und ehrgeiziger waren als die Feldspieler. Heutzutage, wo Torhüter keine Konkurrenten sondern Partner sind, sich nicht gegenseitig Druck machen sondern helfen sollen, sie keine Ansprüche stellen sondern die Klappe halten sollen, gibt es diese Spezies natürlich nicht mehr in dieser Form. Trotzdem, wenn ich mir so manchen Keeper anschaue und unsere beiden daneben stelle, kommen sie mir schon besonders weichgespült vor.
Veh, der (selbst-)bewusst den Finger in die Wunde legt, hält nicht hinterm Berg und macht sich damit in der Vereinsführung nicht nur Freunde. Er spricht deutlich an, wo er Defizite sieht, was in den letzten Jahren schief gelaufen ist und auch, dass man doch bitteschön auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen soll anstatt über ein weiteres Expertengremium nachzudenken. In die Managersuche wäre er gern eingebunden, was von Teilen des Aufsichtsrats offensichtlich nicht gerade goutiert wird. Jene Ordnungshüter also, die seit Jahren in erster Linie ihre eigenen Interessen vertreten, befürchten in Bezug auf Veh/ Hübner Vetterleswirtschaft. Interessant, um nicht zu sagen, saukomisch, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Hier scheint es auf einen Machtkampf hinauszulaufen, den ein Trainer bei dieser Vereinsstruktur eigentlich nur verlieren kann. Wahler ist zwar froh Veh zu haben und möchte ihm möglichst auch den einen oder anderen machbaren Wunsch erfüllen, beißt damit beim Aufsichtsrat aber mehr und mehr auf Granit. Das allerdings nicht nur, weil dieser Veh nicht zu mächtig sehen möchte, sondern auch weil Bernd Wahler beim Aufsichtsrat nicht mehr so richtig wohlgelitten ist. Einmal mehr ein Beispiel, wer unseren Verein (heimlich) regiert.
Veh wiederum ist ein Alphatier, der sich nicht verbiegen lässt und tut und sagt, was er für richtig hält. Eine gefährliche Konstellation! Sollte Veh mit falschen Versprechungen gelockt worden sein und ihm jetzt noch Steine in den Weg gelegt werden, ist die latente Gefahr vorhanden, dass er die Brocken hinschmeißt. Das hat er schon zwei Mal in seiner Karriere gemacht, will der VfB es vermeiden, dass er es ein drittes Mal tut, sollte er vorsichtig sein.
Wenn man schon so wenig Fachkompetenz im Verein hat, muss man seinem Trainer ein Stück weit vertrauen. Wenn er potentielle (finanzierbare) Zugänge vorschlägt sollte das Bemühen erkennbar sein, dass man ihm diesen Wunsch versucht zu erfüllen und nicht halbherzig auf halber Strecke aufgeben oder sich anderweitig umschauen.
Genau so verhält es sich mit dem Sportdirektor. Ob es jetzt gerade Bruno Hübner werden muss, mit dem Veh in Frankfurt harmonisch zusammenarbeitete, sei dahingestellt. Eingebunden werden sollte der Trainer aber schon, schließlich muss die Chemie stimmen zwischen den beiden, die am Ende des Tages so eng zusammenarbeiten sollen.
Vor vier Jahren setzte man Christian Gross Fredi Bobic vor die Nase, die von Anfang nicht miteinander konnten. Bei Gross‘ Wunschspieler Petric, der schon fast hier war, ließ man den Transfer leichtfertig platzen, was dem Trainer schlussendlich vor Augen führte, welche Wertschätzung er im Verein erfuhr, nämlich so gut wie keine. Das Ende ist bekannt!
Nimmt der Aufsichtsrat also wieder seine Blockadehaltung ein, ist zu befürchten, dass sich auch die Amtszeit von Armin Veh schon wieder dem Ende zuneigt. Dann heißt wieder so schön, „verschiedene Auffassungen“ hätten zur Trennung geführt. Ob Veh eines Tages selbst hinwirft oder der Verein die schlechte Tabellensituation, die ausschließlich den Fehlentwicklungen der letzten Jahre geschuldet ist, als willkommene Gelegenheit aufnimmt, den Dickkopf Veh loszuwerden, sei dahin gestellt. Vielleicht versucht man ihn ja auch „nur“ hinauszuekeln, um nicht die den Etat noch immer belastenden Abfindungszahlungen an die Herren Mäuser, Labbadia, Schneider und Bobic die an Veh folgen lassen zu müssen.
Dieses Szenario ist von mir bewusst düster ausgeführt, es wäre aber typisch für den VfB, wenn es genau so ablaufen würde. Bei uns sind ja Fehler bekanntlich dazu da, sie immer wieder zu machen, anstatt aus ihnen zu lernen.
Nun bin ich, ich gebe es zu, dramatisch abgedriftet, war doch das eigentliche Thema das 0:4 gegen den VfL Wolfsburg. Und trotzdem ist eigentlich anfangs alles gesagt, vielversprechende Offensivaktionen, haarsträubende Ballverluste im Mittelfeld (Romeu, Niedermeier, Leitner), die zu Gegentoren führten, eigener Torwartfehler, starke Torwartleistung auf der Gegenseite, fertig war das 0:4. Unglaublich, wie wir den Gegner zum Toreschießen einluden, so etwas hat die Bundesliga vermutlich zuletzt zu Zeiten von Tasmania Berlin gesehen. Bis zur Winterpause müssen wir wohl oder übel mit diesen Protagonisten leben, dann aber sollte tunlichst Qualität hinzu verpflichtet werden.
Was für mich äußerst befremdlich war, war, dass mir am Samstag das 0:4 so wenig ausgemacht hatte. Wie die meisten im weiten Rund war ich zwar enttäuscht darüber, dass wir nichts Zählbares mitgenommen haben, einigermaßen zufrieden war ich aber mit der Leistung und der Moral der Mannschaft.
Erst am Sonntag dann, als ich hörte, zweithöchste Heimniederlage der Vereinsgeschichte, fragte ich mich, was die unterirdischen Darbietungen aus den letzten Jahren mit mir gemacht haben, um nach einem 0:4 noch Beifall zu klatschen. Wie tief sind die Ansprüche mittlerweile gesunken. Waren unter Labbadia Heimspiele an der Tagesordnung, bei denen es komplette Halbzeiten gab, in denen wir nicht einmal aufs Tor schossen, war am Samstag wenigstens Bewegung und Zug nach vorne drin. Statt eines langweiligen 1:0 gingen wir mit wehenden Fahnen 0:4 unter. Hurra kann man da nur sagen.
Ich zwar kein unverbesserlicher Optimist, aber, durchaus Realist. Dass die Saison extrem schwer werden wird, war mir klar, spätestens, als erkennbar wurde, dass die schonungslose Aufarbeitung der Vorsaison einfach mal ausgefallen war.
Ich vertraue Armin Veh nach wie vor und räume ihm die Zeit ein, die er benötigt, um der Mannschaft ein neues Gesicht zu verleihen. Ihm muss die Chance gegeben werden, Spieler, die uns nicht weiterbringen, fortzuschicken und andere, auch welche seines Vertrauens, hinzuholen. Ich spüre im Vergleich zu den Vorjahren schon eine Veränderung und anerkenne, dass Veh einiges ausprobiert. Es ist nur bedauerlich, dass ihm bisher das Glück fehlt und keine seiner Änderungen eine spürbare Verbesserung bringt. Der Gesamteindruck ist eben nichts wert, wenn man zuhause 0:4 verliert. Stümperhafte Fehler im Spielaufbau, keine Absicherung nach hinten, eine Grundordnung nicht mehr vorhanden, so lässt sich die Abwehr ein ums andere Mal auskontern. Das sind Situationen, die die Mannschaft auf dem Platz regeln muss. Veh sagt sicherlich nicht, „rennt alle blindlings nach vorne“.
Es klingt zwar nach Durchhalteparole, wenn Veh gebetsmühlenartig wiederholt, diese anfängerhaften Fehler müssten abgestellt werden, trifft es aber doch irgendwie. Gegen die Wölfe wurde der VfB wegen dieser weit unter Wert geschlagen.
Auf Bremen freue ich mich, auch wenn es so etwas wie ein Schlüsselspiel wird. Ganz schwer, Bremen im Aufwind, wir nervlich angeschlagen. Ein frühes Gegentor und alle Dämme könnten brechen. Auf der anderen Seite aber auch die Chance einen Bigpoint zu setzen und sich Selbstvertrauen vor den wichtigen Spielen gegen Augsburg und in Freiburg zu holen. Spannend wird’s auf jeden Fall, nicht nur das Spiel sondern auch, wie wir hoch kommen, sollte der GDL tatsächlich daran gelegen sein, erneut für ein Wochenende den Bahnverkehr in Deutschland lahmzulegen.

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