24. Januar 2011

Stuttgart erkämpft sich einen Punkt

Der VfB Stuttgart kann immerhin einen Punkt bei Borussia Dortmund erobern. Pogrebnjak erzielt kurz vor Schluss noch das 1:1 (1:0). Dabei verpasste es der Tabellenführer, die Partie rechtzeitig zu entscheiden.
Spielverlauf:

Die Dortmunder tauchten bereits in der dritten Spielminute das erste Mall gefährlich vor dem Tor des VfB Stuttgart auf. BVB-Stürmer Robert Lewandowski kam völlig freistehend zum Abschluss. Doch sein Schuss verfehlte das Gehäuse von Torhüter Sven Ulreich deutlich.

Auf der Gegenseite sorgte Stuttgarts Stürmer Pawel Pogrebnjak für erste Aufregung (6. Minute). Der Russe versuchte, im Duell mit Dortmunds Schlussmann Roman Weidenfeller einen Elfmeter zu schinden. Der Pfiff von Schiedsrichter Brych blieb allerdings zu recht aus. In der Folge zeigten die Dortmunder die bessere Spielanlage, doch die besseren Chancen hatten zunächst die Stuttgarter: Erst prüfte Christian Gentner nach einer Kuzmanovic-Ecke Dortmunds Torhüter Weidenfeller per Kopf (14.) und nur wenige Minuten später kam Sven Schipplock ebenfalls frei zum Kopfball (18.), der allerdings das Tor deutlich verfehlte. Schipplock war für den verletzten Cacau » in die Mannschaft gerückt. Das war auch die einzige personelle Veränderung beim VfB im Vergleich zum Sieg gegen Mainz .

Nach 20. Minuten zog sich der VfB Stuttgart dann zunehmend zurück und überließ dem BVB das Spiel. Folgerichtig erarbeiteten sich die Dortmunder auch mehr Torchancen. Erst suchten Nuri Sahin (21.) und Marcel Schmelzer (24.) mit Distanzschüssen aus halblinker Position den Abschluss – ohne Erfolg. Dann verlieren Stuttgarts Abwehrspieler Delpierre und Molinaro den Ball leichtsinnig an Jakub Blaszczykowski. Der Pole legt sich den Ball allerdings zu weit vor, sodass ihm Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich die Kugel vom Fuß schnappen kann (28.). Und auch in der 30. Minute gingen die Dortmunder zu fahrlässig mit einer Torchance um: Aus aussichtsreicher Position will Sahin auf Stürmer Lewandowski passen, statt selbst den Torabschluss zu suchen.

Dortmunder lassen viele Chancen ungenutzt

Doch kurz vor der Halbzeit waren die Dortmunder dann doch noch erfolgreich. Nach einer schnellen Kombination von Sahin über Kevin Großkreutz schiebt Mario Götze zur Führung der Gastgeber ein (42.). Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte dann Lewandowski, der Ulreich mit seinem Kopfball zu einer Rettungstat zwang.

VfB-Trainer Bruno Labbadia reagierte in der Halbzeitpause auf das enttäuschende Auftreten seiner Mannschaft in der Offensive und wechselte für den unauffälligen Arthur Boka Timo Gebhart ein. Am Spielverlauf sollte sich dadurch allerdings nicht viel ändern. Die Dortmunder gaben den Takt vor und kamen durch Großkreutz zur nächsten Chance (50.). VfB-Torhüter Sven Ulreich kann aber noch entscheidend stören. In der 56. Minute vergab dann Lewandowski aus elf Metern eine weitere aussichtsreiche Chance. Und auch Sahins abgefälschter Schuss aus 20 Metern verfehlte das VfB-Tor nur um Zentimeter (60.).

In der 61. Minute machte dann endlich der VfB-Angriff wieder auf sich aufmerksam. Doch Schipplock kann eine Vorlage von Molinaro aus kurzer Distanz nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Die Dortmunder konnten in der Folge ihre Überlegenheit nicht in weitere Tore ummünzen und ließen zu viele Chancen ungenutzt. Wie auch in der 75. Minute als Barrios das Tor verfehlte. Das sollte sich rächen: Fünf Minuten vor Spielende erzielte Stuttgarts Pogrebnjak den etwas überraschenden Ausgleich, der den Roten einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf sichert.

Entscheidende Szene:

Der VfB Stuttgart erzielte mit seinem besten Spielzug, eingeleitet durch den eingewechselten Gebhart und mit der Hacke von Kuzmanovic auf Pogrebnjak abgelegt, doch noch den Ausgleich.

Kommentar:

Der VfB Stuttgart hielt zunächst gut mit, stand in der Defensive sicher und erarbeitete sich durchaus gute Chancen. Bis zur Pause konnten die Roten ihre Defensive dann allerdings zu wenig entlasten. Vor allem im Angriffsspiel läuft beim VfB nicht viel zusammen. Ungenauigkeiten im Passpiel machen es dem Gegner oft zu leicht, den Ball zurückzuerobern. Letztlich profitierten sie auch davon, dass der BVB zu fahrlässig mit seinen Chancen umgegangen ist.

Borussia Dortmund:

Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Sahin, da Silva – Blaszczykowski (63. Barrios), Götze, Großkreutz (86. Feulner) – Lewandowski )90. Stiepermann).

VfB Stuttgart:

Ulreich – Funk, Tasci, Delpierre (63. Niedermeier), Molinaro – Träsch, Kuzmanovic – Gentner, Boka (46. Gebhart) – Schipplock (70. Harnik), Pogrebnjak.

Tore:

1:0 Götze (42.), 1:1 Pogrebnjak (85.)

Schiedsrichter:

Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer:

80.720 

(Stuttgarter Zeitung online 22.1.2011)

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VfB-Mainz 1:0: Stuttgart jubelt

Category: Spielberichte — Tags: , , , , , , – Franky @ 07:24

Der VfB Stuttgart hat sich im ersten Bundesligaspiel des Jahres mit 1:0 gegen den FSV Mainz 05 durchgesetzt – und verbucht damit wichtige Punkte im Abstiegskampf. Denn die Konkurrenten haben auch gepunktet.

Spielverlauf:

Beide Mannschaften ließen sich für die ersten Torschuss bis zur 13. Spielminute Zeit. Stuttgarts Pawel Pogrebnjak zieht an der Strafraumgrenze ab. Doch die Mainzer können den Schuss noch abblocken und auf Kosten einer Ecke klären, die allerdings für den VfB nichts einbrachte. Nur drei Minuten später setzt sich dann Arthur Boka über die linke Seite durch und passt den Ball flach vors Tor. Dort bringt Mannschaftskollege Cacau den Ball nicht rechtzeitig unter Kontrolle, so dass auch diese Chance ungenutzt bleibt.

Auf der Gegenseite fanden die Spieler des Tabellenzweiten Mainz kein Mittel, die sicher stehende VfB-Defensive zu überwinden. Lediglich Lewis Holtby sorgte für einen Aufreger auf den Rängen, als er im Zweikampf mit Christian Träsch mit einer Schwalbe versuchte, einen Elfmeter zu schinden. Schiedsrichter Michael Weiner erkannte den Täuschungsversuch und verwarnte Holtby mit der gelben Karte (18. Minute).

VfB: Zu viele Abspielfehler

Nach gut einer halben Stunde versuchte es dann VfB-Mittelfeldspieler Christian Träsch, mit einem Schuss aus 16 Metern zum Erfolg zu kommen. Doch auch Träschs Schuss verfehlte das Tor knapp, weil der Mainzer Bungert den Ball noch entscheidend abfälschte. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte dann den Mainzern: André Schürrle flankte von der rechten Seite auf den Kopf von Marcel Risse, der VfB-Torhüter Sven Ulreich prüfte. Ohne Tore verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit blieben beide Mannschaften in der Offensive zu harmlos, so dass die Defensivreihen auch keine Probleme hatten, die Stürmer von ihrem Tor fernzuhalten.

So blieben Distanzschüsse weiter ein probates Mittel: In der 58. Minute zirkelte Marcel Risse den Ball aus halblinker Position 18 Meter so gefährlich auf das Tor, dass VfB-Abwehrspieler Christian Molinaro den Ball per Kopf auf der Linie retten musste.

Bei den Stuttgartern häuften sich in der zweiten Halbzeit die Abspielfehler. Und wenn ein Ball den Weg vor das Tor der Mainzer fand, fehlte der erfolgreiche Abschluss. So wie in der 66. Minute, als Timo Gebhart den Ball flach von der rechten Seite vors Tor schob. Doch Pogrebnjak konnte sich nicht durchsetzen. Umso überraschender fiel dann der Siegtreffer in der 79. Minute durch Martin Harnik, der nach einem Dribbling von Timo Gebhart den Ball über die Linie drückte. Anschließend verteidigte der VfB den Sieg, musste allerdings bei den Aktionen von Allagui (88.) und Bungert (89.) noch einmal zittern.

Entscheidende Szene: Der eingewechselte Timo Gebhart fasste sich in der 79. Minute endlich ein Herz und leitete damit den entscheidenden Treffer ein.

Bester Spieler:

Timo Gebhart sorgte für den entscheidenden Impuls in einer spielerisch überwiegend harmlosen Stuttgarter Mannschaft.

Kommentar:

Der Sieg der Roten war wichtig, da auch Gladbach am Tabellenende gewonnen hat. In der Defensive blieben die Stuttgarter endlich einmal ohne Gegentor. Im Angriffsspiel präsentierten sich die Stuttgarter allerdings oft zu harmlos.

VfB Stuttgart: Ulreich – Funk, Tasci, Delpierre, Molinaro – Träsch, Kuzmanovic – Gentner (59. Gebhart), Boka – Pogrebnjak (88. Niedermeier), Cacau (70. Harnik).

FSV Mainz 05:

Müller – Zabavnik, Bungert, Noveski, Fuchs – Caligiuri, Fathi, Soto – Holtby (59. Szalai) – Risse (66. Allagui), Schürrle.

Schiedrichter:

Michael Weiner (Hasede)

Zuschauer:

33.500

(Stuttgarter Zeitung online 15.1.2011)

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