27. Februar 2011

Und wieder mal ein “Schicksalsspiel”

Die launische Diva VfB Stuttgart vom Neckar trifft heute um 15.30 Uhr also auf die launische Diva vom Main. Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart, ein schon immer brisantes emotionsgeladenes Spiel. Anfang bis Mitte der 90er-Jahre war es stets ein Spitzenspiel, in den letzten Jahren reiste der VfB meist als großer Favorit an, doch in dieser Saison ist es ein Abstiegsduell. Der VfB bleibt auch nach 23 Spieltagen auf seinen 19 Pünktchen sitzen, die Eintracht hat zwar acht Punkte auf dem Konto, jedoch im Jahr 2011 noch kein einziges Tor erzielt und könnte durch einen VfB-Sieg mit unten rein gezogen werden. Im Hinspiel verlor der VfB zu Hause durch äußerst fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen mit 1:2. Der Gipfel dabei war das nicht gegebene Tor von Cacau zum 2:2 kurz vor Schluss.

Der VfB präsentiert sich fraglos launig in diesen Tagen. Dem Offenbarungseid gegen Nürnberg folgte eine zumindest über 60 Minuten ansprechende Leistung in Lissabon. Auch in Leverkusen wäre mehr drin gewesen als das 2:4. Die Leistung insgesamt war in Ordnung, allerdings präsentierte sich unsere Abwehr einmal mehr löchrig wie Schweizer Käse. So fanden von insgesamt sieben Torschüssen der Pillendreher vier den Weg ins VfB-Tor. Bruno Labbadia monierte auch, dass wir gar nicht so viele Tore schießen können wie wir einfangen und kündigte an, einen Torwartwechsel vorzunehmen. Meiner Meinung nach vollkommen angebracht, da Sven Ulreich einfach noch nicht so weit ist. Klar wird es ihm von seinen Vorderleuten auch nicht einfach gemacht. Ulreich macht mir allerdings oft einen übernervösen Eindruck, was sich auch auf seine Vorderleute zu übertragen scheint. Vieles wirkt bei ihm aufgesetzt. Er weiß zwar, was er zu tun hat aber nicht, wie er es umsetzen kann. Beispiel: Spieleröffnung!

An anderer Stelle hatte ich allerdings auch schon bemerkt, dass es mir lieber gewesen wäre, wir hätten während der Transferperiode im Januar einen gestandenen Keeper geholt, da ich Sven Ulreich die nötige Nervenstärke im Abstiegskampf nicht zutraue. Er ist zwar sicherlich einer der wenigen im “Team”, dem die Situation spürbar an die Nieren geht. Am Willen liegt es bei ihm nicht. Und, er wäre sicher auch einer der wenigen, die bei einem Abstieg für einen Neuaufbau bereit stünden. Ob er auf Dauer eine Nummer 1 in einem Bundesliga-Tor sein kann, muss er noch beweisen. Ich habe schon meine Zweifel, was seine Klasse betrifft. Andere junge Torhüter in der Bundesliga scheinen mir da weiter zu sein.

Marc Ziegler hatte ich schon in seiner ersten Zeit beim VfB die ganz große Torwartkarriere nicht zugetraut und er hatte mich auch bei den Testspielen in dieser Saison nicht überzeugt, als er auflaufen durfte. Dennoch erhoffte ich mir durch diese Maßnahme noch einmal ein Zeichen. Dass dann diese Maßnahme sofort wieder verpuffte, als Ziegler gegen Lissabon bewußtlos liegen blieb, ist natürlich großes Pech. Bruno Labbadia scheint das große Pech mit nach Stuttgart gebracht zu haben. Jede als Zeichen an die Mannschaft verstandene Maßnahme verpufft ins Wirkungslose, wie auch die Suspendierung Maricas. Dass sich am Tag danach Pogrebnjak mit Rippenbruch abmeldet, Harnik und Cacau ständig an Aduktorenproblemen laborieren und somit der Youngster Sven Schipplock auf einmal fast der einzig gesunde Stürmer ist, damit konnte zum Zeitpunkt der Suspendierung noch keiner rechnen. Für mich ist diese allerdings jetzt purer Aktionismus und schwächt den VfB eher, als dass es etwas bringt. In der Wintertransferperiode wäre die Gelegenheit da gewesen, sich vom ein oder anderen Stinkstiefel zu trennen und das Gefüge des Kaders zu korrigieren. Gerade über Marica hatte ich aus gut unterrichteter Quelle erfahren, soll ein Angebot von Galatasaray Istanbul vorgelegen haben. Warum der VfB dem nicht entsprochen hat, kann ich mir nicht erklären. Unsere Vereinsführung hatte wohl gehofft, die 8 Millionen Euro, die man 2007 für diesen Söldner gezahlt hatte, wieder zu bekommen. Dabei muss man einfach froh sein, einen solch miserablen Charakter von der Gehaltsliste zu haben. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Vielleicht scheiterte ein eventueller Transfer auch daran, dass in der Zeit, in der man eigentlich Trnsfers einfädelt, nämlich zum Trainingsbeginn bzw. zum 1.1., unser Manager-Azubi im Urlaub in New York weilte? Selbst wenn mit den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation über die Neuen Medien vieles möglich ist, ein schlechtes Zeichen an die Mannschaft und die Fans war dieser Ego-Tripp von Bobic allemal. Dennoch wäre ich dafür alle Kräfte zu bündeln und auch Marica zu begnadigen. Gerade, sollte Pogrebnjak weiter ausfallen, könnte er mit seiner Schnelligkeit weiter helfen.

So kann ich mich nur immer wieder wiederholen. Im Sommer hatte Gross einen Torwart, einen Innenverteidiger und einen schnellen Außenbahnspieler gewünscht und nichts von alledem bekommen, weil es unsere Fußballfachleute in Vorstand und Aufsichtsrat ja besser gewußt hatten. Als sich in der Vorrunde der Absturz abzeichnete wurden uns sowohl von Bobic, als auch von Staudt Veränderungen im Kader in Aussicht gestellt doch nichts Nennenswertes geschah, zumindest nicht auf den Positionen, wo es notwendig gewesen wäre. Man ließ sich einlullen von einer kämpferisch guten Leistung im Pokal gegen die Bayern (wie tief sind wir gesunken, wenn wir schon mit Grundtugenden, die man von einem Profi erwarten muss, nämlich, dass er in JEDEM Spiel bis an die Schmerzgrenze geht, mit stehenden Ovationen bedenken???) und von den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Mainz und in Dortmund als überraschend vier Punkte eingefahren wurden. Wie diese zustande kamen, wurde nicht hinterfragt. Es waren äußerst glückliche Punktgewinne, die wir gerne mitgenommen haben, aber auch nicht mehr. Dass die Probleme tiefgründiger sind, als dass sie durch Handauflegen von Labbadia schnell mal gelöst werden könnten, sollte nach 12 Pünktchen in der Vorrunde jedem klar gewesen sein. Für mich haben wir jetzt die Situation, dass wir keineswegs stärker geworden sind, als das was uns im August in den Spielen gegen Molde, Bratislava und Babelsberg vor Augen geführt wurde.

So ist meine Hoffnung auf den Klassenverhalt sehr gedämpft. Ich traue es der Mannschaft kaum zu, das Ruder herumzureißen. Gegen Lissabon, wohlgemerkt schon eine Klassemannschaft, ging das Team sang- und klanglos unter. Ob man jetzt befreiter aufspielen kann, da die Doppelbelastung wegfällt, muss sich erst noch zeigen. Spielerisch war es einmal mehr ein Offenbarungseid. Ich hoffe, dass heute Tasci zurückkehrt, was Georg Niedermeier seit seiner festen Verpflichtung spielt, ist gelinde gesagt unterirdisch. Aus der Abwehr wurde gegen die Portugiesen kein einziger ansehnlicher Angriff aufgebaut. Es wurde nur quer und dann zurück zum Torwart gespielt, der die Bälle nach vorne und meist in die Füße des Gegners drosch. Auch unser defensives Mittelfeld schafft es derzeit nicht, Angriffe nach vorne zu tragen. Selbst Träschi, in der Vorrunde noch weitestgehend eine Bank, lässt sich jetzt mehr und mehr von den Unsicherheiten seiner Mitspieler anstecken. Die Neuzugänge Hajnal und Okazaki waren zwar stets bemüht, schafften es aber auch nicht, die Stürmer in Szene zu setzen. So klaffen zwischen den Mannschaftsteilen einfach zu große Lücken. Mit diesem Spiel sind wir für jeden Gegner leicht auszurechnen, was meine Hoffnungen für heute nicht gerade bestärkt. Ich befürchte, wir könnten der ideale Aufbaugegner für die Hessen sein. Lasst sie ein Tor schießen und damit den Knoten platzen, wird es gefährlich für uns, zumal bei uns schon des öfteren nach einem Gegentor alle Dämme gebrochen sind.

Wenn man gestern die Dortmunder bei den Bayern gesehen hat, blutet einem fast das Herz. Wie die mit einem hohen läuferischen Aufwand und einer Passgenauigkeit, dazu einer Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die Allianz-Arena gestürmt haben, hat mich schwer beeindruckt. Die Jungs waren ständig in Bewegung und schafften es, Robben zu zweit oder dritt zu attackieren, ohne zu viele Räume für die anderen Bayern-Spieler entstehen zu lassen.  Passwege wurden konsequent und fast über 90 Minuten zugelaufen, so dass die Bayern zu so wenig Torabschlüssen kamen, wie zu Hause schon lange nicht mehr.

Ich hoffe, unsere Jungs haben sich das angeschaut und nehmen die Erkenntnis mit, dass sich dieser Aufwand auszahlt. Unser Spiel ist viel zu statisch und mit wenig Überraschungsmomenten gespickt. Wir sind allzu leicht auszrechnen. Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass man sowohl unsere Viererkette als auch unsere Doppel-Sechs einfach nur ständig attackieren muss, um Ballverluste zu provozieren. Wenn man dann noch schnell nach vorne spielt, geht beim VfB schnell jegliche Ordnung verloren. Es treten technische Unzulänglichkeiten zutage, die man eigentlich bei Profi-Fußballern nicht vermuten sollte. Es ist ja nicht so, dass ich lauter Messis auf dem Platz erwarte. Aber, wenn man schon mit der Ballbehandlung Probleme hat, sollte wenigstens der läuferische Einsatz und die Konzentration vorhanden sein. Sollte es am Ende gut gehen, hat man im Sommer die Gelegenheit notwendige Korrekturen vorzunehmen.

Für heute habe ich mal trotz meiner Schwarzmalerei mutig 3:4 getippt, auch, weil ich mir alles andere als einen Sieg nicht ausmalen möchte. Die Frankfurter, wie wir auch, haben massive Abwehrprobleme, so dass es durchaus denkbar ist, dass aus jeder halbwegs Halbchance eine Bude herausspringt. Der VfB ist zum Siegen verdammt, durch eine Niederlage würde der Rückstand auf Platz 16 schon auf fünf Punkte anwachsen. Für uns wäre es wichtig, endlich mal wieder den Anschluss zu schaffen, um an einem Spieltag mal wieder die Chance zu haben, bei optimalen Ergebnissen, die Abstiegsplätze zu verlassen. Dies könnte dann durchaus als zusätzliche Motivation dienen.

Wir sind, wie immer in dieser Saison, vor Ort, um 10 Uhr geht es mit dem Bus los. Alle Daheimgebliebenen: drückt fest die Daumen. Auch WIR würden gerne einmal wieder mit einem Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

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15. Februar 2011

Endlich Aufwachen VfB!

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 17:38

Es ist mittlerweile 5 nach 12!

Nach dem Debakel gegen Nürnberg gilt es jetzt, alle Kräfte zu bündeln und Wiedergutmachung zu betreiben. Es kann einfach nicht sein, dass eine Mannschaft sich dermaßen leb- und emotionslos, ohne Biss und ohne Konzentration, ohne Kampf- und Laufbereitschaft, präsentiert wie am letzten Samstag. Dem Verein und den Fans sind es die Millionarios schuldig, alles aus sich herauszuholen und alles dem gemeinsamen Erfolg unterzuordnen. Wenn der von Bruno Labbadia eingeführte 8-Stundentag nicht ausreicht, um das Bewusstsein zu schärfen, muss eben ein 10- oder 12-Stundentag her. Dieser könnte in etwa so aussehen.

8 Uhr: gemeinsames Frühstück
9 Uhr: Taktik- und Mentalschulung
10-12 Uhr Training
12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen
13.15 Uhr Besuch eines beliebigen Unternehmens, um einen Blick in die normale Welt zu erhaschen.
16 Uhr bis 18 Uhr Training
Danach Talkrunde mit den Trainingsgästen, um zu erfahren, wie sehr die derzeitige Situation den Menschen an die Nieren geht und was die Fans an Geld- und Zeitaufwand auf sich nehmen, um so einen Dreck wie gegen Nürnberg vorgesetzt zu bekommen.

Dazu könnte den einen Tag ein Mentaltrainer versuchen die Blockaden zu lösen, an einem anderen könnten Zeitzeugen zu Wort kommen, die den Abstieg 1975 hautnah erlebt hatten und über die Wirkung dieses Desasters auf eine ganze Region dozieren könnten.

Mir würde noch einiges mehr einfallen. Egal was sie gedenken zu tun, bitte nicht alles einfach so dahin plätschern lassen und meinen, es würde sich von selbst alles zum besseren wenden. Diese Mannschaft braucht Anführer, die die Richtung vorgeben und zwar von außen. Innerhalb der Mannschaft ist keiner der das Heft in die Hand nehmen kann, das wurde uns am Samstag deutlich vor Augen geführt.

Aufgrund einer völlig verfehlten Personalpolitik in den letzten Jahren mit verschiedensten Trainertypen, die verschiedenste Spieler wollten, haben wir mittlerweile ein Sammelsurium an Durchschnittskickern, man könnte auch sagen Egoisten, die weder menschlich noch sportlich zusammen passen oder miteinander harmonieren. Für den Trainer ist es die große Kunst, aus diesem Geflecht ein, den Umständen entsprechendes, einigermaßen funktionierendes Gebilde zu schaffen, nämlich eine Mannschaft, die miteinander und nicht gegeneinander spielt und für eine gemeinsame Sache, nämlich den Klassenerhalt mit dem VfB, eintritt. Da aus dem Kreis der Spieler kaum einer heraus sticht, der unentbehrlich wäre, mir fällt eigentlich zur Zeit nur Christian Träsch ein, lagen meine größten Hoffnungen auf Besserung in dieser Saison während der Transferperioden.

Im Sommer wurde, wie in den letzten Jahren, egal ob die Manager Heldt oder Bobic heißen, gezaudert bis zum Schluss, um schließlich irgendwelche Auslaufmodelle oder Invaliden an den Neckar zu lotsen. Nach den Auftritten im Juli und August gegen Fußballgiganten wie Molde, Babelsberg und Bratislava und jeweils mühsamem Weiterkommen, dachte ich, es wäre Warnung genug, dass im Kader noch einmal nachgebessert werden muss. Jedoch, anstatt sich mit dem HSV zu einigen und Petric für etwa 8 Millionen zu verpflichten, einen Spieler, der nachweislich den Unterschied in einer Mannschaft ausmachen kann, zaudert man erneut und legt dem HSV ein inakzeptables Angebot vor, so dass sich diese verarscht fühlen und nicht einmal in die Verhandlungen einzusteigen bereit sind. Hier wurde schon eine große Chance vertan, die Saison in bessere Bahnen zu lenken. Christian Gross, der ständig gemahnt hatte, wegen des Stadionumbaus würde zu wenig in die Mannschaft investiert, sah sich bestätigt. Ich denke, das dürfte der letzte Auslöser gewesen sein, weshalb Gross die Lust verlor. Er wollte eben nicht sehenden Auges in den Abgrund stürzen.

Dann nahm die Saison den Lauf, den man erwarten musste. Gross musste gehen, es wurde keinen Deut besser. Keller kam und ging. Labbadia kam und unterlag zum Auftakt haushoch gegen die Bayern. Das Ergebnis fiel wohl nur nicht zweistellig aus, weil die Bayern irgendwann die Lust aufs Toreschiessen verloren. Es folgten Fanproteste vor der Haupttribüne wie fast vor Jahresfrist. Erwin Staudt, ja, den gibt’s auch noch, verkündetete, in der Winterpause werde alles getan, um den VfB wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen und auch personell nachgebessert.

Also, begründeten sich meine Hoffnungen erneut auf die Wechselperiode. Ich konnte den 1.1.11 kaum erwarten, so gespannt war ich, wer denn da in der Warteschlange alles stehen würde. Zeit genug hatten die Oberen ja, war es doch schon lang klar, dass der Kader in der Zusammenstellung nicht passt und zu schwach ist.

Unsere Abwehr, ein Hühnerhaufen sonders gleichen. Ich persönlich hätte mich sogar auch mit einem erfahrenen Torwart anfreunden können, da ich es Sven Ulreich mittlerweile nicht mehr zutraue in dieser schwierigen Situation ein sicherer Rückhalt zu sein. Dazu ist unsere komplette Innenverteidigung austauschbar derzeit. Delpierre und Tasci stellten sich am Samstag auch an, als hätten sie noch nie miteinander gespielt. Es fehlt an der Klasse, am blinden Verständnis, am Antizipieren von Situationen, an Konzentration, an Technik etc. Aber auch Niedermeier und Boulahrouz bekleckerten sich bei ihren Einsätzen nicht mit Ruhm. Also hätte ich mir einen gestandenen Innenverteidiger vorstellen können, von mir aus aus der 2. Liga. Als Manndecker sind die Aufgaben im Spiel begrenzt und mit ein bisschen Hirn, sprich Spielintelligenz und Konzentration, kann man schnell in die Aufgabe hineinwachsen, auch wenn man aus der unteren Etage kommt.

Im defensiven Mittelfeld hat sich Bah leider im Trainingslager verletzt, der offensichtlich für einen Stammplatz vorgesehen gewesen wäre. So hätte ich mir dafür auch einen kompromisslosen Abräumer Marke Van Bommel, Jones oder Bajramovic (in seinen besseren Zeiten) gewünscht neben Träsch. Kuzmanovic fällt mehr durch sinnloses Armheben als durch durchdachte Aktionen auf dem Platz auf, ist zu langsam und lässt sich allzu leicht überspielen.

Gentner scheint zwar eine Stammplatzgarantie zu besitzen, überzeugte bislang aber auch noch nicht. Er ist offensichtlich der Typ Spieler, der in einer funktionierenden Mannschaft glänzen kann, in der derzeitigen Situation leider aber auch nur ein Mitläufer.

Auf den Außenbahnen hätten wir meiner Meinung nach auch noch jemand schnelles, trickreiches gebrauchen können. Dass es Camoranesi nicht war, hat die sportliche Leitung erkannt und ihn wieder ziehen lassen.

Stattdessen wurden Okazaki und Hajnal geholt. Ob sie uns noch entscheidend weiterhelfen wird sich noch zeigen. Im Fall des Japaners zeichnet sich ja eine Hängepartie wegen der Spielberechtigung ab, auf deren Ausgang ich sehr gespannt bin. Glaubt man den Ausführungen des abgebenden Vereins, hat der VfB Anfängerfehler gemacht und damit gegen die FIFA-Statuten verstoßen.

Nicht nur deshalb halte ich Fredi Bobic auf dem Posten des Managers mittlerweile für eine Fehlbesetzung. Anfangs fand ich es gut, als er kam, weil ich ihn mochte, schon als Spieler. Weil er einer ist, dem der VfB am Herzen liegt wie ich dachte. Weil er seine Meinung auch gegen Widerstände verteidigt, wie ich dachte. Weil er somit auch unserer selbstherrlichen Vereinsführung die Stirn bieten könnte, wie ich dachte. Leider hat sich nichts von alledem erfüllt. Bobic ist wieder einmal nur einer, der vor den Karren der Vereinsführung gespannt wurde und Öffentlichkeitsarbeit betreiben darf. Die Geschicke des Vereins werden weiterhin maßgeblich von Hundt und Ruf gelenkt, so dass für die Selbstverwirklichung eines Managers nach wie vor kein Raum bleibt.

Ich wiederhole mich hier sicherlich: bei der Managerauswahl hätte Christian Gross mit eingebunden werden müssen und die Auswahl auf jemanden fallen müssen, mit dem Gross konnte. Bobic erweckte von Beginn an den Eindruck, nicht sonderlich große Stücke auf Christian Gross zu halten und schmiss ihn bei der nächst besten Gelegenheit raus. Über Gross kann von seiten des Vereins noch so viel schmutzige Wäsche gewaschen werden. Ich bin noch immer überzeugt davon, dass er, wenn er die notwendigen Rahmenbedingungen bekommen hätte, beim VfB ähnlich erfolgreich gewesen wäre wie mit dem FC Basel. Für mich der beste VfB-Trainer seit Jahren. Es kann nicht angehen, dass sich einzelne Spieler beim Manager oder Präsidenten über den Trainer ausweinen können und dort sogar noch Gehör finden. Dass ein Trainer streng ist, dass ein Trainer nicht ständig mit jedem redet und jeden verhätschelt, liegt im Naturell eines Individuums. Der Trainer, der unseren Herren Profis genehm ist, muss sicher erst noch gebacken werden.

Summa summarum hat Bobic für mich als Manager versagt, in Sachen Trainerentlassung und –auswahl und in Sachen Transferpolitik sowieso. Er scheint ähnlich plan- und konzeptlos zu sein wie unsere Vereinsführung schon seit Jahren.

Es müssen Veränderungen im Verein her auf allen Ebenen. Nachdem er jahrelang ein Feindbild für mich war, würde ich mittlerweile freuen, wenn z. B. ein Ralf Rangnick für den Verein gewonnen werden könnte, als Sportdirektor oder Trainer sei dahin gestellt, der dem Verein wieder ein Konzept gibt, vom Jugendbereich, über unsere Zweite bis zur (noch) Bundesligamannschaft. Noch wäre er zu haben und wäre u. U. auch dazu bereit, schon alleine wegen der Nähe zu seiner Heimat Backnang. Natürlich müssten unsere Oberen hier Kompetenzen abtreten und ihm den Personenstab zur Seite stellen, den er meint, für einen vernünftigen Aufbau zu benötigen. Voraussetzung ist natürlich, dass Rangnick dem VfB inzwischen verziehen hat, wie er seinerzeit vom Hof gejagt wurde und, dass der VfB ausnahmsweise einmal nicht zu spät dran ist.

Nach dem Spiel gegen den Club fällt es mir schwer, noch an den Verbleib in der Liga zu glauben. Dennoch werden wir weiterhin alles für den VfB geben und ihn unterstützen, auswärts und daheim. Es muss in die Köpfe der Spieler, welche Katastrophe sie anrichten, wenn sie die Dinge weiter so geschehen lassen wie bisher. Ich denke, sechs Siege sollten mindestens her, um sicher nicht abzusteigen. Möge die Mannschaft gegen Leverkusen damit beginnen.

Für das Spiel in Lissabon erhoffe ich mir ein Team, das sich nicht blamiert. Dass das Hauptaugenmerk auf dem Nichtabstieg liegt, ist logisch. Trotzdem fahren etwa 1.200 Fans mit, mich eingeschlossen, die es verdient haben, für die Unterstützung eine Gegenleistung zu bekommen. Sollte irgendjemand in der Vereinsführung oder im Trainerstab vorhaben, den Kick abzuschenken, dann soll er lieber gleich die Fans auszahlen und sie bitten, lieber daheim zu bleiben. Das wäre immer noch ehrlicher als die Aussagen von Armin Veh damals in Sevilla: „wärd Ihr halt daheim geblieben“.

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13. Februar 2011

Der Offenbarungseid!

Hatte man nach dem ersten Auswärtssieg in der letzten Woche wieder eine leise Hoffnung, dass es nun doch aufwärts gehen würde mit dem VfB, so wurde diese gestern gegen den Club auf fürchterliche Weise wieder zerstört. Dass der Club sich in den letzten Jahren zum Angstgegner vom VfB aufgeschwungen hat, dass es sicher auch nicht einfacher werden würde als gegen die Freiburger im letzten Heimspiel, das war mir schon vor dem Spiel klar. Trotzdem war ich gestern vor dem Spiel guter Hoffnung, dass es dem VfB erstmals in der Saison gelingen würde, zwei Mal nacheinander zu siegen. Der Auftritt in der 2. Halbzeit in Mönchengladbach, als es erstmals in dieser Spielzeit gelang, einen Rückstand noch in einen Sieg umzumünzen, machte Mut. Vor allem in Person von Tamas Hajnal, der Spielkultur einbrachte und seine neuen Kollegen ein ums andere Mal gekonnt in Szene setzte. So ein Spielertyp würde auch helfen können, die kompakten Nürnberger zu Fehlern zu zwingen und Räume für die Stürmer zu schaffen. So meine Hoffnung vor dem Spiel.

Als wir das Neckarstadion betraten, merkte man vielen Fans die Vorfreude auf das Spiel bei den vorfrühlinghaften Temperaturen. Die VfB-Fans empfingen die Mannschaft mit einem farbenfrohen Fahnenmeer und signalisierten der Mannschaft, dass sie sich einmal mehr der Unterstützung der Kurve sicher sein konnten.

Schon vor dem Anpfiff überraschte mich die Mannschaftsaufstellung von unserem Trainer Bruno Labbadia. Dass unser Kapitän Delpierre zurückkehren würde, davon war auszugehen. Dass aber nicht Didavi sondern Elson in der Startformation stand, damit war nicht zu rechnen. Ein Elson der lange nicht gut genug war und lange nicht in System passte, der, nach der Verpflichtung von Hajnal faktisch noch mehr aufs Abstellgleis geschoben wurde, ausgerechnet dieser Elson durfte von Beginn an ran. Und das beim Startelfdebut von Hajnal. Erst war beim VfB überhaupt kein Platz für einen Spielmacher, und nun standen auf einmal zwei 10er auf dem Platz. Elson spielte im linken Mittelfeld, auf einer Linie mit Hajnal zentral und Träsch rechts. Kuzmanovic stand als einziger Sechser auf dem Platz, Pogrebnjak und Harnik bildeten das Sturmduo. Überraschend nicht im Kader stand unsere japanische Stürmerhoffnung Shinji Okazaki. Sein Ex-Verein Shimizu S-Pulse verweigere die Spielberechtigung, da er auch dort noch ein gültiges Arbeitspapier habe, und die FIFA habe über diesen Fall zu entscheiden. Ich bin sehr gespannt, wie dieser Fall ausgeht. Nicht dass wir für den ablösefreien Spieler am Ende noch eine Transferentschädigung bezahlen müssen. Da es sich noch um ein schwebendes Verfahren handelt, halte ich mich mit einer Bewertung und eventuellen Schuldzuweisungen zurück. Jaaaa, der VfB!

Der VfB begann eigentlich ganz gefällig, ohne aber richtig gefährlich vor Raphael Schäfers Gehäuse aufzutauchen. Gleich die erste vernünftige Kombination der Franken führte dann aber auf der anderen Seite zum 0:1. Dieses Tor war ein Spiegelbild des VfB in der Saison 2010/11. Es ging viel zu einfach für die Nürnberger, ausgehend von einem Einwurf, dann ein dilettantischer Abwehrversuch von Molinaro zu einem ungedeckten Clubberer, der den Ball ins von Ulreich aus gesehen linke Eck einnetzte. Ich bin mir nicht sicher, ob der Ball haltbar war, stark geschossen war er jedenfalls nicht. Möglicherweise war Ulreich die Sicht etwas versperrt. Aus meiner Perspektive sah es aber so aus, als sei er zu langsam in Richtung Ball abgetaucht. Wie so oft in letzter Zeit führte also gleich der erste Schuss aufs Tor zum 0:1. Dieser Treffer löste für kurze Zeit eine richtige Schockstarre im weiten Rund aus. Die Hoffnungen, die noch vor dem Spiel vorhanden waren, waren bereits nach gut 10 Minuten einer brutalen Ernüchterung gewichen.

Auch den VfBlern auf dem Platz merkte man die Verunsicherung von Minute zu Minute mehr an. Der VfB versuchte zwar das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, hatte mehr Ballbesitz als die Nürnberger, kam aber kaum einmal gefährlich vor das Nürnberger Tor. Hinten war der VfB anfällig, so dass man schon fast von Auflösungserscheinungen sprechen konnte. Bezeichnend dafür das 0:2 durch unsere Leihgabe Julian Schieber. Weder Elson noch Molinaro hinderten Chandler am Flanken, in der Mitte genügte ein Hüpfer von Julian Schieber, um die Lufthoheit gegen Serdar Tasci zu erlangen. Tasci stand völlig neben sich, auch beim 3. Tor erweckte er den Eindruck, dass er das Leihgeschäft Schiebers nach Nürnberg nicht mitbekommen hat und ihn noch als Mannschaftskameraden wähnte. Tasci, der eigentlich in den letzten Wochen aufsteigende Tendenz zeigte, war gestern unterirdisch schlecht. Es war wieder einmal eine Länderspielwoche, in der er wohl mehr darüber lamentierte, nicht in den Kreis der Auserwählten berufen worden zu sein, als seine volle Konzentration auf seine derzeitige Hauptaufgabe, den Abstiegskampf mit dem VfB, zu lenken. Tasci, der ja an einer ausgeprägten Selbstüberschätzung “leidet”, sollte sich, bevor er überhaupt über das Thema Nationalmannschaft nachdenkt, erst einmal wieder dem kleinen Einmaleins auf dem Fußballplatz widmen und sich verdammt nochmal konzentrieren. Gestern war es eine unterirdische Leistung von ihm, genauo wie von Molinaro und Kuzmanovic, die auf ihren Positionen hoffnungslos überfordert waren.

Kurz vor der Pause gelang dem VfB durch ein Glückstor von Patrick Funk der Anschluss, wodurch wieder ein wenig Hoffnung aufkeimte. Diese war aber bereits in der 51. Minute wieder verflogen, als Schieber Tasci problemlos davon lief und dieser punktgenau Chandler bediente. Julian Schieber verkniff sich ganz gentlemanlike einen überschwänglichen Torjubel, da sein Herz doch für den VfB schlägt. Tragisch ist aber trotzdem, dass er mit seiner hervorragenden Leistungen den VfB dem Abgrund wieder ein Stück näher gebracht hat.

Die VfB-Abwehr war spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Selbstbedienungsladen geworden. Danach brach die Moral vom VfB komplett, die Nürnberger konnten noch das 1:4 erzielen und hätten auch noch deutlich höher gewinnen können. Doch auch ein 1:4 gegen Nürnberg ist ein Debakel sondersgleichen. Einmal mehr zeigte sich, dass der Kader zu schwach ist, um eine bessere Rolle in der Liga zu spielen als die derzeitige.

Sowohl ein Fredi Bobic, als auch ein Erwin Staudt hatten uns für die Wintertransferperiode Transfers in Aussicht gestellt, die uns weiter bringen würden. Nichts ist geschehen. Ein Japaner, dem die Spielberechtigung fehlt, der sich in einer völlig neuen Welt erst einmal akklimatisieren muss, dazu im Sturm, wo im derzeitigen Kader noch am wenigstens der Schuh drückt. Dazu noch Tamas Hajnal, der obligatorische Last-Second-Transfer, ein Spieler, der in Dortmund ins 3. oder 4. Glied gedrängt worden ist, dem ein gewisser Toni Da Silva den Rang abgelaufen hat für eine Position, die wir eigentlich nicht im Angebot haben. Diese Personalpolitik verstehe wer will. Dass die größte Problemzone die Abwehr bildet, wurde gestern einmal mehr offenkundig. Dass ein Kuzmanovic, der sich analog zu Tasci stets zu höherem berufen fühlt, auch gestern wieder total überfordert war, dass dieser Spieler, der immer wieder mal mit angeblichen Angeboten aus der Serie A kokettiert, dem die Fans nach eigener Aussage sch…egal sind, nicht mit der Schubkarre über den Brenner gefahren wurde, habe ich auch nicht verstanden. Trotz eines Überangebots im defensiven Mittelfeld fehlt es uns dort an Qualität. Ein Typ Marke Van Bommel oder Jermaine Jones, selbst ein Christian Tiffert hätte uns gut getan, getan wurde nichts. Schon nach den verpassten Chancen während der Sommertransferperiode war klar, dass man mit diesem Kader irgendwie in den Winter kommen muss. Jetzt haben wir den Salat und müssen durch bis zum Bitteren Ende, das, und die Gefahr ist seit gestern präsent wie nie, den Abstieg in die 2. Liga bedeuten kann.

Langsam schwindet bei mir die Hoffnung auf ein gutes Ende auf den Nullpunkt. Der VfB hat einfach Baustellen in allen Manschaftsteilen. Der Torwart gefällt zwar durch einige Paraden, strahlt aber insgesamt zu wenig Sicherheit aus, die man im Abstiegskampf braucht. Die gesamte Viererabwehrkette leistet sich zu viele Unkonzentriertheiten und wirkt nicht abgestimmt. Bei Funk wechseln Licht und Schatten. Ihm kann man Fehler noch am ehesten verzeihen, da er ein Greenhorn ist und erst seine erste Bundesligasaison spielt. Dennoch kräht nach Degen, Celozzi oder Boulahrouz als Alternative derzeit kein Hahn.

Was auf der anderen Seite aber Molinaro seit seiner festen Verpflichtung abliefert ist eine Frechheit. Klar profitierte er in der letzten Saison noch von Hleb, mit dem er gut harmonierte. Aber auch in der Rückwärtsbewegung war er in der letzten Saison um Klassen besser, als das was er jetzt abruft. Gestern einfach unterirdisch. Auch die Innenverteidigung taumelt in dieser Saison von einer Verlegenheit in die nächste, egal ob die Protagonisten Tasci, Delpierre, Niedermeier oder Boulahrouz hießen. Zum defensiven Mittelfeld habe ich mich weiter oben schon ausführlich geäußert. Auf den Außenbahnen haben wir jetzt nach den Ausfällen von Boka und Gebhart fast ein Vakuum und eigentlich keine antrittschnellen Spieler mehr, die notwendig wären. Auch hier hätte eine Verstärkung frischen Wind bringen können. Wie Hajnal eingebaut wird, muss sich erst noch zeigen.

Dass wir fußballerisch im Vergleich zur Vorsaison entscheidend an Qualität verloren haben, ist augenscheinlich. Dazu ist kein Häuptling vorhanden, der das Heft des Handelns in die Hand nimmt und die Kameraden mitreißt. Die Spiele plätschern oft leidenschaftslos vor sich hin. Eigentlich müssten Profis ja mit den Hufen scharren, wenn sie nach einer Woche Training herausgelassen werden. Beim VfB ist davon nichts zu spüren. Die ersten Halbzeiten werden regelmäßig verschlafen. Kein Spielwitz, kein Esprit, gestern wieder bis auf Ausnahmen wie Pogrebnjak und Träsch auch kein Kampf und zu wenig Laufbereitschaft. Jeder ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er der Mannschaft wirklich helfen könnte.  Was hier noch helfen kann? Ich weiß es nicht, vielleicht sollten die Verantwortlichen die Dienste eines Psychologen in Anspruch nehmen, der Blockaden lösen könnte, die auch nach zweimaligem Trainerwechsel noch vorhanden sind.

Apropos Trainerwechsel: noch immer bin ich überzeugt davon, dass die Misere nicht solche Ausmaße angenommen hätte, hätte man an Christian Gross festgehalten. Für mich ist er nach wie vor der beste VfB-Trainer seit langem gewesen. Ausnahmsweise muss ich hier dem ungeliebten W. S. aus KA Recht geben, der kürzlich im Dritten angeprangert hatte, dass ein erfahrener Trainer wie Gross dem Managernovizen Bobic erklären musste, wie er die Mannschaft aus der damaligen Krise zu bringen gedenkt.  Und, dass spätestens nach dem zweiten Trainerwechsel auch der Manager hinterfragt gehört. Für mich jedenfalls hat er die Probezeit nicht bestanden und ist, aufgrund verfrühter Trainerentlassung und verfehlter Personalpolitik einer der Hauptschuldigen der derzeitigen Talfahrt.

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der schweren Zeit werden wir den VfB auch am Donnerstag in Lissabon und am Sonntag in Leverkusen lautstark unterstützen. Eines ist klar, nach den Ergebnissen vom Wochenende ist in Leverkusen ein Sieg Pflicht. Nach der gestrigen “Leistung” eigentlich unvorstellbar aber auch nicht unmöglich, hat Leverkusen doch auch so seine Probleme zu Hause. Allerdings sollten es unsere Jungs tunlichst vermeiden, die Pillendreher ähnlich zum Toreschießen einzuladen, wie die Nürnberger gestern. Es ist eine konzentrierte und couragierte Leistung notwendig, dann kann das Unmögliche möglich gemacht werden.

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8. Februar 2011

Stuttgart feiert ersten Auswärtssieg

Der VfB Stuttgart holt einen 0:2-Rückstand im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach in den letzten Minuten auf und sichert sich beim 3:2-Sieg drei wichtige Punkte. Es war der erste Auswärtssieg in der laufenden Saison.

Spielverlauf:

Der VfB-Trainer Bruno Labbadia änderte im Gegensatz zur Niederlage gegen Freiburg die Anfangself auf drei Positionen. Timo Gebhart, Arthur Boka und Martin Harnik durften für Zdravko Kuzmanovic, Daniel Didavi und Ciprian Marica ran. Marica saß noch nicht einmal auf der Bank. Labbadia hatte die Nicht-Nominierung mit den Trainingsleistungen des Rumänen begründet.

Mit diesen Änderungen starteten die Roten offensiv ins Spiel, während sich die Gladbacher in den ersten zehn Minuten tief in die eigene Hälft zurückzogen. Allerdings konnte sich der VfB keine nennenswerten Torchancen erarbeiten. Die erste Offensivaktion von Mönchengladbach brachte den VfB-Torhüter Sven Ulreich dagegen gleich in Bedrängnis. Ein Freistoß von Kapitän Filip Daems aus 20 Metern wurde von der Stuttgarter Abwehrmauer abgefälscht und verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (10. Minute).

Timo Gebhart fiel drei Minuten später im gegnerischen Strafraum. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer erkannte eine Schwalbe und zeigte Gebhart die gelbe Karte. Da es die fünfte Verwarnung für den Mittelfeldspieler war, muss er im Heimspiel gegen Nürnberg in der kommenden Woche pausieren.

Schneller Ausgleich nach der Pause

Nach 20. Minuten agierte Mönchengladbach dann mutiger nach vorne – und kam zu guten Chancen. Igor De Camargo setzte sich am Strafraum gegen Christian Gentner durch, zo direkt ab und schoss nur knapp vorbei (26.). Doch das war nur der Anfang: In den folgenden Minuten stürmte Gladbach und die Stuttgarter gerieten immer mehr unter Druck. Erst nutzen Mohamadou Idrissou und Marco Reus eine aussichtsreiche Situation nicht und nur wenige Sekunden später scheitert Reus aus 14 Metern an Ulreich (28.).

Wenig später schlug Reus einen Eckball von der rechten Seite vors Tor und kein Stuttgarter Spieler deckte Gladbachs Dante, der den Ball aus fünf Metern zur Führung der Fohlen einköpfte (29.). Anschließend präsentierte sich die VfB-Hintermannschaft völlig indisponiert. Nach einem Fehler von Patrick Funk eroberte Idrissou den Ball, passte auf Reus, der den Ball von der linken Seite De Camargo zum 2:0 auflegte. Mit dieser verdienten Führung ging die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck auch in die Pause.

VfB-Trainer Labbadia reagierte in der Halbzeitpause und wechselte für die Außenverteidiger Patrick Funk und Cristian Molinaro, Kuzmanovic und Neuzugang Tamás Hajnal ein. Und bereits wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff keimte wieder Hoffnung bei den Stuttgartern auf. Nach Flanke von Harnik reagierte Pawel Pogrebnjak schneller als seine Gegenspieler und verkürzte auf 1:2 (51.). Der Russe hatte bereits in der Hinrunde drei Mal gegen Mönchengladbach getroffen.

Glänzte Harnik beim Anschlusstreffer noch als Vorlagengeber, sorgte er nur fünf Minuten später sogar für den Ausgleich (56.). Nach Pass von Boka schob der Österreicher aus elf Metern die Kugel ins Netz. Nach zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich dominierte der VfB das Spiel. Die Gastgeber waren dagegen völlig verunsichert und brachten im Angriff nichts mehr zustande. Doch die Stuttgarter versäumten es sich weitere Chancen zu erarbeiten und gab Gladbach die Möglichkeit zurück ins Spiel zu kommen. So störte VfB-Abwehrspieler Georg Niedermeier Gegenspieler Idrissou noch entscheidend beim Kopfball (75.). Nach dem anschließenden Eckball landete der Ball dann im Stuttgarter Kasten. Doch Schiedsrichter Kinhöfer entscheidet auf Foul von Dante an Stuttgarts Torhüter Ulreich im Fünfmeterraum.

Wenige Minuten vor Schluss stand wieder Schiedsrichter Kinhöfer im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Dante und Pogrebnjak entscheidet der Unparteiische auf Strafstoß für Stuttgart. Gebhart trat an, verwandelte und sicherte dem VfB nach einer mutigen Aufholjagd wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Entscheidende Szene:

Bruno Labbadia hatte mit seinen Wechseln in Pause ein glückliches Händchen. Hajnal zeigte bei seinem Debüt gute Ansätze und ordnete das zuvor zerfahrene Offensivspiel des VfB.

Kommentar:

Der VfB Stuttgart zeigte sich in der ersten Halbzeit viel zu harmlos im Angriffsspiel. Den Roten hatten keine ernsthafte Torchance vor dem Pausenpfiff. Hinzu kamen Unsicherheiten in der Abwehr, die zum Rückstand führten. In den ersten zehn Minuten des zweiten Spielabschnitts präsentierten sich die Stuttgarter wie ausgewechselt und kamen folgerichtig zum Ausgleich. Doch anschließend konnten die Stuttgarter erneut keinen großen Druck auf das gegnerische Tor ausüben. Die Leistungssteigerung wurde nach dem Elfmeter dennoch belohnt. Damit hält Stuttgart den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze.

Borussia Mönchengladbach:

Heimeroth -Levels, Stranzl, Dante, Daems – Nordtveit, Neustädter (89. Arango) – Reus, Idrissou – De Camargo (83. Herrmann), Matmour (67. Hanke).

VfB Stuttgart:

Ulreich – Funk (46. Kuzmanovic), Tasci, Niedermeier, Molinaro (46. Hajnal) – Träsch, Gentner – Gebhart, Boka – Harnik (79. Schipplock), Pogrebnjak.

Tore:

1:0 Dante (29.), 2:0 De Camargo (31.), 2:1 Pogrebnjak (51.), 2:2 Harnik, 2:3 Gebhart (87.)

Schiedsrichter:

Thorsten Kinhöfer (Herne)

Besondere Vorkommnisse

Platzverweis für Dante (86.)

Zuschauer:

39.132

(Stuttgarter Zeitung online 7.2.2011)

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4. Februar 2011

Ende oder Wende?

Wenn am morgigen Samstag der 18. auf den 17. trifft, von der DFL erstaunlicherweise zum Spiel der Woche gekürt, sollte auch dem Letzten klar geworden sein, was die Stunde geschlagen hat. Von nun an geht es nur noch ums nackte (sportliche) Überleben. Wer nach den Achtungserfolgen zum Auftakt gegen den Zweiten Mainz und gegen den Tabellenführer Dortmund geglaubt hatte, der Aufstieg in sicherere Tabellengefilde würde ein Selbstläufer werden, der wurde spätestens nach dem schwachen Spiel gegen den SC Freiburg eines Besseren belehrt.

Die Tabelle lügt nicht. Der VfB gehört in der Saison 2010/2011 tatsächlich dort hin, wo er steht, nämlich auf den vorletzten Tabellenplatz, lediglich durch das deutlich bessere Torverhältnis getrennt vom Schlußlicht, unserem morgigen Gegner Borussia Mönchengladbach. Allein 14 Tore davon machte der VfB im Hinspiel gut, dem sagenhaften 7:0. Dieses Spiel war natürlich Balsam auf die Seelen eines VfB-Fans, stand man doch nach den ersten drei Saisonspielen gänzlich ohne Punkte da. Leider war dieses Spiel nur Augenwischerei, verlor man doch bereits drei Tage später in Nürnberg wieder. Dort waren wir aufgrund eines Staus noch nicht einmal im Stadion, als unsere Leihgabe Julian Schieber bereits das 1:0 markierte.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass nach erfolgreichen Spielen der eine oder andere meint, sich zurücklehnen und mit halber Kraft spielen zu können. Nach jedem Spiel hört man die selben Attituden, dass die Qualität ja viel zu hoch wäre, als dass man ernsthaft absteigen könnte. So gelang es dem VfB in dieser Saison noch überhaupt nicht, zwei Spiele in Folge zu gewinnen, weil nach jedem Sieg der nächste Rückschlag folgte. Als Fan ist man da am verzweifeln.  Seit Bruno Labbadia VfB-Trainer ist, habe ich zwar schon den Eindruck, dass mehr Zug drin ist und die Spannung hoch gehalten wird. So gab es wenigstens im Pokalspiel gegen die Bayern und den Bundesligaspielen gegen Mainz und in Dortmund keinen Grund, sich übermangelnde Einsatzbereitschaft zu beklagen. Dass es im spielerischen Bereich hapert, ist, denke ich, ist normal, wenn man auf einem Abstiegsplatz steht und sich die Unsicherheit in die Köpfe gefräst hat. Gegen Freiburg allerdings hatte man schon den Eindruck, dass der alte Schlendrian wieder einzieht. Um einen kompakt stehenden Gegner wie den SC Freiburg ausspielen zu können, brauchts eine bedingungslose Laufbereitschaft, um Überraschungsmomente schaffen zu können. Vor allem in der ersten Halbzeit war davon nichts zu sehen. Da hat die Mannschaft wahrlich gespielt wie ein Absteiger. Die zweite Halbzeit wurde mir von den Verantwortlichen schon wieder zu gut gesehen. Ich fand sie zwar besser als die erste, aber dazu gehörte wahrlich nicht viel. Freiburg hatte keine große Mühe die frühe Führung über die Zeit zu schaukeln, da dem VfB über weite Strecken die Mittel fehlten, den badischen Abwehrriegel zu knacken. Mir wurde auch zu viel auf Martin Harnik herumgehackt, der kurz vor Schluß das leere Tor verfehlte. Zum einen ist er einer der wenigen Spieler, an denen es in dieser Saison wenig bis nichts auszusetzen gibt, zum anderen hätte uns ein Unentschieden auch nicht wesentlich weiter gebracht. Auch ein Punkt wäre zu wenig gewesen. Ein Übriges hat sich wieder der Schiedsrichter geleistet, als er einen Handelfmeter nicht gab. Diese Fehlentscheidung ließ uns immerhin auf Platz 10 bei www.wahretabelle.de klettern.

So ist und bleibt der VfB in dieser Saison eine Wundertüte und ich weiß wirklich nicht, was ich vom morgigen Spiel gegen einen sicher bissigen Gegner erwarten soll. Die Mönchengladbacher haben in der Winterpause ordentlich nachgebessert und sind mit zwei Auswärtssiegen und einer Heimpleite gegen Bayer Leverkusen gut in die Rückrunde gestartet. Die Borussia hat in dieser Saison jämmerliche drei Pünktchen zu Hause geholt und noch kein Heimspiel gewonnen. Dies deutet eigentlich darauf hin, dass die Borussen selbst das Spiel nicht machen können und die Initiative gern dem Gegner überlassen. Auswärts haben sie dann mehr Räume zum kontern. Ich hoffe, der VfB tut ihnen nicht den Gefallen das Spiel weitestgehend in die Gladbacher Hälfte zu verlagern, um sich dann auskontern zu lassen. Da der VfB noch keinen Auswärtssieg, Gladbach noch keinen Heimsieg hat, wäre ein Unentschieden, das keinem weiter hilft, ein logisches Ergebnis. Ich hoffe nicht, dass es so kommt, sondern dass WIR die Negativserie beenden. Das Szenario einer eventuellen Niederlage möchte ich schon gar nicht erst beleuchten und mich im Falle eines Falles erst nächste Woche damit beschäftigen.Um die Liga zu halten muss langsam mal auswärts gewonnen werden. Das nächste Heimspiel gegen den Club wird sicher ähnlich schwierig wie gegen Freiburg.

Natürlich freue ich mich auf den morgigen Tag und das Spiel im Borussia Park. Die Borussen sind für mich schon seit Kindheitstagen ein sympathischer Verein. In den 70er-Jahren hatte der Verein mit der Raute natürlich noch einen größeren Klang, als man regelmäßig tolle Europapokalschlachten im Fernsehen sah. Unvergessen ist auch 1978 das 12:0 gegen Borussia Dortmund mit ihrem jungen Trainer Otto Rehagel, das dennoch nicht zur Deutschen Meisterschaft reichte. Auch in den 80ern noch mit Trainer Jupp Heynckes war mit den Gladbachern immer zu rechnen. Nach einem Zwischenhoch Mitte der 90er-Jahre, als mit dem DFB-Pokal der bislang letzte Titel geholt wurde,  kam der erste Abstieg 1999. Seitdem kämpft die Borussia in jeder Saison mehr oder weniger gegen den Abstieg. Ich finde das große Fanpotenzial bemerkenswert, nicht nur regional, auch in ganz Deutschland trifft man Gladbach-Fans an, die regelmäßig zu Heim- und Auswärtsspielen fahren. Ich würde mich ja freuen, wenn wir beide die Klasse halten könnten, da auch die Borussia zweifellos in die Bundesliga gehört.

In dieser Woche hatte ich das Vergnügen mit meinem Blogger-Kollegen Daniel von www.buechsenwurf.de ein gegenseitiges Intervicw zu führen. Meine Antworten auf seine Fragen findet Ihr unter www.buechsenwurf.de/aktuelles.php, seine Antworten auf meine Fragen hier:

1. Wann und wie bist Du Borussia-Fan geworden?

Das muss wohl durch meinen Vater passiert sein, der häufiger am Bökelberg zugast war und sich im Gegensatz zu mir noch an bessere Fohlenzeiten erinnern kann.

2. Was macht für Dich den Mythos Borussia aus?

Die Borussia ist für mich ein besonderer Verein, ein Verein mit Geschichte, mit überregionalem Interesse. Ein Team das anders war und ist. Borussia ist immer für Ausreißer – positiv wie negativ – gut. Langweilig wird es nie. Die Fans halte ich ebenfalls für überdurchschnittlich, bin aber realistisch genug, um offen zu zugeben, dass an die Fans von Eintracht Frankfurt niemand ran zu kommen scheint.

3.  Was hatte die berühmte Fohlen-Elf in den 70ern, was dem derzeitigen Team fehlt?

Schwer zu sagen, da ich damals nicht dabei war. In den 70 prägte die Borussia ein ganz neues Fußballniveau. Es waren schlichtweg die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es scheint alles gepasst zu haben. Heute scheint es so, als würde Mitspieler X die Energie des Spielers Y aufsaugen – mit anderen Worten: Spielt Marx einen überragenden Pass, vergeigt es eben Arango …

4.  Wie hast Du den letzten Titel der Borussia, den Pokalsieg 1995, erlebt?

Ich war live am TV dabei und habe meinen Kindheitsidolen Effenberg, Dahlin, Herrlich, Klinkert und dem ganzen Team voller Begeisterung die Daumen gedrückt. Und das, obwohl ich damals nicht wusste, dass der Gewinn des DFB-Pokales ein Team für den UEFA-CUP qualifizierte.

5.  Fiel Dir der Umzug vom Bökelberg in den Borussia Park genauso schwer wie mir? Ich persönlich finde, dass etwas an Flair verloren gegangen ist.

Aus flairtechnischer Sicht war der Umzug eine Verschlechterung, was jedoch nicht an den Fans lag. Auf dem Berg stand man eng an eng, kannte sich und war unter seines Gleichen. Im Park sind viele Nörgler in der Kurve – das gab es am Bökelberg nicht. Aus finanzieller Sicht war der Umzug überfällig. Es liegt nun an den Fans, das was den Berg ausgemacht hat, in den Park zu tragen. Persönlich denke ich, dass Erinnerungen immer schöner wirken als das Hier und Jetzt.

6.   Wie erlebst Du das Pendeln zwischen erster und zweiter Liga in den letzten Jahren. Was meinst Du, wäre notwendig, um Mönchengladbach wieder langfristig in der Bundesliga zu etablieren.

Kontinuität und Besonnenheit. Das hektische Trainer- und Personalkarussel drehte sich in der Vergangenheit viel zu flott. Die Mannschaft ist gut in Schuss und ich glaube an den Klassenerhalt. Leider gibt es zu viele Nebenkriegsschauplätze, die in schlechten Zeiten auf sich aufmerksam machen und der Mannschaft schaden: Effenberg, Netzer usw.

7.  Wie hast Du Borussias höchste Auswärtsniederlage in der Bundesliga überhaupt, das 0:7 im Hinspiel, eingeordnet?

Eine Katastrophe sonder gleichen. Ich habe so etwas zuvor noch nie erlebt. Die Mannschaft hätte ebenso gut in der Kabine bleiben können. Trotzdem war ich noch immer dem Rausch aus dem Leverkusenspiel erlegen und habe das Spiel als einmaligen Ausrutscher eingeordnet.

8.   Welche Reaktion erwartest Du am Samstag von Deinem Team oder ist das Hinspiel im Vorfeld des Spiels kein Thema?

Das ist eine gute Frage, das Hinspiel wird sicherlich in den Köpfen der Spieler sein. Ich erwarte nur, dass man sich gegen eine Niederlage und gegen das Schicksal stemmt, der Rest kommt von allein.

9.  Welche Meinung hast Du zu Eurem Winterneuzugang, dem Ex-VfBler Martin Stranzl? Kann er im Abstiegskampf weiterhelfen. Macht seine Verpflichtung Sinn für Borussia? Was hältst Du von Eurem Trainer Michael Frontzeck, einst Deutscher Meister mit dem VfB. War es richtig, an ihm festzuhalten, als er in der Vorrunde ziemlich am Pranger stand?

Stranzl scheint sehr erfahren zu sein, was man auf dem Platz und im Training gemerkt hat. Bisher hat er mich nicht enttäuscht. Zu Frontzeck hatte ich weiter oben bereits einiges gesagt. Ich mag seine besonnene Art, stets ruhig und korrekt. Er ist ein Ruhepol in der heutigen Medienlandschaft.

10. Dein Tipp für Samstag?

Der erste Heimsieg ist fälltig. 3:1 für die Borussia, wobei wir zuerst ein Tor fangen werden.

(Daniel: www.buechsenwurf.de)

Ich gebe die Blumen gerne zurück. Wir hatten einen tollen Kontakt und ich wünsche Daniel mit seiner Borussia Alles Gute, nur nicht unbedingt für morgen. ;-) Ich hoffe, wir begegnen uns auch nächste Saison wieder in Liga 1. Für heute soll es das gewesen sein. Ich wünsche beiden Parteien für morgen, auf den Rängen und auf dem Spielfeld, ein allseits faires Spiel und eine tolle Stimmung sowie dem Schiedsrichter den richtigen Durchblick.

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