30. September 2012
Der erste Saisonsieg wäre geschafft. Auch in Nürnberg war es, trotz indisponierten Franken, alles andere als ein Selbstläufer.
Es ist natürlich verständlich, dass der VfB nach den Pleiten der letzten Wochen nicht gerade selbstsicher auftreten würde.
Die Nürnberger ihrerseits traten zu diesem Aufeinandertreffen nach gutem Start mit zwei Pleiten in Serie an. So stellte sich vor dem Spiel die Frage welches von zwei angeschlagenen Teams wen aufbauen würde? Nach der Partie können wir erleichtert notieren, dass Nürnberg für den VfB der ideale Gegner zum jetzigen Zeitpunkt war. Um der Niederlagenserie Einhalt zu gebieten änderte Club-Trainer Dieter Hecking sein Team gleich auf vier Positionen im Vergleich zur 1:4 Niederlage in Hannover und brachte unter anderem erstmals Marcos Antonio in der Innenverteidigung sowie Timo Gebhart, der letztes Jahr noch die Knochen für den VfB hingehalten hatte. Besonders das Reinschnuppern von Marcos Antonio in die Bundesliga. Beim VfB stürmten nach abgesessenen Rotsperren erstmals seit dem Bayern-Spiel wieder Harnik und Ibisevic gemeinsam, während Raphael Holzhauser auf der Hajnal-Position sein Startelf-Debut feiern durfte.
Zunächst einmal rückte jedoch der Debütant der Franken in den (unfreiwilligen) Mittelpunkt. Keine halbe Minute war gespielt, als der Brasilianer Marcos Antonio einen Rückpass auf Raphael Schäfer zu kurz spielt, Vedad Ibisevic schneller als die beiden Clubberer reagierte und den Ball zum 0:1 einschob. Eine wirksamere Pille gegen die Krise kann man sich ja kaum vorstellen. Der VfB, begleitet von rund 4.000 Fans, hatte von Beginn an das Spiel, das ihm am meisten liegt. Man konnte den Gegner kommen lassen und aus einer gesicherten Defensive heraus den einen oder anderen Nadelstich setzen. Etwa 10 Minuten nach der Führung hätte Raphael Holzhauser sein insgesamt gelungenes Debüt schon mit seinem ersten Bundesligatreffer krönen können, wenn er den Marcos Antonio abgeluchsten Ball an Schäfer vorbeigebracht hätte. Für den Brasilianer war dann auch nach einer Viertelstunde der Arbeitstag beendet, Hecking ersetzte ihn durch Balitsch. Danach wurden die Nürnberger sicherer in der Abwehr und kamen zu ersten Chancen. In dieser Phase war mir der VfB einmal mehr zu passiv und reagierte nur noch, anstatt konsequent auf das 0:2 gehen. Ein Team mit größerem Selbstvertrauen hätte die zahlreichen Abspielfehler vom VfB sicherlich genutzt. So aber hielt der VfB die Null und machte eine viertel Stunde vor Schluss den Sack zu, als Ibisevic Harnik freispielte und der an Schäfer vorbei einschob zum vorentscheidenden 0:2. Danach rannte der Club nur noch kopflos an und brachte das VfB-Tor kaum mehr in Gefahr.
Unterm Strich stand also der erste Saisonsieg, sicherlich verdient gestern. Dennoch ist noch lang nicht alles Gold, was glänzt. Der VfB leistete sich viele haarsträubende Abspielfehler und technische Schwächen. Was stimmte, war der Einsatz und die Laufbereitschaft. Was mich verwunderte, war, dass sich zum Torjubel beim 2:0 lediglich Ibisevic und Sakai zu Harnik aufmachten. Eigentlich war es doch eine Situation, die der Mannschaft sämtliche Steine vom Herzen purzeln lassen müsste. Vielleicht wollten sie ja auch nur „unnötige“ Meter vermeiden. Mich irritierte dies jedenfalls auf der Tribüne. Was ich von der Maßnahme halten soll, dass plötzlich Raphael Holzhauser in der Startelf stand und erstmals, nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim, zwei Einsätze in Folge im Profiteam bekam, weiß ich nicht so recht. Labbadia hatte ja stets gebetsmühlenartig erklärt, die Jungs wie Holzhauser, Stöger und Rüdiger wären noch nicht so weit. Ihn ließen auch die Rufe nach dem „In die Tat umsetzen“ des Stuttgarter Wegs kalt, in dem er in dieser Frage mehr oder weniger die kalte Schulter zeigte und darauf verwies, dass dies nur die Trainer richtig beurteilen könnten. Schon gegen Hoffenheim erschien mir seine Einwechslung als ein letztes Pfeifen im Walde, um seinen eigenen Job zu retten. Daher bin ich mir nicht sicher, ob Labbadia in dieser Personalie aus voller Überzeugung gehandelt hat oder dem Druck von außen nachgegeben hat. Ich begrüße es jedenfalls außerordentlich, wenn junge Spieler Einsatzzeiten bekommen, was ja deren Marktwert steigert und somit langfristig auch zur Zukunftssicherung des VfB beitragen kann. Meiner Meinung nach hat Holzhauser ein ordentliches Debut gegeben. Er muss zwar das 0:2 machen, einem jungen Spieler verzeiht man jedoch eher einmal, wenn er vor dem Tor nicht die Nerven hat. Ansonsten war er präsent, oft anspielbar und schlug brauchbarere Standards als der Platzhirsch Hajnal. Auffallend war, dass er auf Anhieb alle Standards schlagen durfte. Was ihm etwas abging, war Spritzigkeit im Antritt und die für seine Größe unübliche Schwäche im Kopfballspiel. Dies ist aber etwas, das ausbaufähig ist und das man trainieren kann. Ich finde, Holzhauser hat weitere Chancen verdient.
Nach dem zweiten Europa League Spiel in Molde am Donnerstag folgt am kommenden Sonntag das Gastspiel von Bayer Leverkusen im Neckarstadion. Ein Team, das uns in den letzten Jahren nicht gelegen hat und das langsam ins Rollen kommt. Es wird also auch da sehr schwer werden, die Punkte in Stuttgart zu behalten. Schaun mer mal, wie sich der VfB dann präsentieren wird, ob das erste Heimtor in dieser Saison gelingt und womöglich der erste Heimsieg. Oder, war der Sieg beim Club nur ein Strohfeuer? Die Bewährungswochen für Trainer und Team gehen also weiter. Ich traue dem Braten jedenfalls noch lange nicht!
13. Februar 2011
Hatte man nach dem ersten Auswärtssieg in der letzten Woche wieder eine leise Hoffnung, dass es nun doch aufwärts gehen würde mit dem VfB, so wurde diese gestern gegen den Club auf fürchterliche Weise wieder zerstört. Dass der Club sich in den letzten Jahren zum Angstgegner vom VfB aufgeschwungen hat, dass es sicher auch nicht einfacher werden würde als gegen die Freiburger im letzten Heimspiel, das war mir schon vor dem Spiel klar. Trotzdem war ich gestern vor dem Spiel guter Hoffnung, dass es dem VfB erstmals in der Saison gelingen würde, zwei Mal nacheinander zu siegen. Der Auftritt in der 2. Halbzeit in Mönchengladbach, als es erstmals in dieser Spielzeit gelang, einen Rückstand noch in einen Sieg umzumünzen, machte Mut. Vor allem in Person von Tamas Hajnal, der Spielkultur einbrachte und seine neuen Kollegen ein ums andere Mal gekonnt in Szene setzte. So ein Spielertyp würde auch helfen können, die kompakten Nürnberger zu Fehlern zu zwingen und Räume für die Stürmer zu schaffen. So meine Hoffnung vor dem Spiel.
Als wir das Neckarstadion betraten, merkte man vielen Fans die Vorfreude auf das Spiel bei den vorfrühlinghaften Temperaturen. Die VfB-Fans empfingen die Mannschaft mit einem farbenfrohen Fahnenmeer und signalisierten der Mannschaft, dass sie sich einmal mehr der Unterstützung der Kurve sicher sein konnten.


Schon vor dem Anpfiff überraschte mich die Mannschaftsaufstellung von unserem Trainer Bruno Labbadia. Dass unser Kapitän Delpierre zurückkehren würde, davon war auszugehen. Dass aber nicht Didavi sondern Elson in der Startformation stand, damit war nicht zu rechnen. Ein Elson der lange nicht gut genug war und lange nicht in System passte, der, nach der Verpflichtung von Hajnal faktisch noch mehr aufs Abstellgleis geschoben wurde, ausgerechnet dieser Elson durfte von Beginn an ran. Und das beim Startelfdebut von Hajnal. Erst war beim VfB überhaupt kein Platz für einen Spielmacher, und nun standen auf einmal zwei 10er auf dem Platz. Elson spielte im linken Mittelfeld, auf einer Linie mit Hajnal zentral und Träsch rechts. Kuzmanovic stand als einziger Sechser auf dem Platz, Pogrebnjak und Harnik bildeten das Sturmduo. Überraschend nicht im Kader stand unsere japanische Stürmerhoffnung Shinji Okazaki. Sein Ex-Verein Shimizu S-Pulse verweigere die Spielberechtigung, da er auch dort noch ein gültiges Arbeitspapier habe, und die FIFA habe über diesen Fall zu entscheiden. Ich bin sehr gespannt, wie dieser Fall ausgeht. Nicht dass wir für den ablösefreien Spieler am Ende noch eine Transferentschädigung bezahlen müssen. Da es sich noch um ein schwebendes Verfahren handelt, halte ich mich mit einer Bewertung und eventuellen Schuldzuweisungen zurück. Jaaaa, der VfB!
Der VfB begann eigentlich ganz gefällig, ohne aber richtig gefährlich vor Raphael Schäfers Gehäuse aufzutauchen. Gleich die erste vernünftige Kombination der Franken führte dann aber auf der anderen Seite zum 0:1. Dieses Tor war ein Spiegelbild des VfB in der Saison 2010/11. Es ging viel zu einfach für die Nürnberger, ausgehend von einem Einwurf, dann ein dilettantischer Abwehrversuch von Molinaro zu einem ungedeckten Clubberer, der den Ball ins von Ulreich aus gesehen linke Eck einnetzte. Ich bin mir nicht sicher, ob der Ball haltbar war, stark geschossen war er jedenfalls nicht. Möglicherweise war Ulreich die Sicht etwas versperrt. Aus meiner Perspektive sah es aber so aus, als sei er zu langsam in Richtung Ball abgetaucht. Wie so oft in letzter Zeit führte also gleich der erste Schuss aufs Tor zum 0:1. Dieser Treffer löste für kurze Zeit eine richtige Schockstarre im weiten Rund aus. Die Hoffnungen, die noch vor dem Spiel vorhanden waren, waren bereits nach gut 10 Minuten einer brutalen Ernüchterung gewichen.
Auch den VfBlern auf dem Platz merkte man die Verunsicherung von Minute zu Minute mehr an. Der VfB versuchte zwar das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, hatte mehr Ballbesitz als die Nürnberger, kam aber kaum einmal gefährlich vor das Nürnberger Tor. Hinten war der VfB anfällig, so dass man schon fast von Auflösungserscheinungen sprechen konnte. Bezeichnend dafür das 0:2 durch unsere Leihgabe Julian Schieber. Weder Elson noch Molinaro hinderten Chandler am Flanken, in der Mitte genügte ein Hüpfer von Julian Schieber, um die Lufthoheit gegen Serdar Tasci zu erlangen. Tasci stand völlig neben sich, auch beim 3. Tor erweckte er den Eindruck, dass er das Leihgeschäft Schiebers nach Nürnberg nicht mitbekommen hat und ihn noch als Mannschaftskameraden wähnte. Tasci, der eigentlich in den letzten Wochen aufsteigende Tendenz zeigte, war gestern unterirdisch schlecht. Es war wieder einmal eine Länderspielwoche, in der er wohl mehr darüber lamentierte, nicht in den Kreis der Auserwählten berufen worden zu sein, als seine volle Konzentration auf seine derzeitige Hauptaufgabe, den Abstiegskampf mit dem VfB, zu lenken. Tasci, der ja an einer ausgeprägten Selbstüberschätzung “leidet”, sollte sich, bevor er überhaupt über das Thema Nationalmannschaft nachdenkt, erst einmal wieder dem kleinen Einmaleins auf dem Fußballplatz widmen und sich verdammt nochmal konzentrieren. Gestern war es eine unterirdische Leistung von ihm, genauo wie von Molinaro und Kuzmanovic, die auf ihren Positionen hoffnungslos überfordert waren.
Kurz vor der Pause gelang dem VfB durch ein Glückstor von Patrick Funk der Anschluss, wodurch wieder ein wenig Hoffnung aufkeimte. Diese war aber bereits in der 51. Minute wieder verflogen, als Schieber Tasci problemlos davon lief und dieser punktgenau Chandler bediente. Julian Schieber verkniff sich ganz gentlemanlike einen überschwänglichen Torjubel, da sein Herz doch für den VfB schlägt. Tragisch ist aber trotzdem, dass er mit seiner hervorragenden Leistungen den VfB dem Abgrund wieder ein Stück näher gebracht hat.
Die VfB-Abwehr war spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Selbstbedienungsladen geworden. Danach brach die Moral vom VfB komplett, die Nürnberger konnten noch das 1:4 erzielen und hätten auch noch deutlich höher gewinnen können. Doch auch ein 1:4 gegen Nürnberg ist ein Debakel sondersgleichen. Einmal mehr zeigte sich, dass der Kader zu schwach ist, um eine bessere Rolle in der Liga zu spielen als die derzeitige.
Sowohl ein Fredi Bobic, als auch ein Erwin Staudt hatten uns für die Wintertransferperiode Transfers in Aussicht gestellt, die uns weiter bringen würden. Nichts ist geschehen. Ein Japaner, dem die Spielberechtigung fehlt, der sich in einer völlig neuen Welt erst einmal akklimatisieren muss, dazu im Sturm, wo im derzeitigen Kader noch am wenigstens der Schuh drückt. Dazu noch Tamas Hajnal, der obligatorische Last-Second-Transfer, ein Spieler, der in Dortmund ins 3. oder 4. Glied gedrängt worden ist, dem ein gewisser Toni Da Silva den Rang abgelaufen hat für eine Position, die wir eigentlich nicht im Angebot haben. Diese Personalpolitik verstehe wer will. Dass die größte Problemzone die Abwehr bildet, wurde gestern einmal mehr offenkundig. Dass ein Kuzmanovic, der sich analog zu Tasci stets zu höherem berufen fühlt, auch gestern wieder total überfordert war, dass dieser Spieler, der immer wieder mal mit angeblichen Angeboten aus der Serie A kokettiert, dem die Fans nach eigener Aussage sch…egal sind, nicht mit der Schubkarre über den Brenner gefahren wurde, habe ich auch nicht verstanden. Trotz eines Überangebots im defensiven Mittelfeld fehlt es uns dort an Qualität. Ein Typ Marke Van Bommel oder Jermaine Jones, selbst ein Christian Tiffert hätte uns gut getan, getan wurde nichts. Schon nach den verpassten Chancen während der Sommertransferperiode war klar, dass man mit diesem Kader irgendwie in den Winter kommen muss. Jetzt haben wir den Salat und müssen durch bis zum Bitteren Ende, das, und die Gefahr ist seit gestern präsent wie nie, den Abstieg in die 2. Liga bedeuten kann.
Langsam schwindet bei mir die Hoffnung auf ein gutes Ende auf den Nullpunkt. Der VfB hat einfach Baustellen in allen Manschaftsteilen. Der Torwart gefällt zwar durch einige Paraden, strahlt aber insgesamt zu wenig Sicherheit aus, die man im Abstiegskampf braucht. Die gesamte Viererabwehrkette leistet sich zu viele Unkonzentriertheiten und wirkt nicht abgestimmt. Bei Funk wechseln Licht und Schatten. Ihm kann man Fehler noch am ehesten verzeihen, da er ein Greenhorn ist und erst seine erste Bundesligasaison spielt. Dennoch kräht nach Degen, Celozzi oder Boulahrouz als Alternative derzeit kein Hahn.
Was auf der anderen Seite aber Molinaro seit seiner festen Verpflichtung abliefert ist eine Frechheit. Klar profitierte er in der letzten Saison noch von Hleb, mit dem er gut harmonierte. Aber auch in der Rückwärtsbewegung war er in der letzten Saison um Klassen besser, als das was er jetzt abruft. Gestern einfach unterirdisch. Auch die Innenverteidigung taumelt in dieser Saison von einer Verlegenheit in die nächste, egal ob die Protagonisten Tasci, Delpierre, Niedermeier oder Boulahrouz hießen. Zum defensiven Mittelfeld habe ich mich weiter oben schon ausführlich geäußert. Auf den Außenbahnen haben wir jetzt nach den Ausfällen von Boka und Gebhart fast ein Vakuum und eigentlich keine antrittschnellen Spieler mehr, die notwendig wären. Auch hier hätte eine Verstärkung frischen Wind bringen können. Wie Hajnal eingebaut wird, muss sich erst noch zeigen.
Dass wir fußballerisch im Vergleich zur Vorsaison entscheidend an Qualität verloren haben, ist augenscheinlich. Dazu ist kein Häuptling vorhanden, der das Heft des Handelns in die Hand nimmt und die Kameraden mitreißt. Die Spiele plätschern oft leidenschaftslos vor sich hin. Eigentlich müssten Profis ja mit den Hufen scharren, wenn sie nach einer Woche Training herausgelassen werden. Beim VfB ist davon nichts zu spüren. Die ersten Halbzeiten werden regelmäßig verschlafen. Kein Spielwitz, kein Esprit, gestern wieder bis auf Ausnahmen wie Pogrebnjak und Träsch auch kein Kampf und zu wenig Laufbereitschaft. Jeder ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er der Mannschaft wirklich helfen könnte. Was hier noch helfen kann? Ich weiß es nicht, vielleicht sollten die Verantwortlichen die Dienste eines Psychologen in Anspruch nehmen, der Blockaden lösen könnte, die auch nach zweimaligem Trainerwechsel noch vorhanden sind.
Apropos Trainerwechsel: noch immer bin ich überzeugt davon, dass die Misere nicht solche Ausmaße angenommen hätte, hätte man an Christian Gross festgehalten. Für mich ist er nach wie vor der beste VfB-Trainer seit langem gewesen. Ausnahmsweise muss ich hier dem ungeliebten W. S. aus KA Recht geben, der kürzlich im Dritten angeprangert hatte, dass ein erfahrener Trainer wie Gross dem Managernovizen Bobic erklären musste, wie er die Mannschaft aus der damaligen Krise zu bringen gedenkt. Und, dass spätestens nach dem zweiten Trainerwechsel auch der Manager hinterfragt gehört. Für mich jedenfalls hat er die Probezeit nicht bestanden und ist, aufgrund verfrühter Trainerentlassung und verfehlter Personalpolitik einer der Hauptschuldigen der derzeitigen Talfahrt.
Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der schweren Zeit werden wir den VfB auch am Donnerstag in Lissabon und am Sonntag in Leverkusen lautstark unterstützen. Eines ist klar, nach den Ergebnissen vom Wochenende ist in Leverkusen ein Sieg Pflicht. Nach der gestrigen “Leistung” eigentlich unvorstellbar aber auch nicht unmöglich, hat Leverkusen doch auch so seine Probleme zu Hause. Allerdings sollten es unsere Jungs tunlichst vermeiden, die Pillendreher ähnlich zum Toreschießen einzuladen, wie die Nürnberger gestern. Es ist eine konzentrierte und couragierte Leistung notwendig, dann kann das Unmögliche möglich gemacht werden.
25. September 2010
Heute steht mal wieder ein richtungsweisendes Spiel vor der Tür. Gelingt es dem VfB wenigstens seine Heimspiele zu gewinnen, wenn man schon auswärts in schöner Regelmäßigkeit die Punkte liegen läßt, oder stürzt die Bayer-Elf den VfB in eine handfeste Krise? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von den bisher gezeigten Leistungen halten soll.
Der VfB hat seit dem Pflichtspielauftakt Ende Juli mit Ausnahme des Kantersiegs gegen Gladbach vor Wochenfrist noch kein gutes Spiel abgeliefert. Es hakt in allen Mannschaftsteilen, angefangen bei Sven Ulreich für den die Fußstapfen von Jens Lehmann zu groß sind, weiter in der Abwehr, wo weder Molinaro noch Niedermeier an die Vorjahresleistungen anknüpfen. Christian Träsch muss aufgrund der Verletzung von Celozzi und der Krankheit von Degen als Rechtsverteidiger aushelfen, obwohl er im Mittelfeld viel wertvoller wäre. Kuzmanovic und Gentner haben noch immer riesige Abstimmungsprobleme im defensiven Mittelfeld und von den Außenbahnen kommt auch zu wenig verwertbares für die Stürmer. Cacau stand in Nürnberg völlig neben sich, Pogrebnjak beweist zwar einen Formanstieg, welcher aber auch nicht wirklich verwunderlich ist, wenn man sich vor Augen führt, wo er herkommt. Marica geht wieder total unter, trotz eigentlich guter Vorbereitung. Seine gute Rückrunde war wohl auch nur ein Strohfeuer. So hat Christian Gross einige Großbaustellen zu bewältigen und ich habe Angst, dass ihn die Mannschaft jämmerlich im Stich läßt und die Mannschaft mal wieder um einen neuen Trainer bettelt.
All das, was uns in der letzten Saison seit Christian Gross’ Amtsantritt stark gemacht hatte, ist verflogen. Damals fand der VfB zuerst über den Kampf zum Spiel. Die Raumaufteilung war besser als unter Babbel und es wurde von jedem einzigen mehr gelaufen, so dass auch mal gedoppelt wurde und die Spieler sich gegenseitig halfen, Bälle zu erkämpfen. Dadurch war der VfB in der Offensive nicht so leicht ausrechenbar, als bei dem statischen Spiel zuletzt unter Babbel wie auch jetzt wieder unter Gross. Der Trainer ist hier die ärmste Sau, er ist letztendlich doch auch nur von der Einsatzbereitschaft seiner Spieler abhängig. Gross kann man keine Blauäugigkeit unterstellen. Er mahnte seit Pflichtspielbeginn, dass der Aderlass gross war und die Mannschaft noch Verstärkungen benötigt. So war der VfB zum Transferschluss an Mladen Petric dran, ein Spieler, den er aus Basler Zeiten bestens kennt, im besten Fußballeralter und ein Mann, der den Unterschied ausmachen kann. Doch der VfB kam seinem Wunsch nicht nach und hoffte, der HSV würde ihn zu einem Spottpreis verramschen. Das ärgert mich bis heute maßlos, war sich der VfB doch mit dem Spieler schon einig. Wir wissen natürlich nicht, ob der HSV ihn nur abgegeben hätte, wenn sie Van der Vaart bekommen hätten, hierzu aber wünschte ich mir mal ein klares und ehrliches Statement vom VfB, wie es wirklich gelaufen ist, anstatt Fredi Bobic von Veh beleidigen zu lassen. Stimmt aber die Aussage von Veh, dass der VfB gerade mal 3,5 Millionen geboten hat, finde auch ich das “Bemühen” des VfB lächerlich. Dann sollen sie lieber keine Energie in solch aussichtslose Unterfangen investieren. So wurden uns Camoranesi und ein weiterer Sechser namens Bah als Heilsbringer präsentiert. Die ganze Transferperiode über war zu lesen, dass der VfB massiv das Gehaltsniveau senken muss und dann leistet man sich einen alternden Weltmeister, der sicher auch nicht für weniger als 3 Millionen jährlich seine Fußballschuhe schnürt. Das passt für mich nicht zusammen und mutet eher konzeptlos an und sieht nach wirrem Aktionismus aus.
Wann schafft es der VfB einmal, seine Mannschaft weitestgehend zum Trainingsauftakt zusammen zu haben? Wie funktioniert beim VfB das Scoutingsystem, wenn man sich meist (fast) nur aus der Ramschmasse gegen Ende der Transferperiode bedient?
Gut, Christian Gentner wurde schon im letzten Winter als Neuzugang präsentiert. So sehr ich ihn mag und mich auch ein Stück weit freue, dass er wieder zurück ist, frage ich mich doch nach dem Sinn dieses Transfers. Seine Lieblingsposition ist bekanntermaßen im zentralen defensiven Mittelfeld. Dort hatten wir aber zum Zeitpunkt der Verpflichtung eine funktionierende Achse mit Khedira und Träsch, dazu als Backup den 8-Millionen-Mann Kuzmanovic. Des weiteren waren damals noch Thomas Hitzlsperger und Martin Lanig da. Für mich also ein Transfer ohne Sinn, zumal Gentner in Wolfsburg sicher ein hohes Gehalt erhielt und beim VfB ebenso sicher nicht weniger verdienen wird. Er war zwar ablösefrei, doch fließen in diesem Fall in der Branche Handgelder, die in der Höhe der eingesparten Ablösesumme nahe kommen. Für mich wurde hier also ganz klar Geld verbrannt, welches in eine Kreativkraft hätte investiert werden können. Das ist nur eines von unzähligen Beispielen aus der jüngsten Vergangenheit, wo der gemeine Fan sich nach einem Konzept der Vereinsführung fragt. Gut, die meisten fragwürdigen Transfers hatte noch Horst Heldt zu verantworten, drücken wir Fredi Bobic die Daumen, dass er ein besseres Händchen hat und beim Präsidium nicht ständig auf Granit beißt.
Um zum heutigen Spiel zurück zu kommen. Die Entwicklung macht mir Angst. Ich befürchte eine Saison, in der es gegen den Abstieg geht, wenn sich die Spieler nicht schnellstens hundertprozentig auf ihre Aufgabe beim VfB konzentrieren und sich voll und ganz reinhängen. Nur, wenn sie bereit sind, in jedem Spiel bis an ihre Leistungsgrenze zu gehen, werden wir es in ruhigere Tabellenregionen schaffen. Mir fehlt bei den Jungs der Biss und bei den meisten die Freude am Beruf. In Nürnberg waren wir noch nicht mal im Stadion (Mega-Stau auf der A6), als schon das 0:1 aus unserer Sicht fiel. Wie zu erwarten, war es auch noch ausgerechnet Julian Schieber, dem Niedermeier mal wieder nur Spalier stand, der uns den frühen Knock-Out versetzte. Der VfB ließ sich von der harten Gangart der Franken den Schneid abkaufen. Das Schiedsrichtergespann half den Nürnbergern auch noch fleißig, durch eine nicht gegebene rote Karte für Pinola und einem aberkannten Tor von Pogrebnjak, dennoch dürfen diese Umstände auch nicht darüber hinweg enttäuschen, dass es der VfB in den verbleibenden 87 Minuten nicht verstand, wirklich große Torgefahr zu entfachen. Wenn ich heute in der Stadion Aktuell lese “Unglückliche Niederlage trotz guter Leistung” bekomme ich Zustände. Ich sah eine über weite Strecken unterirdische Leistung gegen einen minderbemittelten Gegner. Wie schon öfter in der noch jungen Saison fehlte dem VfB die Frische und damit die Laufbereitschaft, um mal Überzahlsituationen zu schaffen oder Bälle schnell zurückzuerobern. Die Nürnberger standen nach der frühen Führung sehr tief und der VfB hatte keine Ideen dieses Bollwerk zu knacken. Wir haben jetzt in Mainz (die zugegebenermaßen momentan herzerfrischenden Fußball spielen), in Freiburg und in Nürnberg verloren, alles Mannschaften, die eigentlich hinter uns einzustufen wären. Wo möchte der VfB überhaupt punkten, wenn nicht bei den Mannschaften, bei denen es zu allererst gegen den Abstieg geht? Im nächsten Auswärtsspiel auf Schalke? Oder im übernächsten in Wolfsburg? Mit solchen Leistungen holen wir uns da zwei Packungen ab und haben im Oktober wieder eine Trainerdiskussion, die keine Sau hier braucht. Bis zur nächsten Transferperiode im Januar müssen wir mit diesem Kader leben. Daher baue ich jetzt in erster Linie auf die Rückkehr unseres Kapitäns Matthieu Delpierre, dessen Präsenz schon letzte Woche gegen Gladbach gut tat. Er wird der Defensive mehr Stabilität verleihen, dennoch, wie schon eingangs geschrieben, geht es beim VfB nur mit voller Konzentration und großer Laufbereitschaft aller Spieler. Wenn die nicht abgerufen werden, sehe ich schwarz.
Heute trifft unsere zuletzt langsam denkende Abwehr auf schnell spielende Leverkusener. Schon dieser Gedanke weckt in mir Unbehagen. Nach der Niederlage beim Club, auch nach der Art und Weise wie der Nürnberger Siegtreffer zustande kam, auch nach den Stimmen zum Spiel, als man eher die Schuld beim Schiedsrichter als bei sich selbst suchte, habe ich heute ein sehr schlechtes Gefühl. Dennoch hoffe ich natürlich, dass mich mein Gefühl trügt, ich kann es mir aber nicht richtig vorstellen. Wir hatten bislang nur einen Gegner von echtem Format, die Dortmunder Borussia, und gegen die haben wir uns phasenweise vorführen lassen. Schauen wir mal, ob mich der VfB heute eines Besseren belehrt. Ein Bericht, wie es gelaufen ist und wo wir nach dem Spiel stehen, folgt an gleicher Stelle.
Wir beginnen den Tag erst einmal, wie es sich für einen Schwaben gehört, auf dem Cannstatter Wasen und gehen dann sicher gutgelaunt rüber zum Neckarstadion und harren der Dinge, denen wir ausgesetzt werden. Allen ein schönes Wochenende und drückt die Daumen heute, der VfB braucht die 3 Punkte und unsere Unterstützung.
Viele Grüße
Franky
20. September 2010
Der VfB Stuttgart hat sich in weniger als zwei Tagen aus der Krise geschossen: Nur 41 Stunden nach dem Europa- League-Erfolg gegen Bern (3:0) feierten die Schwaben am Samstag beim eindrucksvollen 7:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach auch ihren ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Pawel Pogrebnjak schoss für den wie aufgedreht und mit völlig neuem Selbstvertrauen spielenden VfB gleich drei Tore (2., 54. und 60. Minute). Die weiteren Treffer erzielten Georg Niedermeier (21.), Zdravko Kuzmanovic (64.), Matthieu Delpierre (72.) und Ciprian Marica (80.). Für die erschreckend schwachen Gladbacher war es nach dem 0:4 gegen Eintracht Frankfurt das zweite Debakel in Serie. Spiele gegen Stuttgart sind zudem so etwas wie eine aussichtslose Angelegenheit für sie: In den vergangenen 15 Jahren gewannen sie nur eines davon. Der VfB siegte zum fünften Mal in seiner Bundesliga-Historie mit 7:0, zuletzt war ihm das am 23. Februar 1991 gegen Dortmund gelungen.
Dazu feierte Kapitän Delpierre nach viermonatiger Verletzungspause (Knie-Operation) sein von Christian Gross “sehnlich erwartetes” Comeback. Seine Wunschformation im Abwehrzentrum konnte der VfB- Trainer aber schon wieder nicht aufbieten, da Serdar Tasci kurzfristig mit Adduktoren-Problemen ausfiel. Ansonsten änderte Gross im Vergleich zum Bern-Spiel nichts. Der Faktor Stabilität war ihm bei seiner Aufstellung wichtiger, als mögliche frische Kräfte einzubauen. Dieser Plan ging von Anfang an auf. Stuttgart spielte mit enorm viel Schwung und einer positiven Körpersprache – das Spiel gegen Bern hatte nicht etwa Kräfte gekostet, sondern neue freigesetzt. Schon in der zweiten Minute traf Pogrebnjak per Abstauber zum 1:0. Gerade, als das hohe Anfangstempo etwas abzunehmen drohte, erhöhte Niedermeier per Kopf nach einem Eckball von Mauro Camoranesi auf 2:0. Vor 39 500 Zuschauern spielten die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison genau den druckvollen Fußball, den ihr Trainer immer predigt.
Die starken Außenverteidiger Arthur Boka und Christian Träsch trieben das Spiel nach vorn, wo der agile Camoranesi und der junge Daniel Didavi die spielerischen Akzente setzen und Cacau sowie Pogrebnjak permanent in Bewegung waren. Der Russe hätte die VfB- Führung schon in der 25. und 35. Minute ausbauen können. Die völlig indisponierten Gladbacher liefen in dieser Partie nur hinterher. Daran änderte nicht einmal etwas, dass Thorben Marx nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder dabei war, Trainer Michael Frontzeck seine Spieler zur Pause schon nach wenigen Minuten aufs Feld zurückschickte und die Stuttgarter sich für die zweite Halbzeit eigentlich vorgenommen hatten, Kräfte zu schonen. Doch dann machte der VfB einfach da weiter, wo er vorher aufgehört hatte. Pogrebnjak, Kuzmanovic, Delpierre und der eingewechselte Marica trafen, wie sie wollten, während die Borussia nicht eine nennenswerte Torchance besaß. “Der VfB ist wieder da”, sangen die versöhnten Stuttgarter Fans dazu.
(STZ 18.9.2010)
11. Februar 2010
Ich wollte schon lange mal wieder nach St. Pauli, da auf mich das Millerntor und die Atomsphäre dort immer eine große Faszination ausüben. Aufgrund der oft kurzfristigen Spielansetzungen ist das aber nicht so einfach, schon gar nicht, wenn man, wie ich, möglichst auch deswegen kein VfB-Spiel verpassen möchte. Da die ersten Spieltage eines neuen Jahres immer “schon” im Dezember angesetzt werden, nahm ich diesen Spieltag ins Visier. Freitags St. Pauli gegen den KSC, Samstags den VfB beim Club. Da wir uns bei der letzten Aktion von Lidl mit Bahntickets eingedeckt haben und diese Freitags nicht gültig sind, fuhren wir schon am Donnerstag los. Erstes Hindernis war, dass ausgerechnet an diesem Donnerstag die SSB streikten und wir dadurch auf einen Fahrer zum Bahnhof angewiesen waren. Dies tat aber unserer Vorfreude keinen Abbruch und so bestiegen wir gegen halb zwölf den ICE Richtung Hamburg Altona. In Hamburg angekommen fuhren wir mit der U-Bahn zu Hagenbecks Tierpark, wo wir abgeholt wurden. Wir sind schon seit einigen Jahren mit einigen St. Paulianern gut befreundet, so konnten wir auch wieder bei Christel und Holger in Kaltenkirchen übernachten. Am Abend tranken wir dann gemütlich ein paar Bierchen, bekamen auch was zu essen und schauten uns zur Einstimmung auf den Freitag das St. Pauli-Aufstiegsvideo von 2007 an.
Am Freitag dann ließen wir den Tag spät und gemütlich anklingen und fuhren irgendwann mit der AKN-und S-Bahn nach Hamburg rein. Dort nahmen wir noch die U-Bahn und stiegen Feldstraße aus, um zum Millerntor zu pendeln. Gleich am Ausgang der Haltestelle traute ich meinen Augen und Ohren nicht, als ein sichtlich angetrunkener Badenser intonierte “St. Pauli und der KSC – Die Freundschaft”. Hab erst gedacht, ich bin im falschen Film, bis sich herausstellte, dass dies wohl eher einseitiges Wunschdenken war, und kein St. Pauli-Fan darauf reagierte. Weitere Vorkommnisse dieser Art hatte ich dann auch nicht mehr registriert. Insgesamt war alles friedlich. Ich muß auch herausstreichen, dass ich nicht zu dem Spiel gekommen bin, um die Gelbfüßler zu provozieren, sondern um mich möglichst mit dem FC St. Pauli über einen Sieg, und dadurch natürlich auch über eine Niederlage des KSC, zu freuen. So trug ich auch keine VfB-Utensilien zur Schau, man möchte ja schließlich auch nicht unbedingt für irgendwelche Tumulte verantwortlich sein. Vor dem Spiel tranken wir noch ein paar Astra im AFM-Container, um uns darin aufzuwärmen und holten uns die Stadionzeitung.

Wo doch im Süden der Republik an diesem Wochenende kurzzeitig der Frühling Einzug erhalten hat, herrschte im Norden noch Dauerfrost. Das Streusalz ist in ganz Hamburg knapp geworden, so dass die meisten Wege und Straßen vereist waren. Ich kann von Glück reden, dass ich kein einziges Mal auf dem Hosenboden saß, toi, toi, toi. Schließlich trafen wir dann beim Herausgehen noch Bekannte aus alten Zeiten, die nicht schlecht staunten, dass ich mich auch mal wieder am Millerntor blicken ließ. Danach ging es dann auch gleich zu unserem Platz in der Nordkurve. Das Stadion nimmt langsam Konturen an. Die neue Südtribüne hatte ich ja schon bei unserem Freundschaftsspiel vor Beginn der Saison 2008/2009 gesehen, jetzt saß ich auf der durch eine Rohrstahlkonstruktion erweiterten Nordtribüne, dafür wurde die Haupttribüne platt gemacht. Ich denke, wenn das Stadion mal fertig ist, wird es ein richtiges Schmuckkästchen sein. Als Nostalgiker fehlt mir aber, wie beim VfB ja auch, die alte Stadion-Gaststätte. Mit der neuen Location in der Südtribüne bin ich noch nicht so warm. Hab allerdings ja leider auch wenig Gelegenheiten mit ihr warm zu werden.
Als wir die ersten Blicke ins weite Rund warfen, staunten wir zu allererst über den Rasen, der den Namen eigentlich nicht mehr verdient hatte. Ein Rübenacker war das. Es war ja geplant in der Woche vor dem Spiel einen neuen Rasen zu verlegen, was aber aufgrund der eisigen Temperaturen leider nicht möglich war. Doch wenigstens fand das Spiel statt, ein Ausfall hätte mich persönlich wirklich hart getroffen. St. Pauli, sehr gastfreundlich, legte dann zur Freude der höchstens 500 mitgereisten Badenser noch das KSC-Vereinslied auf. Dies nutzte ich dann, mir schnell noch ein Astra zu holen. Vor dem Einlauf der Mannschaften folgte dann die St. Pauli-Hymne “Das Herz von St. Pauli”, wo natürlich die Stimmung sprunghaft anstieg und das Stadion in ein Meer von Wunderkerzen getaucht wurde. Der Einlauf selbst fand traditionell zu Hells Bells statt. Gänsehautatmosphäre schon zu Beginn.


Das Spiel begann rasant, St. Pauli hatte bereits nach wenigen Minuten durch Ebbers die Chance zur Führung. Kurz darauf eine Schrecksekunde, als Matthias Hain, der Torhüter, behandelt werden mußte, er konnte aber weiter spielen.

Für mich war beeindruckend, wie St. Pauli versuchte, von Beginn an, das Spiel an sich zu reißen. Spielerisch lag natürlich aufgrund der äußeren Bedingungen einiges im Argen, doch kämpferisch schaffte es St. Pauli schon zu Beginn dem KSC den Schneid abzukaufen. Klarere Torchancen blieben aber zunächst Mangelware. So resultierte das 1:0 aus der 24. Minute aus einem Freistoß. Rouwen Hennings hämmerte den Ball aus 30 Metern in die Maschen, Miller im KSC-Tor blieb chancenlos.


In der Folgezeit hatte St. Pauli Chancen zu erhöhen, vergab diese jedoch leichtfertig. Vom KSC war so gut wie nichts zu sehen, bis zur 40. Minute, als Naki den Ball vertändelte und Chrisantus, die Leihgabe vom HSV, diesen Fauxpas bestrafte. Doch St. Pauli, im Stile einer Spitzenmannschaft, zeigte sich nicht geschockt und erhöhte nur vier Minuten später nach Ozcipka-Flanke erneut durch Hennings auf 2:1. Mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.
Nach der Pause mußten die Karlsruher Rabauken dann erst mal zündeln. Da der Wind günstig stand, nebelten sie nur sich selbst ein.

Auch nach der Pause hatte St. Pauli gute Chancen frühzeitig alles klar zu machen, nutzte sie jeoch nicht und bekam zu allem Überfluß nach Foul von Miller an Ebbers auch noch einen klaren Elfer verwährt.


Der KSC fand zwar fast nicht mehr statt, doch beim Stand von 2:1 muß man ja immer befürchten, noch ein dummes Gegentor zu kassieren. Gott sei Dank blieb den St. Pauli-Fans und auch mir dies erspart. Der FC St. Pauli gewann 2:1 und ist damit weiterhin auf Aufstiegskurs mit 7 Punkten Vorsprung auf den Dritten Augsburg.


Ich drücke St. Pauli die Daumen, dass sie es packen. Für mich ist es ein sehr sympathischer Verein mit tollen Fans, auch wenn ich weiß, dass viele VfBler ein Problem mit denen haben. Es mag daran liegen, dass ich gute Beziehungen und Freundschaften dort hin habe und jedes Mal sehr gut aufgenommen wurde. Außerdem übt auch Hamburg und dabei vor allem der Stadtteil St. Pauli mit den Landungsbrücken, dem Fischmarkt, den Kneipen etc, eben mit all seinen Facetten eine große Faszination auf mich aus und ist mit Abstand meine Lieblingsstadt in Deutschland, außer Stuttgart natürlich.
Nach dem Spiel ging es dann natürlich noch ein wenig auf den Kiez, allerdings nicht bis in die Puppen, zum einen war es äußerst kalt, andererseits mußten wir ja noch den letzten Zug nach Kaltenkirchen bekommen.
Am nächsten Morgen war erstmal ausschlafen angesagt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir dann wieder nach Hamburg gebracht, wo um 12.01 unser ICE nach Nürnberg abfuhr. In sagenhaften 4 Stunden 23 Minuten schaffte es dieser pünktlich in die Frankenmetropole. Dort wurden wir erstmal mit einem einfallsreichen “Stuttgarter Arschlöcher” empfangen, was meine Vorfreude auf einen Auswärtssieg auch nicht unbedingt schmälerte. Vom Bahnhof aus fuhren wir mit der U-Bahn Richtung Messe Nürnberg, wo nicht nur die Spielwarenmesse stattfand, sondern auch die VfB-Fanbusse parkten. Dort konnten wir unser Gepäck unterbringen und nach dem Spiel mit zurückfahren. Als wir dort ankamen, war die Freude erstmal riesig, dass alles so perfekt geklappt hat. Vor dem Abmarsch zum Stadion genehmigte ich mir zunächst einmal noch ein Hofbräu zur Feier des Tages. Dann ging es also los in Richtung Stadion, vom Parkplatz aus etwa 600 Meter Fußweg. Wie in Nürnberg üblich wird man dort als auswärtiger Fan ständig angepöbelt. Wenn man wie ich nicht auf Ärger aus ist, schaltet man eben auf Durchzug. Am Stadion folgten wir dann den Wegweisern zu unserem Block. Als wir dort um Einlaß baten, wurden wir umgehend zurückgewiesen. Aufgrund der großen Anzahl der Gästefans wurde der Gästebereich erweitert. Unser Block gehört normalerweise schon zum Nürnberger Revier, so mußten wir also umdrehen und doch wieder zum Gästeeingang. Darauf hätten sie auch von vornherein hinweisen bzw. beschildern können, aber soviel Flexibilität kann man wohl nicht überall erwarten. Dafür kamen wir durch den Einlaß schnell und ohne Probleme durch. Unsere Plätze, nah am durch eine Plexiglasscheibe getrennten Bereich der Nürnberger, waren eigentlich nicht schlecht. Einziges Manko wieder einmal, dass ich unseren Fanblock nur sehr schlecht im Blick hatte. Die Nürnberger boten dann noch eine kleine Choreo “Pro 15.30″ dar, bevor auch schon das Spiel, aufgrund des großen Zuschauerandrangs mit ein paar Minuten Verspätung, angepfiffen wurde.


Das Spiel begann rasant. Dem FCN merkte man an, dass sie durch den Auswärtssieg in Hannover vor Wochenfrist Selbstvertrauen getankt hatten. Die Verstärkungen aus der Winterpause, die Bayern-Leihgaben Ottl und Breno sowie der vom HSV gekommene Tavares spielten allesamt von Beginn an. Beim VfB mußten weiterhin Delpierre und Cacau passen, so dass die gleiche Mannschaft begann, wie beim 4:1 gegen Dortmund. Die erste Chance in der Anfangsphase hatte der Club, Charisteas köpfte jedoch über das Tor. Die Nürnberger waren aggressiv und bissig und versuchten dem VfB frühzeitig den Schneid abzukaufen. Der VfB wirkte in der Anfangsphase beeindruckt und verlor die Mehrzahl der Zweikämpfe. Christian Gross war damit ganz und gar nicht einverstanden und versuchte die Mannschaft von außen immer wieder anzutreiben. Allerdings standen die unseren hinten sehr gut und ließen keine nennenswerten Chancen der Franken zu. Dann fiel wie aus heiterem Himmel mit der ersten richtigen Torchance das 0:1 für den VfB. Khedira düpierte auf dem linken Flügel Andreas Wolf und paßte scharf in den Rücken der Abwehr. Die Nürnberger Innenverteidung konzentrierte sich eher auf Pavel Pogrebnjak im Zentrum und vergaß Timo Gebhart, der mitgelaufen war und aus halbrechter Position trocken ins rechte Toreck von ihm aus gesehen einnetzte. Riesen-Jubel natürlich bei uns im Block und den etwa 3.500 mitgereisten VfB-Fans.

In der Folgezeit ruhte sich der VfB ein wenig auf der Führung aus und brachte nach vorne nicht mehr viel zustande. Die Clubberer rackerten zwar, außer zu relativ ungefährlichen Distanzschüssen von Mintal und Eigler langte es bei ihnen aber auch nicht vor dem Wechsel. In der 42. Minute bei einem der wenigen Vorstöße des VfB hätte es sogar noch Elfmeter für uns geben können, als Diekmeier eine Flanke von Pogrebnjak mit der Hand abwehrte. Gab es aber nicht, so ging es mit der, zumindest aufgrund der Spielanteile, schmeichelhaften Führung in die Kabinen. Wir stärkten uns mit einer original Nürnberger Rostbratwurst, die jedoch leider an eine Stuttgarter Stadion-Rote nicht im entferntesten heranreichte.
Unmittelbar hatte Ciprian Marica, der an seine starken Leistungen der Vorwochen nicht anknüpfen konnte, die große Chance zum vorentscheidenden 2:0 auf dem Fuß, Raphael Schäfer hielt aber sein Team im Spiel. Es war die letzte Aktion von Marica, der, gelbverwarnt, für Kuzmanovic Platz machen mußte. So stellte Christian Gross also auf eine Spitze um, was ich nicht ganz verstand. Gebhart hatte in der 55. Minute zwar aus ähnlicher Position wie zuvor Marica noch das 2:0 auf dem Fuß, fand aber auch in Schäfer seinen Meister. Jedoch verlagerte sich das Spiel in dieser Phase mehr und mehr in unsere Hälfte. Schließlich rächte sich die Passivität des VfB. Der Schweizer Bunjaku, an dem angeblich der VfB interessiert sein soll, düpierte Celozzi, der in dieser Situation nicht gut aussah, und zog ab. Auch Lehmann machte keine gute Figur, kam der Ball doch direkt auf ihn zugeflogen. Auf diesen vermeintlich haltbaren Ball nach dem Spiel angesprochen, beschwerte sich Lehmann über die neuen, immer unberechenbareren Bälle, und betonte, dass er aufgrund dieser weiteren Fortschritte der Sportgerätehersteller froh wäre, dass er sich im Herbst seiner Karriere befände. Nach dem Ausgleich drängten die unermüdlichen Nürnberger auf mehr, waren aber letztendlich zu harmlos bzw. die VfB-Abwehr war auf der Höhe. Lediglich Bunjakus Flanke, die an Freund und Feind vorbei durch den 5-Meter-Raum flog, brachte Gefahr, nachdem er einmal mehr Celozzi düpierte. Der VfB fand nun langsam den Faden wieder. Erster “Warnschuß” für die Nürnberger war ein Kopfball von Pogrebnjak in der 73. Minute. Vier Minuten später kam es nach einem Foul von Gebhart an Tavares zur Rudelbildung. Wie einst im Mai in Berlin eilte auch Schäfer aus seinem Kasten und forderte vehement eine Karte. Die hätte er selbst bekommen müssen, was hat der Kasper auch 40 Meter vor seinem Tor verloren. Wenn es gegen den VfB geht, erweckt der immer den Eindruck, uns besonders zu hassen, weil er seiner Ansicht nach ungerecht behandelt wurde in Stuttgart. Dabei sollte er sich zuerst mal an die eigene Nase fassen, mit Leistung hätte er sich schließlich ein Standing erarbeiten können. Lehmann war ja auch nicht Everybodies Darling, als er beim VfB anheuerte, überzeugte aber als sicherer Rückhalt. Die Leistung blieb aber während seiner ganzen Zeit beim VfB aus, stattdessen leistete er sich einen Bock nach dem nächsten und verschuldete während seines Wirkens einige deftige Niederlagen. Seine Misere begann schon im ersten Spiel vor heimischem Publikum, beim Liga-Pokal gegen die Bayern, als er sich einen Ball aus gut 25 Metern von Ribery fast selbst ins Netz legte. In schlechter Erinnerung sind mir auch noch besonders die 1:4 Auswärtsklatsche in Hamburg, als er wie ein Troll durch den Strafraum irrte und sein “Abschiedsspiel” in Wolfsburg, als wir 0:4 verloren. Dabei nahm das Unheil seinen Lauf, als Schäfer einen Fernschuß vor die Füße eines Wolfsburgers nur abklatschte, der nur noch einschieben brauchte. Bei diesen beiden und noch viel mehr deftigen Niederlagen waren wir dabei. Doch Schäfer fühlt sich nach wie vor ungerecht behandelt und tritt in jedem Interview, in dem seine Stuttgarter Zeit zur Sprache kommt, verbal nach. Ich war heilfroh, als dieses Kapitel beim VfB endlich beendet war. Für mich war er ein Hampelmann im Tor und der schlechteste VfB-Torwart seit Rene Deck. Versüßt wurde Schäfer seine “Leidenszeit” beim VfB im übrigen mit etwa 2 Millionen Euro Jahresgehalt und einer sicher stattlichen Abfindung.

In dieser Szene erhielten dann lediglich Gebhart und Breno die gelbe Karte, Schäfer wurder verschont. Danach hatte man den Eindruck, dass beide Teams mit dem Remis nicht zufrieden waren, es gab Chancen hüben wie drüben. Doch der VfB hatte erfreulicherweise das bessere Ende für sich. Nürnberg ließ sich im eigenen Stadion auskontern. Wieder lief der Konter über den überragenden Kapitän Sami Khedira, diesmal von rechts kommende. Er paßte erneut scharf herein, Pogrebnjak ließ klug durch und Hilbert kam vor dem sich verspekulierenden Schäfer an den Ball und netzte ein. Jetzt war natürlich weder auf der VfB-Bank noch im Gästebereich des Easy-Credit-Stadions ein Halten mehr. Grenzenloser Jubel brandete auf, als die Mannschaft in Kurve kam, um den Ex-Fürther Roberto Hilbert zu feiern.


Schäfer reklamierte daraufhin, keine Ahnung, was er gesehen haben möchte, das Tor war absolut regulär. Er sah die gelbe Karte, welche nach dem vorigen Vergehen gelb-rot hätte sein müssen. Der Club wirkte jetzt geschockt und der VfB hätte den Sack zumachen müssen. Tasci traf innerhalb weniger Sekunden bei einem Gestochere im Nürnberger Strafraum zwei Mal nur den Pfosten. Nach dieser Aktion verließ Schäfer wie von der Tarantel gestochen sein Gehäuse und wechselte sich selbst aus. Der Abgang, bei dem er sich noch ein Wortgefecht mit unserem Trainer Christian Gross lieferte, verstärkte meinen Eindruck, dass dieser Typ nicht ganz bachen ist. Gut, hinterher stellte sich heraus, dass er sich bei Tascis Chancen eine offene Rißwunde zuzog. Tasci konnte man dabei allerdings keine Schuld unterstellen. Egal, dieses Kasperle-Theater brachte weitere wertvolle Sekunden und wenig später war Schluß. Der VfB gewann also auch das vierte Rückrundenspiel und festigte den 10. Tabellenplatz. Mit dem Abstieg werden wir aller Voraussicht nach nichts mehr zu tun haben, im Gegenteil, wer weiß, was noch möglich ist, wenn die Leistung konserviert werden kann. Auch wenn das Spiel insgesamt sicher das schwächste war unter der Leitung von Christian Gross, merkt man, wie konzentriert gearbeitet wird. Die Spielzüge und die Laufbereitschaft der Mannschaft machen Hoffnung auf mehr. Die Mannschaft versucht umzusetzen, was der Trainer vorgibt, nämlich auch in kritischen Situationen konzentriert nach vorne zu spielen, und das klappt immer besser. Ein Sieg am kommenden Samstag gegen den HSV würde, vor allem auch in Bezug der nahenden Begegnung gegen den FC Barcelona, noch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen geben und wäre daher sehr wichtig. Und es könnte der Abstand zu den Plätzen 4 und 5 weiter verringert werden. Selbst diese scheinen nicht mehr außer Reichweite zu sein. Doch das Credo von Gross, von Spiel zu Spiel zu denken, ist nach dieser verkorksten Vorrunde sicher nicht das schlechteste. Ich persönlich verlange auch keinen internationalen Startplatz für die nächste Saison. Würde das Team ihn erreichen, sprechen wir wieder von einer tollen Aufholjagd. Wird er verpaßt, würde ich diesem Umstand auch etwas positives abgewinnen können. Die Doppelbelastung, mit der wir selten gut zurecht gekommen sind, fiele weg. Dann wäre unter Umständen eine grandiose Saison in der Bundesliga möglich, siehe Leverkusen in dieser Saison.




Nachdem wir die Mannschaft gebührend gefeiert und verabschiedet hatten, lieferten wir uns noch einige Wortgefechte mit enttäuschten Nürnbergern. Nach dem dort einmal mehr erlebten Gepöbele, hätte ich auch nichts dagegen, der Club würde wieder absteigen, schaun mer mal wie es kommt. Wenn sie die Leistung vom Samstag in der Rückrunde weiter bringen, denke ich aber, dass sie die notwendigen Siege zum Klassenerhalt einfahren werden. Der VfB war cleverer und in den entscheidenden Momenten hellwach. Gegen die meisten anderen Bundesligamannschaften hätte es für die Nürnberger wohl zu einem Sieg gereicht.
Wir liefen dann im Pulk feiernder VfBler zurück zum Bus, wo wir die letzte Station unseres “verlängerten” Wochenendtrips antraten. Mit dem RWS Berkheim fuhren wir mit nach Esslingen-Berkheim, wo ich bereits am Mitwoch mein Auto abgestellt hatte. Logistisch einwandfrei gelaufen.
Im Bus wurde dann mit Wulle-Bier und Stuttgarter Hofbräu noch das Spiel analysiert und der Sieg gefeiert, Anita trank nichts, sie mußte mich schließlich noch heimfahren.
Alles in allem also ein sehr gelungenes Wochenende. Ich kam richtig euphorisiert zurück und freue mich auf die nächsten Spiele. Dem FC St. Pauli drücke ich für das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt die Daumen und hoffe, dass sie dem Aufstieg wieder ein Stück näher kommen und dem VfB natürlich gegen den HSV einen Tag später. Eine Woche später sind wir dann in Kölle, wo seit gestern sicher auch der Baum brennt.
. Ziel dann: nach Freiburg und Nürnberg den dritten Auswärtssieg in Folge, denn “AUSWÄRTS SIEGEN IST SCHÖN”.
Bilder und Bericht vom HSV-Spiel möglicherweise am Sonntag, wenn die Party, auf der wir am Samstag sind, nicht ganz so heftig wird. Ich wünsche Euch was und bis bald
Euer Franky