29. April 2012

Sommerfußball in München

Zum zweiten Mal in Folge schaffte ich es, bei allen 17 Auswärtsspielen unseres VfB dabei zu sein. Der letzte Auswärtsauftritt der Saison 2011/12 führte uns also zum mit unbeliebtesten Trip in die Arroganz-Arena. Die Geschichte wiederholt sich doch leider immer wieder. Endlose Staus, ein „Stadion“ mitten in der Pampa und am Ende fahren wir meist ohne Punkte heim.

Gestern machten wir uns bereits gegen 9.30 Uhr auf den Weg in den Freistaat. Kaum in Wendlingen auf der A8 angekommen, fuhren wir schon vor Kirchheim/Teck in den ersten Stau, laut Verkehrsfunk bis zu 16km lang, Tendenz zunehmend. So nahmen wir auch schon wieder die Ausfahrt und versuchten es bis Merklingen über Landstraßen, wo wir zunächst eine ganze Weile auch nur im Schritttempo vorankamen. Gut zwei Stunden nach der Abfahrt kurvten wir noch auf der Schwäbischen Alb umher, München noch in weiter Ferne. Nachdem wir dann endlich in Merklingen wieder auf die Autobahn auffuhren, hatte sich der Stau aufgelöst und den Rest der Strecke lief es dann befriedigend. Auf dem P&R Platz Garching-Hochbrück stellten wir unseren PKW ab und fuhren mit der U6 eine Station bis nach Fröttmaning, um den Rest der Strecke per pedes bei gut 30° und strahlendem Sonnenschein zu bewältigen. Wirklich schwach, dass die Eintrittskarte in München nicht, wie in den meisten Stadien der Republik, als Fahrkarte im MVV gilt! Gegen 15 Uhr schließlich standen wir vor dem Schlauchboot und baten um Einlass. Die Kontrollen ließen wir schnell und problemlos hinter uns und machten uns auf den Weg in den Oberrang. Bei dieser Hitze und nach den Strapazen der Anreise erschienen die Stufen nach oben endlos. Daher freute ich mich dann erst einmal auf ein kühles Bierchen (wieder einmal „Leichtbier“), zumal wir noch eine aufgeladene Arena-Card aus der Vorsaison besaßen.

Unmittelbar danach ging es auch schon rein in die Schüssel. Wir hatten, wie auch schon in der letzten Saison, einen Sitzplatz zum Stehplatzpreis im Stimmungsblock ergattert, da es eigentlich in der Allianz Arena im Gästebereich keine eigentlichen Stehplätze gibt. Die Stimmung unter den VfBlern war schon gut und wie immer zu Beginn eines Spiels hoffnungsfroh. Man war gespannt, welches Gesicht die Wundertüte VfB heute zeigen würde. Die Vorzeichen standen ja dieses Mal gar nicht so schlecht. Der VfB kam mit breiter Brust und zuvor zehn niederlagenlosen Spielen in Folge und hatte die Chance den fünften Platz aus eigener Kraft zu halten, sollten aus den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt werden. Die Bayern dagegen, für die es in der Liga um nichts mehr geht. Koan Titel, der zweite Platz auch schon sicher, dazu hatten sie unter der Woche das Champions League Finale im eigenen Wohnzimmer erreicht und sollten mental und körperlich in Madrid einige Körner gelassen haben. So rotierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes gleich acht Spieler hinaus, was dem VfB eigentlich alle Möglichkeiten eröffnen sollte.

Nachdem ich in Köln so enttäuscht war, was die Einstellung unserer Truppe betraf, hatte ich die Hoffnung, dass die Jungs gemerkt haben, dass es mit 95% Engagement auch gegen einen Abstiegskandidaten nicht geht. Eine Woche hatte das Team Zeit, sich auf die Partie in München einzuschwören. Aus den Statements der Protagonisten konnte man durchaus die Hoffnung ableiten, dass die Mannschaft heiß ist und aus München unbedingt etwas mitnehmen möchte. Dass es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Kiste werden würde, zeichnete sich auch schon Tage vorher ab. Gerade das könnte auch zum Vorteil gereichen, da die Bayern ja Mitte der Woche 120 Minuten gegangen sind und zudem noch Reisestrapazen in den Knochen hatten.

Also, auf geht’s Jungs aus Cannstatt!!!

Meine Ernüchterung stellte sich jedoch leider schon wieder in den Anfangsminuten ein. Ich hatte den Eindruck, dass der VfB einmal mehr zu lasch und zu fahrig in seinen Aktionen zu Werke ging. Frappierend auch die Tatsache, dass auch die B-Mannschaft der Bayern den unseren technisch hochüberlegen war. Ballan- und -mitnahme war beim VfB teilweise eine Katastrophe. Die Zeit, die unsere Jungs benötigten, um Zuspiele zu verarbeiten, die hat man auf diesem Niveau einfach nicht. Daraus resultierte, dass der VfB weitestgehend von Beginn an am hinterher laufen war. Für eine Mannschaft, die in den restlichen beiden Spielen noch unbedingt etwas erreichen möchten, fehlte mir der Biss und die Zweikampfhärte, mit denen man den Bayern vielleicht auch die Lust am Spiel hätte nehmen können. Beim Gegner wollte sich mit Sicherheit niemand verletzen und dadurch möglicherweise die beiden noch ausstehenden Endspiele verpassen. Also, wäre aus VfB-Sicht das ein oder andere Zeichen zu setzen, durchaus hilfreich gewesen, um den Bayern zu signalisieren, dass es notfalls auch auf die Socken gibt. Leider fehlte dem VfB diese positive Aggressivität. Im Gegenteil, durch die eingangs erwähnten technischen Unzulänglichkeiten waren wir von Beginn an am hinterherlaufen und luden durch Abspielfehler und vertändelte Bälle die Bayern zu Torchancen ein. Gerade Gomez, einer der wenigen nicht heraus rotierten Stammspieler, merkte man an, dass er sich unbedingt noch die Torjägerkanone sichern möchte. Er war stets gefährlich, wurde zudem noch angestachelt durch die schwäbischen Schmährufe. Die erste dicke Chance hatte allerdings der VfB als Georg Niedermeier nur die Querlatte traf. Danach gab es sehr viel Mittelfeldgeplänkel, die Bayern spielten ihren Stiefel herunter, dem VfB fehlten die Mittel und die Durchschlagskraft nach vorne. Nach einer verunglückten Rückgabe von Maza, der für den verletzten Tasci ins Team rückte, nahm das Unheil seinen Lauf. Unsere Nummer 1, Sven Ulreich, zögerte, ob er aus seinem Kasten kommen soll (meiner Meinung nach hätte er raus kommen müssen), Müller ersprintete die Kugel und passte zu Gomez, der nur noch ins leere Tor einschieben müsste. Die Gesten Richtung VfB-Block hätte er sich danach sparen können… Knackpunkt des Spiels war wohl die Szene unmittelbar danach als Okazaki zum zweiten Mal nur Aluminium traf und Gentner den Abpraller nicht genügend drücken konnte und über die Latte köpfte. Danach übernahmen die Bayern mehr und mehr die Spielkontrolle und dem VfB fehlte die letzte Konsequenz, den Gegner ernsthaft zu gefährden. Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte unser Coach, Bruno Labbadia, Cacau für Kvist. Die ersten Minuten gehörten dem VfB, leider fehlte auch hier die Durchschlagskraft um Butt ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Bayern lauerten auf Konter im eigenen Stadion, spielten die aber zunächst zu unserem Glück nicht sauber zu Ende. So dauerte es bis zur Schlussminute bis Thomas Müller einen Konter zum 2:0-Endstand abschloss. Wie erwähnt, insgesamt war mir das zu wenig und sah schwer nach einem auslaufen lassen der Saison aus. Leverkusen hat uns durch den Sieg gegen Hannover vom fünften Platz, der zur Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League berechtigt, verdrängt. Jetzt müssen wir auf die Nürnberger hoffen, dass sie um ihre Minichance auf den 7. Platz gegen Leverkusen kämpfen werden. Besonders ein Mann in deren Reihen, unser Leihspieler Daniel Didavi, wird bewusst sein, dem VfB helfen zu können, wenn er erneut eine Topleistung auf den Rasen bringt. Ich denke, wir dürfen uns auf ihn freuen, wenn er im Sommer zurückkommt, hat er doch eine überragende Rückrunde gespielt. Es würde mich freuen, wenn Labbadia in der neuen Saison Verwendung für ihn hätte. Er ist zwar nicht der schnellste und laufstärkste Spieler. Dafür hat er einen überragenden Schuss und schlägt starke Standards, Attribute die uns durchaus fehlen und stärker machen könnten. Der VfB seinerseits ist gegen Wolfsburg natürlich zum siegen verbannt. Wie in jeder Saison wird auch dieses Mal wieder dem Team daran gelegen sein, sich positiv in die Sommerpause zu verabschieden. Und, sollte Leverkusen in Nürnberg Federn lassen, muss der VfB da sein und sich den fünften Platz zurück erobern. Er würde eine ungestörtere Vorbereitung gewährleisten, da uns eine Qualifikationsrunde Anfang August, also mitten in der Saisonvorbereitung, erspart bliebe. Leider hat man die gute Ausgangsposition durch die beiden Auswärtsspiele in Köln und München aus der Hand gegeben. Spannend dürfte sein, wer gegen die Wölfe unsere Innenverteidigung bilden wird, fallen doch Tasci verletzt und Georg Niedermeier durch Gelbsperre aus. Zu allem Überfluss handelte sich Antonio Rüdiger gestern beim Spiel unserer Zweiten gegen den Zweitligaaufsteiger VfR Aalen eine rote Karte ein. Daher tippe ich auf das Abschiedsspiel unseres Ex-Kapitäns Matthieu Delpierre neben Maza.

Unterm Strich war es natürlich eine tolle Saison unseres VfB, egal, ob am Ende der 5. oder der 6. Platz steht. Nach dem Fastabstieg vor Jahresfrist jetzt wieder nach Europa gestürmt, was will man eigentlich mehr. Trotzdem wäre Stillstand Rückschritt, d. h. in der nächsten Saison wäre es durchaus mal wieder an der Zeit, die Top vier anzugreifen. Potential ist durchaus vorhanden, im Sommer kann man sich von etlichen Heldt’schen Altlasten trennen, die jahrelang ein Klotz am Bein waren, was die finanzielle Handlungsfähigkeit betraf. Die bisherige Transferbilanz von Fredi Bobic ist hervorragend, so habe ich durchaus Hoffnung, dass jetzt der nächste Schritt erfolgen kann. Dass die Mannschaft Qualität besitzt, zeigt sie in Nuancen immer wieder. Leider fehlt die Konstanz, siehe den Negativlauf November bis Februar, sonst wäre auch schon in dieser Saison zumindest Platz vier machbar  gewesen.

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22. April 2012

Glücklicher Punkt in Köln

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , – Franky @ 20:07

Der VfB schaffte es leider nicht an die Form der letzten Wochen anzuknüpfen. Dazu tat die Mannschaft zu wenig, spielte lange zu verhalten, ließ sich nach und nach den Schneid abkaufen und baute den Gegner auf. Die Nervosität und Abstiegsangst war zu Beginn greifbar, sowohl bei der Mannschaft als auch bei den Fans. Ein so leises Rheinenergie-Stadion wie zu Beginn des Spiels hatte ich selten erlebt. Hier hätte die Mannschaft Kapital schlagen können, wenn sie beherzt und konzentriert begonnen hätte. Stattdessen fehlte zu Beginn jegliche spielerische Linie, einfachste Pässe landeten beim Gegner und zu allem Überfluss traten einige Spieler wohl auch noch mit dem falschen Schuhwerk an. Dadurch ließ es der VfB zu, dass die Kölner die Initiative ergriffen und das Spiel an sich rissen. Hinzu gesellten sich haarsträubende Ballverluste, die man seit Wochen nicht mehr gewohnt war und die die Kölner so förmlich zu Torchancen einluden. Dieser Auftritt wirkte so, als wären einige Spieler der Auffassung, durch die grandiose Aufholjagd in den letzten Wochen liefe alles schon von selbst. NEIN, mit einer solch laschen Einstellung reicht es nicht einmal gegen einen am Boden liegenden Gegner.

Die Kölner ihrerseits spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, stellten die Räume zu und waren kampfstark. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Kölner dann über den Kampf zum Spiel und setzten den VfB mehr und mehr unter Druck. Das Publikum kam auch immer mehr auf und honorierte, dass sich ihre Farben gegen das Schicksal stemmten. Ein Glück für die Brustringträger, dass die Abschlussschwäche der Kölner bestehen blieb. Dennoch gingen die Kölner durch Peszko, nach guter Vorarbeit von Podolski, Anfang der zweiten Halbzeit verdient in Führung. Labbadia reagierte daraufhin und schickte Cacau für Schieber auf den Rasen. Diese Einwechslung zeigte Wirkung. Kaum auf dem Feld, scheiterte Helmut noch knapp, kurze Zeit später jedoch schloss er eine schöne Kombination über Hajnal und Ibisevic mit einem Billardtor ab. Bezeichnend für den Spielverlauf, dass der Ball im Netz landete und nicht aus dem Kasten heraussprang. Danach hatte der VfB durchaus noch Möglichkeiten zum Sieg, der aber des Guten auch ein bisschen zu viel gewesen wäre.

Immerhin war, wie in den letzten Wochen, nach dem Rückstand eine Reaktion der Truppe zu erkennen und es sprang abermals Zählbares heraus, wenn auch keine drei Punkte. Wegen der Mehrzahl an Torchancen der Kölner ist der Punkt für den VfB eher schmeichelhaft. Im Rennen um den fünften Platz aufgrund des Leverkusener Sieges in Sinsheim hat der VfB Punkte eingebüßt. Sollten wir nächste Woche in München verlieren und Leverkusen sein Heimspiel gegen Hannover gewinnen, würden wir den so wertvollen fünften Platz leider wieder abgeben müssen. Zu einer Prognose, was in München nächste Woche drin ist, lasse ich mich erst nach dem Spiel der Münchner in Madrid ein. Der Ausgang dort könnte großen Einfluss auf die Ein- und/ oder Aufstellung der Bayern gegen uns haben. Klar ist, sollten wir in München einen Punkt holen und am letzten Spieltag Wolfsburg schlagen, dass uns der fünfte Platz nicht mehr zu nehmen wäre. Bilder und Bericht aus München folgen wie immer zeitnah.

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14. April 2012

Torfabrik im Dauereinsatz/ 4:1 gegen Werder Bremen

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Das dritte Spiel binnen sechs Tagen, der dritte Sieg binnen sechs Tagen, zum dritten Mal innerhalb einer Woche die Weisheit bestätigt “Wer 1:0 führt, der stets verliert”. Ob eine solche Hallowach-Pille jetzt jedes Mal sein muss, um in Schwung zu kommen? Ich könnte ehrlich gesagt darauf verzichten. Wenn die Mannschaft aber immer so zurück kommt wie zuletzt, lerne ich gerne damit leben.
Alles in allem war es ein sehr überzeugender Auftritt. Die Mannschaft zeigte von Beginn an, wer Herr im Hause ist und hatte den größeren Biss. Es wurde weitestgehend um jeden Ball gefightet und Bremen keine Luft zum verschnaufen gegeben. Diese präsentierten sich wie schon in den letzten Wochen in schlechter Form und ließen in der 2. Halbzeit das Schicksal über sich ergehen. Einzig der dann fehlenden Zielstrebigkeit in den Aktionen vom VfB hatte es Bremen zu verdanken, dass es kein noch größeres Debakel für sie gab. Das 0:1 fiel eher zufällig nach dem ersten und fast einzigen durchdachten Angriff der sonst harmlosen Werderaner. Zu Beginn war der VfB zwar bemüht, es fehlte aber noch die Genauigkeit. Aber, das Gegentor hat die Jungs wachgerüttelt und sie rissen sich einmal mehr am Riemen. Gut auch zu wissen, dass der VfB 2012 ohne Ibisevic-Treffer vier Tore erzielen kann. Martin Harnik steht inzwischen bei 17 Toren, einer Zahl, die einst schon reichte, Torschützenkönig der Bundesliga zu werden. Sein Pendant auf der anderen Seite, Julian Schieber fehlt noch ein wenig die Ruhe im Abschluss, trotzdem ist er ein ständiger Unruheherd. Sakai einmal mehr ohne Worte, sensationell welche Spielintelligenz dieser Junge schon besitzt. Bei diesem Spiel ist aber nun wirklich keiner herauszuheben, es war eine tolle Mannschaftsleistung, fast von der ersten bis zur letzten Minute.

Sollte es der VfB schaffen, diese Form und Leidenschaft bis Saisonende zu konservieren wird mindestens der fünfte Pllatz herausspringen, der nach der Horror-Saison im letzten Jahr und der langen Schwächephase von November bis Februar diese Saison schon sensationell wäre. Nach einem Sieg am Freitagabend lässt es sich jetzt wunderbar ins Wochenende gehen und zusehen, wie die Konkurrenz weiter an Boden verliert. Der fünfte Platz ist auf jeden ein erstrebenswertes Ziel, berechtigt er doch sofort zur Teilnahme an der Gruppenphase der Europaleague.

Den nächsten Schritt gilt es nun in Köln zu tun. Auch wenn die Kölner nach dem Trainerwechsel noch einmal alles versuchen werden, um den FC in der Liga zu halten, sollte sich der VfB durchsetzen, wenn er sein derzeitiges Leistungsvermögen abruft. Bilder und Bericht von dieser Tour folgen im Laufe des Sonntags.

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11. April 2012

Auch in Augsburg obenauf

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , , , , – Franky @ 09:44

Endlich mal wieder ein neues Stadion! Die Vorfreude war groß, die Ernüchterung vor Ort um so größer. Wie die meisten anderen neuen Stadien auch, erinnerte der Bau eher an ein Einkaufszentrum denn an einen Fußballtempel. Auch die Atmosphäre im Inneren ist doch sehr ausbaufähig. Die gut 3.000 VfBler machten bei weitem mehr Alarm als die Heimfans. Bei einem Verein, der erstmals im Oberhaus spielt, ist das aber wohl normal, muss die Fankultur erst noch wachsen. Noch ist zu viel Eventpublikum vorhanden, das zu Zweiligazeiten entweder nictht im Stadion war oder nach München gefahren ist.

Aber, letztenendes ist mir das auch egal, weil wir ja ausschließlich gekommen sind, um unseren VfB zu unterstützen. Und dieser tat das, was die letzten Wochen Programm ist: Mit Vollgas Richtung Europa League stürmen. Aller Anfang ist schwer, so auch der gestern, als wir, wie schon gegen Mainz, durch einen frühen Elfmeter in Rückstand gerieten. Diese Hallowachpille tat dem VfB erneut gut. Es brauchte ein wenig, um gegen die kampfstarken Augsburger ins Spiel zu kommen, mit Tascis Ausgleich nach Hajnal-Ecke aber zeigte der VfB wieder eine gnadenlose Effektivität, die uns auch schon in den letzten Wochen auszeichnete. Als Harnik dann zehn Minuten später unsere Farben in Führung schoss, war den Augsburgern der Zahn weitestgehend gezogen. Sie setzten den VfB zwar weiter unter Druck, waren im Abschluss aber meist zu harmlos, um die Wende herbeizuführen. Kampf und Aggressivät alleine reichen im Frühjahr 2012 eben nicht, um dem VfB den Schneid abzukaufen. Mit zunehmender Spieldauer mussten die bayerischen Schwaben ihrem Anfangstempo Tribut zollen und dem VfB gelang es, sie weiter vom eigenen Kasten fernzuhalten. In der Schlussphase traf dann noch unser Torgarant der letzten Wochen, Vedad Ibisevic, nach glänzendem Zuspiel vom wiedererstarkten Christian Gentner, zur Entscheidung: 1:3. Gentner ist sicherlich erster Anwärter auf den Platz neben Kvist auf der Doppelsechs gegen Bremen, wo Kuzmanovic gelbgesperrt fehlen wird.

Im Kampf um Platz fünf hat sich der VfB jetzt eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet, die es am kommenden Freitag gegen Werder Bremen zu untermauern gilt. Mit Leistungen wie zuletzt muss dem VfB vor niemandem in der Liga mehr bange sein, auch wenn der Sieg gestern weniger mit spielerischer Leichtigkeit, sondern eher durch dagegen halten und Effektivität errungen wurde. Bremen ist zu Hause ja einer unserer Lieblingsgegner und sollte auch am Freitag keine unüberwindbare Hürde darstellen. Das gestrige 2:2 in Unterzahl gegen Mönchengladbach ist schwer einzuschätzen, haben doch auch die Gladbacher gerade nicht ihre stärkste Phase. Insgesamt sehe ich unseren nächsten Gegner auf dem absteigenden Ast und daher machbar. Bilder davon und ein Kurzbericht folgen am nächsten Samstag.

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9. April 2012

Schritt für Schritt in die Euro League

Category: Frankys Blogs — Tags: , , , , , , – Franky @ 07:14

Bilder vom Spiel gegen Mainz 05 sind jetzt online. Nach der grandiosen 2. Halbzeit von Dortmund war es ganz wichtig, diesen Punkt mit einem Dreier im Heimspiel gegen Mainz zu versilbern. Dies gelang eindrucksvoll, trotz des Schocks des frühen Gegentores. Der VfB wirkt sehr gefestigt und knüpft an seine traditionell starken Rückrunden der letzten Jahre an. Die Mannschaft bot gestern phasenweise begeisternden Offensivfußball und hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Insgesamt war es eine sehr gute Mannschaftsleistung. Herauszuheben ist meiner Meinung nach aber unsere Nummer 2, Gotoku Sakai, der nicht nur Irrwisch auf der rechten Seite sondern auch heimlicher Spielmacher war. Für sein Alter schon unheimlich spielintelligent. Ein richtig guter Fang unseres Managers Fredi Bobic. Auch Vedad Ibisevic bewies einmal mehr, dass uns ein Stürmer wie er gefehlt hat. Immer aufmerksam und anspielbar und extrem torgefährlich. Im Frühjahr 2012 macht es also wieder richtig Spaß, den VfB spielen zu sehen und so freue ich mich auch schon auf Dienstag, wenn es erstmals in Augsburg um Bundesligapunkte geht. Mit einer Leistung wie zuletzt ist auch dort ein Sieg drin. Im Rennen um Platz 5 haben wir jetzt die allerbesten Aussichten. Dieser fünfte Platz wäre wichtig, da er zur Teilnahme an der Gruppenphase der Euorpa League berechtigt, ohne lästige Qualifikationsspiele zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesliga noch nicht einmal begonnen hat. Aufschluss wird sicherlich diese englische Woche geben. Dienstag gegen Augsburg, Freitag gegen Bremen. Bilder und Bericht folgen wie immer zeitnah.

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