31. Dezember 2009

2.2.2009
Doppelpass für Cacau
Der 2.2.2009 war für Cacau ein wichtiger Tag. Zum einen arbeitete der VfB-Angreifer, obwohl offiziell trainingsfrei war, seine Rückstände nach auskurierter Nierenkolik auf und zum anderen hatte er um 12.30 Uhr in Waiblingen einen wichtigen Termin. Denn im dortigen Landratsamt wurde Cacau im Rahmen einer festlichen Feier eingebürgert und ist damit nun sowohl brasilianischer als auch deutscher Staatsbürger. Nachdem Cacau den Eid auf das deutsche Grundgesetz geleistet hatte, erhielt er die entsprechende Einbürgerungsurkunde ausgehändigt. Einen deutschen Pass hat er inzwischen beantragt. Cacau lebt seit nunmehr fast zehn Jahren mit seiner Familie in Deutschland, das für ihn zu einer zweiten Heimat wurde.
7.2.2009
Bayer Leverkusen-VfB 2:4 in der Düsseldorfer LTU-Arena
Tore: Gomez (2), Hitzlsperger, Eigentor Sinkiewicz.
Aufgrund des Umbaus ihres Stadions müssen die Leverkusener für die Rückrunde in die Düsseldorfer LTU-Arena umziehen. Im weiteren Verlauf der Rückrunde sollte sich zeigen, dass das Spiel gegen den VfB nicht nur ein Ausrutscher war, erst im allerletzten “Heim-”Spiel schafften sie den ersten Sieg dort.
Für uns war es klasse, in Düsseldorf zu spielen. In der Bayarena waren wir schließlich schon öfter, außerdem war Düsseldorf in früheren Jahren meist ein gutes Pflaster für den VfB. Schon legendär ist der 0:7 Auswärtssieg 1986 mit 5 Klinsmann-Toren hintereinander von der 36. bis zur 78. Minute, bei dem ich auch schon dabei sein durfte. Damals noch im altehrwürdigen Düsseldorfer Rheinstadion. In der LTU-Arena war ich zuvor noch nie. Weiterer Aspekt war natürlich, dass eine Kneipentour in der Düsseldorfer Altstadt immer gut kommt. Als Fan der Toten Hosen war ich früher auch regelmäßig zu Konzerten in deren Heimatstadt, da ein Heimspiel einer Band immer etwas besonderes ist, ähnlich dem der Fanta 4 auf dem Cannstatter Wasen.
So entschlossen wir uns auch zu übernachten und reisten morgens relativ früh mit dem ICE an, um das Hotel beziehen und dann sofort in die Altstadt ziehen zu können. Diese erreichten wir gegen 12 Uhr und telefonierten uns auch sofort mit Freunden zusammen, die schon etwas früher eintrafen, teils ebenfalls per Bahn, teils mit Fanbussen, die zu den Spielen in besonderen Städten auch mal früher ankommen und später abfahren, so dass man auch von der Stadt etwas hat. In der Pinte, in der wir uns trafen, floss dann auch schon das Altbier in Strömen. Ein Meter nach dem anderen wurde bestellt und so machten wir uns relativ knapp Richtung Stadion auf. Da die Straßenbahnen um diese Zeit auch relativ überfüllt sind, hatten wir Mühe, alle zusammen in einem Wagen unterzukommen. Am Stadion angekommen mussten wir dann auch noch fast ums ganze Stadion herumlaufen, um zu unserem Block zu gelangen. Das Spiel war schon angepfiffen, als wir unseren Block erreichten. Die Plätze, die wir hatten, waren eine Frechheit! Ich orderte extra beim VfB, die beste und damit natürlich auch teuerste Kategorie, die als Gästefan möglich war und was bekamen wir? Die untersten Plätze im Block, direkt hinter dicken Gitterstäben. Ich hätte von dort nicht ein vernünftiges Foto machen können. Zum Glück war der Block bei weitem nicht voll, dass wir uns sofort weiter oben hinsaßen. Ähnliche Erfahrungen machte ich auswärts schon öfter. Hier sollte sich der VfB mal dafür einsetzen, dass solche Karten von den Gastgebern wenigstens als sichtbehindert verkauft werden. Ich hatte noch nicht richtig Platz genommen, schon stand es 0:1 durch Gomez. Danach wirkte man den Leverkusenern die Verunsicherung an, der VfB verpasste es aber nachzulegen. So brachte man mit unnötigen Abspielfehlern die Pillendreher zurück ins Spiel, die dann einige kleinere Tormöglichkeiten hatten. Deren Pulver war aber schnell wieder verschossen, der VfB schaukelte das 1:0 dann locker über die Runden bis zum Pausenpfiff. Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Magnin, der das Gomez-Tor vorbereitet hatte, setzte sich erneut am Flügel durch und flankte vors Tor, doch Hilbert verpasste knapp. Kurz darauf kam Vidal gegen Gomez zu spät und sah gelbrot. Den fälligen Freistoß hämmerte Hitzlsperger in die Maschen, über Adlers Hände hinweg. Ein Klassetor, ich fing ein, als der Ball einschlug, ob der Geschwindigkeit des Balles leider etwas verschwommen, aber hoffentlich trotzdem sehenswert. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Leverkusen kam zwar nochmal heran, doch wenig später stellte Gomez mit seinem zweiten Treffer die Weichen endgültig auf Sieg. Danach war nur noch Jubel, Trubel, Heiter- und Glückseligkeit unter den vielen VfB-Fans. Erstes Auswärtsspiel der Rückrunde und gleich ein Sieg. In der Vorrunde waren wir auswärts 4x dabei und kamen nur auf 2 Unentschieden in Mannheim gegen Hoffenheim und in Frankfurt bei 2 Niederlagen in Dortmund und in Berlin. Daher fing das Jahr 2009 natürlich auch für uns vielversprechend an. Nachdem die Mannschaft gebührend verabschiedet wurde, sahen wir zu, dass wir auf dem schnellsten Wege zurück in die Altstadt kamen, um den Sieg zu feiern. Egal wo wir dann hin kamen, es waren überall VfB-Fans da, die aus der Düsseldorfer Altstadt eine schwäbische Partyzone machten. Aus unserer Sicht verlief der Abend friedlich. Wir feierten und tranken mit Fans anderer Vereine, u. a. Gladbachern, einem Schalker und vereinzelt auch Leverkusenern bis weit in die Nacht. In der Zeitung lasen wir dann, dass es wohl noch Trouble von ein paar VfB-Fans mit Düsseldorfern Hools gegeben haben soll, wir haben nichts mitbekommen. Angesichts der mehreren tausend Fans, die an diesem Abend in Düsseldorf unterwegs waren, also eher eine Randnotiz.
Noch in Düsseldorf machten wir uns schon Gedanken, wie und wann wir das nächste Mal her kommen würden. Vielleicht steigt ja die Fortuna mal wieder ins Oberhaus auf, sonst bietet sich ein Aufenthalt ja auch bei sämtlichen Spielen im Westen an!









11.2.2009
Länderspiele:
Deutschland-Norwegen 0:1 mit Gomez (bis zur 68.), Tasci (ab 46.) und Thomas Hitzlsperger auf der Bank.
Türkei-Elfenbeinküste 1:1 (90 Minuten mit Boka)
Rumänien-Kroatien 1:2 (Torschütze Marica, bis zur 88. Min. im Einsatz)
Schweiz-Bulgarien 1:1, Magnin bis zur 61. Minute im Einsatz.
USA-Mexiko 2:0, Ricardo Osorio war für Mexiko genauso wie Ex-VfB-Spieler Pavel Pardo über die gesamten 90 Minuten gegen die USA im Einsatz.
14.2.2009
3:3 gegen Hannover: VfB lässt sich den Sieg abluchsen
Die Aufholjagd des VfB Stuttgart unter Teamchef Markus Babbel ist ins Stocken geraten. Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Hannover 96 mussten die Schwaben mit einem 3:3 (2:2) zufrieden sein. Selbst eine schnelle 2:0-Führung durch Mario Gomez (7. Minute) und Martin Lanig (22.) reichte den Gästen vor 31.127 Zuschauern nicht zum Sieg. Einen fünfminütigen Blackout kurz vor der Pause nutzte “96″ durch Treffer von Jiri Stajner (43.) und Jacek Krzynowek (45.) zum 2:2-Zwischenstand. In der turbulenten Schlussphase erzielten zunächst Mikael Forssell (85.) und dann Thomas Hitzlsperger (87.) in seinem 100. Bundesliga-Spiel die Tore zum insgesamt verdienten Endstand.
18.2.2009
Zenit St. Petersburg-VfB 2:1 (UEFA-Cup Zwischenrunde)
Der VfB Stuttgart hat trotz einer 1:2-Niederlage bei Titelverteidiger Zenit St. Petersburg die Chance auf den Achtelfinaleinzug gewahrt. Auf schwer bespielbarem Boden und bei tiefwinterlichen Verhältnissen legten die Russen furios los, ehe sich der VfB stabilisierte und das Match ausgeglichen gestaltete. Tymoshchuk brachte Zenit auf die Siegerstraße, ehe die Hausherren auf den dritten Treffer drängten, vor dem Tor jedoch die nötige Präzision vermissen ließen. Gomez glich das frühe Tor der Russen bereits in der 15. Minute aus, danach war der VfB gut im Spiel. Unerklärlich dann, dass in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Ball vertändelt anstatt weggedroschen wurde, was die Russen zum am Ende entscheidenden 2:1 nutzten.
Am ehesten in Erinnerung bleibt von diesem Spiel aber eine “Nebensächlichkeit”. Plötzlich bekam Khalid Boulahrouz kalte Ohren. Wutentbrannt riss der VfB-Torhüter Jens Lehmann dem Innenverteidiger nach 50 Spielminuten das wollene Stirnband vom Haupt, nachdem der Niederländer mit einem verunglückten Kopfball vor dem eigenen Strafraum eine Torchance für St. Petersburg heraufbeschworen hatte. Zwar agierte Boulahrouz danach zwar auch ohne Ohrwärmer nicht ganz fehlerlos – zumindest aber blieb dem VfB nach Lehmanns symbolischem Weckruf ein weiterer Gegentreffer erspart.
21.2.2009 VfB-TSG Hoffenheim 3:3
Trotz einer Drei-Tore-Show von Goalgetter Demba Ba hat Herbstmeister 1899 Hoffenheim zwei wichtige Punkte im Titelrennen der Fußball-Bundesliga verschenkt. Sead Salihovic verschoss beim 3:3 (2:2) des Aufsteigers beim VfB Stuttgart am Samstag in der Nachspielzeit einen Strafstoß und vergab damit den möglichen Sieg.
Der überragende Ba hatte zuvor seine Saisontore neun bis elf (24./45./67. Minute) erzielt. Für die Schwaben trafen vor 54.000 Zuschauern Cacau (26.) und zweimal Mario Gomez (31./63.). Drei Tage nach dem 1:2 im Uefa-Cup bei Zenit St. Petersburg verhinderten vor allem krasse Abwehrfehler der Stuttgarter eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel gegen die Russen am kommenden Donnerstag.
Das Spiel war rassig, die Choreo, die das Commando Cannstatt mal wieder auf die Beine gestellt hat, überwältigend. Über die Anzeigetafeln wurden an die Stationen des Commando Cannstatt und die Aktionen und Choreos der letzten 12 Jahre erinnert. Die Choreo dieses Mal präsentierte ein weiss-rotes Fahnenmeer sowie den roten Brustring. Die hochgehaltenen Transparente während des Spiels zielten darauf ab, dass Hoffenheim ein von Hopp gekaufter Verein ohne Tradition ist. Immer wieder klasse, was die Kurve zu bieten hat.
Der wilde Herr Lehmann… In St. Petersburg hatte Stuttgart-Torwart Jens Lehmann (39) Mitspieler Boulahrouz das Stirnband vom Kopf gerissen. Nun gegen Hoffenheim folgte die Schuhwurf-Attacke.
86. Minute: Hoffenheims Stürmer Salihovic verliert im Zweikampf 20 Meter vor dem Tor seinen rechten Schuh, Lehmann schnappt sich den Schlappen und pfeffert ihn rücklings auf das Tornetz.










26.2.2009
VfB-Zenit St. Petersburg 1:2
Titelverteidiger Zenit St. Petersburg ist für den VfB Stuttgart eine Nummer zu groß gewesen. Die zu lange ideen- und mutlosen Schwaben schieden durch ein 1:2 (0:1) im Rückspiel gegen die Russen in der Zwischenrunde des Uefa-Pokals aus. Der eingewechselte Neuzugang Timo Gebhart konnte in der 80. Minute mit dem 200. Uefa-Cup-Tor des VfB Igor Semschow Führungstreffer (42.) egalisieren, doch Viktor Faysulin (86.) machte dann für Zenit alles klar. Auch ohne seinen gelbgesperrten Kapitän Anatoli Timoschtschuk bestimmte St. Petersburg am Donnerstagabend vor 34.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena lange Zeit die Partie. Gegen die Russen zeigte die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel gerade in der ersten Halbzeit zu wenig, um Zenit ernsthaft gefährden zu können. Nach dem Rückstand blieb die erhoffte Offensive des VfB zu lange aus. Erst in der Schlussphase bäumte sich der Gastgeber auf.










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30. Dezember 2009

4.1.2009
Der Vertrag mit Pavel Pardo wurde aufgelöst.
Aufgrund seiner Verdienste beim VfB, vor allem seiner tollen Saison 2006/2007, legte der Verein Pavel keine Steine in den Weg, um bei “seinem” Verein CF América anzuheuern. Pavel kam auf 71 Bundesligaspiele, in denen er 4 Tore erzielte. Alles Gute Pavel Pardo.
6.1.2009
Manuel Fischer wird zur TUS Koblenz in die 2. Liga verliehen.
8.1.2009
Start des Trainingslagers in Portimão,
mit dabei Neuzugang Timo Gebhart sowie die Youngsters Patrick Funk und Julian Schieber.
10.1.2009
3:2-Sieg im Test gegen Ajax Amsterdam,
Torschützen des VfB waren Lanig, Schieber und Hitzlsperger.
13.1.2009
3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen Rot-Weiß Oberhausen,
Torschützen 2x Bastürk und Gomez
14.1.2009
Arthur Boka verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2012
17.1.2009
Rückkehr des VfB-Trosses aus Portugal
20.1.2009
2:2 im Test gegen den SC Freiburg in der Mercedes-Benz-Arena,
Der VfB sucht noch nach seiner Form für die Rückrunde. Die Schwaben kamen am Dienstagabend in einem Testspiel gegen den Zweitligisten SC Freiburg nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Vor 1200 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena rettete der eingewechselte Brasilianer Elson den Gastgebern mit einem Traumtor in der 83. Minute das Remis. Angreifer Mohamadou Idrissou (37./56. Minute) erzielte beide Treffer für die Breisgauer. Torjäger Mario Gomez (44.) hatte zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. (aus STZ online)
21.1.2009
Schieber (bis 2011), DiDavi und Träsch (beide bis 2012) verlängern ihre Verträge
27.1.2009
1:5 gegen die Bayern: Der mutlose VfB erlebt ein Debakel
Spielbericht STZ online: Der VfB Stuttgart hat das erste Pflichtspiel im neuen Jahr verloren. Der Fußball-Bundesligist unterlag am Dienstagabend im Achtelfinale des DFB-Pokals dem FC Bayern mit 1:5 (0:3). “Wir waren viel zu ängstlich”, sagt der Teamchef Markus Babbel.
So haben sich weder der Teamchef Markus Babbel noch seine Mannschaft den Einstieg nach der Winterpause vorgestellt. Es sollte ein großer Abend für den VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz-Arena werden. Alles schien bereitet. Das heimische Stadion war mit 55 500 gespannten Zuschauern ausverkauft, die Spieler hatten sich einiges vorgenommen – und dann das. Der VfB ließ sich vom FC Bayern München vorführen, die Fußballer vom Wasen schlichen nach der 1:5-Lektion gegen den Rekordmeister vom Platz.
Zurück blieben mehr Fragen als Antworten. Denn erstmals gab es im sechsten Pflichtspiel unter Babbel eine Niederlage, und es ist schwer abzusehen, wie der Teamchef und die Mannschaft dieses Debakel bis zum Rückrundenstart am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach verarbeiten werden. Vor Selbstvertrauen werden die Stuttgarter jedenfalls nicht mehr strotzen. Dabei schien Babbel der Mannschaft nach der Trennung von Armin Veh den Glauben an die eigene Stärke wieder eingeimpft zu haben. Nun aber griffen die Maßnahmen von Babbel erstmals nicht.
Um die Münchner zu verblüffen, hatte sich der VfB-Teamchef taktisch etwas einfallen lassen. Er stellte im Angriff weder Ciprian Marica noch Julian Schieber neben Mario Gomez, sondern er zauberte Yildiray Bastürk für die Anfangself hervor. Den verletzungsanfälligen Türken hatte niemand mehr so richtig auf der Rechnung gehabt, doch nach einer guten Vorbereitung vertraute Babbel ihm – und der kleine Mittelfeldmann erhielt den Auftrag, den groß gewachsenen Bayern-Innenverteidigern in vorderster Reihe mit Dribblings Probleme zu bereiten. Allerdings kam die Nummer zehn der Stuttgarter in der neue Rolle nicht zurecht.
Die zweite Überraschung für die Bayern dürfte gewesen sein, dass der VfB so ziemlich alles vermissen ließ, was ihn seit dem Amtsantritt von Babbel am 23. November 2008 ausgezeichnet und noch vor wenigen Wochen im Bundesligaduell gegen die Münchner zum 2:2 geführt hatte. Diesmal fehlte es jedoch an Leidenschaft und Aggressivität, dafür leisteten sich die Gastgeber Fehlpässe in Serie. Vor allem Roberto Hilbert brachte kaum einen Ball zum Mitspieler, und nur Thomas Hitzlsperger hielt dagegen.
Das war aber deutlich zu wenig, wie sich schnell zeigte. Nach einem Patzer von Arthur Boka erzielte Bastian Schweinsteiger das 1:0 (14.). Der VfB hatte sich noch nicht von dem Schock erholt, da landete das Spielgerät wieder im Tor. Franck Ribéry schloss einen Angriff erfolgreich ab (16.) – und der Stuttgarter Schlussmann Jens Lehmann tobte, fassungslos über die Lethargie der Mitspieler.
Dann bekam Lehmann die Kugel doch erstmals zu fassen, ausgerechnet nach einem Elfmeter (21.). Ribéry hatte nach einem Handspiel von Boka in arroganter Weise versucht, den Ball lediglich in die Mitte zu lupfen. Der VfB-Keeper durchschaute das Spiel des Franzosen jedoch und fing den Ball locker.
Doch wer gehofft hatte, der VfB würde eine Trotzreaktion zeigen und sich aufbäumen, weil die Bayern versuchten, ihn lächerlich zu machen, sah sich getäuscht. Das Team blieb emotionslos, die zarten Angriffsbemühungen verfingen sich in der Münchner Defensive, und es entwickelte sich eine Partie, wie sie der FC Bayern liebt: Ball und Gegner kontrollieren – und dann zuschlagen. Luca Toni vollendete nach Vorarbeit von Ribéry zum 3:0 (43.).
Nach der Pause brachte Babbel mit Marica einen zweiten gelernten Stürmer – und der Rumäne stand gleich im Mittelpunkt. Wegen Abseits wurde sein Treffer aber nicht anerkannt (47.). Nichts war es also mit mehr Spannung und schon gar nicht mit einer Wende. Nach einem Foul von Lehmann an Zé Roberto verwandelte Schweinsteiger den Strafstoß sicher (54.). Das Debakel war perfekt, doch die Elf des Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann hatte noch nicht genug. Mühelos erzielte Zé Roberto das fünfte Tor (59.).
“Wir waren viel zu ängstlich”, sagte Babbel. Immer wieder hatte er versucht, seine Schützlinge von der Seitenlinie aus anzutreiben, und wie versteinert erlebte er von der Bank aus erstmals die Machtlosigkeit eines Trainers. Was zum einen an der Stärke des Gegners lag, zum anderen aber auch an der Schwäche der eigenen Elf, für die Mario Gomez traf (84.). Die von Personalsorgen geprägte Vorbereitung mag da einen Erklärungsansatz für die unterirdische Leistung bieten, eine Entschuldigung liefert sie jedoch nicht. Die Gründe für das Versagen muss nun Babbel suchen – und das möglichst schnell.






30.1.2009
Georg Niedermeier wird für 1 1/2 Jahre vom FC Bayern ausgeliehen
31.1.2009
VfB gewinnt 2:0 gegen Bor. M’Gladbach
STZ online: Vier Tage nach der 1:5-Pleite gegen Bayern München hat der VfB Stuttgart einen weiteren Rückschlag mit viel Mühe verhindern können. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel kam zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach trotz einer erneut enttäuschenden Leistung zu einem 2:0 (0:0).
Für die ambitionierten Schwaben war es im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft ein wichtiger Erfolg. Für Gladbach, das in der Winterpause rund fünf Millionen Euro in vier Neuzugänge investiert hatte, war es im Abstiegskampf ein weiterer Rückschlag. Für die fünfte Borussen-Niederlage in Folge sorgten der Rumäne Ciprian Marica (67.) und Nationalspieler Mario Gomez mit seinem achten Saisontor (86.).
41.300 Zuschauer erlebten allerdings eine spielerisch schwache Bundesliga-Partie mit viel Kampf und noch mehr Krampf. Dem VfB war nach der Demontage gegen die Bayern die Verunsicherung deutlich anzumerken. Zwar agierten die Schwaben überlegen, aber oft zu harmlos und statisch, um Gladbach in Verlegenheit zu bringen.
Allerdings trafen die Gastgeber auch auf eine von Trainer Hans Meyer sehr defensiv eingestellte Borussen-Elf, in der Nationalspieler Marko Marin und Oliver Neuville zunächst auf der Bank saßen. Die Gladbacher zogen sich bei Angriffen des VfB weit zurück, Neuzugang Tomas Galasek spielte dabei sogar eine Art Libero hinter der Viererkette. Der neue Borussen-Keeper Logan Bailly musste in der ersten Hälfte deshalb auch nur einmal eingreifen, als er gegen Gomez aus kurzer Distanz parierte (36.).
Dagegen hatte VfB-Torhüter Jens Lehmann, der nach seiner Kritik an Mitspielern und Trainer eine Geldstrafe erhalten hatte, vor der Pause zwei brenzlige Situationen zu überstehen. In der neunten Minute verpasste Rob Friend, die einzige echte Gladbacher Spitze, eine Hereingabe von Karim Matmour nur um Zentimeter. Dann schoss der Kanadier freistehend über das Stuttgarter Gehäuse (29.). Nach dem Wechsel erhöhte der VfB den Druck und hätte mit Hilfe des nicht immer sicher wirkenden Bailly in der 55. Minute fast die Führung erzielt. Den Kopfball von Gomez kratzte Steve Gohouri aber von der Linie. Auf der anderen Seite verfehlte ein Kopfball von Roel Brouwers (60.) nach einer Unsicherheit von Lehmann nur knapp das Ziel, ehe Marica nach einem Stellungsfehler in der Gladbacher Defensive für das erlösende 1:0 sorgte.
Bei Stuttgart konnten Khedira und Gomez noch am ehesten gefallen. Gladbach hatte in Matmour seinen auffälligsten Spieler.






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27. Dezember 2009
Seit dem Trainerwechsel ist die Hoffnung wieder zurückgekehrt. Nach dem Sieg gegen Urziceni und dem Remis in Mainz war die Mannschaft unter Christian Gross ja noch ungeschlagen. So machten wir uns warm eingepackt und voller Zuversicht auf den Weg. Da uns die Terminplaner der DFL das Samstagabend-Spiel bescherten, schauten wir zunächst beim SSC die Sky-Konferenz an. Bayer 04 Leverkusen sicherte sich die Herbstmeisterschaft, wir müssen unsere direkten Konkurrenten leider weiter unten in der Tabelle suchen und staunten nicht schlecht, dass Bochum in Hannover gewann und uns zu enteilen drohte. Was solls: mit einem Dreier am Abend holen wir die schon wieder ein. Die Vorzeichen standen nicht schlecht. Mit Ba, Compper, Weis und auch Timo Hildebrand fehlten den Hoffenheimern vier wichtige Spieler wegen Schweinegrippe. Beim Timo hege ich so meine Zweifel: es wird gemunkelt, er wäre sich mit dem VfB über eine Rückkehr einig. Da könnte in so einem Spiel eine Menge Porzellan zerschlagen werden. Vielleicht hat er also auch gekniffen. Des weiteren fehlte Salihovic gelbgesperrt. Beim VfB spielte Tasci wieder für Niedermeier und natürlich Sven Ulreich für den gesperrten Jens Lehmann. Kurz nach 18 Uhr faßten wir uns ein Herz, packten uns warm ein und trotzten der Kälte, indem wir den Weg zum Eisschrank Mercedes-Benz Arena antraten. Bei Temperaturen um die -15° nahmen wir also unsere Plätze im Block 17 ein. 41.000 Zuschauer kamen zu diesem, angesichts der äußeren Bedingungen, denkwürdigem Spiel.

Noch kurz warm einpacken und schon geht es los. Beim VfB spielte lediglich Aleks Hleb in Strumpfhosen, bei den Hoffenheimern waren es einige mehr.

Auf dem gefrorenen Boden kam das Spiel schwer in die Gänge. Der VfB erspielte sich zwar ein Übergewicht. Torchancen blieben aber zunächst Mangelware. Den Brasilianern von Hoffenheim merkte man zuweilen an, dass diese Temperaturen nicht ihre Welt sind, zumal sie schon den Weihnachtsurlaub in den warmen heimatlichen Gefilden vor Augen hatten.

Sven Ulreich hatte in seinem ersten Bundesligaspiel seit über eineinhalb Jahren zunächst wenig bis überhaupt nichts zu tun.

Nachdem Träsch zwei kleinere Möglichkeiten zur Führung vergab, zeigte der Schiedsrichter in der 32. Minute nach einem Handspiel von Ibertsberger auf dnm Elfmeterpunkt. Für Hoffenheim eine unglückliche, aber vertretbare Entscheidung. Marica ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte. Haas im Hoffenheimer Tor ahnte zwar die aus seiner Sicht rechte Torecke, kam aber letztendlich nicht heran. Wenn man Marica die ersten drei Spiele unter Gross beobachtet hat, erkennt man ihn gegenüber vorher fast nicht wieder. Er arbeitet und rennt unheimlich viel für die Mannschaft, im Abschluss macht er aber nach wie vor eine unglückliche Figur. Dass er das Vertrauen erhielt und den Elfmeter schießen durfte, stärkt hoffentlich sein Selbstvertrauen. In den ersten drei Spielen unter Gross heißen die Gewinner sicher Ciprian Marica, Timo Gebhart und Pavel Pogrebnjak. Gegen Hoffenheim war Pogrebnjak mit Sami Khedira der beste Spieler auf dem Platz.

Auch nach dem Führungstreffer blieb der VfB dran, hatte aber weiterhin Schwierigkeiten klare Chancen herauszuspielen. Hoffenheim brachte nach vorne überhaupt nichts zustande. Das änderte sich allerdings in der 44. Minute. Delpierre legte Ibisevic und Maicosuel verwandelte den darauf folgenden Freistoß aus 24 Metern Torentfernung. Der schmeichelhafte Ausgleich für den Dorfclub, der eine Minute später durch Obasi sogar hätte in Führung gehen können, doch Ulreich reagierte mit einem Super-Refelex.

Danach pfiff Schiri Gräfe zur Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel übernahm der VfB wieder die Initiative. Pogrebnjak hätte den VfB in der 49. Minute in Führung bringen können, vergab aber freistehend gegen Haas, den Hildebrand-Vertreter.

Die Vorentscheidung in diesem Spiel fiel dann in der 57. Minute als Luiz Gustavo Khedira im Mittelkreis von den Beinen holte und zu Recht gelbrot sah. Zunächst versuchten es Boka und Träsch mit Distanzschüssen, scheiterten aber an Haas. In der 68. Minute brach aber der Bann, denn Cacau erzielte nach Vorarbeit von Pogrebnjak das 2:1. Er war in der 60. Minute für Marica eingewechselt worden.

Im Anschluß daran hatte der ebenfalls eingewechselte Rudy mit einem Distanzschuß, den er verzog, ein wenig Pech. Dann lief Timo Gebhart alleine auf das Tor zu und scheiterte an Haas, nachdem er zuvor den mitgelaufenen und nicht im Abseits stehenden Cacau übersehen hatte, woraufhin dieser sich energisch echauffierte. Besser machte es schließlich in der 82. Minute Sami Khedira aus ähnlicher Position.


Mit dem 3:1 war das Spiel natürlich gelaufen. Wir VfB-Fans hatten endlich mal wieder auch in der Bundesliga etwas zu feiern. Die Stimmung war das gesamte Spiel über gut. Hoffenheim schaffte es nicht einmal den Gästeblock voll zu bekommen und war auch kaum zu hören. Deren Mode-”Fans” kommen dann wieder bei angenehmeren Temperaturen.

Der VfB ließ die restliche Spieldauer nichts mehr anbrennen. Hoffenheim stellte seine Bemühungen ein, der VfB hätte sogar durch Boka noch höher gewinnen können. In die Einzelkritik möchte ich nicht groß gehen, die Besten habe ich weiter oben erwähnt. Schwächster Mann beim VfB war einmal mehr Aleks Hleb. Christian Gross war am dem Spiel folgenden Sonntag in Sport im Dritten und ließ durchblicken, daß er mit Hleb ganz und gar nicht zufrieden ist. Und das nicht nur seiner Leistungen wegen sondern auch wegen seiner Berufsauffassung. Auch diese Personalie dürfte spannend werden. Wenn er sich nicht voll und ganz für die Mannschaft einbringt und alles dem Beruf unterordnet, sollte man auch vor diesem Namen nicht Halt machen und ihn auf der Tribüne versauern lassen. Trotz der angeblich 6-Millionen-Nettogehalt, die der VfB dem Weißrussen für sein einjähriges Gastspiel überweist. Vielleicht gibt ihm ja das Aufeinandertreffen mit dem FC Barcelona Auftrieb und eine Perspektive, dass er bis zu diesen Spielen in Topform sein möchte. Zu wünschen wäre es ihm und uns.
In der 89. Minute durfte dann noch Ludovic Magnin seine Abschiedsvorstellung geben. Er wechselt ja in der Winterpause zum FC Zürich in seine schweizer Heimat, um mehr Spielpraxis zu bekommen und seine WM-Teilnahme nicht zu gefährden. Ich sehe seinen Abgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf dem Platz hat ihm Arthur Boka, spätestens seit dem Länderspiel Deutschland-Elfenbeinküste, das ihm enormen Auftrieb gegeben hat, den Rang abgelaufen. Nicht nur deshalb, auch weil Lude in dieser Saison nicht ein gutes Spiel abgeliefert hat, ist der Abgang aus sportlicher Sicht zu verschmerzen und logisch. Menschlich jedoch wird er uns fehlen. Als Stimmungskanone und als positiver Typ, nicht zuletzt auch im Umgang mit den Fans in den Trainingslagern, Fanfesten oder sonstigen “Pflicht-”Terminen. Ludovic hat solche Zusammenkünfte immer gerne wahrgenommen und sie nicht als lästiges Übel angesehen, wie es viele andere tun. Alles Gute in der Heimat Ludovic und viel Erfolg. Laß Dich im Schwabenland mal wieder blicken!



Trotz eines erwärmenden Auftritts unserer Mannschaft war sicher jeder froh, als der Schiedsrichter um 20.22 Uhr zur Winterpause pfiff. Die Mannschaft scheint wieder ihren Frieden mit den Fans geschlossen zu haben und kam zur La-Ola in die Cannstatter Kurve. Jetzt haben sie sich ihren, dieses Mal sehr kurzen, Weihnachtsurlaub verdient. Der VfB hat sein Nahziel erreicht und “überwintert” nicht auf einem Abstiegsplatz. Man darf gespannt sein, welche personellen Änderungen es in der Rückrunde geben wird. Christian Gross konnte sich in 2 Wochen ein Bild von der Mannschaft machen. Außer Magnin wird uns sicher noch der ein oder andere Ergänzungsspieler verlassen. Der Kader jedenfalls ist immer noch viel zu groß und müßte eigentlich um fast 10 Spieler verkleinert werden. Dazu wird laut Horst Heldt ein Ersatz für Magnin gesucht. Ebenfalls könnten wir einen treffsicheren Stürmer sowie einen torgefährlichen Mittelfeldspieler (Jovanovic?) gebrauchen. Einige Baustellen also für Horst Heldt. Hoffentlich sind diese bereits mit Start des Trainingslagers abgearbeitet, damit sich die Neuzugänge bereits integrieren und die Mannschaft kennen lernen können.

Aus VfB-Sicht geht also ein Jahr der Extreme zu Ende. Zunächst die nicht für möglich gehaltene Aufholjagd in der Rückrunde der letzten Saison, als wir am letzten Spieltag sogar noch Meisterschaftschancen hatten und schließlich die Championsleague erreichten. Und dann die ebenfalls nicht für möglich gehaltene Vorrunde der aktuellen Saison, die uns bis auf den 17. Platz abstürzen ließ. Höhepunkt der Peinlichkeiten war das Pokal-Aus in Fürth. Für 2010 wünsche ich Christian Gross ein glückliches Händchen und daß er der Mannschaft wieder die notwendige Stabilität, vor allem im Defensivverhalten, verleiht. Gute Ansätze sind nach den ersten Spielen unter seiner Ägide zu sehen, die Mannschaft tritt wieder mehr als Einheit auf als noch unter Babbel. In dieser Form werden wir hoffentlich nach ein paar Spielen der Rückrunde wieder das gesicherte Mittelfeld ins Visier nehmen können.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und dann natürlich auch ein gesundes, gutes erfolgreiches Jahr 2010. Die nächsten Tage folgt noch ein Jahresrückblick aus Sicht des VfB. Werde mich demnächst an die Arbeit machen.
Bis dahin, viele Grüße und machts gut
Franky
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26. Dezember 2009
Nach den Vorkommnissen in Mainz rund um Jens Lehmann, war damit zu rechnen, dass zunächst er die Schlagzeilen bestimmen würde. Es waren ja nicht nur seine ständigen Provokationen, nach dem Spiel hat er ja dann noch Medienwirksam und vor laufenden Kameras einem VfB-Fan die Brille von der Nase gerissen, als dieser ihn (zu Recht) fragte, ob er nicht ein Mal normal sein könne. Nach seiner Flucht aus dem Stadion mit einem Taxi zum Frankfurter Flughafen und dem Flug nach München hatte er, ebenfalls wieder vor laufenden Kameras, noch einen Reporter um 5 Euro angeschnorrt, weil er Hunger bekam. Bei alledem konnte man schon den Eindruck gewinnen, dass Jens Lehmann an diesem Abend nicht richtig tickte.
Wie in meinem Mainz-Bericht geschrieben, hätte ich vollstes Verständnis gehabt, wenn der Verein mit dem Rauswurf oder einer Trennung in gegenseitigem Einvernehmen reagiert hätte. Der neue Trainer aber legte zu derartigen Maßnahmen sein Veto ein, da er im Abstiegskampf auf einen erfahrenen Torhüter setzen möchte. Dies ist sein gutes Recht. Lehmanns Glück in dieser Angelegenheit ist sicher, dass ein neuer Trainer da ist und er (fast) bei Null anfangen kann. Jetzt hat er noch einmal die Möglichkeit, seine Karriere vernünftig zu beenden und dem VfB das Vertrauen und die Nachsicht zurückzuzahlen, die der Verein in den letzten Wochen und Monaten mit Jens Lehmann geübt hat.Ich hoffe, er packt diese Gelegenheit beim Schopfe und konzentriert sich voll und ganz auf seine Aufgabe auf dem Platz.
Am Montag gab der Verein dann folgende Pressemitteilung heraus: “Für VfB-Torhüter Jens Lehmann hat das gestrige Bundesligaspiel beim FSV Mainz 05 unangenehme Folgen. Der 40-Jährige zog sich bei der Attacke des Mainzer Angreifers Aristide Bancé eine Innenbandzerrung mit Gelenkkapseleinriss und einen Bluterguss im linken Knie zu.”
Ich musste dabei schmunzeln und vermutete, der VfB will zum einen ein milderes Strafmaß vor dem Sportgericht erreichen und zum anderen Jens aus der Schusslinie nehmen, da sich in der Woche vor dem wichtigen Hoffenheim-Spiel sonst alles auf ihn gestürzt hätte, obwohl er ja doch nicht spielen darf. So wäre automatisch Unruhe und ein riesiger Medienwirbel auf dem Vereinsgelände gewesen.
Das Sportgericht verhängte schließlich 3 Spiele Sperre. Im Laufe der Woche hatte Jens Lehmann dann noch seinen Auftritt bei Kerner und nahm Stellung zu den Vorkommnissen der letzten Wochen. Viel bedauerndes brachte er aber leider nicht heraus, außer dass ihm sein Verhalten in Mainz für die Mannschaft Leid tue. Ich, als einer der Mainz-Fahrer, hätte mir eine Entschuldigung beim gesamten Verein und den Fans gewünscht.
Nach der Aufarbeitung dieser Geschehnisse konnte die Mannschaft relativ unbeeindruckt die Vorbereitung auf das Spiel gegen Hoffenheim in Angriff nehmen. Es bestand doch durchaus Grund für Optimismus, schließlich fand seit dem Trainerwechsel eine klare Leistungssteigerung in der Mannschaft statt. In der Woche zwischen Mainz und Hoffenheim schaute ich erstmals, seit Gross da ist, wieder beim Training vorbei und war angetan davon, wie er sich einbringt. Babbel stand oft wie ein Feldherr im Mittelkreis und beobachtete die Arbeit seiner Co-Trainer und der Mannschaft aus der Ferne. Gross wirkt engagierter, dirigiert und korrigiert viel, und steckt die Spielfelder penibel genau selbst ab. Da auch an diesem Tag schon eisige Temperaturen herrschten, machten wir uns auch schon bald wieder vom Acker.
Am Freitag stand dann noch die Auslosung zum Champions League Achtelfinale an. Dass wir einen Kracher bekommen würden, war fast klar. Leichte Gegner gab es sowieso nicht, auch wenn Bordeaux oder Florenz nicht die ganz großen Kaliber gewesen wären. Mein Traumlos wäre ja Arsenal gewesen. Aber die Auslosung ist kein Wunschkonzert, gleich die erste Paarung hieß VfB-FC Barcelona.

Also gegen die derzeit stärkste Mannschaft auf der Welt, die vergangene Woche ihren 6. Titel innerhalb eines Jahres unter Dach und Fach brachten. Gegen Weltklassespieler wie Messi, Ibrahimovic, Henry, Xavi, Iniesta und viele mehr. Hoffen wir, dass sich der VfB bis dahin weiter steigert und gegen Barca zwei, im Rahmen unserer Möglichkeiten, gute Spiele hinzulegen in der Lage ist. Das erste Spiel findet in der Mercedes-Benz-Arena statt. Für mich sind die Aufeinandertreffen derzeit noch schwer einzuschätzen. Wer weiß, wie der VfB aus der Weihnachtspause kommt. Gross ist ja ein erfahrener Hase und hat mit Basel auch schon CL-Erfahrungen gesammelt. Vielleicht bekommt er es ja hin, dass die Mannschaft bis zum Hinspiel stabil genug ist, um es den Katalanen schwer zu machen, ein Tor gegen uns zu erzielen. Ich würde es mir wünschen. Wir sind bei beiden Spielen am Start und ich hoffe, anders als vor 2 Jahren im Camp Nou, dass der VfB nicht ganz aussichtslos nach Barcelona fährt. Die Reise nach Barcelona ist bereits gebucht, am 16.3 geht es hin, am 18. wieder zurück. Letztes Mal nahmen wir den Tagesflieger vom VfB. Naturgemäß hat man da nicht so viel Zeit wie in einer Stadt wie Barcelona nötig wäre. Dennoch hatte der Trip etwas. Im Dezember nochmal einen frühlingshaften Tag bei strahlend blauem Himmel zu erleben. Bei diesen Bedingungen durch den Weihnachtsmarkt in Barcelona zu schlendern und einfach den Tag genießen.

Am Yachthafen gab dann die Rote Tor Fraktion ihr “VfB ein Leben lang” zum besten und man konnte sich schon einmal einsingen.

Anders dann im Stadion. Der “Gästeblock” im Camp Nou liegt im 4. Rang, also ganz oben, in diesem riesigen Stadion und ist fast über die gesamte Gerade gezogen. So kommt natürlich schwer eine richtige Atmosphäre was den Auswärtssupport angeht rüber. Dazu hat es wie Hechtsuppe gezogen und es war richtig kalt abends.

Das Spiel selbst hätte man sich schenken können. Es war das letzte Gruppenspiel. Barca stand als Gruppensieger fest, der VfB als Gruppenletzter. Highlight war, als da Silva einen Freistoß zur 1:0-Führung versenkte, danach aber spielte fast nur noch Barcelona groß auf. Die Heimreise schließlich war eine mit Hindernissen. Von den 7 Tagesfliegern starteten 6 planmäßig, nur unserer blieb die ganze Nacht auf dem Rollfeld in Barcelona stehen, da es in Stuttgart Probleme mit der Nachtlandeerlaubnis gab. Schon aus diesem Grunde planten wir den nächsten Trip dorthin individuell.
Der nächste Bericht folgt voraussichtlich schon morgen, dann vom Spiel gegen Hoffenheim. Ich gebe zu, ich hinke ein wenig hinterher, aber die Weihnachtsvorbereitungen und -einkäufe gehen auch an mir nicht spurlos vorbei. Des weiteren plane ich, die nächsten Tage noch einen VfB-Jahresrückblick zu erstellen.
Bis dahin, viele Grüße und schöne Tage
Franky
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14. Dezember 2009
Nach der Wiederauferstehung gegen Urziceni in der Championsleague, machten wir uns guter Hoffnung auf den Weg nach Mainz. Dieses Mal schlossen wir uns dem RWS Berkheim an, der einen Doppeldeckerbus für 75 Personen gechartert hatte. 10 Uhr war Treffpunkt in Esslingen Berkheim. Mit reichlich Bier an Bord und guter Laune ging es auch fast planmäßig los.


Nach einem kurzen Einstiegstop in Heimsheim nahmen wir zunächst über die A8, dann über die A5 Kurs auf Mainz. An der Raststätte Bergstraße legten wir eine ca. halbstündige Pause ein.
Als wir die Raststätte wieder verließen folgte eine Schrecksekunde. Direkt auf unserer Höhe, wo wir im Bus saßen, sahen wir ein Auto abheben und auf uns zufliegen. Die Fahrerin dieses Fahrzeugs (Fiat) fuhr, wie wir von Augenzeugen erfuhren, hinter uns aus dem Rasthof heraus und zog sofort auf die linke Spur, um unseren Bus gleich überholen zu können. Dabei wurde sie mit hoher Geschwindigkeit von einem heranbrausenden BMW mit Balinger Kennzeichen gerammt und auf unseren Bus “geschossen”. Die Dame hatte dabei noch Glück im Unglück. Nach meiner Wahrnehmung ist ihr körperlich nicht viel passiert, sie hatte lediglich einen Schock zu beklagen und ihr Bein schmerzte. Hätte der Bus den Aufprall nicht abgedämpft, wäre sie womöglich durch die Leitplanke an einen Baum geprallt, was dann wohl weniger glimpflich ausgegangen wäre.

Der Notarzt kam sofort, bis die Polizei eintraf dauerte es wesentlich länger. Insgesamt gute eineinhalb Stunden vergingen, bis wir weiter fahren konnten. Da die Insassen des Balinger BMWs ebenfalls VfB-Fans und beide Autos schrottreif waren, nahmen wir sie mit.
In Mainz muß man mit dem Bus ziemlich mit der Kirche ums Dorf fahren, um an den Busparkplatz zu gelangen, was weitere Zeit gekostet hat. Dieser ist in Mainz relativ weit vom Stadion entfernt liegt. Nach dem Fußmarsch trafen wir gegen 15.15 Uhr am Mainzer Bruchweg-Stadion ein. Am Gästeeingang befanden sich noch lange Schlangen, so daß ich schon befürchtete, nicht rechtzeitig zum Spielbeginn im Stadion zu sein. Da auf unserer Karte aber Orgentec-Tribüne stand und wir einen Wegweiser zu dieser sahen, machten wir uns auf den Weg dorthin. Der Einlaß funktionierte problemlos und schnell. Auf zum Block und hinein. Denkste! Es stellte sich plötzlich heraus, daß wir zu unserem Block doch nur über den Gästeeingang gelangen können. An der Einlasskontrolle hätten sie uns normalerweise gar nicht reinlassen dürfen. Da unsere Karten schon eingerissen waren mußten wir diese noch von einer besonders wichtigen Ordnungskraft (orangene statt neongelbe Weste) abzeichnen lassen, um überhaupt wieder eingelassen zu werden. Gott sei Dank hatten sich die langen Schlangen einigermaßen aufgelöst, bis wir ankamen. Im Inneren des Stadions dann die nächsten Hindernisse. Es staute sich auf den Aufgängen in die Blöcke, so daß man da auch kaum vorankam. Genau pünktlich zum Anpfiff schließlich erreichte ich meinen Platz. Anita wollte etwas später nachkommen, doch sie wurde von den Ordnern nicht mehr auf ihren Platz gelassen, weil die Gänge voll standen. Stattdessen wurde ihr ein Sitzplatz in einem anderen Block angeboten. Da muß ich wirklich sagen: die Infrastruktur, das Stadion, die Organisation, alles höchstens 2. Liga-Format. Um so mehr war die Gier vorhanden, diesen Ort wenigstens mit 3 Punkten im Gepäck wieder verlassen zu können.
Das You”ll never walk alone und die Mainzer Schalparade verpaßte ich leider und konnte keine Bilder davon schießen. Die Intonation des Vereinsliedes und wie die heimischen Fans dabei abgehen, üben auf mich in vielen Stadien eine Faszination aus, auch wenn ich mit dem jeweiligen Verein und deren Fans nichts anfangen kann.

Hinein ins Spiel. Der VfB im Gegensatz zum Championsleague-Spiel nur auf einer Position verändert – Niedermeier ersetzte den gelbgesperrten Tasci. Die ersten Minuten gehörten den Mainzern, bereits in der 2. Minute hätte Ivanschitz Mainz in Führung bringen können. Stattdessen nutzte der VfB gleich seine erste Chance zur Führung. Boka flankte von links, Pogrebnjak drückte den Ball mit der Hüfte zum 0:1 in die Maschen. Riesen-Jubel natürlich unter den 2.000 VfB-Anhängern. Wir saßen oberhalb des VfB-Fanblocks, so daß ich von dem leider keine Bilder machen konnte, das tat aber der Stimmung zu diesem Zeitpunkt keinen Abbruch.


Danach entwickelte sich eine recht ausgeglichene kampfbetonte Partie, in der der VfB vor der Pause die besseren Chancen, vor allem durch Ciprian Marica besaß. Dieser blüht bisher durch den Trainerwechsel richtig auf und stellte in Mainz Pogrebnjak, trotz dessen Tores, eindeutig in den Schatten.
Unter den Zuschauern befand sich auch Bundestrainer Jogi Löw.

Unsere Nationalspieler Hitz und Tasci bekam er ja nicht zu sehen, dafür aber einen starken und immer präsenten Sami Khedira. Es gibt schon Leute, die die Leistungssteigerung in den letzten beiden Spielen weniger dem neuen Trainer als vielmehr der Rückkehr von Sami Khedira zuschreiben. Wenn er dieses Level auch nach der Weihnachtspause halten kann, ist er sicher bei Jogi auch ein Kandidat für Südafrika. Khedira stellte sich als Kapitän bei der U21-EM in Schweden in den Dienst des Teams und verzichtete stattdessen auf die Asien-Reise der A-Nationalmannschaft. Deshalb dürfte er bei der Nominierung einen kleinen Bonus haben.
In der 2. Halbzeit dann war vom VfB relativ wenig zu sehen. Sie zogen sich zurück, standen tief und verwalteten das 1:0 gegen relativ harmlose Mainzer, denen man auch nicht unbedingt zutraute, ein Tor schießen zu können. Die VfB-Abwehr ließ wenig zu. Auch Niedermeier, der nervös begann, steigerte sich mit zunehmender Spieldauer zu einem zuverlässigen Part. Das Spiel plätscherte so dahin, aus VfB-Sicht ja eigentlich optimal, wären die drei Punkte doch soooo wichtig gewesen. Nur einem war der Nachmittag wohl zu langweilig: Jens Lehmann. Bereits über die gesamte Spieldauer provozierte er die Mainzer, sowohl Publikum als auch Mannschaft. Jede Ballaufnahme zelebrierte er provokativ langsam, sobald ihm jemand zu Nahe kommt, baut er sich vor demjenigen auf. In der 2. Halbzeit ging dieses “Spiel”, vor allem eine Privatfehde mit Bancé, weiter. Als er sich wieder einmal dazu entschloß, die Kugel erst aufzunehmen, als er schon den Atem des herannahenden Gegners spürte, wurde er von Bancé attackiert und kam zu Fall. Lehmann ließ sich daraufhin auf dem Platz behandeln.

Bancé hätte gelb für diese Aktion bekommen müssen, was Schiri Stark aber anders sah. Wenige Minuten später hatte Lehmann den Ball sicher, ging aber dennoch auf Bancé zu und trat ihm mit voller Wucht auf den Fuß. Die (fast) logische Folge: rote Karte und Elfmeter.

Mit diesen Sperenzchen hat Lehmann der Mannschaft, den Fans und dem Verein einen Bärendienst erwiesen. Eine unnötigere rote Karte und einen unnötigeren Elfmeter habe ich glaube ich noch nie gesehen. Und das in der jetzigen Situation, wo der Befreiungsschlag so etwas von wichtig gewesen wäre. Lehmann sollte sich selbst hinterfragen, ob es für ihn noch Sinn macht bis Saisonende weiter zu spielen. Er hat ja schon betont, daß für ihn der Kampf gegen den Abstieg keine Motivation darstellt. Wenn er dem VfB weiterhin mehr schadet als daß er nützt, sollte man diese Liaison schnell beenden. Binnen einer Woche sorgte er zunächst durch die Kritik an der Vereinsführung (In der Sache hatte er meiner Meinung nach Recht, als er sagte, dass Babbel in erster Linie wegen der Eskalation nach dem Bochum-Spiel entlassen wurde, nur sollte er so etwas intern vorbringen), dann durch die Pinkelaffaire für Schlagzeilen. Danach erklärte er öffentlich, dass er die Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro nicht bezahlen werde und jetzt kostet er den VfB die dringend benötigten 2 Punkte. Lehmann ist ein egozentrischer Selbstdarsteller, der immer im Mittelpunkt stehen muß und kein Teamplayer. Um zu erreichen, dass er nach dem Desaster mit Schäfer beim VfB unterschrieb, machte man Zugeständnisse, wie dieses, daß er vom sonntäglichen Auslaufen befreit wird und diese Zeit bei seiner Familie am Starnberger See verbringen kann. Dies wurde solange auch akzeptiert und hingenommen, als er seine Leistung brachte und ein tadelloser Vollprofi war. Jetzt allerdings, vor allem in diesen schwierigen Zeiten, sind Kerle gefragt, die an einem Strang ziehen. Wenn Lehmann jetzt die Vereinsführung wegen der Entlassung von Babbel kritisiert, muß man hinterfragen dürfen, ob er nicht auch eifrig an Babbels Stuhl gesägt hat. War nicht er es, der aufgrund der Maßnahme, die Babbel vor dem Leverkusen-Spiel anordnete, dass die Mannschaft fortan in Doppelzimmer nächtigen solle, war es nicht Herr Lehmann himself, der sich daraufhin eine Suite nahm und so Babbels Autorität nachhaltig untergrub? Hat Herr Lehmann nicht in Hannover die gute Kinderstube eines Balljungen vermißt, reißt aber selbst einem aufgebrachten Fan in Mainz die Brille von der Nase? Benimmt sich nicht Herr Lehmann schon seit eh und je, Tendenz eher zunehmend im reifen Alter, wie ein Rüpel. Und das, obwohl doch er immer den Verfall der Sitten in der Bundesliga anprangert. Er hat doch in Mainz geschauspielert und die Zuschauer gegen uns aufgebracht, so daß man sich wegen dem peinlichen Clown schämen muß. Nachdem ich jetzt solch drastischen Worte benutze, muß ich an dieser Stelle betonen, daß ich bisher immer ein großer Fan von Jens Lehmann war und glücklich war, als er zu uns kam. Daß er nicht einfach ist und manchmal provokant, das wußte man ja. Er ist aber immer noch ein guter Torwart und vor allem bei Standars im Herauslaufen absolute Spitze. Wenn wir aber wegen unseres Torwarts aus den Schlagzeilen nicht herauskommen, jetzt da nach dem Trainerwechsel endlich mal Ruhe einkehren sollte, wenn uns dieser Torhüter nicht mehr nur außerhalb des Platzes sondern immer häufiger auch auf dem Platz schadet, ist es höchste Zeit über einen Torwartwechsel nachzudenken. Alex Stolz oder Sven Ulreich haben jetzt, mindestens bis zum Ablauf der Sperre von Jens Lehmann, die Chance, danach einen erneuten Torwartwechsel unnötig zu machen, wenn sie stark halten. Die Mannschaft ist natürlich gefordert, ihnen dabei zu helfen.
Ich bin wirklich gespannt, ob die Vereinsführung dieses Verhalten weiterhin duldet. Kündigen werden sie ihn kaum können, hier sei noch einmal an sein Ehrgefühl appeliert, die Schuhe an den Nagel zu hängen, wenn ihm der Job keine Freude mehr bereitet. Ein wie gestern fast schon amoklaufender Jens Lehmann schadet mehr als dass er nützt. Ich denke, unser neuer Trainer wird jetzt genau hinschauen, auf wen er zählen kann und auf wen nicht. Wenn ihm unsere beiden Torhüter Stolz und Ulreich nicht gut genug erscheinen, kann in der Transferperiode auch noch reagiert werden. Gross hat ja bereits gestern betont, der Mannschaftserfolg stehe über allem. Wenn wir von Feldspielern erwarten, einander auf dem Platz zu helfen und füreinander da zu sein, muß das auch für den Torwart gelten. Ich denke, die nächsten Tage dürften spannend werden. Alex Stolz oder Sven Ulreich wünsche ich auf jeden Fall gegen Hoffenheim ein gutes Spiel und Jens Lehmann eine lange Sperre und eine harte Strafe vom Verein.
Zurück zum Spiel, Ulreich kam für Gebhart ins Spiel und stand zunächst einmal dem Mainzer Elfmeterschützen Polanski gegenüber. Dieser verwandelte sicher, so daß sich die Mainzer doch noch über einen nicht mehr erhofften Punktgewinn freuen durften. Die Fans forderten dann noch ihren 12. Mann Jens “Lehmann auf den Zaun”, da er ihnen den Elfmeter herausgeholt hatte. Doch zu diesem Zeitpunkt irrte Lehmann wohl schon durch die Dunkelheit in Mainz, als er auf der Suche nach einem Taxi einen recht planlosen Eindruck machte. Vielleicht ja ein Indiz dafür, dass ihn dieser Ausraster doch mal nachdenklich gemacht hat.





Wir VfB-Fans waren natürlich stinksauer nach dem Abpfiff. Zwei Punkte hergeschenkt, hoffen wir mal, dass uns nicht gerade diese am Ende der Saison fehlen. Nach dem Marsch durch die Mainzer Nacht in der eisigen Kälte fuhren wir gegen kurz nach 18 Uhr, ohne nennenswerte Zwischenfälle, zurück. Auch auf der Fahrt gab es natürlich nur ein Thema. Die Schlagzeilen gehören auch diese Woche, Jens Lehmann sei Dank, dem VfB. Der Trainerstab und die Mannschaft werden sich davon aber hoffentlich nicht einlullen lassen und mit höchster Konzentration an die Vorbereitung auf das Hoffenheimspiel gehen. Ein Sieg zum Jahresabschluss wäre ja so wichtig.
Melde mich danach wieder. Mehr Bilder wie immer unter www.Frankys-Stadionpics.de
Bis bald, haltet die Ohren steif, viele Grüße
Franky
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